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Sprichworte aus Namibia
Flagge von Namibia
Wappen von Namibia
Flagge von Namibia
Wappen von Namibia
Namibia ist ein Staat im südlichen Afrika am Atlantik zwischen Angola, Botswana, Sambia und Südafrika. Der Name des Staates leitet sich von der Wüste Namib ab, die den gesamten Küstenraum des Landes einnimmt. Er wurde bei der Unabhängigkeit als neutrale Bezeichnung gewählt, um keines der vielen namibischen Völker zu benachteiligen. Namibia hat eine Fläche von 824.116 km² (ein großer Teil davon ist die Namib-Wüste, eine Küstenwüste, die direkt am Strand beginnt und 160 km ins Land hineinreicht, im ganzen 95.034 km² groß ist und bis nach Angola hinein reicht.) und ca. 2,1 Millionen Einwohner (2011), von denen 14,3 Prozent (2013) unter der Krankheit HIV/AIDS leiden.

Englisch ist die einzige Amtssprache in Namibia. Die deutsche Sprache ist eine anerkannte „Nationalsprache“ (Minderheitensprache) neben Afrikaans, Otjeherero und Oshivambo, welches alle Verkehrssprachen des Landes sind. In Namibia gibt es knapp 20.000 deutsche Muttersprachler sowie mehrere Hunderttausend, die Deutsch als Zweitsprache sprechen.

Ursprünglich lebten die San („Buschleute“) und der Damara in diesem Land. Im 14. Jahrhundert wanderten Bantu in das Gebiet des heutigen Namibia ein. Ab 1884 war es ein deutsches Schutzgebiet und blieb bis zum Ende des 1. Weltkrieges deutsche Kolonie. 1920 stellte der Völkerbund Namibia unter südafrikanisches Mandat, das seine eigenen Gesetze, wie die zur Apartheid, in Namibia einführte. Nach dem namibischen Befreiungskampf wurde Namibia am 21. März 1990 (seitdem Nationalfeiertag) unabhängig. Das Land ist heute Mitglied der Vereinten Nationen (VN), der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC), der Zollunion des südlichen Afrika sowie der Afrikanischen Union (AU) und des Commonwealth of Nations.

Wahlspruch von Namibia: Einheit, Freiheit, Gerechtigkeit

                        Quelle:   http://de.wikipedia.org/wiki/Namibia

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Bäume können sich nicht treffen, aber Menschen.

Bohnen sind nicht das Gleiche wie Fleisch.

Das, was leckt, kann nicht voll bleiben.

Das Zebra sagte dem weißen Pferd, „Ich bin weiß“, und sagte dem schwarzen Pferd: „Ich bin eigentlich schwarz“.


Der Knochen, der dir vom König gegeben wird, ist Fleisch.

Der Mann ist der Kopf der Familie, die Frau der Hals, der den Kopf dreht.


Der Wind bricht keinen Baum, der sich beugt.
(Auch Sprichwort der Sukuma in Tansania.)


Des Diamanten Vater ist die Kohle, aber er versteht sich als Oberschicht.


Die, die zusammenleben, können ihre Hinterteile nicht voreinander verstecken.

Die Erde ist nicht unsere, es ist ein Schatz, den wir treuhänderisch für zukünftige Generationen halten.


Die Katze und die Maus können nicht lange Nachbarn sein.

Die Liebe ist ein Despot, der niemanden verschont.

Die Ohren verlieren nicht ihr Interesse.

Die Person, die sich selbst bewacht, wird nicht zerstört werden.


Die Rede der alten Leute ist nicht entehrend - schließlich sahen sie die Sonne zuerst.

Die Wege des Unmoralischen sind immer voraussagbar.

Ein alter Affe vergisst nie, wie man auf Bäume klettert.


Ein Angeber wird an seiner Kopfbedeckung erkannt.

Ein brüllender Löwe tötet kein Spiel.


Eine Fledermaus ist kein Vogel.


Eine Mutter ist immer eine Mutter.

Ein Erbe erbt auch Streitigkeiten.


Ein Fremder hat große Augen, sieht aber nichts.

(Vergleichbare Sprichwörter auch in anderen afrikanischen Ländern. Große Augen bedeuten Neugier, Aufmerksamkeit, Interesse oder ähnliches. Das bedeutet, eine Gemeinschaft, hat immer Geheimnisse, die ein Außenstehender oder Fremder nie erfahren wird, egal wie neugierig er auch ist.)

Ein halbes Brot ist besser als nichts.
(Ähnliches Sprichwort auch bei den Zulu in Südafrika. Wahrscheinlich liegt der Ursprung beim englischen Sprichwort „Half a loaf is better than no bread.“ (Ein halber Laib ist besser als kein Brot.), dass John Ray schon 1670 in seinem Buch „A Hand-book of Proverbs“ aufgeführt hat. und heute noch in etlichen Veröffentlichungen englischsprachiger Autoren Verwendung findet.)

Ein Jäger, der nur einen Pfeil hat, schießt nicht leichtsinnig aufs Ziel.
Zebras können ihre Streifen nicht wegwischen.
Ein Mann kann seine Vergangenheit nicht rückgängig machen.
Können Zebras ihre Streifen wegwischen?


Ein Narr lacht über sich selbst.


Ein Parasit kann nicht allein (einsam) leben.


Ein Vielfraß ist nie zufriedengestellt.

Ein Vogel vergisst nicht, wo er seine Eier legt.


Elefanten tragen sich gegenseitig.


Es gibt viele gute Melodien, die auf einer alten Geige gespielt wurden.


Es ist derjenige, der neben einem Feuer liegt, der die Hitze fühlt.

Es ist einfach, über deines Nachbarn Feld zu gehen.


Es ist immer eine Freude, einen Freund aus der Ferne zu grüßen.


Flüstern ins Ohr ist Teufelssprache.


Gold wie die Sonne schmilzt Wachs und härtet Lehm.


Gott ist in den Details und so ist der Teufel.

Gott spricht in einer fremden Sprache.

Heute Schmetterlinge, morgen Wespen.


Ich bin nicht tot, da ich ein bisschen mehr erleiden kann.

Kleine Vögel haben lange Schnäbel.


Lasse den ersten Drang passieren, warte auf den Zweiten.

Lernen erweitert große Seelen.

Moralische Menschen schlafen gut in der Nacht, aber die Unmoralischen scheinen Vergnügen an den wachen Stunden zu bekommen.

Neid und Gier wachsen auf dem gleichen Stiel.

Neue Kleider haben keine Läuse.

Nie tötet die Katze, die schreit.

Nur der Dumme testet die Tiefe des Wassers mit beiden Füßen.
(ähnliches Sprichwort auch in Ghana)

Nur die Berge treffen sich nie.

Nur die Starken überleben.

Nur ein Medizinmann wird beim Schlafen reich.


Sobald der Affe auf einen Baum geklettert ist, wird es anfangen, seine erhöhte Position zu missbrauchen.


Sogar der mächtigste Adler kommt auf die Baumwipfel, um sich auszuruhen.


Sogar ein schwacher Löwe wird nicht von einem Hund gebissen.


Verlass das Haus deines Gastgebers nicht und wirf Schlamm in seinen Brunnen.


Von kleinen Dattelsamen sind große Dinge geboren.


Von wilden Zitronenpflanzen kann man keine Bohnen ernten.

Was du während des Tages nicht sehen kannst, wirst du bei Nacht nicht sehen.


Wenn dein Mund zu einem Messer wird, wird es deine Lippen abschneiden.


Wenn der Fisch faulig wird, beginnt alles mit dem Kopf.


Wenn der Fuchs hungrig ist, frisst er Schmetterlinge.


Wenn der Staat fallen wird, ist es aus dem Bauch.


Wenn du Gott ein gutes Lachen geben willst, erzähl ihm von deinen zukünftigen Plänen.


Wenn ein kleiner Zeh verletzt ist, neigt sich der ganze Körper nach unten, um sich darum zu kümmern.


Wer das Pferd von Gier im Galopp reitet, wird die Tür der Scham hochziehen.


Wer schlechten Atem hat, kann es nicht riechen.


Wer zwei Ratten gleichzeitig jagt, fängt keine.


Wir fangen als Narren an und werden weise durch Erfahrung.


Wo du den Schwanz siehst, dort ist die Maus.


Wo es Vögel gibt, gibt es Wasser.

Zwei Deutsche – fünf Meinungen.


Zwei Elefanten können nicht im Schatten desselben Baumes sitzen.

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Sprichworte der Herero
Die Herero (Herero bedeutet ursprünglich Viehbesitzer) sind ein zu den Bantu gehörendes südwestafrikanisches ehemaliges Hirtenvolk in Namibia, deren Sprache ebenfalls Herero heißt.
In Namibia kamen bis zu 80 Prozent des Hererovolkes während der deutschen Kolonialzeit um. Beim Aufstand der Herero und Nama verübte die deutsche Kolonialmacht unter der Führung Lothar von Trothas einen Völkermord, bei dem rund 85.000 Herero starben. Aus der taktisch überlegenen Vorgehensweise von Lothar von Trotha, mit der Intention, die Vernichtung des gesamten Herero-Volkes zu verwirklichen, resultierte dieser erste Völkermord des 20. Jahrhunderts, der bis zu 80% des Hererovolkes das Leben kostete. Am 11. August 1904 verloren die Herero die Entscheidungsschlacht am Waterberg, jedoch konnte ein großer Teil der Hereros in die wasserlose Omaheke-Steppe flüchten. Die Deutschen und die mit ihnen verbündeten Orlam-Witbooi riegelten die Wüste ab und vertrieben die Hereros von den Wasserstellen. Ausdrücklich wurde auch Frauen und Kindern die Möglichkeit verwehrt, sich den deutschen Soldaten zu ergeben. Sehr viele Hereros überlebten diese Attacke nicht.

Heute gehören ca. 120.000 Menschen dem Hererovolk an, die mehrheitlich in Namibia leben, einige auch in Botswana und Angola.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Herero


Da wo dein Gott gestorben ist, wirst auch du sterben.

Ein bitteres Herz verschlingt seinen Besitzer.


Der Schwache geht dahin, wo man ihn anlächelt.

Eine schwache Person geht, wo er angelächelt wird.


Gebücktes Alter spricht gerade Sprache.


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Sprichworte der Himba
Das Hirtenvolk der Himba ist ein nur kulturell von den Hereros unterscheidbares Volk im Norden Namibias und im Süden Angolas. Die Bezeichnung Himba betont keine ethnische Unterscheidung, sondern eine soziokulturelle. Die von den übrigen Hererovölkern räumlich getrennten Siedlungsgebiete förderten eine getrennte Entwicklung. Die etwa 16.000 Himba gehören zur Sprachfamilie der Bantu. Sie gelten als letztes (halb)nomadisches Volk Namibias, während sie sich in Angola mit dieser Lebensweise in der Gesellschaft der Vakuval(e) und der Mundimba befinden.
Als Teil der Vorfahren der heutigen Hereros wanderten die Himba im 15./16. Jahrhundert in das heutige Namibia ein, ein kleiner Teil später auch in angrenzenden Gebieten Angolas. In Namibia lebten sie als nomadische Jäger und Sammler im Nordwesten, im Kaokoland am Kunene.
In Namibia leben die Himba auch heute noch fast unberührt in ihrer sich ständig anpassenden und verändernden Tradition in extrem einfachen Verhältnissen, vor allem im Kaokoland. Die Himba halten sich für vermögend, wenn sie eine große Viehherde besitzen und die Ernte gut war. Vor ca. 100 Jahren wurden seine Mitglieder von kriegerischen Nama überfallen und ausgeraubt. Sie mussten bei den Nachbarn um Almosen bitten und wurden daher „Himba“ genannt, was Bettler bedeutet.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Himba

Ein Himba ist nichts ohne sein Vieh.

Fange deine Landwirtschaft nicht mit dem Vieh an, beginne mit den Menschen.

Halte dieses kostbare Land sanft, es ist tatsächlich das halten der Zukunft.


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Sprichworte der Ovambo
Die Ovambo sind die zahlenmäßig stärkste Bevölkerungsgruppe Namibias. Die Ovambo leben vorwiegend in der namibisch-angolanischen Grenzregion Nordzentralnamibia, das in der deutschen Kolonialzeit und unter der südafrikanischen Besatzung Ovamboland genannt wurde. In dieses Gebiet sind sie wahrscheinlich im 15. und 16. Jahrhundert mit weiteren bantusprachigen Völkern aus den Regionen der Großen Seen eingewandert. Von dort brachten sie auch das Wissen über Eisen mit. Die Ovambo sind sesshafte Ackerbauern und Viehzüchter und leben in kleinen familiären Gemeinschaften innerhalb einer runden umschlossenen Siedlungsstätten (Kral) zusammen. Die Ovambo werden in zwölf Gruppen eingeteilt. Die acht im namibischen Teil des Ovambolandes lebenden Gruppen sind die Kwanyama, Ndonga, Kwambi, Ngandjera, Mbalanhu, Kwaluudhi, Eunda und Kolonkdhi, die 1994 etwa 670.000 Angehörige ausmachten. Die Sprache der Ovambo ist das Oshivambo.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ovambo

Annahmen füllen den Getreidekorb nicht, „wenn“ füllt die Speisekammer nicht.


Aus einem Strohhalm wird ein Vogelnest.


Der anbrechende Tag hat Weisheit, der sich neigende hat Erfahrung.

(Ndonga Sprichwort, Dialekt der Ovambo Sprache)


Der Vogel wird nicht in deinen Pfeil fliegen.


Die Person, zu der die Dinge gebracht werden, kennt nicht die Länge der Straße.


Du kannst nicht vermeiden, die Lügen hinter deinem Rücken.

Du weißt nicht, wie man weint, bis deine Mutter stirbt.
(Sprichwort der Ovambo in Angola und Namibia)

Ein alter Mensch hat die Weisheit geschmeckt.

Ein Parasit kann nicht allein leben.


Es gibt nicht genug Platz für zwei Elefanten, um im gleichen Schatten zu sitzen.


Feigling, erwürge du deine Furcht (Angst) oder sie erwürgt dich selber.


Kein Zaun hält Blicke fern.


Mit der Linken übe dich, solange die Rechte noch da ist.

(Ndonga Sprichwort, Dialekt der Ovambo Sprache)


Nacht wird gefolgt vom Tag, Hungersnot von Überfluss.


Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.


Satt sein heißt noch nicht fett sein.

(Ndonga Sprichwort, Dialekt der Ovambo Sprache)


Was man fortwährend anrührt, wird schmutzig.

(Ndonga Sprichwort, Dialekt der Ovambo Sprache)


Wenn dir nicht davon erzählt wird, gehst du schmutzig unter Leute.


Wenn du nicht auf gute Ratschläge hörst, wirst du in der Öffentlichkeit beschämt werden.

(In jeder Gesellschaft gibt es Werte, Normen und gute Beispiele, um erfolgreich zu sein. Meist wissen die Älteren um die Weisheiten und Erfahrungen und handeln Verantwortlich. Sie helfen den jüngeren und Unerfahrenen mit der Weitergabe ihrer Erfahrungen und geben ihnen Ratschläge. So machen sie die Jüngeren auch auf Verschmutzung oder anderes ihrer Kleidung aufmerksam. Wenn die Kleidung nicht gereinigt wird, wird es für deren Träger später in der Öffentlichkeit sehr peinlich.)


Wer die Früchte vom Baum geschüttelt hat, soll sie auch aufsammeln.


Wer nicht offen mit dir spricht, ist nicht dein Freund.
(Ndonga Sprichwort, Dialekt der Ovambo Sprache)

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