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Sprichworte aus Spanien
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Flagge Spanien
Wappen Spanien
Flagge von Spanien
Wappen von Spanien
Ehre den Guten, damit er dich ehrt, und den Bösen, damit er dich nicht entehrt.

Ehre und Geld gehen nicht in denselben Sack.


Ehre und Profit haben nicht im gleichen Sack Platz.


Ein alter Ochse zieht gerade Furchen.


Ein brüchiges Schiff hat jeden Wind zum Feind.


Eine alte Henne macht eine gute Suppe.

Eine einsame Seele singt nicht und weint nicht.


Eine Garnele, die schläft, wird vom Strom davongetragen.

Eine gesprungene Glocke wird nie mehr ganz.

Eine gute Hand macht aus einem Klepper ein Pferd, eine schlechte aus einem Pferd einen Klepper.


Ein einziger Schlag fällt keine Eiche.


Eine Jungfrau über dreißig wird dreimal täglich vom Teufel versucht.

Eine Katze für einen Hasen geben.
(Ohne Kopf und Pfoten ist eine gehäutete Katze kaum von einem Hasen zu unterscheiden. Aus diesem Grund wurde in Not- oder Kriegszeiten oft damit betrogen. In Spanien sind Kaninchen und Schnecken ein wesentlicher Bestandteil in echten Paellas, weshalb öfter als woanders in Europa ein Betrug versuch wurde. Auch heute noch wollen viele Spanier vor dem Kauf eines Kaninchens es mit Kopf sehen. Das Sprichwort bedeutet, das es sich um einen Betrug handelt, wenn eine Katze als Hase ausgegeben wird.)

Einem alten Ochsen eine neue Schelle.

Einem, der Liebe sucht, Freundschaft anzubieten, ist, wie einem Verdurstenden Brot geben.

Einem geschenkten Barsch schaut man nicht in die Kiemen.


Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
(Sprichwort auch in Deutschland und ähnlich in anderen Ländern.)

Einer, der fortgesetzt fragt, hat keine Lebensart.


Einer ohne Krankheit ist glücklich, einer ohne Schulden reich.


Eine Schiffsladung Silber reicht nicht hin, um eine Frau zu befriedigen.


Eines Hundes Treue währt ein ganzes Leben lang, die einer Frau bis zur ersten Gelegenheit.


Eine tanzende Greisin wirbelt viel Staub auf.

Eine tüchtige Frau macht aus einem leeren Haus ein volles.


Ein Fehler, der abgestritten wird, wird zweimal begangen.


Ein Freund, der nichts leiht, ist wie ein Messer, das nicht schneidet.

Ein frohes Gemüt (Herz) kann Schnee in Feuer verwandeln.


Ein Gast, der sich selbst einlädt, ist leicht zu sättigen.

Ein Geheimnis unter Frauen ist kein Geheimnis mehr.


Ein geschwätziger Mensch tröstet sich schnell.


Ein gutes Wort löscht besser als ein Eimer Wasser.


Ein Huhn, das kräht, und eine Frau, die Latein kann, kommen nie zu einem guten Ende.


Ein Hund, der viele Hasen aufscheucht, tötet keinen.


Ein junges Mädchen passt nicht für einen Greis.

(Ähnliche Bedeutung wie das deutsche Sprichwort: Ein alter Mann und ein altes Weib gehören zusammen.)

Ein kleiner Spruch taugt zehnmal mehr als ein ganzes Buch.


Ein kleiner Verlust erschreckt, ein großer zähmt.

Ein kratzbürstiges Weib ist der beste Zaun ums Haus.

Ein Lügner muss ein gutes Gedächtnis haben.

Einmal kann man den Klugen betrügen, zweimal den Arglosen.

Ein Mann, der zu beschäftigt ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist wie ein Handwerker, der sich keine Zeit nimmt, seine Werkzeuge zu pflegen.

Ein Mann ist das Kind seiner Werke.

Ein Mann ist, was er ist, nicht, was er war.

Ein murrender Knecht leistet nie eine gute Arbeit.


Ein neues Pferd braucht einen alten Reiter.


Ein Ochse trägt größere Last als hundert Schwalben.

Ein Pferd, das nie aus dem Stahl darf, wiehert immerzu.


Ein Reicher, der arm wird, hat mehr als ein Armer, der reich wird.


Ein Reicher, der sich nichts gönnt, gleicht einem Wanderer, der am Rande des Abgrunds einschläft.


Ein rollender Stein setzt nie Moos an.


Ein schlechtes Messer schneidet den Finger, anstatt den Stock.


Ein Schurke als Meister macht den Knecht auch zum Schurken.


Ein schweigsamer Dummkopf gilt als klug.

Ein Schwindler kann einen Habgierigen leicht hereinlegen.

Ein Tag des Weisen ist mehr wert als das ganze Leben des Narren.


Ein Übel, von dem dein Nachbar nichts erfährt, kannst du als Gewinn buchen.


Ein übler Herr macht auch den Diener übel.


Ein Vater ernährt hundert Söhne, aber hundert Söhne ernähren nicht einen Vater.

(Mit einer anderen Anzahl von Söhnen auch Sprichwort in anderen Ländern.)

Ein zarter Rettich ist in jeder Größe gut.


Enkel sind zweimal geborene Söhne.


Erinnerung ist wie eine falsche Freundin: Wenn man sie am meisten braucht, lässt sie einen im Stich.

Erst im Maul der Katze beginnt die Maus zu bereuen.

Erst wenn das Gut verloren ist, kennt man seinen Wert.


Erwirb dir einen guten Ruf und lege dich schlafen.


Er wollte vor dem Stier davonlaufen und fiel in den Bach.


Es geht, wie es geht, aber nicht wie es soll.


Es gibt kein besseres Argument, als einen Stock.

Es gibt keinen besseren Spiegel als einen alten Freund.

Es gibt keinen Himmel ohne Wolken und kein Paradies ohne Schlange.

Es gibt kein Glück von Dauer und kein Unglück, das nicht schließlich zum Ende kommt.


Es gibt kein Schloss, wenn der Schlüssel aus Gold ist.


Es gibt kein sichereres Mittel sich unsichtbar zu machen, als arm zu werden.


Es gibt kein Übel, das nicht auch Gutes bringt fragt sich nur für wen.


Es gibt mehr Tage als Würste im Jahr.


Es gibt nichts Sicheres in dieser Welt.

Es gibt weder eine arme Hochzeit noch ein reiches Begräbnis.


Es gibt weder eine gute noch eine schlechte Zeit, die hundert Jahre dauert.

Es ist besser, eine Maus im Maul einer Katze zu sein, als ein Mensch in der Hand eines Rechtsanwalts.

Es ist der gleiche Fehler, nicht antworten und nicht fragen zu können.


Es ist der Köder, der in Versuchung führt, nicht der Fischer oder die Angel.


Es ist eine feine Sache zu befehlen, auch wenn es nur eine Rinderherde ist.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Es kostet mehr, etwas schlecht als etwas gut zu machen.


Es muss noch viel Wasser den Fluss passieren.


Es regnet nie so, dass alle zufrieden sind.


Es schweige der, welcher gab, und es rede der, welcher empfing.


Es sind die Lasten der anderen, die den Esel umbrachten.


Es sind nicht alle gelehrt, die studieren; nicht alle Soldaten, die in den Krieg ziehen.


Es sind nicht alle Tage gleich.


Es würde der Nachtigall eher an Tönen als der Frau an Worten fehlen.


Etwas ist mehr wert als Nichts.

Fluch dem Freund, der mit den Flügeln deckt und mit dem Schnabel hackt.

Frage bei guten Menschen nicht nach dem Stammbaum.


Frauenbrüste ziehen stärker als Hanfstricke.


Frauen sind das Paradies der Augen, das Fegefeuer des Beutels und die Hölle der Seele.


Frauen und Kirschen schmücken sich zu ihrem eigenen Verderben.


Frauen und Maultiere gehorchen besser, wenn man sie streichelt, als wenn man sie peitscht.


Frauen unterschätzen, was ihnen gegeben, und sterben für das, was ihnen vorenthalten wird.


Fremdes Leid bringt keinen Trost.


Freu dich nicht über mein Leid, denn wenn meins alt ist, wird deins neu sein.


Freunde auf dem Marktplatz sind wertvoller als Geld in der Truhe.


Freunde deines Weins sollst du dir nicht zu Nachbarn nehmen.


Freunde, die umeinander Bescheid wissen, grüßen sich von Weitem.


Frohes Gemüt kann Schnee in Feuer verwandeln.


Furcht ist der Anfang der Weisheit.

Für die Liebe und für die Sense braucht man Kraft und geschickte Hände.

Für dumme Worte gehören taube Ohren.

Für Frauen und Sardinen gilt, je kleiner, desto besser.


Für Geld lässt man auch den Hund tanzen.

Für jedes Schwein kommt sein Martinstag.

Für wen putzt sich die Frau des Blinden?

Für Wolfsfleisch braucht es Hundezähne.


Geben ist ehrenvoll, nehmen ist schmerzhaft.


Gefällt der Henne der Hahn, so gefällt ihr auch der Hühnerhof.


Geflüsterter Rat ist keine Erbse wert.


Gegen böse Zungen helfen nur Scheren.

Geschenke bringen Felsen zum Bersten (zerbrechen Felsen).

Geschiedene Leute fallen dem Teufel anheim.


Geselle dich zu den Guten, und du wirst wie sie.


Gewohnheiten sind zuerst Spinnweben, dann Drähte.


Gewohnheit ist eine zweite Natur.

Gib Acht auf das böse Weib, und auf das gute verlass dich nie.


Gib nicht aus Furcht deine Ehre preis.

Glaube deiner Frau und deinem besten Freund nur das, was du sicher weißt.

Glaube keinem, dem du Böses getan.

Glaube nicht dem, der von der Kirmes kommt, sondern dem, der nochmals hingeht.


Glaube nicht dem, der von weit herkommt, glaube dem, der aus der Ferne heimkehrt.

Glaube und Wahrheit haben ihren Lohn im Himmel.

Glückliche Augenblicke machen das Glück des Lebens aus.


Glück, mit unlauteren Mitteln ertrotzt, bringt unweigerlich Unglück.


Gold ist, was Goldes wert ist.

Gott, dem die Freiheit der Wahl gelassen, hat sich zum Mann und nicht zum Weibe geschaffen.


Gott duldet die Bösen, aber nicht für immer.

Gottes Hilfe nützt mehr als früh aufstehen.

Gott gibt den Ameisen Flügel, damit sich ihr Schicksal schneller besiegelt.


Gott gibt uns heute, aber der Teufel versucht uns morgen.

Gott hat die Welt für alle gemacht, aber einige wenige haben sie an sich gebracht.


Gott heilt, und der Arzt steckt das Geld ein.


Gott ist ein guter Arbeiter, aber er lässt sich gerne helfen.


Gott mag einen armen Mann lieben, aber nicht einen schmutzigen.

Gott sandte die Streitsucht, auf dass der Advokat zu leben hat.


Gott will alles zum Guten fügen, allein der Teufel straft ihn Lügen.

Guter Wein bedarf des Herolds nicht.

Gutes geht zum Guten wie die Biene zum Honig.


Gutes oder Böses zeigt sich im Gesicht.


Gutes Tuch lässt sich auch in der Truhe verkaufen.


Gut oder schlecht, verheiratet bin ich nun einmal.


Gut sein genügt nicht, man muss es auch scheinen.


Habgier bringt den Sack zum Reißen.


Hätten wir Geld für Brot, Fleisch und Zwiebeln, so würde uns die Nachbarin einen Topf leihen.


Heiße Tränen trocknen schnell.


Hinter dem Zufall steckt oft der Teufel.

Hinter(m)  (dem) Kreuze steht der Teufel.


Hinter dem Reichen steht der Teufel, hinter dem Armen stehen zwei.

Höflichkeit des Mundes gilt viel und kostet wenig.
(auch Sprichwort auf Sizilien)

Hören, sehen und schweigen, ist schwer zu vollbringen.


Hüte dich vor dem stillen Wasser, das wilde rauscht schnell vorbei.

Ich entkam dem Blitz und geriet in den Donner.

Ich habe mir den Fuß gebrochen, vielleicht zu meinem Glück.


Ich kenne dich Kabeljau, auch wenn du verkleidet daherkommst.


Ich sage dir nicht, wer du bist, denn du wirst es dir selbst sagen.


Ich war Staub, da fiel Regen und machte mich zu Dreck.


Ich weiß, was ich weiß, aber ich weiß es auch zu verschweigen.


Ich will das Kopfkissen um Rat fragen.

(Das bedeutet, man sollte eine Sache erst noch einmal überschlafen)

Im Guten ist die Tat mehr als die Absicht und im Bösen die Absicht mehr als die Tat.


Im Haus des Blinden ist der Einäugige König.


Im Haus des Spielmanns ist jeder ein Tänzer.


Im Krieg, in der Liebe und beim Jagen, für ein Vergnügen tausend Plagen.


Im Krieg und in der Liebe hat nur der Sieger Recht.

Im Kruge kommen mehr um als im Kriege.

Im Mai blüht der gute wie der schlechte Flachs.

Im Säumen liegt die Gefahr.


Im Zweifel sei still.

(dts.: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.)

In den Krieg zu ziehen, auf dem Meer zu fahren und zu heiraten, soll man niemandem raten.


In den Nestern vom Vorjahr nisten heuer keine Vögel.


In des Unglücklichen Hause befiehlt die Frau mehr als der Mann.


In einen geschlossenen Mund kommt (fliegen) keine Fliege herein.


In einer Scheide aus Gold steckt eine Klinge aus Blei.


In großer Not sagt der Freund die Wahrheit.


In hundert Jahren sind wir alle kahl.


In Zeiten des Sturms gibt es keinen sicheren Hafen.


Ist die Ursache weg, hört die Wirkung auf.


Ist kein Brot da, nimmt man mit Zwieback vorlieb.


Jeder Fehler ist so groß wie derjenige, der ihn begeht.

Jeder große Fehler ist ein Akt des Egoismus.

Jeder ist so, wie Gott ihn geschaffen hat.

Jeder redet von der Kirmes so, wie er sie erlebt.


Jeder soll von dem reden, was er versteht.


Jedes Fass riecht nach dem Wein, den es enthält.


Je mehr ein Geizhals hat, desto bedürftiger ist er.


Je trockener das Holz, desto höher die Flamme.


Kannst du nicht, was du willst, so wolle, was du kannst.


Kein besserer Spiegel als ein alter Freund.


Keine Frau ohne Flecken kein Maultier ohne Fehler.


Keine Frau schläft so fest, dass der Klang einer Gitarre sie nicht ans Fenster locken würde.

Kein schlimmerer Tauber als einer, der nicht hören will.

Kein Weg ist so eben, dass nicht irgendwo ein Graben darin wäre.


Kennt die Maus nur ein einziges Loch, wird die Katze sie bald gefangen haben.


Kinderliebe ist wie Wasser in einem Korb.

Kleine Kinder, Narren, Bezechte sie alle liebt Gott, der Gerechte.


Kleiner Mädchen Liebe ist wie Wasser in einem Siebe.

Kleines Unglück schreckt, großes macht gelassen.

Kluge Menschen sagen dumme Sachen, und dumme Menschen tun sie.

Krieg, Jagd und Liebschaften bringen tausend Schmerzen auf eine Freude.


Krieg mit der Welt ist Frieden mit Gott.


Kummer mit Brot ist erträglich.


Lache heute, morgen wird`s ein anderes Lachen sein.


Lahme Ziegen gibt es überall.


Lange Reisen, lange Lügen.


Lass dein Korn nicht trocknen vor der Tür des Mannes, der immer betet.

Lass dir nicht helfen von einem kleinen Kinde und heirate keine Witwe.


Lediger Mann ein Pfau; verlobter Mann ein Löwe; Ehemann ein Esel.


Liebe, Geld und Sorgen bleiben nicht verborgen.


Liebe, Glück und Wind ziehen vorüber geschwind.

Lieber allein als in schlechter Begleitung.

Lieber das bekannte Übel, als das ungewisse Gute.

Lieber die Schande im Gesicht als ein Fleckchen im Herzen.

Lieber eine Alte mit Geld, als eine Junge mit Haaren.


Lieber einen Mann mit einem Auge als mit einem Kinde.


Lieber ein Esel, der mich trägt, als ein Pferd, das mich abwirft.


Lieber ein fernes Glück als ein nahes Unglück.


Lieber gute Hoffnung als schlechten Lohn.

Lieber ledig bleiben als schlecht heiraten.


Lieber ohne Essen zu Bett gehen, als mit Schulden aufstehen.


Lieber schweigen als etwas Böses sagen.


Lieber spät als nie.


Liebe, Schmerz und Reichtum bleiben nicht verborgen.


Liebe tötet das Glück, Glück tötet die Liebe.


Lobe dich nicht, bevor du fertig bist.


Mach' die Nacht zur Nacht, den Tag zum Tag, und du lebst glücklich.


Mach' dir den Franzosen zum Freund, aber lass ihn nicht dein Nachbar sein.


Mach dir im Haus des Feindes die Frau zum Freund.

Mach es, wie's der Mönch sagt, nicht wie er's macht.


Machst du dich zu Honig, so fressen dich die Fliegen.


Mädchen, hüte dich vor dem Versprechen eines Mannes, denn es läuft wie ein Krebs.


Man braucht nicht zu gewinnen für die guten Kinder, noch zu hinterlassen für die schlechten.


Manche küssen Hände, die sie gern abgehackt sähen.


Manche sagen, was sie wissen, und manche wissen, was sie sagen.


Manchmal kokettiert das Schicksal mit klugen Menschen, aber seine Lieblinge sind immer die Dummen.


Manchmal sind wir die Gejagten, wo wir zu jagen meinen.


Manchmal zahlen Gerechte für Sünder.


Man findet nicht immer Speck, wo man eine Schwarte sieht.


Man hört die Worte, aber nicht ihre Bedeutung.


Man kann keine Forellen fangen, ohne nasse Hosen zu bekommen.


Man kann nicht zugleich verliebt und vernünftig sein.


Man kann noch so früh aufstehen, es wird nicht eher Tag.

Man muss sich keinem Maulesel und Mulatten anvertrauen.

(Das Sprichwort kommt daher, weil die Mulatten allgemein für treulos, stolz und egoistisch gehalten wurden. Der Esel wird als störrisch und eigensinnig angesehen. Eine Einstellung, wie die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland: Was man nicht kennt, wird abgelehnt. Über unbekanntes können unwidersprochen Unwahrheiten und Lügen verbreitet werden, was bestimmte Gruppen für ihre eigenen Ziele, die oft nicht offen liegen und deswegen nicht erkannt werden, missbrauchen.)

Man muss sich mit dem Kopfkissen beraten.

Männer regieren die Welt, Frauen regieren die Männer.

Man soll sich keinen Hof kaufen, sondern gute Nachbarn.


Man verliert den Verstand, wenn man vernünftig denkt.

Man weiß nicht, ob etwas gut ist, bis man es bewiesen hat.
(dts.: Probieren geht über studieren.)


Maultier und Kind schlag' auf den Hintern, aber nicht auf den Kopf, noch sonst wohin.


Mehr zählt Vorbeugen als zu beklagen.

Mein Freund ist, wer in meiner Mühle mahlt.

Mein Hab und Gut kannst du mir nehmen, meinen Ruf musst du mir lassen.


Menschen kommen zusammen, Berge nicht.


Messerstiche verheilen, aber böse Worte nicht.


Mische dich nicht in fremde Angelegenheiten.

Mischt man sich unter die Spreu, so kann man leicht vom Schwein gefressen werden.

Mist ist nicht heilig, aber wo er hinfällt, wirkt er Wunder.

Mit dem Geld aus anderer Taschen ist leicht zu zahlen.


Mit den Augen kann eine Frau bitten, nehmen, verachten und töten.


Mit der Zeit kommt der Verstand.


Mit Honig fängt man mehr Fliegen als mit Galle.


Mit schönen Kleidern verdeckt man schlechte Herkunft.


Mit Singen kommt des Küsters Geld, mit Singen geht es fort.

(Andere Version des Spanischen Sprichworts: Die Gelder des Mesners kommen, wenn er singt, und gehen, wenn er singt.)


Mit Zunder kann man schlecht Feuer löschen.


Nach dem Abendessen soll man gehen, nach dem Mittagstisch sich legen.


Nach einem Jahr gleicht der Hund seinem Herrn.


Nach einem Jahr ist der Knecht wie der Herr.

Nach Madrid ist nur der Himmel schöner.


Nackt bin ich geboren, nackt bin ich jetzt, nichts verlier` ich, nichts gewinn` ich.

Nicht alle, die Sporen tragen, haben ein Pferd.

Nicht jeder der Sporen trägt hat ein Pferd.

Nicht jeder ist ein Mann, der an die Wände pissen kann.


Nicht Mönch zum Freund, noch Priester zum Nachbarn.


Nichts hat so viel gewagt wie Unwissenheit.


Nichts ist besser verteilt als die Intelligenz; wir sind alle mit der eigenen zufrieden.


Niemals wird einer reich, der nicht sein Eigentum mit fremdem vermehrte.

Niemand kann mir nehmen, was ich getanzt habe.


Niemand soll die Beine weiter strecken, als die Decke reicht.


Niemand wäre Gastwirt, wenn es nicht Geld einbrächte.


Nie regnet es so, dass alle zufrieden sind.


Nur der hat Glück mit Frauen, dem sie keine Beachtung schenken.


Nur die ist keusch, nach der niemand gefragt hat.


Nur ein Narr schafft sich für jede Maus eine Katze an.


Ob du pflügst oder nicht, den Zins zahlst du.

Ob du pflügst oder nicht, die Pacht musst du zahlen.


Oft kommt das Elend für drei Tage auf Besuch und bleibt gleich für hundert Jahre.


Ohne Geld wandert man am sichersten durch die Welt.


Plage dich, um Wissen zu erwerben.


Reich ist, wer Freunde hat.

Reisender, es gibt keine Wege, Wege entstehen im Gehen.
Sag deinem Freund eine Lüge, behält er sie für sich, sag ihm die Wahrheit.

Sage niemals Nein aus Stolz oder Ja aus Schwäche.


Sag mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist.
(Schon im Sprichwörter-Lexikon von Samuel Christoph Wagener, erschienen 1813 in Quedlinburg (2005 im Georg Olms Verlag nachgedruckt) ist dieses als deutsches Sprichwort auf Seite 154 aufgeführt. So oder ähnlich wird es auch als Sprichwort in vielen anderen Ländern verbreitet (in Armenien, Brasilien, Italien, Türkei, Ungarn, Vietnam und andere) oder als Zitat von Goethe (1749 - 1832), Brillat-Savarin (1755 - 1826) oder Lenin (1870 - 1924) gebraucht. Wo es als erstes auftrat oder zitiert wurde oder von wem abgeschrieben wurde, ist nicht bekannt.)


Sag unter Freunden die Wahrheit, und man mag dich nicht mehr.


Schau nicht auf die Tat, sondern auf die Absicht.


Schau, wem du dienst, und du siehst, wie es um deine Ehre steht.

Schau, wo du hingehst, aber vergiss nicht, woher du kommst.


Scherze, die schmerzen, sind keine.


Schlaflosigkeit lässt sich durch Ärger überwinden.


Schlechte Nachrichten sind immer wahr.


Schlecht machen kostet mehr als gut machen.


Schlimm steht es um ein Haus, wo das Schwert nach der Spindel tanzt.


Schnee kannst du kochen oder ausdrücken, du erhältst immer nur Wasser.


Schulde dem Reichen nichts und versprich dem Armen nichts.


Schulden sind wie Kinder: je kleiner sie sind, desto lauter schreien sie.


Schweige still und sammle Steine.


Schwimmen, schwimmen, und dann am Ufer noch ertrinken.


Sechs Männer geben einem Doktor weniger zu tun als eine einzige Frau.


Sehende Augen altern nicht.


Sei geduldig mit der ganzen Welt, vor allem mit dir selbst.


Seine Krankheit zu kennen ist der Anfang der Genesung.

Setze dich an deinen Platz, und man heißt dich nicht aufstehen.


Sie stehlen das Schwein und geben die Füße als Almosen.


Sogar die Ameise hat gern Gesellschaft.


Sogar jede Fliege wirft ihren Schatten.


So hässlich ist kein Topf, dass er nicht seinen Deckel fände.


So ist der Anker: er kann nicht schwimmen und ist doch immer im Wasser.


Solange der Schuldner nicht stirbt, ist die Schuld nicht verloren.

Solange du Zweifel hast, mach keine Anklagen.


Solange ich warm habe, dürfen die Leute mich auslachen.

Solange man lacht, weint man nicht.


Soll mich der Hund anbellen, wenn er mich nur nicht beißt.


So wild ist kein Raubtier, dass es nicht mit seiner Gefährtin spielt.


Spricht einer keine Lüge, so stammt er gewiss nicht von adliger Wiege.


Sprich vom Kriege, aber geh nicht hin.

Sprich wenig und gut, und du bist jemand.


Sprichwörter sind keine Evangelien.


Steck deine Finger weder zwischen Eltern noch zwischen Geschwister.


Stein auf Stein reicht schließlich zu den Wolken.


Streitigkeiten und das Meer sieht man sich am besten von weitem an.


Tropfen um Tropfen leert sich das Meer.


Tue, was du willst, sagte Gott, und zahle dafür.


Tugenden überzeugen, nicht lange Haare.

Tust du Böses, so mach dich auf Böses gefasst.

Überall kocht man Bohnen.


Über die Großen sprich weder gut noch schlecht, denn sprichst du gut, so lügst du, und sprichst du schlecht, so begibst du dich in Gefahr.


Über Stiere zu reden ist nicht dasselbe, wie in der Stierkampfarena zu sein (stehen).


Um den Mann zu kennen, beobachte das Gesicht der Frau.

Um den Tod herbeizurufen, mag man die Faulen schicken.


Um einen Schritt zu sparen, macht der faule Knecht acht.


Um Stierkämpfer zu werden, muss man erst lernen, Stier zu sein.


Undankbarkeit ist die Tochter des Stolzes.

Unglück wird kommen, das mir zum Glück wird.


Unter einem schlechten Mantel ist oft ein guter Trinker.


Unter Soldaten und Freunden sind Komplimente überflüssig.


Verfluche die Erde, denn du liegst immer mit ihr im Kampf.

Verliebte meinen oft, dass andere Leute keine Augen haben.


Verrate deinem Freund dein Geheimnis und er setzt dir den Fuß aufs Genick.

Verschmähe keinen guten Rat, auch wenn du alt und weise bist.


Versprich nichts! Ein gegebenes Wort ist ein Gefängnis mit unsichtbaren Gitterstäben.


Vertraue einer Frau und einer Elster nur das an, was alle Welt wissen kann.

Verwöhnt die Katze, und sie wird euch ins Gesicht springen.


Verworfen ist, wer hinter einem Verworfenen hergeht.


Verzweiflung ist die Herrin des Unmöglichen.


Viele Affen brauchen viel Stroh.


Viele Freunde im Allgemeinen, und einen im Besonderen.

Viele möchten Wolle holen und kommen geschoren zurück.


Viele Spanier stehlen auf Rechnung der Zigeuner.


Viele Wenig machen ein Viel.


Viel hat noch nie wenig gekostet.


Vier Augen sehen immer mehr als zwei.


Vom Fenster her lässt sich niemals die ganze Welt überschauen.

Vom Gesagten zum Getanen ist es ein großer Schritt.

Vom Wort zur Tat ist's ein langer Pfad (Weg).

Von allen sicheren Wegen ist der Zweifel der sicherste.

Von der Liebe und der Suppe sind die ersten Löffel am besten.


Von weit her kommt das Wasser zur Mühle.


Vor einer verschlossenen Tür kehrt der Teufel um.


Vor Feuer kannst du dich schützen, vor bösen Leuten nicht.

Sprichworte aus Spanien
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