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Sprichworte aus Südafrika
Flagge von Südafrika
Wappen von Südafrika
Flagge von Südafrika
Wappen von Südafrika
Die Republik Südafrika ist ein multikulturelles Land mit Menschen aller Hautfarben, das wegen dieser Vielfalt oft „Regenbogennation“ genannt wird und Staat an der Südspitze Afrikas. Es liegt gleichzeitig am Indischen und dem Atlantischen Ozean. Die Nachbarn an Land sind Namibia, Botswana, Simbabwe, Mosambik und Swasiland. Das Königreich Lesotho ist eine Enklave innerhalb von Südafrika. Die Republik Südafrika hat drei Hauptstädte: Pretoria mit der Regierung, Kapstadt mit dem Parlament und Bloemfontein mit dem obersten Berufungsgericht. Wegen der Vielfalt gibt es elf amtliche Landessprachen: Englisch, Afrikaans, isiZulu, Siswati, Süd-Ndebele, Sesotho, Sepedi, Xitsonga, Setswana, Tshivenda und isiXhosa. Nach Bolivien und Indien ist Südafrika das Land mit den meisten offiziellen Sprachen der Welt.Südafrika hat eine Fläche 1.219.912 km² und 51.770.560 (2011) Einwohner, wovon 79,2 % Afrikaner, 8,9 % Weiße, 2,5 % Asiaten und ca. 8,9 % Farbige unterschiedlicher ethnischer Herkunft, meist Nachkommen der ersten europäischen Siedler, deren Sklaven und der ursprünglich in Südafrika lebenden Völker, zu einem kleineren Teil auch von eingewanderten Asiaten.

Die ältesten ca. 3,5 Millionen Jahre alten Überreste des Australopithecus africanus wurden bei Taung in Südafrika gefunden. Danach lebten verschiedene Arten der Gattung Homo, wie Homo habilis, Homo erectus und Homo sapiens hier. Vor ca. 20.000 Jahren lebten in Südafrika Jäger-und-Sammler-Völker der San und Khoikhoi. Während der Wanderung der Bantu-Stämme überquerten die Bantu den Limpopo und ließen sich im heutigen Südafrika als Bauern und Hirten nieder und verdrängten die San und Khoikhoi.

Am 6. April 1652 gründete der Niederländer Jan van Riebeeck im Auftrag der Niederländischen Ostindien-Kompanie am Kap der Guten Hoffnung eine Versorgungsstation. 1770 erreichte die Siedlungsgrenze der Bantu, was zu Grenzkriegen gegen das Volk der Xhosa führte. 1797 besetzten Truppen Großbritanniens die Region um das Kap der Guten Hoffnung. Die Kapregion wurde besetzt, damit der strategisch wichtige Standort nicht den Franzosen, die die Niederlande besetz hatten, in die Hände fallen sollte. Die Grenze der neuen Kronkolonie wurde von den Briten stark befestigt und das dahinter liegende Land rasch von Weißen besiedelt. 1833 die Sklaverei Abgeschäft, was vielen Buren die Existenzgrundlage entzog. Um sich dem Einflussbereich des britischen Rechts zu entziehen und die Ausbeutung der Nicht-Weißen fortführen zu können, wichen sie als sogenannte Voortrekker ins Hinterland aus. Im Großen Treck von 1835 bis 1841 wanderten rund 14.000 Buren in die Gebiete nördlich des Oranje-Flusses aus. Die Buren gründeten Mitte des 19. Jahrhunderts die Republiken Südafrikanische Republik und dem Oranjefreistaat die 1880–1881 den Ersten Burenkriegs gegen die britischen Expansionsbestrebungen führten. Nach dem 2. Burenkrieg 1899–1902 übernahmen die Briten die Kontrolle über die Burenrepubliken. Im Frieden von Vereeniging wurden die beiden Burenrepubliken in das Britische Empire eingegliedert. Die diskriminierenden Regelungen der Bürgerrechte für nicht weiße Einwohner Transvaals und des Oranjefreistaats blieben bestehen. Nach Verhandlungen wurde am 31. Mai 1910 aus den vier Kolonien Natal, Transvaal, Oranjefluss-Kolonie und Kapkolonie die Südafrikanische Union gegründet.

Nach dem 2. Weltkriegs festigte die weiße Bevölkerungsminderheit ihre Macht und die Apartheid mit Gesetzen durch das Parlament, die systematisch in ein Zweiklassenrecht etablierte. Für nicht weiße wurde die dauerhafte Ansiedlung in sogenannte Homelands angestrebt. Mit dem Republic of South Africa Constitution Act (Act No. 32 / 1961) wurde die Südafrikanische Union offiziell in Republik Südafrika umbenannt und der Bezug zum Commonwealth in einen neuen Staatsbegriff transformiert. Bis 1990 gab es mehrfach Aufstände gegen die Apartheid. Danach verschwanden die Apartheidsstrukturen schrittweise aus der Gesetzgebung und den ersten freien Wahlen für alle Bewohner am 27. April 1994 errang die wieder zugelassene ANC einen überwältigenden Wahlsieg.

Wahlspruch von Südafrika:  „Unterschiedliche Menschen vereinen sich“
                                     (Unterschiedliche Völker vereint)


Quelle:  
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika

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Auch nachts ist die Milch weiß.
(Sprichwort auch in Togo.)

Das Flusspferd, das du sehen kannst, wirft dein Boot nicht um.


Das Unglück hält sich nicht an Besuchstage.


Der alte Elefant weiß, wo er Wasser findet.

Der Dieb isst Donnerkeile.
(Das bedeutet, wer ein Verbrechen begeht, wird schon selbst für die Bestrafung sorgen.)

Der eine Löwe leiht dem anderen nicht die Zähne.

Der Iltis (das Stinktier) weiß nicht, dass er stinkt.

Der Narr ist der Maßstab des Weisen.

Der Sämonat ist der Kopfwehmonat.
(Das bedeutet, man hat immer entschuldigungen, damit man nicht arbeiten muss.)

Der Tanz ist süß durch Wiederholung.

Die eilige Person isst Ziege, aber diejenige, der sich Zeit nimmt, isst Rindfleisch.

(Auch in Lesotho. Die Ziege bedeutet etwas eher oberflächliches, die Kuh bedeutet das sinnvolle im Leben. Das Ziegenfleisch kann den Körper ernähren, das Rindfleisch ernährt aber die Seele. Das leben ist zu kurz für die Eile, alles Sinnvolle und Dauerhafte braucht Zeit, wenn es zufriedenstellend sein soll. Nichts dauerhaftes wird in Eile getan. Rindfleisch wird in vielen Teilen Afrikas höher geschätzt als Ziegenfleisch.)

Die Hyäne vergißt nicht, wo sie ihre Beute versteckt hat.

(Sprichwort der Xitsonga Tsonga, Thonga, Shangaan, Bantusprache im östlichen Transvaal, Südafrika, 4% der südafrikanischen Bevölkerung und angrenzenden Gebieten Simbabwes und Süd-Mosambik)

Die Kuh, die führt, bekommt die meisten Schläge.

Die Trommeln des Krieges sind Trommeln des Hungers.

Die Wälder sind nicht herzlos, auch sie trösten.

Die Weisheit wohnt nicht nur in einem Haus.

Die wilde Natur des Löwen ist gut sichtbar, die des Menschen nicht.

Ein Elefant stirbt nicht an einer gebrochenen Rippe.

(auch Sprichwort in Kenia)

Ein Feigenbaum auf dem Weg gefunden ist genug, um dich vor dem Verhungern zu bewahren.

Ein Mann auf dem Boden kann nicht fallen.

Ein Mensch kann nicht gut auf nur einem Bein tanzen.

Entspanne dich wie eine Banane.

Es gibt keine Regensaison ohne Mücken.

Es gibt kein Rinnsal, das nicht ein Geräusch macht.


Es gibt kein Tier, das nicht in seinem eigenen Bau brüllt.


Fehler gleichen einem Hügel, jeder ersteigt seinen und sieht nur die der anderen.


Frauen sind wie Merino-Schafe. Man beurteilt sie nach ihrem Hinterteil.

Gehe ich vor dir, dann weiß ich nicht, ob ich dich auf den richtigen Weg bringe. Gehst du vor mir, dann weiß ich nicht, ob du mich auf den richtigen Weg bringst. Gehe ich neben dir, werden wir gemeinsam den richtigen Weg finden.
(nach anderen Quellen auch von den Ute Indianern in Nordamerika oder von Albert Camus)

Gott besucht uns häufig. Aber meistens sind wir nicht zu Hause.

Hoffnung ist der Pfeiler der Welt.

Immer noch versucht der Affe wachsen zu lernen.

Jeder Fluss hat seine eigene Quelle.

Kein Rebhuhn kratzt den Boden für ein anderes.

Kluge Leute handeln nicht miteinander.

Liebe deine Frau (Ehefrau) für ihr Wesen und nicht für ihre Schönheit.


Löwen knurren, während sie fressen.
(Das bedeutet, jemand freut sich über nichts, wie ein Löwe der knurrt, obwohl er ausreichend zu fressen hat.)

Man bindet die Kuh fest, ehe man zu melken beginnt.

Man gibt seinem Kind bei der Rückkehr keine Anweisungen, sondern wenn es aufbricht.

Man kann den Deckel von einem Topf abnehmen, um zu sehen, was drin ist, aber ein Mensch hat keinen Deckel.
(Sprichwort der Venda)

Mische dich nicht in eine Familienfehde ein.

Selbst wenn es keinen Hahn gibt, wird es doch Morgen.

Setze dich an den Fuß eines Baumes, und mit der Zeit wirst du das Universum an dir vorbeizuziehen sehen.

Wasser wird niemals müde zu laufen.
(Das bedeutet, ein Schwätzer wird nicht aufhören zu schwatzen.)

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Wenn du nach einer Fliege in deinem Essen suchst, bist du satt.
Wer die Fliege in der Suppe sucht, ist satt.

Wenn eine Biene in dein Haus fliegt, biete ihr ein Bier an, vielleicht wirst eines Tages du ihr Gast sein.

Wenn sich dein Bett bewegt und eine Beule macht, liegt es daran, dass es einen Affen darin gibt.

Wer keinen Verstand hat, ist fast immer mit seinem eigenen zufrieden.

Wer nicht unter ihm steht, den kann der Baum nicht erschlagen.


Wer seinen Hund liebt, muss auch dessen Flöhe lieben.
(Auch ein Bantu-Sprichwort)
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Sprichworte der Zulu
Die Zulu sind eine afrikanische Volksgruppe der Bantu mit heute ca. elf Millionen Menschen und die größte ethnische Gruppe Südafrikas. Sie leben hauptsächlich in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal und in Swasiland.
Im späten 17. Jahrhundert wanderten bantustämmige Nguni-Völker, die ursprünglich aus dem Gebiet des heutigen Kongo stammen, nach Natal ein und verdrängten die indigenen San. Besonders erfolgreich waren hierbei zwei Verbände: Die Ndwandwe nördlich des Umfolozi-Flusses und die Mthethwa südlich davon. Die Zulu waren zunächst ein Unterstamm der Mthethwa. Ihren Namen hatten sie ca. 100 Jahre zuvor von ihrem damaligen Häuptling Zulu ka Ntombhela erhalten. Um 1781 umfassten die Zulu ca. 1.500 Mitglieder.                                          Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zulu_%28Volk%29

Befolge die Gesetzte (Gewohnheiten) oder fliehe aus dem Land.


Das Auge sieht über den überfluteten Fluss hinüber.
(Das bedeutet, man wünscht sich etwas Unerreichbares.)


Das frühe Pferd bekommt gutes Trinkwasser.

(dts.: Der frühe Vogel fängt den Wurm.)

Das Haus des Geschwätzigen lässt den Regen hinein.
Das Haus des lauten Redners hat ein Leck.


Das Krokodil frisst dasselbe, was es vorher gefressen hat.


Der Magen eines Fremden ist klein.


Der Mutter Liebe ist die beste von allen.

Der Tau konkurrierte nicht mit der Sonne.

Der Tod hat keine Bescheidenheit.

Der Tollkühne lernt, wenn das Blut strömt.

Die Geier haben dich nicht gesehen, die Ameise sah dich.

(Die kleinen sehen mehr als die Großen, die viele vermeintlich kleinen und unwichtigen Dinge übersehen.)


Die Leistengegend schmerzt aus Sympathie mit der Wunde.

(Weil eine Wunde Schmerzen verursacht, schmerzt die Leiste aus Sympathie gleich mit. Das Sprichwort beschreibt die Freundschaft und Sympathie. Wenn jemand in Not ist oder anderweitig körperliche oder seelischen Unterstützung bedarf, sind Mitglieder der Gemeinschaft zur Hilfe bereit. Es bedeutet tatkräftige Nächstenliebe.)

Die Liebe wählt nicht den Grashalm aus, auf den sie fällt.


Die Reichen werden sich immer beschweren.


Die schönste Feige kann einen Wurm enthalten (enthält vielleicht einen Wurm).

Diese Welt ist ein harter Platz, diese Welt.

Die sich vorher begegnet sind, werden sich in Zukunft wieder begegnen.

Du kannst keinen Fluss überqueren, ohne nass zu werden.

(Jede Handlung hat seine Konsequenzen. Man sollte das Risiko und die Folgen seiner Handlungen vorher kennen und sich überlegen, ob man die Folgen, möglicherweise auch Nachteile (wie das Nasswerden), auch tragen will.)

Du kannst nicht etwas fast essen.

Fast wird nichts gegessen.

Du kommst als großer Mann und gehst als ein Niemand.

Dunkelheit verbirgt das Nilpferd.

Ein alter Mensch hat den Kalender im Bauch.

Ein Baum wird an seiner Frucht erkannt.
(Das Sprichwort bedeutet, das man einen Menschen an seinen Taten erkennt und danach beurteilen soll. Reden kann man viel, aber wenn die Taten fehlen, ist das Gerede unglaubwürdig und nichts wert. Erfolgreich ist man aufgrund von Handlungen, nicht nur durch Worte.)

Ein eingestandener Fehler ist halb beseitigt.

Einem Toten grollt man nicht.

Ein halbes Brot ist besser als gar kein Brot.

(Ähnliches Sprichwort auch in Namibia.)


Ein Pferd hat vier Beine, trotzdem fällt es oft.
(Nichts ist Perfekt.)

Ein Splitter hat den Elefanten getötet.


Ein Verbrechen wird stets abgeleugnet.


Es gibt keinen Frosch, der nicht aus seinem Teich herauslugt.


Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt.


Gehen wir vorwärts, so sterben wir, gehen wir rückwärts, so sterben wir, es ist besser, vorwärts zu gehen und zu sterben.


Gesegnet sind diejenigen, die bitte können.


Hoffen bringt nicht um.


Hohes Alter kündigt sich nicht an.

Jeder Fluss (Strom, Wasserlauf) hat seine Quelle.

Kein Büffel ist je von seinem Kalb geprügelt worden.


Kein Pfahl ist jemals mit der Rinde alt geworden.


Kopiere immer alle anderen, dann schneidet der Affe eines Tages deine Kehle durch.

(Wenn man immer tut, was alle ohne Rücksicht auf die Folgen tun, wird man eines Tages in Schwierigkeiten geraten.)


Krankheit wird durch Schmerzen geheilt.


Lass im Haus deines Gastgebers keinen Schlamm in seinen Brunnen werfen.

Man stirbt nicht vor Alter, man wird vom Tode zerbrochen.

Ohne Leben gibt es nichts.

Reichtum sitzt still, der Hunger ist ein Wanderer.


Rufe keinen Hund mit einer Peitsche in Ihrer Hand.


Selbst eine Ameise kann einen Elefanten verletzen (weh tun) .


Selig sind diejenigen, die sich selbst erfreuen können.

Sprich nicht über ein Nashorn, wenn es keinen Baum in der Nähe gibt.

Überfluss verbreitet sich nicht, aber Hunger tut es.

Verschlagene Leute teilen nicht dasselbe Schlafzimmer.

Viele sitzen still, Hunger ist ein Wanderer.

Wenn der Mann weg ist, isst der Affe seinen Mais und geht in seine Hütte.

Wer Dinge für andere in Ordnung bringt, bringt sich selbst ins Unglück.

Wer hasst, hasst sich selbst.


Wer sein eigenes Vieh schlachtet, kann daran nicht gehindert werden.

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