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Sprichworte aus Ägypten
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Flagge von Ägypten
Wappen von Ägypten
                          Flagge von Ägypten                                         Wappen von Ägypten

Ägypten ist ein Staat im nordöstlichen Afrika mit über 80 Millionen Einwohnern und einer Fläche von über einer Million Quadratkilometern. Ägypten liegt zum größeren Teil in Afrika und befindet sich mit der Halbinsel Sinai aber auch in Asien. Zwischen Asien und Afrika wurde der am 17. November 1869 eröffnete Suezkanal gebaut, der das Mittelmeer mit dem Indischen Ozean verbindet. Der Nil, mit ca. 1550 km Länge der längste Fluss Afrikas, durchfließt das Land von Süd nach Nord. Er ist seit Jahrtausenden die Lebensader Ägyptens. Außer ihm sind noch die Küste und die Suezkanalzone stark bevölkert. Der Rest des Landes besteht hauptsächlich aus Wüsten mit einzelnen Oasen.

Schon vor 4000 v. Chr. befand sich in Ägypten eine höher entwickelte Zivilisation. Von ca. 3000 bis 300 v. Chr. war Ägypten unter den Pharaonen mit 30 Dynastien eine der führenden Großmächte am Mittelmeer. 332 v. Chr. fiel Ägypten in die Hände Alexanders des Großen, der das Land als Teil des Makedonischen Reiches hellenisierte. In den folgenden 2000 Jahren geriet Ägypten unter verschiedene fremde Einflüsse von den Griechen, den Römern, den Arabern und Osmanen bis zu den Franzosen und Briten im 19. Jahrhundert. Erst 1922 erlangte das Land unter Fu'ad I. als Königreich wieder eine weitgehende Selbstständigkeit.
   Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Ägypten


Manche der Ägyptischen Sprichwörter können anderswo möglicherweise fälschlich als deutsches Sprichwort aufgeführt werden. Das kommt daher, das die Quelle das „Deutsche Sprichwort Lexikon“ von Karl Friedrich Wilhelm Wander aus den Jahren 1863 - 1880 ist oder andere Sammlungen, die ihn als Quelle nutzten. Obwohl Wander Jahrzehnte daran gearbeitet hat, haben sich umständehalber Fehler eingeschlichen, wie er selbst im Vorwort des ersten Bandes schreibt. Die Hinweise auf die Quellen für etliche Sprichwörter sind verloren gegangen. So erscheinen viele Sprichwörter ohne Quellen und Herkunftsangaben und werden dadurch für die Leser zu deutschen Sprichwörtern, was sie tatsächlich aber nicht sind.

Als Quelle für die Ägyptischen Sprichwörter benutzte Wander das Buch „Arabische Sprüchwörter oder die Sitten und Gebräuche der neueren Aegyptier erklärt aus den zu Kairo umlaufenden Sprüchwörtern übersetzt und erläutert von Johann Ludwig Burckhardt“ aus dem Jahr 1834. In diesem Buch sind 782 Ägyptische Sprichwörter enthalten. Bei Wander findet man aber nur 696 Mal die Quellenangabe Burckhardt und 155 Mal den Hinweis auf Ägypten. Die übrigen Ägyptischen Sprichwörter scheinen bei ihm fälschlicherweise „deutsche Sprichwörter“ zu sein. Ähnliches gilt auch für andere Quellen Wanders aus Russland, der Türkei oder anderswoher. Durch seinen Tod vor Veröffentlichung des 5. Bandes seines Sprichwörterlexikons konnte Wander die beabsichtigten Berichtigungen nicht mehr ausführen. Die Fehler sind bis heute auch in allen Nachdrucken enthalten.

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Ägyptische Sprichwörter   A  bis  H   /   I  bis  Z


Achte den anderen, dann wirst auch du geachtet werden.


Alles fürchtet sich vor der Zeit, aber die Zeit fürchtet sich vor den Pyramiden.

Alles Verbotene ist süß.

Als der Hahn träumte, sah er Leute Getreide beuteln.


Als die Wespe den Honigbau der Biene sah, rief sie: Jetzt denke daran, etwas Nützliches zu tun.


Als man den Hahn fragte, was er im Traum gesehen habe, antwortete er: Ich sah Leute Getreide sieben.


Als man den Wolf fragte, warum er immer den armen Schafen nachgehe, antwortete er: Der Staub, dem sie erregen, ist gut für meine Augen.

Als zehn sie geschändet hatten, schrie sie nach den Wächtern.


Am Ende der Nacht hört man das Geschrei.
(Das Sprichwort meint den Lärm, den Betrunkene und anderes Gesindel machen, wenn normale Menschen schlafen. Wenn Diebe Lärm verursachen, weil sie die Einwohner im Schlafe glauben, ist es schnell um sie geschehen. Es bedeutet, das man an das Ende denken sollte, wenn man Erfolg oder Glück hat.)


An der Pisangpalme der Tatkraft wachsen die Bananen des Ruhms.


Antworte dem Wissenden, diene dem Unwissenden.


Armut ohne Verschuldung ist wahrer Reichtum.

Auch ein braves Weib trifft das Unglück der Scheidung.


Auch ein Frommer wird aus dem Paradiese entfliehen, wenn er dort allein bleiben müsste.


Auch ein Riese gleitet hinab, wenn er über einer verdeckten Grube wandelt, welche Zwerge ausgehöhlt haben.

Auf dem Gurkenblatte steht's geschrieben: wer die Nacht über wacht, schläft den Tag über.


Auf den Befehl von Müttern öffnet sich das Paradies.


Armut ohne Verschuldung ist wahrer Reichtum.

Befrage lieber den Erfahrenen als den Arzt.

Behandle einen Älteren wie deinen Vater, einen Jüngeren wie deinen Sohn, einen Gleichalterigen wie deinen Bruder.


Beim Anblick vollkommener Schönheit schwinden die Sinne.


Beim Durchschreiten der Furt sieht man den Makel am Bein.

Bescheidenheit ist eine Dattel, die an der Palme des Reichtums selten reif wird.


Besser auf einem Käfer reiten, als auf einem Teppich gehen.

Besser das Gurgeln eines Kamels als die Gebete eines Fisches.

Besser mit einer Axt sich schröpfen lassen, als um die Gunst anderer betteln.
(Das bedeutet, lieber soll man Mangel oder Schaden in kauf nehmen, als anderen etwas schuldig oder verpflichtet zu sein.)

Betrinke dich nicht zu oft, damit du nicht den Verstand verlierst.


Betritt nicht das Haus eines anderen, bevor er dich dazu auffordert und begrüßt.

Bist du hässlich, so sei liebenswürdig.

Bricht das Kamel zusammen, so lege ihm eine Eselslast auf.
Wenn das Kamel zusammenbricht, so lege ihm eine Eselslast auf.

(Das bedeutet, man soll sich nach den Umständen richten und nichts Unmögliches versuchen.)


Da er seiner Schwiegermutter nicht gewachsen war, band er mit seiner Frau an.

(Das bedeutet, wenn man gegen einen überlegenen Feind vorgehen will, ihm aber unterlegen ist, sucht man sich ein anderes, unterlegenes unschuldiges Opfer aus, um sich an dem abzureagieren und stellvertretend für den anderen zu schaden.)

Das Bellen der Hunde tut den Wolken keinen Schaden.


Das Geschenk geht auf einem Esel fort und kommt auf einem Kamel zurück.

Das Geschenk (das du bekommst) iss und den Teller (auf dem es lag) zerbrich.

(Das bedeutet, wenn man den Teller (Verpackung, Begleitschreiben) zerstört, ist nichts mehr vorhanden, was an das Geschenk erinnert. So kann man eine Gabe schneller vergessen und wird nicht mehr daran erinnert, dankbar zu sein, oder noch ein Gegengeschenk machen zu müssen.)

Das Gold der Wahrheit ist ein seltenes Metall im Palast des Sultans.


Das Haus des grausamen Bedrückers wird verwüstet werden, sollte es auch erst in fernen Zeiten geschehen.


Das Heilmittel gegen schlechte Zeiten ist, Geduld mit ihnen haben.

Das Kamel trägt Zuckerrohr und kriegt doch nur die Dornen zu fressen.

Das kluge Küken gackert schon in der Schale.


Das Küken ist nicht weiser als die Henne.


Das Lamm kam, um seinen Vater weiden zu lehren.


Das Leben des Lügners ist kurz.


Das Leben ist mal für dich, mal gegen dich.


Das Messer der Verwandten ist stumpf.

Das Schiff, auf dem sich zwei Kapitäne befinden, geht unter.

Das, wovor du dich fürchtest, könnte sich für dich als das Bestmögliche erweisen.

Dein Aufwand soll deinem Besitz entsprechen.

Deine Verwandten sind deine Skorpione.

Deine Welt ist, worin du dich selbst findest.

Dein Freund wählt Kiesel für dich und dein Feind zählt deine Fehler.

Dein Geliebter ist der Gegenstand deiner Liebe und wäre es eine Meerkatze.

Dein Mund erinnert mich an den Esel zu Hause.
(Das bedeutet, dass man erst auf den zweiten Blick erkennt, dass der andere hässlich ist und man sich mit einer Ausrede abwendet.)

Dem Glücklichen schmeckt die Koloquinte*4 süß. Dem Unglücklichen hat auch die Paradiesfeige einen herben Nachgeschmack.

Den Baum, der dir Schatten gibt, lass nicht niederhauen.

Den Namen der Toten zu sprechen, bedeutet, ihn wieder lebendig zu machen.

Der Betrunkene ist in der Obhut des Nüchternen.

Der Bootsmann erreichte die Landung teilweise durch Ziehen, teils durch Loslassen.

Der Büffel prahlt nicht mit seiner Kraft, wenn der Elefant da ist.

Der Charakter eines Mannes wird bestimmt durch seine Familie.

Der Dieb, welcher sein Handwerk versteht, stiehlt nie in seinem eigenen Stadtviertel.

Der Eilfertige und der Lahme treffen sich auf der Fähre wieder.


Der Gast des Gastfreundes übt Gastfreundschaft.

Der Gatte von zwei Weibern und der Nacken zwischen zwei Stöcken (die ihn schlagen) sind gleich unglücklich.


Der Geizige aß die Datteln samt den Kernen und sagte, als man über ihn lachte: Ich tu es nur, damit alles beisammenbleibt.


Der Heilige des Dorfes ist ein Betrüger (oder Verrückter).


Der Hund des Fürsten ist ein Fürst.

Der ist noch kein weiser Mann, der einem anderen den rechten Weg zeigt.

Der Käfer in seinem Loch ist ein Sultan.
In seinem Loch ist der Käfer Sultan.

Der Kapitän hat eine andere Rechnung als der Matrose.


Der Klatsch zweier Frauen kann zwei Häuser zerstören.

Der liebste Sohn ist der Enkel.

Der Mann ist nur Mann durch seine Dirhems*1.

Der Mensch kann ohne Freunde, aber nicht ohne Nachbarn auskommen.


Der Mistkäfer fühlt sich in seinem Schlupfloch als Sultan.

Der Müller nimmt (stiehlt) Handvoll auf Handvoll; aber Gott nimmt (bringt auf seine Rechnung) Maultierlast auf Maultierlast.

(Das bedeutet, Gott sieht alles und rechnet auch das gerecht ab, was gestohlen oder verheimlicht wurde.)

Der Mund eines vollkommen glücklichen Mannes ist mit Bier gefüllt.

Der Narr taucht bis auf den Grund des Nilsumpfs unter, um Perlen zu holen, aber er bringt nichts als Kotklumpen herauf.

Der Nil ist Ägypten.


Der Rachen der Zeit zerbeißt nicht bloß Bauern, er verschlingt auch Sultane.

Der Schiffskapitän ist dein Freund; wische deine Hand an das Segel.
(Wen die Obrigkeit begünstigt, der darf sich ungestraft etwas erlauben.)

Der schnelle Läufer und der Hinkende treffen sich auf der Fähre wieder.

Der Sperling putzt sich seine Brust, während der Vogelsteller sein Netz stellt.
Während sich der Sperling putzt, stellt der Vogelsteller sein Netz.

(Das bedeutet, dass man in gedankenloser Sicherheit oder glücklicher Muße dahinlebt und mögliche nahe Gefahren nicht erkennt.)

Der Tag, der vergeht, ist besser als der, der kommt.


Der Tag löscht das Versprechen der Nacht aus.

Der Tote ist der Beste in der Familie.


Der Tyrann ist nur der Sklave, von innen nach außen gekehrt.

Die Augen glauben sich selbst, die Ohren anderen.

Die beste Kost ist die, welche den Bauch füllt.

Die Eifersucht einer Frau ist der Schlüssel zu ihrer Scheidung.


Die Eile stammt vom Teufel.

Die Frau, die den Besitz ihres Mannes nicht begehrt, ist in einen anderen Mann verliebt.

Die gestrige Trunkenheit wird den heutigen Durst nicht löschen.

Die Heirat von Armen vermehrt nur die Zahl der Bettler.

Die Hochzeit ist die Hochzeit unseres Vaters; aber die fremden Leute verdrängen uns.
(Es sind die fremden Menschen gemeint, welche sich zur Hochzeit versammeln, und die Verwandte verdrängen, um für sich selbst Platz zu machen. Das Sprichwort bedeutet, wer die begründetsten Ansprüche hat, wird oft durch andere seiner Rechte beraubt.)

Die Hoffnung treibt den Menschen jeden Tag zu neuem Schaffen an.


Die Jungen der Enten sind Schwimmer.

Die Kirche nahebei bringt dir keine Heilung.

Die Kugel, die nicht trifft, macht ein Geräusch.

Die Kuh bekommt niemand als der Kadi*3.
(Das bedeutet, auch wenn man den Prozess gewonnen hat, übersteigen die Kosten den Wert des Gewinns.)

Die Leiche wird von Tausenden begleitet, und der Verstorbene ist ein Hund.


Die Menschen gleichen immer mehr der Zeit, in der sie leben, als ihren Vätern.


Die Mutter, welche ihr Kind verloren hat, ist nicht gleich dem Weibe, das für Geld weint.

Diene dem, der dir dient.


Die Ohren eines Jungen sind auf dem Rücken: er hört, wenn er geschlagen wird.

Die Person, die sich nicht schämt, tut das, was sie will.

Die Rede der Nacht ist mit Butter getränkt: Wenn der Tag darauf scheint, zerfließt sie.


Die Reichtümer Ägyptens sind für die dortigen Ausländer.

Die Rippen wären angebrannt, wenn die Tränen nicht wären.

Die schwangere Frau war lüstern danach, aber die Amme aß es.
(Das Sprichwort bedeutet, das oft der Berechtigte seines Rechts von anderen beraubt wird.)

Die Türen des verborgenen Landes sind vor dir geöffnet - Osiris, Eroberer von Millionen von Jahren, kommt zu dir.

Die Unverschämten haben ihre Tränen stets bereit.


Die Veranlagung siegt über die Angewohnheit.

Die Wahrheit ist der Dienstmann Allahs.

Die Welt gleicht einer Tänzerin, sie tanzt für jeden, aber nur für kurze Zeit.

Die Welt ähnelt einer Tänzerin: Sie tanzt mit jedem eine kurze Weile.

Die Welt ist ein Spiegel, zeig dich darin, und sie wird dein Antlitz zurückstrahlen.

Drei schlimme Dinge: Im Bett zu sein und nicht schlafen, jemanden wollen, der nicht kommt, zu gefallen versuchen und nicht gefallen.

Du bist nicht ewig hier, um dich ändern zu können.

Du kannst alle Feindschaft überwinden, außer der des Handelsrivalen.

Du musst den Dieb ergreifen, eh' er dich ergreift.


Du musst keinen Handel treiben mit dem Faulen oder mit dem Besitzer eines Esels.

Ehrenhaft (Achtbar) ist die Person, die von ihrer Macht weiß, und doch davon absieht, anderen schlechte Dinge zuzufügen.


Ein Bildhauer ist Hersteller von ewigen Dingen.

Ein Brunnen mit süßem Wasser ist immer leer.

Ein Ding, das nicht sättigt, macht Hunger.

Eine Arbeit um das Öl ist besser als müßig zu Hause sitzen.

(Das bedeutet, man soll arbeiten, auch wenn man nur so viel verdient, das man das Öl für das Licht bezahlen kann.)

Ein echtes Huhn bewährt sich schon vom Ei an.


Eine Hure bekehrt sich nicht, und das Wasser im Kruge wird keine sauere Milch.


Eine Hure fegte ihr Haus nicht, sondern kehrte die Moschee aus.


Einem Einäugigen fuhr ein Splitter in das gesunde Auge, „Schlaft recht wohl!" sagte er.
(Das Sprichwort meint die Menschen, die von sich auf andere schließen und meinen, alle denken so wie sie und urteilen über alles genauso. Der Einäugige bemerkte den Splitter nicht und meinte fälschlich, es sei Nacht geworden und alle sollten sich mit ihm schlafen legen.)

Eine milde Bittergurke ist besser, als ein geiziger Feigenbaum.

Einem Narren ist unbeschränkte Freiheit gestattet.


Einem Tiere, das an Disteln gewöhnt ist, wirf keine Datteln vor.


Einen nichtswürdigen Gesellen schiebe nicht vorwärts, du möchtest Not haben, ihn wieder zurückzuschieben.

Eine schöne Sache ist nie perfekt.


Eine Zunge hat keine Knochen und kann dennoch Knochen zerbrechen.

Eine Zwiebel, die man sich mit einem Freund teilt, schmeckt wie gegrilltes Lamm.

Ein Faden Güte zieht mehr als das Tau der Gewalt.

Ein Feind verschwindet nicht, außer auf Kosten eines Freundes.

Ein freundliches Willkommen ist besser als ein gutes Abendessen.

Ein Haus kann hundert Männer beherbergen, aber das Herz einer Frau hat nur Platz für einen.

Ein Haus und eine große Tür, und die Maus findet keine Brotkrume darin.

Einige Leute essen Datteln, und die anderen werden mit den Kernen beworfen.


Ein kleines Haus wird hundert Freunde aufnehmen.

Ein Korb mit zwei Henkeln kann von Zweien getragen werden.

Ein Mann lebt, wenn sein Name genannt wird!

Ein Mistkäfer ist in den Augen seiner Mutter eine Schönheit.


Ein Mistkäfer sah sein Töchterchen an der Wand und meinte, es sei eine Perle am Band.

Ein Schlag, der Nutzen bringt, tut nicht weh.

Ein Schlag vom Liebhaber schmeckt so süß, wie eine Rosine.

Ein schönes Gespräch ist seltener als ein Smaragd - doch kann es unter den Dienermädchen bei den Schleifsteinen gefunden werden.

Ein Taler gleich ist besser als zehn versprochene.

Ein Verliebter betrachtet eine Blume mit anderen Augen als ein Kamel.
(Sprichwort auch im Sudan)

Eitelkeit ist die Zwillingsschwester der Schönheit und Unehrbarkeit.

Entnimm dein Glück vom Schoße deiner Schwester.
(Das Sprichwort bedeutet, man soll sich ein Beispiel am Glück oder Unglück anderer nehmen, um nicht die gleichen Fehler wie sie zu machen. Wenn man sieht, wie die arme Schwester viele Kinder bekommt und sie nicht versorgen kann, sollte man nicht das Gleiche machen.)

Entweder bist du ein Spieler, oder du bist der Dumme.

Entweder nimm den ersten oder den letzten Sklaven.

Er baut einen Palast und richtet eine Stadt zugrunde.
© Paul Blow, http://blog.viking.de/   Er bricht die Fastenzeit mit einer Zwiebel.
Er bricht die Fastenzeit mit einer Zwiebel.
Er fastete ein ganzes Jahr und brach dann sein Fasten mit einer Zwiebel.
(Nach dem Fasten ist es meist üblich, das Fasten mit Leckerbissen, wie z.B. erst einige Datteln zu genießen. Es kann als Schande ausgelegt werden, minderwertige Dinge wie Zwiebeln zu nehmen. Wenn jemandem nachgesagt wird, Zwiebeln zu nehmen, ist das eine große Beschimpfung. Jemand mit einem gutem Ruf verliert sein Ansehen, nur weil er einen kleinen unbedeutenden Vorteil erlangen will. Es kann auch bedeuten, dass man trotz großem Aufwand oder langer anstrengender Arbeit nicht den erwarteten Erfolg oder Anerkennung erhält.)

Erfahrung wird es dir zeigen; ein Meister kann nur den Weg weisen.

Er floh, Schande über ihn, ist besser, als: er ward erschlagen, Gott sei seiner Seele gnädig.

Erfolgreich arbeiten kann man nur als Wissender.


Er hat sein eigenes Gehirn, er kann seine eigenen Probleme lösen.


Er hat weder mit seinen Augen gesehen, noch mit seinem Herzen geliebt.
(Das bedeutet, man setzt sich für etwas ein, was man nicht kennt und von dem man tatsächlich nichts weis.)

Er ist blind und äugelt doch nach den Weibern.

(Das Sprichwort meint die Blicke der Männer auf der Straße zu den verschlossenen Fenstern, hinter denen sie Frauen vermuten. Man blickt irgendwo hin, wo man nur in der Fantasie etwas sehen kann.)

Er ist buckelig und wirbelt sich doch herum.
(Das bedeutet, trotz Handicap macht er es den Gesunden nach.)

Er ist gerechter als eine Waage.

Er ist halb nackt und hat eine Waage im Ärmel.

Er kann die Fleischtöpfe Ägyptens nicht vergessen.

(Ein Sprichwort über jemanden, der früher einmal wohlhabend gewesen und alles verloren hat.)

Er lächelt nie, nicht einmal für heißes Brot.

Er lacht wie eine Nuss zwischen zwei Steinen.

Er schwimmt im Wasser und wäre es nur eine Hand tief.

Er stieg auf die Zinne der Mauer und sagte: Gott ist mein Schutz.

Es gelüstet ihn nach Krieg und er scheut das Treffen.


Es ist alles eine Kinderspielerei, bis man Kinder bekommt.

(Sprichwort auch in Äthiopien.)

Es ist besser, allein leben, als mit schlechter Gesellschaft.

Es ist besser ein schwarzer Elefant sein unter weißen, als ungenannt bleiben im Volke.


Es ist besser für uns, dass die Katastrophe passiert, anstatt auf sie zu warten.

Es ist die erste Bedingung der Freundschaft, dass man eines Sinnes ist.

Es ist doch dein Gesicht, du Kummervolle, trotz Putz und Zierart.


Es ist ein Baum ohne Frucht.
(Das Sprichwort meint eine Palme, die keine Datteln trägt, gleich einem guten Vorsatz dem keine Tat folgt, beides ohne Wert.)

Es ist noch schändlicher, als ein Versprechen ohne Erfüllung.


Es ist süß, Macht zu pflegen, aber bitter, sich ihrer zu entwöhnen.


Es ist vergebliche Mühe einen alten Sünder durch Tugendlehren bekehren zu wollen.


Es komme über ihn die Marter, welche die Ehebrecherin trifft.

(Das Sprichwort bedeutet, es soll jemand die schlimmste Strafe treffen. Der Strafe für Ehebrecherinen, die nach dem Koran gesteinigt werden sollen.)

Es komme über ihn, was über die Trommel kommt am Festtage.

(Sprichwort über jemanden, der eine tüchtige Tracht Prügel verdient hat, ähnlich der Trommel, die an Festtagen kräftig geschlagen wird.)

Es sind nicht alle Fische Haifische, die im Nil schwimmen.


Etwas ist besser als gar nichts.

Fang an zu gehen, und schließlich wirst du finden, was du brauchst, auch wenn es nicht das ist, was du wolltest.

Frag einen Älteren und einen Jüngeren um ihre Ansicht und kehre dann zu deiner eigenen Meinung zurück.

Fremde Hand zerstört die wohlbestellten Häuser.

Freue dich nicht über den, der geht, ehe du nicht den gesehen hast, der kommt.


Fürchte dich nicht, das zu tun, wobei du dich im Recht fühlst.

Gäbe es keinen Fehltritt, so gäbe es auch keine Verzeihung.

Geborgter Mantel hält nicht warm.

Geduld ist der Schlüssel zur Freude.

Geduld öffnet die Tür zum Ruhegemach.

Gefälligkeit von einem guten Mann wird zur Schuld, von einem schlechten zur Feindschaft.

Geh hungrig an deinem Feind vorüber, aber nicht nackt.

Geht der Faulenzer in eine andere Stadt, so wird er ihr Oberhaupt.

Geiz zerstört, was der Geizige sammelt.


Geschenke der Freunde sind uns so teuer, als wären sie auf den Blättern der Weinraute.


Geselle dich zu deinesgleichen und hüte dich, deine Grenzen auszuweichen.


Gewohnheit ist die fünfte Natur.


Gleichheit in Ungerechtigkeit ist Gerechtigkeit.


Glücklich ist, wer das meiste Wasser gesehen hat.

Glück widerfährt dir nicht - Glück findet der, der danach sucht.

Gott verbirgt sein Geheimnis in den schwächsten seiner Geschöpfe.

Halt deine Grundsätze, dein Geld und deine Reise geheim.

Hast du keine Verwandten, so heirate.

Hast du Wohlstand erreicht, so folge den Neigungen deines Herzens.

Heil dem Manne, der seine Macht kennt und sich doch enthält, andern Übles zu tun.

Hochmut gegenüber Hochmütigen ist eine Wohltat.

Ägyptische Sprichwörter   A  bis  H   /   I  bis  Z


*1
Der Dirham
 - oder Dirhem ist eine Währung. Heute ist es die Währung der Vereinigten Arabischen Emirate (seit 1971) = Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate, 1 Dh = 100 Fils) und in Marokko = Marokkanischer Dirham, 1MAD = 100 Centimes.
Der Dirhem oder Dirham ist eine Währungseinheit in einer Reihe arabischer Länder. Es handelte sich traditionell um eine Silbermünze. Der Name der Währung (Dirhem) ist von der griechischen Drachme abgeleitet. Seit dem 7. Jahrhundert wurde der Dirhem neben dem Dinar (aus Gold) und dem Fals (aus Kupfer) die wichtigste Währungseinheit in der islamischen Welt. In vorislamischer Zeit wurde die Drachme als Währung genutzt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dirhem

*2 Eine Feluke -ist ein traditionelles Holzsegelboot in geschützten Gewässern des Roten Meeres, Mittelmeer und vor allem auf dem Nil in Ägypten und Sudan. Es ist ein kleines zweimastiges Küstenfahrzeug mit Lateinersegeln. Sie sind seit Herrschaft der Pharaonen vor mehreren Jahrtausenden bis heute im aktiven Einsatz als Beförderungsmittel in Nil benachbarte Städte wie Assuan oder Luxor.
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Feluke
             https://en.wikipedia.org/wiki/Felucca

*3 Der Kadi - arabisch Qādī, ist nach der islamischen Staatslehre ein Rechtsgelehrter, der im Auftrag des Kalifen vor allem richterliche Funktionen wahrnimmt und sich dabei nach dem Normensystem der Scharia richtet. Im modernen Arabisch wird der Begriff für jede Art von staatlich eingesetzten Richtern verwendet, auch wenn sich diese bei ihren Entscheidungen nicht auf die Scharia, sondern auf gesetzliches Recht stützen. Er ist Zuständig für die Lösung von Rechtsstreitigkeiten, entweder freiwillig durch Aussöhnung oder zwangsweise durch Urteilsbeschluss.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Q%C4%81d%C4%AB

*4 Die Koloquinte - (Citrullus colocynthis) ist eine giftige Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Andere Namen sind Purgiergurke oder Teufelsapfel. Es ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit Knollen. Sie wird ca. 10 Zentimeter hoch und kann mit ihren Ranken einen Durchmesser von zwei Metern erreichen. Die Früchte sind fleischige, grüne, weiße oder gelbe 25 bis 80 Millimeter große ovale bis runde Panzerbeeren. Sie ist ursprünglich in Nordafrika und Südwestasien beheimatet, ist jedoch in anderen tropischen und subtropischen Gebieten verwildert und eingebürgert worden.
Die Koloquinte wird als Medizinialpflanze angebaut. Das getrocknete Fruchtfleisch von unreifen, aber ausgewachsenen Früchten wird gegen Geschwüre, Asthma, Bronchitis, Gelbsucht, Dyspepsie, Verstopfung, Anämie, Tumoren, Wassersucht und anderen Problemen verwendet. Die nichtbitteren Samen können gegessen werden und in Afrika wird das aus ihnen gewonnene Öl zum Kochen verwendet. Im alten Rom wurde sie zur Bekämpfung von Nagetieren verwendet. 2012 war Koloquinte in Deutschland Heilpflanze des Jahres.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Koloquinte

*5 Der Mundschenk -(auch Hofschenk) war im Mittelalter ein Hofbediensteter, der für die Versorgung mit Getränken – vor allem mit Wein – zuständig war, seit karolingischer Zeit auch für die Verwaltung der königlichen Weingärten. An größeren Fürstenhöfen entwickelte sich die Funktion des Mundschenks zum Hofamt, das als Ehrenamt oft in einer hochrangigen Adelsfamilie erblich wurde, faktisch meist aber von einem Stellvertreter ausgeübt wurde. Das Mundschenkenamt beinhaltete hohe Verantwortung, war aber auch eine Vertrauensstellung. Ähnlich dem bereits in der Antike bekannten Amt des Vorkosters vertraute der Herrscher dem Mundschenk seine Gesundheit und sein Wohlergehen an.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mundschenk