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Afghanische Sprichworte
Flagge von Afghanistan
Wappen von Afghanistan
Flagge von Afghanistan
Wappen von Afghanistan
Afghanistan (offiziell Islamische Republik Afghanistan) ist ein Binnenstaat Südasiens zwischen Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, die Volksrepublik China und Pakistan. 1801 wurde der Name Afghanistan im anglo-persischen Friedensvertrag im Zusammenhang mit den paschtunischen Siedlungsgebieten zum ersten Mal offiziell erwähnt, nachdem er bereits in den tschagataischsprachigen Memoiren Baburs aus dem 16. Jahrhundert bezogen auf die Paschtunen erwähnt wurde. Der Name Afghanistan bedeutet wörtlich Land der Afghanen. Das Wort Afghane bedeutet nicht Staatsbürger von Afghanistans, sondern bezieht sich speziell auf das Volk und die Stämme der Paschtunen, die im persischen Sprachraum, länderübergreifend, als Afghanen bezeichnet werden. Das -stan geht auf den indoiranischen Ausdruck für Platz oder Ort, an dem man steht zurück. Eine sehr alte Bezeichnung für den Großteil des Gebietes ist Kabulistan. Der wohl bekannteste historische Name dieser Region ist Chorasan, der über viele Jahrhunderte hinweg für die islamische und persische Blütezeit stand.

In der Antike gehörte das Gebiet des heutigen Afghanistan zum Perserreich. Später entstand in Baktrien ein Griechisch-Baktrisches Königreich, das von den Nachkommen der Truppen Alexanders des Großen regiert wurde, bevor das Gebiet von den Parthern und anschließend vom persischen Sassanidenreich kontrolliert wurde. Der Islam setzte sich verhältnismäßig langsam durch. Erst gegen Ende des 10. Jahrhunderts, mit der Eroberung der Region durch türkische Nomaden und Militärsklaven, sollen nach einer islamischen Chronik die meisten Einwohner im Raum Ghor (zwischen Herat und Kabul) Muslime gewesen sein. In dieser Zeit, unter den Ghaznawiden und Ghuriden, war das heutige Afghanistan das Kernland mächtiger Großreiche. Unzählige paschtunische Aufstände gegen die jeweiligen Herrscher (persische Safawiden und indische Mogulen) führten danach zu etlichen wechseln der der Herrschaft. Der Paschtune Ahmad Schah Durrani begründete im Jahr 1747 ein selbstständiges, paschtunisches Königreich, das als Vorgänger des modernen Staates Afghanistan betrachtet werden kann. Damit gilt er allgemein als der Begründer Afghanistans. Durch inneren Streitigkeiten und Einmischungen von außen geriet Afghanistan später in den Einflussbereich der expandierenden Briten. Der Name „Afghanistan“ wurde erst im 19. Jahrhundert eingeführt und 1919 als Staatsname etabliert.

Die Paschtunen machen etwa 42 % der Bevölkerung aus. 80 % der Bevölkerung Afghanistans leben auf dem Land und nur 20 % in den Städten. In Afghanistan werden etwa 49 Sprachen mit über 200 verschiedene Dialekte gesprochen. Von diesen wurden 1964 durch die große Ratsversammlung Loja Dschirga Persisch („Dari“) und Paschtu als offizielle Landes- und Regierungssprachen (Amtssprachen) im Rahmen der Bestätigung einer neuen Verfassung bestätigt. Seit 2004 ist Afghanistan eine Islamische Republik, trotzdem bestehen weitere innere Unruhen und äußere Einflussnahmen.

Durch die verschiedenen Volksstämme entstanden auch vielfältige Sprichworte, die aber alle nur als aus Afghanistan bekannt sind.

   Quelle:  
http://de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan

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Alleingang bringt den Tod.

Alleinleben tötet die Liebe.

Alte Frau ist Schmuck des Hauses, alter Mann ist Glück des Hauses.


Alte Sandalen in der Wüste sind ein Segen.

Am ersten Tag triffst du einen Freund. Am nächsten Tag triffst du einen Bruder.

An einen Tag hast du einen Freund gesehen, am andern Tag einen Bruder.


Auch das Meer besteht nur aus Tropfen
.

Auch die fünf Finger der Hand sind nicht gleich.


Auch ohne dass der Hahn kräht, wird der Morgen dämmern.
(In vielen Ländern weiß man, das auch ohne die Ankündigung des Hahns die nächste Morgendämmerung kommen wird.)

Auch wenn ein Berg sehr hoch ist, gibt es einen Weg nach oben.
(Das bedeutet, nichts ist zu schwierig oder gar unmöglich, auf Deutsch: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.)

Bei zu vielen Hebammen wird das Kind krumm geboren.


Beschwerden und Meckereien sind die Muskeln der Schwachen.

Besser Kabul ohne Gold als Kabul ohne Schnee.

Bildung ist die beste Schönheit eines Menschen.

Charakter ist die beste Visitenkarte.

Charakter lernt man von Charakterlosen.

Das Holz ist verbrannt aber die Asche ist ein Ärgernis.

Dem Sänger zuhören, verbrennt das Essen.

Der Boden brennt dort, wo Feuer ist.

Der Frosch sprang auf die Mauer und rief: "Ich kann Kaschmir sehen!"
Ein Frosch hüpfte auf eine Wand und schrie: "Ich kann Kaschmir zu sehen!"

Der Gast ist der Freund Gottes.

Der Geiz des Vaters macht die Mutter verschwenderisch.


Der gelbe Hund ist der Bruder des Wolfes.

Der gleiche Esel, ein anderer Sattel.

Der Mensch ist hart wie ein Stein und zart wie eine Rose.

Der Mensch wird an seinen Worten gemessen.

Der Platz der Frau ist entweder das Haus ihres Mannes oder ihr Grab.

Der Schmutz des einen Landes ist die Medizin des anderen.


Der Sohn einer unedlen Mutter kann kein Held werden.

Der Sohn eines unedlen Vaters kann ein Hund werden.

Der Stock für den Bettler, der Hinweis für den Aristokraten.


Der Vater ist nicht wichtig, aber seine Tasche.

Der Zuschauer ist ein großer Held.

Die Ankunft des Königs führt zum Untergang des Dorfes.
(Das bedeutet, nicht jeder hat die Qualitäten, um zu regieren.)


Die eigene Dummheit liegt zwischen den Schultern.


Die Eltern sagen: „Unser Kind wächst“; sie vergessen, dass sein Leben schrumpft!

Die Erde ist hart, der Himmel ist weit weg.

Die erste Tasse Tee ist gar nichts, die zweite ist genug und die dritte ist sinnlos.

Die Großen haben Ohren, keine Augen.
(Die Herrscher können nicht selbst überall sein und müssen sich auf Berichte von anderen verlassen.)

Die Kette ist teurer als der Affe.

(Das bedeutet, ein armer Narr versucht sich durch teure Äußerlichkeiten einen reicheren Anschein zu geben.)

Die Krähe ist schlau - doch beobachte, was sie frisst.


Die Krähe verhielt sich wie ein Rabe, lernte nichts von ihm und vergaß sich selbst.
(Das bedeutet, man versucht anderen nachzueifern und es ihnen gleichzutun, vergießt dabei aber die eigenen Stärken und Qualitäten.)

Die letzten Jahre des Lebens sind nur Quälerei.


Die Lösung eines Problems sollte gefunden werden, bevor das Problem auftritt.

Die Mutter der Dummheit ist immer schwanger.


Die Nacht mag schwarz sein, aber die Äpfel waren gezählt.

Die Oma wird nur dann gesund, wenn sie tot ist.

Die Wände haben Mäuse und die Mäuse Ohren.

(Sprichwort auch in Persien. Ähnliches Sprichwort auch in Deutschland: Auch die Wände haben Ohren.)

Die Welt vergeht in Hoffnung essen.

(Ähnliche Bedeutung wie in Deutschland die Sprichwörter: Wenn die Hoffnung nicht wär, so lebt ich nicht mehr. oder Die Hoffnung sättigt nicht.)


Du atmest im Himmel aber dein Gehirn ist bei deinen Füßen.


Du kannst dein Leben verlieren, aber nicht deine Heimat.

Du kannst jeden besiegen, wenn du goldene Pantoffeln hast.


Du kannst seine Leiche waschen, aber nicht seine Sünden.

Dummheit ist wie ein Bumerang, der zum Werfer zurückkehrt.

Edle und ordinäre Menschen haben keinen Wert. Der Edle ist unbezahlbar und der Ordinäre wertlos.

Eigene Heimat ist wie eine duftende Blume.

Eigentum ist wie Salzwasser.
(Wer Salzwasser trinkt, löscht keinen Durst, sondern er muss immer mehr trinken, bis man doch verdurstet. Das Sprichwort bedeutet, wenn man etwas besitzt, will man immer noch mehr haben. Man sollte sich mit dem begnügen, was man hat und nicht habgierig werden.)


Ein alter Freund ist wie ein gesatteltes Pferd.

Ein Baum bewegt sich nicht, außer wenn es Wind gibt.

Ein Baum bewegt sich nicht ohne Wind.

(Ähnliche Bedeutung wie das deutsche Sprichwort: Keine Wirkung ohne Ursache.)


Eine Blume hat weder vorne noch hinten.

Eine Kartoffel hat weder vorne noch hinten.
(Das Sprichwort entschuldigt die Unhöflichkeit, wenn jemand einem anderen den Rücken zugewand hatte.)

Eine Blume macht keinen Frühling.

Eine Ehe kann man verheimlichen, aber das Ramadanfest nicht.

Eine Frau ohne Ehemann ist wie ein Topf ohne Deckel.

(Ohne Mann wird eine Frau als unvollständig angesehen. Sie muss für sich selber sorgen und erregt die Aufmerksamkeit der anderen Menschen.)

Eine Frau ohne Schleier ist wie Speise ohne Salz: reizlos.


Eine Frau vom Gegner zu heiraten ist schwer, der Erhalt aber leicht.


Eine gebrochene Hand kann arbeiten, aber ein gebrochenes Herz kann es nicht.


Eine gute Ziege ist besser als eine schlechte Frau.

Eine lahme Krabbe geht gerade.

Ein lahmender Krebs läuft geradeaus.

Eine Mutter wird keine Milch geben, bis ihr Kind, schreit.

Einen Esel kannst du nach Mekka schicken, zurück kommt wieder ein Esel.

Einen goldenen Dolch sticht man nicht in den Bauch.

Eine Palme, die im Schatten wächst, trägt keine reife Früchte.


Eine Sandale ist kein Schuh, eine Mütze ist kein Turban.

Eine schlechte Ehefrau ist wie zu enge Schuhe.

Eine Schwangerschaft kannst du verstecken aber die Entbindung nicht.

Eine Witwe träumt einen doppelten Traum auf ihrem einsamen Bett.
(Das bedeutet, sie träumt von ihrem verstorbenen Mann und ihrem nächsten Mann.)

Ein Esel denkt nicht an die Zukunft.


Ein Esel hat zwei Freunde: seine beiden Hinterbeine.

Eine Waffe aus purem Gold kann nicht verletzen.

Ein Fisch mit Zähnen schmeckt genauso wie Fisch ohne.

Ein Fluss wird nicht dadurch kontaminiert, weil ein Hund daraus getrunken hat.

Ein Fluss wird Tropfen für Tropfen gemacht.

Ein Fremder in deiner Heimat ist wie Dornen an der Rose.
Fremde in deiner Heimat sind wie Dornen an der Rose.


Ein gutes Jahr wird von seinem Frühling bestimmt.


Ein Haufen von Weizen, die Ratte fängt gleich damit an.

Einhundert Schläge von einem Goldschmied, ein Schlag von einem Schmied.
(Ähnliches Sprichwort auch in Indien. Ein Starker schafft auf einmal so viel, wie ein Schwacher sich viel mehr abmühen muss und mehr Zeit benötigt. Lieber einmal etwas mit ganzer Kraft zuwege bringen als sich lange mit halber Kraft abmühen.)

Ein kluger Feind ist besser als ein dummer Verwandter.

Besser ist ein intelligenter Feind als ein dummer Freund.
Es ist einfacher, mit klugen Feinden im Krieg zu sein, als in Frieden mit dummen Freunden zu sein.
(Vergleichbare Sprichwörter mit ähnlicher Bedeutung gibt es in vielen Ländern.)

Ein lahmender Krebs läuft geradeaus (aufrecht).

Ein Lügner ist vergesslich.

Einmal lachen ist gut, aber ständig zu lachen ist wie Eselsgeschrei.

Ein Mann ohne Frau ist nur ein halber Mann.

Ein Mann ohne Frau ist wie ein Esel ohne Last.


Ein Mann ohne Frau ist wie eine Frau ohne Kind.

Ein Mensch ohne Bildung ist wie ein Baum ohne Frucht.


Ein mobiler Esel ist besser als ein unbeweglicher Mensch.

Ein Professor ist wie ein Marktverkäufer, der nur schreien kann.

Ein schneller Esel ist besser als ein langsames Pferd.
(Man sollte das wählen, was wirklich besser ist und sich nicht vom äußeren Anschein leiten lassen. Gleiche Bedeutung wie: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.)

Ein Tauber lacht zweimal, wenn er die anderen lachen sieht und wenn er verstanden hat.


Ein Vater kann zehn Kinder ernähren, zehn Kinder nicht einen Vater.

(Ähnlich Sprichwort auch in Korsika)

Ein Vogel fliegt nur so hoch, wie seine Flügel ihn tragen.

Ein warmes Feuer ist besser als köstlich gekochter Reis..

Ein wenig Wasser ist ein Meer für eine Ameise.

Ein wirklicher Freund ist ein Freund, der die Hand von seinem Freund bei Verzweiflung und Hilflosigkeit nimmt.

Er behielt seine Ohren, aber verlor seinen Kopf.

Erprobtes testet man nicht.

Erst Bildung dann Heirat.


Erst die Dummheit dann die Weisheit.


Erst essen, dann sprechen.


Erst such dir einen Begleiter, dann einen Weg.


Er vergleicht seine Bedeutung mit dem Gewicht einer Elefantenlast.

Es gibt einen Weg von Herz zu Herz.
(Liebe findet einen Weg zum anderen Herz.)


Es gibt einen Weg zur Spitze des höchsten Berges.

(Ähnliche Sprichworte mit gleicher Bedeutung auch in anderen Ländern: in Deutsch und Englisch: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. in Nepal: Ein essender Mund wird vom Schnurrbart nicht aufgehalten. Dieses Sprichwort besagt, dass man alles erreichen kann, wenn man hart und entschlossen genug daran arbeitet.)


Es gibt keinen Baum, der die Kraft des Windes nicht gefühlt hat.

Es gibt nichts Billiges ohne Grund und nichts Teueres ohne Wert.

Es mag wie eine Melone riechen, aber es wird Dich krank machen.

Faule Frauen haben fette Katzen.
(Das bedeutet, dass sie das benutzte Geschirr nicht abwaschen, sondern von den Katzen sauber lecken lassen, die dadurch immer fetter werden.)

Faulheit ist die Mutter allen Elends.


Feuer kennt keine Freundschaft.


Fische würden sprechen, wenn sie den Mund nicht voll Wasser hätten.

Frauen sind für Kinder, Jungs für Spaß.
(Das Sprichwort bedeutet, Frauen heiraten und haben Kinder, kleine Jungs in Mädchenkleidern tanzen beim „Bacha-Bazi Spiel“ für die Männer für Unterhaltung. Danach werden sie von ihnen missbrauchen. https://de.wikipedia.org/wiki/Bacha_bazi; http://info.kopp-verlag.de)

Fremder Sohn ist kein Sohn.


Fremder Streit ist halbe Freude.


Fremdes Feuer ist kälter als Schnee.

Freunde findet man nicht im Traum.


Fünf Finger passen nicht zugleich in den Mund.


Füße gehen dorthin, wohin das Herz geht.


Gebe dem ein Pferd, der die Wahrheit sagt, er muss fliehen.

Gegen Gott kann man keinen Krieg führen.
(Vergleichbare deutsche Sprichwörter: Seinem Schicksal soll man nicht widerstreben. oder Im Leben kommt alles, wie es vom Schicksal bestimmt ist. oder Seinem Schicksal mag niemand entrinnen.)

Geh nicht auf die Straße, auf der weder dein Vater noch deine Mutter geht.

Gesicht, Haare und Ehemann sind untreu.

(Das bedeutet, alles ist vergänglich. Wenn eine Frau älter wird und die Schönheit nachlässt, wird der Mann möglicherweise untreu und sieht sich nach jüngeren Frauen um.)

Gott gibt Krankheiten, aber auch Heilung.


Gott liebt die Wahrheit.


Halte keinen Esel auf, der dir nicht gehört.


Handle und denke nicht boshaft.

(Das bedeutet, man soll anderen nichts Böses antun, da die Taten auf einen selbst zurückfallen. Ähnliche Bedeutung wie das deutsche Sprichwort: Wer andere plagt, hat selbst keine Ruhe. oder Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.)

Hastige Arbeit gelingt nicht.


Hinke der Geschichte nicht hinterher.

(Ähnliche Bedeutung, wie das deutsche: Lass die Leute reden und die Hunde bellen.)

Ich habe noch nie jemanden vom Weg abkommen sehen, der weiter dem Recht folgt.


Ich liebe dich, aber nicht so sehr wie ich mich selbst.


Ich rede mit der Tür, aber die Wand hört zu.

Im Dunkel siehst Du Deinen Schatten nicht.

Im fremden Bett kann man nicht ausschlafen.

Im fremden Bett kannst du nur bis Mitternacht schlafen.

Im Hause eines Töpfers findest du keinen heilen Teller.

Im Laden des blinden Juweliers sind Rubine und Kieselsteine dasselbe.

In der eigenen Gasse sind Hunde Löwen.

In fremden Betten kann man nicht ausschlafen.

Isst oder trinkt jemand von Lebensmitteln, die er einem anderen zum Geschenk gemacht hat, so bekommt er Töchter.


Kamele würden arbeiten, wenn sie Hände hätten.

Katzen jagen keine Mäuse, um Gott zu gefallen.


Kein Betrug, kein Handel.

Keine Rose ohne Dornen.

Könige schlafen auf einem Ameisenhaufen.


Krieg wird mit ruhigem Verhalten gewonnen, nicht mit Gegenkrieg.

Lachen ist das Salz des Lebens. Und wer gut gesalzen ist, bleibt länger jung.

Lehne dich nicht an den Wind und nimm vom Wasser nichts.
(Ähnliche Bedeutung, wie das deutsche: Wer ein Kartenhaus aufbaut, dem stürzt ein Kartenhaus ein.)

Lernen macht einige zum Mullah*1 und andere zum Teufel.


Liebe braucht keine Schönheit.

Lieber am Anfang Frieden schließen als auf das letzte Friedensangebot warten.


Lieber umsonst arbeiten als arbeitslos sein.


Lieber von hundert schlechten Vätern abstammen, als von einer schlechten Mutter.

(Da die Mütter die Erziehung der Kinder übernehmen ist eine gute Mutter wichtiger als der meist abwesende Vater, damit aus dem Kind ein guter Mensch wird.)

Lieber zwei Rosinen als nur eine Dattel.


Mach dir einen Namen, dann kannst du dich auch auf die Erde setzen.
(Das bedeutet, wenn man sich erst einmal einen guten Ruf erworben hat, kann man sich auch mal einen Fehler leisten, ohne das dieser beachtet wird.)

Mach keinen Berg aus Stroh.

(Man soll nicht übertreiben. Deutsches Sprichwort mit gleicher Bedeutung: Mach aus einer Mücke keinen Elefanten.)

Männer sind Berge, und Frauen sind Hebel, die sie bewegen.


Mit deinen Feinden, geduldig, und deinen Freunden vergebt.

Mit dem Tod des Vaters wird die Mutter fremd.

Mit einem Löwenbart spielen ist keine Heldentat.


Mit einer Ohrfeige verletzt man hundert weiterer Gesichter.
(Wenn man einen beleidigt oder schadet, ist das auch gegen alle seiner Freunde und Familienangehörigen gerichtet. Man sollte die Folgen seiner Handlungen genau bedenken.)

Mit Stiefmutter wird der Vater zum Stiefvater.

Mutter und Tochter stritten und der Dumme dachte, dass es ernst sei.


Nach dem Sturm folgt Regen.

Neben seiner Frau ist jeder ein Mann.
(Das bedeutet, ein Mann muss seinen Mut und Tatkraft erst in schwierigen Situationen unter Beweis stellen.)

Niemand ist von sich aus vollkommen.


Niemand sagt, die eigene Buttermilch ist sauer.


Not macht erfinderisch.

Ohne die Tiefe des Wassers zu kennen, solltest du deine Stiefel nicht ausziehen.

Ohne Druck kein Glück.


Ohne Stamm keinen Stuhl.

Ohne Verwandte kann man leben, ohne Freunde nicht.

Rede nur, wenn du gefragt wirst.

Respektlose Menschen sind gefährlich.


Sauberkeit hat mit Armut nichts zu tun.

Schicksal ist nicht konkurrenzfähig.

Schlafende können keine Schlafende wecken.

Schmarotzer sind gefährlich.

Schütze Dein Eigentum, verdächtige nicht deinen Nachbarn.

Schwarze Hennen legen weiße Eier.

Schwarzes Fell wird durch Waschen nicht weiß.

(In Deutschland gibt es das Sprichwort: Raben baden sich alle Tage und bleiben doch schwarz.)

Schweigen ist Gold, reden ist Kupfer.


Sei der Schmuck auch noch so schwer, er ist den Frauen keine Bürde, und dasselbe gilt für die Waffe des Mannes.


Seist du auch noch so klug, frage trotzdem manchmal auch einen Unwissenden.

Selbst wenn es nur Brot und Zwiebeln gibt, die Stirn ist offen.
(Das bedeutet, selbst wenn man als Gast nur unzureichend bewirtet wird, versteht man sich gut mit dem Gastgeber.)

Sogar der Richter war betrunken, als es den Wein gratis gab.


Suche Wissen von der Wiege bis zum Grab.

Süßlicher Mund, gewundenes Denken.
(Scheinheiliges, Undurchsichtiges wird freundlich erzählt und man wird hinters Licht geführt.)

Tagsüber ein Heiliger, nachts ein Tiger.
(Das bedeutet, ein böser oder schlechter Mensch gibt sich äußerlich als gut, nur wenn es keiner sieht, zeigt er seinen wahren Charakter.)

Tote reden nicht.


Trockene Erde haftet nicht an der Wand.
(Das bedeutet, falsche Behauptungen oder Anklagen haben keinen Bestand.)

Tropfen für Tropfen wird’s ein Fluss.

Über das Gehörte kannst Du reden, über das Gesehene nicht.


Über Vergangenheit redet man nicht.

Um der Liebsten willen isst der Inder sogar Rindfleisch.

Vater nicht zu Hause, Mutter macht die Sause.

Verlasse dein Dorf aber lass dich nicht von Deinem Dorf verlassen.


Verwandte bringen dich zum Weinen, Freunde zum Lachen.

Vor einer leeren Waffe haben zwei Menschen Angst.

(Angst haben beide, der bedrohte und derjenige, der die Waffe hält und weiß, dass sie nutzlos ist. Das bedeutet für das Sprichwort, das Lügner Angst vor Entdeckung haben und der Belogene vor der Lüge.)

Vor Verwandten kann man sich retten, vor Nachbarn nicht.


Während die Metzger diskutierten, fiel die Kuh tot um.

Während du dem Sänger zuhörst, verbrennt das Essen.

Wahrheit ist bitter, hat aber eine süße Ernte.

Warum sich eilen, wenn einem das Glück lacht? Und warum erst, wenn es sich einem versagt?

Was auf die Menschheit zukommt, das kommt auf den Menschen zu.

(Das bedeutet, alle sind voneinander abhängig, niemand lebt für sich allein. Das Glück oder Unglück, das Schicksal des Einzelnen hat Einfluss auf alle anderen und umgekehrt.)

Was die Jugend im Spiegel sieht, sieht das Alter im rohen Ziegel.

(Das bedeutet, was jüngere unerfahrene Menschen durch Lernen und Misserfolge erst erlernen müssen können ältere Menschen aus langer Erfahrung ohne viel Aufwand bewerkstelligen.)

Was nutzt es, zu bedauern, wenn am Anfang die falschen Schritte gemacht worden sind?


Wasser kann man nicht mit dem Schwert teilen.


Was weiß ein Esel von morgen.

Wenn das ganze Land zu Hafergrütze wird, ist des armen Mannes Anteil ein Löffel voll.

Wenn das Herz liebt, kommt es auf Schönheit nicht an, wenn man schläft, ist das Kissen unnötig.

Wenn der Garten seinen Gärtner hat, hat der Fuchs seinen Gott.

Wenn der Grundstein schief liegt, kann die Mauer nicht gerade werden.

Wenn der Herr am Knochen nagt, was wird er seinem Hund geben?

Wenn die Ameise von einem Ozean spricht, dann meint sie das Planschbecken.

Wenn die Henne zu fett frisst, dann hört sie auf zu legen.

Wenn die Stiefmutter auftritt, wird der Vater zum Stiefvater.

Wenn du dir Kamele halten willst, dann sorge für eine genügend große Türe.

Wenn du einen Fisch aus dem Wasser nimmst, ist er immer frisch.

Wenn du Leben in deinem Kopf hast, gibt es viele Hüte.
(Das bedeutet, wenn man fest daran glaubt und fleißig arbeitet, kann man alles erreichen, was man will.)

Wenn du niemanden zum Beraten hast, dann berate dich mit deinem Verstand.


Wenn notwendig, nennt man selbst den Esel „Vater“.


Wer ein Tier zur Verantwortung zieht, ist selbst ein Tier.

Wer Elefanten kauft, der muss ein Elefantenhaus haben.

Wer fremde Frauen begehrt, der ist keinen Respekt wert.

Wer Gold hat, der bittet nicht.

Wer hässlich sein soll, dem gibt Gott grüne Augen.

Wer im Frühling schläft, der kann im Winter nicht aufwachen.

Wer in die Enge getrieben wird, wird kämpfen.

Wer Kamele beherbergen möchte, braucht große Türen.


Wer mit Zucker getötet werden soll, wird nicht mit Gift getötet.


Wer nicht von deiner Mutter ist, kann nicht dein Bruder sein.


Wer sich selbst Khan nennt, ist kein Khan.

(Gleiche Bedeutung wie das Deutsche Sprichwort: Eigenlob stinkt, Eigenruhm hinkt.)

Wer sucht, der findet.


Wer um Mitternacht aufsteht, der ist Dieb oder verliebt.


Wer von Freundschaft träumt, der bleibt allein.

Wie das Gesicht, so die Ohrfeige.

Willst du einen Sohn, dann musst du viermal heiraten.

Wo es Disziplin gibt, gibt es sozialen Ordnung.


Wo es Rauch gibt, da gibt es Leben.
(In Deutschland gibt es das Sprichwort: Kein Rauch ohne Feuer. Es soll auf einen wahren Kern von Gerüchten hindeuten, der sehr oft aber nicht vorhanden ist. Wenn das Sprichwort (ohne Bewertung) auf Leben hindeutet, trifft es wohl eher zu.)

Worte, die den Mund verlassen, gehen um die Welt.


Zeig mit nicht die Palme, zeig mir Daten und Fakten.


Zu Freunden Freund, zu Feinden Feind.

Zusammen fliegen nur die Vögel, die gleichen Federn haben.

Zu viele Schläge machen aus einem Esel kein Pferd.

*1 Mullah = ein Ehrentitel eines islamischen Rechts- und Religionsgelehrten. Der Mullah hat den Status eines Gelehrten ohne staatliches Diplom und ist an die Anerkennung anderer Gelehrter gebunden. Die Bezeichnung ist aus dem Arabischen abgeleitet und bedeutet so viel wie „Herr“ oder „Meister“. In ländlichen Gebieten war der Mullah früher der Einzige, der lesen und schreiben konnte. Mullah wurde für rangniedrige Geistliche verwendet, deren Kompetenz eher im Erzählen der Passionsgeschichten, nicht aber die Lehre oder Erlassen von islamischen Rechtsgutachten war. Heute sind alle schiitischen Geistlichen, Vorbeter, Freitagsprediger oder Studenten gemeint. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mullah