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Deutsche Sprichworte
Über 17.000 deutsche Sprichwörter auf 39 Seiten
Wa
Wachen und Beten lässt die Frucht nicht zertreten.

Wächst das Ansehen (die Ehre) spannenlang, wächst die Torheit ellenlang.
(Erklärung dazu bei Körte 1837: „Ehren und Würden ändern die Sitten nicht, sondern enthüllen sie nur. Nur Wenige haben Charakter genug, sich in der Niedrigkeit zu zeigen, wie sie sind; Würden aber entkleiden sie der Scham und Scheu, sodass sie sich dann ganz so roh zeigen, wie sie sind.“)

Wach viel, schlaf wenig zu aller Frist: Faulheit der Laster Nahrung ist.

Wagemann, Winnemann.

Wagen gewinnt, Wagen verliert.

Wagen hat Glück.

Wagen ist besser als wägen.

Waghals bricht den Hals.

Wag's und lass Gott walten.

Wahl macht Qual.

Wahn erheischt viel, Notdurft wenig.

Wahnolf ist Trügolfs Bruder.

Wahre deines Gewerbes, so wahrt es dich.

Wahre Liebe ist sicher vor Gefahr, auch im ärgsten Wetter fürchtet sie kein Haar.

Während der Hund sch-, läuft der Has in den Busch.

Während ihrer zwei zanken um ein Ei, steckt's der dritte bei.

Wahrer Spott, schlimmer Spott.

Wahre Schönheit kennt kein Alter.

Wahre Schönheit kommt von innen.

Wahrheit findet keine Herberge.

Wahrheit gebraucht man kaum an Feiertagen, geschweige dass man sollte Alltagshosen daraus machen.

Wahrheit geht vor allem Rechte.

Wahrheit geht vor Gewohnheit.

Wahrheit gibt kurzen Bescheid, Lügen machen viel Redens.

Wahrheit ist der Zeit Tochter.
Wahrheit ist der Zeit Tochter, die aber nicht neun Monate zu ihrer Geburt bedarf.
Die Wahrheit ist der Zeit Tochter, sie hat aber nit neun Monate zu ihrer Geburt von Nöten.
(Wenn die Zeit reif ist, kommt jede Wahrheit ans Licht. Die Wahrheit ist auch, das jede dieser Variationen des Sprichworts bei Wander extra als ein Sprichwort aufgeführt sind, unter Wahrheit Nr. 56, 136 und 238)

Wahrheit ist ein selten Kraut, noch seltner, wer sie wohl verdaut.

Wahrheit ist ein selten Wildbret.

Wahrheit kriecht in keine Mauselöcher.

Wahrheit leidet keinen Schimpf, sprach der Beck, als man ihn Mehldieb nannte.

Wahrheit leidet wohl Not, doch nicht den Tod.

Wahrheit muss ins Hundeloch.

Wahrheit sagt den Text ohne Glossen.

Wahrheit tut der Zunge weh.

Wahrheit und Recht lassen sich wohl drücken, niemals jedoch unterdrücken.

Wahrheit wird wohl gedrückt, aber nicht erstickt.

Wahrmanns Haus steht am längsten.

Wald hat Ohren, Feld hat Augen.

Wallfahrer kommen selten heiliger nach Hause.


Walzender Stein wird nicht moosig.

Wann (wenn) eine zu viel küsst, kommt sie bald ins Bett.

Wanne ist kein Korb.

Wär Armut nicht, so wär keine Kunst.

Wäre der Vater ein Dieb, die Mutter hielte sich nicht ehrlich, doch hättest du Geld, so liebte dich die Welt.

Wäre die Zunge ein Spieß, so täte mancher mehr als zehn andere.

Wäre Hoffart eine Kunst, so hieß' er längst Doktor.

Wäre Holzhauen ein Mönchsorden, man würde wenig Brüder darin finden.
Wäre Holzhauen ein Orden, wären (wär') nicht so viele (mancher) Mönch geworden.

Wäre Judas zwier getauft, er hätte doch den Herrn verkauft.

Wäre kein Dieb, so wäre kein Galgen.

Wäre kein Links, so wäre kein Rechts.

Wäre Leipzig mein, so wollt ich's in Freiberg verzehren.

Wäre Lügen so schwer, wie Steine tragen, würde mancher lieber die Wahrheit sagen.

Wäre Narrheit das Zipperlein, man würde wenig Leute beim Tanze sehen.

Wäre Naumburg mein, wollt ich's in Jena verzehren.

Wären Bratwürste Hellebarden, so hätten sie ihresgleichen nicht.

Wäre Nürnberg mein, wollt ich's zu Bamberg verzehren.

Wären keine Sünder, so wären keine Heiligen.

Wären Kinder nicht lieb, wer möchte sie ziehen?

Wären wir alle gescheit, so gälte ein Narr hundert Taler*32.

War es deine Schuld, so trag` es mit Geduld.

Wäre Straßburg vom Himmel gefallen, es hätte nicht besser (schöner) können zu liegen kommen.

Ware von gutem Kauf zieht das Geld aus dem Beutel.

Wärme dich, weil das Feuer brennt.

Warm ist das Leben, kalt der Tod.

Wär' sein Wort eine Brücke, ich ginge nicht darüber.

Warte auf das Glück, aber vergiss nicht, ihm die Tür zu öffnen.

Warte deines Amtes.

Warte des Deinen.

Warten erfreut wie Essig die Zähne und Rauch die Augen.

Warten vexiert.
(vexieren, vexiert = aus dem Lateinischen - vexare = stark bewegen, schütteln, plagen, quälen; veraltet bedeutet necken; ärgern; quälen.)

Wart, es ist noch ein Kind zu taufen.

Wart, über eine Weile kommt dein Part.

Warum? Darum.

Warum kämmen sich die, die kein Haar haben?

Warum tust du das? Um des Glaubens halber, dass der Papst nicht toll werde.

Was allen gefällt, ist schwer zu behalten (man schwer behält).

Was alle Welt verdrießt, verdrießt auch Gott.

Was Allmann sagt, ist gerne wahr.

Was alt ist, das klä't sich, was jung ist, das frä't sich.

Was alt wird, brummt gern.

Was an einem Bürgen gebricht, das müssen die andern erfüllen.

Was an Galgen gehört, das ersäuft im Wasser nicht.
(Ähnliche Sprichworte auch in anderen europäischen Ländern.)

Was andere verschweigen sollen, muss man selber nicht ausplaudern.


Was artig ist, ist klein.

Was auf die Neige geht, wird gern sauer.

Was aus Armut geschieht, soll man leicht vergeben.

Was aus dem Munde eines ehrlichen Mannes kommt, soll erd- und nagelfest sein.

Was aus ist, schwärt nicht.

Was bald auffliegt, fliegt bald ab.

Was bald mürbt, bald verdirbt.

Was bald reif, hält nicht steif.

Was bald reif wird, wird bald faul.

Was bald wird, vergeht auch bald wieder.

Was beginnt mit Lügen, muss enden mit Betrügen.

Was beim Trunke geschwatzt wird, soll man nüchtern vergessen.

Was beschert ist, entläuft nicht.

Was billig und recht ist, ist Gott lieb.

Was brauch ich zu beten? sagte Kunz, hab ich doch das Essen vom Schloss.

Wasch du mich, so wasch ich dich, so werden wir beide hübsch.

Wasch mir den Bart, so wasch ich dir die Hand.

Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

Was das Aug nicht sehen will, da helfen weder Licht noch Brill.
Wenn das Aug nicht sehen will, so helfen weder Licht noch Brill.
Wer ein Ding nicht sehen will, dem hilft weder Aug' noch Brill.
Wer etwas nicht sehen will, bei dem hilft weder Fackel noch Brill.
Wer nicht sehen will, dem sagt keine Brille zu.

Was das Auge nicht sieht, beschwert das Herz nicht.

Was das Gesinde einbrockt, muss der Hausvater aufessen.

Was das Kind nicht mag, geht der Amme durch den Krag.

Was deines Amtes nicht ist, da lass deinen Fürwitz (Vorwitz).
(Das bedeutet, man soll sich nicht um Dinge kümmern, die einen nichts angehen. Man soll nicht zu neugierig sein, weil man mit den eigenen Aufgaben schon voll ausgelastet ist. Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 3, 23 -25: „23. Denn es frommt dir nicht, dass du gaffst nach dem, was dir nicht befohlen ist. 24. Und was deines Amts nicht ist, da lass deinen Vorwitz. 25. Denn dir ist schon mehr befohlen, als du kannst ausrichten.“)

Was dem einen recht ist, ist dem andern billig.

Was dem einen seine Eule, ist dem anderen seine Nachtigall.

Was dem Herzen gefällt, das suchen die Augen.

Was dem Hirten zuleide geschieht, geschieht den Schafen zum Schaden.

Was dem Wolf(e) in die Kehle kommt, ist alles verloren.

Was den Beinen recht, macht die Schuhe schlecht.


Was den Käfern entrinnt, fressen die Raupen.

Was den Raben gehört, ertrinkt nicht.

Was den Vögeln gehört, wird den Fischen nicht.

Was der Abt nicht essen kann, schenkt er dem armen Mann.

Was der Acker nicht trägt, muss der Buckel tragen.


Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.


Was der Bettler erbettelt, steckt er in seinen eignen Sack.

Was der Bettler fischt, kann man nicht alles auf der Waage wiegen.

Was der Deutsche bezahlt, das isst er auch.

Was der eine einbrockt, muss der andere ausessen.
(Das bedeutet, andere sollen die negativen Folgen tragen für Fehler, die sie nicht verschuldet haben.)

Was der Freund bekommt, ist unverloren.

Was der Fuchs nicht kann erschleichen, da muss des Löwen Klau hinreichen.

Was der Henker erreichen kann, ist sein.
Was der Henker mit seinem Schwert erreichen kann, ist sein.

Was der Hirt in seiner Hut verliert, das soll er entgelten.

Was der Knopf siegelt, soll die Spitze verteidigen.

Was der Löwe nicht kann, das kann der Fuchs.

Was der Mann in rechter Gewähr nicht hat, dafür soll er antworten.

Was der Mann kann, zeigt der Wein an.

Was der Mann kann, zeigt seine Red an.

Was der Mensch nicht ist, das kann man nicht aus ihm herauskriegen.

Was der Mutter ans Herz geht, das geht dem Vater nur an die Knie.

Was der Pastor nicht will, nimmt der Küster gerne.
Was der Pfaff nicht will, nimmt der Küster gern.

Was der Pfaff mit der Zunge und der Soldat mit dem Schwerte gewinnt, das faselt nicht.

Was der Pfau am Kopf zu wenig hat, hat er am Schwanz zu viel.

Was der Teufel gefügt hat, scheidet Gott nicht.

Was der Teufel mit Pauken zusammenführt, geht mit Trompeten wieder auseinander.

Was der Teufel tut, da drückt er allweg sein Insiegel mit dem A– darauf.

Was der Vater erspart, vertut der Sohn.

Was der Wirt schenkt, hängt er am Schild aus.

Was dich nicht angeht, begehre nicht zu wissen.

Was dich nicht brennt, (das) blase nicht.

Was dich nicht brennt, sollst du nicht löschen (das lösche nicht).

Was dich nicht juckt, das kratze nicht.

Was die Alten gebaut, können die Jungen nicht unter Dach halten.

Was die Alten sündigten, das büßen oft die Jungen.


Was die Armut schwer macht, macht auch den Reichtum schwer.

Was die Augen sehen, betrügt das Herz nicht.

Was die Augen sehen, glaubt das Herz.

Was die Bosheit will verbergen, öffnet Gott durch seine Schergen.

Was die Egge bestrichen und die Hacke bedecket, das folgt dem Erbe.

Was die Eltern einbrocken, das müssen die Kinder ausessen und trinken.
(Das bedeutet, für Fehler der Eltern müssen die Kinder einstehen. Meist sind das Erziehungsfehler der Eltern, die nicht gelernt haben, ihre Kinder richtig auf das Leben vorzubereiten. Sie versagen deswegen häufiger in der Schule, der Ausbildung und später im Beruf und endlich in einer funktionierenden Partnerschaft im Leben, die vielen Singlehaushalte an manchen Orten sind ein Beweis.)

Was die Erde gibt, das nimmt sie wieder.

Was die Fackel verzehrt ist Fahrnis*.
(* bewegliches Vermögen; fahrende Habe)

Was die Frau erspart, ist so gut, als was der Mann erwirbt.

Was die Fürsten geigen, müssen die Untertanen tanzen.

Was die Hoffnung malt, hält nicht Farbe.

Was die Kinder hören im Haus, das plaudern sie auf der Straße aus.


Was die Linke tut, lass die Rechte nicht wissen.

Was die Mütter gebären, sollen sie ernähren.

Was die Natur dem Hahn am Kamme nimmt, das gibt sie ihm am Schwanze.
Was die Natur dem Pfauen am Kopfe versagt, das ersetzt sie ihm am Schwanze.

Was die Natur versagt, kann niemand geben.
(Leider haben Regierungen, Großkonzerne und Wirtschaft, alle, die darauf reagieren müssten, oder etwas ändern könnten noch nicht begriffen. Stattdessen nur Konferenzen, bei denen nur heiße Luft und Treibhausgase herauskommen.)

Was die Rute tut, ist nicht immer gut.

Was die Sau verbrochen, am Ferkel wird's gerochen.

Was die Untertanen beschwert, tut den Herrn nicht weh.

Was die vorwitzigen Augen sehen, das wollen die Hände haben.

Was dir nicht angehört, lasse unangerührt.
(Man soll sich kein fremdes Eigentum aneignen.)

Was dir nicht gehört, das streift eine Maus mit dem Schwanze weg.

Was dir nicht werden kann, vergiss und kehr` den Sinn davon.
(Unerreichbare Wünsche sollte man sich aus dem Sinn schlagen.)

Was dir zu eng ist, das leg nicht an.

Was dir zu hoch ist, das lass fliegen.

Was doch die Gewohnheit tut, sprach der Schneider, da warf er einen Lappen von seinem eigenen Tuch in die Hölle.

Was dreie wissen, erfahren bald dreißig.

Was dreie wissen, wissen hundert.

Was du allein willst wissen, das sage niemand.


Was du am Rocken*26 hast, musst du abspinnen.

Was du dem Freunde leihst, des mahnt der Feind.

Was du dem Nachbar in den Garten wirfst, das wuchert für dich im Garten Gottes.

Was du erlaubest, das sollst du gewähren.

Was du genießt von Tag zu Tag, das ist dein Reichtum.

Was du hast in deinem Haus, das plaudere nicht vor Herren (anderen) aus.

Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen.
Was du heute tun kannst, verschiebe nicht bis morgen.

Was du mir fluchst, das bestehe dein Hals.

Was du mit Geld nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank.

Was du nicht ändern kannst, das nimm geduldig hin.

Was du nicht haben willst, das suche nicht.

Was du nicht halten willst, sollst du nicht versprechen.

Was du nicht heben kannst, lass liegen.

Was du nicht kannst meiden, das sollst du willig leiden.

Was du nicht kannst wenden, das leid' und tu's nicht schänden.

Was du nicht willst, dass dir geschieht, das tu (du) auch einem (dem) andern nicht.
Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 7, 12: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“)

Was du niemand geben willst, sollst du auch von niemand verlangen.

Was du selbst nicht tun würdest, begehre nicht von andern.

Was du sparst, ist für dich später. als hättest du es gefunden.

Was du tun musst, das tue gern.

Was du tun willst, das tue bald.

Was du tust, bedenk das Ende.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 7, 40: „Was du tust, so bedenke das Ende, so wirst du nimmermehr Übles tun.“)

Was du von andern ungern hast, damit tu keinem Überlast.
(Der Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 7, 12: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“ Das Sprichwort ist die Antithese des Bibeltextes.)

Was ein Dorn werden will, spitzt sich früh.

Was einem an die Seele gebacken, das kann man mit keinem Scheidewasser losbeizen (abwaschen), es ist das letzte Hemd so wir antun und das Laken, an welchem wir zu Grabe getragen werden.

Was einem nicht beschert ist, da führt eine Mücke auf dem Schwanz dahin.

Was einem nicht soll werden, ist das Liebste auf Erden.

Was einem recht, ist allen recht.

Was einem zu eng ist, ist dreien zu weit, und nur zweien gerecht.
Was einem zu eng ist, ist zweien zu weit; das dritte Haupt trägt schwer daran.

Was einem zu weit, ist dreien zu eng und nur zweien gerecht.

Was einen schmerzt, davon redet er gern.

Was einen selbst angeht, daran denkt man zuerst.


Was einer angefangen oder zugeschnitten, soll ein anderer nicht ausmachen.

Was einer braut, das muss er auch trinken können.

Was einer daheim hat, das braucht er nicht außen zu suchen.

Was einer gern isst, das ist seine Speise.

Was einer ist, das kann man aus ihm machen.

Was einer muss, das tut ihm Verdruss.

Was einer nicht backt, das braut der andere.

Was einer nicht gegessen hat, das kann er nicht speien.

Was einer nicht hat, das kann er nicht verlieren.

Was einer nicht ist, kann er noch werden.

Was einer nicht versteht, das kann er auch keinem andern lehren.

Was einer öffentlich nicht tun mag, das soll er auch heimlich lassen.

Was einer scheut, das muss er haben.

Was einer trunken sündigt, muss er nüchtern büßen.

Was einer tun darf, dürfen andere sagen.

Was einer wert ist, das widerfährt ihm.

Was ein Esel von mir spricht, das acht' ich nicht.

Was eine Stunde nicht tut, tun zwei.

Was ein Frosch werden will, muss erst ein Kühleskopp gewesen sein.

Was ein Häkchen (Haken) werden will, krümmt sich beizeiten.

Was ein Kölner fordert, biete die Hälfte, so wirst du nicht betrogen.

Was einmal redlich gegeben ist, das steht nicht wieder zu nehmen.

Was einmal Unrecht gewesen ist, bleibt Unrecht zu aller Frist.

Was ein Mönch gedenkt, das darf er tun.

Was ein Pfaff gebissen, wird nimmer gesund.

Was ein Streich nicht kann, das tun zehne.

Was ein Weib bei sich selbst gedenkt, ist henkenswert.

Was ein Wolf gebissen oder ein Pfaffe, das heilt hart.

Was er verschenkt, ist gut für die Augen.

Was Fliegen lockt, das lockt auch Freunde.

Was fragen die von Köln darnach, wenn die von Deuz kein Brot haben?

Was früh zeitig wird, fault bald.

Was für die Pfanne gut ist, ist auch für den Stiel.

Was geboren ist, ist vom Tod geworben.

Was gehörnt ist, will immer gestoßen haben.

Was geht mich Nürnberg an? Ich habe kein Haus darin.

Was geliebt will werden, muss sich darnach stellen.

Was geschehen soll, das fügt sich wohl.

Was getan ist, muss getan bleiben.

Was Gewalt tut, ist selten Gut.

Was Gott beschert, ist unverwehrt.

Was Gottes nur halb ist, ist ganz des Teufels.

Was Gott geopfert wird, ist meist schon halb verloren.

Was Gott spart in die Länge, das straft er mit Strenge.

Was Gott tut, ist alles gut.

Was Gott tut, ist wohlgetan.

Was Gott will erhalten, das kann nicht erhitzen noch erkalten.

Was Gott will erquicken, das lässt er nicht ersticken.

Was (nun) Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
(Eines der vielen Sprichwörter mit einen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 19, 6: „So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“)

Was grob ist, hält gut.

Was Großhans sündigt, muss Kleinhans büßen.

Was gute Bohnen sind, die schneiden sich von selbst.

Was gut ist, bezahlt man nicht zu teuer.

Was gut ist für den Kalt, ist auch gut für den Warm.

Was Hänschen nicht lernte, lernt Hans nimmermehr.
(Das bedeutet, wenn man etwas als Kind (als Hänschen) nicht lernt, wird man es als Erwachsener (als ausgewachsener Hans) wahrscheinlich auch nicht mehr lernen. Wenn man in jungen Jahren beispielsweise kein gutes Benehmen und Manieren lernt, wird man später zeitlebens gegenüber anderen unhöflich oder rücksichtslos (neuerdings immer mehr verbreitet) sein. Manchmal erkennt man es schon daran, ob jemand einem die Tür aufhält oder vor der Nase zuschlägt. Anders als im Benehmen oder verfestigten Vorurteilen und radikalen Weltanschauungen ist es im Alter sehr wohl möglich, dazuzulernen. Die ebenfalls alten und noch heute gängigen Sprichworte „Man lernt nie aus.“ und „Man lernt, solange man lebt.“ beweisen, dass es schon vor Jahrhunderten allgemein bekannt war. Bewiesen haben es zudem auch neuste Forschungen und Studien, die die Neubildung und Vernetzung von Gehirnzellen bis ins sehr hohe Alter belegen. Unter anderem auch ein Beweis dafür, welche Fehler manche Unternehmen machen, alte und erfahrene Mitarbeiter durch unerfahrene Jüngere zu ersetzen oder dem üblichen Jugendwahn der Werbung zu verfallen. Immer mehr lassen sich durch älter werdende Äußerlichkeiten abschrecken und fallen auf elektronisch manipulierte Jugendlichkeit und falsche Versprechen herein. Die unterschiedlichen oder gegensätzlichen Sprichwörter zeigen es, Jugend und Alter, Neues und Altes, beides hat seinen wert, den aber nur die erkennen können, die aufgeschlossen bereit zum Lernen sind.)

Was helfen die Vorteile, wenn man sie nicht braucht?

Was heraus ist, schwiert nicht mehr.

Was heut`nicht möglich ist, kann morgen möglich sein.

Was heute nützt, kann morgen schaden.


Was heute Unrecht ist, ist morgen nicht Recht.

Was hilft das Anschauen, wenn ich's nicht brauchen darf?

Was hilft das Geld in der Kiste, wenn der Teufel den Schlüssel dazu hat?

Was hilft das Streicheln? Wenn man einem den Kopf abgebissen hat, kann man ihn ihm nicht wieder aufsetzen.

Was hilft der Titel ohne den Kittel?

Was hilft der Titel ohne Mittel?

Was hilft Dingen, wenn man nicht kaufen kann?

Was hilft ein goldener Galgen, wenn man daran hängen muss?

Was hilft ein goldner Ring – in der Nase?
(Eine Frage, die wohl mancher beantworten könnte. Früher wurden Nasenringe dazu benutzt, die Rinder zum Schlachthof zu führen.)

Was hilft es, sein Leid der Stiefmutter klagen!

Was hilft genau gedingt, wenn man das Geld nicht bringt?

Was hilft gut bedacht, wird's nicht gut gemacht?

Was hilft laufen, wenn man nicht auf dem rechten Weg ist?

Was hilft mir das Kleid, so ich's nicht anziehen darf?

Was hilft richtige Rechnung, wenn man schlecht bezahlt?

Was hilft's, dass die Kuh viel Milch gibt, wenn sie den Kübel umstößt?

Was hilft's, dass man die Kunkel*26 anlegt, wenn man sie nicht abspinnt?

Was hilft's, sein Leid der Stiefmutter klagen.

Was hilft's, wenn ihn der Teufel holt und ich muss den Fuhrlohn bezahlen?

Was hinterm Weine geredet wird, gilt nicht.
(„Wenn jemand in einem schweren Trunke einen Markt macht oder ein Verständiger mit einem Einfältigen, ist es ungültig“ Quelle: „Deutsche Rechtssprichwörter von E. Graf und M. Dietherr, 1864, Seite 232“ Das bedeutet, wenn jemand betrunken oder anders unzurechnungsfähig ist, kann er keine rechtswirksamen Geschäfte oder Verträge machen. Der Beweis hinterher wird jedenfalls schwierig.)

Was hintennach kommt, das fressen die Hunde.

Was hintennach kommt, schlägt die Fersen nicht entzwei.

Was Hoffnung gesponnen, ist leicht zerronnen.

Was ich denk' und tu, trau' ich auch andern zu.


Was ich nicht bekomme, ist mir nicht beschert gewesen.

Was ich nicht mag, wird mir all Tag.

Was ich nicht weiß, darf ich nicht verantworten.

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Was ich vom Feinde bekomme, das ist mein.

Was im Grabe liegt, ist sicher.

Was im Herzen brennt, man im Gesicht erkennt.

Was in der Wolle gefärbt ist, behält allzeit die Farbe.

Was in des Nachbarn Garten fällt, ist sein.

Was ist des Menschen Ruhm, des Weisen wahre Größe? Die Kenntnis seiner selbst, die Kenntnis seiner Blöße.

Was in des Weisen Gedanken ist, das ist in des Narren Munde.

Was jedermann weiß, ist schwer zu verbergen.

Was jeder sucht, das findet er.

Was jeder tun soll, tut keiner.

Was jung getollt wird alt gezollt.

Was kann der Rauch dem Eisen anhaben?
(Es ist aussichtslos gegen unverständliches, übergroßes oder -starkes anzugehen.)

Was kann's helfen, wenn man den Bock zum Gärtner setzt.


Was kein Bildstock*3 werden will, das wird ein Sautrog.
Was nicht will werden ein Bildstock*3, das werde (zu Nutzen) ein Sautrog.

Was keine Sünd ist, ist keine Schande.

Was klein ist, das ist niedlich.

Was kommt in den dritten Mund, wird aller Welt kund.

Was kümmern uns Wolken und Schnee vom vorigen Jahr?

Was kümmert's den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen?

Was kümmert's die Eiche, wenn das Schwein sich an ihr kratzt?

Was lange währt, wird endlich gut.

Was leicht gegeben wird, wird leicht genommen.

Was lieb ist, das ist schön.

Was liebt, das betrübt, was herzt, das schmerzt.

Was macht der Deutsche nicht fürs Geld?

Was macht man nicht alles fürs Geld! sprach der Narr, da sah er einen Affen.

Was macht man nicht zu Nürnberg ums Geld!

Was mag das Schaf denken, wenn die Heide beschneit ist?

Was man am Feiertag vertut, muss man am Werktag büßen.

Was man an der Saat spart, verliert man an der Ernte.

Was man aus dem Schiffbruch rettet, ist Gewinn.

Was man ausleiht, bessert sich nicht.

Was man den Armen gibt, fehlt nicht im Beutel.


Was man den Armen Gutes tut, ist wohl angelegt.


Was man den Kindern gelobet, das muss man in der Hand haben.

(In der Herzegowina: Dem Türken und dem kleinen Kinde versprich entweder nichts oder gib es ihm.
Was man Kindern verspricht (oder den Türken, die über Jahrhunderte die Herrscher von Bosnien Herzegowina waren) muss man auch halten.)


Was man des Sonntags spinnt, gerät nicht.

Was man einem (dem) treuen Diener gibt, ist alles zu wenig, was man einem (dem) untreuen gibt, alles zu viel.

Was man einem verbeut, das geliebt ihm erst.

Was man einem wehrt, das ist ihm wert.

Was man einmal genehmigt, kann man nicht widerrufen.

Was man ferne holt, ist süß.

Was man genug hat, dessen wird man satt.

Was man gerne tut, kommt einem nicht schwer an.

Was man gerne und fröhlich gibt, an der Gabe mehr Dankes liegt.

Was man gern hätte, mag man nicht erwarten.

Was man gern tut, das tut nicht wehe (ist keine Arbeit).

Was man gern tut, geht leicht von der Hand.

Was man gern tut, ist keine Arbeit.


Was man gern tut, ist leicht, ob es schon schwer ist.

Was man gestern gegessen, das schmeckt man heute nicht mehr.
(Sprichwort der Krim-Tataren mit gleicher Bedeutung: Gestern aßest du noch Arbusen; heute, wo du die Melone speisest, hast du den Geschmack der Arbuse vergessen.)

Was man gießt in unreine Fässer, das säuert bald.
Was man in ein faules Fass tut, wird bald sauer.
Was man in saure Fässer gießt, säuert bald.
Was man in ein unsauber Fass gießt, das säuert bald.
Was man in ein unsauber Gefäß schüttet, das versauert.

Was man Gott gibt, armet nicht.

Was man Gott nimmt, das holt der Teufel wieder.

Was man hat, das achtet man nicht.


Was man hat, das hat man.


Was man heraus lügt, kann man nicht wieder hinein lügen.


Was man in alte Säcke schüttet, ist verloren.

Was man in der Jugend wünscht, das hat man im Alter.

Was man jung lernt, das bleibt.

Was man lange kocht, wird oft verkocht.

Was man lang erspart hat, führt der Teufel auf einmal hin.

Was man mit dem Munde gelobt, muss man mit der Hand beweisen.

Was man mit Gott anfängt, das führt man mit Gott hinaus.

Was man mit Pauken (paucis) ausrichten kann, dazu braucht man keine Trommeln.

Was man mit Unrecht gibt, fordert man mit Recht zurück.

Was man mit wenigem kann schlichten, soll man mit vielem nicht verrichten.

Was man mit Zwang tut, wird selten gut.

Was man nicht am Einschuss hat, das hat man am Zettel.

Was man nicht am Heu hat, das hat man am Stroh.

Was man nicht aufhalten kann, soll man laufen lassen.

Was man nicht braucht, ist zu teuer, wenn es nur einen Heller*16 kostet.
Was man nicht braucht, ist zu teuer, wenn es nur einen Heller kostet.
Was man nicht erjagen kann, muss man sich erschleichen.

Was man nicht erlernt, das kann man erwandern.


Was man nicht geben will, muss man keiner Frau zeigen.

Was man nicht gern tut, soll man zuerst tun.

Was man nicht halten kann, muss man laufen lassen.

Was man nicht halten kann, soll man nicht geloben.

Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben.

Was man nicht kann ändern, das muss man lassen schlendern.


Was man nicht kann meiden, soll man geduldig leiden.
Was man nicht kann vermeiden, das muss man willig leiden.

Was man nicht sieht, muss man greifen.

Was man schreibt, das verbleibt.

Was man spart für den Mund, frisst Katz und Hund.

Was man teuer verkaufen will, muss man teuer schätzen.

Was man treibt, das bleibt.

Was du tun musst, das tue gern.

Was man übel angefangen, ist selten glücklich ausgegangen.

Was man über Bord wirft, macht keine Jungen mehr.

Was man verbeut, das tun die Leut.

Was man verlacht, bessert sich nicht.

Was man vor den Frommen spart, wird den Bösen zuteil.

Was man wünscht, das glaubt man gern.

Was man zu Abend um vieri tut, kommt ei'm zu Nacht um nüni gut.

Was man zu Ehren erspart, das führt der Teufel sonst hin.

Was man zu lange bedenkt, das wird bedenklich.

Was man zu oft sieht, achtet man nicht.


Was man zu weit wegwirft, hätte man gerne.

Was Mäulchen nascht, muss Leibchen büßen.

Was Menschenhände machen, können Menschenhände verderben.

Was Menschen nicht lohnen, lohnt Gott.

Was Menschen nicht strafen, straft Gott.

Was mir einer gewähren muss, das kann er mir nicht entwehren.

Was mit der Flut kommt, geht mit der Ebbe wieder weg.

Was mit Gewalt erhalten wird, hat keine Wehre.

Was Narren loben, das ist getadelt.

Was nicht abzuwenden ist, muss man ertragen.

Was nicht am Vogel ist, das ist an den Federn.

Was nicht blüht, das bringt keine Frucht, die Blüte geht den Früchten vor.

Was nicht dein ist, lasse liegen.

Was nicht eine bestimmte, gemessene und gewidmete Zeit hat, das wird alleweg auf ewig verstanden.

Was nicht im Gedächtnis ist, das ist nicht unser.

Was nicht im Vogel ist, das ist an den Federn, was nicht im Hahn, das ist an Federn und am Kam.

Was nicht in einem ist, das bringt man nicht in ihn.

Was nicht ist, kann noch werden.

Was nicht Kind, wird nimmer Kind.

Was nicht nimmt Christus, das nimmt Fiskus.

Was nicht rastet und nicht ruht, tut in die Länge nicht gut.

Was nicht säuert, süßt auch nicht.

Was nicht scheint, das gilt nicht.

Was nicht Scheite gibt, gibt Knüppel.

Was nichts kostet, ist nichts wert.
Was nichts kost und nichts wert ist, das gibt man umsonst.

Was nichts nutz ist, ist geschenkt zu teuer.

Was nichts taugt, ist geschenkt zu teuer.

Was nicht von Herzen kommt, das geht nicht zu Herzen.
(Leeres Gerede, das selbst der Redner nicht ernst nimmt.)

Was nicht will gehen, dass lass stehen.


Was nicht zu meiden, soll man leiden.

Was nicht zum Schneiden taugt, kann man nicht scharf schleifen.

Was nützt das Abtrocknen, wenn man nicht aus dem Regen geht?

Was nützt ein schöner Teller, wenn nichts drauf ist?

(Mehr schein als sein.)

Was nutzt's, wenn sich der Kahlkopf kämmt?


Was Pfaffen und Wölfe beißen, ist schwer zu heilen.

Was recht ist, (das) hat Gott lieb.

Was recht ist, gefällt jedermann.

Was recht ist, hat Gott lieb: Wer eine Geiß stiehlt, ist kein Bocksdieb.

Was ruht, soll man ruhen lassen.

Was sauer ankommt, ist lieb.

Was schadet ein gut Wort? Darf man's doch nicht kaufen.

Was schändlich ist zu tun, ist auch nicht schön zu sagen.

Was schmeckt unversucht? sprach der Abt zur Jungfrau.

Was schnell eingeht, geht auch schnell wieder aus.

Was sein muss, das leide.

Was sein muss, muss sein.

Was sein soll, schickt sich wohl.

Was selten, muss gelten.

Was seltsam, ist teuer.


Wasser geht durch Stiefel, Liebe durch Handschuhe.

Wasser hat keine Balken.
Das Wasser hat keine Balken.
Im Wasser stehen keine Balken.

Wasser ist das stärkste Getränk, es treibt Mühlen.

Wasserkrug ist nimmer klug (spricht der Wein).

Wasser reich, Land arm.

Wasser sind still und ruhig, aber der Wind erwecken die ungestümen Wellen.

Wasser und Zorn kennen keinen Stillstand.


Was sich liebt, das neckt sich.


Was sich liebt, gefällt sich auch.

Was sich paart, das dreit sich gern.
Was sich zweit, das dreit sich gern.

Was sich soll klären, das muss erst gären.

Was sich viel rührt, wächst nicht an.

Was sich zu nahe kommt, das reibt sich.

Was soll das Glück, das erstickt?

Was soll dem Blinden der Spiegel?
Was soll der Blinde mit dem Spiegel?

Was soll der Dohle die Harfe, dem Esel die Leier?

Was soll der Dreck als stinken!

Was soll der Kuh Muskaten? Sie frisst wohl Haferstroh.

Was soll der Wetzstein ohne Wasser?

Was soll einem Esel ein Psalter; was sollen einer Sau Muskaten.

Was soll Geld, das nicht wandert durch die Welt?

Was sollte mir Rom, wenn ich davor hinge?

Was Strafen sind, die muss man leiden.

Was Sünd ist zu tun, ist auch Schande zu reden.

Was süß ist, kommt sauer an.

Was teuer, das lieb.

Was tot ist, beißt nicht mehr.

Was tut der Esel mit der Sackpfeife?

Was tut die Liebe nicht, sagte jener Schneider, da küsste er einen Bock zwischen die Hörner.

Was tut man nicht des lieben Hausfriedens willen?

Was übern Zaun fällt, ist des Nachbarn.

Was über Rhein zieht, ist alles hin.
(Vergleichbares Sprichwort auch in der Schweiz, Kanton Schaffhausen. Es bedeutet, wenn eine Frau auf die andere Seite des Rheines heiratet, ist ihr gesamtes Hab und Gut für die andere Seite verloren. Das Vermögen der Frauen ging (früher) in die Verfügungsgewalt des Mannes und später der Kinder über, blieb also für immer auf der anderen Seite.)

Was über zwei Herzen kommt, kommt aus.

Was unehrlich ist, das können Ämter nicht leiden.

Was Unrecht ist, nimmt Überhang.

Was uns nicht tötet, macht uns (nur) stärker.
Was uns nicht umbringt, macht uns stark.

Was Vater und Mutter nicht ziehen kann, das ziehe der Henker.

Was versehrt, das lehrt.
(Vergleichbares Sprichwort: Durch Schaden wird man klug.)

Was versteht der Bauer von Safran?

Was vom Himmel fällt, schadet keinem.

Was vom Hunde kommt, bellt gern.

Was von der Erde ist, soll wieder Erde werden.

Was von der Henne kommt, das gackert.

Was von der Kuh geboren ist, bleibt ein Rindvieh.

Was von Gott kommt, richt nach dem Himmel.

Was von Herzen kommt, das geht zu Herzen.

Was von Herzen kommt, glaubt das Herz.

Was von Huren geboren, ist zu huren erkoren.

Was von Huren säuget, das ist zum Huren geneiget.

Was wehe tut, das lehrt.

Was weiß der Bauer von Gurkensalat? Er isst ihn mit der Mistgabel.

Was Weisheit nicht bindet, löst Torheit leicht auf.

Was wenig kostet, taugt nicht viel.

Was will man kämmen, wo kein Haar ist?

Was wir am Tage vorgenommen, pflegt uns im Schlafe vorzukommen.

Was wir hier kosen, bleib' unter den Rosen.

Was wir nicht wissen sollen, das sollen wir nicht wissen wollen.

Was wir reden unter uns allein, soll dem Ofen und Wand gesagt sein.

Was wohl ansetzt, lässt gute Letzt.

Was wohl leibt, seelt oft übel.
Was wohl leibet, seelet übel.
(Das bedeutet, was für den Leib gut ist, ist für die Seele schlecht.)

Was zahlt, das gilt.

Was zähmt, das lähmt.

Was zeitig wund wird, das ficht sein Lebtage gern.

Was zu Baden geschieht, muss man zu Baden liegen lassen.
(Das bedeutet, im Kurort Baden kamen schon vor Jahrhunderten die Menschen zur Kur und um sich kurieren zu lassen. Nebenbei geschah schon damals einiges, was zu Hause einen Skandal erzeugt hätte. Deswegen das Sprichwort, alles dort geschehene auch dort zu lassen und nicht zu Hause darüber zu tratschen.)

Was zuerst in einen neuen Hafen*14 kommt, darnach schmeckt er allweg.

Was zuerst ins Fass kommt, darnach schmeckt es immer.

Was zum Dorn werden will, spitzt sich bei Zeiten.

Was zum Galgen geboren ist, ersäuft nicht.

Was zum Hahn werden soll, rötet bald den Kamm.

Was zum Huhn geboren ist, scharrt nimmer vor sich.

Was zum Teufel will, das lässt sich nicht aufhalten.

Was zur Nessel werden will, brennt jung (zeitig).

Was zur Nessel werden will, fängt zeitig an zu brennen.

Was zu viel, ist zu viel.

Was zweien recht ist, ist dreien zu enge.
Was zweien zu weit, ist dreien zu enge.

Was zweie wissen, erfahren hundert.

Was zwischen Essen und Trinken geredet wird, daraus soll man keinen Krieg machen.