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Deutsche Sprichwörter
Über 18.000 deutsche Sprichwörter
Wer L bis Wer sei
Flagge von Deutschland
Schon in früheren Jahrhunderten haben etliche Autoren deutsche Sprichwörter gesammelt und in gedruckten Büchern veröffentlicht. Einige davon sind:

Agricola von Issleben 1530, Sebastian Franck 1541, Andream Gartner 1574, M. Fridericum Petri 1605, Jan Gruter 1610, Georg Henisch 1616, Christoph Lehmann 1630, Andreas Sutor 1716, Joachim Christian Blum 1780, Samuel Christoph Wagener 1813, Georg von Gaal, 1830, Wilhelm Körte 1837, Karl Simrock 1846, Otto Freiherr von Reinsberg, Freifrau von Reinsberg-Düringsfeld mehrere Bücher von 1863 bis 1872, Otto Sutermeister 1869, und das Deutsche Sprichwörterlexikon in 5 Bänden von Karl Friedrich Wilhelm Wander, veröffentlicht zwischen 1866 und 1880 und andere. Im 20. Jahrhundert haben weitere Autoren Sprichwörter meist aus älteren Sammlungen ausgewählt und anders zusammengestellt veröffentlicht.

Bis heute ist die Sprichwörtersammlung von Simrock die verbreitetste und das Sprichwörter Lexikon von Wander die Umfangreichste. Wenn man die Vorworte und Einleitungen der alten Bücher liest, haben sich etliche der Autoren gegenseitig kritisiert. Einige wegen zu vieler, andere wegen zu weniger Erklärungen, in anderen fehlte jede Erklärung, oder Quellen wurden angezweifelt. Andere wären angeblich gar keine Sprichwörter und Wander wurde vorgeworfen, Sprichwörter zu erfinden. Alle beanstandeten die Reihenfolge, Sortierung und Auswahl der anderen oder sprachen ihnen den Wert ab.

Auch diese Sammlung ist nicht perfekt. Da hier alles nach dem Alphabet sortiert ist, (auch Ä, Ö, Ü, ß sind gleichwertig unter die Buchstaben A, O, U und S einsortiert) sind Sprichwörter mit vergleichbaren Inhalten teilweise getrennt. So ist jedes nur einmal vorhanden, manches hätte sonst unter verschiedenen Stichworten sortiert werden können. Alle sind weitestgehend in neuer Rechtschreibung, was in den bisherigen Sammlungen nicht der Fall ist. Ausnahmen sind die Fälle mit Reimen, alten Wörtern, Kunstwörtern oder für bestimmte Sprichwörter typischen Ausdrücken. Auch die Grammatik wurde nicht verändert, die in Sprichwörtern vielfach nicht ganz den Regeln entspricht.

Von etlichen Sprichwörtern gibt es nach Jahrhunderten oft mehrere verschiedene Variationen mit einem anderen Wort (in Klammern eingefügt), oder ganzen Satzstellungen. In etlichen alten Sammlungen finden sich die gleichen Sprichwörter, nur in anderer Wortreihenfolge. Viele sind hier enthalten, alle zusammen meist unter dem Anfangsbuchstaben, welcher als Erster im Alphabet steht. Gleichlautende, fast gleiche und doppelte (bei Simrock über 100) stehen hier nur ein Mal. Sprichwörter aus dem Sprichwörter Lexikon von Wander stehen hier nicht, nur die aus seinen Quellen auffindbare im Wortlaut der Quelle, nicht in Wanders oft veränderter Form.

Es sind hier fast alle Sprichwörter von Simrock enthalten und viele aus etlichen anderen alten Sammlungen. Bei vielen veralteten oder heute unbekannten Ausdrücken steht eine Erklärung zur Bedeutung. Ebenso ist bei vielen Sprichwörtern die Bedeutung oder Herkunft erklärt, da sie wegen ihres Alters meist vergessen sind.

Wenn hier noch ein besonderes, wichtiges, häufiges oder neues Sprichwort fehlen sollte, bitte eine Nachricht mit Quellenangabe/Fundort an die E-Mail Adresse auf der Seite Kontakt.

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Wer lacht, tut keine Sünde.

Wer Landesherr ist, dem gebührt die Landeshuldigung.

Wer lange Brot isst, der wird alt.

Wer lange droht, macht dich nicht tot.

Wer lange Finger hat, den steckt man in den Staatsfingerhut.

Wer lange Krank ist, wird selbst zum Arzt.

Wer lange lebt, der wird alt.

Wer länger schläft als sieben Stund` verschläft sein Leben wie ein Hund.

Wer lange suppt, lebt lange.

Wer lange tischelt, der wird alt.

Wer lange will zu Hofe reiten, hänge den Mantel nach beiden Seiten.
Wer lange will zu Hofe reiten, muss 'n Mantel tragen auf beiden Seiten.

Wer langsam aufsteht, trabet den ganzen Tag.

Wer langsam geht, kommt auch zum Ziel.


Wer langsam zürnt, zürnt schwer.

Wer Latein kann, kommt durch die ganze Welt.
(Das Lateinische war in der Römerzeit vor 2000 die Weltsprache in Europa, Afrika und teilen Asiens. Später war es die Sprache der Oberschicht und Gebildeten, ohne die man nicht aufsteigen konnte. Heute ist es in der Wissenschaft unverzichtbar, da mit Latein alles bezeichnet, was eindeutig gekennzeichnet und definiert werden soll, da es für Gleiches viele unterschiedliche regionale Bezeichnungen gibt. Im Sprichwort müsste heute wahrscheinlich Englisch stehen, wenn es sich nicht gerade um Theologie handelt.)

Wer läuft, den jagt man.

Wer läuft, eh man ihn jagt, ist allzu verzagt.

Wer lausig ist, der wird bald grindig.

Wer leben muss in Sklaverei, dessen Urteil ist nicht frei. Wes Brot ich esse, des Lied ich singe.

Wer lebt, liebt. Wer liebt, leidet. Wer leidet, entwickelt Stärke. Wer stark ist, wird geachtet.

Wer lebt ohne lieb, der ist lebendig Tod.

Wer Leib und Leben wagen will, ist zollfrei.

Wer leicht glaubt, wird leicht betrogen.
Wer leicht traut, wird leicht betrogen.


Wer leicht lacht, weint auch leicht.

Wer leicht zürnt, sündigt leicht.

Wer leid, dass ihm in sein eigen Haus regnet oder schneit, des erbarmt sich Gott nicht.

Wer leidet, dass sein Tisch knappt, sein Ofen raucht, Kieselstein im Schuh bleibt, der mag seine Frau herleihen.

Wer leuchtete, eh du warst?

Wer Liebe bergen will, dem kriecht sie an den Augen heraus.

Wer Lieb erzwingt, wo keine ist, der bleibt ein Narr zu aller Frist.

Wer Liebe stiehlt, ist kein Dieb.

Wer liebt, weiß wohl, was er begehrt, aber nicht, was es ist.

Wer liegt, kann nicht fallen.

Wer Linden pfropfet auf den Dorn, hat an beiden sein Recht verlorn.
Wer Linden pfropfet auf den Dorn, hat ihrer beider Recht verlorn.

Wer lügen will, der soll's nicht krumm drehen, damit er's auch fiedern könne.

Wer lügen will, mag Wunder sagen.

Wer lügen will, soll von fernen Landen lügen, so kann man ihm nicht nachfragen.
Wer lügen will, muss in die der Ferne lügen, so können die Bauern nicht nachfragen.

Wer lügen will, vergesse vor Ende nicht seines Anfangs.

Wer lügt, der stiehlt, wer stiehlt, der lügt.

Wer Lust hat zu tauschen, hat Lust zu betrügen.

Wer lustig ist zu Zank und Streit, der findet bald Gelegenheit.

Wer lust zu tanzen hat, dem mag man leicht pfeifen.
Wer mächtig ist, wird auch vermessen: Große Fische die kleinen fressen.

Wer mag den Hunden das Bellen verbieten?

Wer mag jagen, darf auch hagen.

Wer Mäuse im Kopf hat, dem muss man eine Katze hineinsetzen.

Wer mehr hinter als vor die Rosse legt, wird nicht lange fahren.
Wer mehr hinter die Pferde legt als vor sie, der füttert nicht lange.
(Das bedeutet, vor die Pferde das Futter, hinter sie den Wagen, den sie ziehen sollen. Wenn das Futter für die Last nicht ausreicht, haben die Pferde keine Kraft zum Ziehen und der Wagen bleibt stehen. Heutzutage muss genügend im Tank und ein genügend starker Motor eingebaut sein, damit ein Lkw die gewünschte Last fahren kann.)

Wer mehr nimmt, als er soll, der spinnt sich selbst ein Seil.

Wer mehr will verzehren,
als sein Pflug mag ernähren,
der mag sich nicht erwehren,
ihn muss Bettel oder Stegreif nähren.

Wer mehr verzehrt, als er gewinnt, der muss nachher mit den Mäusen essen.

Wer meinet, dass er weise sei, dem wohnt ein Esel nahe bei.

Wer meint, er sei nichts, der ist ichts, wer meint, er sei viel, der ist nichts.
(ichtwas, abgekürzt ichts = veraltet für etwas)

Wer Meister wird, steckt den andern in den Sack.

Wer mich auslacht, kann mich auch wieder einlachen.

Wer mich mehr liebt, den mein Gut, einem Freund derselbe recht gleichen tut.

Wer mich nicht fragt, dem darf ich nicht antworten.

Wer mich nicht kennt, der spottet mein nicht.

Wer mich nicht ehren will, lasse mich ungelästert.

Wer mich schießt, den schieß ich wieder.

Wer mir gab (gibt), der lehrte mich geben.

Wer mir Liebe erzeigt, der bereitet mir Sorge.

Wer mir Schaden zufügt, der kann mir auch dienen.

Wer mir's tut, dem tu ich's wieder, sprach die Frau, als sie ihres Mannes Hemden flickte.

Wer mit Bettlern ficht, gewinnt nur Läuse
Wer mit Bettlern rauft, hat für den Sieg Läuse.

Wer mit dem Kopf eine Mauer umlaufen will, der muss sorgen, zu stoßen das Gehirn.

Wer mit dem Kopf will oben aus, der tut viel Schaden und richt't nichts aus.

Wer mit dem Munde schmandt (Schmand macht), muss mit der Nase buttern.

Wer mit dem Pförtner wohl steht, der wird bald eingelassen.
Wer's mit dem Pförtner hält, findet bald Einlass.

Wer mit dem Pfunde wägt, bedarf des Zentners nicht.

Wer mit dem Schlechten fürlieb nimmt, ist des Bessern wert.

Wer mit dem Teufel essen will, muss einen langen Löffel haben, (nur die Jesuiten bekommen ihren Teil von Hand).
Der muss einen langen Löffel haben, der mit dem Riesen will Brei essen.

Wer mit dem Wolf angebunden hat, der muss ihn nicht wieder laufen lassen.

Wer mit den Augen nicht wohl sieht, der soll mit den Fäusten desto besser zugreifen.

Wer mit den Hühnern zu Bette geht, kann mit den Hahnen aufstehen.

Wer mit der Gabe zaudert, hat den Dank schon eingenommen.

Wer mit der Hoffnung fährt, hat die Armut zum Kutscher.


Wer mit der Katze zu Acker fährt, der eggt mit Mäusen zu.

Wer mit der Magd liebäugelt, macht sie zur Herrin der Frau.

Wer mit der Post reisen will, muss eine fürstliche Börse und eines Lastträgers Rücken haben.

Wer mit dünken anfängt, endet mit reuen.

Wer mit einem Dreck ringt, er gewinne oder verliere, so bekommt er doch beschissene Hände.
(beschissen = beschmiert, verdreckt. Dreck = Verleumder, böser Nachbar oder anderes)

Wer mit einem Eid sein Lügen festigt, ist ein untreuer Mann erst und letzt.

Wer mit einem Fuchs ackert, der widerstrebt dem Pflug.

Wer mit einem Weib kämpft, ist übel dran. Gewinnt er, so wird sie ihm feind, verliert er, so spottet sie seiner, darum ist stillschweigen das Sicherste.

Wer mit einer gülden Angel fischt, der wagt mehr, denn er fangen kann.

Wer mitessen will, muss mitdreschen.
Wer will mitessen, muss mitdreschen.
Wer will mit genießen, muss auch mit schießen.
(Das bedeutet, wer am Vorteil oder Genuss einer Sache teilhaben will, muss sich auch an der Arbeit beteiligen, die zum Erwerb der Dinge notwendig sind.)

Wer mit faulen Leuten haushält, dem gnade Gott.

Wer mit faulen, lahmen Eseln pflügen muss, dem ist übel genug geflucht.

Wer mit Fleiß fallen will, ist nicht würdig, dass man ihn halte.

Wer mit Frauen kauft, verliert sein Kaufgeld.
(Das bedeutet, da die Frauen früher unter Vormundschaft ihres Mannes standen, durften sie keine rechtsgültigen Kaufverträge oder Geschäft ohne die Zustimmung ihres Mannes tätigen. Wer trotzdem ein Geschäft mit der Frau machte und der Ehemann verweigerte seine Zustimmung, hat der Vertragspartner der Frau sein schon bezahltes Geld oder gelieferte Ware verloren.)

Wer mit fremden Augen sieht, sieht je länger je weniger.

Wer mit Füchsen zu tun hat, muss den Hühnerstall zuhalten.

Wer mit Geschenken kommt, hat sicher eine Bitte.

Wer mit goldenen Spießen ficht (kämpft), hat den Sieg in den Händen.

Wer mit Gott anfängt, dem tut der Teufel nichts.

Wer mit Herren umgehen will, der fliehe vor ihnen, so laufen sie ihm nach.

Wer mit Honig umgeht, mag wohl seine Finger lecken, er muss es aber nicht zu grob machen.

Wer mit Hunden zu Bette geht, steht mit Flöhen wieder auf.

Wer mit Huren zu Acker fährt, der eggt mit Buben (Gecken) zu.

Wer mit jungen Ochsen pflügt, macht krumme Furchen.

Wer mit jungen Pferden pflügt, macht krumme Furchen.

Wer mit Katzen jagt, fängt gern Mäuse.

Wer mit Katzen zu Acker fährt, der eggt mit Mäusen zu.

Wer Mitleid bringt, bietet genug.

Wer mit Leuten nichts zu tun haben will, muss aus der Welt ziehen.

Wer mit Narren zu Acker geht, eggt mit Gäuchen (Gecken) zu.

Wer mit Narren zu Bette geht, steht mit Narren auf.

Wer mit Ochsen fährt, kommt auch zu Markte.

Wer mit Ochsen spricht, dem werden Ochsen antworten.

Wer mit Pech und Kohlen hantiert, leichtlich seine Hände daselbst beschmiert.
Wer mit Pech oder Kohlen umgeht, der bescheisst leicht die Hände.
(bescheisst = beschmiert)

Wer mit solchem Feuer zu tun hat, muss 'nen silbernen Blasebalg haben.
(Mit diesem Feuer ist die Bestechung gemeint. Wer jemanden bestechen will, der muss schon etwas mit Wert bieten können, etwa etwas aus Silber.)

Wer mitspielen will, muss mit aufsetzen.

Wer mit Soldaten will Ehr erjagen, muss sie wohl zahlen und tüchtig plagen.

Wer mit Städten zu schaffen hat, bedarf Glück und sonderliche Fürsorge.

Wer Mittags aufsteht, schläft nicht den ganzen Tag.
Wer mittags aufsteht, verschläft den ganzen Tag nicht.

Wer mit will essen, der soll auch mit arbeiten.
Wer mit will essen, muss auch mit dreschen.

Wer mit will trinken, muss mit klinken.

Wer mit Wölfen umgeht, muss mit heulen.

Wer Mönch und Pfaffen schlagen will, schlage sie nur gar zu Tode.

Wer morgens dreimal schmunzelt, wenn`s regnet nicht die Stirne runzelt, und anbends lacht, sodass es schallt, wird 120 Jahre alt.

Wer muss, hat keine Wahl.

Wer nach dem Höchsten strebt, wird wenigstens das Hohe erreichen.

Wer nach dem Kranze strebt, bekommt doch eine Blume.

Wer nach einem goldenen Wagen trachtet, bekommt doch wohl eine Speiche davon.

Wer nach fremdem Gute trachtet, der verliert mit Recht das seine.

Wer nach Geld heiratet, verliert seine Freiheit.

Wer nach Geld und Schönheit tracht, in seinem Ehestand Unglück macht, Geld und Gestalt sich bald verliert, oft in die größte Armut führt.

Wer nach großer Arbeit trachtet, dem wird sie zuteil.

Wer nach jedem bellenden Hunde werfen will, muss viel Steine auflesen.

Wer nach mir kommt, der mag nach mir bauen.

Wer nach Rom geht, bringt einen Schalk wieder mit nach Hause.

Wer nach Rom will, der lasse die Frömmigkeit zu Hause.

Wer nach Unglück ringt, dem begegnet es.

Wer nach zweien greift, bekommt nicht eins.

Wer nach zwei Hasen läuft, tut weiter nichts, als wenn er schläft.

Wer Narren und Kindern den Finger in den Mund steckt, der wäre gern gebissen.

Wer neidet, der leidet.

Wer 'nen Narren haben will, der kaufe zwei, so hat er einen zum Besten.

Wer nicht alt werden will, mag sich jung hängen lassen (kann sich jung henken lassen).

Wer nicht angespannt hat, dem kann man nicht vorspannen.

Wer nicht arbeiten will, der lass` das Brot auch liegen still.
(Ebenso wie das nachfolgende Sprichwort geht dieses auf dieselbe Bibelstelle zurück: Der 2. Brief des Paulus an die Thessalonicher 3,10)

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
(Ein Sprichwort, das seit langer Zeit auch in anderen Ländern bekannt ist.  Sprichwort mit Ursprung in der Bibel, aus dem 2. Brief des Paulus an die Thessalonicher 3,10 „Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wenn jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen.“)

Wer nicht auf dem Wollsack liegen mag, dem wird der Strohsack.

Wer nicht auf Gräbern gehen (tanzen) will, muss gar nicht gehen (tanzen).

Wer nicht auszieht (ausgeht), kommt nicht heim.

Wer nicht beichtet, wird nicht absolviert.

Wer nicht beneidet wird, hat noch nichts Großes getan.

Wer nicht bestauben will, der bleib' aus der Mühle.

Wer nicht beten kann, werd' ein Schiffmann.

Wer nicht Bitter gekostet hat, weiß nicht, was Süß ist.

Wer nicht braten kann, der bleibe von der Küche.

Wer nicht Buntge heißen will, muss keine Flecken haben.

Wer nicht da ist, dem wird der Kopf nicht gewaschen.
(Das bedeutet soviel, als der Abwesende hat unrecht. Genauso konnte man keinen Abwesenden vor Gericht verurteilen, ausgenommen, er war geladen worden und unentschuldigt nicht vor Ort.)

Wer nicht denkt zu bezahlen, pflegt von Schenken viel zu prahlen.

Wer nicht dürstet, ist dem Durstigen hart.

Wer nicht eifert, liebt nicht.

Wer nicht empfängt, braucht nicht wieder zu geben.

Wer nicht ernähren will die Katzen, muss ernähren Maus und Ratzen.

Wer nicht erwirbt, der verdirbt.
Wer nicht wirbt, der verdirbt.

Wer nicht fällt, braucht nicht aufzustehen.

Wer nicht faulenzen kann, kann auch nicht richtig arbeiten.

Wer nicht gabelt, wenn die Heuschreck zabelt, der nimmt im Winter ein Seil und fragt, wo Heu feil.

Wer nicht Galle versucht hat, weiß nicht, wie Honig schmeckt.

Wer nicht gefehlt, hat nicht gelebt.

Wer nicht gerne arbeitet, hat bald Feierabend gemacht.

Wer nicht gern verlieren will, der habe Achtung auf das Spiel.

Wer nicht gibt, der nimmt nicht.

Wer nicht gut helfen kann, kann sehr gut hinderlich sein.

Wer nicht hat geholfen einbrocken, der muss auch nicht mit aussessen.
Wer nicht mit einbrockt, soll nicht mit essen.
(Das bedeutet, wer nicht an den Fehlern oder dem Versagen schuld hat oder beteiligt war, sollte auch nicht für die Folgen haftbar gemacht werden.)

Wer nicht hat zu schaffen, der nehm' ein Weib, kauf eine Uhr, schlag' einen Pfaffen, so kriegt er wohl schaffen.

Wer nicht heucheln und schmeicheln kann, der ist nicht der Leute Mann.

Wer nicht hören will, muss fühlen.

Wer nicht Hundslauch riechen kann, soll auch kein Wildbret essen.

Wer nicht in den Himmel will, braucht keine Predigt.

Wer nicht ins Wasser geht, kann auch nicht schwimmen lernen.

Wer nicht jagt, der fahet nicht.
(Wer nicht auf die Jagd geht, wird nichts erjagen. Das bedeutet, wer nichts tut, arbeitet oder sich anstrengt, der wird auch keinen Erfolg oder Gewinn haben.)

Wer nicht Kalk hat, muss mit Leim mauern.

Wer nicht kann blechen, der lasse das Zechen.

Wer nicht kann deichen, der muss weichen.
(Das bedeutet, jeder Besitzer, dessen Grundbesitz durch Deiche vor Überflutungen geschützt wurde, musste sich auch am Bau, Erhaltung und Reparatur des Deiches beteiligen. Wer seinen Verpflichtungen nicht nachkam, musste sein Land aufgeben. Das alte Rechtssprichwort sagt, wer seine Deichpflicht vernachlässigt, wird wegen der hierdurch herbeigeführten Wassergefahr für alle, nach dem sogenannten Spatenrecht, mit dem Verlust des deichpflichtigen Landes bestraft. Symbolisch konnte dann ein Spaten in den Deich gesteckt werden. Wer ihn herauszog, konnte das Land erwerben, musste dann aber auch die rückständigen Leistungen zur Deicherhaltung erbringen. Ein Deichgraf war für die Kontrolle und die Einteilung der zu leistenden Arbeiten zuständig. Heute ist diese Regelung durch den Übergang von Deichbau und Erhaltung auf staatliche Stellen mit der Finanzierung durch Steuergelder abgelöst. Vergleichbare Sprichwörter: Deich und Land gehört zusammen. und Kein Land ohne Deich und kein Deich ohne Land.)

Wer nicht kann fechten, gewinnt nichts im Rechten.

Wer nicht kann, wie er will, muss wollen, wie er kann.

Wer nicht kochen kann, der bleibe aus der Küche.
Wer nicht kochen kann, soll aus der Küche bleiben.

Wer nicht kommt zu rechter Zeit, der ist seine Mahlzeit queit.

Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss nehmen (essen), was übrig bleibt.
(Ein Sprichwort, das in vielen verschiedenen deutschen Mundarten verbreitet ist.)

Wer nicht kommt zu rechter Zeit, der versäumt die Mahlzeit.

Wer nicht lesen kann, muss Butten tragen.
(In Ländern mit Weinbau bedeutet lesen auch Weitrauben ernten. Wer das nicht konnte, ohne die Weinreben zu beschädigen, musste die schweren Körbe (Butten) mit Weintrauben tragen.)

Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.

Wer nicht mahlen will, kriegt kein Mehl.
Wer nicht mühlet, will kein Mehl.

Wer nicht malen kann, muss Farbe reiben.

Wer nicht martern und fluchen kann, der dient zu keinem Kriegsmann.

Wer nicht mitmacht, wird ausgelacht.

Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 12, 30: „Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.“ Ebenso im Lukas Evangelium 11, 23.)

Wer nicht mitspielt, guckt doch anderen gern in die Karten.

Wer nicht nehmen will, braucht (auch) nicht zu geben.

Wer nicht passt auf den Tisch, muss essen, was übrig bleibt.

Wer nicht rast in der Jugend, der muss im Alter rasen.

Wer nicht rechtmäßig gehört ist, wird nicht rechtmäßig verdammt.

Wer nicht richtig faulenzen kann, kann auch nicht richtig arbeiten.

Wer nicht sagen darf, dass ihm wehe ist, dem ist weh.

Wer nichts an die Angel steckt, der fängt nichts.

Wer nichts Arges denkt, ist leicht zu betrügen.

Wer nichts aus sich macht, ist nichts.

Wer nichts begehrt, dem geht es gut. (nichts ab.)

Wer nicht schlafen kann, klagt über das Bett.


Wer nicht schmeicheln kann, ist kein beliebter Mann.


Wer nicht schreibt, der nicht bleibt.

Wer nicht Schritt halten kann, muss traben.

Wer nicht schwimmen kann, gehe nicht ins Wasser.

Wer nicht schwitzt, den soll man reiben, wer nicht arbeitet, den soll man treiben.

Wer nichts Gutes tut, dem geschieht auch nichts Böses.


Wer nichts Gutes tut, tut schon Böses genug.

Wer nichts hat, dem entfällt nichts.

Wer nichts hat, gilt nichts (geht sicher).

Wer nichts hat, was kann der verlieren?

Wer nichts hinauf (auf die Universität) bringt, bringt nichts herunter.

Wer nicht singen kann, mag pfeifen.

Wer nichts kann, ist des Grämens frei.

Wer nichts kann und nichts weiß, was sagt der, wenn er freien geht?

Wer nichts macht, macht nichts falsch.
(Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen, aber manchmal ist das nichts machen, aber gerade das Falsche, wie in der Politik leider zu oft der Fall.)

Wer nicht spart zur rechten Zeit, darbt zur Unzeit.

Wer nicht spinnt, behält seinen Flachs.

Wer nichts recht tut, hat nie Feierabend.

Wer nicht strebt, der nicht lebt.

Wer nichts übt als Tadel, hat im Herzen keinen Adel.


Wer nichts versprach, braucht nichts zu halten.
Wer nichts verspricht, braucht nichts zu halten.

Wer nichts weiß, dem entfällt auch nichts.

Wer nichts will wagen, bekommt nicht Pferd noch Wagen.

Wer nichts wird, wird Wirt.

Wer nichts zu zanken hat, der nehme ein Weib.

Wer nicht tanzen kann, sagt, dass der Boden nicht eben sei.
(Wenn man etwas nicht kann oder will, findet man immer eine Ausrede. Ähnliche Sprichworte bei vielen Völkern und in vielen Sprachen.)

Wer nicht tief fallen will, der steige nicht hoch.

Wer nicht traut, dem ist nicht zu trauen.

Wer nicht trinken kann, der soll ins Bad gehen; wer nicht beten, aufs Meer; wer nicht schlafen, in die Predigt.

Wer nicht tun kann, was die Leute verdrießt, gibt keinen Schulzen ab.

Wer nicht übersehen und überhören kann, der kann auch nicht regieren.

Wer nicht verlieren will, der spiele nicht.

Wer nicht vermag, dass er kann, seinen Barth lassen scheren, der muss ihn nicht lassen einbalsamieren.

Wer nicht verständig reden kann, dem stehet schweigen besser an.

Wer nicht viel erdulden kann, der wird kein großer Mann.


Wer nicht vorwärts geht, der kommt zurück.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Wer nicht wagt, der nicht nagt.

Wer nicht wagt, kommt nicht nach Wehlau.

Wer nicht warten kann, muss laufen.

Wer nicht Wasser mag, den dürstet nicht.

Wer nicht weiß, was das für ein Geck ist, der kann`s an seinem Pferd sehen.
(Das Sprichwort ist schon mehrere hundert Jahre alt. Heute gilt es trotzdem noch, wenn man anstelle des Pferdes das Auto einsetzt, mit dem so mancher seine eigenen Unzulänglichkeiten kompensieren will und sich damit selbst entlarvt.)

Wer nicht will, der hat gegessen.
Wer nicht will, hat schon gehabt.

Wer nicht zu hoch steigt, der fällt nicht hart.
Wer nicht zu hoch steigt über sich, braucht nicht zu fallen unter sich.
Der sehe zu, dass er nicht fall, der zu hoch steigen will.

Wer nicht zum Narren werden will, muss den Narren nachgeben.

Wer nicht zuweilen taub und blind sein kann, taugt nicht zum Regieren.

Wer nicht zweifeln kann, ist ein dummer Mann.


Wer nie bitter geschmeckt hat, weiß nicht, was süß ist.

Wer nie ein Schüler war, der wird kein guter Meister.

Wer nie fortgeht, kommt nie heim.


Wer niemals anfängt, bringt nie was zustande.


Wer niemals einen Rausch gehabt, der ist kein braver Mann.


Wer niemand betrügen kann, geh' in die Wüste.

Wer nirgend anstoßen will, muss Schickelmann fragen.
Wer nirgenswo will stoßen an, muss Schickelmann an Händen han.
(Die Erklärung zu Schickelmann steht in der Sprichwörtersammlung von Christophorum Lehman aus dem Jahr 1630 auf Seite 920 unter Nr. 23: „Also haben die Alten die Zeit genennt und haben gesagt: Schickelmann wohnet an der Straßen. Das ist soviel gesagt: Jedermann lebt in der Zeit und muss drin wandeln, und die Zeit lehrt jeden, was er tun und lassen soll; sie leiht, regiert, straft, bessert, bösert und macht mit den Menschen, was sie will. Der ist ein weiser Mann, der Schickelmann zur Hand gehen kann.“)

Wer nur auf einem Bein steht, den stößt man leicht um.

Wer nur ein Auge hat, hütet es doppelt (wischt es genau).

Wer nur ein Auge hat, ist allzeit bange dafür.

Wer nur erst die Kälber stiehlt, der stiehlt auch bald die Kühe.

Wer nur Geschlechts wegen Ehr' (Lob) begehrt, derselbe ist keines Lobes wert.

Wer nur mit einem Fuß schon in dem Steigbügel ist, der kann sich hierauf leicht gar im Sattel helfen.

Wer nur über eine Staffel will, kommt nie über eine Stiege.

Wer nur will, der kann wohl.

Wer Nutzen sät, wird Nutzen ernten.

Wer oft schießt, trifft endlich.

Wer ohne Freund lebt (ist), lebt nur halb.

Wer ohne Liebe lebt, ist lebendig tot.

Wer ohne Zank lebt, ist mit keinem Weibe beschleppt.

Wer Ohren hat zu hören, der höre.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 11, 15.)

Wer Öle wiegt, besalbt sich die Finger.

Wer Ordnung zum Gesetz macht, muss sie zuerst halten.

Wer Pech angreift, besudelt sich.
(Das bedeutet, wer mit schlechten oder bösen Menschen umgeht, auf den geht das Schlechte und Böse über. Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 13, 1: „Wer Pech angreift, der besudelt sich damit;“)

Wer Pfannkuchen essen will, muss Eier schlagen.


Wer Pfeffer genug hat, der pfeffert auch seinen Brei.

Wer Pfeifen feil hat und kann pfeifen, dem kauft man sie ab.

Wer protzt (mault) bei der Schüssel, dem schadet's am Rüssel.

Wer (einen) Prozess um eine Henne hat, nehme lieber das Ei dafür.

Wer rastet, der rostet.

Wer Rat begehrt, dem ist zu helfen.

Wer rät, der gibt nichts.

Wer recht beichtet, dem gibt man rechte Buße.

Wer Recht fordert, muss auch Recht pflegen.

Wer recht hat, behält den Sieg.

Wer recht hat, hat niemand zu fürchten.

Wer Recht nicht will leiden, darf über Gewalt nicht klagen.

Wer recht schwört, betet recht.

Wer Recht tut, der ist wohlgeboren.

Wer Recht tut, wird Recht finden.

Wer recht will, dem ist wohl zu helfen.

Wer redet, der sät, wer hört, der erntet.

Wer redet gut Latein, der trinke guten Wein.

Wer redet, was er nicht sollte, muss hören, was er nicht wollte.
Wer redet, was er will, muss hören, was er nicht will.
Wer redet, was ihm beliebt, muss hören, was ihn betrübt.
Wer redet, was ihn gelüstet, muss hören, was ihn entrüstet.
Wer da redet, was ihn gelüstet, der muss oft hören, das er nicht gerne höret.
(Ein altes Sprichwort, das schon 1530 in der ersten Sammlung von Agricolas 300 Sprichwörtern unter Nr. 159 stand.)

Wer redlich ficht, wird gekrönt.

Wer reit't, der reit't, wer leit (liegt), der leit.

Wer regieren will, muss auch können durch die Finger sehen.

Wer regieren will, muss hören und nicht hören, sehen und nicht sehen.

Wer regieren will, muss Leuten trauen.

Wer reich ist, des Wort ist gehört.

Wer reich werden will, muss große Sorge und klein Gewissen haben.

Wer reich werden will, muss seine Seele hinter die Kiste werfen.
(Das bedeutet laut Wilhelm Körte „man darf an nichts anderes denken, als nur an Erwerb und Gewinn.“)

Wer reich werden will, muss zuerst dicke Bretter bohren.
(Es macht Mühe und kostet Arbeit, dicke Bretter zu bohren. Genauso darf man keine Mühe und Arbeit scheuen, wenn man es zu etwas bringen will.)

Wer reife Feigen essen kann, seinen Daumen leckt derselbe Mann.

Wer reist, muss den Beutel offen und das Maul zu haben.

Wer reist, weiß wohl seine Ausfahrt, aber nicht seine Heimkehr.
Wer reist, weiß wohl, wie er ausfährt, aber nicht, wie er heimkehrt.

Wer Rettich isst, der hustet unten und oben.

Wer Rosen nicht im Sommer bricht, der bricht sie auch im Winter nicht.
(Das Sprichwort bedeutet, das man eine Gelegenheit nicht verpassen sollte, die wahrscheinlich nicht mehr wiederkommt.)

Wer sacht fährt, kommt auch an.


Wer säet, der mähet.

Wer sagt, dass Wucher nicht Sünde sei, der hat keinen Gott, das glaub mir frei.

Wer sagt, dass Wucher Sünde sei, der hat kein Geld, das glaube frei.

Wer sagt, er hab' einem Gutes getan, der möcht es (von ihm) gerne wieder han.

Wer's allen recht machen kann, ist noch nicht geboren.

Wer's Alter nicht ehrt, ist des Alters nicht wert.
(Das bedeutet, wenn die jüngere Hälfte der Menschen der älteren Hälfte ihren erarbeiteten Besitz streitig macht oder missgönnt, mit dem Hinweis auf eigene Armut im Alter, können die Jüngeren mit Recht keinen Wohlstand im eigenen Alter erwarten. Nur wer in jungen Jahren das Alter respektiert, kann später selbst Respekt und Auskommen erwarten. Man sollte sich nicht auf düstere Zukunftsprognosen für die nächsten 50 Jahre verlassen, sondern lieber einmal die nicht eingetretenen Vorhersagen von vor 50 Jahre einmal genauer ansehen. Die nicht genannten Fakten und Interessen hinter vordergründig plausiblen Prognosen lassen oft ganz andere Schlussfolgerungen zu.)

Wer sammelt, spart's einem andern Mann.

Wer satt ist, lobt das Fasten.

Wer sauber ist, braucht sich nicht zu waschen.

Wer's bei den alten Löchern bewenden lässt, braucht nicht neue zu bohren.

Wer's Betteln nicht versteht, der lass' es bleiben.

Wer Schaden tut, muss Schaden bessern.

Wer schafft, hat keine Langeweile.

Wer scheltet wider Schelten, der will mit Schanden gelten.

Wer schenken will, der schenke was Guts, so weiß man's ihm Dank.

Wer Scherz ausgibt, muss Scherz einnehmen.

Wer scherzen will, soll auch Scherz verstehen und aufnehmen.

Wer schläft, der sündigt nicht.
Wer Schmähungen nicht beachtet, nimmt ihnen ihr Gift.
Wer schießen soll, muss laden, wer arbeiten soll, muss essen.

Wer schilt, was er begehrt, ist keiner Bohne wert.

Wer schimpft, hat verloren.

Wer schlägt, der bricht.

Wer schlägt meinen Hund, der liebt mich nicht von Herzensgrund.

Wer schlechte Botschaft bringt, kommt früh genug.

Wer schlecht geht, stolpert über einen Strohhalm.

Wer schlecht hört, reimt leicht.

Wer schlecht, macht alle Dinge recht.
(Das bedeutet, man macht etwas gerade, schlicht, ohne Falsch, einfach richtig und gut)

Wer schlecht sieht, soll desto besser tasten.

Wer Schmähungen nicht beachtet, nimmt ihnen ihr Gift.

Wer Schmeicheleien liebt, will betrogen sein.


Wer schmeichelt, der heuchelt.


Wer schnell gibt, gibt doppelt.

Wer schon auf einem Knie kommt, den stößt man gerne ganz um; wer auf beiden, dem haut man den Kopf gar ab.

Wer schön ist, dem steht alles wohl.

Wer schön sein will, muss leiden.


Wer schuldig ist, muss bezahlen.

Wer schwach ist, findet bald seinen Tyrannen.

Wer schweiget, was man ihm vertraut, tut dass, als der 'nen Acker baut.

Wer schweigt, bejaht.
Wer schweigt, stimmt heimlich zu.

Wer schweigt, der folgt.

Wer schweigt, der genehmigt.

Wer sein Bett macht am Morgen, braucht am Tag nicht zu sorgen.

Wer sein Bett verkauft, muss auf Stroh liegen.

Wer sein Brot allein isst, muss auch sein Pferd allein satteln.

Wer sein Ding macht recht und schlecht, bleibt immerzu ein armer Knecht.

Wer seine Augen im Brillenfutter hat, der kann viel übersehen.

Wer seine Besserung aufs Alter spart, der hat seine Sachen nicht wohl (gar schlecht) verwahrt.

Wer seine Ehre zum Pfande setzt, dem ist übel (schlimm zu) borgen.

Wer seine Finger in alle Löcher steckt, der zieht sie oft übel heraus.
Wer seine Finger in alle Löcher steckt, dem werden sie wohl mal abgezwickt.
Wer seine Finger in alle Löcher steckt, zieht sie oft besch...n wieder heraus.

Wer seine Gabe wohl anlegt, der gibt, so er nimmt.

Wer seine Frau lobt und sein Kompost, der wär' sie beide gerne los.

Wer seine Hände rührt und Füß, dem hilft Gott gewiss.

Wer sein eigener Herr kann sein, geh` keinen Dienst bei Herren ein.
Wer sein eigener Herr sein kann, der diene keinem anderen.

Wer sein eigener Lehrmeister sein will, hat einen Narren zum Schüler.

Wer sein eigen Pferd reiten will, muss seinen eigenen Hafer füttern.

Wer seine Krankheit verhehlt, verschlimmert sein Übel.

Wer seine Last erwägt, sie desto sichrer trägt.

Wer seinem Feinde verzeiht, stirbt von ihm beweint.

Wer seinem Vater nicht gehorchen will, muss seinem Stiefvater gehorchen.

Wer seinen Acker bauet, der wird Brotes die Fülle haben.
Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brots genug haben.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 12, 11: „Wer seinen Acker bebaut, wird Brot die Fülle haben; wer aber nichtigen Dingen nachgeht, ist ein Tor.“)

Wer seinen Adel adelt, ist adelig geadelt;

wen nur sein Adel adelt, wird adelig getadelt.
(Dieser Spruch steht im Deutschen Sprichwörter Lexikon von Wander in Band 5, Spalte 716 unter Adel Nr. 70. Als Quelle ist das Buch „Junker und Pfaffen im Gewande des Sprichworts“ von 1875 genannt, in dem es unter Nr. 17 steht. Der gleiche Spruch steht ebenfalls bei Körte (1837) als Erklärung unter Nr. 40 „Adel sitzt im Gemüt, nicht im Geblüt“, also ein Sprichwort? Wenn man weiter zurückgeht, findet man den Spruch endlich beim deutschen Barockdichter Friedrich von Logau (24.1.1605 - 24.7.1655) in seinen Sinngedichten im Dritten Tausend, Neuntes Hundert, Nr. 39, also kein Sprichwort.)

Wer seine Nase in fremde Dinge steckt, zieht sie blutig heraus.

Wer seinen Entschluss schon gefasst hat, bedarf keines Rates mehr.

Wer seinen Fehler nicht erkennt, kann ihn nicht verbessern.

Wer seinen Fuß in des andern Schuh stecken will, muss zuvor das Maß recht nehmen.

Wer seinen Garten verpachtet, darf nicht drin pflücken.

Wer seinen Kindern gibt das Brot, dass er muss selber leiden Not, den schlage man mit Keulen tot.

Wer seinen Knecht zärtlich hält, zieht 'nen Junker draus.

Wer seinen Kopf verwahrt, verwahrt keine taube Nuss.

Wer seinen Lüsten lebt, der stirbt in Unlust.

Wer seinen Satz gewinnt, hat nicht übel gespielt.

Wer seinen Sohn ein Handwerk lernen lässt und ihm einen guten Namen vermacht, der hat ihn gut versorgt.

Wer seinen Vorteil nicht versteht, den will der König nicht im Lande wissen.

Wer seinen Wein in der Jugend trinkt, der muss im Alter Wasser trinken.

Wer seinen Zorn bezwingt, hat seinen Feind besiegt.


Wer seine Schmerzen klagt, erleichtert sie.


Wer seine Schuld bezahlt, der macht sein Gut nicht geringer, sondern bessert seine Nahrung.
Wer seine Schuld bezahlt, verringert (schmälert) sein Gut nicht (bessert sein Gut).

Wer seine Schwäche vergisst, unter den Schwachen der Stärkste ist.

Wer seines Schweißes genießen will, muss ihn warm zudecken.

Wer seine Traurigkeit nicht mit Geduld erträgt, der vermehrt sie.

Wer seine Verdienste in Kleidern hat, dem fressen sie die Motten.

Wer seine Wiesen verpachtet, darf nicht drauf grasen.

Wer seine Wunden heilen will, muss ihnen nicht schmeicheln.

Wer sein Gemüt an die Welt hängt, der bleibt als eine Fliege im Honig kleben.

Wer sein Geschäft nicht treibt, den treibt sein Geschäft.

Wer sein Glück nicht sucht, der versäumt es.

Wer sein Haus gern verkaufen will, der putzt gemeiniglich den Giebel.
Wer sein Haus verkaufen will, schmückt es.

Wer sein kläffig Maul nicht hält, muss hören, was ihm nicht gefällt.

Wer sein Leib und Gut wagen will, ist zollfrei.

Wer sein selbst ist, der ist des Teufels Knecht.

Wer sein selbst sein kann, diene keinem.

Wer sein Weib einmal schlägt, schlägt es mehrmal.

Wer sein Weib schlägt, jagt einen Teufel hinaus und zehn hinein.

Wer sein Weib schlägt, macht sich drei Fasttage und ihr drei Feiertage.

Wer sein Weib schlägt, schlägt mit der rechten Hand seine linke.