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Sprichworte aus Angola
Flagge von Angola
Wappen von Angola
Flagge von Angola
Wappen von Angola
Angola ist ein Staat am Atlantik in Südwest-Afrika. Das Land besteht aus dem Land Angola und der Exklave Cabinda, getrennt durch den Küstenstreifen der Demokratischen Republik Kongo. Angola hat eine Fläche von 1.246.700 km² und 24,3 Mio (2014) Einwohner. Der Name Angola leitet sich von dem Titel Ngola der Könige von Ndongo, einem östlich von Luanda gelegenen Vasallenstaat des historischen Kongoreiches, ab. Die Amtssprache ist Portugiesisch, offizielle daneben werden die Landessprachen Umbundu, Kimbundu, Kikongo, TuChokwe, Ngangela, Oshivambo und andere gesprochen.

Ab 1483 begannen Portugiesen Handelsposten an der Küste anzulegen,. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts begann bis Mitte der 1920er Jahre die systematische Eroberung und Besetzung des ganzen Landes. Danach war es bis zur Unabhängigkeit eine Kolonie Portugals. Nachdem 1974 mit der Nelkenrevolution in Portugal die Diktatur endete, wurde Angola kurz danach am 11. November 1975 die Unabhängigkeit zugestanden. Darauf folgte ein langer Bürgerkrieg, der sich bis 2002 fortsetzte.

Wahlspruch von Angola:   „Vereinigte Tapferkeit ist stärker“

   Quelle:  
  https://de.wikipedia.org/wiki/Angola

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Auch ein Furz, den du unter Wasser loslässt, kommt an die Oberfläche.

Bist du in der Mitte hockender Kröten, verlangt keinen Hocker.

Das Krokodil ist nur stark, wenn es im Wasser ist.
Das Krokodil ist nur stark, wenn es im Wasser ist.

Das Lied von denen, die ich liebe, ist nie weit entfernt.


Das Mitleid für ein Kind kommt von seiner Mutter.

Das Ohr kann lang sein, aber den Kopf nicht überragen; der Sohn kann groß sein, aber dem Vater keine Anordnungen geben.

Dein Feind kann zusammen mit dir essen.

Dem Klugen braucht man nur den Anfang zu sagen. Das Ende weiß er selber.

Den Kopf des Affen zu waschen, ist Seife zu vergeuden.

Der Ameisenbär lebt in der Höhle, die Menschen leben in einem Haus.
(Das bedeutet, Tiere suchen sich ihre Behausung meist in der Natur, wohnen in Höhlen, die meist vorher schon vorhanden waren. Menschen dagegen bauen sich Häuser nach ihren Bedürfnissen. Tiere richten ihre Bedürfnisse nach den Gegebenheiten, Menschen formen ihre Umwelt, wie sie es brauchen. Die Würde und Kultur der Menschen ist deswegen nicht vergleichbar mit den Tieren.)

Der große Esser setzt sich Tagen des Hungers aus.


Der Knochen wird nicht mit Fleisch weggeworfen, die Menschen werden nicht lebendig begraben.

Der Körper ist leicht zufrieden, aber nicht das Herz.

Der Tag des Todes ist nur einer; der Mann stirbt nicht zweimal.

Die geheimnisvolle Straße winkt den jungen Männern.

Die Ehe endet, aber nie die Verwandtschaft.

Die Fliegen haben vielleicht gewechselt, aber die Abfälle bleiben dieselben.

Die Haut umhüllt den menschlichen Körper, der Geist und moralische Verantwortung erstreckt sich auf das menschliche Herz.
(Genauso, wie der Körper das äußere Erscheinungsbild zeigt, bestimmt die Verantwortung und moralische Integrität den Charakter eines Menschen. Die äußere Erscheinung zeigt nicht den wirklichen Wert eines Menschen, wichtig sind die inneren Werte.)

Die menschliche Haut charakterisiert Menschen, die lebenswichtige Haut hat verschiedenen Namen.


Die Schildkröte steigt nicht auf den Stamm.

Die schimpfende Frau hat selbst schuld, wenn ihr Ehemann sie gerne weglegt.

Die Vorräte für die Reise eines Kindes ernähren die Mutter.

Die wirkliche Reise der Entdeckung beginnt im hohen Alter.

Die Ziege der Gemeinschaft verbrachte die Nacht im Freien.

Du weißt nicht, wie man weint, bis deine Mutter stirbt.
(Sprichwort der Ovambo in Angola und Namibia)

Eine Frau erziehen ist, ein Dorf zu erziehen.

Ein Huhn vermeidet den giftigen Wurm.

Ein Löffel Suppe in Not hat mehr Wert als ein Topf Suppe, wenn wir Nahrung im Überfluss haben.

Es gibt nicht nur einen Tag, wenn Gott es will, wird auch morgen die Sonne scheinen.

Es ist die Reise nicht das Schiff, was wichtig ist.

Es kämpft kein Elefant mit einem Grashalm.

Frauen sind wie Rinder: sie wissen nicht, wie viel Macht sie haben.

Frühes Getreide ist am besten, so das der Erstgeborene derjenige ist, um daran Freude zu haben.

Gibt wenig, wenn du wenig hast, aber gib.

Hüte deine Zunge vor schlechten Reden, damit du keinen Durst bekommst.

Im Teich, der kein Krokodil hat, kann man mit den Händen fischen, im Dorf, das keinen Soba*2 hat, können alle spielen.

In den größeren Angelegenheiten wird der Minderjährige vergessen.

Jeder Besucher des Landes, der vom Fluss Bengo*1 trinkt, wird es nie verlassen wollen.

Jeder, der den Mut verliert, kann sein Recht verlieren.

Jeder Mann war klein, bevor er groß wurde.

Jemand, der sich versteckt, wird nicht pfeifen.

Lachen reinigt die Zähne.

Lachen reinigt nicht nur die Zähne; es säubert auch die Runzeln vom Staub.

Man kann der Wanze, die man zerdrückt, nicht vorwerfen, schlecht zu riechen.

Niemand verzichtet auf das, was er gegessen hat.

Nutzlos, einen zu warnen, der seinen Entschluss gefasst hat.

Selbst ein Elefant braucht nur einen Tag zum Sterben.

Um den Kopf einer unbeweglichen Schlange in der Dunkelheit zu finden, gebe ihm einen guten Schlag mit einem Stock.

Und wäre das Huhn noch so schlau, eines Tages kommt es doch in den Topf.
(Sprichwort auch im Sudan)

Verlache den kleinen Kerl nicht! Eines Tages wird er ein Palmbaum sein.

Was durch den Regen nass wurde, kann es nicht mehr im Nebel werden.

Was für eine Menge Leute gut ist, ist immer der Feind von allen.

Wenn dein Bruder der Fährmann im Fluss ist, wirst du keine Verspätung haben.

Wenn der Widder dazu neigt zurückzugehen, sollte man nicht denken, dass er feige ist.

Wenn die Quelle des Flusses ausgetrocknet, ändern Menschen ihren Platz.
(Das bedeutet den Zusammenhang von Ursache und Wirkung. Wenn sich die Umgebung oder das Klima ändert, wenn ein Fluss austrocknet, stellen sich die Menschen darauf ein. Sie bauen ihr Dorf woanders wieder auf und bestellen ihre Felder woanders an, wo es Wasser und besser Bedingungen dafür gibt.)

Wenn zwei Elefanten kämpfen, ist es das Gras, das leidet.
(ähnlich auch in Kenia, Malawi, Sambia, Suaheli, Tansania und andere. Es gibt noch viele Versionen in anderen afrikanischen Ländern und Sprachen: Wenn zwei Bullen [mal Kühe, Ziegen, Schafe oder andere] kämpfen, wird das Gras verletzt. Es bedeutet das Gefühl der Ohnmacht der kleinen Leute gegenüber scheinbar großen Kräften.)

Wenn zwei Elefanten kämpfen, versuche nicht, sie zu trennen.

Wer den Bauch des Fisches öffnet, muss ihn essen.

Wer den Stein wirft, vergisst, wer getroffen wird, erinnert sich ewig.

Wer die Eichhörnchen häufig besucht, lernt an den Bäumen hochzuklettern und zu springen.

Wer die Leute kennt, nennt sie nicht seine eigenen.

Wer Erdnüsse stiehlt, sollte sie nicht unter Wasser essen, da die Schalen immer an die Oberfläche steigen.

Wer nicht offen mit dir spricht, ist nicht dein Freund.
(aus Ndongo, bis 1671 Königreich im Westen Angolas)

Wer stirbt, löscht das Feuer nicht aus, die Lebenden setzen fort, dem Feuer zu dienen.
(Das bedeutet, der Tod des Einzelnen löst die Gemeinschaft nicht auf. Niemand ist unersetzbar, ein Nachfolger wird seine Stelle einnehmen und seine Arbeit weiterführen. Die Gesellschaft besteht aus vielen, die sich gegenseitig ergänzen und nach einiger Zeit ablösen.)

Wer weit geht, muss früh aufstehen.

Wo ein Mensch sterben muss, geht er am frühen Morgen.

Ziel auf das Tier, nicht mit Steinen auf Menschen.
(Das bedeutet, auf Tiere darf man zielen und jagen. Auf Menschen darf man nicht einmal mit Steinen werfen. Menschen verdienen Achtung und Respekt, ihr Leben ist heilig.)

*1 Bengo: Ein Fluss in Angola in der gleichnamigen Provinz Angolas nördlich von Luanda, der in den Atlantik fließt.

*2 Soba: In Angola ursprünglich eine Person der traditionellen politischen Hierarchie. Sie entwickelten sich aus der gesellschaftlichen Organisation der Bantu und entsprechen dem Prinzip des „Ältesten“. Offiziell spielt der Soba keine Rolle mehr, ist aber in der Tradition in der Bevölkerung verankert und hat heute noch entsprechenden Respekt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Soba_(Angola)