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Indische Sprichworte
Wappen von Indien
Flagge von Indien

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Indien ist ein Vielvölkerstaat mit über 1,2 Milliarden Einwohnern (2011) und damit nach der Volksrepublik China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Indien ist eine Bundesrepublik mit 29 Bundesstaaten und sieben bundesunmittelbare Gebieten in Südasien auf dem indischen Subkontinent. Indien gilt, gemessen an der Einwohnerzahl, als größte Demokratie der Welt und ist mit einer Fläche von 3.287.469 km² der siebtgrößte Staat der Erde. Der Himalaja, das höchste Gebirge der Welt, bildet die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet.

Der Name ist vom Strom Indus abgeleitet, dessen Name über Vermittlung des Altgriechischen (Indos) und Altpersischen (Hinduš) auf das Sanskrit-Wort sindhu mit der Bedeutung „Fluss“ zurückgeht.

Um ca. 1500 bis 500 v. Chr. wurden die Grundlagen der heutigen Kultur entwickelt. Gegen Ende der Zeit wurden die Upanishaden geschaffen, die in vielerlei Hinsicht die Basis der in Indien entstandenen Religionen Hinduismus, Buddhismus und Jainismus bildeten. In diese Zeit fallen die Urbanisierung in der Gangesebene und der Aufstieg regionaler Königreiche. Im 4. Jahrhundert v. Chr. entstand mit dem Maurya-Reich erstmals ein indisches Großreich, das unter Ashoka fast den gesamten Subkontinent beherrschte.

Ashoka wandte sich nach zahlreichen Eroberungszügen dem Buddhismus zu, den er im eigenen Land und bis nach Sri Lanka, Südostasien und im Mittleren Osten zu verbreiten suchte. Mit dem Buddhismus übte Indien einen wesentlichen kulturellen Einfluss auf den gesamten Bereich von Zentral- und Ostasien aus. Die Ausbreitung des Hinduismus und Buddhismus über Indochina bis in das heutige Indonesien prägte Geschichte und Kultur dieser Länder. Im 8. Jahrhundert brachten Arabische Eroberungszüge den Islam nach Nordindien. Zu einer Dominanz muslimischer Staaten im Norden sowie zur Islamisierung größerer Teile der dortigen Bevölkerung kam es aber erst ab dem 12. Jahrhundert.

Nach dem Mongoleneinfall 1398 erstarkten die hinduistischen Regionalreiche. Im 16. Jahrhundert wurde das muslimische Mogulreiche gegründet, das für rund 200 Jahre zur bestimmenden Kraft des Nordens wurde und noch bis 1857 Bestand hatte. Nachdem Vasco da Gama 1498 den Seeweg nach Indien entdeckt hatte, begann Portugal ab 1505 kleinere Küstenstützpunkte zu erobern (vgl. Portugiesisch-Indien). Von 1756 an unterwarf die britische Ostindien-Kompanie (British East India Company) von ihren Hafenstützpunkten Calcutta, Madras (Chennai) und Bombay (Mumbai) aus weite Teile Indiens. Nach der Niederwerfung des Sepoy-Aufstandes gegen die Herrschaft der Ostindien-Kompanie 1857/58 wurde diese aufgelöst und Indien der direkten Kontrolle durch Großbritannien unterstellt. Die britischen Monarchen trugen ab 1877 (bis 1947) zusätzlich den Titel Empress of India bzw. Emperor of India (Kaiser(in) von Indien).

Der gewaltfreie Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft, vor allem unter Mohandas Karamchand Gandhi und Jawaharlal Nehru, führte zur Unabhängigkeit am 15. August 1947. Gleichzeitig verfügte die Kolonialmacht die Teilung der fast den gesamten indischen Subkontinent umfassenden Kolonie Britisch-Indien in zwei Staaten, die säkulare Indische Union sowie die kleinere Islamische Republik Pakistan. Die Teilung führte zu einer der größten Vertreibungs- und Fluchtbewegungen der Geschichte. Ungefähr 10 Millionen Hindus und Sikhs wurden aus Pakistan vertrieben, etwa 7 Millionen Muslime aus Indien. 750.000 bis eine Million Menschen kamen ums Leben.

Wahlspruch von Indien: „Allein die Wahrheit siegt“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Indien

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Ackerbau ist der beste Beruf, aber der Bauer muss selbst im Felde sein.

Alles kann man kaufen, außer einer Mutter und einem Vater.


Alles, was gemacht worden ist, ist nicht für die Ewigkeit.


Alle vier Winde sind Gottes.


Am Ende ist alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.


Am reichsten sind die Menschen, die auf das Meiste verzichten können.

Am Tag ist die Eule blind, bei Nacht die Krähe. Wen aber die Liebe verblendet, der ist blind bei Tag und Nacht.

An Arznei glauben, macht sie wirksam.

Ändere deine Gedanken und du veränderst die Welt.


An die Arznei glauben, macht sie wirksam.


Arbeit ist bitter, aber süß das Brot, das man durch sie kauft.


Arbeit ist der Schlüssel zur Ruhe.


Ärger hat keine Augen.


Ärger verletzt sich selbst, Weisheit verletzt einen anderen.


Arme Leute freuen sich über Suppen.


Armut ist ein Kleid aus Feuer.


Armut vernichtet jede Tugend.


Auch die Lotusblume blüht nicht immer.

(Das Sprichwort bedeutet, das nichts von Dauer ist. Auch die größte Schönheit vergeht.)


Aufschiebungen finden niemals ein Ende.


Beim Essen und bei Geschäften sollst du nicht bescheiden sein.


Besser als die Unwissenden sind die, die Bücher lesen; besser als diese sind die, die das Gelesene behalten; noch besser sind die, die es begreifen; am besten sind die, die an die Arbeit gehen.


Dann beginnt unsere Freude, wenn wir den anderen lächeln machen.

Das Auge ist der Spiegel der Seele, aber das Ohr ist das Tor zur Seele.


Das beste Getreide wächst auf den Feldern der anderen, die besten Söhne sind zu Haus.

(Das Beste haben natürlich immer die anderen und selbst ist benachteiligt. Die besten Kinder sind aber immer die eigenen.)


Das beste Heilmittel gegen Sorgen ist die Unterhaltung.


Das Brüllen des Löwen ist besser als das Schweigen der Schlange.

Das Dach, das keinen Regen gesehen hat, ist wie das Kind, das seine Mutter nicht gesehen hat.


Das erste Zeichen von Verstand: ein Ding nicht zu beginnen, das zweite, das Begonnene zu Ende zu führen.


Das Gebet ist das Mittel, das Ordnung bringt in unser tägliches Tun.


Das Gehirn befindet sich nicht im Barte.


Das Geld in den Händen eines Weibes hält sich nicht, das Kind in den Händen eines Mannes gedeiht nicht.


Das Gute bewegt sich wie eine Schnecke, aber das Übel hat Flügel.


Das Gute, das wir heute tun, macht uns morgen glücklich.


Das Ich ist gleich einem Knoten im Flusse unseres Bewusstseins.


Das Kalb ist die Entschuldigung für die Kuh, das Kind die für die Mutter.

Das Kleid bleibt neu bis zum ersten Waschen, die Ehefrau jung bis zum ersten Kind.


Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück.


Das Leben ist wie eine Brücke, geh hinüber, aber baue kein Haus darauf.


Das leere Haus ist das Besitztum der Wespe.


Das Schaf vertraut nur dem, der ihm die Kehle durchschneidet.


Das Schwert ist gefährlich, aber der Zorn noch gefährlicher.


Das Weib ist mit seinem Mann, der Mann aber mit seinem Geschäft verheiratet.


Dem Fetten und dem Mageren scheint dieselbe Sonne, nur ihre Schatten sind verschieden.


Denke, solange du lebst, an die, die dir auch einen Gefallen getan haben.


Der Abend ist die Mutter der Geduld.


Der Bettler, der um Krümel bittet, erhält mehr als der, der um Brote bittet.

Der Dichter hat gesehen, was die Sonne nicht sah.

Der Dieb ist König über den Reichtum der anderen.

Der erste Ratschlag einer Frau ist gut.


Der Erwachsene achtet auf Taten, das Kind auf Liebe.


Der Gast zweier Häuser stirbt vor Hunger.


Der Gatte der Frau ist der Mann, der Gatte des Mannes ist sein Geschäft.


Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen.


Der Gute bewegt sich wie eine Schnecke, aber das Übel hat Flügel.

Der Körper und sein Schatten sind unzertrennlich.


Der Kummer vergeht, wenn er mit fünf Menschen geteilt wird.


Der Mensch bringt täglich sein Haar in Ordnung, warum nicht auch sein Herz.


Der Mensch liebt seine eigenen Fehler.

Der Mensch sagt, die Zeit vergeht. Die Zeit sagt, der Mensch vergeht.

Der Mutige hat immer einen Plan, der Furchtsame hat immer eine Entschuldigung.

Der Mutige sagt: „Lass es mich für Dich tun“, der Furchtsame sagt: „Das ist nicht mein Job“.

Der Mutige sieht eine Antwort in jedem Problem, der Furchtsame sieht ein Problem in jeder Antwort.

Der Narr speit aus, der Weise schluckt herunter.

(Das Sprichwort bedeutet, das ein Narr drauflos redet und alles sagt, ohne zu überlegen. Ein Weiser denkt nach und sagt danach nur das Notwendige und behält seine Gedanken meist für sich.)

Der Ruf eines Mannes ist der Schatten eines Baumes.


Der Töpfer braucht ein Jahr, der Knüppel eine Minute.


Der Tor, der nicht zu laufen weiß, schreit, dass die Straße holprig ist.


Der Trunk, dessen man nie müde wird ist Wasser; die Frucht, deren man nie müde wird, ist ein Kind.


Der von Leidenschaft gepackt ist, kann auch auf einem Baumwollbett nicht schlafen; wer sie aber überwunden hat, schläft auch sanft auf Dornen und Steinen.

Der Weg ist so reich an Gefahr, doch Liebe hat siegende Waffen.

Der Weise tut zuerst, was der Narr zuletzt tut.

Der Wissende weiß und erkundigt sich, aber der Unwissende weiß nicht einmal, wonach er sich erkundigen soll.


Der Wissensschatz lässt sich bei einer Reise am leichtesten schultern.

Der Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis.

Der Zweifel ist eine Krankheit des Herzens.

Die Allertörichsten und die Allerweisesten haben leicht Erfolg. Aber der zwischen den beiden Stehende hat zu leiden.

Die beste Zuflucht ist ein Freund, mag er reich oder arm, traurig oder heiter, mit oder ohne Fehler sein.

Die Blüten des Feigenbaums, die weiße Krähe, den Fuß' des Fischs im Wasser mag man sehen, aber nicht, was in einer Frau vorgeht.

Die Ehefrau eines Diebes hat stets die Witwenschaft vor Augen.

Die eigene Mutter und das Heimatland sind größer als selbst der Himmel.

Die Erde lacht über den, der einen Platz sein Eigen nennt.

Die Fledermaus hatte einen Gast und sagte: „Ich hänge, so hänge du auch.“

Die Fliege wird niemals den Laden des Bäckers verlassen.


Die gleiche Zeit, die es dauert, über die Vergangenheit zu trauern, hat man zur Verfügung, um die Zukunft zu gestalten.


Die größere Schuld des Diebes ist, dass er alle in Verdacht bringt.

Die Guten und Reinen müssen alles Böse tragen.


Die Heimat der Weisheit liegt in weiter Ferne.

Die Hunde bellen (Der Hund bellt), aber die Karawane zieht weiter.

Die Hunde bellen (Der Hund bellt), die Karawane zieht weiter.
Die Hunde bellen (Der Hund bellt) und die Karawane zieht weiter.
„bellen“ über jemanden gehässig reden (kritisieren, schlecht machen). Sich nicht um das Gerede von Kritikern und anderen kümmern, sondern unbeirrt vom Widerstand die eigenen Ziele weiter verfolgen.
International verbreitetes Sprichwort (armenisch, deutsch, spanisch, kurdisch, türkisch), wahrscheinlich türkischen Ursprungs.

Diejenigen aber, welche zum Glück der Erkenntnis gelangt, über die Gegensätze erhaben und frei von Selbstsucht sind, diese erschüttert weder Glück noch Unglück irgendwann.

Die Kuh frisst, während sie geht, das Haus, während es steht.

Die Liebe ist wie der Wind, der kommt und geht.

Die Menschen straucheln nicht über Berge, sie stolpern über Steine.

Die Mutter sieht auf seinen Bauch, die Frau auf seinen Rücken.
(Im Korb auf dem Rücken bringt der Mann das nach Hause, was er erarbeitet hat und wovon die Familie leben muss. Die Mutter will aber wissen, ob es ihm gut geht und sieht es daran, das er wohlgenährt ist.)

Die Nacht ist so schwarz und so schwer, doch Liebe erleuchtet das Dunkel.


Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann.


Die Stille ist nicht auf den Gipfeln der Berge, der Lärm nicht auf den Märkten der Städte, beides ist in den Herzen der Menschen.


Die Trommeln erscheinen betörender aus der Ferne.

Die Vergangenheit sind wir selbst, was wir jetzt sind und sein werden.


Die, welche essen, um zu leben, heiraten, um Nachkommen zu haben, und die, welche die Wahrheit sprechen, bewältigen das Schwierige.

Die Zweige, die am meisten tragen, hängen am tiefsten.


Doppelt, heißt es, sei der Appetit der Frauen, vierfach ihr Verstand, sechsfach ihre Unbesonnenheit und achtfach ihre Liebeslust.

Drei Dinge trösten das bekümmerte Herz: Wasser, grünes Gras und Frauenschönheit.


Dreierlei ist unbeständig: Frau, Wind und Reichtum.


Drei verstehen nicht: der Bettler, der Schuldner und das Kind.


Du kannst nicht im Fluss und in Feindschaft mit dem Krokodil leben.


Durch Weinen wird keine Schuld bezahlt.

Eile ist des Teufels, nur schlechte Menschen rennen.

Ein Boot, das mit Kühnheit befrachtet ist, geht nicht unter.


Ein Buch ist ein guter Freund, der die Fehler der Vergangenheit aufzeigt.


Ein Diamant ist wertvoll, auch wenn er auf einem Misthaufen liegt.


Eine dicke Frau ist wie ein warmer Mantel für den Winter.


Eine Frau erziehen, heißt, einem Affen ein Messer in die Hand drücken.

Eine Frau ohne Ehemann ist ein Sandkörnchen in der Wüste.

Eine schöne Frau (gut aussehende Ehefrau) gehört der Welt, eine hässliche dir allein.

Eines Kindes Schmerzen sind hunderttausend Schmerzen.

Eine Waffe wird durch eine Waffe zum Schweigen gebracht.

Ein Fehler kann leicht zu einem Zweiten führen.


Ein gemeinsamer Topf zerbricht an der Wegkreuzung.


Ein guter Nachbar ist besser als ein Bruder in der Fremde.


Ein gutes Geschenk braucht nicht lange um Einlass zu bitten.


Ein gutes Gewissen lacht über falsche Beschuldigungen.


Ein Hase und eine Frau sind dein, solange sie in deiner Gewalt sind.


Ein Kind, das laufen kann, ist wie ein Gott für das Kind in der Wiege.


Ein Koch und ein Besen in Eile, und der Ehemann geht fasten, ein langsamer Koch und Besen, und er isst drei Mahlzeiten am Tage.
(Das Sprichwort bedeutet, das zu viel Eile und hektisches Arbeiten keinen Erfolg haben. Bei Eile wird der Koch unkonzentriert und das Essen misslingt und ein zu eiliger Besen fegt nicht sondern wirbelt nur Staub auf. Nur konzentriertes langsameres arbeiten bringt gute Ergebnisse.)


Ein Lehrer für die Jungen, eine Schwiegermutter für die Mädchen.


Ein Licht, das nur für sich selbst leuchtet, ist Finsternis.


Ein Löffel voll Tat ist besser als ein Scheffel voll Rat.


Ein Mann in Eile trinkt den Tee mit einer Gabel.


Ein Mann kann nicht reich werden, wenn er für seine Familie sorgen muss.

Ein Narr gibt sich immer zu erkennen, wenn er zu lange bleibt.

Ein schönes Gesicht lockt jedermann zum Küssen.


Ein Streit in einem Nachbarhause ist erquicklich.

Ein ungerechtes Wort ist ein Steinwurf.


Ein Vater mit Schulden ist ein gefährlicher Feind seines Sohnes.


Ein Willkommen und freundliche Worte mangeln niemals im Haus eines guten Menschen.


Erfolg ist zu erreichen, was man sich wünscht; Glück ist sich zu wünschen, was man erreicht.


Es gibt Berge, über die man hinübermuss, sonst geht der Weg nicht weiter.


Es gibt drei Schlüssel zum Herzen der Menschen: Liebe, Güte, Geduld.


Es gibt keinen Handwerker, der sich nicht selbst lobt.


Es ist besser, sich in einen Brunnen zu werfen, als einen alten Mann zu heiraten.


Es ist der gekrümmte Bogen, der schießen wird.


Es ist nutzlos, den Fisch von gestern im Otternbau zu suchen.


Es ist traurig, wenn die Hände kein Herz haben.


Es ist unmöglich, den Riss, den das Schicksal machte, zu flicken, nicht einmal mit der Nadel der Weisheit.


Fehler gibt es die Menge, wo die Liebe dünn ist.


Fische und Gäste werden nach drei Tagen unfreundlich.


Freud und Leid sind ein Rad, das sich dreht.


Freunde sind wie Sterne in der Nacht; auch wenn sie manchmal nicht zu sehen sind, weißt du trotzdem, dass sie da sind.


Freundschaft, die zur Schau gestellt wird, wirkt unangenehm.

Freundschaft zwischen zwei Menschen beruht auf der Geduld des einen.
(Sprichwort auch in Pakistan.)


Fromm in der Jugend, ein Teufel im Alter.


Für den Mutterlosen ist das ganze Dorf die Mutter.


Für die Ehemänner der Redseligen gibt es eine große Belohnung im Jenseits.


Für die Freundschaft von zweien ist die Geduld von einem nötig.


Für die Welt ist die Weisheit närrisch, für die Weisheit ist die Welt närrisch.


Gastfreundschaft und Geschenke soll man auf drei Tage beschränken.

Geduld verlieren heißt Würde verlieren.


Geh zu deines reichen Freundes Haus, wenn du gerufen bist! Zu des armen Freundes Haus geh ungerufen!

Geld, Land und Frauen sind die häufigsten Anlässe für Streit.


Gift ist das Heilmittel gegen Gift.


Glaube keinem weinenden Mann und keiner lachenden Frau.


Glück hilft nur manchmal, Arbeit immer.

Glückliche Tage sind kurz.


Glücklich oder unglücklich sind wir nicht durch unsere Lebenslage, sondern durch unsere Einstellung zum Leben.

Glück und Unglück nehmen den Menschen die Maske ab.

Gott belastet keinen Menschen über seine Kraft.


Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze, träumt im Tier und erwacht im Menschen.


Größe ist immer bescheiden.


Hänge die heutige Pflicht nicht auf den morgigen Haken.


Höfflichkeit verlangt man vom Menschen, Duft von der Blume.


Hoffnung und Mut sind zwei helle Diamanten in der Krone des Erfolgs.


Hundert Schläge eines Goldschmiedes entsprechen einem einzigen eines Schwarzschmieds.
(Ähnliches Sprichwort auch in AfghaniEin Starker schafft auf einmal so viel, wie ein Schwacher, der sich mehr abmühen muss und mehr Zeit benötigt. Lieber einmal etwas mit ganzer Kraft zuwege bringen als sich lange mit halber Kraft abmühen.)

Im Glück einen Vater, im Unglück eine Mutter.


In deinem eigenen Dorf krähe und sei der Hahn, wenn du aber in einem anderen bist, musst du eine Henne sein.

In fließendem Wasser gibt es keinen Schmutz.


Inmitten von Blinden ist der Einäugige ein König.

(dts.: Unter Blinden ist der Einäugige König.)


Ist das einer von uns oder ein Fremder? So überlegen nur Schwachsinnige!

Ist das Frühstück schlecht, so misslingt der ganze Tag; ist das Kleid schlecht, das ganze Jahr; ist die Frau schlecht, dann misslingt das ganze Leben.

Ist der Ehegatte aus Stein, wird es einen Liebhaber geben.

Ist kein Tiger in den Bergen, will der Affe König werden.


Jeder Europäer, der nach Indien kommt, lernt Geduld, wenn er keine hat, und verliert sie, wenn er sie hat.

Jeder ist sich selbst der Fernste.

Kannst du nicht das Große fassen, sollst drum nicht das Kleine lassen.

Kein Schatz ist so viel wert wie Reis.


Kinder und Götter weilen gern dort, wo man sie ehrt und preist.


Kluge Frauen sind oft eine schwere Bürde.


Knoblauch ist so gut wie zehn Mütter.


Krankheiten und Aufschub werden, wenn geduldet, immer größer.


Lach' nicht über einen Zwerg, oder du wirst selber einer!

Lebe fern von Verwandten und nahe am Wasser.

Magst du auch aus dem Meer schöpfen, du bekommst doch nur so viel, wie dein Krug fassen kann.

Manche Menschen machen die Welt besonders, indem sie einfach nur da sind.

Mangel an Arbeit bringt tausend Krankheiten.

Man ist selbst das Heilmittel für seine Krankheit.

Man kann das Heute nicht erkennen, wenn man das Gestern nicht sehen will.

Man kann nicht die eine Hälfte des Huhns zum Kochen und die andere zum Eierlegen haben.


Man muss einen Arzt ebenso fürchten wie einen Verräter.

Man schädige kein Wesen, sondern beharre auf dem Wege der Freundlichkeit. Nachdem man einmal in dieses Dasein geraten ist, lebe man in Feindschaft mit niemandem.

Medizin ein Viertel, gesunder Menschenverstand drei Viertel!

Mehr als genug ist wie Schmutz.


Misstraue dem Menschen, der den Geschmack von Quark, den Geruch von Klee und den Gesang der Vögel nicht liebt.


Mitleid und Erbarmen verderben das Geschäft.

Nachdem sie neunhundert Ratten gefressen hatte, ging die Katze auf eine Pilgerreise.

Nach sehr langer Trennung befreunden sich sogar alte Feinde.

Nicht zu verletzen ist die erste aller Tugenden.


Niedergeschlagenheit lähmt zuerst den Geist und tötet dann den Körper.


Niemand mordet mit einem goldenen Dolch.


Nimm es als Vergnügen, und es ist Vergnügen! Nimm es als Qual, und es ist Qual!


Nur der Erde kommen die Einnahmen des Geizhalses zugute.


Nur der Unwissende wird böse. Der Weise versteht.


Nur die Nachtigall kann die Rose verstehen.

(Das Sprichwort besagt, in Beziehungen und Ehen können sich nur gleichwertige Partner richtig verstehen, gleich Intelligent, gleich gebildet oder eben gleich schön, die Nachtigall: der Mann, die Rose: die Frau.)

Nur die Schüler werden zu Meistern.

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

Ohne Freunde kann man kein Fest feiern.


Ohne Geld ist man eine Leiche.


Ohne zu sterben, kommt man nicht in den Himmel.


Regen ist der Ehemann des Landes.


Reife Frucht fällt von selbst.


Schicke den Sohn, den du am liebsten hast, auf Reisen.


Schickt man vormittags dem Nächsten Leid zu, rückt es nachmittags vors eigene Haus.

Schöne Mädchenaugen sind genug, um hier in dieser Welt sowohl Ungebildete als auch Gebildete auf Abwege zu bringen; stehen sie doch alle in der Gewalt von Liebe und Zorn.

Sei gut zu deinem Körper, damit deine Seele Lust hat, dort zu bleiben.

Selbst der Schatten eines unangenehmen Menschen ist missgestaltet.

Selbst der Teufel bittet um Schutz vor jungen Mädchen.


Selbst ein Affe fällt vom Baum.

Selbst eine heilige Kuh kann beschlagnahmt werden, wenn sie in Gesellschaft einer gestohlenen gefunden wird.


Selbst ein Esel verspricht in seiner Jugend, etwas zu werden.


Selbst ein fünfzigzüngiger Mann kann sich mit einer einzüngigen Frau beim Schmähen nicht messen.


Selbst Feinde sind Freunde, wenn sie in der Ferne sind.


Sitzen ist besser als gehen, liegen besser als sitzen, schlafen besser als wach sein, und tot sein das Beste von allem.


Sind die Kinder klein, müssen wir ihnen helfen, Wurzeln zu fassen. Sind sie aber groß geworden, müssen wir ihnen Flügel schenken.


Solange die Kinder noch klein sind, gib ihnen Wurzeln; wenn sie älter geworden sind, gib ihnen Flügel.


So weit der Fluss auch fließt, er trägt Schlamm mit sich.


Stilles Wasser spaltet einen Stein.


Streite dich lieber mit deinem eigenen Knie als mit anderen Leuten.


Tadele nicht den Fluss, wenn du ins Wasser fällst.


Tausch niemals Gewissheit für Hoffnung ein.

Töte einen, und du bist ein Mörder. Töte tausende, und du bist ein Held.

Trägheit, Schlaf und Gähnen sind drei Brüder des Todes.

Trägheit verwandelt Nektar in Gift.


Tränen sprechen eine Sprache, klar nur für den, dessen Augen geweint haben.


Treue bis zum Tode, das ist die Summe der gegenseitigen Pflichten eines Ehepaares.

Tue nichts im Zorn! Warum in dem Augenblick an Bord gehen, wo ein rasender Sturm das Meer aufwühlt?


Tu Gutes und wirf es ins Wasser.

Überfluss und Unzufriedenheit gehen Hand in Hand.

Um auch nur einen einzigen Augenblick Leben zu erkaufen, reichen sämtliche Juwelen der Welt nicht aus. Welch eine große Unbesonnenheit ist es darum, einen solchen Augenblick für nichts zu vergeuden.

Untreue, Gewalttätigkeit, Betrug, Neid, großer Geiz, das Fehlen aller guten Eigenschaften, gepaart mit Unreinheit, das sind die angebotenen Fehler der Frauen.


Verlieren ist lernen.


Vorgetäuschtes Lachen ruiniert die Zähne.

Warum sparen, wenn dein Sohn ein guter Sohn ist? Warum sparen, wenn er ein schlechter ist?

Was den Zähnen entschlüpft ist, kann von den Lippen nicht aufgehalten werden.
(Wenn man eine Gelegenheit verpasst hat, wird sie nicht wiederkommen, vorbei ist vorbei.)


Was du genießt von Tag zu Tag, das ist dein Reichtum.


Was du schenkst auf Erden, es wird dich in den Himmel begleiten.


Was du weißt, ist so groß wie eine Palme, was du nicht weißt, ist so groß wie das Universum.

Was ist wohl fern, besitzt man Unternehmungslust, und was zu schwer, ist man sich seiner Kraft bewusst!


Was Krieg für den Mann, ist Kindsgeburt für die Frau.

Was unerreichbar ist, vergiss sofort.

Was weiß ein Affe vom Geschmack von Ingwer?
(dts.: Was soll der Kuh Muskaten? Sie frißt wohl Haferstroh.)


Wehe der Stadt, deren Ärzte gichtige Füße haben.


Wenn das Gebäude fertig ist, gibt es viele Kritiker.


Wenn das Haus gebaut ist, ist der Zimmermann vergessen.

Wenn dein Kopf heil ist, kannst du tausend Turbane haben.

(In der Not und in schlechten Zeiten muss man erst seinen eigenen Kopf retten, materielle Verluste kann man später wieder ausgleichen.)


Wenn der Erfolg eines Tages kommt, dann kommt er auch gleich von allen vier Himmelsrichtungen.


Wenn die Hand täte, was die Zunge sagt, so gäbe es keine Armut.


Wenn die Nacht kommt, werden die Äpfel gezählt.


Wenn die Weiber ein Dorf regieren, wird es schon zwischen Vollmond und Neumond zur Wüste.


Wenn du auch zehntausend Felder hast, kannst du nur einen Becher Reis am Tag essen, wenn auch dein Haus tausend Zimmer enthält, brauchst du nur acht Fuß Raum bei Nacht.


Wenn du den Hahn (auch) einsperrst, die Sonne geht doch auf.

(dts.: Es wird doch Tag, auch wenn der Hahn nicht kräht.)

Wenn du tötest, töte einen Elefanten, wenn du raubst, beraube ein Schatzhaus.


Wenn ein Elefant in Schwirigkeiten ist, treten ihn sogar die Frösche.


Wenn ein Mann keine Frau bekommen kann, wird er zum Asketen.

Wenn ein Niedriggeborener Reichtum erlangt, trägt er einen Sonnenschirm um Mitternacht.


Wenn jeder Fehler angemerkt wird, hört jeder Umgang auf.

Wenn man im Wasser lebt, ist es nicht gut, mit dem Krokodil in Feindschaft zu leben.


Wenn Tyrannen sich zu küssen scheinen, dann ist es Zeit, in Angst zu geraten.


Wenn wir ihn mit „Tiger“ anreden, frisst er uns, wenn wir ihn mit „Herr Tiger“ anreden, auch!


Wenn wir nur noch das sehen, was wir zu sehen wünschen, sind wir bei der geistigen Blindheit angelangt.


Wer auf die Jagd nach einem Tiger geht, muß damit rechnen, einen Tiger zu finden.
(In China gilt das gleiche Sprichwort.)

Wer da schweigt, kennt keinen Hader.

Wer das Denken zum Zügel und die Weisheit zum Fahrer macht, der erreicht das Ende der Straße.

Werde demütiger ehe du Staub wirst.


Wer dem Zornigen nicht zürnt, rettet ihn und sich aus großer Gefahr und ist ein guter Arzt für beide.

Wer der Sünde keinen Raum gibt, wird sie überwinden.

Wer die Wahrheit sagen will, sollte stets einen Fuß im Steigbügel haben.


Wer Dornen für andere legt, stirbt selbst in ihnen.

(Ähnliches deutsches Sprichwort: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.)


Wer einem Weib vertraut, watet in einer Pfütze von Entenmist.


Wer einen guten Freund hat, braucht keinen Spiegel.


Wer ein schlechtes Gedächtnis hat, wird nicht darum herumkommen, seine Fehler zu wiederholen.

Wer flüstert, lügt.
(Sprichwort auch in Deutschland)


Wer heute von einer Gurke verführt wird, wird es morgen von einer Ziege.

(Das Sprichwort warnt davor, auch nicht der kleinsten ersten Versuchung nachzugeben. Wer sich einmal von einer kleinen Versuchung verführen lässt, wird es später immer schwerer haben und auch nicht mehr den weiteren widerstehen können.)

Wer ist blind? Der eine andere Welt nicht sehen kann. Wer ist stumm? Der zur rechten Zeit nichts Liebes sagen kann. Wer ist arm? Der von allzu heftigem Verlangen Gequälte. Wer ist reich? Dessen Herz zufrieden ist.


Wer könnte je in dieser Welt leben und hoffen und streben, wenn der Raum nicht mit Liebe gefüllt wäre?

Wer mir teuer ist, ist mir teuer, sogar gerade da, wo er einen Fehler begeht.

Wer Pfannkuchen isst, zählt nicht die Löcher in ihnen.

(Wer großes Glück hat wird die kleinen Fehler, die sich irgendwo verstecken wohl übersehen können.)


Wer Rehe jagt, stößt manchmal auf Tiger.


Wer schweigend bettelt, verhungert schweigend.


Wer seine Begierden überwunden hat, hat die Welt erobert; wer von ihnen überwunden wurde, ist in allem unterlegen.


Wer seine Kenntnisse erweitert, erweitert sein Leiden.

Wer selbst gesehen, gehört, verstanden und erkannt hat, der erkennt die ganze Welt.

Wer sich selbst Schande bringt, wird nicht zögern, andern Schande zu bringen.


Wer täglich sündigt, dem kann auch der Ganges nicht helfen.

(Der Ganges gilt in Indien als heiliger Fluss. Wer zu viele Sünden auf sich geladen hat, dem kann auch das ganze Wasser des Ganges sie nicht mehr wegwaschen.)


Wer Unglück hat, dem stirbt das Pferd, wer Glück hat, dem stirbt die Frau.


Wer viel spricht, hat weniger Zeit zum Denken.


Wer von Leidenschaften gepackt ist, kann auch auf einem Baumwollbett nicht schlafen; wer sie aber überwunden hat, schläft auch sanft auf Dornen und Steinen.

Wer zum Unglück geboren ist, dem gelingt selbst der Tod nicht recht.

Wer zu tief graviert, bekommt am Ende ein Loch.


Wetze dein Messer am Schleifstein, überrede die Frau mit Knüffen.

Wie deine Laune, so wird die Welt sein.

Wo die Kuh ist, da ist das Kalb.


Wo Elefanten sich bekämpfen, hat das Gras den Schaden.

Wo es Königreiche gibt, sind Pflichten zu erfüllen.


Wo Freundschaft ist, da ist der Freund niemals in weiter Ferne.


Wo Liebe ist, da wird das Unmögliche möglich.


Worte sind die Töchter der Erde und Taten die Söhne des Himmels.


Wo Weiber sind, da ist Verwirrung.

Zehn in die Tasche, zehn ins Herz und Zehn ins Kissen.
(Das Sprichwort sagt, wohin man Geheimnisse tun soll. Man soll sie an sicheren Orten gut verwahren und für sich behalten.)

Zerschneide nicht die Schnüre, wenn du die Knoten lösen kannst.


Ziehe einen Jungen mit Schlägen auf und ein Mädchen mit Lob.


Zum Zanken braucht man einen Haufen Geld, viele Freunde und Überfluss an Speise.


Zu wachsen heißt, zerbrochen zu werden.


Zweifle nicht am Blau des Himmels, wenn über deinem Dach dunkle Wolken stehen.

Zwei Weiber unter einem Dach - zwei Tiger in einem Käfig.


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Sprichworte aus Kaschmir

Besser das Haus mit Steinen zu füllen, als einen Fremden darin zu haben.

Das Pferd geht so, wie es am Zügel gehalten wird.

Dein eigenes Geld ist Blumen und Wein, aber eines anderen Geld ist nur Unkraut.

Der Arme schläft (sorglos) auf dem Bett, der Reiche auf der Treppe (aus Furcht vor Dieben).

Dienen ist Größe.

Die Welt ist ein Theater der Liebe.

Ein magerer Mann ist klug.

Wo Wasser ist, da ist ein Gott.

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