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Sprichworte aus Surinam
Flagge aus Surinam
Wappen aus Surinam
Flagge von Surinam
Wappen von Surinam
Suriname ist ein Staat in Südamerika. Das Land liegt am Atlantik und grenzt an Guyana, Französisch-Guayana und Brasilien. Es verdankt seinen Namen wahrscheinlich dem Stamm der Surinen, der durch die Arawak aus diesem Gebiet vertrieben wurde.

Surinam ist 163.820 km² groß und hat 541.638 Einwohner (2012) die vorwiegend in den Städten und Dörfern der Küstenebene leben. Die Bevölkerung setzt sich aus den verschiedensten Ethnien zusammen: 37,4 % afrikanischer Herkunft (davon 21,7 % Maroons, niederländisch Marrons, Nachkommen von vor 1863 geflüchteten Sklaven. Im Regenwald bot sich ein perfektes Versteck, und es entstanden Stammesverbände, in denen viele Elemente der westafrikanischen Kultur, Sprache und Religion erhalten sind. 15,7 % Kreolen, ehemalige schwarzafrikanische Sklaven, die nie flüchteten.), 27,4 % indischer Herkunft (Hindustani), 13,7 % Javaner, 13,4 % zählen sich zur gemischten Gruppe, der Rest sind Chinesen, Araber (syrische Christen, Palästinenser und Libanesen), Europäer indigene Völker und andere. In Surinam werden insgesamt 17 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen., die Amtssprache ist aber Niederländisch. Seit 2005 ist Suriname auch Mitglied der Niederländischen Sprachunion (Nederlandse Taalunie). Genauso unterschiedlich sind die verschiedenen Religionen.

Wegen der verschiedensten Ethnien und deren Herkunft aus Afrika, Asien und Europa ist der Ursprung von etlichen Sprichwörtern auch in den gleichen Ländern zu finden. Ähnlichkeiten sind deshalb nicht ausgeschlossen.

Das Gebiet Surinams wurde ca. 3000 v. Chr. erstmals von Indianern besiedelt. 1498 wurde die Küste von Christoph Columbus entdeckt. 1499 erforschten Amerigo Vespucci und Alonso de Ojeda die Küste genauer. Eine erste dauerhafte europäische Siedlung wurde 1651 von Engländern im Auftrag von Francis Willoughby eingerichtet. 1667 nahmen die Niederlande die Kolonie ein. Durch den im selben Jahr geschlossenen Frieden von Breda blieb es beim Status quo. Die Engländer behielten die eingenommene niederländische Kolonie Nieuw Amsterdam (das spätere New York) und die Niederländer ihrerseits das eroberte Suriname. Nach dem Dritten Englisch-Niederländischen Krieg wurde dieser Zustand 1674 mit dem Frieden von Westminster offiziell. Auch die benachbarten Gebiete Berbice und Essequibo, die ungefähr das heutige Guyana ausmachen, wurden durch die Niederlande im 17. Jahrhundert kolonisiert. Zusammen mit Suriname bildeten sie das so genannte Niederländisch-Guayana. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts blühte die Landwirtschaft in Niederländisch-Guayana, mit Hilfe von afrikanischen Sklaven wurden Zuckerrohr, Kaffee, Baumwolle und Kakao angebaut. Während die Niederlande an Frankreich angeschlossen waren, besetzten die Briten 1799–1802 und 1804–1815 Niederländisch-Guayana. Das heutige Gebiet Surinames wurde nach der Niederlage Napoleons zurückgegeben, das heutige Guyana blieb im Besitz Großbritanniens. Die Rückgabe wurde im Britisch-Niederländischen Vertrag vom 13. August 1814 geregelt. Er enthielt eine Erklärung darüber, dass kein niederländischer Bürger mehr am Sklavenhandel beteiligt sein durfte. Tatsächlich endete der Sklavenhandel und die Einfuhr von Sklaven in Suriname erst ab 1826.

Am 1. Juli 1863 wurde die Sklaverei abgeschafft, jedoch mussten sie noch für zehn Jahre als bezahlte Arbeiter auf den Plantagen arbeiten. Mit Abschaffung der Sklaverei wurde den Eigentümern vom niederländischen Staat eine Entschädigung von 300 Gulden pro Sklave für den „Verlust“ gezahlt. Insgesamt kamen am 1. Juli 1863 ca. 35.000 Sklaven frei. Um den entstehenden Mangel an Arbeitskräften in der Plantagenwirtschaft auszugleichen, wurden ab 1873 Kontraktarbeiter aus Britisch-Indien, dem Kaiserreich China und Niederländisch-Indien (heute Indonesien) nach Suriname gebracht.

1954 erhielt Suriname gemeinsam mit den Niederländischen Antillen den Status eines gleichberechtigten und sich selbst verwaltenden Teils der Niederlande. 1973 begann die örtliche Verwaltung mit der Regierung der Niederlande Verhandlungen über die Unabhängigkeit, und am 25. November 1975 wurde Suriname unabhängig.

Nationalfeiertag ist der 25. November, der Tag der Unabhängigkeit von den Niederlanden im Jahr 1975.

   Wahlspruch von Surinam: 
Gerechtigkeit – Frömmigkeit – Treue

   Quelle:   http://de.wikipedia.org/wiki/Suriname

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Alle Vögel schreien; wenn aber die Eule schreit, so ist's ein Unglücksvogel.
(Das bedeutet, ein böser Mensch bleibt ein böser Mensch, auch wenn er sich unter die guten mischt oder versucht, etwas gutes zu tun. Wer einmal einen schlechten Ruf hat, behält ihn und alle seine Taten sind schlecht.)

Alte Geschichten zu erzählen, sagte der Aasgeier, ist nicht gut.

An dem Platze, den der Tiger gern hat, legt er auch seine Flecken nieder.

An des Schwätzers Kopfe ist nicht viel Gutes zu sehen.

Ausgelassenheit und Freiheit ist nicht dasselbe.

Besser auf großer Plantage schwitzen, als auf einer kleinen sitzen.


Das Auge ist undankbar, was es auch sieht, es sagt doch, es sei noch nicht genug.


Das Gehen schadet dem Pferde nicht.


Das Glück sitzt nicht in den Haaren.


Das Kind, das nicht schreit, bekommt keine Milch von seiner Mutter.


Das Messer, das dein Brot schneidet, kann dir auch den Hals abschneiden.


Das Ohr ist nicht mehr als eine Tür.


Das Schaf kennt die Arzneien, aber sein krankes Knie kann es nicht kurieren.


Der Aasgeier hat keinen Wunsch, als dass das Pferd sterben möchte.


Der Aasgeier hatte immer einen üblen Geruch, und nun er tot ist, erst recht.


Der Aasgeier liebt das Aas.


Der Bart brennt, sieh nicht aufs Haupthaar.


Der Blick der Kröte kann keine Schlange töten, aber der Blick der Schlange die Kröte.


Der Blinde hadert nicht mit dem Busche.

Der Dieb sieht nicht gern einen anderen einen Korb tragen.

Der Hund kann noch vor Tagesanbruch sieben Junge zur Welt bringen.


Der Jäger droht den wilden Tieren und die wilden Tiere drohen dem Jäger.


Der Jäger hat seine Zeit und das Wild hat seine Zeit.


Der Leute Kinder sind nicht wie deine eigenen.


Der Mensch isst die Eier, sagt die Henne, und ich habe den Schmerz des Legens.
(Das bedeutet, der eine hat die Arbeit und der andere den Nutzen.)

Der Papagai geht nicht in den Kampf, aber seine Federn gehen.


Der Papagei spricht viel, wenn er lange im Käfig ist.

Der Schwanz des Pavians ist der Körper des Pavians.


Der sieht nicht gern ein Messer tragen, der gewohnt ist, andere umzubringen.


Der Tiger hat seine Stärke und das Stachelschwein seine List.

Der wütende Tiger schläft nicht mitten auf dem Wege.

Des Aasgeiers Schimpfreden bringen das Pferd nicht um.


Die Banane muss nicht den Kaffeebaum ersticken und der Kaffee nicht die Banane.


Die Finsternis verbirgt den Schmutz nicht.

Die Graslaus ist klein und frisst doch.

Die Haare des Mütterchens sind nicht deshalb grau, weil ich darüber gelacht habe.

(Das bedeutet, jemand wird für etwas verantwortlich gemacht, was der niemals getan haben kann.)

Die Ratte und ihr Schwanz sind nicht genug fürs Feuer.


Die Ratte weiß viel, aber die Katze noch mehr.

Die Toten tragen weiße Kleider.


Die Ziege bringt keine Schafe zur Welt.


Dinge auf einer schwachen Grundlage gebaut, werden schließlich wieder zerbröckeln.


Du kannst das alte Mütterchen verstecken, aber nicht ihren Husten.


Du kannst Waldvögel täuschen, aber nicht Hausvögel.


Dünnere Frauen machen bessere Liebhaber.


Du siehst für heute, aber nicht für morgen.


Ehe die Knochen auf die Straße geworfen wurden, lagen sie auf des Herren Tisch.


Eilen macht nicht Tagesanbruch.

Eine Schreiziege hat kein Recht.

Ein Tiger würgt auch die junge Gazelle, wenn er sie ergreifen kann.

Er wirft die Limone nach einer Apfelsine.

Es gibt wilde Tiere, aber auch wilde Jäger.


Es ist schwer, jemand zu erwecken, der gar nicht schläft.


Es ist schwierig jemanden wach zu machen (aufzuwecken), der nicht schläft.

Es wird nichts so heimlich getan, das nicht offenbar werde.


Geld in der Hand, zurück auf dem Boden.


Gewalt erobert das Land nicht.


Glück überwindet den Zauber.


Gute Kost ist der Tod der Wespe.


Hätte ich Zähne gehabt, sagte die Sandfliege, ich hätte Menschen verschlungen.

(Jemand hatte die Absicht, etwas Böses zu tun, hatte aber keine Kraft oder keine Macht oder Möglichkeit dazu.)


Holländisch verstehen und holländisch sprechen ist zweierlei.

(Holländisch bzw. Niederländisch ist die Amtssprache in Surinam, viele sprechen aber eine andere der 17 Landessprachen. Theorie und Praxis sind zwei verschiedene Dinge.)


Ich bin der Regen, ich tue Gutes, ich tue Böses.

(Je nach den Umständen kann etwas gut oder schlecht sein, alles hat zwei Seiten.)


Ich bin wohl schwarz, aber ich schlafe nicht im Rauch.

(Auch wenn man Arm ist, ist man nicht schlechter als die anderen und kein Fußabtreter für die, die sich für angeblich besser halten.)


Ich tue viel Gutes, sagt das Feuer, aber auch viel Böses.


Ist die Katze nicht da, nehmen die Ratten das Haus ein.


Ist die Ziege auch klein, ist sie doch nicht die Magd der Kuh.

(Auch wenn man weniger kann oder als geringer angesehen wird, hat der andere mir nichts zu sagen oder zu befehlen.)

Ist kein Hund da, so nimmt man die Ziege zur Jagd.


Kannst du keinen Hirsch erlegen, und du erlegst ein Kaninchen, so ist's auch gut.

(Besser etwas als gar nichts.)


Liebe sieht nicht auf Schönheit.


Mangel an der Bank ließ zwei Böden aufeinander treffen.


Man muss den Kopf streicheln, um Läuse (Ungeziefer) zu fangen.

(Man muss den Leuten schmeicheln und hofieren, um sie in Sicherheit zu wähnen und sie im richtigen Moment bei ihrer schwachen Seite erwischen.)

Man muss nicht alles wieder sagen, was man hört, nicht alles an die große Glocke schlagen.


Man muss nicht aus Zorn gegen die Moskitos die Stechfliegen töten.


Mein Gehen und dein Laufen sind ganz dasselbe.

(Was der anderer kann, kann ich besser.)


Obgleich der Papagei schöne Kleider hat, geht er doch nicht zu Tanze.


Recht reden bricht keinen Augenstern.

(Es ist nichts Ehrenrühriges oder Schlechtes daran, für Recht und Wahrheit einzutreten und die Wahrheit auszusprechen.)


Schnellgehen führt zum Laufen.
(Eine Sache zieht die andere nach sich. Man sollte bedenken, wohin etwas führen kann, bevor man anfängt und es am Ende zu spät ist.)


Schrei um dein Leben, sagt das Huhn, aber nicht um deine Federn.


Schwarze Kleidung bedeutet keine Trauer.


Sieben Tage sind kein Jahr.

(Man muss Geduld haben, irgendwan geht auch die schlimmste Sache zu Ende.)


Stehlen ist keine Schande, aber zurückgeben.

(Man darf sich nicht erwischen lassen. Wenn man erwischt wird, muss man alles zurückgeben und wird bestraft. Von den Bestohlenen und den Gesetzen wird das etwas anders gesehen.)


Tote Löwen fürchtet niemand.


Um mein Gesicht zu bedecken, nehm' ich anderer Leute Hände nicht.


Wäre das Geld Muschelsand, es sähe keiner den andern von hinten.

(Wenn alle Geld wie Sand am Meer hätten, würde keiner mehr dem anderen dienen wollen.)


Warteinwenig ist schuld, dass die Krabbe keinen Kopf hat.

(Weil die Krabbe zu lange abgewartet hat, muss sie ohne einen Kopf herumlaufen. Wenn man zu lange zögert, kann eine Möglichkeit vorbei sein oder man gerät in unnötigerweise in Gefahr.)


Was war im Topfe, das der Löffel nicht gesehen?


Wenn der Affe keine reifen Bananen bekommen kann, so sagt er: Sie sind sauer.


Wenn der Arme einen Diamanten trägt, so sagen die Leute, es sei ein Kiesel, trägt aber der Reichen einen weißen Stein, so nennen sie ihn einen Diamanten.


Wenn der Boden heiß ist, bleibt der Wurm in der Erde.


Wenn der reiche Mann stirbt, sagt man, er war krank, wenn der arme Mann stirbt, sagt man, er hat Erde gefressen.


Wenn der Säbel sieht, dass er lang ist, so meint er, er werde das Messer verschlucken.


Wenn der Tiger tot ist, tanzen die Hirsche auf seinem Grabe.


Wenn der Wind bläst, siehst du die Rückseite des Geflügels.


Wenn die Henne zu tief scharrt, sieht sie die Gebeine ihrer Mutter.


Wenn die Katze nicht da ist, nehmen die Ratten das Haus ein.


Wenn du einen Löffel findest, so wirst du auch Suppe essen.

Wenn eine Person dich mit einem Rasiermesser rasiert, rasiere ihn nicht mit zerbrochenem Glas (Glasscherben).

Wenn ein Mann eine Frau zu seiner Ehegefährtin macht, ist das das größte Kompliment, das er ihr machen kann, und es ist für gewöhnlich sein letztes.

Wenn man den Aasgeier schimpft, fühlt sich der Truthahn beleidigt.

Wenn man die Krabbe zertritt, so zertritt man auch ihr Haus.

Wenn sich sein Mund bewegt, kommen Sprichwörter heraus.

Wenn Steinchen rollen, so weiß man, dass der Besen dahinter ist.

Wer auf die Schwärze der Regenwolke sieht, darf nicht ausgehen.

Wer das Kuhfleisch isst, der wird tanzen.


Wer den Tod nicht kennt, muss sich den Schlaf ansehen.


Wer die Suppe aus dem Topfe trinkt, dem fällt der Deckel auf die Nase.


Wer geröstete Bananen essen will, muss sich erst die Finger verbrennen.


Wer gute Kleider hat, muss auch schlechte haben.

Wer Mehl in die Sonne stellt, muss auf Regen Acht geben.

Wer mit den Fischen geht, muss Würmer essen.

(dts.: Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.)


Wer schwimmen kann, muss auch die Kleider trocken halten können.


Wer soll den Streit zwischen Kamm und Haar schlichten?
(Sprichwort mit ähnlicher bedeutung in Deutschland: Wenn Mann und Frau sich streiten, so bleibe du im Weiten.)

Wer stets auf die Schwärze der Regenwolken sieht, wird nie ausgehen.


Wer wird mit zwei Augen zugleich in einen Flaschenkürbis sehen.


Wer wird nach einer Schlange, die beißen will, nicht mit dem Stocke schlagen.


Wer wird sich vom Stuhl auf den Boden setzen.


Wessen Schurz nicht festgebunden ist, der komme nicht zu Tanz und Spiel.


Wo ein Aussätziger ist, da sind auch Fliegen.

Wo wir uns niedersetzen, um zu erzählen, da wird kein Gras wachsen.