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Deutsche Sprichwörter
Über 18.000 deutsche Sprichwörter
Wer sel bis Wer z
Wer selber fleucht, den jagt man leicht.

Wer selber nicht gelernt hat, der kann andre nicht lehren.

Wer selber nichts taug, der sagt von andern auch nichts Gutes.
(Ein Jahrhunderte altes Sprichwort, das sich auch heute noch vielfach immer wieder bestätigt, selbst in Familien, unter vermeintlichen Freunden und allernächster Nachbarschaft.)

Wer selber nicht will, da hat Gott keine Schuld dran.

Wer selber nicht will, dem kann alle Welt nicht helfen.

Wer selbst einen Kopf hat, braucht keinen zu borgen.

Wer selbst geht, den betrügt der Bote nicht.

Wer selbst immer sich alleine lobt, des Lob ist schwach und klein.

Wer selbst mausen kann, der braucht keine Katzen.

Wer selbst nicht anspannt, dem kann man nicht vorspannen.

Wer selbst untreu ist, der traut niemandem.

Wer selten reitet, dem tut der Arsch weh.

Wer selten reitet, hat bald einen Wolf.

Wer`s feine Brot vorisst, muss das grobe nachessen.

Wer's Feuer austun will, ziehe den Brand hinweg.

Wer's Glück hat, dem fliegen die Enten gebraten ins Maul.

Wer's Glück hat, dem kalbt ein Ochs.

Wer's Glück hat, führt die Braut heim.

Wer's gut kocht, der mag's gut ausessen.

Wer's hat, der hat's, wem's kommt, dem kommt's.

Wer sich abends den Magen nicht überlädt, dem tut morgens der Kopf nicht weh.

Wer sich Akzisoren setzen lässt, braucht keine Blutegel.

Wer sich alle Büsche besieht, kommt selten zu Holze.

Wer sich allein für klug hält, mag allein zugrunde gehen.

Wer sich aller Ehr erwogen hat, der erwürgt nicht bald an einer Lüge.

Wer sich aller Ehr getröstet hat, der ist aller Scham frei.

Wer sich als Hund ausgibt, muss auch als Hund bellen.

Wer sich am wenigsten zeigt, wird am meisten gesucht.

Wer sich an alten Kesseln reibt, der kriegt beschissene Hände.
Wer sich an alten Kesseln reibt, der wird gern rahmig.
(beschissen = beschmiert, verdreckt)

Wer sich an andern spiegelt, der spiegelt sich sanft.

Wer sich an die Weiber hängt, der bleibt wie die Fliege im Honig kleben.

Wer sich an Narren stoßen kann, der ist kein törichter Mann.

Wer sich an Pöbel hängt, ist übel logiert.

Wer sich anspannen lässt, der muss ziehen.

Wer sich ärgert, ist unglücklich.

Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen.

Wer sich auf andre verlässt, ist verlassen genug.
Wer sich auf Menschen verlässt, ist verlassen genug.

Wer sich auf das Meer begibt, muss es auf das Wetter wagen.

Wer sich auf dem Schulweg verirrt, findet sich durchs ganze Leben nicht zurecht.

Wer sich auf die Schalkseite legen will, dem muss man das Lager darnach machen.

Wer sich aufrichten will, dem soll man aufhelfen.

Wer sich auf's Erben verlässt, kommt entweder zu früh, oder zu spät.

Wer sich dem Jagen ganz ergeht, wird gleich den Tieren mit der Zeit.

Wer sich der Armut schämt, hat sie verschuldet.

Wer sich der Schalkheit fleißt, mag der Büberei Meister werden.

Wer sich der Schande rühmt, ist nicht der Ehre wert.

Wer sich des Bettels nicht schämt, nährt sich reichlich.

Wer sich des Fragens schämt, der schämt sich des Lernens.

Wer sich des Stehlens getröstet, getröstet sich auch des Galgens.

Wer sich die Nas abschneidet, verschimpft sein Angesicht.

Wer sich ehrlich will ernähren, muss viel flicken und wenig zehren.

Wer sich eilen will, der muss nicht Esel reiten.

Wer sich ein Haar krümmen lässt, dem krümmt man bald schon den Rücken.
(Haare krümmen bedeutet, jemandem einen Schaden zufügen. Ein Vergleich, der bis heute vielfach benutzt wird, jemandem zu schaden oder wenn keine Haare gekrümmt werden, jemandem gerade keinen Schaden zuzufügen. Ein Spruch, der erstmals 1870 im 2. Band des Deutschen Sprichwörter Lexikons von Karl Friedrich Wilhelm Wander unter Haar Nr. 128 auftaucht. Er nennt keine Quelle, sondern nur einen Text aus dem Jahr 1541, der die Bedeutung erklären soll. Der Spruch ist möglicherweise also nur eine von Wander selbst verfasste Zusammenfassung eines früheren Gedankens und damit wie etliche seiner Sprüche von ihm selbst erdacht und damit kein Sprichwort. Unabhängig davon wird der Spruch an einigen Stellen, auch im Internet, als Sprichwort bezeichnet, aber immer ohne Quellenangabe.)

Wer sich einmal verbrannt hat, bläst hernach die Suppe.

Wer sich ertränken will, der soll sich in einem lautern Wasser ertränken.

Wer sich freit ein Nachbarskind, der weiß auch, was er find't.

Wer sich für andere verbürgt, wird für andere gewürgt.

Wer sich fürchtet, der lauf in die Kirche.

Wer sich fürchtet, zieht den Panzer an.

Wer sich getroffen fühlt, der meldet sich.

Wer sich grob benimmt, wird auch grob behandelt.

Wer sich grün macht, den fressen die Ziegen.

Wer sich heute freuen kann, sollte nicht bis morgen warten.

Wer sich heut nicht bessert, wird morgen ärger.

Wer sich im Bart grasen lässt, dem hofiert man zuletzt ins Maul.

Wer sich in fremden Hader*14 mischt, ein Beule davon am Kopf erwischt.

Wer sich (mutwillig) in Gefahr begibt, kommt darin um.
Wer sich in Gefahr begibt, verdirbt darin.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 3, 27: „Denn wer sich gern in Gefahr gibt, der verdirbt darin; 28. und einem vermessenen Menschen geht's endlich übel aus.“)

Wer sich in Herrendiensten zu Tod arbeitet, den holt der Teufel.

Wer sich leiten lässt, geht nicht irre.

Wer sich lobt alleine, dess Ehre ist gar kleine.

Wer sich mausig macht, den fressen die Katzen.

Wer sich mischt unter die Kleie, den fressen die Säue.

Wer sich mit Schalksnägeln kraut, hat keine fromme Hand.

Wer sich nicht aufbläst, zerberstet nicht.

Wer sich nicht bessern will, den mag der Henker in die Schule nehmen.

Wer sich nicht freuen kann, der ist ein armer Mann.

Wer sich nicht fürchtet, dem ist keine Übeltat zu groß.

Wer sich nicht lässt raten, sitzt am Tisch und verschläft den Braten.

Wer sich nicht satt essen kann, der kann sich auch nicht satt lecken.

Wer sich nicht schämt, macht sich die Kilbe zunutz.

Wer sich nicht schämt, tut, was ihm gelüstet.

Wer sich nicht schämt, wird nicht zuschanden.

Wer sich nicht verstellen kann, taugt nicht zum Regieren.

Wer sich nicht vor ihnen fürchtet, dem können sie nichts anhaben.

Wer sich satt gegessen hat, meint, andere seien auch satt.

Wer sich schämt, habe den Schaden.

Wer sich seiner Sünden rühmt, sündigt doppelt.

Wer sich selber kämmt, rauft sich mit dem Kamm die Haare aus.

Wer sich selber kennt, spottet nicht über andere.

Wer sich selber kitzelt, lacht, wann (wie) er will.

Wer sich selber lobt, den hassen viele.

Wer sich selber lobt, heißt der Lästerlin.

Wer sich selber lobt, muss üble Nachbarn haben.

Wer sich selber (selbst) schändet, den lobt niemand (der gefällt niemand).

Wer sich selbst ein Heiligtum ist, ist andern ein Gräuel.

Wer sich selbst kitzelt, lacht, wann er will.

Wer sich selbst liebt allzu sehr, den hassen andre desto mehr.

Wer sich selbst nichts gönnt, gönnt auch anderen nichts.

Wer sich selbst nichts taugt, taugt keinem andern.

Wer sich selbst nicht weiß zu raten, Schau', was andre vor ihm taten.

Wer sich selbst rühmt, bekommt neidige Nachbarn.

Wer sich selbst schadet, mag sich selbst verklagen.

Wer sich selbst überwindet, der gewinnt.
Wer sich selbst überwinden kann, der ist ein Held und starker Mann.

Wer sich selbst zum Esel macht, dem will jeder Säcke aufladen.
Wer sich zum Esel macht, dem wird aufgepackt.


Wer sich selbst zum Schaf macht, den beißen die Hunde.
Wer sich zum Schafe macht, den fressen die Wölfe.
Wer sich zum Schaf macht, wird vom Wolf gefressen.
Machst du dich selbst zum Schaf, so beißen dich die Hunde, (frisst dich der Wolf).

Wer sich's Maul nicht aufzutun getraut, muss den Beutel auftun.

Wer sich Stehlens getröstet, getröstet sich auch des Galgens.

Wer sich stößt an ein Stroh, wird sein Leben nicht froh.

Wer sich täglich bessert, kommt auf einen guten Acker.

Wer sich über des (eines) anderen Glück freut, dem blüht sein eigenes.

Wer sich um den guten Namen nicht wehrt, ist wenig wert.

Wer sich um einen Heller*17 lässt Unrecht tun, wird um einen Kreuzer geleicht.
(geleicht = geschlagen, geschnitten.)

Wer sich unter die Kleie mengt, den fressen die Schweine.

Wer sich verlässt auf's Erben, bleibt ein Narr bis ins Sterben.
Wer sich verlässt aufs Erben, mag als ein Narr sterben.

Wer sich verlässt aufs Erben, verlässt sich auf's Verderben.

Wer sich verteidigt, klagt sich an.
(Ein Sprichwort, das auch heute noch vielfach bei etlichen Gelegenheiten benutzt wird, manchmal als deutsches Sprichwort, oder nur als Sprichwort bezeichnet. Manchmal wird auch „ohne Anklage“ eingefügt. In einigen Fällen wird es auch als Zitat Maximilien de Robespierre (6.5.1758 - 28.7.1794) zugeschrieben, aber nie belegt, oder als altes römisches Sprichwort, ebenfalls ohne Quellenangabe. Mögliche Herkunft des Sprichworts könnte ein Sprichwort aus der „Sammlung Schweizerischer Sprüchwörter“ von Melchior Kirchhofer aus dem Jahr 1824 sein. Dort steht auf Seite 343 unter Nr. 75: „Wer sich entschuldiget, klagt sich an.“. Dieses schweizerische Sprichwort wurde von Wander in sein Deutsches Sprichwörter Lexikon unter Entschuldigen Nr. 6 fast Wortgleich übernommen.)

Wer sich vom Knecht lässt duzen, kann sich selbst die Stiefel putzen.

Wer sich von einem bösen Weibe scheidet, macht eine gute Tagreise.

Wer sich vor Blättern fürchtet, muss nicht in den Wald gehen.
(Wer eine Gefahr fürchtet, sollte sie meiden. Ähnliches Sprichwort in England.)

Wer sich vor der Hölle fürchtet, der fährt hinein.

Wer sich vor Funken fürchtet, der gibt keinen Schmied ab.

Wer sich warnt, der wehrt sich.

Wer sich wie Kot ans Rad hängt, den lässt man wie Kot daran hangen, bis ihn das Rad wie Kot wegwirft.

Wer sich will mit Gott vereinen, der muss sich von sich selber scheiden.

Wer sich Zeit nimmt, kommt auch.

Wer sich zu Frommen setzt, der steht bei Frommen auf.

Wer sich zu Honig macht, den benaschen (fressen) die Fliegen.

Wer sich zu lange schnäuzt, der blutet zuletzt.

Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.

Wer sich zu Räudigen hält, wird selber krätzig.

Wer sich zur Taube macht, den fressen Falken.

Wer sich zwischen Stroh und Feuer legt, verbrennt sich gern.

Wer sie bäte, wer weiß, was sie täte?

Wer singt im alten Ton, bekommt nur alten Lohn.

Wer's kann, dem kommt's, sprach der Schneider, da brachte man ihm auf Osterabend ein paar Hosen zu flicken.

Wer's kann, dem kommt's, wie dem alten Weibe das Tanzen.

Wer's Kreuz hat, der segnet sich.

Wer's lang hat, lässt's lang hangen.

Wer's Latein nicht gelernt hat, der soll es ungebrüht lassen.

Wer's links anfängt, dem geht's links.

Wer's Messer zuerst zückt, muss es auch zuerst einstecken.

Wer's mit dem Pförtner hält, findet bald Einlass.

Wer's mit Dünkel anfängt, dem geht's mit Reuen aus.

Wer's nicht glaubt, ist drum kein Ketzer.

Wer's nicht in der Jugend tut, der tut`s im Alter.

Wer soll den Vater loben als ein ungeratner Sohn?

Wer sonst nichts hat, der gibt Äpfel und Birn.

Wer Sparsamkeit, die Mutter, begehrt, dem wird Reichtum, die Tochter, beschert.

Wer spart, wenn er hat, findet, wenn er bedarf.

Wer Spaß versteht, weiß auch, was Ernst ist.

Wer Spierlinge fängt, fängt auch Fische.
(Spierling ist die Bezeichnung für verschiedene kleine Fische. Es kann allgemein ein Kleinfisch gemeint sein oder je nach Ort auch Stint, Elritze, Sandaal oder andere. Laut Wander im Sprichwörter Lexikon werden Spierlinge (Cyprinus aphya L.), gehört zur Familie der Weißfische und Spieringe (Salmo eperlanus L.), Stinte und gehört zu den Salmen oder Forellen oft verwechselt. Quelle: Deutsches Sprichwörter Lexikon Band 4, Spalte 712, Spiering Nr. 1.)

Wer's recht kann, macht nicht lange.

Wer's riecht, hat den Schnupfen nicht.

Wer's selbst angreift, der hat's in Händen.

Wer stehlen will und nicht hangen, der lass' sich zu Schaffhausen fangen.

Wer stehlen will und nicht hangen, geh nach Bremen und lass sich fangen.

Wer stille liegt, der ist tot.

Wer stirbt, eh' er stirbt, der stirbt nicht, wenn er stirbt.

Wer stolz ist, ist auch grob.

Wer stößig ist, dem sagt man Bock.

Wer strauchelt und nicht fällt, befördert den Weg.
(Das bedeutet man verbessert seine Gangweise, um zukünftig nicht mehr zu stolpern.)

Wer Streit sucht, findet bald eine Ursache.

Wer subtil ist, dem entfallen die Hosen.

Wer sucht, der findet.
(Sprichwort mit Quelle in der Bibel: Das Evangelium nach Matthäus 7, 7 Das Sprichwort gibt nur einen Teilaspek wieder. Text in der Bibel: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“)

Wer sucht einen Fußsteig, wo die Straße gerade ist?

Wer's Ungewisse will nach Hause führen, kann's Gewisse vom Wagen verlieren.

Wer's Unglück nicht versucht hat, ist des Glücks nicht wert.

Wer's Unkraut pflegt, verdirbt sich die Ernte.

Wer süß will schlafen und früh aufstehen, darf abends nicht spät zum Essen gehen.

Wer's wissen soll, erfährt's zuletzt.

Wer täglich im Wein schwimmt, muss endlich drin ersaufen.

Wer tanzen will, der zieh' auf, wenn man pfeift.

Wer Töchter hat, der kriegt wohl Söhne.

Wer Töchter hat, in Sorgen staht, wie sie mit Ehren verheiratet werden.

Wer tot ist, kommt nicht wieder.

Wer trachtet emsig Tag und Nacht allein nach Geld und Gut mit macht, der fällt dem Teufel in sein Garn, wie in Spinnweb eine Fliege verworren.

Wer traut einem Wolf auf wilder Heid und einem Bauern auf seinen Eid. Einem Mönch und Krämer auf sein Gewissen, der wird von allen Vieren beschissen.
(beschissen = betrogen, übervorteilt, beschmiert, verdreckt)

Wer treulich arbeitet, betet zwiefältig.
Wer treulich arbeitet, der betet zwiefältig: wer untreulich arbeitet, der Flucht zwiefältig.

Wer treu mit untreu vergilt, der hat selten Gewinn.

Wer trinkt ohne Durst, isst ohne Hunger, stirbt desto junger.
Wer trinkt ohne Durst, küßt ohne Lust, und isst ohne Hunger, stirbt sieben Jahre junger (der stirbt als ein Junger).

Wer trunken macht, der wirdt wieder trunken gemacht.

Wer trunken mordet, muss nüchtern hangen.
Wer trunken sündigt, der muss nüchtern büßen.

Wer trunken wird, ist schuldig, nicht der Wein.

Wer Tugend ehrt, ist Ehren wert.

Wer Tugend hat, ist wohlgeboren.
Wer Tugend hat, ist wohl geboren, ohne Tugend ist der Adel verloren.

Wer Tugend liebt und nicht das Geld, der ist recht Edel in der Welt.

Wer Tugend sät, erntet Ehre.

Wer tun will, was allen gefallt, muss Atem haben warm und kalt.

Wer turnieren will, der denkt erst, das er sein Leben lang frei Brot hat.

Wer tut, was er kann, ist wert, dass er lebt.

Wer tut, was er kann, tut so viel als der Papst in Rom.

Wer tut, was er kann und will, tut oft, was er nicht soll.
Wer tut, was er will, tut oft, was er nicht soll.

Wer übel freiet, der hat unselige Kleider angezogen.

Wer übel geht, fällt über ein Stroh.

Wer übel höret, dem soll man ein Ding zweimal sagen und starck einschreien.

Wer übel isst, der fastet genug.

Wer übel schwatzt, verliert ein gutes Schweigen.

Wer übel zu Fuß ist, der soll sich als Erster auf den Weg machen.

Wer über die Weiber schimpft, hat sie zu lieb gehabt.

Wer über einen Maulesel gesetzt ist, hält sich auch für einen Herrn.

Wer übersehen kann, bedarf keiner Brille.
(Wer etwas übersieht, sieht nicht so genau hin und drückt ein Auge zu. Er rügt nicht jede Kleinigkeit und sieht großmütig über kleine Fehler hinweg ohne sie zu beachten. Vergleichbar mit dem Sprichwort: Er bedarf keiner Brille, der wohl durch die Finger sieht )

Wer über sich haut, dem fallen die Späne in die Augen.

Wer überwinden will, lerne vertragen.

Wer um große Leute ist, der muss oft Narr und Esel sein und lassen Rede für Ohren gehen.

Wer um gute Worte nichts gibt, bei dem helfen auch Schläge nichts.

Wer ungebeten kommt, geht ungedankt davon.
Wer kommt ungerufen, der gehet weg ungedankt.

Wer ungebeten zur Arbeit kommt, geht ungelohnt davon.
Wer ungeheißen zur Arbeit geht, geht ungedankt davon.

Wer Unglück gekostet hat, weiß, wie's einem andern schmeckt.

Wer Unglück haben soll, bricht den Finger im Hirsebrei.

Wer Unglück haben soll, stolpert im Grase, fällt auf den Rücken und bricht die Nase.

Wer Unglück hat, kann einen Finger – – zerbrechen.

Wer Unglück im Spiel hat, ist glücklich im Heiraten.

Wer Unglück sät, will Unglück ernten.

Wer Unrecht sieht, der soll es wenden.

Wer Unrecht tut, vergisst es bald, wer Unrecht leid't, das lang' behalt.

Wer unrecht vorgeht, ist ärger, als wer ihm folgt.

Wer Unschuld zur Schuld machen will, den soll man richten nach der Schuld.

Wer unter die Bank will, den stößt man bald darunter.

Wer unterwegs erliegt, von dem singt man kein Siegerlied.

Wer unterwegs ist, muss fort.

Wer Vater und Mutter ehrt, der lebt lang.

Wer Vater und Mutter Lehr nicht folgt, der hat einen dummen Mut.

Wer verderben will und weiß nicht wie, kauf alte Häuser und baue sie.

Wer Verdienst hat, spricht nicht davon.

Wer Verleumder gern um sich hat und sie nicht drum strafet, der stärket sie nur und reizet sie desto mehr zu solcher Sünd.

Wer vernünftig gebieten kann, dem ist gut dienen.

Wer verzagt ist im Bitten, macht den anderen beherzt im Abschlagen.

Wer viel anfängt, endet wenig.

Wer viel Arbeit hat, schwatzt gern eine Stunde darüber.


Wer viel begehrt, dem geht viel ab.

Wer viel begehrt, dem mangelt viel.

Wer viel besitzt, hat viel zu streiten.

Wer viele Ämter auf sich nimmt, der kann nicht tun, was jedem ziemt.

Wer viel Eier hat, backt viel Kuchen.

Wer viel Eier hat, der macht viel Schalen.

Wer viel erfährt, muss viel leiden.

Wer vieles zugleich tut, macht nicht alles gleich gut.

Wer viel fordert, bekommt viel.

Wer viel fragt, dem wird viel gesagt.

Wer viel fragt, der lasse sich auch fragen.

Wer viel fragt, der wird viel gewiesen.

Wer viel fragt, geht viel irre.
(Das bedeutet, wer verschiedene Menschen nach einer Sache fragt, wird wahrscheinlich oft von jedem eine andere Antwort erhalten. Zum Schluss ist man nicht im Mindesten klüger, aber mehr verunsichert und Ratloser als vorher.)

Wer viel gastiert, hat bald quittiert.

Wer viel Geld hat, feilscht wenig.

Wer viel gestohlen Brot oder Käs isst, bekommt das Schlucken davon.
(Leider ist das nicht der Fall, außer die Lebensmittel waren schon verdorben oder man wird durch das schlechte Gewissen krank. Bei manchen Zeitgenossen hat man aber Zweifel, ob die überhaupt ein Gewissen haben.)

Wer viel hadert*14, wird oft geschlagen.

Wer viel Handwerke zugleich lernt, der lernt selten eins wohl.

Wer viel Honig schleckt, muss viel Wermut fressen.

Wer viel ins Bad geht, der wird viel gewaschen.

Wer viel kann, muss viel tun.

Wer viel liest und nichts behält, ist wie wer jagt und niemals fängt.

Wer viel plaudert, lügt viel.

Wer viel redet, erfährt wenig.

Wer viel redet (schwatzt), lügt viel.

Wer viel schimmlig Brot isst, wird alt.
(Wenn man gar nichts zum essen hat oder den Schimmel mit Penizillin erwischte, mag das manchmal gestimmt haben. Seit man weiß, wie giftig Schimmelpilzgifte oft sein können, sollte man es aber vermeiden, bevor man davon krank wird und früher stirbt.)

Wer viel schläft, den schläfert viel.

Wer viel Schlüssel trägt, der hat viel Kasten aufzuschließen.

Wer viel spricht, muss viel wissen oder lügen.

Wer viel tafelt, macht kurzes Testament.

Wer viel wünscht, dem fehlt viel.

Wer viel wünscht, wäre gern reich.

Wer Vögel fangen will, muss nicht mit Prügeln dreinwerfen.
Wer Vögel fangen will, muss süß pfeifen und nicht mit Knitteln dreinschlagen.

Wer vom Drohen (von Dräuen) stirbt, den soll man mit Eselsfürzen zu Grabe läuten (begraben).
(Das bedeutet, wenn man nur dadurch zu Schaden kommt, weil ein anderer ohne tatsächliche Auswirkungen droht, hat man den Schaden sich selbst zuzuschreiben. Das Sprichwort geht auf Kaiser Friedrich II. zurück, der die Drohungen des Papstes, ihn zu exkommunizieren, ignorierte. Der Staufer Friedrich II. (* 26.12.1194 - † 13.12.1250) war ab 1198 König von Sizilien, ab 1212 römisch-deutscher König und von 1220 bis zu seinem Tod Kaiser des römisch-deutschen Reiches und führte ab 1225 den Titel „König von Jerusalem“.) https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(HRR)

Wer vom Frischen getrunken, muss auch die Neigen trinken.

Wer vom Gericht bringt heile Haut, der mag wohl jauchzen überlaut.

Wer vom Markte kommt, weiß am besten, was der Preis ist.

Wer vom Ölberg kommt, hat den Tod überwunden.

Wer von der Hoffnung lebt, stirbt am (an der) Fasten.
Wer von Hoffnung lebt, der stirbt am Fasten.

Wer von der Tugend weicht, der weicht von seinem Glücke.

Wer von einer Hure scheidet, hat 'ne gute Tagesreise gemacht.
Wer von einer Hure scheidet, macht eine gute Tagreise.

Wer von fernen Landen lügt, der lügt mit Gewalt.

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Wer von Jena kommt ohne Weib,

von Wittenberg mit heilem Leib,
von Helmstedt ungeschlagen,
der hat von Glück zu sagen.

Wer von Jena kommt ungeschlagen, der hat von großem Glück zu sagen.

Wer kommt von Jena und Leipzig ohne Weib,
Von Wittenberg mit gesundem Leib,
Von Helmstedt ungeschlagen,
Der hat von großem Glück zu sagen.
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Wer von Jugend auf den Schnupfen hat, der riecht sein Lebtag nichts.

Wer von Luft schwanger ist, kann nichts anderes als Wind gebären.

Wer von sieben redet, leugt (lügt) gern.

Wer von Wachs ist, muss nicht zum Feuer kommen.

Wer vor dem Richter weint, verliert seine Zähren.
(Zähren = veraltete Bezeichnung für Tränen vom althochdeutschem zahar und verwandt mit dem englischen: tear, teardrop)

Wer vor der Hölle wohnt, muss den Teufel zum Freunde haben.

Wer vor einem Gräslein erschrickt, muss nicht in die Wiese pissen.

Wer vorher nicht reich gewesen, dem tut die Arbeit nicht weh.

Wer vorher seine Last erwägt, sie desto sich’rer trägt.

Wer Vorteil will nehmen, der muss Vorteil geben: Wer nicht mit einbrockt, der soll nicht mitessen.

Wer vor 20 Jahren nicht schön wird, vor 30 Jahren nicht stark, vor 40 Jahren nicht witzig, und vor 50 Jahren nicht reich, an dem ist alle Hoffnung verloren.
Wer vor zwanzig Jahren nicht schön wird, vor dreißig Jahren nicht stark, vor vierzig nicht witzig, vor fünfzig nicht reich, an dem ist Hopfen und Malz verloren.

Wer wagt, gewinnt.
(Wer wagt, sollte vorher bedenken, er kann auch verlieren und sollte sich das leisten können.)

Wer warten kann, hat viel getan.

Wer was will gelten, der komme selten.


Wer Weib und Kinder hat, darf nicht um Arbeit sorgen.

Wer weicht, kann ein andermal schlagen.

Wer weiß, was der Abend bringt?

Wer weiß, wem der Vater den Schimmel schenkt?

Wer weiß, wer den anderen begräbt?

Wer weiß, wer nass wird, wenn das Glück regnet.

Wer weiß, wo das Glück liegt?

Wer weiß, wo der Hase läuft, sagte jener und legte das Garn auf dem Dache aus.

Wer weiß, wo Hans ist, wenn's Gras wächst.

Wer weiß, wo mir das Glück noch blüht? Das Zuchthaus steht noch offen.

Wer weiter will als sein Pferd, der sitze ab und geht zu Fuß.

Wer weit will gehen, muss früh aufstehen.

Wer wenig haben will, muss viel verlangen.

Wer wenig hat, der kann nicht viel entbehren.

Wer wenig kann, hat bald gesungen.

Wer wenig kann, ist am besten dran.

Wer wenig redet, hat nur ein halbes Gehirn vonnöten.

Wer wenig redet, wird geachtet.

Wer wenig sät, erntet wenig.

Wer wenig spricht, hat wenig zu verantworten.

Wer wider den Wind brunzt, macht sich nasse Hosen.

Wer wilde Katzen fangen will, muss eiserne Handschuhe haben.

Wer Wild zu sehr liebt, der wird wild.

Wer will borgen, der komme morgen.

Wer will, dass ihm gelinge, seh' (schau) selbst zu seinem Dinge.

Wer will, dass sich zwei raufen, muss oft die Haare dazu leihen.

Wer will der Krankheit (Sünde) bald entgehen, der muss dem Anfang widerstehen.

Wer will die Wahrheit sagen, muss schnell von dannen jagen.

Wer will erreichen wohl sein Ziel, dem steht bevor des Leidens viel.

Wer will, findet immer was zu tun.

Wer will gefallen schnöden Weiben, dem wird nichts in seinem Beutel bleiben.
(Das bedeutet, wer nur Eindruck bei für ihn unwichtigen Menschen machen will, der wird sich nur verausgaben und keinen Nutzen davon haben. Bei Wander findet sich das Sprichwort zwei Mal wortgleich unter Weib Nr. 1319 und Nr. 1378, nur mit unterschiedlicher Quelle.)

Wer will genießen, muss auch mit schießen.

Wer will haben, der muss graben.

Wer will haben gute Ruh, der höre, seh' und schweig' dazu.

Wer will haben gut Gemach, bleibe unter Dach und Fach.

Wer willig ist, der kommt bald.

Wer will ins Bauerngeschlecht, der maure viel und recht.

Wer will, mag seinen Schaden verschweigen.

Wer will verderben, der borge Geld und kaufe Erben.

Wer will, was er kann, fängt nichts vergeblich an.

Wer will werden reich, schneid` das Brot fein gleich.

Wer will wissen, was er sei,
schelte seiner Nachbarn zwei oder drei:
Werden's ihm die drei vertragen,
so wird es ihm der vierte sagen.

Wer will wohl und selig sterben, lass sein Gut den rechten Erben.

Wer will zu dem Erbe stehen, muss in den Linien sein, die niederwärts gehen.
(Altes Rechtssprichwort das bedeutet, nur Nachkommen konnten Erben sein. Nur im Ausnahmefall, wenn keine Kinder oder andere Nachkommen vorhanden sind, können auch andere erben.)

Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
(Eines der vielen Sprichwörter, deren Ursprung in der Bibel zu finden ist. Hosea 8, 7: „Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten“. Genau wie in Deutschland gibt es auch in anderen Ländern Sprichwörter, die auf die Bibel zurückgehen, wie dieses Sprichwort auch in Frankreich verbreitet ist.)

Wer wird auf den Kalbskopf laden, eh die Kuh gekalbt hat?
Mancher lädt Gäste zum Kalbskopf und die Kuh hat noch nicht gekalbt.

Wer wird den Sack mit Seide nähen?

Wer wird der Vögel willen die Saat unterlassen?

Wer wird Wasser zu seines Nachbars Hause tragen, wenn das eigene brennt?

Wer wissen will, was Wucher fresse, der fahr' nach Frankfurt auf die Messe.

Wer wohl befiehlt, dem wird wohl gehorsamt.
(Das Befehlen und Anordnen ist einfach, aber das auch gehorsam alle folgen, das ist eine Kunst, die den Untergebenen und Angestellten nur durch weise, nachvollziehbare und logische Entscheidungen beigebracht werden kann. Ist das nicht der Fall, kann man Befehlen, so viel man will, es wird keiner etwas tun.)

Wer wohl entbehren kann, kann wohl haben.
Wer wohl mangeln kann, der kann wohl haben!

Wer wohl kann nachdenken, der darf nicht viel nachdenken.

Wer wohl kann sprechen, kann Mauern brechen.
(Wer wohl sprechen kann, hat auch wohl Verhandlungsgeschick und konnte bei kriegerischen Auseinandersetzungen durch Diplomatie und geschickte Verhandlungen manche befestigte Stadt zur Aufgabe bewegen, das heißt, ihre Mauern brechen.)

Wer wohl sitzt, der rücke nicht.

Wer wohltut, braucht keinen Kranz auszuhängen.

Wer wohltut, darf nicht umsehen.

Wer wohltut, lobt sich wohl.

Wer wohl wähnt, dem ist wohl.

Wer wohl zufrieden ist, ist wohl bezahlt.

Wer zahlt, bestimmt die Musik.

Wer zahlt, schafft an.
(Das bedeutet, wer das Geld für etwas oder eine Leistung bezahlt, kann auch bestimmen, wofür etwas bezahlt wird oder was angeschafft werden soll. Solange nur einer bezahlt, murren die anderen, aber es wird getan. Sobald mehrere bezahlen, wollen alle mitbestimmen und es wird (fast) nur geredet und nichts getan, tägliche Beispiele gibt es zur Genüge in der EU, der UN und unzähligen anderen Orten.)

Wer Zank liebt, der liebt Sünde.
(Ein Sprichwort mit Ursprung in der Bibel, Altes Testament, Die Sprüche Salomos 17, 19)

Wer Zank liebt und Streit, der findet bald Gelegenheit.

Wer Zank und Streit abtut, verwandelt Fluch in Segen.


Wer Zank und Zwietracht anstiftet, arbeitet in des Teufels Werkstatt.


Wer Zank zwischen Christen stift, der ist vor Gott ein Gräuel.


Wer zeitig feiern will, muss fleißig arbeiten.


Wer zu Ehren kommen will, muss zuvor leiden.

Wer zu empfindlich ist, wird oft beleidigt.

Wer zuerst in die Mühle kommt, mahlt zuerst.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
(auch in Slowenien, ähnlich in der Schweiz:
Der Schnellere ist der Geschwindere.)

Wer zuerst mäht, wohl mäht.

Wer zuerst schlägt, der bricht den Frieden.

Wer zuerst zum Herd kommt, setzt seinen Topf, wohin er will.

Wer zu feinen Faden spinnt, dem bricht er leichtlich.

Wer zu freundlich ist, der hat betrogen oder will betrügen.

Wer zufrieden ist, ist glücklich.


Wer zufrieden ist mit dem, was er hat, ist reich.


Wer zu früh dem Lehrmeister entgangen, der ist auf den Karren zu kurz und auf den Wagen zu lang.

Wer zu früh will Herr sein, muss lange Knecht sein.

Wer zu Gewalt schweigt, verliert sein Recht.

Wer zu hoch fliegen will, fällt zuletzt gar in den Dreck.

Wer zu hoch fliegt, dem muss man die Flügel beschroten.

Wer zu hoch hinaus will, stößt gewöhnlich oben an.

Wer zu Hofe sein will, muss bald oben, bald unten liegen.

Wer zu Hofe tauglich (tüchtig) ist, den treibt man zu Tode.

Wer zu Hofe wohl dient, der hat bald Neider und Hasser.

Wer zu Hof tüchtig ist, der muss Wasser und Holz tragen oder ein Narr sein.

Wer zu lange schläft, wacht zu spät auf.

Wer zu lange wartet, wird übel gewartet.

Wer zuletzt lacht, lacht am besten (lacht wohl).

Wer zu Lichtmessen nicht einen Wolf fürchtet, zu Fastnacht einen Bauern und in der Fasten einen Pfaffen, bei dem er beichten soll, der ist ein beherzter Mann.

Wer zu Magdeburg will Bürger sein, muss der Frau gehorsam sein.
(Wortspiel: Magde - Burg = Mädchen Burg.)

Wer zum Galgen geboren ist ersäuft nicht.

Wer zum Heller*17 geboren ist, wird kein Taler werden.
Wer zum Heller*17 gemünzt ist, kommt nimmermehr auf den Kreuzer.
Wer zum Heller*17 gemünzt ist, wird nie ein Groschen.

Wer zum Himmel ist geborn, den sticht alle Tag' ein Dorn.

Wer zum Stehlen ist geboren, ist zum Hängen auserkoren.

Wer zum Zorn reizt, zwingt Hader*14 heraus.

Wer zur Gewalt schweigt, verliert sein Recht.

Wer zur Hoffart borgt, trägt am Ende geflickte Schuh.

Wer zürnt, dem reiche kein Messer.

Wer zur Schweigenszeit redet, schlägt den Wind und predigt den Tauben.

Wer zuschlägt, trägt sein Haupt feil.

Wer zu schwach ist, dir zu nutzen, ist immer stark genug, dir zu schaden.

Wer zu sehr eilt, kommt langsam heim.

Wer zu sehr eilt, wird langsam fertig (bald müde).

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
(Ein Spruch, der als Zitat von Michail Gorbatschow bei seinem Besuch in der ehemaligen DDR im Oktober 1989 zitiert wird. Gorbatschow hat ihn aber nicht gesagt. Am 6. Oktober legte der damalige KPdSU-Chef Gorbatschow in der Berliner Gedenkstätte Neue Wache einen Kranz für die Opfer des Faschismus nieder. Dabei sagte er: „Ich glaube, Gefahren lauern nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren.“ Am 7. Oktober abends wurde das angebliche Zitat erstmals von Nachrichtenagenturen verbreitet. Vorher hatten sich deutsche und amerikanische Journalisten gemeinsam über die beste Übersetzung von komplizierten offiziellen Verlautbarungen geeinigt. So entstand ein angebliches Zitat, das Gorbatschow öffentlich nie gesagt hat. Seitdem hat sich dieser Satz verselbstständigt. Er wird seitdem wie ein Sprichwort, unabhängig von seiner Entstehung, bei verpassten Möglichkeiten oder Chancen oder anderen passenden Gelegenheiten gebraucht.)

Wer zu spät kommt, hat das Nachsehen.

Wer zu spät kommt, isst mit den Gemalten an der Wand.

Wer zu spät kommt, wird übel logiert.

Wer zu süß ist, an den lecken alle.

Wer zu viel fasst, lässt viel fallen.

Wer zu viel fordert, bekommt nichts.
Wer zu viel haben will, dem wird zu wenig.
Wer zu viel will haben, dem wird zu wenig.

Wer zu viel Korn hat, stelle sich Mäuse ein, und wer zu viel Geld hat, fange Prozess an.

Wer zu viel mit der Lampe umgeht, kann leicht von Öl und Ruß beschmutzt werden.

Wer zuviel predigt, verjagt die Zuhörer.

Wer zu viel studiert, wird ein Fantast.

Wer zu viel unter den Arm nimmt, lässt viel fallen.

Wer zu viel unternimmt, richtet wenig aus.

Wer zu viel verlangt, verliert noch, was er hat.

Wer zu viel von andern redet, verbrennt sich die Zunge.

Wer zu viel zweifelt, der verzweifelt.

Wer zweifelt, muss wagen.

Wer zweifelt, steht am Kreuzweg.

Wer zwei Hasen jagt, fängt keinen der beiden.
Wer zwei Hasen zugleich hetzen will, fängt gar keinen.
(Das bedeutet, wer zwei Arbeiten gleichzeitig ausführen will, gelingt keine von beiden. Wenn ein Mann zwei Frauen den Hof macht, wird er keine bekommen. Wer zu viel will, wird am Ende leer ausgehen. In deutscher Sprache sind verschiedene Variationen mit zwei Hasen in Umlauf. Gleiche und ähnliche Sprichwörter ebenso weltweit in etlichen Ländern.)

Wer zwei Kriege hat, soll den einen schlichten und den andern führen.

Wer Zwietracht sät, arbeitet für des Teufels Scheuer*31.

Wer zwingt, der tut Gewalt, wer überredet, verführt den Verstand.

Wer zwischen zwei Freunden Richter ist, verliert den einen.