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Das Böse und die Bosheit
in Sprichwörtern


Das Böse ist das Gegenteil zum Guten. Das Böse gibt es, seitdem es Menschen gibt, und ist ein zentraler Gegenstand in den Religionen. Der Böse als Person ist allgemein der Teufel, der Quelle allen Bösen und aller Sünden.

Genau wie das Gute, hat auch das Böse Symbole. Dazu gehören das auf der Spitze stehende Pentagramm (Drudenfuß), Totenköpfe und umgedrehte Kreuze (Petruskreuz).

Das Böse in den Sprichwörtern steht aber oft auch für etwas Schlechtes, Übles, Schlimmes oder Schweres. Die Bosheit und das Boshafte sind nur einigen Menschen eigen, die es bei keinem anderen Tier oder Lebewesen gibt.

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Deutsche Sprichwörter über Böses und das Böse

Alle bösen Tücken bezahlen sich selbst.

Alle bösen Wetter klaren auf gegen den Abend.

Alle Bosheit ist Scherz gegen eines bösen Weibes Bosheit.

Alle Bosheit von der Zunge fährt, dass man gar manchen Meineid schwört.

Alles soll man dem Nächsten wünschen, sagt der Jude, nur keinen bösen Nachbar.

Alles zur Morgensuppe verschlingen (verschlungen) ist ein böser Imbiss.

An alten Wölfen und bösen Menschen ist Hopfen und Malz verloren.

An böser Ware ist nichts zu gewinnen.

Argwohn ist ein böser Nachbar.

Armut ist eine böse Stiefmutter guter Sitten und Tugend.

Armut ist wohl eine böse Webe weiß zu bleichen und dennoch hat es seinen Reichtum.

Auf einem bösen Wege muss man sich fördern.

Auf einen bösen Markt gehört ein guter Mut.

Auf einen bösen Tag gehört ein guter Abend.

Auf einen guten Montag folgt stets ein böse Samstag.

Aus böser Wurzel (kommt) üble Frucht.

Aus einem bösen Busche kann schwerlich ein guter Dorn kommen.

Bedenk das Ende, so wirst du nimmermehr Böses tun.

Bei Bösen wird man böse.

Besser allein als in böser Gemein.

Besser daheim Kummer leiden, denn mit bösen Nachbarn Gesellschaft haben.

Besser mit einem bösen Weibe in der Ehe gelebt, denn mit einer frommen Hure in Unzucht.

Besser mit einem Wolf streiten, denn mit einem gebarteten bösen Weibe.

Bessern ist oft bösern.

Bessern und bösern steht in gleicher Waage.

Bissige Hunde haben zerbissene Ohren, böse Hunde zerbissen Fell.

Böse Art verliert sich nicht.

Böse Augen sehen nichts Gutes.

Böse Augen sehen nie nichts Gutes.

Böse Augen und bös Gewissen können das Licht nicht leiden.

Böse (Schlimme) Botschaft bringt man bald.

Böse Eltern machen fromme Kinder.

Böse Frauen machen die besten Käse.

Böse Gedanken klopfen nimmer an; tue zu, so gehen sie davon.

Böse Geschwätze verderben gute Sitten.
Bös Geschwätz verdirbt gute Sitten.

Böse Gesellschaft bringt manchen an den Galgen.

Böse Gesellschaft verdirbt gute Sitten. Guter Umgang verbessert schlechte Sitten.

Böse Gewohnheiten machen kein Recht.

Böse Gewohnheit macht kein Ding gut.

Böse Gewohnheit macht unrecht Leben.

Böse Hunde bewahren das Haus.

Böse Hunde sind gute Wächter, sagte (sang) ein Bauer von seinem bösen Weibe (seiner Frau).

Bös Ei, bös Küchlein.

Böse Kinder machen den Vater fromm.

Böse Leute, böse Werke.

Bösem Aste scharfe Axt.
Bösem Ast gehört eine scharfe Axt.

Bösem Hund gehört ein Knüppel.
Zu einem bösen Hunde gehört ein Knüppel.

Bösem Weibe kann niemand steuern.

Bösen Ast muss man leiden um des Baumes willen.

Bösen Beinen und frommen Weibern dient am besten, zu Hause bleiben.

Bösen Wein soll man loben, der bedarf's, der gute lobt sich selbst wohl.

Böser Anfang, böses Ende.

Böser Brunnen, in den man das Wasser tragen muss.
Es ist ein böser Brunnen, darein man erst Wasser tragen muss.
Es ist ein schlechter Brunnen, in den man Wasser trägt.

Böser Gewinn fährt bald hin.

Böser Gewinn faselt nicht.

Böser Gewinn ist Schaden.

Böser Heller*17, so (der) einen Gulden*13 schadet.

Böser Hund, zerrissen Fell.

Böser Leute Fahrt währt nicht lange, denn Gott ist nicht beim Fuhrwerk.

Böser Leute Fluch ist eitel Vaterunser und Segen über die Frommen.

Böser Leute Rat am meisten schad, dem, der ihn gegeben hat.

Böser Leute Rat ist gemeiniglich auf Eigennutz gerichtet.

Böser Leute Uneinigkeit ist der Guten Sicherheit.

Böser Nachbar, ewiger Krieg.

Guter Nachbar, guter Morgen; böser Nachbar, ewiger Krieg.

Böser Nachbar, täglich Unglück.

Bösern ist nicht bessern.

Böser Pfennig kommt allzeit (immer) wieder.

Böser Pfennig, zugesagt und nicht bezahlt, schadet zwei.

Böser Vogel, böser Gesang.

Böser Vogel, böses Ei.

Böses Beispiel verdirbt (verderbt) gute Sitten.

Böses bleibt nicht ungestraft.

Böse Schäfer machen fette Wölfe.

Böse Schuldner kriechen den Weibern unter den Pelz.

Böse Schuldner muss man oft mahnen.

Böses erfährt man zeitig genug.

Böses Fleisch gibt schwerlich gute Suppen.

Böses Gewissen verraten die Augen.

Böses Gewissen versieht sich immer des Ärgsten.

Böses hört man immer mehr als Gutes.

Böses ist eher verrichtet, denn geschlichtet.

Böse Sitten machen gute Gesetze.

Böses kommt geritten, geht aber weg mit Schritten.

Böses lässt sich leicht verrichten, aber nicht leicht wieder schlichten.

Böses lehren, schad't mehr, denn Böses tun.

Böses muss man mit Bösem überbösen.

Böses muss man mit Bösem vertreiben.

Böse Sprünge geraten selten.

Böse Tat hat keinen Rat.

Böse Ware muss man aufschwatzen.

Böse Winde vergehen wieder.

Böse Zimmerleute machen viel Späne.

Die ungeschicktesten Zimmerleute machen am meisten Späne.

Böse Zunge, böse Taten.

Böse Zunge, (ein) bös Gewehr.

Böse Zunge und böses Ohr sind beide des Teufels.

Böse Zungen schneiden schärfer als Schwerter.

Böse Zungen soll man mit dem Tode stillen.

Bös Gerücht nimmt immer zu, gut Gerücht kommt bald zur Ruh.

Bös Geschwätz verderbt gute Sitten.

Bös Gewissen, böser Gast, weder Ruhe noch Rast.

Bös Gewissen klagt sich selber an.

Bös ist, was nicht zu bessern ist.

Bös und Bös vergleicht sich gern.

Das Beste wird gedacht, das Böseste (Schlechteste) geredet.

Das Böse glaubt man gern.

Das Böse lehrt sich selber.
Das Böse lernt sich von selbst.

Das Böse schreibt man in Stein, das Gute in Staub.

Böses schreibt man in Stein, Gutes in Sand.

Das (bös) Gerücht tötet den Mann.

Das Glück ist der Einfältigen und böser Leut Patron.

Das Gute kommt uns sauer an, das Böse kommt von selbst auf den Plan.

Das Gute lobt mancher und tut's nicht; das Böse tut mancher und sagt's nicht.

Das Unglück muss man überbösen.

Dem Bösen braucht man keinen Boten zu senden.

Man darf dem Bösen keinen Boten senden.

Dem Frommen ist Gott, dem Bösen seine Armut Gesetz.

Den Bösen ist's leid, wenn's den Frommen wohl gehet.
Wenn's den Frommen wohl gehet, ist's den bösen leid.

Den bösen missfallen, ist das rechte lob.
Den Bösen missfallen ist ein Lob.
Der Bösen Missfallen ist ein schönes Lob.

Den Teufel sind wir los, die Bösen sind geblieben.

Den Ziegel und den bösen Mann niemand reinwaschen kann.

Der Arme leidet und wird erdrückt durch Wucher, Geiz und böse Tück.

Der Bauch ist ein böser Ratgeber.

Der Böse ist nie schlimmer, als wenn er fromm tut (scheint).

Der Bösen Freud' wird ihnen leid.
Der Bösen Wohlstand ist der Frommen Jammer.
Der Böse scheut das Licht, wie der Teufel das Kreuz.

Der böseste Hund schweigt, wenn er mit Fleisch geworfen und auch der ärgste Feind wird versöhnt, wenn man ihn mit goldenen Pfeilen schießt.

Der bös gedenkt, dem gibt Gott bös.

Der Fromme fürchtet das Glück, der Böse das Gesetz.

Der Fromme liebt jeden, der Böse niemand.

Der ist bös, der ihm selbst nur gut ist.

Der Neid isst nichts Böses.

Der Neugierigen Gilde führt Böses im Schilde.

Der Teufel lässt allzeit einen bösen Gestank hinter sich.

Des Bösen Anschlag geht nicht fort, gebiert daran eine Missgeburt.

Des Bösen denkt man lange.

Des Bösten soll man sich getrösten.

Die Eifersucht ist eine böse Tochter von gutem Hause, nämlich von Ehre und Liebe.

Die Guten sollen die Bösen melden.

Die Jungfrau sieht schön aus, hat aber bösen Sinn.

Die Nacht, die Lieb, dazu der Wein, zum Bösen drei Ratgeber sein.

Die Neuigkeit blüht wohl schön, sie trägt aber böse Früchte.

Die Rute Macht aus bösen Kindern gute.
(Die) Rute macht böse Kinder gut.

Die Schwaben und bös Geld führt der Teufel in alle Welt.

Die Sonne geht auf über Böse und Gute.

Die Sonne scheint allen Menschen und Tieren, Gott hilft frommen und bösen.

Die Welt gibt bösen Lohn.

Die Zeit macht, was gut ist bös und das Böse gut.

Die Zunge ist das beste und das böseste Glied.

Drei Dinge treiben den Mann aus dem Hause, ein Rauch, ein übel Dach und ein böses Weib.

Du gäbst einen bösen Zigeuner, du kannst nicht wahrsagen.

Ein Lügner gibt einen bösen Zigeuner oder Propheten, er kann nicht wahrsagen.

Du gäbst einen guten Pfaffen, aber einen bösen Propheten.

Dulden, Schweigen, Lachen hilft viel bösen Sachen.

Durch Vorkauf und Auskauf, böser Münze freien Lauf wird der Arme gefressen auf.

Eigner Nutz, ein böser Butz.

Ein bös Auge verderbt das andere.

Ein böser Batzen*2, der seinen Herrn nicht lösen will.

Ein böser Bauer wäre gern einäugig, damit der Schultheiß gar erblinde.

Ein böser Gesell, ein arg Weib und falscher Freund sind drei schädliche Dinge und böser als Gift.

Ein böser Geselle führt den anderen zur Hölle.

Ein böser Gesell ist, der alles allein frisst.

Ein böser Mann ist einem Weibe eine große Sorge.

Ein böser Mensch bringt Böses hervor aus dem bösen Schatz seines Herzens.

Ein böser Mensch bringt sich selber um.

Ein böser Mensch ist wie eine Kohle: er brennt oder schwärzt.

Ein böser Mensch redet freundlich wohl, sein Herz ist aller untreu voll.

Ein böser Nachbar ein schnöder Teufel.

Ein böser Nachbar ist ein Plageteufel.

Ein böser Nachbar kann mehr schaden tun, als ein Fremder Erzfeind.

Ein böser Vogel weckt nimmer gut Wetter.

Ein böser Zahn ist ein böser Gast.

Ein böses Maul ist schärfer denn ein Schwert.

Ein böses Maul redet niemals Gutes.

Ein bös Gerücht hat guten Wind, fliegt wie ein Adler gar geschwind.

Ein bös Geschrei kommt bald weit aus.

Ein bös Gewissen bald erschrickt, wenn man ihm nur ins Angesicht blickt.

Ein bös Gewissen darf weder hinter sich noch vor sich gehen.

Ein bös Gewissen ein böser Gast, dem Herzen lässt kein Ruh noch Rast.

Ein bös Gewissen erschrickt auch vor einem rauschenden Blatt.

Ein bös Gewissen flieht vor allen Kreaturen.

Ein bös Gewissen flieht vor dem Licht, wie der Teufel vor dem Kreuz.

Ein bös Gewissen flöhe wohl durch einen eisernen Berg, wo es möglich wäre.

Ein bös Gewissen fürchtet sich vor allen Kreaturen.

Ein bös Gewissen hat Wolfszähne.

Ein bös Gewissen ist die größte Marter, Qual und Strafe.

Ein bös Gewissen ist die Hölle auf Erden.

Ein bös Gewissen ist die Hölle selbst, oder eine Höllenangst.

Ein bös Gewissen ist eine Traurigkeit über alle Traurigkeit.

Ein bös Gewissen ist furchtsam und flüchtig.

Ein bös Weib ist der Schiffbruch des Mannes.

Ein Ding ist nicht bös, wenn man`s gut versteht.

Ein dürres Blatt kann ein bös Gewissen erschrecken.

Eine böse Sieben.

Einem Frommen gefallen ist besser denn vielen Bösen.

Einen bösen Ast soll man leiden, des Baumes willen.

Eines bösen Nachbarn arge List allzeit gar bös und schädlich ist.

Eine schwere Last und große Pein, wer muss bei bösen Herren sein.

Eine Stiefmutter ist eine böse Rut, und tut den Kindern selten gut.

Ein falscher Mann von Natur muss han, zu allen Zeiten bösen Wahn.

Ein fauler Bub ist bös zu lehren.

Ein frommer Vater kann wohl einen bösen Buben zeugen.

Ein fromm gläubiges Herz soll sich nicht allein vor böser Tat, sondern auch vor bösem Argwohn und Leumund hüten.

Ein gut Alter ist besser denn eine böse Jugend.

Ein guter Name sonder Tat, gleicht dem, der böse Münzen hat.

Ein gut Gewissen ist der Himmel, ein böses die Hölle.

Ein Jahr böse, hundert Jahr böse.

Ein lebendiger Hund ist böser als ein toter Löwe.

Ein Quäntlein Kunst in einer guten Sach wiegt mehr denn ein Zentner in böser Sach.

Ein Rauch, ein bös Weib und ein Regen sind einem Haus überlegen.

Ein vernünftiger Mann behält den Glimpf*12; ein stürmender Neidhammel und Grunzer ist selbst bös und gibt Ursach zu viel Bösem.

Eitle Ehr (ist) ein bös Geschwär.

Er reitet einen bösen Esel: das Geckenpferd.

Es gibt nur eine böse Frau auf der Welt, aber jeder glaubt (meint), er habe sie.

Es gibt nur ein böses Weib, aber ein jeder meint, er hätt' es.

Es ist alles Gewinn, was man von bösen Schuldnern bekommt.

Es ist besser bei einem bösen Mann, als freundlichem Weibe zu sein.

Es ist besser ein bös Leiden, denn zwei.

Es ist besser ein gutes Weib bei den Rocken*27, als hundert Böse bei dem Zepter.

Es ist besser ein schlechter Nachtimbiss, als eine böse unruhige Nacht.

Es ist bös arbeiten und Wasser trinken.

Es ist bös, aus Herren Knechte machen.

Es ist bös blasen mit vollem Munde.

Es ist bös, das Ruder von einem großen Schiff an eine Schute zu binden.

Es ist bös dem Hund das Bein abjagen.

Es ist bös, den Durchlauf im Beutel haben.

Es ist bös essen, wo kein Brot ist.

Es ist bös Nachähren, wo er geschnitten hat.

Es ist bös raufen, wo keine Haare sitzen.
Es ist bös raufen, wo kein Haar ist.

Es ist bös schleifen ohne Wasser.

Es ist bös schmieden, eh man gemetzt hat.

Es ist bös wider die schreiben, die da mögen vertreiben.

Es ist ein böser Pfennig, der einen (um 'nen) Gulden*13 schadet.

Es ist ein böses Handwerk, das seinen Meister an den Galgen bringt.

Es ist ein böses Land, wo der Dieb den Richter an der Kette schleppt.

Es ist ein bös Spiel, da der eine lacht und der andere weint.

Es ist ein Ding gut tadeln, aber bös nachzutun.

Es ist eine böse Axt, die die Ehre abhaut; die sie nicht geben kann.

Es ist eine böse Sau, die ihre (eigenen) Ferkel frisst.

Es ist gut Narren fressen, aber bös verdauen.

Es ist der beste Hausrat, der ein fromm Weib hat.

Es ist kein besser Hausrat als ein böses Weib.
Ein böses Weib ist ein guter Hausrat.

Es ist keine Hur(e) so bös, sie zöge gern ein fromm Kind.
Es ist keine Mutter so bös, sie zöge gern ein fromm Kind.

Es ist kein Granatapfel so schön, er hat ein böses Kernlein.

Es ist kein Sack so bös, er ist noch einer Bitte wert.

Es ist kein wohlriechenderes Rauchwerk, als das vom Feuer böser Schriften aufgeht.

Es ist nichts Böseres als nachlassen.

Es ist nichts so bös, es ist zu etwas gut.

Es ist noch keine so köstliche Hochzeit gewesen, dass nicht einer über böse (schlechte) Bewirtung geklagt hätte.

Es ist schwer, ohne Füße zu tanzen.
Ohn Füße ist bös tanzen.

Es ist (sehr) nötig, dass eine böse Kuh kurze Hörner hat.

Es nimmt einen bösen Ausgang, wenn die Eltern mit den Kindern viel zärteln.

Es sind böse Hennen, die dem Nachbar die Eier zutragen.

Es sind böse Hennen, die außer dem Nest legen.
Es sind böse Hennen, die außerhalb des Hauses legen.

Es sind böse Hennen, die viel gatzen und wenig Eier legen.

Es sind böse Menschen, die ein Schaf auf dem Haupt und ein Fuchs im Herzen haben.

Es sind noch nicht alle zu Bett, die eine böse Nacht haben werden.

Sie sind noch nicht alle schlafen (gegangen), die heute eine böse Nacht haben sollen.
Sie schlafen noch nicht alle, die heut eine böse Nacht haben sollen.

Faule Hände müssen ein bös(es) [Missjahr] Jahr haben.

Felddiebe, böse Diebe.

Feuer, Wasser und ein bös Weib, tun auf Erden den größten Schaden.

Frommer Mann, bös Weib.

Für böse Zungen hilft kein Harnisch.

Furcht ist ein böser Knecht, sie tut die länge nicht recht.

Furcht ist gut, wenn man Böses tut.

Für ein gut Stück am Menschen muss man fünf böse abnehmen.
Für ein gut Stück am Menschen soll man fünf böse abrechnen.

Garaus macht böse Hosen.

Gar zu scharf gesehen macht böse Augen.

Geburt macht weder bös noch gut.

Geduld ist der beste Harnisch wider Gott, wider böse Leute und bös Gesinde.

Gegen bös Gesinde ist die friedlichste Strafe, dass man sie mit der Tür und langen Ruten schlage.

Gespaltne Glocke hat bösen Laut (Ton).

Gewinn, der bösen Namen macht, für Schaden billig wird geacht't.

Gib, dass du ein Besseres für ein Böses tauschst.

Gib dem Kinde was es will und dem Hunde, so oft er mit dem Schwanze wedelt, so wirst du einen guten Hund und ein böses Kind haben.

Gleisnerei*11 hat bös (viel) Geschrei.

Gleisner*11 sind wie Hunde, die gegen ihren Herren jederzeit den Wadel schwantzen und zutäppisch sind, es sei gut oder böse.

Guter Gesell, böser Kindvater.

Guter Wein macht böse Köpfe.

Gute Schreier sind böse Sänger.
(Hier ist das „böse“ als „schlechte“ zu verstehen, ebenso, wie bei einigen anderen Sprichwörtern.)

Gute Worte müssen böse Ware verkaufen.

Hättich ist ein böser Vogel, Habich ein guter.

Heiße Sommer und kalte Winter bringen keine böse Zeit.

Hiobs Plage war ein böses Weib.

Hungriger Bauch singt einen bösen Alt.

Im Finstern ist bös was Gutes zu mahlen.

In anderer Leut Stellen ist bös Füllen (Fohlen) ziehen.

In bösen Räten ist das Weib des Mannes Männin.

In einem Jahr steinreich werden kann nicht sein ohne böse Ränke und Sünd.

Ist der Apfel rosenrot, der Wurm ist darinnen, ist die Jungfrau hübsch und schön, sie ist von bösem Sinne.

Ist ein Weib bös oder unfromm, so hilft des Mannes schlagen oder aufsehen nichts; ist sie ehrenfromm, so Bedarfs kein Aufsehen und mit schlagen tut man ihr unrecht.
Vergebens schlägst dein Weib; ist sie bös, so hilft es nicht, ist sie gut, so tust ihr unrecht.

Je kürzer der Hund angelegt (ist), je böser ist er.

Je näher Rom, je schlimmer (bösere) Christ(en).

Juristen sind böse Christen.

Keine Kunst, eine gute Sache zu gewinnen, sondern eine böse.

Kein Kram ist so gut, man find't auch böse Ware drin.

Kein Mensch kann sich böser Gedanken erwehren, sie fallen ins Herz, wie die Raben auf ein Aas.

Kometen, böse Propheten.

Kreuz ist nicht bös, wer's nur fassen und tragen kann.

Lass dich das böse nicht überwinden, sonder überwinde du das Böse mit Gutem.

Lass ein böses Wort eine alte Freundschaft nicht zertrennen.

Mancher verbösert und glaubt, er verbessert.

Man darf des Guten wegen nichts Böses tun.

Man kann Bären und Bauern zähmen, warum nicht auch böse Buben?

Man könnt eher einen Stein schmeidig, denn ein bös Herz gut machen.

Man muss das Beste hoffen und das Böse gewarten.
Man muss das Gute suchen und das Böse erwarten.

Man muss den bösen Gewohnheiten die Füße brechen.

Man muss die bösen Weiber vertragen, wie den Unrat der Tauben, die uns die Geduld mit ihrer Fruchtbarkeit bezahlen.

Man muss einem bösen Hund ein Stück Brot ins Maul werfen.

Man muss gute Miene zum bösen Spiel machen.

Man müsste viele Schlösser haben, wenn man allen bösen Menschen den Mund zuschließen wollte.

Man soll einen Degen sechzig Jahre lang tragen um einer einzigen bösen Stunde willen.

Man spricht, es wird böser oder besser; weil aber das Glück rund ist und das Beste selten nachkommt, so begibt es sich eher, dass es böser als besser wird.

Maulwurf wühlt viel, verdirbt viel, meint's aber nicht böse.

Melancholischer Kopf ist des Teufels Topf (darin er übel [viel böses] (viel Mucken) kocht).

Mit bösen Gäulen bricht man das Eis.
Mit bösen Pferden bricht man das Eis.

Mit dem Guten wird man gut und bös mit dem, der übel tut.

Mit den Eiern in die Pfanne, so werden keine bösen Küken draus gebrütet.

Mit einem bösen Weibe finge man den Teufel im freien Feld.

Mit Frommen und Bösen wird das Haus erfüllt.

Mit großen Herren ist nicht gut Kirschen essen.
Mit Herrn ist bös Kirschen essen.

Mit kranken Beinen ist bös gehn Rom laufen
Mit kranken Beinen ist schlimm nach Rom laufen.
Mit schwachen Beinen ist schlecht nach Rom laufen.
Es ist übel, mit kranken Beinen nach Rom laufen.

Mit unwilligen Hunden fahet man nicht.

Mit unwilligen Hunden ist böse, Hasen fangen.
Mit unwilligen Hunden ist nicht gut jagen.

Mit vollem Maul ist schlimm blasen.
Mit vollem Mund ist bös blasen.

Müßiggang hat bösen Ausgang.
Müßiggang hat (einen) bösen Nachklang.

Muss ist ein bitter Kraut.
Muss ist ein böses Kraut.

Muss ist ein böses Mus.

Nach böser Ernte säe.

Nähen und lügen, weinen und intrigieren, auch schweigen nicht, ist aller böser Weiber Sitte.

Neid sucht böse Wege.

Not ist ein böser Gast.

Oftmals kostet ein einziger guter Tag etliche Monate böser Nächte.

Ohne Füße ist bös tanzen.

Ohne Geld ist bös zum Markt gehen.

Ohne Regenten verderben Land und Leut; durch böse Regenten verderben sie ebenso wohl, wo nicht eher und mehr.

Ohne Stab ist bös weit springen.

Rache macht allzeit ein unruhig bös Gewissen.

Rachgier gibt bösen Lohn.

Rauch, Stank und böse Weiber, sind die den Mann aus dem Hause treiben.

Rechten ist bös, wo Gewalt Richter ist.

Recht gestorben ist besser, denn böslich gelebt.

Rot Haar, bös Haar! Es verrät den Vater.

Rot Haar ist entweder gar fromm oder gar bös.

Schade um guten Wein in bösem Fasse.

Schlechte (Üble) Sitten machen gut Gesetz.

Des Pöbels schlechte (böse) Sitten machen gut Gesetz.

Schöne Worte, böser Kauf.

Schwarzer Kopf, roter Bart, böse Art.

Schwarzes Haar und roter Bart, Zeichen einer bösen Art.
(Gegen rote Bärte gab es schon immer unbegründete Vorurteile. Im Zweifel oder bei unbekannter Ursache waren immer andere Schuld, oder anders aussehende. Da rote Haare und Bärte im Vergleich zu anderen Haarfarben eine Minderheit sind (nur ca. 2 %), war und ist es einfach, ihnen für alles Unglück oder Schlechte die Schuld zu geben. Gegen Vorurteile helfen die besten Beweise nichts, sieh heute in der Politik und den Parteien! Wenn beispielsweise Lügen oft und laut genug in den sogenannten sozialen Netzwerken verbreitet werden, wird für viele daraus eine Wahrheit. Meist schreien diejenigen „Lügenpresse“, die selbst die größten Unwahrheiten verbreiten. Viele Menschen versuchen auch heute noch, andere für eigenes Versagen oder Unvermögen haftbar zu machen.)

Sieben Gäste, gute Zahl, Neune halten böses Mahl.

Spitzes Kinn, böser Sinn.

Tauben Ohren ist bös predigen.

Tückische Feinde sind die bösesten.

Tue keinem etwas Böses, der dir was ägers beweisen kann.

Tu nichts Böses, so widerfährt dir nichts Böses.

Unsers Nachbarn Kinder sind allweg die bösesten.

Untreu und böses Geld findet man in aller Welt.

Viele suchen gute Nächte und finden darüber böse Tage.

Von böser Art soll man auch keine Jungen lassen bleiben.

Von böser Kuh kommt kein gutes Kalb.

Vor bösen Mäulern kann sich niemand hüten.

Niemand kann sich hüten vor bösen Mäulern.

Wahrer Scherz böser Scherz.

Was man vor den Frommen spart, wird den Bösen zuteil.

Wegen böser Leute kommen schwere Zeiten.

Wein red't viel; aber bös Latein.

Wen der Teufel ärgern will, schickt er böse Weiber ins Haus.

Wenn das Loch unter der Nase zu wäre, blieb viel bös unterwegen.

Wenn der Engel zum Teufel wird, so gibt es einen bösen Teufel.

Wenn dich die bösen Buben locken, so folge ihnen nicht.

Wenn die Frau eine Wasche hat, so hat der Mann eine seltsame Frau und ein böses Hemd.

Wenn er noch so böse ist, er muss sich doch selber ausziehen.

Wenn Feinde gute Worte geben, haben sie Böses im Sinn.

Wenn Kinder unrein (ungewaschen, ungebürstet) sind, das ist das beste Zeichen, dass sie eine böse Stiefmutter haben.

Wer alles Böse rechen wollte, der wird nimmer still sitzen.

Wer Arges [Böses] tut, der scheut (hasst) das Licht.

Wer böse Botschaft bringt, der kommt früh genug, wenn er gleich nicht sehr eilt.

Wer bösen Gedanken wehrt, so sie noch Blut sind, der wehret bösen Werken; werden sie flügge, so suchen sie mancherlei Nester.

Wer bösen Weibern dienen tut, ist alles verloren Gut.

Wer Böses mit Bösem heilen will, der macht des Bösen noch so viel (mehr).

Wer Böses pflügt, der erntet Übeltat.

Wer Böses tut, dass Gutes draus komm, ist er kein Schalk, ist er doch nicht fromm.

Wer böse Zähne im Munde hat, der esse Brei, tut ihm nicht schad.

Wer böse Zähne hat, der esse Brei (muss Brei essen).

Wer das Böse nicht straft, lädt es zu Hause.

Wer's Übel nicht straft, lädt es zu Hause.

Wer des (der) Bösen schont, schadet den Frommen.

Wer ein böses Auge hat, der soll es mit dem Ellenbogen verbinden.

Wer ein böses Weib hat, braucht keinen Teufel.

Wer ein böses Weib und fünf Groschen verliert, hat Ursache, um sein Geld zu klagen.

Wer einen bösen Namen hat, der ist schon halb gehangen.

Wer einen bösen Vogel kennt, der kauft ihn nicht.

Wer hat können Böses tun, der kann ihm auch hernach wieder Gutes tun.

Wer in der Wurzel bös ist und kein gut Geblüt hat, der ist nicht zu bessern.

Wer nichts Gutes tut, tut schon Böses genug.

Wer sich von einem bösen Weibe scheidet, macht eine gute Tagreise.

Wider den Stachel ist bös lecken.

Wider Gewohnheit, wider Wahrheit und wider Gewalt ist bös fechten.

Wider die Wahrheit, Gewohnheit und Gewalt ist bös fechten.

Wie Böse jemand auch getan, er weiß noch einen böser`n Mann.

Wie merkt man doch das Böse gar, und nimmt das Beste nimmer wahr!

Wird gleich jemand von böser Gesellschaft nicht verbrannt, so wird ihm doch der Rock schwarz.

Wo Gewalt Richter ist, da ist bös rechten.

Wo Haut und Haar bös ist, gibt's keinen guten Pelz.

Wollust ist ein böser Zundel.

Zeit verlieren ist ein böser Verlust.

Zorn ist ein böser Ratgeber.

Zorn und Lust sind böse Ratgeber.

Zu bösen Hunden gehören böse Knüppel.

Zu bösen Sachen kam man nicht viel Gutes reden.

Zu einem (Zum) lebendigen Menschen muss man sich Gutes und Böses versehen.
Zum lebendigen Menschen muss man sich Gutes und Böses versehen.

Zum bösen Spiel muss man gute Miene machen.

Zu viel gut ist böse.

Zween böse Hunde beißen einander nicht.
Zwei böse Hunde beißen selten einander.

Zwei böse Heller*17 finden sich gern in einem Beutel.
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Sprichwörter über die Bosheit

Besser Manns Bosheit, denn Weibs falsche Frömmigkeit.

Bosheit hat einen bösen Nachdruck.

Bosheit ist bald gelernt.

Bosheit mästet den Bösen.

Bosheit tut sich selbst den größten Schaden.

Die Bosheit steht dir in den Augen.

Die Zeit gibt (bringt) Bescheid und verrät alle Bosheit.

Freiheit gibt Urlaub zur Bosheit.

Gilt die Bosheit etwas, so ist ein Weib teurer als hundert Männer.

Gilt die Bosheit etwas, so ist ein Weib teurer als zehn Männer.

Klugheit ohne Einfalt ist lauter Bosheit, Einfalt ohne Klugheit ist lauter Torheit.

Nach der Hochzeit erkennt man des Weibes Bosheit oder Frömmigkeit.

Nach der Hochzeit erkennt man des Weibes Bosheit (Schalkheit).

Nach der Hochzeit erkennt man Bosheit

Recht bleibt und lässt sich nicht verdrücken, ihm weicht Bosheit mit allen Tücken.

Rühme dich nicht deiner Bosheit und singe nicht dein eigen Geständnis.

Trunkenheit macht viel Bosheit.

Tugend ist des Lands vertrieben, Untreu und Bosheit drin verblieben.

Was die Bosheit will verbergen, öffnet Gott durch seine Schergen.

Wolfes Mut ward nimmer gut: Jahre nehmen ihm (hin) die Haar, aber nicht die Bosheit gar.

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