Logo Sprichworte der Welt
____________

Wetterkarte

Diese Internetseite wird mehrmals wöchentlich aktualisiert und ergänzt. Diese Internetseite erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und alle Angaben sind ohne Gewähr.
Alle enthaltenen Informationen sind bestmöglich und so genau wie möglich wiedergegeben. Falls trotzdem Angaben ungenau sind oder nicht den Tatsachen entsprechen, bitte ich um eine Benachrichtigung.

____________



Deutsche Sprichworte
Über 17.000 deutsche Sprichwörter auf 39 Seiten
Der ist bis
Der Z
Flagge von Deutschland
Die Farben Schwarz, Rot und Gold der deutschen Flagge wurden ab 1813 von Soldaten des Lützowschen Freikorps in den Befreiungskriegen gegen Napoleon verwendet. Die Farben befanden sich auf den Uniformen, die sie trugen. Das Schwarz symbolisierte die Knechtschaft, aus der das Volk befreit werden sollte. Rot steht für das Blut, welches in den Schlachten von den Soldaten vergossen wurde und Golden war das Licht der Freiheit, die erreicht werden sollte.

Nach den Befreiungskriegen wurden die Farben von den neu gegründeten Burschenschaften weiterverwendet. Beim Hambacher Fest im Mai 1832 wehten dann erstmalig Fahnen mit schwarz-rot-goldenen Querbalken. Die Bundesversammlung des Deutschen Bundes in Frankfurter legte 1848 die Nationalfahne mit schwarz-rot-goldenen Querstreifen fest. Nach Niederschlagung der Revolution wurden die Farben zunächst wieder aus dem öffentlichen Leben verbannt.

Erst die Weimarer Republik erklärte in ihrer Verfassung vom 11. August 1919 Schwarz-Rot-Gold wieder zu den Reichsfarben. Nach der Zeit des Nationalsozialismus und des Weltkrieges wurde mit dem neuen Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland am 8. Mai 1949 die schwarz-rot-goldene Flagge wieder eingeführt um an die zeitweilig durch die Nationalsozialisten verlorene Demokratie als Grundlage für die Bundesrepublik Deutschland anzuknüpfen. Es ist die Flagge Deutschlands und aller Deutschen und nicht die einer Partei oder Organisation, die sie manchmal als eigenes Zeichen für besondere nationale Gesinnung oder Zwecke missbrauchen.


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Rot-Gold
          https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Deutschlands

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Der ist arm, den Sorgen grau gemacht (machen).

Der ist arm gewisslich, der spricht: hätt' ich.


Der ist beredt, den man gern hört.


Der ist bös, der ihm selbst nur gut ist.

Der ist der Mann, der sich selbst regieren kann.

Der ist doppelt arm, der reich gewesen ist.

Der ist ein Gestreichter, so mit dem Engel gestritten hat.

Der ist ein kluger Mann, der sich in Menschen schicken kann.

Der ist ein Narr, der sich nimmt an, was er nicht vollbringen kann.

Der ist ein verständig Mann, der nicht alles will, was er kann.

Der ist ein weiser Mann, der Schickelmann zur Hand gehen kann.
(Die Erklärung zu Schickelmann steht in der Sprichwörtersammlung von Christophorum Lehman aus dem Jahr 1630 auf Seite 920 unter Nr. 23: „Also haben die Alten die Zeit genennt und haben gesagt: Schickelmann wohnet an der Straßen. Das ist soviel gesagt: Jedermann lebt in der Zeit und muss drin wandeln, und die Zeit lehrt jeden, was er tun und lassen soll; sie leiht, regiert, straft, bessert, bösert und macht mit den Menschen, was sie will.“)

Der ist ein weiser Mann, der sich selber raten kann.

Der ist fromm, der ungezählt Geld wiedergibt.

Der ist (gar) ein weiser Mann, der von Holdern Abbrech machen kann.
(Mit Holdern ist der Holunder oder Fliederbeerbusch (Sambucus) und mit Abbrech ist abbrechen gemeint. Übertragen bedeutet es, das man Holunder = etwas Holdes (was einem günstig, gnädig, treu, gewogen ist oder gern hat), abbrechen kann, der sich vom Liebsten zu trennen imstande ist. Ein weiser Mann wird seine eigenen Interessen abbrechen und hintenan stellen, wenn es besser für die Allgemeinheit oder dem anderen ist.)

Der ist glücklich genug, der keine Zeit hat, unglücklich zu sein.

Der ist lange tot, der vorm Jahre starb.

Der ist nicht arm, der nichts hat, sondern der, welcher viel verlangt.

Der ist nicht arm, der nie gehabt, sondern der besessen und verloren hat.


Der ist nicht arm, der wenig hat, arm ist allein der Nimmersatt.


Der ist nicht der Tapferste, der sich nie gefürchtet, sondern der, der die Furcht überwand.


Der ist nicht frei, der dem Teufel zu eigen ist.

Der ist nicht ganz frei, der noch ein Stück von seinen Banden nach sich schleppt.

Der ist recht arm, welcher von Gott verlassen ist.

Der ist recht edel in der Welt, der Tugend liebt und nicht das Geld.

Der ist reich, des Reichtum niemand weiß.

Der ist und bleibt arm, der nicht praktizieren, lügen und trügen kann.

Der ist wohl ein echter Geck, der streiten will mit einem Dreck.

Der Jugend Fleiß, des Alters Ehre.
Der Jugend Lehre, des Alters (der Alten) Ehre.
(Je gewissenhafter man in der Jugend lernt, umso mehr hat man im Alter davon.)

Der Jugend ist man von Natur hold.

Der Junge kann sterben, der Alte muss sterben.

Der Jungen Tat, der Alten Rat, der Männer Mut sind allzeit gut.

Der Jünger ist nicht über seinen Meister.

Der Junge steigt, wenn der Alte fällt.

Der Kaiser hat mich lieb und wert, wo wäre, der mich nicht begehrt? spricht der Pfennig.


Der Kaiser ist aller Eltern Vormund.

Der Kalendermacher macht den Kalender, aber unser Herrgott das Wetter.

Der kann genug, der schweigen kann.

Der kann nicht reden, der nicht kann schweigen.

Der kann sanft schlafen, der keine Sorgen hat.

Der kann sich der Armut nicht erwehren, der mehr will verzehren, als sein Pflug kann ernähren.


Der Katze, die den Spieß leckt, vertrau den Braten nicht.

Der Katzen Scherz ist der Mäuse Tod.

Der Kessel schilt immer den Ofentopf.

Der Kinder Wille steckt in der Rute.

Der Kinnbacken ist des Alten Stütze.

Der Kirchen Gebet tut mehr bei der Regierung denn das Schwert der Obrigkeit.

Der Kirchhof deckt die Sünden der Ärzte zu.

Der Kitzel ist der Vettel noch nicht vergangen.

Der Kläger hat's wohl, wenn nur der Prahler etwas hätte!

Der kleine Spaziergang hat mir wohl getan, sagte der Mann, als er vom Begräbnis seiner Frau zurückkam.

Der Klügere gibt nach.

Der Gescheitere gibt nach.

Der Klügere gibt nach, sagte der Fuchs, als ihm der Jäger das Fell über die Ohren zog.

Der Kluge träumt nur, wenn er schläft, der Dumme auch, wenn er wacht.

Der Knecht ist nicht besser den sein Herr.

Der Knecht muss keinen Vorteil haben für den Herrn.

Der Knecht soll dem Herrn, die Magd der Frau dienen und die Philosophie der Theologie.

Der Knüppel liegt beim Hunde.

Der Koch muss seines Herren Zunge haben.

Der Koch wird vom Geruch satt.

Der kommt allzeit zu spatt, der auszugehen nimmer die weile hat.

Der kommt nimmer in den Wald, der jeden Strauch fürchtet.

Der kommt noch nach Haus und bringt seine Knochen im Sacktuch mit.

Der Könige Zorn ist ein Vorbote des Todes.

Der König kann nicht allweg regieren, wie er will.

Der Kopf ist stärker als die Hände.
Der Kopf ist stärker denn die Hand.

Der Kopf muss oben, die Füße unten sein.

Der Krämer wird länger leben wie seine Elle.

Der Kranich hat den Fuchs zu Gast.
(Zwei Betrüger sprechen sich ab und sind nur auf den eigenen Vorteil aus.)

Der Kranke hofft, dieweil ihm der Odem ausgeht.

Der Kranke spart nichts als die Schuhe.

Der Kranke und Gesunde haben ungleiche Stunde.

Der Kränkste muss das Licht tragen.

Der Krebs ist kein guter Botenläufer.

Der Krieg geht allein über armer Leute Beutel.

Der Krieg hat keinen Rat.

Der Krieg hilft manchem auf die Beine, das aus einem Reiter ein Fußgänger wird.

Der Krieg ist der Vater aller Dinge.
(Ein Sprichwort aus der Zeit, als Krieg noch für Politik mit anderen Mitteln gehalten wurde. Das einzig sichere ist, das im Krieg nur Tod und Verderben über das Land kommt und einer versucht, beim anderen so viel wie möglich zu zerstören. Alles, was während eines Krieges oder vorher für einen Krieg entwickelt wird, dient nur dem einen Zweck, zu zerstören. Neues und Nützliches wird erst später in Friedenszeiten hervorgebracht, auch um die Schäden von Kriegen zu beseitigen.)

Der Krieg seucht wohl, stirbt aber nicht, sprechen die Kriegsleut.
(seucht = er ist verseucht, hat die Seuche und verbreitet eine Seuche, stirbt aber nicht, da er selbst die Seuche ist.)

Der Krieg verderbt Land und Leut; wer lebt, dem bleibt die beste Beut.

Der Krieg viel Unheil bringen tut, drum ist allein der Friede gut.

Der Krieg, wie er sich auch wende, so nimmt er doch mit Schad ein Ende.

Der Krieg wird Freunden und Feinden schwer.

Der Krieg zum Anfang fordert Geld und den zum Fortgang aber Geld und zum Auswarten eitel Geld.
(Auswarten = überstehen, aushalten und durchhalten. Das bedeutet, ein Krieg kostet immer sehr viel Geld, abgesehen von den Menschenleben. Jeder hofft zu überleben und ein Gewinner zu sein, den die Verlierer bezahlen müssen. Am Ende verlieren alle und müssen bezahlen, die einen mit dem Leben, alle mit Geld. Eine jahrhundertalte Erkenntnis (obiges Sprichwort aus: „Der Teutschen Weissheit“ vom evangelischer Theologen und Sprichwörtersammler Friedrich Petri (Peters) (1549-1617) aus dem Jahr 1605), die zu den heute Verantwortlichen noch nicht durchgedrungen ist.)

Der Krug geht so lange zum Brunnen (zu Wasser), bis er bricht (den Boden verliert).
Der Krug so lang ging zum Bach, bis er endlich einmal brach.
Der Krug so lang zum Wasser geht, bis er zu gebrochen dasteht.
(In vielen Ländern zerbrechen die Krüge einmal, der Kürbis geht wie in Ungarn unter oder man büßt wie in Italien die Pfoten ein. Eine Sache dauert nicht ewig, irgendwann geht alles zu Ende oder zu Bruch)

Der Krüppel kann nicht hinken.

Der Kuckuck behält seinen Gesang,
die Glock ihren Klang,
der Krebs seinen Gang,
Narr bleibt Narr sein Leben lang.

Der Kuckuck legt seine Eier in fremde Nester.

Der Kuckuck ruft seinen eignen Namen.

Der kühle Wein macht ein gut Latein.

Der Kunst ist niemand gram, als der sie nicht kann.

Der Küster ist des Pfarrers (Selfkant) Ohrenbläser.
(Ein Ohrenbläser ist jemand, der etwas einflüstert oder andere heimlich verleumdet, ein Zuträger von Dingen, die besonders dem hörenden schmeicheln und für andere meist negativ sind oder verleumden, einer, der üble Nachrede betreibt.)

Der lange Spieß gilt nicht.

Der längste Tag hat auch seinen Abend.

Der Laster Verachtung ist der Tugend Lob.

Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand.

Der leere Wagen muss dem vollen ausweichen.

Der Leib ist das Hauptgut.

Der Leider behält das Land.

Der letzte Becher straft den Zecher.

Der Letzte hat den Sack gestohlen.

Der Letzte macht die Tür zu.

Der Liebe Lust währt so lang als ein Löffel von Brot.

Der Liebe Mund küsst auch den Hund.

Der liebe Niemand ist an allem schuld.

Der Liebe und dem Feuer muss man beizeiten wehren.

Der Liebe Wunden kann nur heilen, der (wer) sie schlug.


Der listige Fuchs wird doch endlich unterm Arm zur Kirche getragen.

Der Lügner fängt sich selbst in seiner Lüge.

Der Lügner trägt des Teufels Livree.

Der Lügner und der Dieb wohnen unter einem Dache.

Der Lump gilt nichts, wo die Leute teuer sind.

Der Mächtige steckt den andern in den Sack.

Der Magd Sonntag ist der Kühe stiller Freitag.

Der Magen ist ein offener Schaden.

Der Mahner soll nicht gleich den Beutel mitnehmen.

Der Maler kennt die Farben am besten.

Der Männer Ehr ist auch der Frauen Ehre, der Frauen Schand ist auch der Männer Schande.

Der Mann (gehört) in den Rat, die Frau ins Bad.

Der Mann herrscht über seine Frau, der Pfarrer über seine Gemeinde, der Kaiser über das Reich.

Der Mann im Monde hat das Holz gestohlen.

Der Mann ist das Haupt, die Frau sein Hut.

Der Mann ist das Haupt und die Frau sein Leib.

Der Mann ist der Frauen Meister.

Der Mann ist des Weibes Vogt und Meister.

Der Mann ist des Weibes Vormund zu Hand, da sie ihm angetraut wird.

Der Mann ist ehrenwert, der alle Dinge zum Besten kehrt.

Der Mann ist ein Haupt des Weibes.

Der Mann ist nicht besser als sein Wort.

Der Mann ist weis und wohlgelehrt, der alle Ding zum Besten kehrt.

Der Mann kann nicht so viel zum Tor hereinbringen als die Frau zum Hinterpförtchen heraustragen.

Der Mann macht Nägel mit Köpfen.

Der Mann muss Haar lassen, er mag eine Alte oder Junge heiraten.

Der Mann muss seine Frau fassen und führen.

Der Mann muss seine Frau tun bis auf den Kirchhof.

Der Mann soll seiner Frau das kurze Messer geben, das längere soll er selbst behalten.
(Ähnliches Sprichwort auch in Dänemark: Reiche deiner Frau das kurze Messer und behalte das lange für dich selbst.)

Der Mann taub und die Frau stumm, gibt die besten Ehen.


Der Mann, welcher mit Weibern streiten will, muss eine geläufige Zunge haben.

(Sprichwort in Finnland: Dem Mann, der mit Weibern zankt, darf (muss) die Zunge nicht mit Grütze verbrannt sein.)


Der Mann wird reich, dem die Frauen übel geraten und die Immen wohl.

Der Mann zerbricht die Häfen*14, die Frau die Schüsseln.

Der Mantel ist des, den er deckt; die Welt des, der ihrer genießt.

Der Markt lehrt dich's, nicht der Tempel.

Der Maulesel nur treibt viel Palaver, dass seine Voreltern Pferde waren.

Der Mausdreck will allzeit unter den Pfeffer.
Der Meiner und der Lügner sind zwei Brüder.

Der Meister einer Kunst nährt Weib und sieben Kinder; ein Meister aller sieben Künste nährt sich selber nicht.

Der meiste Streit ist um Ja und Nein, Mein und Dein.

Der Mensch denkt, (aber, und) Gott lenkt.


Der Mensch ist eher geboren als der Amtmann.


Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen.

Der Mensch ist zur Arbeit wie der Vogel zum Fliegen gemacht.

Der Mensch kann alles, was er will.

Der Mensch kann arzneien, Gott gibt das Gedeihen.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
(Ein Sprichwort, das auf die Bibel im Evangelium nach Matthäus 4, 4 zurückgeht.)

Der Mensch liebt nur einmal.

Der Mensch steht im Mittelpunkt, und deshalb steht er allen im Weg.

Der Mensch verschläft viel Ungemach.

Der Milde gibt sich reich, der Geizhals nimmt sich arm.

Der Milde hat allein, was er gegeben hat.

Der mit einem Trunkenen hadert*13, der zankt mit einem Abwesenden.

Der Mönch antwortet, wie der Abt singt.

Der Mönch legt die Kutte wohl ab, aber nicht den Sinn.

Der Morgen grau, der Abend rot, ist ein guter Wetterbot.

Der Morgen ist klüger als der Abend.

Der Morgen sorgt, der Abend verzehrt.

Der Mühe gibt Gott Schaf und Kühe.

Der Müller ist fromm, so Haare auf den Zähnen (oder in der Hand) hat.

Der Müller mit der Metzen, der Weber mit der Krätzen, der Schneider mit der Scher, wo kommt ihr Diebe her?

Der Mund grüßt dich, das Herz flucht dir.

Der Mund ist des Bauches Henker und Arzt.

Der Mund lügt alles und nicht das Herz.

Der muss beizeiten aufstehen, der die Mutter mit dem Jungen fangen will.

Der muss eine glückliche Hand haben, der das Glück fassen (ergreifen) will.

Der muss eines Narren sehr nötig haben, der sich selber dazu macht.

Der muss nicht pfeifen wollen, der den Mund nicht spitzen kann.

Der muss viel können, der Gott will blenden.

Der muss wohl gerne Schaffleisch fressen, der auch die Wolle aufs Brot streut.

Der nach einem Stein greift, kann wohl davor ein Dreck ergreifen.

Der Nächste am Blut, der Erste zum Gut.

Der Nächste beim Feuer wärmt sich.

Der nächste zur Sippe, der nächste zum Erbe.

Der Nachteule gefällt auch ihr Junges.

Der Nackte ist übel berauben.

Der Name Gottes muss sich zu allen Anfängen brauchen lassen.

Der Name tut nichts zur Sache.

Der Narben lacht, wer Wunden nie gefühlt.

Der Narren Glück ihr Unglück.

Der Narr hat Vorteile in allen Landen.

Der Natur ist wenig, dem Geiz nichts genug.

Der Nehmer muss dem Geber nachgeben.

Sprichwörter, die nicht unter „Der Neid“ stehen, könnten auch unter „Neid“ stehen.

Der Neider Sinn ist frommer Gewinn.

Der Neid frisst seinen eigenen Herrn.
Den Neidhard frisst sein eigner Neid.

Der Neid gönnt dem Teufel nicht die Hitze in der Hölle.

Der Neidhart ist gestorben, hat aber viel Kinder hinterlassen.

Der Neidhart mag die Wahrheit anfechten, aber nimmermehr obsiegen.

Der Neid hat eine hohe Stange, damit er kann durch die ganze Welt reichen.

Der Neid hat noch keinen reich gemacht.

Der Neid hätte gern nur ein Aug, dass der nächst gar blind wäre.
Der Neid ist die schlimmste Krankheit und er mag nichts essen, außer sein Herz.
Der Neidische ist sein eigner Henker.

Der Neid isst nichts Böses.

Der Neid ist der Gefährte des Ruhms.

Der Neid ist die schlimmste Krankheit.

Der Neid mag nichts essen, außer sein Herz.

Der Neid ist gegen ihn selbst ein rechter Richter,
gegen andern ein Tyrann.


Der Neid ist ihm selbst allein günstig, sonst niemand.

Der Neid ist sein Schindmesser.

Der Neid kocht sein eigen Glieder.

Der Neid lacht nicht ehe, bis ein Schiff mit Leuten untergehe.

Der Neid leid oft willig einen Schaden, damit der nächste auch werd' beladen.

Der Neid schaut ihm zu den Augen heraus.
Der Neid sieht ihm aus den Augen.
Es schaut ihm der Neid zu den Augen heraus.

Der Neid wächst aus Glück und Heil.

Der Neid will andern die Brücke ablaufen.

Der Neid wohl keinen schaden tut, doch bringt er einem einen schweren Mut.

Der Neugierigen Gilde führt Böses im Schilde.

Der Neuling folgt jähen Räten.

Der Neutrale wird von oben begossen, von unten gesengt.

Der nichts kann als fromm sein, muss betteln.

Der obere Stock steht öfter leer als der untere.

Der Ochs geht langsam, zieht aber wohl.
(Ochsen sind langsamer als Pferde, dafür aber Kräftiger und ausdauernder. Das bedeutet, es kommt nicht auf Geschwindigkeit, sonder auf Dauer und Qualität an.)

Der Ochs kann auch auf vier Füßen laufen wie der Hirsch, aber nicht so schnell.

Der Ochs will den Hasen erlaufen.

Der Ölberg ist schrecklicher als das Kreuz.

Der Papst frisst Bauern, säuft Edelleute und sch– Mönche.

Der Passbrief zum Spital sind Karten und Huren.

Der Pastor ist kein Has und die Kirche kein Feldhuhn.

Der Pastor predigt nicht zweimal.

Der Pastor singt keine zwei Messen für ein Geld.

Der Person Freund, der Sache Feind.

Der Pfaffe predigt nur einmal des Tags.

Der Pfaff lebt ein Jahr nach seinem Tode.

Der Pfaff`liebt seine Herde, doch die Schafe mehr als die Widder.

Der Pfarrer hat keine gute Predigt, der einen langen Text hat.

Der Pfennig gilt nirgend mehr, als wo er geschlagen ist.

Der Pflug am Morgen macht die besten Furchen.

Der Pöbel macht die Herren weise.

Der Pole ist ein Dieb, der Preuß ein Verräter, der Böhme ein Ketzer und der Schwab ein Schwätzer.

Der Pole würde eher am Sonntag ein Pferd stehlen als am Freitag Milch oder Butter essen.
(Verschieden Sprichwörter mit negativen Vorurteilen über Polen, gegen Juden und andere Völker wurden erst durch die Sprichwörterbücher von Wilhelm Körte (1837), Eiselein (1840), Braun (1840), Karl Simrock (1846) und andere verbreitet und bekannt gemacht und von Wander mit weiteren ins Sprichwörterlexikon übernommen. Selbst im ausgehenden 20. Jahrhundert erfreuten sie sich noch großer Beliebtheit und nähren unterschwellig Vorurteile gegen Polen und Fremdes allgemein. Ebenso sind Begriffe wie „Polnische Wirtschaft“ weithin bekannt und beliebt und bestätigen damit die eigenen Vorurteile zum Schaden aller, auch dem eigenen.
Ausführlich nachzulesen in: "Polnische Wirtschaft": zum deutschen Polendiskurs der Neuzeit von Hubert Orłowski,
Band 21 von Studien der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund,
Otto Harrassowitz Verlag, 1996, ISBN 9783447038775)

Der Priester Zänkerei, des Teufels Jubilei.

Der Prophet gilt nichts im eigenen Land.
Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterlande.
Der Prophet gilt nirgend weniger als in seinem Vaterlande.
Es ist kein Prophet angenehm in seinem Vaterlande.
Kein Prophet ist geachtet in seinem Vaterland.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Das Evangelium nach Matthäus, 13, 57. Jesus sagte es, nachdem die Menschen seine Weisheit und Taten anzweifelten.)

Der Rabe hat der Krähe nichts vorzuwerfen.

Der Raben Bad und der Huren Beichte sind unnütz.

Der Rache sind die Hände ans Herz gebunden.

Der Rahm ist schon von der Milch geschöpft.

Der Rank überwindet den Klang.

Der Rat soll unter den Händen wachsen.

Der Räuber schimpft den Mordbrenner.

Der Rauch in meinem Hause ist mir lieber als des Nachbarn Feuer.

Der Raupen wegen muss man den Baum nicht umhacken.

Der Reichen Schatzung ist: die Armen müssen die Haut hergeben.

Der Reiche redet eitel Zentnerworte.

Der Reiter duldet Kalt und Nass, der Schreiber lobt sein Tintenfass.

Der Reiter mit der Glenen, der Schreiber mit der Feder.

Der Reiter, so nur ein Pferd hat, soll nicht Hafer nehmen für zwei.

Der Rhein trägt nicht leere Leute.

Der Rhein wäscht einen nicht ab.

Der Rhein will alle Jahr sein Opfer haben.

Der Richter soll der Frauen Vormund sein.

Der Rote gäb' einen übeln Kaminfeger, er jagte den roten Hahn zum Dach heraus.

Der Rute entweichen und unter die Prügel schleichen.
(Aus dem Regen in die Traufe. Ein schlimmer Zustand wird noch weiter verschlimmert, der Unglückliche wird noch unglücklicher oder wenn man erst kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu.)


Der Sack hängt am Bändel.

Der Sack trägt den Esel zur Mühle.

Der Saft der Reben, der kann geben ein Freudenleben.

Der Satan ist ein Meister im Plaudern, wenn er nicht wohl antworten kann.

(Ein Lügner sucht mit vielen Worten seiner Unwahrheit Glauben zu verschaffen, während die Wahrheit weniger einfache Worte bedarf.)

Der Satte glaubt dem Hungrigen nicht.

Der Satte mag nicht wissen, wie dem Hungrigen zumute ist.

Der Satte und der Hungrige singen ungleich miteinander.

Der Sau gehören nicht Muskaten.

Der Sau ist im Dreck am wohlsten.

Der Schäfer ist verdächtig, der beim Wolfe Gevatter steht.

Der schaffenden Hand fehlt's nicht an Brot.

Der Schatz hebt sich alle Jahre um einen Hahnenschritt.

Der Schein betrügt, der Spiegel lügt.
Der Spiegel lügt, der Schein trügt.

Der Schein betrügt, die Wahrheit siegt.

Der Schein trügt.


Der Schelm hat's Schelten auf der Straße verloren.

Der Schenker ist gestorben, der Henker lebt noch.

Der Schenk ist tot, der Wirt lebt noch.

Der Schlaf nährt.

Der schläft wohl, der nicht weiß, wie übel er liegt.

Der schlaue Mann wird oft des starken Meister.


Der schlecht beritten ist, soll zuerst satteln.

Der Schleicher kommt mit dem Eiler.

Der Schleicher überwindet den Beißer.
(Der Schleicher handelt mit List und mit Vorbedacht und kann dadurch den offen Handelnden überlegen sein.)

Der Schmetterling vergisst oft, dass er einmal eine Raupe war.

aus Schwaben

Der Schneck ist sieben Jahr den Baum aufkrochen und doch wieder aba keit.
(Das bedeutet, Eilen tut nicht gut. Damit ist nicht die absolute Geschwindigkeit gemeint, sondern die relative. Was für den einen schon schnell ist. Für eine Schnecke sind alle anderen zu schnell. Wenn die sich beeilt, fällt sie den Baum wieder herab. Genauso sind die Menschen nicht für die schnelle Kommunikation mit Smartphone und Internet gemacht. Viele sind abhängig und versagen, wenn sie allen Neuigkeiten und Nachrichten hinterherjagen wollen, das normale Leben ist nicht mehr möglich. Einfach abschalten, die Zeit vergeht trotzdem genauso schnell wie früher, nur man fällt nicht wie die Schnecke wieder herunter.)

Der Schnee lässt sich nicht im Ofen trocknen.

Der Schneider mit der Scher meint, er sei ein Herr.

Der Schneider trägt zerrissene Kleider.

Der Schöff weiset zurecht.

Der Schönheit ist nicht zu trauen.

Der schönste Aff ist ein Unflat.

Der schöpft Wasser mit einem Sieb, wer lernen will ohne Buch.
Wer lernen will ohne Buch, schöpft Wasser mit 'nem Sieb in den Krug.
(Ursprung von diesem Sprichwort ist das lateinische Sprichwort: „Haurit aquam cribro, qui discere vult sine libro.“, dass oft zitiert und in vielen Büchern immer wieder verschieden bis zur Unkenntlichkeit übersetzt wurde. In Wanders Sprichwörter Lexikon befinden sich drei als verschiedene Sprichwörter und das Untere als Viertes aus Wilhelm Körtes Sammlung, in der das lateinische Sprichwort fehlt. Es bedeutet, wenn man ohne Bücher lernt, wird man das Meiste wieder vergessen, wie das Wasser durch das Sieb läuft. Den Wahrheitsgehalt sieht man heute deutlich, wo alle mit Computer, Internet und der Cloud lernen wollen. Das Wissen und alle Fähigkeiten werden in die Cloud ausgelagert und verschwindet mit der Zeit unauffindbar in nebligen Wolken. Nach neueren Untersuchungen 2018 sinkt sogar der Intelligenzquotient. → www.focus.de)

Der Schornstein schimpft das Ofenloch.

Der Schoß macht groß.

Der Schrecken ist oft größer als die Gefahr.

Der Schreiber setzt seine Seele ins Dintenfass.

Der schreit zu langsam, den der Wolf erwürgt.

Der Schuldige fürchtet sich vor einem rauschenden Blatt.

Der Schuldige hat bisweilen das Glück, selten die Zuversicht, verborgen zu bleiben.

Der Schuldige schielt.

Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.

Der Schwabe muss allzeit das Leberlein gegessen haben.

Der Schwache hat auch seinen Stachel.

Der schwächste Gänger soll vorangehen.

Der Schwächste muss das Kreuz tragen.

Der Schwäger Rat nie guttat.

Der Schwan ist desto weißer, wenn er bei den Raben steht.

Der Schwanz zeugt vom Fuchs.

Der Schwätzer hält sich nicht für faul, weil er fleißig mit dem Maul.

Der Segen des Herrn macht reich.

Der seinen Meister nicht hören will, muss den Büttel*6 hören.

Der sich ehrt, der sich wehrt.

Der sicherste Arzt ist Vetter Knochenmann.

Der Sieger kann gut Frieden schließen.

Der Sieg ist bei den Überwundnen.

Der Sieg ist zu grob, der mit Blut liegt ob.

Der Socher überlebt den Pocher.
(Pocher = Aufschneider, Prahler, Großsprecher, alle meist feige; Socher = ist einer, der siecht oder kränkelt.)

Der Sohn antwortet für den Vater nicht.
(Das Sprichwort bedeutet, es gibt keine Sippenhaftung. Der Sohn kann nach dem Tod des Vaters für dessen Taten nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Eine Untersuchung zum Rechtsgrundsatz des Sprichworts vom ersten Nachweis im „Sachsenspiegel“ um 1230 bis heute in den aktuellen Gesetzen Deutschlands: https://forhistiur.de/2000-10-maihold/)

Der Soldat trägt den Markstein im Sack mit sich.

Der Sommer gibt Korn,
der Herbst leert sein Horn,  oder:  der Herbst gibt Wein,
der Winter verzehrt,
was die beiden beschert.

Der Sommer ist ein Nährer, der Winter ein Verzehrer.

Der Sonnenaufgang ist der Nacht Untergang.

Der Sorghaber ist auch die Stiegen hinabgefallen.

Der Sparer will einen Zehrer haben.

Der Speck ist allzeit feister in andrer Leute Pfannen.

Der Speck lässt von der Schwarte nicht.

Der Siegel ist bei den Weibern der beste Ratgeber, der allezeit die Wahrheit redet und doch allezeit geliebt wird.

Der Spiegel, so uns eine gesunde Gestalt zeigt, ist allen Edelsteinen auf der Welt weit vorzuziehen.

Der Spieler ist ärger als ein Dieb.

Der Spielmann gehört an die Hochzeit.

Der Spierling macht, dass der Salm abschlägt.
(Spierling ist die Bezeichnung für verschiedene kleine Fische. Es kann allgemein ein Kleinfisch gemeint sein oder je nach Ort auch Stint, Elritze, Sandaal oder andere. Laut Wander im Sprichwörter Lexikon werden Spierlinge (Cyprinus aphya L.), gehört zur Familie der Weißfische und Spieringe (Salmo eperlanus L.), Stinte und gehört zu den Salmen oder Forellen oft verwechselt. Quelle: Deutsches Sprichwörter Lexikon Band 4, Spalte 712, Spiering Nr. 1. Das Sprichwort bedeutet, wenn viele, auch kleinere oder minderwertigere Dinge, auf den Markt kommen, werden auch bessere oder hochwertigere ähnliche Teile billiger.)

Der Sporn lehrt das Ross traben.

Der Starke hat viele Feinde.

Der Starke schiebt den Schwachen in den Sack.

Der Stärkste hat recht.

Der Stärkste zieht dem Schwächern den Harnisch aus.

Der Stein, der viel gerührt wird, bemoost nicht.


Der Stein, geworfen in Sumpf, macht keine Ringe.

Der Stein ist der Deutschen, das Zipperlein der Engländer Krankheit.

Der Stein ist fromm, aber man stößt sich übel daran.

Der Stiel zur Haue findet sich bald, wenn man einem übelwill.

Der Stolz frühstückt mit dem Überflusse, speist zu Mittag mit der Armut und isst zu Abend mit der Schande.

Der Stolz meint, sein Ei habe allzeit zwei Dotter.

Der Stolz meint, seine Würfel würfen allzeit achtzehn.

Der Strang ist mit fünf Gulden*12 bezahlt.
Mit fünf Dukaten ist der Strang bezahlt.
(Das bedeutet, nach den alten Gesetzbüchern, hier das erste deutsche Strafgesetzbuch von 1532, die Constitutio Criminalis Carolina, auf Deutsch die „Peinliche Halsgerichtsordnung“ von Kaiser Karl V.. Die Peinliche Halsgerichtsordnung wurde auf dem Augsburger Reichstag 1530 beschlossen und 1532 in Regensburg ratifiziert. Die Schwere der Tat und die vorgeschriebene Strafe richteten sich unter anderem nach der Höhe des angerichteten Schadens. Ab 5 Dukaten/Gulden war die Strafe die Todesstrafe durch Hängen. Je nach Ort oder Wert von Dukaten, Gulden oder anderen Währungen fiel die Strafe unter Umständen anders aus. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Constitutio_Criminalis_Carolina)

Der Strenge hat mich oft gereut, der Milde nie.

Der strengste Arzt ist der beste.

Der Stuhl gehört unter die Bank; geht's nicht, so sägt man ihm die Beine ab.

Der Stumme muss wohl ziehen, was der Unvernünftige auflegt.

Der sündigt zwiefach, der sich des Frevels rühmt.

Der Tag hat Augen, die Nacht hat Ohren.

Der Tag ist ihm eher im Haus denn Brot.

Der Tag verrät's alles.

Der Tapfere versteht das Prahlen nicht.

Der Taufstein scheidet.
(Nach katholischem Kirchenrecht bewirkt die Taufe eine geistliche Verwandtschaft zwischen Täufling und Taufpaten. Diese Annahme geht schon auf den römischen Kaiser Justinian zurück, der die Heirat mit derjenigen untersagte, welche man aus der Taufe gehoben hatte. Das ältere kanonische Recht das Eheverbot wegen geistlicher Verwandtschaft weiter ausgedehnt. Diese Verwandtschaft verbietet Ehen zwischen dem Taufenden und den Paten einerseits und dem Täufling und dessen Eltern andererseits.)

Der Teufel bleicht seine Großmutter.

Der Teufel feiert nicht.

Der Teufel gießt gern, wo's schon nass ist.

Der Teufel greift die Leute am Bauch an, wo sie am weichsten sind.

Der Teufel hält den Schwanz darüber.
Der Teufel hat die Hand darauf.
(Wenn man etwas lange vergebens sucht und nicht finden kann, dann nur deswegen, weil der Teufel seine Hand darauf hat oder seinen Schwanz darüber hält.)

Der Teufel hat Erbsen auf ihm gedroschen.
(Das wird von einem Pockennarbigen gesagt.)

Der Teufel hat gewonnen Spiel.

Der Teufel hat ihr ein Paar rote Schuh über den Bach geboten.

Der Teufel hat mehr denn zwölf Apostel.

Der Teufel hat sein Hütlein drüber.

Der Teufel hat sein Spiel.

Der Teufel hinterlässt immer einen Gestank.
Der Teufel lässt allzeit einen bösen Gestank hinter sich.

Der Teufel hofiert immer auf den größten Haufen.

Der Teufel holt keine finnige Sau.

Der Teufel holt keinen Zahltag.

Der Teufel ist alt.

Der Teufel ist arm, hat weder Leib noch Seele.

Der Teufel ist artig, wenn man ihm schmeichelt.

Der Teufel ist ein Schelm.

Der Teufel ist gut laden, aber schwer los werden.

Der Teufel ist nicht so schwarz, als man ihn malt.

Der Teufel ist schwärzer, als man ihn malt.

Der Teufel ist unsres Herrgotts Affe.

Der Teufel macht anfangs stark und hinterdrein verzagt.

Der Teufel mag Herrgott sein, rief der Bauer, der Christum spielte, und warf das Kreuz hinweg.

Der Teufel mag's wohl leiden, dass Christus über die Zunge geht, wenn er darunterliegt.

Der Teufel nimmt keine finnige Sau, denn was nichts wert ist, wird ihm ohne das wohl.
(finnig = aus dem mittelhochdeutsch vinnec (vom Schweinefleisch), von Wurmlarven befallen, mit Finnenknötchen, pickelig, Pustel, Ausschlag)

Der Teufel pfeift süß, eh man aufsitzt.

Der Teufel pfeift süß, soll man ihm auf den Kloben sitzen.

Der Teufel scheißt immer auf den dicksten (größten) Haufen.

Der Teufel schlägt seine Mutter, dass sie Öl gibt.

Der Teufel schuf das Würfelspiel.

Der Teufel steckt im Detail.

Der Teufel stelle sich, wie er will, immer ragen ihm die Füße hervor.

Der Teufel traue dem Teufel und seinem Anhang.

Der Teufel verführt alle Menschen, der Müßiggänger aber verführt den Teufel.

Der Teufel war schön – in seiner Jugend.

Der Teufel will alles werden, nur kein Lehrjung.

Der Teufel will kein Lehrbub und kein Küchenjung im Kloster sein.

Der Teufel wirft gern ein Gleiches.

Der Tod allein kann die Hoffnung töten.

Der Tod erbt den Lebendigen.

Der Tod hat keinen Kalender.

Der Tod hat noch keinen vergessen.


Der Tod hebt alles auf.

Der Tod ist das Ende aller Not.

Der Tod ist des Lebens Botenbrot.

Der Tod ist ein gleicher Richter.

Der Tod ist ein stiller Mann, aber er bezwingt jeden.

Der Tod ist unvermeidliche Not.

Der Tod kommt als ein Dieb und scheidet Leid und Lieb.

Der Tod kommt ungeladen.

Der Tod lässt sich nicht weg schelten oder fluchen.

Der Tod macht alles gleich, er frisst Arm und Reich.

Der Tod macht mit allem Feierabend.

Der Tod scheidet allen Krieg.

Der Tod und die Herrschaft brechen Kauf und Miete.

Der Tod und die Kirche geben nichts zurück.

Der Tod will eine Ursache (einen Anfang) haben.

Der Tod zahlt alle Schulden.

Der tolle Zorn tut mehr Schaden als drei Dreschflegel.

Der Ton macht die Musik.

Der Topf lacht über den Kessel.

Der Topf verweist es dem Kessel, dass er schwarz ist.

Der Tor bessert sein Leben wie der Krebs seinen Gang.
(Der Krebs wird immer so laufen, also wird ein richtiger Tor sein Leben lang der gleiche Narr bleiben.)

Der Tote erbt den Lebendigen.

Der treue Eckhart warnet jedermann.
(Der treue Eckhart ist jemand, der andere vor drohenden Gefahren warnt und ihnen damit die Möglichkeit gibt, sich in Sicherheit zu bringen oder drohendes Ungemach abzuwenden. Der Sage nach soll er vor dem wilden Jäger oder Frau Holle herziehen, wenn diese nachts ihre unheilvollen Züge durch das Land unternehmen, um alle auf dem Weg zu warnen, sich umgehend in Sicherheit zu bringen und vor dem drohenden Unheil zu fliehen.)

Der Trost kommt oft aus Winkeln, wo man ihn mit dem Haarbesen nicht sucht.

Der Trunkene weiß nicht, was er tut.


Der Trunk ist Geldes wert.

Der Tugend Lob stirbt nimmermehr.

Der tut dem Alten nicht Unrecht, der ihm eine Abendmahlzeit stiehlt.
Man tut keinem Alten Unrecht, wenn man ihm das Abendbrot stiehlt.

Der Tyrann muss einen Pfaffen haben und der Pfaff einen Tyrannen.

Der Übeltäter Tod ist des Frommen Gnade.

Der Ungeschickte gehört hinten dran.

Der Ungeschickte hat bald Feierabend.

Der Unmäßigen Gott ist der Bauch.

Der Unschuldige muss das Gelag bezahlen.

Der Unschuldige muss oft mit dem Schuldigen herhalten.

Der Unschuldige muss viel leiden.

Der Untergang hat keinen Grund.

Der Untreue ist gegen alle Menschen misstrauisch.

Der Unzufriedene hat oft zu viel, aber nie genug.

Der Vater Alte ein Sparer, der Sohn ein Geuder.

Der Vater ist des Sohnes Richter.

Der Vater muss dem Kinde den Namen geben.

Der Vater sieht nicht wohl, die Mutter drückt ein Auge zu.

Der Verdächtige und Schuldige sind beide gleich.

Der Verleumder hat den Teufel auf der Zunge, der Zuhörer in den Ohren.
Der Verleumder hat den Teufel auf der Zunge, und wer ihm zuhört, den Teufel in den Ohren.

Der Verleumder schadet sich, dem Beleidigten und dem Zuhörer.

Der Verliebten Weh heilt weder Arzt noch Tee.


Der Verräter schläft nicht.

Der viele Dörfer hat, ist edel.

Der viel feilscht, hat wenig Geld.

Der Vogel, der nicht fliegt, weiß nicht, wo reife Früchte sind.

Der Vollbauch lobt das Fasten.

Der Volle redet schwer.

Der Vormund nimmt oft so viel, dass dem Nachmund nichts übrig bleibt.
Vormund nimmt so viel, dass Nachmund darben muss.
Vormund nimmt so viel, dass Nachmnnd nichts mehr überkommt.
(Früher war die gängige Meinung, ein Vormund ist nur auf die Bereicherung zulasten vom unter ihrer Verwaltung stehenden Hab und Gut der Pflegekinder aus. Ähnliche andere Sprichwörter aus der gleichen Zeit meinen ebenfalls, Vormünder sind treulos und falsch. Siehe dazu bei Pflegerlieb oder Pflegertreu.)

Der Wagen muss gehen, wie ihn die Pferde führen.

Der Wahn allein ist reich und arm.

Der wahre Bettler ist der wahre König.

Der Wald hat keinen Baum.

Der war nie ein wahrer Freund, der wegen eines Katzendrecks aufhört, es zu sein.

Der Wechsel muss zu mir kommen, ich brauche ihm nicht nachzugehen.
(Wechsel sind Schuldscheine. Wer die genannte Summe haben will, muss mit dem Wechsel zum Schuldner kommen, vorher braucht der die Schulden nicht zu begleichen.)

Der Weg zum Himmel geht durch Kreuzdorn.

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

Der Weiber Schande ist auch der Männer Schande.

Der Weiber Schmuck ist des Teufels Zuggarn.

Der Weiber Weinen ist heimlich Lachen.

Derweil fließt noch viel Wasser den Rhein hinab.

Der Wein ersöffe im Wasser, hätt' er nicht schwimmen gelernt.

Der Wein für die Leute, das Wasser für die Gänse!

Der Wein gärt, wenn die Trauben blühn.

Der Wein ist ein Raufbold, er schlägt einem ein Bein unter.

Der Wein ist ein Wahrsager.

Der Wein ist gut, wenn er auch den Mann die Treppe hinunterwirft.

Der Wein ist kein Narr, aber macht Narren.

Der Wein kann schwimmen, darum ersäuft er nicht leicht, wenn die Wirte Wasser drein schütten.

Der Wein macht die Alten beritten.

Der Wein nimmt kein Blatt vors Maul.

Der Wein schmeckt nach dem Fasse.

Der Weise allein ist reich.

Der Weise hat seinen Mund im Herzen.

Der Weise hat Vorteil in allen Landen.

Der Weise ist daheim, wohin der Wind ihn weht.

Der weiße Teufel ist ärger als der schwarze.

Der Weise trägt sein Glück bei sich.

Der Weise tut das am Anfang, was der Narr am Ende tut.

Der Weisheit Lob und Ehr erstirbt nimmermehr.

Der weit gewandert ist und alt, mag wohl lügen mit Gewalt.

Der Wetzstein schärft die Messer und bleibt selber stumpf.

Der Wiedehopf ist des Kuckucks Küster.

Der Wille gibt dem Werk den Namen.

Der Wille gilt oft für die Tat.

Der Wille ist des Werkes Seele.

Der Wille ist und tut alles.

Der Wille tut's.

Der Wille tut's, sprach jener und küsste den Flegel.

Der Wille und nicht die Gabe machen den Geber.

Der Wind gehört der Herrschaft.

Der Wind lässt sich nicht auf Flaschen ziehn.

Der Wind weht wohl Sandberge zusammen, aber nicht dicke Bäuche.

Der Wind weht wohl Schneeberge zusammen, aber kein dickes Eis.

Der Winter ist ein unwerter Gast für alte Leute.

Der Winter ward noch nie so kalt, der Pfaff ward noch nie so alt, dass er des Feuers begehrte, dieweil das Opfer währte.

Der Wirt ist der beste, der mehr trinkt als die Gäste.

Der Wirt lässt die Weine Hochzeit machen.

Der Wirt schiert den Wirt nicht.

Der wohl kann, der wohl mag.

Der Wolf ändert das Haar und bleibt, wie er war.

Der Wolf beißt das Schaf um eine Kleinigkeit.

Der Wölfe Tod ist der Schafe Heil.

Der Wolf findet leicht eine Ursache, wenn er das Schaf fressen will.

Der Wolf frißt auch die gezählten (gezeichneten) Schafe.

Der Wolf frisst kein Ziel.
Die Wölfe fressen keinen Zahltag.

Der Wolf kann nicht schmeicheln.

Der Wolf kreist nicht, dass er Mücken fange.

Der Wolf schnappt nach dem Lamm noch, wenn ihm die Seel ausgeht.

Der Wolf wird älter, aber nicht besser.

Der Zahn beißt oft die Zunge, und doch bleiben sie gute Nachbarn.

Der Zänker fasst immer gern den fünften Zipfel am Sack.

Der Zank gleicht einem durchbrochenen Wasserdamm.

Der Zaum geht mit dem Pferde.

Der Zaun ist ein Friedensstifter zwischen Nachbarn.

Der Zehnte weiß nicht, wo den Elften der Schuh drückt.

Der Zehnte weiß nicht, wovon der Elfte lebt.

Der Zeit muss man viel befehlen.

Der Zettel ist gut, aber der Einschlag taugt nichts.

Der Zorn bringt gräuliche Gäste mit sich.

Der Zornige hat alle Sinne bei sich bis auf fünf.

Der Zorn ist ein schlechter Ratgeber.

Der Zorn kann nicht allzeit die Zunge im Zügel halten.

Der Zorn wirft blinde Jungen wie die Hündin.

Der zuerst gewann, wird zuletzt ein armer Mann.

Der Zweck heiligt das Mittel nicht.

Der Zweck heiligt die Mittel.
(Um den Zweck der Macht zu erreichen, ist manchen Politikern oder Parteien jedes Mittel Recht. Dazu gehören auch die rechtswidrigen oder gesetzlosen Mittel. Dem einen reicht ein behaupteter Putschversuch der Gegner, der Röhmputsch 1934 im 3. Reich, zur Ermordung von Kritikern oder Gegner. Bei anderen Putschversuchen neuerer Zeit werden tausende unbeteiligter Kritiker entlassen oder ins Gefängnis geworfen. In weiteren Ländern wird langsam die Verfassung geändert, bis undemokratische oder andere Maßnahmen gegen Andersdenkende quasi legal werden. Zur eigenen Machterringung oder Erhaltung ist scheinbar jedes Mittel erlaubt, wenn nicht, werden die Gesetze entsprechend geändert.)

Der Zwerg bleibt immerdar ein Zwerg und ständ` er auf dem höchsten Berg.