Logo Sprichworte der Welt
____________

Wetterkarte

Diese Internetseite wird mehrmals wöchentlich aktualisiert und ergänzt. Diese Internetseite erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und alle Angaben sind ohne Gewähr.
Alle enthaltenen Informationen sind bestmöglich und so genau wie möglich wiedergegeben. Falls trotzdem Angaben ungenau sind oder nicht den Tatsachen entsprechen, bitte ich um eine Benachrichtigung.

____________



Sprichworte aus Uganda
Flagge von Uganda
Wappen von Uganda
Flagge von Uganda
Wappen von Uganda
Uganda ist ein Binnenstaat in Ostafrika am Victoriasee und liegt zwischen dem Südsudan, Kenia, Tansania, Ruanda und der Demokratische Republik Kongo. Die Amtssprachen sind Englisch und Swahili, im autonomen Königreich Buganda auch Luganda. In Uganda leben über 40 verschiedene Volksgruppen die insgesamt 43 verschiedene Sprachen sprechen. Englisch und Swahili (seit der Verfassungsänderung vom September 2005) sind die zwei offiziellen Amtssprachen. 1962 wurde Uganda von Großbritannien unabhängig. Uganda ist 241.040 km² groß und hat 34.509.205 Einwohner (April 2011)

Der Name Uganda stammt vom Königreich Buganda im Südosten, deren Bantusprachen einem Grundwort (hier Ganda) ein Nominalklassenpräfix voranstellen, das den gemeinten Begriffes bezeichnet. So ist Buganda das Land der Baganda, die die Sprache Luganda sprechen. Der erste Kontakt der Europäer mit Uganda erfolgte über Tansania, wo statt des Präfixes Bu- für ein Land das Präfix U- benutzt wurde.

Vor ca 2000 Jahren wanderten ackerbebauende Bantu ein, welche die schon ansässigen Pygmäen zurückdrängten und ihrerseits von Niloten des Nordens nach Süden gedrängt wurden.
Ab dem 15. Jahrhundert bildeten sich bei den Bantu die heutigen Aristokratien und Königreiche. Das Königreich Buganda nahm die führende Rolle ein. In einigen Gebieten etablierte sich der Islam, in vielen Regionen blieben jedoch die Naturreligionen vorherrschend. Um 1860 entdeckten als erste Europäer die Quelle des Nils und die europäische Kolonialisierung Ostafrikas begann. 1894 wurde Uganda britisches Protektorat. Die Eisenbahnlinie der Ugandabahn wurde von Mombasa über Nairobi bis nach Kampala gebaut.

Am 9. Oktober 1962 wurde Uganda unabhängig und König Mutesa II. von Buganda wurde Präsident. Zwischen 1966 und 1986 bestanden Gewaltherrschaften von Milton Obote und Idi Amin. Nach dem Uganda-Tansania-Krieg einen erfolgreichen Guerillakrieg kam der heutige ugandische Präsident Yoweri Museveni an die Macht. Trotz mehrerer Wahlen, Verfassungsänderungen und Demokratisierungen kam es seitdem immer wieder zu Unruhen.

Wahlspruch von Uganda:  Für Gott und mein Land

   Quelle:  
http://de.wikipedia.org/wiki/Uganda

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Brüder lieben sich, wenn einer so reich ist wie der andere.


Das Baby sagt: „Mutter ist der beste Koch.“


Das Lachen eines Kindes ist das Licht eines Hauses.


Der dich betrügt, ist nahe bei dir.

Der Ehemann ist immer der Letzte, der es weiß.


Der Geschmähte ist immer anwesend.


Der Hilfeschrei des Magens geht nie zu Ende.


Der Jäger, der einen Elefanten aufspürt, hält nicht an, um Steine auf Vögel zu werfen.


Der Mann mit einer Ehefrau ist der Boss aller Junggesellen.


Der Nörgler verlässt seinen Posten nicht, aber er schreckt andere Bewerber ab.


Der Tod gleicht einem wilden Tier.


Des weisen Mannes Herz ruht still wie klares Wasser.


Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.


Die Brust der Mutter kann keine Lepra bekommen.


Die Frau ist die Rippe des Mannes.


Die Mutter des großen Ziegenbocks hat keine Hörner.


Die schöne Frau ist die Schwester von vielen.


Die Vorstellung von Gott ist wie eine Haut: Jeder legt sich seine eigene zu.

Eine Erdbeereblüte wird trockenes Brot nicht befeuchten.


Eine gute Ernte wächst nicht leicht, je fleißiger der Bauer, desto reiche Ernte.


Ein Hund mit einem Knochen im Maul kann nicht beißen.


Ein Kind lacht nicht über die Hässlichkeit seiner Mutter.


Ein Mund kann nicht gleichzeitig aus zwei Kalebassen trinken.


Ein Stock, der weit weg ist, kann keine Schlange töten.

(Ähnliche Sprichworte mit ähnlichem Sinn gibt es in vielen anderen Ländern. Das Sprichwort bedeutet, man sollte mit dem wenigen, das man hat und dem man auskommt zufrieden sein und sich nicht mehr und besseres wünschen, was aber unerreichbar ist. Das deutsche Sprichwort: Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.)


Ein voller Magen überdauert nicht die Nacht.


Fäkalien sind die Nahrung von Fliegen.


Frauen haben kein Gericht.


Freundliche Worte sind leicht, Freundschaft schwer.


Freundschaft ist wie eines Schneiders Saum: Das Auseinandernehmen ist es, das Schwierigkeiten bereitet.

Geduld setzt eine Krone auf dem Kopf.


Gott erlöst (bewahrt, beschützt) die Leidenden entsprechend seinem Willen.


Hunger kennt keinen Älteren oder König.


In einer mondlosen Nacht strahlen die Sterne heller.



Kennt man die Bäume nicht, behandelt man sie alle wie Feuerholz.

Krankheit begleitet einen abnehmenden Mond, ein Neumond kuriert Krankheit.


Leere Hände gefallen nur ihrem Besitzer.


Man folgt den Fußabdrücken nicht im Wasser.


Männer lieben jeden anderen, solange man reicher als der andere ist.


Menschen gewöhnen sich sogar, sich mit Honig zu ernähren.

Mit Reichtum gewinnt man eine Frau.


Niemand fürchtet sich vor dem, was er heranwachsen gesehen hat.


Nur ein Narr versucht, in das Feuer zu springen.


Oberhäupter sind keine Oberhäupter für Frauen.


Ohne einen Anführer sind schwarze Ameisen verwirrt.


Reisen bedeutet Neues finden.


Schön von hinten, hässlich von vorne.


Selbst der mächtigste Adler kommt auf die Baumkronen herunter, um sich auszuruhen.


Strecke deine offene Hand nicht zu einem, der dir noch nie zuvor etwas gegeben hat.


Um das schmerzende Herz des Liebhabers zu heilen, gib ihm eine Jungfrau zu heiraten.


Vertraulichkeit ist wie das Meer, das den Fischer umbringt.


Vorsicht ist keine Feigheit, selbst die Ameisen marschieren bewaffnet.


Wasser, das erbettelt worden ist, löscht den Durst nicht.

Sprichwort der Soga in Uganda. Um zu betteln, muss man sich überwinden und es kann dauern, bis man das Notwendige zu Überleben bekommt. Auf Dauer wird das Selbstwertgefühl leiden, man wird träger und persönliche Situation wird sich meist alles verschlimmern. Besser ist es, zu arbeiten und mit eigenem Aufwand etwas zu erreichen und sich zu ernähren.)

Wenn der Herr fort ist, klettern die Frösche das Haus hinauf.

Wenn du einen Hund hast, wirf keine Knochen weg.


Wenn ein Mann in Schwierigkeiten ist, raucht er.


Wenn ein Narr dir seine Mutter gibt, nimm sie mit dir fort.


Wenn es dem Herrn des Hauses an Weisheit mangelt, ist die Arbeit des Arztes nutzlos.


Wenn es Frieden im Land gibt, trägt das Oberhaupt keinen Schild.


Wenn zwei Elefanten kämpfen es ist das Gras, das leidet.
(ähnlich auch in Kenia, Malawi, Sambia, Suuaheli, Tansania und andere. Es gibt noch viele Versionen in anderen afrikanischen Ländern und Sprachen: Wenn zwei Bullen [mal Kühe, Ziegen, Schafe oder andere] kämpfen, wird das Gras verletzt. Es bedeutet das Gefühl der Ohnmacht der kleinen Leute gegenüber scheinbar großen Kräften.)

Wenn zwei Nilpferde streiten, sollte man nicht das Paddel ins Wasser halten.

Wer an der See aufwächst, ertrinkt zuletzt.


Wer dich liebt, erspart dir nicht die Wahrheit.


Wer dich verrät, ist nicht jemand aus weiter Ferne.


Wer die Sonne fürchtet, wird nicht Häuptling werden.


Wer Durchfall hat, kennt die Richtung zur Tür, ohne dass es ihm erzählt wurde.


Wer einmal von einer Schlange gebissen wurde, fürchtet sich sogar vor dem Lurch (einer Eidechse).


Wer für kräftig gehalten wird, muss nicht dafür kämpfen.


Wer keinen Kummer kennt, lässt dich über deinen am Türeingang sprechen.


Wer nicht gereist ist, denkt, dass seine Mutter die beste Köchin der Welt ist.


Wer nicht lügt, wird niemals erwachsen.


Wer nie lügt, wird nie groß.


Wer sagt, dass man dich betrügt, borgt dir nichts.


Wer viel Weisheit besitzt, hat sie im Herzen, nicht auf den Lippen.


Wer vorne geht, gibt dir Weisheit.


Wer zuletzt kommt, trinkt schlammiges Wasser.


Wo sich zwei Ochsen in den Hörnern liegen, leidet das Gras am meisten.


Zwei Freunde teilen sich die weiße Ameise.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Sprichworte aus Buganda

Flagge von Buganda
Buganda ist ein Königreich in Uganda. Die Einwohner heißen Baganda (Ganda), ihre Sprache ist Luganda. Der heutige Landesname Uganda ist der Swahili-Ausdruck für Buganda und wurde 1894 durch die britischen Beamten des Protektorats übernommen. Die Könige von Buganda nennen sich Kabaka. Vom 18. bis ins 20. Jahrhundert hatte Buganda eine Vormachtstellung in Zentralafrika. Heute ist es eine teilweise unabhängige Provinz Ugandas.       Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Buganda

        Flagge von Buganda

Das Herz des weisen Mannes ist ruhig wie klares Wasser.

Der Redner führt den Hund zum Fleischmarkt.


Die Augen des Jägers sind genauso gerötet, wie die des kleinen Tieres (dass er verfolgt).

(Das kleine Tier versucht durch Flucht und Verstecken sich vor seinem Jäger zu retten. Der Jäger versucht durch Kraft und Schnelligkeit, das Tier zu bekommen. Wenn der Jäger es nicht schafft, hat er nichts zu essen und muss hungern. Beide, das kleine Tier und der größere Jäger versuchen mit aller Kraft, ihre Ziele zu erreichen. Bei beiden geht der Kreislauf auf Hochleistung, das Adrenalin steigt im Blut, sie strengen sich an, werden Müde und bekommen rote Augen. Beide, ob groß und stark oder klein und schwach, haben ähnliche Erfahrungen, Emotionen und Ängste. Trotz offensichtlicher Unterschiede reagieren sie ähnlich, ob es Könige, Würdenträger, Bürgerliche oder Arme sind.)

Die Grasfackel, die ein schlechtes Haus verbrennt, zündet auch ein gutes Haus an.


Diejenigen, die zusammengehen, warnen sich gegenseitig.

(Mehrere können sich gegenseitig helfen und bei Gefahr kann der eine den anderen warnen. deutsches Sprichwort: Einigkeit macht stark.)

Die Person, die nicht weit gereist ist, denkt, seine Mutter ist der einzige Koch (der beste Koch).
(Sprichwort sinngemäß auch in vielen anderen Teilen Afrikas. Wenn man nur zu Hause bleibt und nichts anderes kennenlernt, wird man einseitig und beschränkt und hält die eigenen Dinge und Nahrung für das einzig richtige und Beste überhaupt. Man bleibt oder wird individualistisch, provinziell, nationalistisch, ausländerfeindlich und rassistisch und bleibt in der eigenen engen, gettoähnlichen Welt. Das Sprichwort soll die Menschen ermutigen, zu anderen zu gehen und kennenzulernen und auch deren Werte zu respektieren. Reisen erweitert den Horizont und vergrößert die Erfahrung und man lernt von anderen.)

Die Tür, die Guten wie Bösen Eintritt gewährt, ist schlecht.


Durch häufige Versuche lernt der Affe, vom Baum zu springen.

(ähnlich auch in Elfenbeinküste und Kamerun)

Eine Erdbeerblüte versüßt kein trockenes Brot.


Einer, der zu oft Dankeschön sagt, isst dir alles leer.


Eine vereinte Familie isst vom selben Teller.


Ein hässliches eigenes Kind ist mehr für dich, als ein schönes, das deinem Nachbarn gehört.


Ein Herz, das seine Worte nicht sorgfältig abwägt, lässt dich etwas aussprechen, was dein Nachbar niemals vergessen wird.


In die Pfotenabdrücke eines Leoparden kann keine Hund hinein treten.

(Der Leopard wird bewundert für seinen Mut, Kraft und Tapferkeit. Der Hund wird viel weniger gefürchtet und bewunder und jagd nur in Gruppen und wäre in der Nähe eines Leoparden in Todesgefahr, weshalb er dessen Spuren meidet.)

Wenn der Hausherr abwesend ist, hüpfen die Frösche ins Haus.

Wenn der Mond nicht voll (kein Vollmond) ist, leuchten die Sterne heller.


Wenn du ein Haus verbrennst, kannst du den Rauch verbergen?

Wer einen unansehnlichen Menschen liebt, ist derjenige, der ihn schön macht.


Wer von einer Schlange gebissen wurde, fürchtet sich vor einer Eidechse.


Wer zwei Ratten nachjagt, fängt keine.


Zwei sind eine Firma. Drei sind eine Menge.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Sprichworte der Acholi

Die Acholi sind eine Ethnie die im Norden Ugandas, östlich des Weißen Nils in den Distrikten Gulu, Kitgum und Pader und im südlichen Sudan leben. Etwas mehr als eine Million Angehörige dieser Ethnie leben in der Region, die auch Acholiland genannt wird. Sie sprechen die nilotische Sprache Acholi. Ihre Religion ist meist das Christentum, zum Teil auch der Islam und es haben sich auch starke Elemente der alten Religionen mit Schutzgeist- und Ahnenverehrung gehalten, die Eingang in die neuen Religionen fanden. Traditionell fügten sie sich dekorative wellenförmige oder Zickzacknarben auf Schläfen und Wangen sowie schneckenförmige auf den Schenkeln zu. Sie siedeln in runden Hütten mit spitz zulaufenden Dächern. Die Innenwände sind mit Lehm verputzt und mit rotem, weißem und grauem Dekor verziert.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Acholi_%28Ethnie%29


Alte und neue Hirsesamen enden in der gleichen Mühle.


Bedauern (Reue) hat ein schmerzhaftes Bein, weil es (sie) zu spät eintrifft.


Das Gesicht eines Hundes muss behandelt werden, während es noch heiß ist.
(Probleme müssen gleich gelöst werden. Wenn sie neu sind, kann man sie besser lösen, als wenn sie alt sind.)

Der Affe auf der Rückseite lacht über den Schwanz des Affen vor ihm.

(Jemand kritisiert einen anderen ohne vorher einen Blick auf sich zu verwenden und den gleichen Fehler bei sich sehen würde.)

Der alte Kürbis im Hof soll nicht ausgerissen werden.


Der Aufenthalt in der Nähe des Ameisenhaufens machte die Kuhantilopen braun.


Der Erste kann der Letzte werden.


Derjenige, der fragt, begeht keine Sünde.


Der Nachfolger ist schwerer (strenger) als der Erste.

(Das Anfangsproblem war leicht gegenüber dem, was danach kommt. Deutsches Sprichwort: Man kommt vom Regen in die Traufe.)

Der Tod ist eine Narbe, die nie heilt.


Der Topf drückt auf das Gras.

(Jemand handelt nur gegen seinen eigenen Willen und tut etwas auf druck eines anderen.)


Der Topf mit Wasser fällt vom deinem Kopf, wenn du gerade die Tür deines Gehöfts erreicht hast.


Der Wassertopf drückt auf eine kleine kreisförmige Auflage.

(Die Acholi haben kleine runde Auflagen auf dem Kopf um darauf Wasserkrüge und -Töpfe zu tragen. Durch die Auflage entsteht eine kleine gerade Fläche, auf der die Wasserkrüge stehen können. Bein tragen der Krüge muss man gerade gehen, damit die Krüge nicht herunterfallen und man kann die Auflage beim Tragen der Krüge auch nicht vom Kopf nehmen. Genauso muss man sich in einer Gemeinschaft im Dorf oder dem Staat an die Regeln und Vorschriften halten. Man muss Dinge tun oder lassen, die von der Gemeinschaft gefordert werden, auch wenn sie gegen den eigenen Willen sind, weil man in dieser Gemeinschaft lebt.)

Die Handtasche eines Älteren ist nie vollkommen leer.

(In einer Welt von unerwarteten und und überraschenden Ereignissen und Katastrophen ist es ratsam vorbereitet zu sein. Ältere weise und erfahrene Menschen haben meist einen Notvorat angelegt und Erfahrung mit außergewöhnlichen Vorkommnissen oder können schlimmeres verhindern.)


Die wachsende Hirse fürchtet nicht die Sonne.


Die weiße Ameise erscheint, nachdem sich die Hühner woandershin gewendet haben.

(Etwas gutes kommt erst, nachdem derjenige, der davon profitieren könnte, nicht mehr da ist. Die nicht mehr anwesenden Hühner würden die Ameisen fressen können, die Menschen aber nicht.)


Ein brüllender Löwe fängt keine Beute.

(Auch in Kongo und Simbabwe. Dieses Sprichwort meint diejenigen, die viele Worte machen aber nichts tun. In Deutschland: Hunde, die bellen, beißen nicht.)


Eine harte Kalebasse hat nur Angst vor Feuer.

(Ein hartnäckiger Gegner wird nur durch drastische Mittel beeindruckt und zum Nachgeben und Handeln zu bewegen sein.)

Einen Schlag hinzugefügt zu Armut oder Elend.

(Jemandes Gegner oder Feind vergrößert durch sein Handeln einen Schaden oder lässt ihn entstehen.)


Einen verrückten Mann erkennt man nicht durch seine Worte, sondern durch seine Taten.


Eine Taube zu Besuch frisst und überprüft die Sonne.

(Wenn man fern von zu Hause ist, sollte man die Zeit zur Heimreise bedenken und genügend Geld dafür aufheben.)


Eine Taube zu Besuch wird leicht gefangen.

(Ein Fremder oder Unerfahrener wird leicht übervorteilt, betrogen und ausgetrickst.)


Eine weiße Ameise, die nur in der Nacht herauskommt, frisst nicht jenseits eines Flusses.

(Auch wenn man stark ist, sollte man auf seinem Gebiet bleiben.)


Ein Hund kennt die Orte, wo ihm Nahrung zugeworfen wird.


Frauen haben keinen Chef.

Ich bin der Chef in meinem eigenen Haus.

Jede Ratte hat ihre eigenen Schnurrhaare.


Konkurriere nicht mit einem Perlhuhn, welches in einem fremden Netz gefangen wurde, weil es an den Eigentümer des Netzes gehört.

(Man soll sich nur um die eigenen Angelegenheiten kümmern.)

Nur weil du arm bist, bedeutet das nicht, dass du mit deiner Mutter zu schlafen musst.


Plötzlich wie Erbrechen eins Hundes.

(Etwas passiert plötzlich und ohne Vorwarnung.)

Sie ist so schön wie Lateme, eine wilde unfruchtbare Banane.
(Schön anzusehen, aber nutzlos.)

Sie teilen nur das Wasser aus dem Brunnen.

Sprichwort der Acholi in Uganda und Südsudan
(Menschen, die sonst feindlich gegeneinander gesinnt sind, haben trotzdem gemeinsame Werte, für die sie zusammen gegen andere auftreten. Ohne das Wasser aus dem Brunnen kann keiner leben, deswegen gibt es da gleiche Interessen, obwohl man sich sonst aus dem Weg geht oder nur den eigenen Vorteil auf Kosten des anderen sucht.)

Wenn ein Löwe brüllt, spielt er nicht fangen.


Wirf die Schildkröte ins Wasser (um sie zu töten).

(Jemanden zur Strafe an einen Ort schicken, ohne zu wissen, das er sich dort wohlfühlt und es eher etwas Gutes, als eine Strafe ist.)

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Sprichworte der Kiga

Die Kiga (auch Chiga oder Bakiga) sind eine Ethnie im südlichen Uganda und im nördlichen Ruanda. Der Name bedeutet „Volk der Berge“. Sie sprechen die Bantusprache Rukiga. 2 bis 3 Millionen Kiga leben in Uganda, ca. 8% aller Einwohner. Noch einmal so viel sind in mehreren Nachbarländern ansässig. In früheren Zeiten sind sie aus Ruanda in das südliche Uganda eingewandert. Sie leben ohne eine zentrale Autorität von Landwirtschaft und bauten Sorghum, Erbsen, Hirse und Bohnen an.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bakiga

Anstatt in der Ferne nach Nahrung zu suchen, baue sie dort an.
(Das Sprichwort meint, bevor man in der ferne nach Nahrung sucht, sollte man sie lieber selbst auf Feldern dort anbauen. Das bedeutet, man soll selbst arbeiten, um etwas zu erreichen und nicht suchen, ob man notwendige Dinge irgendwo ohne große Anstrengung bekommt.)

Das Brennholz, das du sammelst, wenn du gesund bist, wärmt dich, wenn du krank bist.
(Das bedeutet, man soll in guten Zeiten auch an schlechte denken und dafür vorsorgen.)

Das, was köstlich ist, kommt vom Schweiß.
(Das bedeutet, nur durch Arbeit und Anstrengung hat man Erfolg und Anerkennung: Alles, was ohne Arbeit erworben wird, hat keinen Wert. Deutsche Sprichwörter mit ähnlicher Bedeutung: Arbeit hat bittere Wurzel, aber süße Frucht. und: Die Arbeit auf dem Rücken trägt den Lohn, wie man zu sagen pflegt.)

Der kleine Fuß, der keinen Schritt verpasst, beendet seinen Pfad.
(Wenn man etwas noch nicht kann, lernt man es, wenn man nicht aufgibt und seinen Weg bis zu Ende weitergeht. Vergleichbares deutsches Sprichwort: Übung macht den Meister.)

Der Korb, mit dem die Hirse gesät wurde, ist der gleiche, mit dem geerntet wird.
(Wenn man viel sät, erntet man viel. Das bedeutet, wie man arbeitet, so der Lohn. Es gibt mehrere vergleichbare deutsche Sprichworte: Die Ernte hängt von der Saat ab. Wie die Saat, also die Ernte. Wie du säst, so wirst du ernten. und andere.)

Der Magen hat kein Ende.
(Das Sprichwort bedeutet, das der Magen fast immer Hunger hat. Wenn man sich heute satt gegessen hat, ist man morgen wieder hungrig und will mehr essen. Die einzige Möglichkeit, an Nahrung zu gelangen, ist zu arbeiten, um sich die Nahrung zu verdienen. Man muss sein ganzes Leben lang arbeiten, um nicht zu verhungern. Da auch der Geist Hunger hat und man ein Haus und mehr braucht und haben will, muss man auch dafür arbeiten, um sich alles leisten zu können. Man muss von der Jugend bis zum Alter arbeiten, um ein zufriedenes und sinnvolles Leben zu haben. Mit dem Sprichwort werden besonders die faulen und jungen Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass man arbeiten muss.)

Der Wunsch nach einer Familie ließ die Taube fliegen, bis sie erschöpft auf ihrem Rücken lag.
(Die Familie bedeutet hier Einkommen, Wohlstand und Anerkennung. Das Sprichwort bedeutet, das man schwer arbeitet und trotzdem nichts erreicht und zum Schluss erschöpft aufgibt. Man muss zwar arbeiten, um etwas zu erreichen, man sollte sich vorher aber überlegen, was man macht. Man sollte keine unnütze oder zu schwere Tätigkeiten anfangen.)

Die Fliege, die nicht aufbricht, ernährt sich nicht von einer Wunde.
(Das Sprichwort spricht von einer Fliege, die zu faul zum Losfliegen ist, um an der Wunde eines Tieres zu fressen. Sie lässt eine einfache, nicht wiederkehrende Möglichkeit verstreichen. Das bedeutet, das faule oder untätige Menschen eine sich bietende Gelegenheit nicht wahrnehmen. Da gute Gelegenheiten nicht immer überall zu finden sind, sollte man so klug sein, keine ungenutzt vergehen zu lassen. Man sollte kreativ und aktiv sein und selber anpacken, um etwas zu erreichen.)

Die Henne, die nicht kratzt, ist nie zufrieden.
(Das bedeutet, man muss arbeiten und kreativ sein, um seine Wünsche erfüllen zu können. Nur wenn die Henne lange genug auf dem Boden schart und kratzt, findet sie genügend zu fressen, um zufrieden zu sein. Genauso müssen Menschen arbeiten, um mit dem Erreichten zufrieden sein zu können.)

Die vereinigten Kiefer zermalmen den Knochen.
(Das bedeutet, wenn mehrere Menschen zusammen etwas unternehmen, gelingen Dinge, die ein Einzelner nicht schaffen würde.)

Ein Hund kann nicht zur gleichen Zeit bellen und beißen.
(Das Sprichwort bedeutet, man kann nicht zwei Dinge zur selbem Zeit machen. Wenn man etwas gut ausführen will, muss man sich auf eine Sache konzentrieren. Schon früher wussten die Ältesten, das man nicht zwei Dinge gleichzeitig erledigen kann. Auch heute haben alle Versuche erwiesen, das das sogenannte Multitasking nicht möglich ist. Wenn man zwei Dinge zur gleichen zeit erledigen will, springt die Aufmerksamkeit nacheinander von einer Sache zur anderen. Man teilt die Aufmerksamkeit auf und die Ausführung aller Sachen dauert länger und wird schlechter, als wenn man erst das eine und danach das andere erledigt hätte. Leider haben das noch nicht alle mitbekommen und oft wird deswegen schlechter gearbeitet, als es möglich wäre.)

Ein Stock kann nur gebogen werden, wenn er noch frisch ist.
Ein Stock wird begradigt, während er noch jung ist.
(Das Sprichwort weist darauf hin, das die Erziehung der Kinder nicht vernachlässigt werden darf. Die Kinder stehen unter ständiger Kontrolle um sie zu lehren, Disziplin beizubringen und in die gewünschte Richtung zu beeinflussen.)

Gemüse ist süß zu essen, während es noch zart ist.
(Das Sprichwort bedeutet, das die Kiga Männer besonders junge Frauen kurz nach der Pubertät bevorzugen. Sie müssen aber Jungfrauen sein. Wenn unverheiratete Mädchen schwanger wurden, wurden sie oft vom Vater getötet. Sie wurden bevorzugt von der Klippe des Kisizi Wasserfalls heruntergeworfen. So wurden innerhalb von 300 Jahren bis zu 100.000 Mädchen getötet. Erst als 1954 Vater und Bruder eines Mädchens mit in den Tod stürzten, wurde von den Clanführern beschlossen, damit aufzuhören. Ebenso wurde Mädchen auf der Insel Akampene (Bestrafungs Insel) im Bunyonyisee (Ort der vielen kleinen Vögel) ausgesetzt. Entweder sie verhungerten auf der kleinen Insel mit nur einem Baum oder sie ertranken beim Versuch, zurückzuschwimmen. Einziger Ausweg, ein Mann ohne Besitz, der keinen Brautpreis bezahlen konnte, holte ein Mädchen als Frau von der Insel.)

Müßiges Sitzen macht einen alten Mann impotent.
(Wenn jemand nur herumsitzt und nichts tut, ist er für die Familie und die Dorfgemeinschaft nutzlos. Solche Menschen verbrauchen nur und sind für sich und die Gemeinschaft unproduktiv. Das Sprichwort soll die Jugendlichen aufmuntern, aktiv zu arbeiten, für sich und andere zu sorgen, um so von der Gesellschaft anerkannt zu werden.)

Was du anbaust, ist das, was deinen Hunger zufriedenstellt.
(Nur mit dem, was man selber auf den Feldern anbaut, kann man seinen Hunger befriedigen. Das bedeutet, je mehr oder besser man arbeitet, je mehr hat man hinterher. Besitz, Erfolg und Ansehen richten sich nach Qualität und Menge der Arbeit, die man leistet.)

Wer nicht heiratet, hofft, ein Sklave zu sein.
(Heiraten kann nur jemand, der durch Arbeit ein gewisses Einkommen hat und durch sein Erreichtes Anerkennung in der Gemeinschaft erworben hat. Das Sprichwort bedeutet, man muss etwas können und tun, um sein eigener Herr zu sein. Sklave sein bedeutet, abhängig von anderen sein, fehlende gesellschaftliche Anerkennung, schlecht zu arbeiten oder die Früchte seiner Arbeit nicht genießen können.)

Wer nicht hören kann, isst sein eigenes Auge.
(Dies Sprichwort ist die Moral einer Geschichte: In der Not einer Hungersnot wollten alle Dorfbewohner ihre Augen essen, um nicht zu verhungern. Einer passte auf den Topf mit den Augen auf, während die anderen sich noch einmal beraten wollten. Um herauszufinden, ob man die Augen schon essen könnte, probierte er eins. Danach kamen die anderen mit dem Entschluss zurück, die Augen doch nicht zu essen. Alle nahmen ihre beiden Augen zurück, nur der Koch hatte eines seiner Augen schon gegessen und erhielt deswegen nur das eine verbliebene. Das bedeutet, man sollte nicht voreilig handeln. Man sollte die Beratungen und Überlegungen abwarten und auch den Rat anderer annehmen. Wenn man nicht abwarten kann oder auf Rat nicht hört, kommt man möglicherweise mit einem (blauen) Auge davon, vielleicht wird es auch schlimmer.)

Zwei Jobs besiegten die Hyäne.
(Wenn eine Hyäne versucht, zwei Beutetiere zu jagen, wird sie wahrscheinlich keines von beiden erwischen. Das bedeutet, wenn man zwei Dinge tun will, wird keine der beiden erfolgreich beenden. Vergleichbares deutsches Sprichwort: Ein Hund, der nach zwei Hasen jagt, fängt keinen.)

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -