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Sprichworte aus der
Demokratischen Republik Kongo
(von 1971 - 1997 Zaire)

Flagge Demokratischen Republik Kongo
Die Demokratische Republik Kongo hieß von 1971 bis 1997 auf betreiben des Diktators Mobutu Sese Seko Zaïre. Deswegen wird bei den Sprichwörtern aus der Demokratischen Republik Kongo oft noch Zaire als Herkunftsland angegeben. Die Demokratische Republik Kongo (auch Kongo-Kinshasa oder einfach der Kongo), ist ein Staat in Zentralafrika. Es ist an Fläche der zweitgrößte und an Bevölkerung der viertgrößte Staat Afrikas. Die etwa 70 Mill. Einwohner gehören rund 200 verschiedenen Volksgruppen an und sprechen unterschiedliche Sprachen und Dialekte.

Flagge der Demokratischen Republik Kongo
Wappen der Demokratischen Republik Kongo
Der belgische König Leopold II. vereinnahmte den Kongo 1885 mit Hilfe der Berliner Kongokonferenz als seinen „Privatbesitz“. Bis 1908 war der formelle Name „Kongo-Freistaat“. Danach übergab er den Kongo als „normale“ Kolonie dem belgischen Staat. Nach der Unabhängigkeit 1960 wurde es nach mehrjährigen innenpolitischen Konflikten 32 Jahre lang von Mobutu Sese Seko diktatorisch regiert. 1997 wurde Mobutu vom Rebellenchef Laurent-Désiré Kabila gestürzt. Auf den Machtwechsel folgte ein weiterer blutiger Bürgerkrieg bis 2002 ein Friedensabkommen unterzeichnet wurde. Trotzdem finden im Osten des Landes bis heute weiterhin Kämpfe statt. Erstmals seit 1965 fanden 2006 freie Wahlen statt.
Wappen der Demokratischen Republik Kongo

Wahlspruch: Paix, Justice, Travail,  auf deutsch: „Friede, Gerechtigkeit, Arbeit“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratische_Republik_Kongo

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Als man dem Hasen Bohnen versprach, zog er einen Korb hervor.

Auch wenn das Gnu das Gras frisst, wächst es weiter.


Auch das schönste Kleid kann man nicht essen.

Auch schmutziges Wasser löscht das Feuer.
(Auch Sprichwort der Mamprussi in Ghana.)

Auch wenn du schön bist, musst du lernen zu arbeiten, denn Schönheit kann man nicht essen.

Du bist schön, aber lerne zu arbeiten, denn Schönheit kann man nicht essen.


Aus dem Munde eines Alten kommt verwester Atem, jedoch kein verwestes Wort.


Bist du bei einem Freund eingeladen, so iss auch das Bein des Grashüpfers, wenn dein Freund nichts Besseres anbieten kann.


Brüder, die sich verstehen, werden den Feind immer besiegen.


Das Haus, das gut gebaut ist, bewegt sich nicht mehr.

(Sprichwort der Balwalwa. Wenn man vor dem Hausbau alles bedenkt, von der Finanzierung, dem Bauplan und den Baustoffen, sollte es stabil sein und dauerhaft stehen bleiben können. Genauso ist es mit der Ehe. Wenn vorher alles überlegt und geregelt wurde, kann sie auch Krisen überstehen und hält bis ins Alter.)


Das Herz muss wie eine Ziege angebunden werden.


Das Kanu trifft nie den Baumstumpf wieder, von dem es gehauen wurde.

Das lodernde Feuer erlischt schnell.

Das Messer kennt seinen Herrn nicht.


Der Einzige, der Mitleid mit dem (zerbrochenem) Topf hat, ist der, der ihn kaufte.


Der Elternteil, der sein Kind mit einem Stock korrigiert, sündigt nicht.
(Sprichwort der Bangubangu im Kongo. Normalerweise sollten Eltern ihre Kinder nicht schlagen oder bestrafen, wenn sie ihre Fehler zugeben. Das Sprichwort bedeutet aber, wenn die Kinder anders keine Disziplin lernen und mit schlechtem Verhalten fortfahren, können Schläge notwendig sein. Die Eltern sind dann von der Sünde befreit.)

Der Faden verdankt seinen Ruhm der Nadel.

Der Fluss zahlt keine Entschädigung, die Erde nimmt kein Lösegeld an.


Der Freund des Häuptlings ist ebenfalls Häuptling.


Der Hase hat große Ohren wie der Esel und ist dennoch nicht der Sohn des Esels.


Der kleine Baum, der dich vor dem Büffel rettete; du drehst dich herum und fällst ihn, um einen Pfosten zu machen.


Der Mensch isst Korn, aber das Korn kann den Menschen essen.
(Das Sprichwort bedeutet, das man auch Menschen verkaufen kann und mit Korn bezahlt wird.)


Der Mensch ist wie Palmwein: wenn jung, süß, aber ohne Kraft; im Alter, stark, aber hart.


Der Pfeil des Mundes tötet viel Wild.


Der Sand lässt sich scharren, solange er feucht ist.

(In Deutschland: Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.)

Der Schlüssel, der öffnet, ist auch der Schlüssel, der verschließt.


Der störrische Bock hat gebrochene Hörner.


Der Tod kommt auf Samtpfötchen.


Der Tod lässt keine Trompete erklingen.


Der Vater liebt das Kind nur, solange die Mutter bei ihm bleibt.


Die, die Vermögen erben, sind oft lästiger als die, die sie erworben haben.

Die Ehe ist eine Schule.

(Das Sprichwort bedeutet, man muss immer weiter lernen, auch wenn man älter oder schon länger verheiratet ist.)

Die Frau findet ein leeres Haus, sie findet kein Reichtum.

(Luba-Kasai Sprichwort. Das Sprichwort bedeutet, dass eine Frau mit ihrem Mann nach der Hochzeit in ein leeres Haus zieht. Erst mit der Zeit schaffen sie zusammen ihren Wohlstand. Es soll die Frauen davor warnen, wegen Geld und Reichtum zu heiraten, sie sollte alles zusammen erst mit ihrem Mann schaffen.)

Die Freunde unserer Freunde sind auch unsere Freunde.


Die Kleider einer Frau sind der Preis, den ein Mann für seinen Frieden zahlt.

Die Kraft des Affenbrotbaumes ist in seinen Wurzeln.

Die Schulter überragt nicht den Kopf - die Frau überragt nicht den Mann.

Die Wurzeln erzählen den Zweigen nicht, was sie denken.

Die Zähne strahlen, doch lächelt auch das Herz?

Du kannst aus einem Menschenschädel trinken, aber niemals kannst du den Gedanken loswerden, dass er einst Augen hatte.


Du lehrst den Weg des Waldes keinem alten Gorilla.


Du lernst den Baum kennen, wenn du dich an ihn lehnen willst.

Durst kann nicht durch einen Stellvertreter gelöscht werden.

Egal, wie lang die Nacht ist, der Morgen kommt sicher.


Egal, wie viel Wasser der Fluss führt, er will ständig wachsen.

Ein alter Mann, der schuldig ist, streitet nicht.

Ein brüllender Löwe zerreißt keinen Menschen.

(Auch in Simbabwe und Uganda. Dieses Sprichwort meint diejenigen, die viele Worte machen aber nichts tun. In Deutschland: Hunde, die bellen, beißen nicht.)

Eine Frau ist der Reichtum.
(Sprichwort der Tembo. Für die Frau wurde ein Brautgeld in Geld oder Sachwerten bezahlt, ebenso hatte die Arbeitskraft der Frau, ihre Bildung oder Fähigkeiten auch einen Wert. Durch das Brautgeld wurde auch der Respekt und Achtung gegenüber der Familie der Braut ausgedrückt und Verbindungen zwischen den Familien bestärkt.)


Eine Frau ist wie die Haut des Kabundi (ein sehr kleines wildes Tier), auf dem keine zwei Männer sitzen können.

(Sprichwort der Songye.
Danach kann eine Frau zur selben Zeit nicht mehr als einem Mann gehören. Es ermutigt, treu zu sein und einen Ehebruch zu vermeiden, der sonst schwere Sanktionen zur Folge haben kann. Auch vor der Ehe sollte die Frau keine zahlreichen Partner haben, sie wird dann als billige Frau oder Prostituierte betrachtet und hat geringere Chancen zu heiraten. Diese geringere Wertschätzung verbreitet sich dann auch auf die ganze Familie. Dies richtet sich auch an die Männer, die keine außerehelichen Beziehungen haben sollen, da sie sonst möglicherweise ihre Männlichkeit verlieren. Das Sprichwort wird für die Treue unter den Mitgliedern einer Gemeinschaft verwendet, oder wenn jemand bei der Untreue ertappt wird.)

Eine Frau ist wie ein Gazellenfell, auf dem nur ein Mann Platz findet.

(Gleicher Sinn wie das Vorherige)


Eine hübsche Frau ohne Mann hat einen großen Fehler oder ein schlechtes Betragen.


Ein einzelner Armreif klappert nicht.


Eine Katze geht in ein Kloster, aber sie bleibt dennoch eine Katze.


Eine kleine Ratte verfault, aber ein kleiner Streit nicht.


Einem alten Gorilla brauchst du die Pfade des Urwalds nicht zu zeigen.


Einem Dorf fehlt nie eine schöne junge Frau.
(Lingála Sprichwort im Kongo. Schönheit ist mehr als die äußere Erscheinung. Dazu gehören ebenso gute menschliche Qualitäten, Tugenden und guten Sitten. Frauen müssen in der Familie ihren Teil zur täglichen Arbeit beitragen. Das Sprichwort soll die Männer auffordern, bei der Wahl ihrer Frau nicht nur auf Äußerlichkeiten zu achten.)

Einem glatzköpfigen Mann werden die Haare nicht wachsen, wenn er aufgeregt wird.

Eine Mutter kann nicht mit einer anderen Person verglichen werden, sie ist unvergleichlich.


Einer kann einen Elefanten essen, ohne dass der Magen schmerzt, und ein anderer isst einen kleinen Fisch und erstickt an einer Gräte.


Eine Schuld ist kein Verlust, wenn man den Schuldner kennt.

(Sprichwort der Tembo
. Das Sprichwort bedeutet, das man dem anderen vertraut. Schuld wird als eine der Formen des Teilens angesehen, Waren zirkulieren in der Gemeinde für die Bedürfnisse aller. Man gibt einem anderen, was der braucht und erhält etwas anderes, dessen man bedarf. Dies muss nicht gleichzeitig geschehen, deswegen ist jeder in der Schuld des anderen.)

Eine Wunde, die ein Freund schlägt, heilt nicht.


Ein Feigenbaum kann nicht gehen, aber seine Wurzeln reichen sehr weit.
(Der Schatten der Bäume war früher Treffpunkt, um wichtiges zu regeln, Streitigkeiten und Kriege zu besprechen, Hochzeiten zu planen und zu organisieren und anderes. Die Rind wurde zur Stoffherstellung genutzt. Die Früchte werden von Vögel und Fledermäusen gern gefressen. Der Baum hat damit ein vielfältige Bedeutung in der Bantu Gesellschaft, was durch die Wurzel verdeutlicht wird. Es bedeutet, dass ein einzelner auch Dinge beeinflussen kann, die sich weit weg befinden, etwas in der Nähe wirkt sich auf vieles in der Entfernung aus.)

Ein Finger verwundet, und alle Finger sind mit Blut bedeckt.

(Im Kongo bedeutet die Familie oft viel im Zusammenleben. Wenn einer der Familie etwas Verwerfliches oder Verbotenes tut, fallen Schuld und Schande auch auf die ganze Familie und kann sie entehren.)


Ein Gast, der einen Teller zerschlagen hat, wird nicht vergessen.


Ein gieriger Mann hat immer seinen Blick auf den Kessel seiner Frau.

(Sprichwort der Kele/Lokele. Zur Jagd, zum Fischfang oder Handel mussten die Männer ihre Frauen alleine lassen. Egoistische, eifersüchtige oder faule Männer blieben Zuhause, um bei den Frauen zu bleiben und wurden von anderen als gieriger Mann bezeichnet.)

Ein Haus mit zwei Schlüsseln ist nichts wert.

Ein hübscher Korb verhindert keine Sorgen.


Ein hübsches Gesicht und schöne Kleider machen keinen Charakter.


Ein Huhn trinkt Wasser, während es seinen Kopf nach oben hebt.

(Sprichwort der Vira. Das Huhn dankt Gott im Himmel für jeden Schluck Wasser, genauso sollten es die Menschen tun und Gott für alles danken.)


Ein Idiot will einen Ochsen mit einem Elefanten kreuzen.


Ein Kind betrachtet des Vaters Gast als einen Sklaven.

Ein Kind sieht des Vaters Gast als einen Sklaven an.

Ein Kind isst mit seinen Eltern, auch wenn es das Mehl verschüttet hat.
(Nyanga Sprichwort Nord Kivu Provinz)

Ein Mann wird nicht für zwei gezählt, weil er fett, und nicht für halb, weil er mager ist.

Ein Priester sieht die Menschen von ihrer besten Seite, ein Rechtsanwalt von der schlimmsten, aber ein Arzt sieht, wie sie wirklich sind.


Ein Tag des Hungers ist nicht Verhungern.


Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen

Ein vertrockneter Baum weigert sich nicht, zu brennen.


Ein wenig Subtilität ist besser als viel Kraft.

Es gibt kein Versteck auf der Wasseroberfläche.


Es ist das Herz das (gibt) schenkt. Hände geben nur her.
(Dieses oder ähnliche Sprichworte in verschiedenen Ländern.)

Es ist der Junge, der zerstörte Häuser aufhebt (wieder aufbaut).
(Havu Sprichwort. Havu oder Kihavu ist eine Bantusprache im östlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo, Kivu Provinz. Ende des 18. Jahrhunderts bestand auf der Insel Idjwi im Kivu-See ein Königreich. Durch Angriffe der Nachbarn wurden öfter Häuser und Dörfer zerstört. Die Männer mussten die Gemeinschaft schützen und verteidigen und die zerstörten Häuser wieder aufbauen. Traditionell galt eine Frau als unfruchtbar, wenn sie nur Mädchen und keine Jungen zur Welt brachte. Sie leistete keinen Beitrag beim Neuaufbau Dorfhäusern oder der Verteidigung ihres Dorfes. Wenn ihr Haus zerstört wurde, war niemand da, um es wieder aufzubauen. Nur Männer waren die Erbauer und stützen der Gesellschaft. Traditionell war eine Familie, die keinen Jungen hatte, nicht existent.)

Es macht nichts, wenn deine Nase hässlich ist, solange du dadurch atmen kannst.

Frauen gebären mit anderen Frauen
(Die jungen Männer lernen alles von den älteren, ebenso lernen die jungen Frauen von den älteren alles. Bei Geburten dürfen nur Frauen anwesend sein, das dafür nötige wissen erhalten sie von anderen und durch Beobachtungen der älteren erfahrenen Frauen.)

Frauen sind Teil des Ursprungs des großen Rätsels des Lebens auf der Erde. Sie kennen das Geheimnis eines guten Lebens.
(Sprichwort der Kuba im Süden der Demokratischen Republik Kongo. Die Frau beim Volk der Kuba wurde als Lebensspenderin betrachtet. Ihre Fähigkeiten und Einfallsreichtum halten ihr Haus und die ganze Familie zusammen. Sie ist Mutter von vielen Kindern, fleißige Managerin des Haushalts und sie sorgt für das Wohlergehen von Mann und Kindern.)


Freundlichkeit ist nie vergeudet.

Freundschaft braucht keine Pfeffer zum Weinen.


Geliebte verbergen ihre Nacktheit nicht.


Gib der Erde, und die Erde wird dir geben.


Gib einem alten Mann, bevor er dich anspricht.


Große Ereignisse können von Worten ohne Bedeutung stammen.


Gut gekleidet zu sein, verhindert nicht, arm zu sein


Hilf denen, die sich selbst nicht helfen können.

(Sprichwort auch im Sudan.)


Hoffnung bringt niemanden um.


Ich besitze eine Kuh im Himmel, aber ich kann ihre Milch nicht trinken.


„Kachenche“ (ein sehr kleiner Vogel) ist unbedeutend unter Fremden, aber zu Hause sehr wichtig.

(Man soll nicht nur nach der äußeren Erscheinung urteilen. Es kommt auf Intelligenz, Weisheit, Charakter und ähnliches an und nicht auf Äußerlichkeiten. Man soll keinen verachten, den man nicht kennt, nur weil er nicht groß und stattlich aussieht.)

Kauf kein Salz, bevor du daran geleckt hast!


Kennst du den Preis eines Kwanga*1 während Vater und Mutter noch am Leben sind?
(Bevor es Geld und überregionalen Handel gab, haben sich alle selbst versorgt. Alle Zutaten zur Herstellung von Lebensmitteln mussten auf eigenen Feldern angebaut werden. Es bedurfte viel Arbeit, Zeit und Wissen, bis alle Zutaten vorhanden waren. Diese Arbeit ist der Preis für das Essen. Das Wissen über den Anbau und die Herstellung müssen die Kinder zu Lebzeiten der Eltern von ihnen lernen, andernfalls würde ihnen ein elendes Leben voller Hunger bevorstehen. Dieses Sprichwort bedeutet, zu lernen, wenn noch die Gelegenheit dazu besteht.)


Kinder sind der Lohn (die Belohnung) des Lebens.


Knauserigkeit vertreibt deine Verwandten nicht, nur böse Taten vertreiben sie.

Lache nicht, wenn du schon am Morgen Glück hattest.


Lass ihn sprechen, wer mit seinen Augen gesehen hat.


Liebe ist wie ein Baby: Sie muss zärtlich behandelt werden.


Lügengeschichten (Lügenmärchen) zerstören die Familienverhältnisse (Familienbeziehungen).

(Luba - Katanga Sprichwort. Das Sprichwort soll dazu auffordern, nicht zu tratschen, keine üble Nachrede und keine Lügen über andere zu erzählen. Es wird damit anderen geschadet, auch Freunden und Mitgliedern der eigenen Familie und damit sich selbst. Am Ende werden familiäre Beziehungen zerstört und Feindschaft erzeugt.)


Mädchen sind wie Schlangen - sie häuten sich.


Manche Frauen sind wie Bienenkästen; sie lassen sich mal an diesen und mal an jenen Baum hängen.

Man diskutiert nicht mit Gott.

Man jagt die Fliege nicht mit Lärm machen.

Man kauft kein Boot, das unter Wasser steht.

Man wirft Steine in den Baum, wenn er Früchte trägt.

Mit zwei Ohren hörst du nicht doppelt.

Rache nehmen heißt oft, sich selbst zum Opfer bringen.


Schneiden dem Affen den Schwanz nicht ab, bevor er tot ist.


Schätze deine Größe nicht nach deinem Schatten.


Schöne Dinge wachsen inmitten der Dornen.

Senke deinen Kopf bescheiden, während du gehst, und du wirst Bananen ernten.


Sind zu viele Kühe auf einer Wiese, kann das Gras nicht wachsen.


Sprich nicht vom Krokodil, solange du den Fluss nicht überquert hast.

Sprichwörter sind Angelegenheit des ganzen Volkes.

Stolz reicht nur so weit, wie man spucken kann.


Stück für Stück (Nach und nach) wachsen die Bananen.


Tadle Gott nicht, dass er den Tiger erschaffen hat. Aber danke Gott, dass er ihm keine Flügel gab.

Tadele nicht den Ofen, in den du deine Erbtante geschoben hast.

Tanze nicht, wenn du einen Korb mit Eiern trägst.

Trinke Bier, denke Bier.


Verfüge nicht über den Schwanz des Affen, bevor er tot ist.


Warum zählen? Wenn es viele sind, wirst du ihr Gewicht spüren.

(Das Sprichwort meint die Lebensjahre eines Menschen.)

Wasser, das von alten Männern geschöpft ist, löscht den Durst.
(Alte Männern symbolisieren in afrikanischen Sprichwörtern erfahrene und verlässliche Männer. Wenn ein alter und damit verlässlicher Mann Wasser holen gehr, kann man sich darauf verlassen, Wasser zu bekommen. Jüngere werden öfter abgelenkt und vernachlässigen ihren eigentlichen Auftrag.)

Was über einen toten Löwen gesagt wird, konnte zu Lebzeiten nicht über ihn gesagt werden.
Weil der Elefant groß und fett ist,hat er auch große Sorgen.
Weil der Elefant groß und fett ist,
hat er auch große Sorgen.


Weisheit ist keine Medizin zum Hinunterschlucken.

Wenn der Vater von einem Rotbüffel getötet wurde, fürchtet der Sohn bereits den roten Termitenhügel.


Wenn du den Hals noch so lang machst, du kannst doch nicht hinter den Berg schauen.


Wenn du den Leuten sagst, lebt zusammen, sagst du ihnen, streitet.


Wenn du einen Jäger gern magst, liebe seinen Hund!


Wenn du sowohl Sonne wie Mond zerstörst, versetzt du dich in völlige Dunkelheit.


Wenn du zu bescheiden bist, dann wirst du hungrig  gehen.


Wenn jemand zu sterben vorgibt, muss man ihm zum Schein begraben.

Wer die Haut schlägt, beschädigt das Fleisch.

Wer frei von Fehlern ist, wird niemals sterben.


Wer keine schwatzende Frau gern hat, wird ein  Junggeselle bleiben.


Wer schnell isst, beißt sich in die Finger.

Wer seine Frau schlägt, schlägt alle Frauen.

Wirf das Messer nicht fort, womit du dich geschnitten hast.

Wirf deinen Lendenschurz nicht fort, wenn du ein neues Kleid bekommen hast!

Wo Friede herrscht, wird das Messer zum Rasieren gebraucht.

Wo gespielt wird, da sind Kinder.

Zeige der Raupe keine Blätter.

Zum Baum, der keine Früchte trägt, führt kein Weg.

Zuviel Glück macht wahnsinnig.

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Sprichworte der Bayansi
Die Bayansi sind eine Bantu-Ethnie in der Demokratischen Republik Kongo. Mehrere Untergruppen leben vorwiegend in Dörfern, in denen sie noch ihre Sprach Kiyansi sprechen. Die meisten betreiben Landwirtschaft mit Brandrodungsanbau. Der Älteste des herrschenden Clans stellt den jeweiligen regionalen Häuptling.

Alte Menschen sind nicht nur nützlich, sie machen das Leben angenehm.

Auch dort gibt es Alte, denk darüber nach.
(Wenn man sich unbeobachtet fühlt oder der zu Kritisierende nicht da ist, sollte man sich überlegen, ob ein anderer aus dessen Gruppe anwesend ist und sich ebenso getroffen fühlen kann.)

Das Mittel gegen Bauchweh ist die Arznei, das Mittel in Sachen der Frau ist ihr Mutterbruder.
(Bei Streitigkeiten der Frau entscheidet der älteste Bruder ihrer Mutter oder ihr eigener Bruder)

Das Regal fällt nachts um. Man richtet es am Tage auf.
(Manchmal dauert es eine Weile, bis alle Fakten über etwas bekannt sind. Alles brauch seine Zeit. Deutsches Sprichwort mit ähnlicher Bedeutung: Kommt Zeit, kommt Rat.)

Das Wildbret eines Mannes verfault, er sollte es selbst essen.

Der Baum Sui hat sein Kind fallen gelassen. Es war zu schwer geworden.
(Die Früchte des Baumes fallen teilweise herunter, wenn sie reif werden. Wenn zwischen Kindern und den Älteren Konflikte entstehen, verlassen etliche Jugendliche die Dörfer und ihren Clan und ziehen in die Städte um mögliche Aktionen gegen sich auszuweichen.)

Der eine stiehlt, der andere steht Schmiere.
(Das bedeutet, egal, wer was macht, alle sind gleichermaßen beteiligt.)

Der Häuptling hat Fleisch gegessen aufgrund der Kugel, nicht aufgrund eines kitya-Rufes.
(Der erfolgreiche Jäger stößt einen Ruf, den andere hören können, aus. Unabhängig davon erhält der Häuptling immer von auf seinem Gebiet erlegten Wild, eine Hinterkeule.)

Der Weg zum Friedhof unterscheidet nicht zwischen Jungen und Alten.

Die Größe des Leichnams (Sarges) ergibt die Größe des Grabes.
(Das Sprichwort besagt, das die Höhe der Strafe der Schwere des Verbrechens und der Schuld entsprechen muss.)


Die Kröte, die den Regen vermeiden wollte, fiel ins Wasser.

Die Sachen, die wir essen, die Ahnen haben sie hinterlassen.

Die Schlange ist ins Haus gekommen. Die Kröte hat sie hineingetragen (gelockt).

Du begreifst etwas, weil andere es dir gesagt haben.

Du kannst die Quelle eines Flusses sehen, aber nicht die eines Clans.

Eine Falle zusammen aufgestellt. Das Tier wird in der Mitte geteilt.

Einem Kind ist der Kopf einer Schildkröte zu hart; es hat bereits anderes Essen gehabt.

Ein furchtloses Kind kann nicht hungrig schlafen gehen.

Ein Haus mit einer Dachhälfte lässt sich nicht bauen.
(Genau wie ein Haus mit nur einem halben Dach unvollständig ist, muss man von jeder Sache alle Seiten betrachten, um sich ein Urteil darüber zu machen.)

Ein Junge stellt Fallen für Krokodile auf. Erwischt ihn eines, war er gierig auf Fleisch; fängt er eins, ist er ein mutiges Kind.

Ein Kind geht spielen, unterweise es vorher.

Ein Leopard und eine Ziege schlafen nicht auf demselben Baum.
(Die Männer, die Frauen des Herrscherclans heiraten, werden von den Frauen ausgewählt und müssen absolut monogam leben.)

Im Palaver fällt ein Verdacht auf eine Frau, sie ist ein Kind des Lineageältesten.
(Bei Streitigkeiten der Frau entscheidet der älteste Bruder ihrer Mutter oder ihr eigener Bruder)

In die Tasche des Dorftrottels steckst du nur einmal die Hand.
(Das bedeutet, alles kommt ans Licht. Wenn selbst der Dorftrottel etwas bemerkt, erfahren es die anderen erst recht.)

In einem Dorf mit Mörser schält man die Kürbiskerne nicht mit den Zähnen.
(Mit dem Mörser werden alle Kerne, Nüsse und Reis geschält. Das Sprichwort bedeutet, ein Ältester eines Dorfes oder Clans sollte über alle Machenschaften, Intrigen und Streitigkeiten bescheid wissen. Wenn er alles regelt, erspart man eine Gerichtsverhandlung auf höherer Ebene.)

Kinder trägt man im Mörser. Wenn du sie in der Schüssel trägst, verschüttest du sie.
(Das Sprichwort vergleicht die Kinder mit Wasser, das man nicht in einer der meist flachen Schüsseln tragen sollte, da man viel durch den flachen Rand verschütten würde. Mörser sind dagegen tief mit einem hohen Rand aus denen nicht so leicht etwas verschüttet wird. Das bedeutet, mit Kindern soll man aufmerksam und liebevoll umgehen, alles andere wären schlechte Eltern.)

Komm, wir gehen nach draußen, um die Alten zu beschimpfen!
(Es bedeutet, man spricht schlecht über diejenigen, die gerade nicht anwesend sind. Wenn die Person der Kritik nicht da ist, fühlen sich viele stärker als in direkter Konfrontation, bei der sie meist den kürzeren ziehen.)

Von einem großen Häuptling kennt man den Vater nicht.
(Frauen können unter umständen auch mehrere Männer haben (Polyandrie). dann ist nicht bekannt, wer der eigentliche Vater ist.)

Während eines Sturms nimm nicht gerade Schutz unter einem Dachziegel.

Während eines Sturms suche Schutz unter einem Baum und nicht den Wolken.

Wenn du Angst hast zu fallen, steh erst gar nicht auf.

Willst du reden, denke zuerst nach.

Zwei Leoparden schlafen nicht auf demselben Baum.

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Sprichworte der Bembe
Die Bembe (auch Babembe) sind eine Ethnie in südöstlichen Teil der Provinz Kivu in der Demokratischen Republik Kongo, teilweise auch in Tansania. Sie siedeln in zwei großen Gebieten Fizi und Itombwe am Tanganjikasee. Ihre Sprache ist Kibembe. Ihr Lebensraum enthält großem Regenwaldgebiete, in dem sie jagen. Außerdem sind sie Bauern und Fischer und bauen Maniok, Mais, Reis und Palmen für Palmöl an.

Affen des gleichen Alters spielen zusammen.

Ein Baum auf einem Hügel in der Savanne ist ein Treffpunkt für Vögel.

(Für Jäger und Gejagte ist es immer gut, ihre Umgebung im Blickfeld zu haben, um nicht überrascht zu werden. Vögel suchen sich die höheren oder einzeln stehenden Bäume ebenfalls zum Schutz, Nistplatz und zur Übersicht. Eine zweite Bedeutung ist, wer in einem fremden Land lebt, dessen Haus wird bekannt sein, wie ein Baum auf einem Hügel und wird ein Treffpunkt für andere aus dessen alter Heimat sein.)

Eine Ehe, die Kinder hat, endet nie.

Eine gute Frau ist eine Krone für den Ehemann.
(Das bedeutet, eine tüchtige Ehefrau ist ein Vorteil für die ganze Familie.)


Ein Ei berät einen Vogel.
(Das bedeutet, man sollte auch die Ansichten von Minderheiten in der Gesellschaft beachten, besonders die von Frauen und Kindern.)

Ein Mann ist wie ein Maniok Stock.
(Das bedeutet, ein Mann kann überall siedeln und eine Familie gründen.)

Ein Stock, der verwendet wurde deine Zweitfrau zu schlagen, behalte nicht unter deinem Bett.
(Das bedeutet, man sollte nicht feiern, wenn ein Nachbar trauert.)

Ein Wort ist wie eine Frucht; sobald sie herunterfallen, kann sie nicht mehr zurück nach oben.
(Man sollte es sich genau überlegen, was man sagt, ob es angemessen für den Zweck ist und anderen nicht schadet.)

Es ist immer der erste Schlag, der eine Schlange tötet.
(Das bedeutet, wenn man eine Gefahr für die Gemeinschaft erkennt, soll man gleich als Erster etwas dagegen unternehmen. Wenn man wartet oder meint, die anderen könnten etwas tun, wird die Gefahr nur größer und es bedarf wesentlich größerer Anstrengungen, sie abzuwenden.)

Lass uns wieder gehen, weil die erste Reise erfolgreich ist.

Sobald du beschließt, einen Busch zu betreten, fürchte nicht den Tau.
(Das bedeutet, wenn man sich zu etwas entschlossen hat, darf man sich nicht vor den damit verbundenen Risiken oder Nebenwirkungen fürchten.)

Stehendes Wasser ist immer gefährlich.
(Zurückhaltende Menschen verstecken viele Dinge einschließlich ihres Verhaltens. Man sollte auf der Hut vor Überraschungen und Unerwartetem sein. Deutsches Sprichwort mit gleicher Bedeutung: Stille Wasser sein tief, sie rauschen, wenn sie wollen.)

Wenn du eine gute Maisernte hast, breche nicht deine Brüderlichkeit.
(Das bedeutet, wer mehr hat, als er für sich selbst und seine Angehörigen braucht, sollte andere ärmere Menschen nicht vergessen und ihnen etwas abgeben. Möglicherweise ist die nächste Ernte zu gering und man ist selber auf Hilfe von anderen angewiesen.)

Wer den Kopf schüttelt, weigert sich, rasiert werden.

Wer nicht klettert, kann die Früchte von der Spitze der Zweige nicht essen.
(Das bedeutet, man muss hart arbeiten, da man sonst keinen Erfolg haben wird.)

Wie Ameisen esse wenig und trage den Rest zurück in dein Haus.
(Da die Bembe auch Jäger sind, entfernen sie sich teilweise längere Zeit von ihrem Dorf. Das Sprichwort soll daran erinnern, das man auch nach längerer Zeit wieder nach Hause kommen soll, um das erjagte Wild den daheim gebliebenen als Nahrung zu bringen. Heute wird erwartet, dass Bembe, die das Land wegen Kriegen und Unruhen verlassen haben, in Friedenszeiten zurückkehren und ihre Ersparnisse in der Heimat investieren, oder wenigstens den Verwandten helfen. Das Sprichwort vergleicht die Ameisen, die auch weit entfernt von ihrem Nest auf Nahrungssuche gehen, mit den Jägern der Bembe.)

Wo die Savanne weich ist, ist es, wo der Pfad des Elefanten ist.
(Wenn eine Elefantenherde wandert, trampelt sie alles nieder und hinterlässt einen scheinbar breiten einfachen und sicheren Weg. Wenn man diesen Weg benutzt, kann man von den Elefanten überrascht werden und hat dann aber keinen Ausweg in das undurchdringliche Dickicht an den Seiten. Das bedeutet, meist liegt die Gefahr dort, wo die Dinge scheinbar sehr leicht sind. Meist kommt die Gefahr aus einer Richtung, von wo man sie nicht vermutet.

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Sprichworte der Hema
Die Hema sind eine Ethnie von nomadisierende Viehhirten im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die nomadisierende Viehhirten Hema kämpfen seit einigen Jahren gegen die sesshaften Ackerbauern vom Volk der Lendu.        Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hema

Der, der im Dreck rührt, riecht am Ende schlecht.


Der, der zwei Dingen nachgeht, verpasst sie alle beide.

Derjenige, der dich hasst, ruft dich, gerade, wenn du isst.

Der Korb, der verwendet wurde, um ein Geschenk zu einem Nachbarn zu tragen, bringt ein anderes Geschenk zurück.

Die Person, die dich verfolgt, erinnert dich ständig an deine Waffe.

Eine dumme Kuh führt ihr Kalb in der Nähe der Straße.

Intelligenz ist wie Feuer, die Menschen nehmen es von anderen.

Sie bereitet eine gute Mahlzeit, aber der Mann sagt, sie ist versalzt.

Weisheit ist wie Erdnüsse, wir essen sie nacheinander.

Weisheit ist wie Feuer. Die Leute nehmen es von anderen.

Wenn jemand dich in den Rücken schlägt, schlag ihn in die Augen.

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Sprichworte der Holoholo
Die Holoholo (auch Horohoro oder Kalanga) sind eine Bantu ethnische Gruppe in der Demokratischen Republik Kongo, die am Tanganjikasee um Kalemie und ebenso auf dem gegenüberliegenden Ufer in Tansania, leben. Früher waren sie Mittelsmänner im arabischen und afrikanischen Sklavenhandel. Mit Ende der Sklaverei brach die Wirtschaft zusammen und Krankheit und lokale Kriege dezimierten die Bevölkerung. Heute (2002) leben die ca. 15.500 Holoholo von der Landwirtschaft auf Basis von Sorghum, Mais, Erdnüsse, Bohnen und der Fischerei. Der Name „Holoholo“ stammt von den Belgiern, die den Klang ihrer Begrüßung komisch fanden. Ihr Name „Kalanga“ bedeutet einfach Menschen. Als sich im 18. Jahrhundert das Luba Reich nach Osten ausdehnte, flohen die Holoholo und siedelten am Tanganjikasee.                      Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Holoholo_people

Der Felsen, den man im Ozean sieht, kann das Schiff nicht zerbrechen.
(Gefahren, die man sieht, können nicht mehr schaden, weil man sich frühzeitig darauf vorbereiten kann, um sie abzuwehren.)

Die Menschen eines Landes ohne Bodenschätze sind arm und sterben an Hunger.
(Der wahre Reichtum, den ein Mensch haben kann, ist Klugheit und Wissen, Reichtum ohne Klugheit und Wissen ist Eitelkeit.)

Du kannst dich um den Tod deiner Eltern nicht gekümmert haben, aber willst immer Trostwörter haben.
(Wenn Schwierigkeiten im Leben auftreten, erwartet man immer Worte der Ermutigung und Trost.)

Du wirst geehrt wegen dem, was du getan hast.

(Durch die guten oder schlechten Handlungen wird man bekannt. Man sollte überlegt handeln, weil alles wieder auf einen zurück fällt.)

Eine schamlose Person wird in der Gemeinschaft nicht gebraucht.

(Man sollte alle seine Taten bedenken, ob sie gut oder schlecht sind.)

Ein Mensch kann seine heimatlichen Berge auch in einem fremden Land nicht vergessen.

(Das bedeutet, egal wohin man geht oder wo man lebt, die Heimat, woher man kommt, wird man nie vergessen.)

Ein Mensch beklagt sich über das, was andere sagen, während er selbst nur unwichtiges sagt.

(Das bedeutet, man sollte nur sprechen, wenn man etwas zu sagen hat, was hilfreich ist und der Sache dienlich ist, sonst sollte man schweigen.)

Ein Trommler und ein Sänger sind der Begünstigten, nicht der Zuhörer.

(Es bedeutet, dass man allen zuhören sollte, unabhängig davon, wer sie sind, und wo sie herkommen.)

Honig auf Boden ist süß, aber er ist voll Sand.

(Probleme bestehen unabhängig davon, ob man reich ist oder nicht oder glücklich oder unglücklich ist, sie belasten unabhängig von allem anderen.)

Jeder sollte die Nahrung essen, für die er geschwitzt hat, damit es kein Gerede gibt.

(Dieses Sprichwort richtet sich gegen Faulheit von denen, die Arbeit verabscheuen. Es ist besser, die Früchte der Arbeit zu genießen, statt auf Kosten anderer zu leben.)

Man verschmäht keine Frau wegen Faulheit, sondern wegen Unzucht.

(Man sollte vor Herausforderungen oder Problemen nicht zurückweichen sonder sie annehmen und lösen.)

Vor seinem Vater und seinem Onkel hat ein Kind immer recht.

(In der Familie oder bei Verwandten wird man anerkannt und geachtet. In der Fremde denken und reden die Menschen, was sie wollen.)

Wenn du viele gewinnen willst, kannst du alles verlieren.

(Man sollte nicht zu egoistisch sein oder übertreiben, weil es sich möglicherweise auch gegen einen selbst wenden kann.)

Wenn es regnet, ist es die beste Zeit, um auf der Kleidung zu urinieren.

(Bei Regen würde es keiner merken, da alles schon nass ist. Das bedeutet, man sollte die Gelegenheiten nutzen, die sich durch mögliche Ereignisse ergeben.)

Wenn man Fleisch teilt, bekommt man große und kleine Teile.

(Teilen ist gut, weil, auch bei Ideen oder Problemen. Ob sie klein oder groß sind, gibt es immer mehrere Lösungsmöglichkeiten.)

Wer dich beißt, ist in dir.

(Das bedeutet, meist sind es die Nächsten, Verwandte oder Freunde, die einander verraten und schaden. Man sollte auch in seiner nächsten Umgebung wachsam sein.)

Witze können dir ernste Probleme bringen.

(Das bedeutet, man soll mit nichts übertreiben, denn alles könnte sich möglicherweise als Nachteil herausstellen. Ein Witz auf Kosten anderer kann sich auch gegen einen selbst kehren.)

Wo es ein Gewehr gibt, gibt es keinen Raum für einen Pfeil.

(Das bedeutet, Feinde können nicht zusammen leben, genauso wie zwei Stiere nicht in einem Stall bleiben können.)

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Sprichworte der Mongo
Die Mongo sind ein Bantu-Volk mit mehreren Untergruppen im Nordwesten des Kongobeckens in der Provinz Équateur der Demokratischen Republik Kongo. Die Mongo gehören neben Bakongo, Baluba und Lunda zu den vier Hauptvölkern im Kongo, die den größten Teil der Bevölkerung ausmachen. Die Mongo sprechen verschiedene Dialekte des Lomongo. Mit ca. 400.000 Sprechern (1995) gehört Lomongo zu den größeren Sprachen der Region.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mongo_(Volk)
          http://www.ethnologue.com/language/lol

Die Hand unterstützt den Fuß, aber der Fuß kann nicht das gleiche tun.

Die Sonne scheint während des Tages, nicht nachts.

Eine kleine Axt ist nicht ausreichend, um einen großen Baum zu fällen.

Ein gestohlener Gegenstand füllt ein Herz nicht mit Freude.

Ein Hammer arbeitet nicht mit Eisen.

Ein Hund geht nicht in ein Haus, wo sie Hunger leiden.

Ein Messer erkennt seinen Besitzer nicht.

Ein Messer hat keine Angst vor Dornen, eine Frau fürchtet einen Mann.

Es ist leichter, einen Ameisenhügel zu transportieren, als die Autorität in einem Dorf auszuüben.

Wenn die Beine nicht laufen, wird der Magen nicht essen.

Wurzeln wissen nicht, was ein Blatt im Sinn hat

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*1 Kwanga sind Verschiedene Gemüse mit Maniokmehl in Blättern gerollt und in einem Topf mehrere Stunden gekocht. Sie können mit Fisch und Fleisch sowie trockenen Erdnüsse gegessen werden.