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Deutsche Sprichwörter
Über 18.000 deutsche Sprichwörter
Einf bis Ein N
Einfach, aber niedlich, sagte der Teufel und strich sich den Sterz erbsengrün an.

Ein fahrender Schüler bleibt ein Spüler.

Ein falscher Freund hat Mund Zucker und Herzen Galle.

Ein falscher Freund ist schlimmer als ein offener Feind.

Ein falscher Freund zeucht (zieht) gute Seiten auf.

Ein falscher Prediger ist ein Dornenstrauch.

Ein Falscher seine Kleider verkehrt, wie ihn der Wind und Wetter lehrt.

Ein falsches Herz ist wie ein Lockvogel auf dem Kloben.

Ein falsches Herz mehrt Unglück.

Einfalt hat einen Teufel betrogen.

Einfalt hat kein Geld.
(Erklärung von Wilhelm Körte 1837: „Es gibt aber eine Einfalt, die den Himmel erobert, während es eine Klugheit gibt, die daneben gräbt.“)

Einfalt hat schöne Gestalt.

Einfältige Leute müssen mit fremden Augen sehen.

Einfältig ist neunfältig.

Einfältig und grad hindurch bleibt am längsten.

Einfalt wird alt.

Ein Fantast macht neun halbe Narren.

Ein fauler Apfel macht schnell, das auch faul werde sein Gesell.
Ein fauler Apfel verdirbt seinen Gesellen auch.

Ein fauler Apfel macht zehn faule Äpfel.
Ein fauler Apfel steckt hundert an.

Ein fauler Baum bringt arge Frucht.

Ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.

Ein fauler Bub ist bös zu lehren.

Ein fauler Bub und ein warmes Bett scheiden sich nicht leicht.

Ein fauler Dieb ist besser den ein fauler Knecht, oder tut nicht so viel schaden als faul Gesinde.

Ein fauler Fuhrmann spannt lieber aus denn an.

Ein fauler Knecht macht anstatt eines, acht Schritte.

Ein fauler Mann, ein armer Mann.

Ein fauler Mensch bringt nichts an sich.

Ein faules Ei verderbt den ganzen Brei.
Ein faules Ei verdirbt einen ganzen Kuchen.

Ein faules Ei verdirbt zehn frische.

Ein Federstrich kann dich adlig machen; edel kann dich kein Kaiser machen.

Ein Fehler aus Versehen ist leicht geschehen (oder verziehen).

Ein Fehler gibt dem andern die Schnalle in die Hand.

Ein feiger Hund bellt wohl, beißt aber nicht.

Ein feiger Kerl wird eher geschlagen den ein beherzter Held.

Ein Feind im Haus tut größeren Schaden, denn einer draußen.

Ein Feind ist zu viel und hundert Freunde nicht genug.

Ein Feind tut dem andern so weh, als er kann, aber nicht allzeit mit gleich großem Recht.

Ein ferner Freund ist lang gesund.

Ein fetter Bauch, ein grober Schlauch.

Ein Finger macht keine Hand, ein Balken keine Wand, ein Schwälbchen noch keinen Sommer.

Ein Fisch, der einmal an der Angel gekostet hat, beißt nicht gern wieder dran.

Ein fleißiger treibt sich selbst.

Ein fleißiges Weib ist ein starker Zaun um das Haus.

Ein fleißiges Weib ist ihres Mannes Krone.

Ein Fluch hat einen guten Sinn, da er auskommt, da geht er wohl wieder ein.
(Das bedeutet, wer andere verflucht, den trifft der Fluch selbst)

Ein flüchtiger wirbt keine Krone.

Ein Frauenhaar zieht stärker als ein Glockenseil.
(Das Sprichwort meint nicht die physische (körperliche) Kraft, sondern den Einfluss, den Frauen mit ihren Haaren auf die Männer ausüben können und oft genug auch tun. Eine Eigenschaft der Frauen, die sie auch in anderen Ländern beherrschen. Zum Beispiel zieht ein Frauenhaar in Israel sogar mehr als zehn Ochsen, in Japan stärker als ein Rindergespann und in China verwickeln sich selbst große Elefanten in nur einem Frauenhaar.)

Ein frei edel Geblüt vor den Huren sich hüt.

Ein freier Fechter muss seine Streiche gewiss führen, also ein Christ auch.

Ein freies Weib kann kein eigenes Kind haben.

Ein Freitaler*33 ist neun Groschen.

Ein Fremder kann bald Unrecht tun und Undank verdienen.

Ein fremdes Grab sieht sich an wie eine Rasenbank.

Ein fremd Kleid macht einen fremden Mann.

Ein Freund besucht oft den andern.

Ein Freund dem andern dienen soll, so steht es um die Freundschaft wohl.

Ein Freund, der einem nichts gibt und ein Feind, der einem nichts nimmt, sind fast gleich.

Ein Freund in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne.
Ein Freund in der Not ist besser, als ein Bruder in der Ferne.

Ein Freund in der Not ist ein Freund in der Tat.

Ein Freund ist des anderen Spiegel.

Ein freundlich Angesicht ist's halbe Zugemüse.

Ein freundliches Aussehen schadet nicht.

Ein freundliches Wort erfreut.

Ein freundlich Gesicht, das beste Gericht.

Ein freundlich Scherzen bringt viel Tausend Schmerzen.

Ein Freund teilt gern mit dem andern.

Ein Freund wird oft erst erkannt, wenn man ihn verloren.

Ein frischer (Froh) Muth ist halb Zehrgeld.

Ein Fröhlicher und Trauriger singen nicht einerlei Gesang.

Ein fröliches Hertz ist des Menschen Leben, und seine Freud ist ein langes Leben.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach Lutherbibel 1984:30, 23; Lutherbibel 2017: 30, 22: „Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.“)

Ein fröhliches Herz ist die beste Arznei.

Ein frommer Jurist sein ist gefährlich.

Ein frommer Knecht dient nicht zugleich zwei widerwertigen Herren.

Ein frommer Mann wird erkannt aus seinen Händeln*14.

Ein frommer Mann zeucht (zieht) ein fromm Weib.
(Das bedeutet, wenn nur der Mann fromm ist, wird zwangsläufig auch die Frau fromm, egal, ob sie es vorher war oder nicht. Dass es auch heute nicht stimmen kann, zeigt die hohe Zahl von Ehescheidungen. Früher war es wohl auch nicht richtig, nur keiner merkte es, da die Kirche Ehescheidungen einfach verbot. Das Sprichwort zeigt auch, das früher nur der Mann das Sagen hatte und die Frauen sich zu fügen hatten, wenn nicht, war damals auch Gewalt erlaubt.)

Ein frommer Regent ist ein lieblicher Tau und Regen.

Ein frommer Sohn ist des Vaters Mauer und Schutz.

Ein frommer Vater kann wohl einen bösen Buben zeugen.

Ein frommer Vater stirbt desto sanfter, wenn er einen geschickten Sohn hinter sich lässt.

Ein Frommer vergönnt niemand sein Glück.

Ein frommes Kind kennt seinen Vater.

Ein frommes Weib ist des Lebens heil, man findet's aber selten feil.

Ein fromm gläubiges Herz soll sich nicht allein vor böser Tat, sondern auch vor bösem Argwohn und Leumund hüten.

Ein fromm und schönes Weib ist ihres Mannes Zier.

Ein fromm Weib beherrscht ihren Mann mit Gehorsam.

Ein fromm Weib ist ihres Mannes Leib.

Ein fromm Weib kann man mit Gold nicht überwägen.

Ein Frosch kann nicht singen wie eine Nachtigall.

Ein Fund verholen ist so gut wie gestohlen.
(Auch heute noch gilt das Recht, Fundsachen von Wert beim Fundbüro oder einer anderen offiziellen Stelle abzugeben. Früher war der nächste Pfarrer zuständig, aber wie viele hielten oder halten sich daran?)

Ein Fünkchen ist auch Feuer.

Ein furchtsames Herz erschrickt auch vor einem leeren Schatten.

Ein furchtsam Herz ist immer in Gefahr.

Ein Fürst hat zehn Teufel um sich her, da ein anderer nur einen hat.

Ein Fürst ist so selten im Himmel, als ein Hirsch in eines armen Mannes Küche.
Ein Gast ist wie ein Fisch, er bleibt nicht lange frisch.
(Das bedeutet, nach drei Tagen werden Gäste im Haus lästig und man will wieder Ruhe und seinen gewohnten Alltag haben. Bei Karl Simrock ist es „Ein Gast“ (Nr. 3043), bei Wilhelm Körte ist es „Der Gast“ (Nr. 1776), Wander nimmt gleich alle beide und macht zwei Sprichwörter daraus (der Gast unter Gast Nr. 20 und ein Gast unter Gast Nr. 50).

Eingebracht Gut ergreift auch Erbgut.
(Dies ist ein altes Rechtssprichwort. Bevor Gesetze alles regelten, wurden Rechtsgrundsätze in Sprichwörtern festgelegt und auch danach geurteilt. Dieses Sprichwort bedeutet, das bei einer Ehescheidung die Frau ihre eigene Mitgift und Erbgut von den Eltern plus dem zwischenzeitlich eingebrachten Gut (eine Mehrung des ehefräulichen Vermögens während der Ehe) wieder bekommt (das Frauengut soll kein Schaden leiden, des Mannes Gut steht ihm zu Pfande vor allen anderen Schulden. Der Brautschatz geht vor jeder Schuld.). Erst mit dem restlichen Vermögen des Mannes muss er seine eigenen Schulden begleichen. Das Vermögen der Frau wurde früher immer vom Mann verwaltet, denn nach früherem Recht: „erschien der Ehemann vom Anbeginn der Ehe als der natürliche Vormund seiner Frau und hatte um deswillen die gesamte Vermögensverwaltung in seiner Hand.“ (Zitate aus „Deutsche Rechtssprichwörter von Eduard Graf und Mathias Dietherr“ von 1864, Seite 155 und 159))

Ein Geheimnis juckt auf der Zunge.

Ein Gehorsam bringt den anderen.
(Das bedeutet, wenn die Regierung den Gesetzen gegenüber gehorsam ist, dann ist das Volk gegenüber den Regierenden ebenso gehorsam.)

Ein Geiger zerreißt viele Saiten, ehe er Meister ist.
Ein Lautenist bricht viel Saiten, eh er Meister ist.
Es hat wohl ein guter Lautenist viel Saiten gebrochen, ehe er Meister geworden.

Ein geil alt Weib ist des Todes Fastnachtspiel.

Ein Geist hat nicht Fleisch und Bein.
(Ursprung des Sprichwortes ist die Bibel: das Evangelium nach Lukas 24, 39)

Ein Geizhals gäbe nicht dem Teufel ein Messer, wenn er ihn gleich damit selbst schinden sollte.

Ein Geizhals ist auf der Seite taub, wo er’s Geld hat.

Ein Geizhals ist gleich dem Quecksilber, so keine Ruhe, als nur im Golde findet.

Ein Geizhals wird auch eine Mücke schinden, das Blut von ihr zu pressen.

Ein Geizhals wird eher einen Zahn aus dem Munde, als einen Groschen aus dem Beutel verlieren.

Ein Geizhals wird reich, indem er den Armen spielt; der Verschwender verarmt, indem er Reichtum markiert.

Ein Geizhals wird sich eher die Ader an seinem Leibe als an seinem Beutel schlagen lassen.

Ein gelehrter Kopf redet auch nach dem Tode.

Eingenoß baut, zweigenoß reißt nieder.

Ein Gerechter ist Gottes Augapfel.

Ein Gerücht wächst bald.

Ein geschlagener Feind ist noch nicht überwunden.

Ein geschwätzig Maul verwirrt ein ganzes Land.

Ein gesprochenes (versprochenes) Wort ist ein verschossener Pfeil.

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
(Der römische Satiriker Juvenal meinte, um mehr braucht man nicht zu beten, alles andere ist töricht, da es von den Göttern und dem Schicksal bestimmt wird (Man muss darum beten, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wohne. Satiren X, 356). Im 19. Jahrhundert wurde das verkürzte Zitat von Friedrich Ludwig Jahn für seine Turnerbewegung neu aufgegriffen und bekannt gemacht. Jahn wollte die Kraft des deutschen Volkes gegen die napoleonische Herrschaft stärken, was zur Teilnahme vieler Turner in Freiwilligenverbänden im Befreiungskrieg führte. Der Nationalsozialismus macht sich das gekürzte Zitat ebenfalls zu eigen: Nur in einem gesunden Körper entwickelt sich ein gesunder Geist. Das führte zwangsläufig zum Umkehrschluss: In einem kranken Körper kann kein gesunder Geist sein, mit der bekannten Folge, „der Ausmerzung unwerten Lebens“, den Vernichtungslagern und allen anderen Verbrecherischem im Nationalsozialismus. Man sieht daran, das mit verdrehten und verfälschten harmlosen Zitaten und Sprichwörtern als Begründung die schlimmsten Verbrechen begangen werden konnten.
Selbst heute wird das verkürzte Zitat und das Sprichwort oft falsch gebraucht und zitiert, um sportliche Leistung in Schulen oder Fitnesseinrichtungen zu propagieren. Erstens ist es falsch und zweitens ist es eine Diskriminierung von Kranken, Körperbehinderte und allen, die nicht sportlich genug zu sein scheinen. Juvenal meinte, man soll um Gesundheit und Geist Beten und nichts von den verdrehten und hineininterpretierten sportlichen Leistungen und allem anderen. Nachfolgend zwei Quellen zum Nachlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mens_sana_in_corpore_sano
www.zeit.de/1982/33/tratschkes-lexikon-fuer-besserwesser

Ein Gesunder ist geschickt zum Gehen, ein Weiser zum Raten, ein Sanftmütiger zum überkommen.
Ein Gesunder ist geschickt zu wandeln, ein Weiser zu handeln, ein Sanftmütiger zu überkommen.

Ein Gewiss ist besser als zehn Ungewiss.

Ein geworfener Stein, ein verschossener Pfeil, ein gesprochnes Wort sind nicht zu widerrufen.

Ein Glas Wein auf die Suppe ist dem Arzt einen Taler*33 entzogen.

Ein Glaube ohne Tat ist ein Feld ohne Saat.

Ein Gleiches und ein Ungleiches machen ein Gerades.

Ein Gleichnis hat nicht alle vier Füße.

Ein glückliches Herz macht hüpfende Beine.

Ein graues Haupt ist von weniger Achtbarkeit, wenn der Verstand ohne Bart ist.
(Das bedeutet nicht, dass alte Menschen einen Bart haben müssen, um geachtet zu werden. Es bedeutet, der Verstand muss so alt und gereift sein, das in dieser Zeit ein langer Bart hätte wachsen können. Wenn der Verstand alter Menschen wie so oft dem eines Kindes entspricht, wird er allgemein nicht geachtet.)

Ein gräuliches Weib und ein Fleischklotz werden selten aus dem Hause gestohlen.
Ein guter Batzen, der einen Gulden erspart.
Ein grindiger Bock ist einer goldenen Ziege wert.

Ein Grindiger kratzt (laust) den andern.

Ein grob Holz, es wäre gut, Sautröge daraus hauen.

Ein gut Alter ist besser denn eine böse Jugend.

Ein guter Arzt bedarf keiner Posaune.


Ein guter Batzen*2, der einen Gulden*13 erspart.

Ein guter Baum bringt gute Früchte.

Ein guter Bezahler ist Meister über eines andern Beutel.

Ein guter Freund im Unglücksstand am allerbesten wird erkannt.

Ein guter Freund ist mehr wert als hundert Verwandte.

Ein guter Fürst soll eine Feder, eine Zunge und ein Herz haben.

Ein guter Gaul zieht dreimal.

Ein guter Gedanke verzinst sich reichlich.

Ein guter Hahn kräht auch zweimal.

Ein guter Hahn wird selten fett.

Ein guter Hausvater muss drei Pfennige haben: einen Ehrenpfennig, Zehrpfennig und Notpfennig.

Ein guter Hirte scherrt seine Schafe, ein übler zieht ihnen das Fell ab.

Ein guter Jäger lässt sich nicht aufs Rohr sehen.

Ein guter Koch ist ein guter Arzt.

Ein guter Mann in dieser Welt ist mehr denn alles Gold und Geld.

Ein guter Mann ist besser als ein Kasten voll Geld.

Ein guter Meister macht gute Jünger.
Guter Meister macht gute Jünger.

Ein guter Nachbar ist besser als ein Bruder in der Ferne.
Ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne.

Ein guter Nachbar ist ein edel Kleinod*20.

Ein guter Name, die schönste Mitgift.
Guter Name ist ein schönes Heiratsgut.

Ein guter Name ist das beste Erbgut.
Guter Name ist ein reiches (großes) Erbteil.

Ein guter Name in dieser Welt ist besser dann alles Gut (Gold) und Geld.
Ein guter Name ist besser als (denn) Silber und Gold.
Ein guter Namen ist besser als bares Geld.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 22, 1: „Ein guter Ruf ist köstlicher als großer Reichtum und anziehendes Wesen besser als Silber und Gold.“)

Ein guter Namen ist besser als Reichtum.

Ein guter Name scheint auch in der Nacht.

Ein guter Name sonder Tat, gleicht dem, der böse Münzen hat.

Ein guter Reitersmann füttert, eh er tränkt.

Ein guter Sparer ist gleich einem guten Gewinner.

Ein guter Tag fängt des Morgens an.

Ein guter Tag vertreibt zehn schlechte.


Ein guter Trunk macht alle jung.
Ein guter Trunk macht Alte jung.
(Das obere Sprichwort steht 1846 bei Simrock, das untere schon 1840 bei Braun und Eiselein, 1842 bei Marbach. Wahrscheinlich hat Simrock nur falsch abgeschrieben und das untere Sprichwort ist das Richtige. Bei Wander sind zudem etliche ähnliche Sprichwörter mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung enthalten, leider alle ohne Quellenangabe, nur grade weder das von Simrock oder von Braun und den anderen nicht.)

Ein guter Zaum verbessert das Pferd.

Ein gut erzogen Kind ist eine Rechnung ohne Probe.

Ein gutes Buch lobt sich selber.

Ein gutes Feuer, ein guter Koch.
Gutes Feuer, guter Koch (macht schnellen Koch).

Ein gutes Feuer macht einen schnellen Rauch.

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.

Ein gutes Liedlein soll man dreimal singen.

Ein gutes Mahl ist henkenswert.

Ein gutes Wort bringt die Schlange aus der Höhle.

Ein gutes Wort kostet nichts.


Ein gut gespielter Ball findet immer sein Loch.

Ein gut Gewissen betrachtet falsche Zungen.

Ein gut Gewissen ist ein guter Brustfleck.

Ein gut Gewissen ist ein stetiges Wohlleben.
Ein gutes Gewissen ist das beste Wohlleben.

Ein gut Gewissen scheut nichts.

Ein gut Gewissen und ehrliches Leben wird noch zuletzt in Ehren schweben.

Ein gut Gewissen verträgt viel verwandte Red.

Ein gut Lied mag man dreimal singen.

Ein gut Lied soll man nicht aussingen.

Ein gut Pferd ist seines Futters wert.

Ein gut Pferd sucht man im Stall, ein brav Mädchen in seinem Haus.

Ein gut Schlafen ist so gut wie ein gut Essen.

Ein gut Spiel soll bald aufhören.

Ein gut Wort findet eine gute Stadt.
(Agricola sagte 1530 in seinen Sprichwörtern dazu: Die Erfahrung lehrt, dass kein gut Wort verloren sei, es findet alle Zeit da es ruhet und ohne Schaden abgeht. Und im Fall, dass jemand seinem Feinde und Schänder gute Worte gibt, so er doch wohl Ursach hätte, ihn wieder zu schänden, so findet doch das gute Wort eine gute Stadt. Erstlich bei seinen Zuhörern, die seine Sanftmut loben müssen, zum andern, auch bei dem Feinde. Denn hernach, wenn er sich recht bedenkt, so der Zorn vorüber ist, so muss er sich vor dem schämen, der ihm so viel gut gehalten hat. . .“)
Ein gut Wort findet eine gute Stätte.
Gutes Wort findet guten Ort (gute Statt).

Ein gut Wort richtet mehr aus als ein Fähnlein Landsknechte.

Ein Haben ist besser als zwei Kriegen.

Ein Hader*14 geht bald an, langsam kommt man davon.

Ein Hahn hat so viel Flügel als der Falk und kann doch nicht so hoch fliegen.

Ein Hahn zwingt zwölf Hennen, ein Weib halb so viel Männer.

Ein halbes Ei ist besser als eine ganze Schale.

Ein Handwerk, ein täglicher Gülden*13.

Ein Handwerker sollte zehn Rentner überzehren.
(überzehren = mehr Nahrung finden, mehr haben, als.  Das Sprichwort bedeutet danach, einem Handwerker sollte mehr Nahrung zustehen als zehn Rentner. Bei so einer Regelung ist es wohl kein Wunder, wenn früher die Menschen nicht sehr alt geworden sind, das würde bedeuten, arbeiten bis zum umfallen und danach verhungern. Da ist es heute doch besser als in der guten alten Zeit, aus der dieses Sprichwort stammt.)

Ein Handwerk ist ein guter Reispfennig, man trägt sich niemals müde daran.
Handwerk ist ein guter Zehrpfennig, man trägt nicht schwer daran.

Ein Handwerksmann kann einen Rentner ausziehen.

Ein hässliches Weib ist ein guter Zaun um den Garten.

Ein hässlich Weib ist eine gute Haushälterin.

Ein Haus darin zwei Frauen sind, wird nicht rein gefegt.

Ein Haus, ein Brand.

Ein Haus ist leichter angezündet als gelöscht.

Ein Haus kann nicht zwei Hunde nähren.

Einhelligkeit macht Gedeihen.

Ein Herr büßt den andern nicht.

Ein Herr, kein Herr; zwei Herrn, ein Herr.

Ein Herr von Stroh, von Heu oder von Butter frisst (und tötet) einen Vasallen von Stahl und Eisen.
Es kann ein stroherner Herr einen Untertanen von Eisen fressen.
(Das Sprichwort zeugt vom Absolutismus, in dem jeder Herr, Herrscher und Obrigkeit von Gottes Gnaden das absolute und willkürliche Recht über die Untertanen und Untergebenen bis zum Töten hatte. Bei manchen Politikern und Präsidenten, Kapitalisten oder internationalen Großkonzernen hat man bisweilen den Eindruck, das sie sich in demselben Irrglauben befinden.)

Ein Herz ist des andern Spiegel.

Ein Heute ist besser denn zehn Morgen.

Ein Hirt muss seine Schafe kennen.

Ein Holzapfel schmeckt wie der andere.

Ein Huhn und Reben tun nichts vergeben.

Ein Hund, der mit den Wölfen geht, wird mit den Wölfen erschlagen.

Ein Hund, der nach zwei Hasen jagt, fängt keinen.


Ein Hund flöhet den andern.

Ein Hund ist nicht lang an eine Bratwurst gebunden.

Ein Hund riecht am andern, ob er den Pfeffer nicht habe.

Ein Hund schnappt nach einer Fliege.

Ein hungriger Bauch hat keine Ohren.

Ein hungriger Bauch hat keine Scham.

Einigkeit ein festes Band, hält zusammen Leut und Land.

Einigkeit macht Duldsamkeit, Duldsamkeit macht Einigkeit.

Einigkeit macht stark.

Ein Irrtum bringt den anderen.

Ein Jäger und ein Schütz tun manchen Gang unnütz.

Ein Jäger und sein Hund essen zu jeder Stund.

Ein Jäger unverdrossen hat es oft genossen.
Ein Jäger unverdrossen hat's oft und dick genossen.

Ein Jäher gibt keinen guten Jäger.

Ein Jäher ist kein guter Mäher.

Ein Jäher soll Esel reiten.

Ein Jahr belehrt das andre nicht.

Ein Jahr böse, hundert Jahr böse.

Ein Jahrmarkt ohne Diebe, schön Mädchen ohne Liebe, eine Scheuer*31 ohne Mäuse, ein Bettler ohne Läuse, eine Vettel ohne Schelten: Die fünfe find't man selten.

Ein Jahr Rente ist hundert Jahr Rente.

Ein jeder denkt, sein Unglück sei das größte.

Ein jeder Dieb stiehlt Frauenlieb.

Ein jeder dingt so genau, als er kann.

Ein jeder für sich und Gott für uns alle.

Ein jeder hat je einmal seine Rasezeit.

Ein jeder hat seinen Wurm.

Ein jeder hat seinen Zwickel.

Ein jeder Herr ist Kaiser in seinem Lande.

Ein jeder Herr ist Papst in seinem Lande.

Ein jeder ist seines Gutes mächtig.

Ein jeder ist sich selbst der größte Feind.

Ein jeder kehr' vor seiner Tür, er find't wohl Kot genug dafür.

Ein jeder schläft bei seiner Frau auf seine Weise.

Ein jeder soll schwören nach seinem Gewissen.

Ein jeder tut, soviel er kann.

Ein jeder warte das Seine und laufe nicht weiter.

Ein jeder will Hahn im Korbe sein.

Ein jeglicher Tag hat sein eigen Übel.

Ein jegliches Ding will seine Zeit haben.

Ein Jetzt ist besser als zwei Dann.

Ein Jud lieh' keinen Pfennig auf alten Adel.

Ein junger Arzt muss drei Kirchhöfe haben.


Ein junger Knab muss leiden viel, wenn er zu Ehren kommen will.
Ein junger Knab viel leiden muss, bis dass er wird ein Dominus.

Ein junger Mann kann neunmal verderben und doch nicht sterben (und dennoch wiederum genesen).

Ein junger Mann muss viermal verderben, eh er hausen lernt.

Ein Junger muss sieben Jahre nacheinander narren: Wenn er eine Viertelstunde davon versäumt, so muss er die Narrenjahre von vorn anfangen.

Ein junges Weib bei einem alten Mann ist des Tags eine Ehefrau und des Nachts eine Witwe.

Ein junges Weib und alter Wein, die schicken sich zum lustig sein.
Ein Kahler schilt den andern Glatzkopf.

Ein Kantor gäb' einen guten Küchenmeister.


Ein karger Reicher ist Salomons Esel.


Ein kecker Mut, der beste Harnisch.

Ein Keil treibt den andern.

Ein Kind, Angstkind, zwei Kinder, Spielkinder.


Ein Kind, das eine Stiefmutter bekommt, bekommt auch einen Stiefvater.

Ein Kind, das nicht spielt und dem nicht wackelt der Mund, ist nicht gesund.

Ein Kind, kein Kind; zwei Kind, ein halb Kind; drei Kind, ein Kind.

Ein Kind, kein Kind; zwei Kind, Spielkind; drei Kind, viel Kind; vier Kind, ein ganzes Haus voll Kinder.

Ein Kind merkt es, dass ein Kalb ein Vieh ist.

Ein Kind, Notkind.

Ein Kind ohne Mutter steht fern, auch wenn es neben der Stiefmutter steht.

Ein Kind redet, wie es weise ist.

Ein Kind wie eine Maus macht einen Hader*14 wie ein Haus.

Ein kläffend Weib ist selten stumm, ein still Weib liebt man um und um.

Ein klarer Tag vertreibt viel düstre Tage.

Ein kleiner Dieb an den Galgen muss, von großen nimmt man Pfennigbuß.

Ein kleiner Fisch auf dem Tisch ist besser als ein großer im Bach.

Ein kleiner Gewinn und oft ist besser als ein großer und selten.

Ein kleiner Leib kann keinen großen Schatten machen.

Ein kleiner Mann ist auch ein Mann.

Ein kleiner Mann macht oft einen großen Schatten.

Ein kleiner Regen macht nicht nass.

Ein kleiner Riss ist besser zu flicken als ein großer.

Ein kleines Verzeihen bringt großes Gedeihen.

Ein König oder ein Esel; Bischof oder Bader*1.

Ein Krämer, der nicht Mausdreck für Pfeffer aufschwätzen kann, hat sein Handwerk nicht gelernt.

Ein Kranker ist gut schlagen.

Ein Krieger, der darniederliegt, sowohl ein Krieger, als der da siegt.

Ein Kuss ohne Bart ist wie eine Supp ohne Salz

Ein Landsknecht und ein Bäckerschwein, die wollen immer gemästet sein.
Kriegsknecht und Bäckerschwein wollen stets gefüttert sein.
Landsknecht' und Bäckerschwein, wollen allzeit gemästet sein.

Ein Land trägt nicht alles.

Ein Laster kostet mehr denn zwei Kinder.

Ein Leben, das keine Widerwertigkeit hat, muss man unter denen suchen, die nur von Morgen bis Abend gelebt.

Ein lebendiger Hund ist böser als ein toter Löwe.

Ein Leben ohne Freunde ist wie ein Leben ohne Sonne.

Ein ledernes Koller und die Franzosen sind eine ewige Tracht.
(Koller = Jacke, Wams, Mantel oder auch in andere Bedeutung wie Wahnsinn, Jähzorn. Die Franzosen oder französische Krankheit war eine unheilbare Geschlechtskrankheit. Wegen der Feindschaft der Franzosen und der Deutschen im Mittelalter wurden unheilbare Krankheiten gegenseitig als vom andern eingeschleppt bezeichnet.)

Ein leerer Sack bleibt nicht stehen.

Ein leerer Topf am meisten klappert, ein leerer Kopf am meisten plappert.

Ein liederlich Weib kann in der Schürze mehr verschleppen, als der Mann auf dem Wagen in das Haus führen kann.

Ein lindener Herr überdauert einen eichenen Knecht.

Ein Loch durch ein Gesetz reden.
(Früher wurden alte Gesetze und Urkunden mit durchlöchern ungültig gemacht.)

Ein Loch zumachen und ein andres aufmachen.
(Das bedeutet, man macht neue Schulden um die alten zu bezahlen.)

Ein Lockvogel singt den andern ins Garn.

Ein Löffel voll Tat ist besser als ein Scheffel*29 voll Rat.

Ein Löwe geht mit keinem Hasen schwanger.

Ein Lügner hat bald ausgedient.

Ein Lügner muss ein gutes Gedächtnis haben.
Wer lügen will, muss ein gut Gedächtnis haben.

Ein Mädchen bekommt so leicht ein Leck, als ein weißes Kleid ein Fleck.
(Kommentar zum Sprichwort 1837 von Wilhelm Körte: „Mädchen-Tugend ist weißer und reiner als ein gefallener Schnee; man kann sie auch mit einem Spiegel von reinem, hellem Kristall vergleichen, welchen der leiseste Hauch verdunkelt und befleckt.“ Wie meist, beschreibt Körte nur den Idealfall, meist ist das Leben aber nicht immer so.)

Ein Mädchen darf nicht so lange müßiggehen, als 'ne Taube ein Korn aufnimmt.

Ein Mädchen macht keinen Tanz.

Ein Mädchen (Mädchen müssen) muss nach einer Feder über drei Zäune springen.

Ein Mädchen muss nicht so lange müßiggehen, als eine Taube ein Korn aufnimmt.

Ein magerer Vergleich ist besser als ein fetter Prozess.

Einmal betroffen, neunmal getan.

Einmal Bürgermeister, allzeit Bürgermeister.

Einmal des Jahres ist nicht oft.

Einmal die Hand an den Pflug und nicht wieder davon.
(Das Sprichwort soll gegen das Umsatteln stehen. Wer einmal ein Handwerk oder Beruf erwählt hat, sollte dabei bleiben. Je länger man etwas macht, desto besser wird man darin.)

Einmal erröten, macht zehnmal erblassen.

Einmal geben und wieder nehmen, ist schlimmer als stehlen.

Einmal gegeben, einmal genommen, den dritten Tag in die Hölle gekommen.

Einmal geht hin.

Einmal geht hin, kommt aber zum andermal nicht wieder.

Einmal geschrieben ist so gut wie zehnmal gelesen.

Einmal (ge)sehen ist besser als zehnmal hören.

Einmal getan heißt noch nicht wirklich gekonnt oder gar schon verinnerlicht!

Einmal Hure, immer Hure.

Einmal in der Leute Mund, kommt man schwer wieder heraus.

Einmal ist genug, das zweite Mal ist der Tod.

Einmal ist immer das erste Mal.

Einmal ist keine Gewohnheit.

Einmal ist keinmal.
(Egal, wie oft man dieses Sprichwort wiederholt, oder wie verbreitet es ist, einmal ist einmal und bleibt einmal. Nach geschehener Tat kann nichts rückgängig gemacht werden. Man kann es so oft versuchen, wie man will, das Sprichwort ist falsch und hat schon oft Unglück über manchen gebracht. Man probiere es, einen Euro zweimal auszugeben, es gelingt nur mit Betrug, und warum gibt es so viel Abtreibungen? Auch nach einem tödlichen Unfall oder Mord, der einmal geschehen ist, gibt es kein zurück. Man muss sich vorher vorsehen und das eine Mal nicht geschehen lassen. Ganz aktuell wird gerade die einzige Chance, das Klima in annehmbare Grenzen zu halten vertan. Das eine Mal war nur vor 10 Jahren möglich, der Zeitpunkt ist verstrichen und hat schon Milliarden gekostet.)

Einmal ist keinmal, sagte der Arzt und amputierte auch das gesunde Bein.

Einmal ist nicht immer, zweimal ist schon schlimmer, dreimal ist nicht wohlgetan, viermal fängt die Sünde an.
(Das bedeutet, erst nach dem 4. Seitensprung des Mannes wertet es dieses Sprichwort als eine Sünde. Dagegen war die Frau schon beim ersten Mal eine Ehebrecherin. Manche Sünden wurden je nach Mann oder Frau früher anders bewertet und verurteilt. Trotz etlicher Sprichwörter, die es relativieren, Tatsache ist: Einmal ist einmal, ähnlich einem anderen Sprichwort: Schande ist Schande, man halte sie dafür oder nicht.)

Einmal müssen wir alle dran.

Einmal Unrecht, allzeit Unrecht.

Ein Mann, ein Wort.
Ein Mann ein Wort, ein Wort ein Mann.
Ein Mann ist nicht besser als ein Wort.
Ein Wort dringt so tief wie sieben Brief.
Ein Wort ein Wort, ein Mann ein Mann.
Ein Mann ein Mann, ein Wort ein Wort.
Mann ein Mann, Wort ein Wort.
Ein Wort muss ein Wort sein.
Das Wort muss stehen.
Ein Wort muss so gut sein, als Brief und Siegel.
(Früher galt das Wort eines jeden mehr als heute, es war praktisch gleichbedeutend mit dem Mann (Menschen). Das Wort stand für die Ehre und Ehrlichkeit des Sprechers, daher auch das Sprichwort: „Ein Mann, ein Wort!“
Erklärung zu den obigen Sprichwörtern aus dem Buch „Deutsche Rechtssprichwörter von E. Graf und M. Dietherr, 1864“ auf Seite 231: „Das Wort des Mannes muss für ihn so unwandelbar sein, wie seine eigene Persönlichkeit trotz des Wechsels der Verhältnisse stets als die gleiche erscheint, denn des Mannes Wort ist seine Ehre, steht also so aufrecht wie der Mann selbst; Wort und Mann wird geradezu für gleichbedeutend genommen oder doch für dessen beste Handhabe erklärt die Zuverlässigkeit des verpflichteten Teiles vertritt zugleich die Beweisförmlichkeit.“
Nach dieser Aussage sind sehr viele Beiträge und Kommentare in diversen sogenannten „Sozialen Netzwerken“ ehrlos, ohne Ehre, wie es im deutschen Recht früher verstanden wurde, und demnach auch die Schreiber. Selbst erfahrene Politiker reden unbedacht (oder absichtlich?), obwohl sie es besser wissen müssten, und sprechen hinterher von Missverständnissen oder fehlenden Informationen. Bei „Missverständnissen“ wird man auf andere Posten versetzt, möglicherweise befördert, aber Verantwortung will keiner haben.)


Ein Mann - ein Wort, eine Frau - ein Wörterbuch.

Ein Mann ein Wort, ein Wort ein Mann.

Ein Mann kann keinen Tanz machen.

Ein Mann kann machen, dass ihn seine eigenen Hunde beißen.

Ein Mann kann nicht mehr denn mit einem Mund essen.

Ein Mann kann sich eher zu Tode grämen als eine Frau.

Ein Mann, kein Mann.

Ein Mann macht keinen Markt.

Ein Mann macht keinen Tanz, eine Blume keinen Kranz.

Ein Mann mag wohl Gewalt mit Gewalt vertreiben.

Ein Mann soll immer mehr wollen, als er leisten kann.

Ein Mann, wie ein Kind: Alles, was er sieht, will er haben.

Ein Mann wiegt zehn Weiber auf.

Ein Mantel und ein Haus decken viel Schande.

Ein Mensch, der gegen seinen Willen überzeugt wird, hat immer noch seine Meinung.

Ein Mensch ist des andern Gott.

Ein Mensch ist des andern Teufel (Wolf).

Ein Mensch ist des andern wert.

Ein Mensch ist so gut wie der andere.

Ein Mensch ist viel teurer denn ein großer Teil Guts.

Ein Mensch mit bewältigtem Pflichtenkreis und gutem Gewissen gleicht einem geordneten Hause mit aufgeräumtem Keller.

Ein Mensch mit Geist ist viel, mit Charakter mehr, mit Herz alles.

Ein Mensch ohne Bildung ist ein Spiegel ohne Politur.

Ein Mensch soll des andern Gott sein und ist des andern Wolf geworden.

Ein Messer wetzt das andere.

Ein Metzger tut manchen vergebnen Sprung, ein Hund noch mehr.

Ein Mietling achtet der Schafe nicht.

Ein Mitnehmer ist besser als zwei Nachbringer.

Ein Mohr schwärzt den andern nicht.

Ein Mönch ist nirgends besser als im Kloster.

Ein Müßiggänger kostet mehr als (denn) zehn Arbeiter.

Ein mutiger Ernst ist die Seele vom Werk.

Ein Nachbar an der Hand ist besser als ein Freund über Land.

Ein Nachbar ist dem andern einen Brand schuldig.

Ein Nackter ist schwer zu berupfen.

Ein Nagel bewahrt ein Eisen, ein Eisen ein Pferd, ein Pferd einen Mann, ein Mann eine Burg, eine Burg ein Land.
Ein Nagel erhält ein Eisen, das Eisen ein Ross, das Ross den Mann, der Mann eine Burg und die Burg das ganze Land.

Ein Narr denkt, dass andere nichts denken.

Ein Narr, der fragen darf, sieht gescheiter aus als ein Gescheiter, der antworten muss.

Ein Narr fragt in einer Stunde mehr, als zehn Gescheite in einem Jahr beantworten können.

Ein Narr ist genug im Haus, der Kluge müsste sonst hinaus.

Ein Narr kann einen Stein in den Brunnen werfen, den zehn Weise nicht herausziehen.
Es kann ein einziger Narr einen Stein in einen Brunnen werfen, den zehn Weise nicht herauszuziehen vermögen.
Wenn ein Narr einen Stein in den Brunnen wirft, können ihn zehn Weise nicht wieder herausnehmen.

Ein Narr kann mehr fragen, als sieben Weise sagen.

Ein Narr kann mehr fragen als zehn Gescheite beantworten.

Ein Narr kann mehr verneinen, als zehn Gescheite behaupten können.

Ein Narr lässt sich nicht raten.

Ein Narr lobt den andern.

Ein Narr macht eine Tür auf, die er nicht wieder zumachen kann.

Ein Narr macht (ihrer) zehn/hundert (Narren).

Ein Narr macht zehn Narren, aber tausend Kluge noch keinen Klugen.

Ein Narr redet alles, was ihm einfällt.

Ein Narr schüttet alles auf einmal aus.

Ein nasses Land bedarf keines Wassers.

Ein neidischer Mann gäb gern ein Auge hin, wenn der Nachbar auf beiden nicht sähe.

Ein neidisch Herz hat Qual und Schmerz.

Ein Nein zur rechten Zeit erspart viel Widerwärtigkeit.

Ein Niedriger und Armer soll mit Mächtigen und Reichen unverworren sein.

Ein niedriges Büschlein lässt der Wind unzerbrochen.

Ein nimm hin ist besser denn zehn Helfgott.
Besser ein: nimm hin, denn zehn: helf' Gott.
Ein: „Nimm hin“ ist besser, denn zehn: „Helf Gott!“
Ein nimm hin ist besser denn zehn Gottberate dich.

Ein Notschlag, kein Totschlag.

Ein Nussbaum gibt gute Früchte, hat aber dagegen Steine und Schläge zum Lohn.