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Sprichwörter über Armut und die Armen

Die Armut steigt in Deutschland. 2015 wird weiter nur öffentlich auf Veranstaltungen diskutiert, in Hamburg am 2. Juni 2015 in der Apostelkirche. Wann wird endlich gehandelt? Auch 2016 bis 2019 und in Zukunft wahrscheinlich wieder nicht!!
Armut hat es schon immer gegeben. Schon immer waren Sprichwörter über die Armut im Umlauf. In der Sammlung „FLORILEGIUM POLITICUM - Politischer Blumengarten“ von Christophorum Lehman aus dem Jahr 1630 werden auf sechs Seiten (von Seite 42 bis 47) Sprichworte mit Arm und Armut aufgelistet. Dieser Umfang zeigt das Ausmaß der Armut in seiner Zeit. Auch Später wurde der Zustand der Armen nicht besser. 1867 in der Sammlung von Karl Friedrich Wander hat sich die Zahl der Sprichwörter zu diesem Thema schon verzehnfacht: Unter dem Stichworten Arm (Adj.): 113, Der Arme: 322 und Armut: 329, die Fremdsprachigen und diejenigen unter anderen Stichworten nicht mitgerechnet.

Heute wird immer noch darüber geredet, nicht mit Sprichwörtern wie früher, sondern in öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionen. Verbessert hat sich nichts, die Armut ist eher schlimmer geworden, dank der sozialen Gesetzgebung und Hartz IV? In Deutschland hat sich die Armutsquote von 2006 auf 2013 von 14,0% auf 15,5% der Bevölkerung erhöht (in Hamburg auf 16,9%). Das ist eine Steigerung um 10,7% auf 12,5 Millionen Menschen in Deutschland. Eine Zunahme der Armut trotz einer Wirtschaftsentwicklung und Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 2390 auf 2809 Mrd. Euro und Abnahme der Arbeitslosenzahlen! Besonders stark nahm im gleichen Zeitraum die Armut der 65-jährigen und älteren um 37,5 Prozent und die der Rentner und Pensionäre sogar um 47,5 Prozent zu. Die Riester und Rürup oder sonstigen Rentenverträge haben nichts zur Verbesserung beigetragen. Durch Provisionen und Gebühren ist es vorwiegend eine Förderung und Hilfe für die Versicherungsgesellschaften. Erst musste vom sowieso geringen Einkommen etwas abgezweigt und Verzicht geübt werden und später werden die daraus resultierenden Zahlungen auf den Hartz IV Betrag angerechnet und abgezogen oder Steuern erhoben. Trotz (oder durch?) privater Vorsorge - Doppelt verloren und Armut vergrößert!
Manche Politiker haben in der Vergangenheit gesagt, so viele Rentner wären ja gar nicht arm, sie würden zur Rente dazuverdienen und würden deswegen nicht als arm gelten. Umgekehrt wird ein Schuh daraus, weil sie arm sind und nicht genug zum Leben haben müssen viele dazuverdienen, um Miete und Lebensmittel bezahlen zu können. Zukünftig wird es immer mehr arme Rentner geben:
https://rentenbescheid24.de/arme-rentner/

Die Zahlen sind aus dem Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands vom Februar 2015. Dieser und Armutsberichte aus anderen Jahren stehen im Internet zum Download zur Verfügung:
www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/armutsbericht/download-armutsbericht/

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Deutsche Sprichwörter

Alle Freier sind reich und alle Gefangene arm.

Allein der Arme tut Unrecht und hat das Kalb in ein Auge geschlagen.

Allein der Wahn oder die Achtung ist reich oder arm.

Allein Unglück und Armut ist für den Neidhart gut.

Allzu gut fördert Armut.

Allzu mild hilft zur Armut.

Almosen geben armet nicht, Kirchengehen säumet nicht, Wagenschmieren hindert nicht, unrecht Gut wuchert nicht, Gottes Wort trügt nicht.

Alter Mann und junges Weib, gewisse Kinder, Junger Mann und altes Weib, nur arme Sünder.

An Armen weiß man nichts zu gewinnen.

An armer Leute Bart lernt der Junge scheren.

An des Armen Barte lernt der Junge scheren.

An armer Leute Hoffart wischt der Teufel den A--- .

An der Armut will jeder den Schuh wischen.
An der Armut wischt jedermann die Schuhe.

An williger Armut hat Gott keine Schuld.

Arbeit ist bei (für) Armut gut.

Arm an Begierden macht reich an Vermögen.

Arme elende Kinder, die Gott kennen, fürchten und lieben sind reicher denn gottlose reiche Kinder.

Arme Freunde soll man nicht verschmähen.

Arme Gäste sendet uns Gott zu.

Arme Gesellen kommen nicht leicht zu Ehren.

Arme Gesellen müssen viel überhören.

Arme haben die Kinder, Reiche die Rinder.

Arme Leute, armes Kreuz.

Arme Leute gehören hinter die Tür.
Der Arme gehört hinter die Tür.
Der Arme hat seinen Platz hinter der Tür.

Arme Leute haben bald abgespeist.

Arme Leute haben einen Sinn mehr als die reichen.

Arme Leute haben kurze Arme.

Arme Leute haben schier alle um einen Sinn mehr denn die Reichen.

Arme Leute haben weit heim.

Arme Leute kennt niemand.

Arme Leute, arme Küchen.

Arme Leute kochen dünne Grütze (Suppen).

Arme Leute machen reiche Heilige.

Arme Leute müssen immer unrecht haben.

Arme Leute schlafen für wohl essen.

Arme Leute sind bald verführt und in Harnisch gebracht, wenn die Rädeltreiber geschwinde sind.

Arme Leute sind in ihrem eigenen Haus nicht daheim.
Die armen Leute sind auch in ihrem eigenem Hause nicht daheim.

Arme Leute sind vor Neid und großen Ausgaben gefeit.

Arme Leute sollen nicht lecker sein.

Arme Leute sollen nicht reich sein.

Arme Leute treiben arme Weise.

Arme Leute vernähen das Gold in einen Wetzstein.

Arme Leute verzeihen ihren Kindern mehr, denn die Reichen.

Arme Leute wohnen in kleinen Häusern.

Arme mag man haben, Bettler nicht.

Armen geben, armet nicht.

Armen geben ist (eine) gewisse Einnahme.

Armen Gesellen begegnet oft ein unversehen Glück, wenn sie es nur wüssten zu gebrauchen.

Armen hat nie kein Geld gebrochen als den Sonntag und die ganze Wochen.

Armen Leuten verdirbt wenig.

Armer, der sich schämt, bekommt nichts.

Armer Freunde dienst ist auch bequem.

Armer Gast ist Gottes-Kast.

Armer Leute Freund und Gesell will niemand gern sein.

Armer Leute Gäste gehen früh nach Haus.

Armer Leute Hoffart und Kälbermist verriechen gern (gar bald) in kurzer Frist.

Armer Leute Hoffart hat bald ein End und spottet jedermann.
Armer Leute Hoffart währt nicht lange.

Armer Leute Kinder regieren Land und Leute.

Armer Leute Kinder und der Reichen Hunde werden fast gleich erzogen.

Armer Leute Pracht währt kaum über Nacht.

Armer Leute Pracht währt über Nacht: Zween Tage weiß Brot, darnach Jammer und Not.

Armer Leute Reden gehen viel in einen Sack.

Armer Leute Reden gilt nicht.

Armer Leute Sache gilt nichts.

Armer Leute Witz gilt nicht, Wasserkrug ist nicht klug.

Armer Leute Zorn hat keinen Nachdruck.

Armer Mann, unwerter Gast.

Arm im Beutel, krank im Herzen.

Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel bedarf (begehrt).

Arm ist, wer den Tod wünscht, (aber) ärmer, wer ihn fürchtet.

Arm Mann lecker hat seinen Willen nicht.

Arm oder reich, der Tod macht alles gleich.

Arm oder reich, vor Gott sind alle gleich.

Arm sein ist eine Kunst, wer's kann.

Arm und fromm war nur bei Josepf im Stalle.

Arm und Reich, der Tod macht gleich.

Arm und Reich gehen selten gleich.

Arm und Reich gesellen sich nicht wohl.

Arm und Reich: Schlimm und Schlemm.

Arm und Reich, vor Gott sind alle gleich.

Arm und stolz sein ist Spott und Torheit.

Armut alle (aller) Türen zutut.

Armut behält Armut.

Armut braucht List.

Armut bringt Kummer und Not und tut gar bange.

Armut bringt Demut.

Armut bringt Ungeduld.

Armut dämpft Hochmut.

Armut den Herzen Friede gibt, Reichtum in großen Sorgen liegt.

Armut den Sack zum halben Teil zubind.

Armut ein Schalk macht fetten Balg.

Armut erfährt viel.

Armut findet alles auf den ersten Griff.

Armut findet alle Weg' und Stege.

Armut folgt Armut bis in die Grube hinein.

Armut geht nicht betteln, sondern der Bettel.

Armut greift nie fehl.

Armut hat allenthalb Geleit.

Armut hat den sechsten (ist der sechste) Sinn.

Armut hat einen Sinn mehr, denn andere Leute – die Not.

Armut hat ihren Stand ohne Neid erhalten.

Armut hat kein Ansehen, drum geht sie hinten nach.

Armut hat Städte gebaut.

Armut hat überall geliehen.

Armut hat viele an den Galgen gebracht.

Armut hat viele zu Herren gemacht, doch manchen auch an den Galgen gebracht.

Armut hat viel zu Huren gemacht und viel an Galgen gebracht.

Armut hindert der Ehren viel, Kunst ohne Geld ist Affenspiel.

Armut holt die Trägheit ein, es sei denn, dass diese auf einem Mönch reitet.

Armut hütet wohl.

Armut ist aller Künste Stiefmutter.

Armut ist angenehm.

Armut ist auslagefrei.

Armut ist der Künste (Weisheit) Mutter.

Armut ist der sechste Sinn.

Armut ist der Tasche gut.

Armut ist des Reichen Hand (, Zunge, Aug') und Fuß.
Armut ist des Reichtums Hand und Fuß.

Armut ist des Reichen Kuh.

Armut ist die Erfinderin aller Dinge.

Armut ist die größte Plage.

Armut ist eine böse Stiefmutter guter Sitten und Tugend.

Armut ist eine gute Ringmauer und macht sicher vor Dieben.

Armut ist eine gute Ringmauer.

Armut ist ein ehrlich Ding, wer mit ihr kann umgehen.
Armut ist ein ehrliches Ding, wer nur wohl damit weiß umzugehen.

Armut ist ein Haderkatz*14.

Armut ist eine Haderkatze*14.

Armut ist eine Kunst, wer's kann.

Armut ist eine Last, Alter ein unwerter (unangenehmer) Gast.

Armut ist eine schwere Last und bricht einem ehrlichen Menschen allen Mut.

Armut ist ein fröhlich Ding.

Armut ist ein loser Hurenbalg und lehrt partieren.

Armut ist ein Luchs, fängt wohl auch einen Fuchs.

Armut ist ein Schalk, sie macht manchen Balg.

Armut ist ein unwerter Gast.

Armut ist fürs Podagra gut.

Armut ist für Torheit gut.

Armut ist gut, wer's glaubt und ihr recht tut.

Armut ist keine Lame am Leibe, noch Hindernis an der Seele.

Armut ist keine Schande.

Armut ist keine Schande, aber ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.

Armut ist keine Schande, aber Ursache zur Armut geben ist Schande und Unrecht.

Armut ist keine Schande noch Unehre.

Armut ist keine Sünde.

Armut ist keine Unehre.

Armut ist kostenfrei.

Armut ist listig, sie fängt auch einen Fuchs.

Armut ist listig und sinnreich.

Armut ist nicht Armut, sie sei denn nicht fröhlich.

Armut ist nicht gut, denn sie macht Unmut.

Armut ist so angenehm, wie wenn ein Hund ins Bad käm'.

Armut ist weder Schande noch Unehre.

Armut ist wohl eine böse Webe weiß zu bleichen und dennoch hat es seinen Reichtum.

Armut kann nicht regieren.

Armut kann nicht verlieren, Armut kann nicht regieren.

Armut lähmt nicht.

Armut lehrt geigen.

Armut lehrt (viel) Künste.

Armut macht nicht arm, sie sei denn, dass Gott erbarm.

Armut macht schamlos (unverschämt).

Armut schändet nicht, aber Laster schänden.

Armut selten recht tut.

Armut studiert, Reichtum bankettiert (jubiliert).

Armut studiert, Reichtum jubiliert.

Armut sucht (neue) List.

Armut sucht neue Wege.

Armut sucht Wege.

Armut tut dem Alter weh.

Armut tut selten gut.

Armut tut wehe, Elend noch mehr, noch will ich lieber Elend sein, denn verlieren die Treue mein.

Armut wehe tut.

Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär an einer genug.

Arm und Alt sein ist eine schwere Bürde, es wäre an einem genug.

Armut und Furcht macht schlechte Leute zu Lügnern.

Armut und Geiz treibt zu nichts Gutes.

Armut und Hunger haben manchen Junger.
Armut und Hunger hat viele gelehrte Jünger.

Armut versucht viel.

Armut wagt alles.

Armut wird gedrückt, Reichtum wird hervorgerückt.

Armut wird verdrückt (versteckt), Reichtum wird hervor gerückt.

Arm wie eine Hur in der Karwoche.

Arzt und Juristen reiten auf Gaulen, Priester in Koth und Armuth verfaulen.

Ärzte und Juristen reiten auf Gaulen, Priester im Kot und Armut verfaulen, darnach urteil oder verdamm.

Auf der armen Braut Verlöbnis trinkt der Schenck erst.
Auf der armen Braut Gelöbnis trinkt der Schenk zuerst.

Aus dem reichen Schlecker wird ein armer Lecker.

Bald reich, bald arm, bald gar nichts.

Bauen ohne Not bringt in Armut.

Bauen und viel Leute speisen, tut dich zu großer Armut weisen.

Bauen und viel Mäuler speisen, tut zu großer Armut reißen.

Bauern und Arme haben auch ihren Zorn, er hat aber die Wehre nicht.

Bekommt der Arme ein Stück Brot, so reißt es ihm der Hund aus der Hand.

Besser arm, denn ein Lügner.

Besser arm dran als Arm ab.

Besser arm in (mit) Ehren als reich mit Schanden.
Es ist besser arm mit ehren, denn reich mit Schanden.

Besser arm, jung und weise, denn (als) reich, alt und ein Narr.

Besser arm und frei, denn ein voller Kragen und eine Kette am Hals.
Besser arm und frei, denn ein voller Kragen und eine goldene Kette am Hals.

Besser arm und fromm, denn der Schalck in Reichtum.

Besser arm und gesund, denn reich und ungesund
Lieber arm und gesund als reich und krank.

Besser Armut leiden als Ehrbarkeit verlassen.

Besser auf dem Lande arm als auf dem Meere reich.

Besser ein reicher Bauer denn ein armer Edelmann.

Betteln heißt Armut verzetteln.

Bitten ist unwert, aber es macht nicht arm.

Blinder Mann, ein armer Mann, hätt` er auch Seid und Sammet an.

Blinder Mann, armer Mann, und hätt er seid'ne Kleider an.

Blinder Mann, ein armer Mann; noch ist das ein ärmrer Mann, der sein Weib nicht zwingen kann.

Blödigkeit ist dem Armen wenig nütz.

Bürge werden hat viel reiche Leute verderbt und in Armut gebracht.

Das Gemüt ist reich und arm, nicht die Kiste.

Das Herz ist reich oder arm, nicht die Kiste.

Das ist wohl eine arme Maus, die nur weiß aus einem Loch hinaus.
Es ist eine schlechte Maus, die nur ein Loch weiß.

Das Leben ist dem Armen (Kranken) lang, dem Reichen (Gesunden) kurz.

Das Leben ist den Reichen lang, den Armen kurz.

Das Wild frisst armer Leute Brot und der Teufel den Jäger.

Dem Armen gegeben ist wohl gesät.

Dem Armen geht viel ab, dem Geizigen alles.

Dem Armen hilf, den Bettler verjag.

Dem Armen läuft die Armut nach.

Dem (Einem) Armen wird immer das Ärgste zuteil.
Einem Armen wird allzeit das Ärgste.

Dem Frommen ist Gott, dem Bösen seine Armut Gesetz.

Den Armen machet reich der Wein, drum sollt' er allzeit trunken sein.

Den Kopf halt kühl, die Füß(e) warm, das macht den besten Doktor arm.

Der Adel macht die Klöster reich und die Klöster den Adel arm.

Der Arme behält seine Hühner, der Reiche seine Tochter nicht lange.
Die Armen pflegen ihre Hühner - und die Reichen ihre Töchter nicht lange zu behalten.
(Die Ersten verkaufen die Hühner wegen Geldnot und die Zweiten geben reichlich Mitgift.)

Der Arme hat immer Gegenwind.

Der Arme heißt, (dass) Gott erbarme.

Der Arme isst, wann er was hat, der Reiche wann er will, (ist er auch satt).

Der Arme ist gar wohl geborgen, er hat für wenig nur zu sorgen.

Der Arme ist überall dürftig, und zu geringer Kost und Kleidung genötigt.

Der Arme kennt seine Verwandten besser als der Reiche.

Der Arme leidet und wird erdrückt durch Wucher, Geiz und böse Tück.

Der Arme muss in den Sack.

Der Armen Hand ist Gottes Beutel.

Der Armen Herberge ist bei Helfdirgott.

Der Arme schläft in Sicherheit.

Der Armut geht viel (wenig) ab, dem Geize alles.

Einem armen Mann mangelt viel, einem Geizigen alles.

Der Geizige ist allweg arm.

Der Geiz sammelt sich arm, die Milde gibt sich reich.

Der Milde gibt sich reich, der Geizhals nimmt sich arm.

Der ist arm, den Sorgen grau gemacht.
Der ist arm, den Sorgen grau machen.

Der ist ein armer Knecht, der der Gemeinde dient.

Der ist recht arm, welcher von Gott verlassen ist.

Der Krieg geht allein über armer Leute Beutel.

Der Reichen Schatzung ist: die Armen müssen die Haut hergeben.

Der Stolz frühstückt mit dem Überflusse, speist zu Mittag mit der Armut und isst zu Abend mit der Schande.

Der Teufel ist arm, hat weder Leib noch Seele.

Der Tod macht alles gleich, er frisst Arm und Reich.

Der Wahn allein ist reich und arm.

Der zuerst gewann, wird zuletzt ein armer Mann.

Des Armen Zorn ist sein eigen(es) Unheil.

Die Armen helfen alle, dass kein Reicher falle.

Die Armen helfen die Füchse fangen, (damit) die Reichen in Pelzen prangen.

Die Armen müssen die Reichen ernähren.

Die Armen müssen tanzen, wie die Reichen pfeifen.

Die Armen sind der Reichen Ernährer.

Die Armut findet auf ungekehrten Bänken.

Die Armut ist wie der Tod, von vielen gelobt, von wenigen geliebt.

Die Kart' und die Kanne macht manchen zum armen Manne.

Die Rasenbank ist des Armen Sofa.

Die Reichen wissen nicht, wie dem Armen zumut ist.

Die Sonne scheint den Armen wie den Reichen.

Die Welt hat sich umgekehrt, drum hab ich arme Esel pfeifen gelehrt.

Du arme Gerechtigkeit, liegst im Bett und hast kein Kleid!

Du bist ein Armer zu Nacht, kommst erst am Morgen.

Durch Vorkauf und Auskauf, böser Münze freien Lauf wird der Arme gefressen auf.

Eigen Herd ist Goldes wert; ist er gleich arm, hält er doch warm.

Ein Armer, der reich geworden und ein Bauer, der Edel ward, soll man nicht zu Freunden wünschen.

Ein armer Mann ist selten ein Graf.

Ein Armer muss sich seiner Armut nicht schämen.

Eine Kuh deckt viel Armut zu.

Eine schöne Frau in Armut, die ihre Ehr behalten tut und liebt dazu ihren Mann, die trägt der Ehren wohl eine Krone.

Eines kargen Reichen kam man nicht genießen, denn eins milden armen.

Ein Fürst ist (wohl) so selten im Himmel, als ein Hirsch in eines armen Mannes Küche.

Ein Niedriger und Armer soll mit Mächtigen und Reichen unverworren sein.

Ein reicher Kaufmann wird wohl arm, ein Armer wird wohl reich.

Ein Reicher sieht, wie er seinem Schaden nachkomme, der Arme muss sich leiden.

Ein Schüler muss nicht flugs wollen Junker sein, sondern ein wenig der Rute Strafe und Armut leiden.

Ein Undankbarer schadet zehn Armen.

Er hat wohl was, wenn der arme Kaiser nur was hätte.

Er ist darauf erpicht wie der Teufel auf eine arme Seele.

Er ist ein armer Lazarus.

Er ist Garmhuldig.

Es fehlt eben so sehr an der Armen Geduld, als an der reichen Mildtätigkeit.

Es gebührt sich wohl, dass ein armer Mann Konrad heiße.
Es steht gut, wenn ein armer Mann Conrad heißt.

Es geht viel armer Leute Red' in einen Sack.

Es gilt mir gleich eine Arme oder eine Reiche, wenn sie nur Geld hat.

Es ist armer Jungfern Schade, dass sie schön sind.

Es ist besser, die Armen sitzen vor deiner Tür, als du vor ihrer.

Es ist ein armer Fuchs, der nur ein Loch hat (weiß).

Es ist in der Welt keine größere Sünde als arm zu sein.
Es ist keine Sünde denn Armut (arm sein).

Es ist keiner noch so reich, mit Denken ist ihm der Arme gleich.

Es ist viel Speise in den Furchen der Armen.

Es spielen sich eher zehn arm als einer reich.

Es spielen sich eher zehn arm als einer reich.

Es verdirbt mancher gute Rat in eines Armen Munde.

Es verdirbt viel Weisheit in eines armen Mannes Tasche.
In Armer Leute Mund verdirbt viel Weisheit.
Viel Klugheit verdirbt in eines armen Manns Beutel.

Es wird keiner arm, als wer nicht rechnen kann.

Es wird keiner arm oder reich, der sich nicht selbst dazu hilft.

Faul, arm, und dennoch zehren, geschieht nicht lang mit Ehren.

Faulheit lohnt mit Armut.

Feuer macht arme Leut.
Findelkinder, arme Kinder.

Friede macht Reichtum, Reichtum macht Übermut, Übermut bringt Krieg, Krieg bringt Armut, Armut macht Demut, Demut macht wieder Frieden.

Fröhliche Armut ist Reichtum ohne Gut.

Furcht und Armut hüten wohl.

Gaben, die ein Armer einem Reichen gibt, sind Bettelei.

Gar fromm ist, der den Armen beschirmt.

Gefangen Mann, armer Mann.

Geh nicht zu armer Bursch zu Gast, so du dein Speis nicht bei dir hast.

Geiz ist die größte Armut.

Geld fährt auf hohen Schlitten, Armut muss zu Fuß gehn (Armut geht zu Fuß).

Geld hilft nicht für Armut.
Gut hilft nicht für Armut.

Genau untersuchen kommt von armen Leuten.

Gewalt, Kunst und Geld regieren die ganze Welt, die drei gehen vor Recht, das klagt ein jeder arme Knecht.

Gift findet man nicht in armer Leute Küchen.

Gott ist der Armen Vormund.

Gunst geht vor Recht, das weiß ich armer Knecht.

Gut edel, Blut arm.

Gut Gewissen und armer Herd ist Gott (Gold) und aller Ehren wert.

Gut macht Mut, Mut macht Hochmut, Hochmut macht Neid, Neid macht Streit, Streit macht Armut, Armut macht Demut.
Gut macht Übermut, Armut macht Demut.

Habe gehabt ist ein armer Mann, hab’s gewusst ein dummer.

Habich ist ein reicher Mann, Hättich ein armer.

Hätte jeder das Seine, so wärst du so arm wie ein andrer.

Hättich ist ein armer Mann.

Hausfriede muss man halten, dem Reichen wie dem Armen.

Hochmut führt in Armut.

Hochmut kommt nicht von Armut.

Hoffart und Armut halten übel Haus.

Ich wollte, wer gern arm wäre, dass er sein Lebtag müsste arm sein.

Im Fall der Not möcht man wohl einen Kelch vom Altar nehmen, einem Armen zu dienen.

Im Spital wird oft gewahrt der Armen, das möchte einen Stein erbarmen.

In Armut erkennt man den Freund.
In Armut und Not erkennt man einen Freund.

In der Armut lernt man Freunde kennen.

In der Welt ist kein größer Sünd als arm sein.

Ist die Weisheit löblich an einem Armen, wie viel löblicher an einem Reichen.

Ist eine Mutter noch so arm, gibt sie doch ihrem Kinde warm.

Jedermann ist Volksrechts würdig, der Arme wie der Reiche.

Jeder Zeit ihr Recht macht manchen armen Knecht.

Junges Blut, spar dein Gut, Armut im Alter wehe tut.

Kein Armer soll verachtet werden, denn Christus war auch arm auf Erden.

Lang arm, lang unselig.

Lass dem Armen auch sein Brot.

Lass dich nicht bringen um das Dein, willst du vor Armut sicher sein.

Lässige Hand macht arm.

Leb mit Vernunft, so kommst nicht in der Armen Zunft.

Lotterielose sind Eingangszettel ins Armenhaus.

Lüneburger Heide, armer Wichtel (Brüder) Weide.

Mancher ist reich an Geld und arm im Beutel – bei seiner Frau.

Man darf dem Gerber das Leder nicht stehlen, um den Armen Schuhe daraus zu machen.

Mergel macht den Vater reich und den Sohn arm.

Misstun von Armut wegen soll man willig vergeben.

Mit dem frommen Mann geht Gott und die Armut zu Tisch.

Mit Tränen heiß die arme Welt beweint, das verlorene Geld.

Müßiggang hat Armut im Gefolge.

Mutterschoß ist arm, aber warm.

Neue Funde kommen von armen Leuten.

Nichts macht arm und Nichts macht reich.

Ohne Geld manch armer Knecht bei guter Sach bleibt unrecht.

Prahlen wir nicht mehr, sind wir arme Leute.

Predigt hören versäumet nicht, Almosen geben armet nicht, übel Gut das reichet nicht.

Recht blieb wohl recht, wenn's arme Leute werden möcht.

Reiche Diebe hängt man in goldne Ketten, arme in Eisen.

Reiche essen, wann sie wollen, Arme, wann sie was haben.

Reiche lässt man gehen, Arme müssen an Galgen.

Reiche leihen nicht gern; Arme zahlen nicht gern, ist eins so gut und recht als das andere.

Reiche Leute machen arme; arme machen reiche.

Reiche Leute verziehen ihre Hunde, arme Leute ihre Kinder.

Reichen gibt man, Armen nimmt man.

Reicher Demut meinet Gott, Armer Hoffart ist ein Spott.

Reicher Leute Kinder und armer Leute Pferde werden bald groß.

Reicher Leute Krankheiten und armer Leute Braten riecht man weit.

Reicher Leute Töchter und armer Leute Kälber kommen bald an Mann.
Reicher Leute Töchter und armer Leute Kälber (Käse) werden bald reif.

Reicher Leute Wort muss Salomos Weisheit sein, was ein Armer sagt, wird verlacht.

Reiche sollen den Armen helfen und ihnen tröstlich sein.

Reiche steckt man in die Tasche, Arme setzt man in die Asche.

Reiche Weiber machen arme Kinder.

Reich ist, wem dient sein Geld, arm ist, wer dient dem Geld.

Reich ist, wer mit der Armut eins ist.

Reichtum fährt in Pracht, Armut wird verlacht.

Reichtum und Armut liegen nicht am Gut, sondern am Mut.
Reichtum und Armut liegt nicht am Gut, sondern am Mut.

Reichtum verdammt niemand, Armut macht niemand selig.

Reich von Adel, arm von Gut.

Rein und ganz (ist) des Armen Glanz.

Rindfleisch geräuchert ist der Reichen Kost, Hühnerfleisch ist armer Leut essen, das können sie vergelten.

Scham ist armen Leuten gram.

Scham ist des Armen Unglück.

Scham und gute Sitten weichen der Armut.

So arm, wie eine Kirchenmaus.

So arm, wie 'ne Hure in der Marterwoche.
Sonnen warm macht niemand arm.

Stirbt der Reiche, so geht man zur Leiche; stirbt der Arme, dass Gott erbarme!

Täglich neuer Plan führt zum armen Mann.

Torgauer Bier ist der Armen Malvasier.

Trägheit geht langsam voran, Armut holt sie bald ein.

Trink und iss, der (des) Armen nicht vergiss.

Unglück sitzt nicht immer vor armer Leute Tür.

Unglück trifft nur die Armen.

Unglück und Armut machen kleinmütig.

Unmäßigkeit macht arm, träg und krank.

Vaterunser ist der Armen Zinsgut.

Viel bauen, halten viel Gesinde, das hilft zur Armut gar geschwinde.

Von Betteln wird man nicht arm, nur unwert.

Wär Armut nicht, so wär keine Kunst.

Was aus Armut geschieht, soll man leicht vergeben.

Was die Armut schwer macht, macht auch den Reichtum schwer.

Was man Gott gibt, armet nicht.

Wasser reich, Land arm.

Weiberreden, armes Reden.

Weisheit hat bei Armut Leid.

Wen der Schuh wringt und das Weib dringt, der ist ein armer Mann.

Wenn Armut zur Tür eingeht, fliegt die Liebe zum Fenster (Tempel) hinaus.

Wenn das Land arm ist, ist das Wasser reich.

Wenn der Diener reich wird und der Herr arm, so taugen beide nichts.

Wenn der Wucherer stirbt, freuen sich viere: der Erbe wegen des Geldes, der Glöckner wegen der Leiche, der Arme wegen des wohlfeilen Brots und der Teufel um die Seele.

Wenn die Reichen bauen, haben die Armen zu tun.

Wenn Unglück dem Reichen bis an die Knie geht, so geht es dem Armen bis an den Hals.

Wer Armen gibt, wird nimmer arm.
Wer den Armen gibt, dem wird's nicht mangeln.

Wer Armut ertragen kann, ist reich genug.

Wer Armut hat, der hat die Hölle.

Wer Armut nicht ehrt, ist der Armut nicht wert.

Wer bittet den Armen zur Hochzeit?

Wer da eilt nach fremdem Gut, auf den wartet schon die Armut.

Wer dem andern seinen guten Namen raubt, macht ihn arm und bereichert sich nicht.

Wer dem Armen leiht, dem zahlt Gott die Zinsen.

Wer dem Armen sein Ohr verstopft, den hört auch St. Peter nicht, wenn er klopft.
Wer den Armen sein Ohr verstopft, den hört St. Peter nicht, wenn er klopft.
Wer sein Ohr den Armen verstopft, den hört auch St. Peter nicht, wenn er klopft.
Wer sein Ohr für den Armen zustopft, den hört Gott auch nicht, wenn er klopft.

Wer dem Publikum dient, ist ein armes Tier; er quält sich ab, niemand bedankt sich dafür.

Wer den Herzen nicht hofieren kann, der muss bleiben ein armer Mann.

Wer der Zeit nicht tut ihr Recht, der wird oft ein armer Knecht.

Wer eilt nach fremden Gut, auf den wartet Armut.

Wer einem Armen hilft, gedenkt an sich selber.

Wer Freund sei, sagt die Armut frei.

Wer mit der Hoffnung fährt, hat die Armut zum Kutscher.

Wer nach Geld und Schönheit tracht, in seinem Ehestand Unglück macht, Geld und Gestalt sich bald verliert, oft in die größte Armut führt.

Wer sein Ding macht recht und schlecht, bleibt immerzu ein armer Knecht.

Wer sich mit der Armut behelfen kann, der bedarf keiner Herrengunst und Dienst.

Wiederkommen macht arme Krämer (hat den Krämer betrogen).

Wie kommt der Teufel an eine arme Seele?

Willst du das Mahl wohl verdauen, so lass die Armen mitessen.

Wir bewegen Himmel und Erde der Armut zu fliehen und finden sie im Reichtum.

Wir sind alle arme Sünder.

Wo Arbeit das Haus bewacht, kann Armut nicht hinein.

Zur Not ist niemand arm.

Zwischen Armut und Reichtum ist das beste Leben.

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