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Jüdische
Sprichworte und Weisheiten
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Jiddische Sprichwörter

Abwaschen kann man nur den Körper, aber nicht die Seele.

Alle Flecken kann man herausnehmen mit ein bissele Gold.

Alle Kinder sind klug, solange sie klein sind, aber bei der Mehrzahl bleibt es beim Kinderverstand.

Alle Leute tragen die Augen in der Tasche und die Füße in der Hand.

Alle Schuster gehen barfuß.

Alles dreht sich um Brot und Tod.

Alles endet mit Weinen.

Alles ist zu Anfang schwer, um so leichter hinterher.

Alle Stummen wollen viel reden.

Allzu viel ist ungesund.

Als Leiche sehen alle gleich aus.

Alte Leute sollten nicht geboren werden.

Alte Leute tragen die Augen in der Tasche und die Füße in der Hand.


Älter will ein jeder werden, aber alt will niemand sein.

Arbeit ist keine Schande.


Arm, aber heiter, das bringt weiter.


Arme Leute kochen mit viel Wasser.


Arm ist wie gestorben - aber reich sein heißt noch nicht leben.


Anmut geht über Schönheit.

Armut ist keine Schande, aber eine große Ehre ist sie auch nicht.
Armut ist kein Laster, aber auch keine Tugend.


Armut kostet nicht mehr als Hässlichkeit.


Armut zeigt sich zuerst im Gesicht.


Auch das Dienstmädchen vom Rabbi*1 kann die Gesetze auslegen.

Auch der Dummkopf auf dem Thron ist ein König.

Auch die größte Weisheit, zur falschen Zeit gepredigt, ist Ketzerei.

Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.

Auch ein gepelltes Ei fällt einem nicht von selbst in den Mund.

Auch ein kleiner Krieg macht große Verwirrung.

Auch ein kleiner Stein kann ein großes Loch machen.

Auch für ein Gebot finden sich jede Menge Liebhaber.

Auch Gesundheit kann anstecken.

Auch Menschen mit reinen Händen haben schmutzige Gedanken.

Auch mit edlen Ideen kann man die Welt verwüsten.


Auf der Tür zum Erfolg ist angeschrieben: Stoß und zieh!

Auf eine spitze Brust hat jeder Mann gleich Lust.

Aufschieben ist nur gut fürs Käsemachen.

Aufwärts steigt man langsam, herunter kullert man schnell.


Auf zwei Hochzeiten kann man nicht tanzen, zwischen zwei Stühlen sitzen - das geht.

Aus dem Schwänzchen eines Schweines kann man keine Sabbatmütze*2 machen.

Aus den Augen, aus dem Sinn.

Aus einem Betttuch kann man ein Kopftuch machen, aber aus einem Kopftuch kein Betttuch.


Äußeres Kleid verdeckt inneres Leid.

Aus jeglichem Haus dringt Gerede heraus.

Begeh eine Sünde dreimal und du wirst denken, sie sei gestattet.

Begrüßt wird man nach Kleidung, verabschiedet nach Klugheit.


Beides in Einem gibt es in Keinem.


Bei Dummköpfen holt man sich keine Beweise.


Beim Sprechen ist das Wichtigste das, was man nicht ausspricht.

Besser, das Glück sucht den Menschen als der Mensch das Glück.

Besser, der Feind soll bei mir Gutes sehen, als ich bei ihm Schlechtes.

Besser die Gurke, die man hat, als die Aussicht auf einen Kürbis.

Besser einen Kramladen mit eigenem Geld führen, als ein großes Geschäft mit fremden.

Besser ein Haupt voll Schande als ein Herz voll Kummer.

Besser gut gesehen als schlecht gehört.

Besser ist es, völlig zu ruhn, als etwas verdrossen tun.


Besser kurz und bündig als Geschwätz vielstündig.


Besser mit einer Frau reden und an Gott denken, als mit Gott reden und an eine Frau denken.

Besser sich zum Kopfe bücken als zu den Füßen.

Besser zehnmal fragen, als einmal umherirren.

Bete, dass du nie alles erleiden musst, was du ertragen kannst.

Beugen soll man sich nur dem Kopf.


Bevor ein Dieb stehlen geht, betet auch er zu Gott.


Bevor man an Hunger stirbt, ist es schon besser, etwas Gebratenes zu essen.

Bis du baust auf neu, bleib dem alten treu.

Bist du hungrig, so singe, schmerzt dich etwas, so lache.

Bist du schüchtern, so wirst du keine Kinder haben.

Blick auf die Maid, und nicht aufs Kleid.

Borgen macht Sorgen.

Borgen soll man unter Zeugen, geben aber ohne.


Brauch bricht Gesetz.


Braucht man Feuer, sucht man es in der Asche.

Charme ist die Seele der Schönheit.

Daheim tu, was du willst, unter Leuten benimm dich wie ein Mensch.


Das Altwerden wäre nicht so schlimm, wenn man nicht all die Jahre mitschleppen müsste.


Das Bessere hat kein Maß.


Das Beste kommt zum Schluss.


Das beste Pferd braucht die Peitsche, der klügste Mensch die Frage, die frommste Frau einen Mann.


Das erste Weib kommt von Gott, das zweite vom Menschen, das dritte - vom Teufel.


Das Essen gerät nach den Gästen.

Das Geld vergnügt und quält alle.

Das Glück allein hilft nicht dem Menschen, wenn der Mensch nicht mithilft.

Das Glück ist wie eine Kette aus Perlen - fällt eine herunter, verstreuen sich auch die anderen.

Das Glück lässt nicht lang mit sich spielen.

Das Gute erinnert sich lang, das Schlechte noch länger.

Das Herz ist eine halbe Prophezeiung.

Das Huhn ist ans Schlachten gewöhnt.

Das ist ein böser Brunnen, zu dem man Wasser tragen muss.

Das Leben ist das beste Sonderangebot - bekommen wir es doch gratis.


Das Leben ist ein großer Kopfschmerz auf einer geschäftigen Straße.

Das Leben ist ein Traum für den Klugen, ein Spiel für den Narren, eine Komödie für den Reichen und eine Tragödie für den Armen.

Das Loch lockt den Dieb herbei.

Das Magere vom Fetten ist auch gut.

Das Niederreißen des Alters ist Aufbauen; das Bauen der Jugend aber Niederreißen.

Das steht nicht in Mutters Gebetbuch.

Das Unglück hat Flügel,
erreicht Berge und Hügel.
Das Glück hat rechten Schneckengang,
und oft wird ihm der Berg zu lang.

Das Vergessenwollen verlängert das Exil, und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung.

Debattiere mit dem Narren nicht auf dem Niveau seiner Dummheit - sonst beginnst du ihm zu gleichen.

Deine Zunge ist dein Pferd, wenn du es hütest, wird es dich hüten, und wenn du es verrätst, wird es dich verraten.

Dein Ursprung gering - dein Ende kläglich - Dein Richter streng - dran denke täglich.


Dem Arzt und dem Totengräber wünscht man kein „Gutes Jahr“.

Dem einen scheint`s berghoch, dem andern kaum zwerghoch.

Dem Faulpelz wächst das Gras unter den Füßen.


Dem nur steh`n schöne Reden gut, der, was er predigt, selber tut.


Den Bauch kann man sich nicht reiben, wenn die Fische im Teiche bleiben.


Den Kuppler straft man nicht für seine Lügen.

Den nenn ich einen weisen Mann, der weiß, dass er von jedem lernen kann.

Den wahren Geschmack des Wassers erkennt man in der Wüste.


Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Der Arme fürchtet keinen Dieb.


Der Arzt und der Todesengel raffen Menschen dahin, aber der Arzt bekommt`s bezahlt.


Der Auftrag entschuldigt das Verbrechen nicht.


Der Berg kann nicht zum Berg kommen, aber der Mensch zum Menschen.
(Das ist in sehr vielen Ländern ganz genauso.)

Der beste Schwimmer wird zum Schluss ertrinken.

Der eine stets den Baum begießt, der andere seine Frucht genießt.

Der eine wird hineingeworfen, der andere hinaus.

Der Geizhals besitzt nicht sein Vermögen, sondern sein Vermögen besitzt ihn.

Der größte Dieb ist, der dem Menschen den Verstand stiehlt.

Der größte Schmerz ist der, den man nicht heraussagen kann.

Der Habsüchtige nimmt selbst vom Altar herunter.


Der Kluge zählt seine Wörter, der Dummkopf schüttet sie aus.

Der koschere Groschen, der ehrlich gewonnen wird, kommt einem schwer an.

Der Lohn für eine erfüllte Pflicht ist die Kraft, die nächste zu tun.

Der Mantel ist alt - nur die Löcher sind neu.

Der Mensch allein - durch seinen Glauben - kann selbst dem Tod sein Bittres rauben.

Der Mensch fährt, und Gott hält die Zügel.

Der Mensch ist, was er ist - aber nicht, was er war.

Der Mensch kann nichts Schlimmeres über sich haben als einen Menschen.

Der Messias wird nicht in einer Nacht geboren.

Der Mund hat ein kleines Loch, aber es kann Haus und Dach verschlingen.

Der Narr gibt, der Kluge nimmt.

Der Rabbi*1 trinkt allein den Wein - danach heißt er die andern fröhlich sein.

Der Schlemihl*3 fällt auf den Rücken und schlägt sich ein Auge aus.

Der Schmeichler bringt Zorn in die Welt.

Der Teufel nimmt alles fort, nur kein böses Weib.

Der Tod eines alten Junggesellen ist der Trost alter Jungfern.

Der Vogel spürt nicht das Gewicht seiner Flügel.

Der Wald liefert selbst den Stiel zu der Axt, mit der er abgeholzt wird.

Der Wolf hat keine Angst vor dem Hund, aber er mag sein Bellen nicht.


Der Zudringliche gleicht einem schlechten Kreuzer, man kann ihn nicht los werden.


Des Armen Klugheit erschlagen die Sorgen.


Des Menschen Denk- und Ausdrucksweise verrät dir seine Herkunftsweise.


Des Wissens schönstes Kleid: Bescheidenheit.


Die Alten schlucken, was die Jungen spucken.


Die Ärzte haben es gut: Ihre Erfolge verkündet die Welt, ihre Fehler verdeckt die Erde.


Die beste Lüge ist die Wahrheit.

Die beste von all den leckeren Milchspeisen ist ein Stück Fleisch.

Die beste Ware der Welt ist das Bargeld.

Die Ehe bringt uns viele Leiden, doch Ledigsein bringt keine Freuden.


Die Ehre ist wie ein Schatten; läuft man ihr nach, läuft sie weiter.


Die ersten Pflaumen sind madig.


Die ganze Welt ruht auf der Zungenspitze.

Die Glocke klingt, weil sie hohl ist.

Die halbe Wahrheit ist die gefährlichste Lüge.

Die Hölle ist nicht so schlecht wie der Weg in sie.

Die Hölle ist nicht so schlimm, es sei denn, man kommt dorthin.

Die Jahre der Menschen fliegen wie im Traum vorüber, und rafft man sich auf, liegt man in der Erde.

Die Jugend ernährt sich von Träumen, das Alter von Erinnerungen.

Die Katze liebt Fisch, aber die Füße möchte sie sich nicht nass machen.

Die Klugen gehen zu Fuß, die Dummköpfe fahren.

Die Ruchlosen sind in der Gewalt ihres Herzens, die Frommen haben das Herz in ihrer Gewalt.

Die schwerste Arbeit ist, allein zu gehen.

Die Sünde beginnt mit dem sündigen Gedanken.


Die Tochter eines reichen Mannes ist immer schön.

Die Tränen eines Kindes können Himmel aufreißen.

Die Tür, die dem Bettler verschlossen bleibt, öffnest du dem Arzt.

Die Wahrheit ist schwer. Darum gibt es nur wenige, die sie ertragen können.

Die Zeit ist das kostbarste Gut; man kann sie für Geld nicht kaufen.

Disteln hängen sich an die Kleider wie Krankheiten an den Körper.

Dort ist es gut, wo wir nicht sind.

Dort, wo ein Büßer steht, steht der beste Fromme nicht.

Dort, wo man einmal ist, ist man zweimal.


Drei Dinge sind im Übermaß nicht gut, in Maßen gut: Sauerteig, Salz und die Weigerung.


Drei Tage ist man Gast, später eine Last.

Durch Furcht verliert man die Hoffnung.
Ehen soll man daheim stiften und stehlen soll man in der Fremde.

Eigene Anschauung führt zum Gedächtnis und das Gedächtnis führt zur Tat.

Eigne Fehler an andern nicht zähle.

Eile ist nur gut beim Fliegenfangen.


Ein alter Scherben überlebt manch neuen Topf.


Ein alter Wunsch und wohl der älteste auf Erden: Die Jungen möchten alt, verjüngt die Alten werden.


Ein armer Mann hat drei Hoffnungen. dass er einst noch so reich wird wie sein Nachbar; dass sein Nachbar so arm wird wie er oder, dass beide als arme Schlucker enden.


Ein Armer stirbt nicht, er tauscht nur die Betten.


Ein bisschen schadet auch nur ein bisschen.


Ein Blinder liebt es, von Wundern zu hören.


Ein böses Gewissen ist eine Schlange im Herzen.


Ein böses Wort oft weher tut als Schädigung an Geld und Gut.


Ein Buch ohne Vorwort ist wie ein Körper ohne Seele.

Ein Christ ist kleiner klein und größer groß; und ein Jude umgekehrt.

Ein Dieb gibt schöne Geschenke.


Ein Dieb hat ein gutes Herz, er erbarmt sich fremden Besitzes.


Ein Dieb nimmt mit den Augen.


Ein Dieb vor der Tür ist der beste Wächter.


Ein Dünner überlebt zehn Fette.


Eine Frau ohne Mann ist wie ein Haus ohne Dach und ein Mann ohne Frau wie ein Dach ohne Haus.

Eine gute Berechnung ist eine halbe Bezahlung.

Eine halbe Wahrheit (Halbwahrheit) ist eine ganze Lüge.

Eine Heirat ist wie eine Leiter; wenn sie schief steht, kommt man hinauf.

Eine Hochzeit ist wie eine Beerdigung nur mit Musik.

Ein Eid und ein Ei sind schnell gebrochen.

Ein eingebildetes Leiden ist schlimmer als eine richtige Krankheit.


Eine Kohle, die nicht zur Zeit brennt, brennt nimmer.


Eine Kuh kann man nicht beleidigen.

Einem Faulen wächst der Weg unter den Füßen.

Einem Gefallenen tritt man nicht auf die Hand.

Einem geprügelten Hund zeigt man nicht den Stock.

Eine Mutter versteht auch, was ein Kind nicht ausspricht.

Einen Denunzianten hängt man an der Zunge auf.

Ein Engel kann auch keine zwei Botschaften auf einmal überbringen.


Einen guten Freund bekommt man umsonst, einen Feind muss man sich kaufen.

Einen König ohne Volk gibt es nicht.

Einen Menschen ohne Feinde gibt es nicht.

Einen Narren erkennt man am Gesicht, einen Klugen an den Augen.


Einen wirft man hinein, den anderen wirft man hinaus.

Eine reiche Frau darf auch zweimal im Jahre Kinder haben.

Eine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Kuss.

Einer will leben und kann nicht, der andere kann und will nicht.

Ein fauler Bote ist ein halber Prophet.

Ein fremder Pelz wärmt nicht.

Ein freundliches Wort, das heute vom Baum fällt, kann morgen Früchte tragen.

Ein Geheimnis ist dein Gefangener, solange du es bewahrst; du wirst sein Gefangener, sobald du es dem Nächsten erzählst.

Ein Geheimnis zu haben, ist kein Segen.

Ein Gelächter hört man weiter als ein Weinen.

Ein gesunder Mensch hat viele Sorgen, ein kranker nur eine.


Ein guten Morgen bringt ein gutes Jahr.

Ein guter Hintern ist besser als ein guter Kopf.

Ein guter Ruf geht weit, ein schlechter noch viel weiter.

Ein gutes Ereignis kommt von selbst.

Ein gutes Wort bringt eine gute Antwort.

Ein gutes Wort hilft viel und kostet wenig.


Ein Haar vom Kopf eines Mädchens zieht stärker als zehn Ochsen.
(Fast in allen Ländern sollen die Haare von Frauen und Mädchen mehr ziehen können als jede andere noch so starke Kraft.)

Ein Handwerker stirbt nicht Hungers.

Ein hässlicher Flicken ist immer noch besser als ein schönes Loch.

Ein Haus ohne Wirtin ist wie ein Wagen ohne Räder.

Ein Herz fühlt das andere.

Ein Herz ist ein Schloss, aber ein Schloss öffnet man auch mit einem nachgemachten Schlüssel.

Ein Huhn ist gut zu zweit zu essen; ich und das Huhn.

Ein Jude ist fromm, nur nicht überall.

Ein kleines Herz kann doch die ganze Welt umfangen.

Ein Kluger versteht von einem Wort zwei.

Ein König mag keinen Größeren als sich selbst.

Ein Kranker lebt von der Krankheit.

Ein Krapfen im Traum ist kein Krapfen, sondern ein Traum.

Ein leerer Bauch hasst lange Predigten.


Ein Lügner erzählt seine Lüge so oft, bis er sie am Ende selber glaubt.

Ein Lügner muss ein gutes Gedächtnis haben.

Ein Mensch ist wie ein Schatten, der vorüberzieht.

Ein Mensch kann mehr ertragen, als zehn Ochsen ziehen können.

Ein Mensch mit guten Manieren schlägt sich durch alle Türen.

Ein Mensch soll leben - schon nur der Neugierde wegen.

Ein moralisch neutraler Mensch ist ein Monstrum.

Ein närrischer Kopf wird nicht grau.

Ein Narr sagt, was er weiß, ein Kluger weiß, was er sagt.

Ein scharfes Pfefferkörnlein ist besser als ein Korb voller Kürbisse.

Ein schlechtes Weib ist ärger als der Tod.

Ein schönes Weib als Ehegefährt, das gibt dem Leben Doppelwert.

Ein Sklave kann nicht zwei Herren dienen.

Einstmals dachte ich bei mir, bei anderen sei`s fröhlicher als hier, doch kam ich näher an die Tür, war`n sie noch übler dran als wir.

Ein Vogel in der Hand ist besser als zehn Vögel auf dem Baum.
(Ähnliche Sprichworte mit dem gleichen Sinn auch in Arabien, Bosnien, Irland, Jemen, Deutschland, Griechenland und anderen Ländern.)


Ein Wort zu seiner Zeit wie lieblich.


Ein Wurm im Meerrettich glaubt, dass es keinen süßeren Platz gäbe.

Ein zerrissenes Gemüt ist schwer zu heilen.

Eltern können alles geben, nur kein Glück.


Epochen werden oft durch Fanatiker bestimmt.


Erbarmen kann Grausamkeit sein.


Er ist ein Diamant: Man kann mit ihm Glas schneiden.


Ernährt der Vater den Sohn, lachen beide, ernährt der Sohn den Vater, weinen beide.


Erst adle dich, dann tadle mich.


Erstmals dachte ich bei mir, bei anderen sei`s fröhlicher als hier, doch kam ich näher an die Tür, war`n sie noch übler dran als wir.


Erst studieren, dann kritisieren.


Es dämmerte nicht eher, als bis es ganz finster war.

Es gibt Geheimnisse, von denen man nicht wüsste, wenn sie keine Geheimnisse wären.

Es gibt keinen Vorzug ohne einen Fehler.

Es ginge wohl, aber es geht nicht.

Es hat sich noch keine Leiche selbst begraben.

Es ist besser, wenn das Glück den Mann sucht, als der Mann das Glück.

Es ist besser, zu Fuß zu gehen, als so zu fahren.

Es ist gut, dass ein Esel keine Hörner hat.

Es ist leichter, einen Betrunkenen als einen Armen auf die Füße zu stellen.

Es ist leichter, ein Geheimnis zu erfahren, als dasselbe zu bewahren.

Es ist leichter, zehn Länder als einen Menschen kennenzulernen.

Es ist leicht, sich einen Feind zu machen, aber schwer, einen Freund zu gewinnen.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
(Da auch anderes außer Gold glänzt, kann der äußere Anschein trügen. Ein Sprichwort in vielen Ländern und Kulturen. Überall wird Gold als wertvoll angesehen, egal wo es ist oder herkommt, in Palästen oder im Dreck. Und wo es nicht ist, wird versucht, dessen Anschein zu erwecken oder vorzutäuschen.)

Es ist vergebens, Wasser in den Brunnen zu gießen, kommt er nicht allein zum Fließen.

Essen, trinken und schlafen, dass ist die beste Beschäftigung.

Es stünde besser um Volk und Welt, hätt` Geld mehr Herz und Herz mehr Geld.


Fallen kann man allein, doch zum Aufstehen braucht man eine Freundeshand.

Fällt ein Kind, schiebt ein Engel seine Hand darunter.

Falsche Zähne tun nicht weh.

Findest einmal die Regel du, kommt die Ausnahme von selbst dazu.

Fliegt man zu hoch, verdreht sich das Gehirn.

Frag deinen Feind um Rat und tu das Gegenteil.

Freude bereiten trägt zur Liebe bei, Schaden anzutun zum Hass.

Freude und Leid kommen oft im gleichen Kleid.

Freundschaft zieht die Menschen zueinander, das Eigeninteresse trennt sie.

Freut man sich mit den Freuden anderer, erlebt man eigene Freude.

Früh aufstehen und früh Hochzeit machen das schadet nichts.

Fügt sich`s gleich, ist man reich.

Furcht kann man nicht ausreden.

Für das Entgegennehmen von milden Gaben finden sich immer viele Freiwillige.

Für die Jugend lebt man nicht, für das Alter stirbt man nicht.

Für einen Kuss bekommt man keinen Biss und für einen Biss keinen Kuss.

Gedanken bringen nicht so viel ein, wie Gefühle kosten.


Gefällt des Mägdeleins Auge dir, so ist bald alles schön an ihr.


Gehst du langsam durch dein Leben, wird man dich antreiben. Rennst du, wird man dir ein Bein stellen.


Gehst du langsam, wirst du schnell ankommen.

Geht das Glück, kalbt nebenan der Ochse.

Geht man unter die Leute, erfährt man, was sich zu Hause tut.

Geht man viel, wächst kein Gras.

Gewissensfreiheit ermöglicht auch Gewissenlosigkeit.

Gieße Öl auf die Lampe, solange sie noch brennt.


Glück ohne Verstand ist ein Sack mit Löchern.


Gold schimmert selbst durch Dreck.

Gott erschuf sich eine Welt mit kleinen Weltchen.

Gott erzürnen wir durch unsere Sünden, die Menschen durch unsere Tugenden.


Gott gab dem Menschen zwei Ohren und einen Mund, damit er mehr hören und weniger reden soll.

Gott gibt die Kälte nach den Kleidern.

Gott hängt jedem eine Klapper an.

Gott hat die Zeit geschaffen und der Mensch die Hast.

Gott ist einer, und was er tut, sieht keiner.

Gott konnte nicht überall sein, darum machte er die Mütter.

Gott liebt die Armen, aber er hilft den Reichen.


Gott schütze uns vor unseren Freunden, vor unseren Feinden können wir uns schon selbst hüten.

Gott wird helfen - nur, wie hilft Gott, bis Gott helfen wird?

Gratis bekommt man nur das Ungeziefer.

Greisenantlitz oft verkündigt, was der Jüngling einst gesündigt.


Große Leute tun einfach, einfache Leute tun groß.

Großer Dinge Gelingen hängt oft ab von sehr geringen.


Große Wolke - kleiner Regen.

Gute Gäste kommen ungebeten.

Gute Mahner sind schlechte Zahler.

Gute Menschen wird die Schenke nicht verderben und schlechte wird die Synagoge nicht bessern.

Gute Pferde irren weit umher.

Guter Anfang, halbe Arbeit.

Gut ist zu hoffen, schlecht ist zu warten.
*1  Rabbi - hebräisch Lehrer oder Meister. Seit dem Altertum werden jüdische Gelehrte so bezeichnet, die die Vorschriften der Tora auslegen. Sie waren Interpreten der schriftlich und mündlich überlieferten Tora und gingen daneben einem gewöhnlichen Beruf nach, mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienten. Nach 70 n. Chr. wurde Rabbi auch als Ehrentitel und Anrede für besonders schriftkundige Gelehrte verwendet. Der Rabbiner als das heute bekannte geistliche Oberhaupt einer jüdischen Gemeinde entstand erst im Mittelalter.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rabbi_(Gelehrter)

*2 Sabbat - (auch Schabbat, hebräisch = ausruhen, Ruhetag) im Judentum der siebte Wochentag, von Freitagabend bis Samstagabend dauernder geheiligter Ruhetag, der mit bestimmten Ritualen begangen wird und an dem keine Arbeit verrichtet werden soll. Seine Einhaltung ist eines der Zehn Gebote. Im Christentum entstand die Feier des Sonntags aus dem jüdischen Sabbat.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sabbat

*3 Schlemihl - (jiddisch schlemiel) in der ostjüdischen Kultur den sprichwörtlichen Pechvogel oder Narr. Es ist jemand., dem durch Einfältigkeit oder eigene Dummheit alles misslingt. Eine ungeschickte Person, ein unschuldiges Opfer von Streichen.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlemihl

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