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Japanische Sprichworte
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Flagge von Japan
Japan, Kaiserliches Siegel
Flagge von Japan
Kaiserliches Siegel in Japan
Japan ist ein ostasiatischer Staat und mit 377.835 km² der flächenmäßig viertgrößte Inselstaat der Welt. Mit über 126 Millionen Einwohnern ist Japan das zehnt-bevölkerungsreichste Land der Erde.

Der Landesname setzt sich aus den Schriftzeichen „ni“ („Tag“ oder „Sonne“) und „hon“ („Ursprung“, „Wurzel“ oder „Beginn“) zusammen. Japan ist deshalb auch als das „Land der aufgehenden Sonne“ bekannt, die man auf der Flagge wiederfindet. Der Begriff kann „Nippon“ oder auch „Nihon“ ausgesprochen werden. Die Nomenklatur des Landesnamens stammt von der offiziellen Korrespondenz der japanischen Herrscher mit der chinesischen Sui-Dynastie (6.–7. Jahrhundert) und bezieht sich auf die von China aus gesehen östliche Lage des Landes. Das frühere malaiische Wort für Japan, „Jepang“ (heute „Jepun“), wurde einer chinesischen Sprache entlehnt. Portugiesische Händler brachten ihn im 16. Jahrhundert mit nach Europa.

Das Nationale und Kaiserliche Siegel Japans wird auf Japanisch „Kiku no Gomon“ (Chrysanthemenwappen) genannt. Das Siegel zeigt eine stilisierte Chrysantheme mit 16 Blütenblättern. Das Kaiserliche Siegel wird nur von Mitgliedern der kaiserlichen Familie verwendet. Die Meiji-Verfassung sah die alleinige Verwendung des Siegels durch den Tennō vor, aus diesem Grund benutzte jedes Mitglied der kaiserlichen Familie eine leicht veränderte Version des Siegels. Es gibt kein Gesetz, welches das Kaiserliche Siegel zum Staatswappen erklärt. Es wird trotzdem weitestgehend als solches genutzt.

Die mythologisch Gründung Japans fand am 11. Februar 660 v. Chr. statt. Erste bestätigte Kontakte mit China gab es zwischen 300 v. Chr. bis ca 300 n. Chr.. Von ca. 300 bis 710 n. Chr. gab einen enge politische Kontakte mit dem Nachbarland Korea und Einwanderung von Korea. Ab dem 5. Jahrhundert fand die Übernahme der Chinesischen Schrift statt. Im 8. Jahrhundert wurde der Buddhismus stark gefördert und die Staatsform nahm sich China als Vorbild. Zwischen 794 und 1185 nahm die höfische Kultur in Heian-kyō (Kyōto) einen Aufschwung, die Macht des Kaisers wurde aber allmählich geschwächt und Kriegerfamilien etablierten sich. Zum Ende begründete die Minamoto-Familie das erste Shōgunat.

Zwei Invasionsversuche Kublai Khans 1274 und 1281 in Japan scheiterten wegen Taifune, später als „Kamikaze“ (Götterwind), interpretierte. Zwischen 1333–1573 verlor das Shōgunat die Kontrolle durch mächtige unabhängige Daimyō, die ihre eigenen Armeen unterhielten und die „Zeit der streitenden Reiche“ (sengoku jidai) begann. Nach einem über 100-jährigen Bürgerkrieg wurde Japan wieder geeint. In der Edo-Zeit von 1603 bis 1867 waren Aus- und Einreise für Japaner und Ausländer verboten. Mit Ausnahme von beschränktem Austausch mit China und den Niederlanden, denen 1639 als einzigen Europäern der Aufenthalt in Japan auf der künstlichen Insel Dejima vor Nagasaki gestattet wurde, bestand kaum Kontakt zu anderen Staaten. 1854 segelte US-Admiral Matthew Perry mit seiner Flotte von vier Kriegsschiffen unbehelligt in den Hafen des heutigen Tokio, um einen Brief des US-Präsidenten Millard Fillmore zu übergeben. Die Leichtigkeit, mit der er in den Hafen einlaufen konnte, offenbarte die Schwäche des Regimes. Dies führte zu einem Aufstand regionaler Herrscher und brachten eine Wiedereinsetzung des Kaisers mit nur geringer politischer Macht. Japan erhielt eine moderne Verfassung und ein Parlament, Japan wurde zur konstitutionellen Monarchie. Korea wurde 1910 von Japan kolonialisiert, was eine andauernde Belastung der Beziehungen bewirkte. Im Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) stand Japan auf Seite der Entente und übernahm nach Kriegsende deutsche Territorien. Nach demokratischen Experimenten mit einem parlamentarischen System scheiterte die Demokratie durch Instabilität und das Militär übernahm die faktische Kontrolle.

Zwischen 1926 und 1945 besetzte Japan weite südostasiatische Territorien. Japan vertrieb mit Unterstützung Siams und diverser Einheimischer die europäischen Kolonialmächte aus den Ländern, um sein eigenes Kolonialreich auszubauen. Erst nach dem Abwurf von 2 Atombomben am 6. und 9. August 1945 kapitulierte Japan am 15. August 1945 bedingungslos. Um 12.00 Uhr mittags verlas der Kaiser den „kaiserlichen Erlass zur Beendigung des Krieges“.

Nach dem 2. Weltkrieg blieb der Kaiser im Amt. Am 3. Mai 1947 trat die Nachkriegsverfassung in kraft und am 28. April 1952 endete die Besatzungszeit und Japan erlangte wieder die volle Souveränität. Japan ist seit 1947 eine parlamentarische Monarchie, ohne dass die Verfassung jedoch einen Monarchen als Staatsoberhaupt festschreibt.

   Quelle: 
 http://de.wikipedia.org/wiki/Japan
              http://de.wikipedia.org/wiki/Nationales_und_Kaiserliches_Siegel_Japans

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Japanische Sprichwörter  A - D / → E - M / → N - Z

Abgefallene Blüten lassen ihren Duft zurück.

Allein, ganz allein müssen wir alle von hinnen gehen in jene dunkle Welt, nur unsere Werke, gute wie böse, folgen uns.

Alles in der Welt hat nur eine Seele, den Menschen.

Alles ist nur ein Traum.

Alles Unglück kommt durch den Mund.

Als Geschenk ist ein wattierter Rock selbst im Sommer begrüßenswert.

Als Schnepfe und Muschel miteinander stritten, hatte der Fischer den Nutzen.
(Als eine Muschel ihre Schale öffnete, wollte eine Schnepfe sie fressen und steckte den Schnabel zwischen die Schalen. Die Muschel wollte sich schützen und klappte ihre Schalen wieder zu und klemmte den Schnabel der Schnepfe ein. Beide wollten nicht nachgeben und keiner kam seinem Ziel näher. Im Eifer ihrer Bemühungen übersahen sie einen Fischer, der sie beide ergriff. So haben beide verloren. Das deutsche Sprichwort mit der gleichen Bedeutung: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.)

Am Fuße des Leuchtturms herrscht Dunkelheit.

Am Fuße des Leuchtturmes ist es immer am finstersten (dunkel).


Am klügsten ist es, das Schicksal und die Zeit abzuwarten.


Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker.

Am Spieltisch enthüllt sich die Seele eines Menschen bis in ihre tiefsten Winkel.


An einen hohen Baum kann der Wind leicht heran.

Applaus ist der Anfang der Schmähung.

Arme Leute schlafen fest (sicher).

Armut ist härter als Krankheit.

Armut ist schlimmer als vierhundertvier (alle) Krankheiten.


Armut macht zum Dieb, Liebe zum Dichter.


Auch aus einem Missgeschick lässt sich Nutzen ziehen, wenn man es drei Jahre lang aufhebt.

Auch aus Staub können sich Berge auftürmen.

Auch bissige Pferde lassen sich das Maul stopfen.

Auch Buddha war zuerst nur ein gewöhnlicher Mensch.


Auch das Auge des Teufels weint manchmal.


Auch der Baum, unter dem man Schutz sucht, lässt das Wasser durch.


Auch der Erfinder der Schrift hat Schreibfehler gemacht.


Auch die Frau unedler Herkunft wird oft in einer Sänfte getragen, die von Edelsteinen glänzt.


Auch die Kehrseite hat ihre Kehrseite.


Auch die kleinste Nadel darf man nicht verschlucken.


Auch die Nachtigall röchelt in ihrer Todesstunde.


Auch die schönste Frau wird schließlich hässlich wie ein Affe.


Auch durch ein Nadelöhr kann man den Himmel sehen.


Auch durch ein Nadelöhr kann man Zugluft bekommen.


Auch ein Affe fällt einmal vom Baum.


Auch ein dürrer Baum belebt die Landschaft.

Auch ein Strohmann ist ein Mann.

Auch ein Wurm krümmt sich, wenn er getreten wird.

Auch Frösche beteiligen sich am Gesang.

Auch in der Freundschaft soll man die Etikette bewahren.


Auch in der Hölle gibt es Leute, die man kennt.


Auch in der Hölle wird nach dem Geld geurteilt.


Auch unter den Ungeschliffenen gibt es verdienstvolle Männer.


Auch verdorbener Reis ist unschädlich.

Auch wenn der Papagei gut spricht, bleibt er doch ein Vogel.

Auch wenn der Weise dein Feind ist, mach den Dummen nicht zu deinem Freund.

Auch wenn die Krabben herumtanzen, verlassen sie nicht den Fluss.


Auch wenn die Schlange in ein Bambusrohr kriecht, kann sie ihre krumme Gestalt nicht dauerhaft verbergen.

Auch wenn man Dreck aufhäuft, wird ein Berg draus.

(Ähnliche Bedeutung wie das deutsche Sprichwort: Kleinvieh macht auch Mist.)

Auch wenn man seine Frau nicht liebte, glaubt man, bei der Scheidung ein kleines Vermögen verloren zu haben.


Auf das Glück zu warten ist dasselbe wie auf den Tod zu warten.


Auf dem Haupte der Ehrlichkeit hausen die Götter.


Auf dem richtigen Weg wird die natürliche Veranlagung Weisheit.

Auf dem Weg zur Unterwelt gibt es keinen König.

Auf der Fahrt ins Jenseits befiehlt kein König.

Auf der Melonenranke wachsen keine Auberginen.


Auf eines anderen Weib soll man nicht einmal mit dem Finger zeigen.

Auf zu große Zuneigung folgt hundertfache Abneigung.

Aus zu viel Liebe wird leicht hundertfacher Hass.

Aus Armut stiehlt man, aus Liebe singt man.

Aus dem Scherz kommt die Wirklichkeit hervor.


Aus einer Maus kann ein Tiger werden.


Aus einer schlechten Verbindung kann man sich schlecht lösen.


Aus Lob wird Tadel.

Ausschlag und Geschwüren ist es gleich, an welcher Stelle sie sitzen.

Aus Siegen lernt man wenig, aus Niederlagen viel.


Aus Staubkörnern kann ein Berg werden.

Aus zu viel Liebe wird leicht hundertfacher Hass.

Bau dein Haus neben ein Haus, in dem gelacht wird.

Begegnung ist der Anfang der Trennung.


Bei allem was man mit dem (
ganzem) Herzen tut, braucht man keinen (nicht nach) Helfer.

Bei allzu langem Nachdenken kommt man nicht auf den richtigen Gedanken.

Beim Betrachten der Natur werden die Gefühle geboren.

Beim Reisessen denkt man nicht an den pflügenden Ochsen, beim Anziehen eines Kleides nicht an den Weber.

Beim Reiten lernt man das Pferd kennen, beim Reden den Menschen.

Bei ruhigem Wetter kann jeder leicht Steuermann sein.

Beneide nicht den, der dir überlegen, und verachte nicht den, der dir unterlegen ist.

Berate dich, wenn du sonst niemanden hast, mit deinem Knie.


Beschau dir die Frauen nachts oder von weitem oder unter einem Schirm.


Besiegt werden heißt, einen Sieg davon tragen.


Besser eine Kunst gründlich beherrschen, als hundert Künste treiben.


Besser ein Kristall zu sein und zu zerbrechen als ein Ziegel auf dem Dach.


Besser ein lebender Hund als ein toter Tiger.

Besser gut erzogen als hochgeboren.

Besser hoffnungsvoll reisen als am Ziel sein.


Besser nicht genug als zu viel.

Besser viel, statt wenig nehmen.

Besser warten lassen, als selbst warten.

Besser zu sterben, als in Schande zu leben.


Besser zu viel essen als zu viel lieben.

Bevor du dich daran machst, die Welt zu verbessern, gehe dreimal durch dein eigenes Haus.


Bevor du redest, beschau dich erst selbst im Spiegel.


Bezahlung wäscht von Schande rein.


Bindet den Helm fester, wenn ihr gesiegt habt.


Bin ich des Nachts allein, lege ich die Kissen fein nebeneinander: Eines ist mein Geliebter und ihn umarmend schlafe ich ein.


Birnen und Weiber sind an der Stelle am süßesten, wo sie am schwersten sind.


Bist du alt, gehorche deinen Kindern!

Blumen werden an Witwen blühen! Maden werden an Witwern brüten.

Böse Buben schlagen sich durch.

Brauch einen Stock und vermeide den Fall.


Brüder, die sich im Haus zanken, gehen gemeinsam gegen den Feind von außen.


Brüder sind wie zwei Hände.


Brüder und Schwestern sind die Vorläufer von Fremden.

Das Ansehen von tausend Jahren kann durch das Verhalten während einer Stunde bestimmt werden.
Das Verhalten während einer Stunde kann über eine Jahrtausende währende Reputation entscheiden.
Eine Stunde kann entscheidend sein für den Ruhm von tausend Jahren.

Das Belügen eines Bonzen bedeutet sieben Generationen hindurch Unheil.


Das Fließen des Wassers und die Wege der Liebe haben sich seit den Zeiten der Götter nicht geändert.

(Ähnliches Sprichwort auch in China)

Das Flüstern eines Grashalms kann einem schlechten Gewissen wie Donner tönen.


Das Gedächtnis der Weisen ist ein Sieb, das nur die schönen Stunden zurückhält.

Das Gerede der Leute dauert nur fünfundsiebzig Tage.

Das Geschick jedes Menschen ist ihm um den Hals gebunden.


Das Geschwätz der Welt macht vor keiner Türe halt.


Das Glück hört auf, wenn man geliebt wird.


Das Glück kommt gern in ein Haus, wo Freude herrscht.


Das Glück kommt zu denen, die lachen.

Das Glück muss man schlafend erwarten.


Das Glück tritt gern in ein Haus ein, wo gute Laune (in dem Frohsinn) herrscht.


Das Glück wohnt im Herzen, das Unglück auf der Zunge.

Das Gute wie das Schlechte ist wahr, und beides sind Dinge dieser Welt.

Das heben eines Menschenfreundes währet lange.

Das Heiße ist vergessen, hat es erst mal die Kehle passiert.

Das Herz des Mannes ist veränderlich wie der Herbsthimmel.

Das Holz des Stammes ist nicht besser als das der Wurzel.


Das Huhn ist es, das den Hahn krähen lässt.

Das Innere des Herzens lässt sich nicht ausmessen.

Das Kind, das am Tage geboren wird, gleicht dem Vater, und das in der Nacht geboren wird, der Mutter.


Das Kind, das du liebst, schicke auf Reisen!


Das Kind, das früh starb, war sehr klug.


Das Kind eines Frosches ist ein Frosch.

(Deutsches Sprichwort mit gleicher Bedeutung: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.)

Das Köstliche iss noch am selben Abend, den Ärger sprich erst am nächsten Morgen aus.


Das Lächeln einer schönen Frau kann ein ganzes Schloss ruinieren (untergraben).

Das Leben des Menschen währt eine ganze Generation, sein Name zehntausend.

Das Leben enthält sieben Erfolge und sieben Misserfolge.


Das Leben gleicht einem Blitz. Wie bald sind beide dahin.

Das Leben ist das wertvollste Gut.

Das Leben ist eine Kerze (Licht) im Wind.


Das Leben ist einfach, du triffst Entscheidungen und blickst nicht zurück.

Das Leben ist kurz, der Wünsche sind viele.


Das Menschenleben ist ein langer Marsch mit einer drückenden Last auf dem Rücken.

Das menschliche Leben gleicht einem langen Wege, auf dem man eine schwere Last zu tragen hat.

Das Unglück, das man selber heraufbeschworen hat, lässt sich nicht aufhalten.


Das Vergangene ist das Künftige von heute.

Das Wasser nimmt die Form des eckigen oder runden Gefäßes an, der Mensch den Charakter guter oder schlechter Freunde.

Dem Verliebten sind tausend Meilen nur eine Meile.

Den Augen eines Verliebten sind selbst Pockennarben Lachgrübchen.

Den Donner soll man nur Herr nennen, wenn er donnert.

Den Liebesvermittler mag man lieber als die Eltern.


Den Niedrigen und Armen schätzen selbst Frau und Kinder gering; den Ruhmvollen und Reichen schätzen selbst Fremde hoch.


Den Wert des teuersten Falken kennt man erst, wenn man ihn auf Beute losgelassen hat.

Den Wind kümmert nicht die Müdigkeit des Baumes.

Der Arme kann ruhig schlafen.


Der Arme und Geringe hat wenig Freunde.


Der Augapfel dreht sich mit dem Blick.


Der Aussatz beneidet die Syphilis.


Der Baum, der im Frühling nicht aufblüht, trägt im Herbst keine Frucht.


Der Betrunkene wird seinem Wesen nicht untreu.


Der Dichter zu Hause sieht die ganze Welt.


Der die Lampe trägt, soll vorne gehen.


Der Dreck, den man nicht sieht, ist sauber.


Der Dumme lässt die Tür einen Zoll offen, der Faule drei Zoll, und der Narr öffnet sie ganz.


Der Dumme schließt die Tür schlecht, der Faule lehnt sie nur an und der Narr lässt sie offenstehen.

Der Edelgesinnte liebt die Berge; der Weise hat seine Freude am Wasser.

Der Edelstein liegt dort, wo alle Augen sich hinwenden.

Der eigene Kot stinkt nicht.

Der eine Affe lacht über den Hintern des anderen.
Der Frosch im Brunnen weiß nichts vom großen Ozean.
Der entwischte Fisch ist immer der größte.

Der Erzähler lügt, als ob er mit dabei gewesen wäre.

Der Fleiß holt die Armut nicht ein.

Der Fremde in der Nähe ist mehr wert
als der Verwandte in der Ferne.


Der Frosch im Brunnen weiß nichts vom großen Ozean.
Der Frosch im Brunnen ahnt nichts von der Weite des Meeres.

Der gierige Falke reißt sich selbst die Klauen ab, wenn er sie zu tief in die Beute schlägt.

Der Glanz des Mannes ist siebenfacher Glanz.


Der Herrschsüchtige glaubt, der Himmel sei eine Kopfbedeckung.


Der Hund jagt sich ab, doch der Falke fängt die Beute.


Der hungrige Hund fürchtet den Stock nicht.

Derjenige, der allzu üppig spendiert, sät Hass bei seinen Gästen.

Der Kranich baut kein Nest auf einem abgestorbenen Baum.

Der Lauf des Wassers und die Zukunft des Menschen gleichen einander.

Der Mann des Aufschubs schärft seine Pfeile, wenn er den Eber sieht.

Der Mann hält sich durch Mut.


Der Meister wählt nicht erst lange seinen Pinsel.

Der Mund ist das Tor (die Pforte) des Unglücks, die Zunge seine Wurzel.
Der Mund ist die Wurzel des Unglücks.

Der Nagel, der hervorsteht (herausragt), wird flach gehämmert (geschlagen).

(Das Sprichwort besagt, wer aus der Menge herausragt, wird eingeschlagen oder kürzer gemacht. Es soll die Mentalität der Japaner sein, dass möglichst alle gleich sein sollten, keiner soll sich hervortun. Wenn das alle so machten, dann gäbe es keine Entwicklung, keinen Fortschritt. Nur wenn einer mehr macht als die anderen oder er soll, kommt mehr und Neues zustande. Das Neue oder Bessere muss von den anderen anerkannt und honoriert werden, damit alle etwas davon haben, sonst wird es zunichtegemacht und keinem nützt es.)

Der Pfahl, der hervorsteht, wird von den Wellen gepeitscht.


Der Rabe, der den Kormoran nachahmt, muss viel Wasser schlucken.

Der Reiche ist wie ein Aschenbecher. Je voller er wird, desto schmutziger wird er.
Der Reiche ist wie ein Aschenbecher: je mehr sich anhäuft, je schmutziger wird er.
Je mehr ein Reicher und ein Aschenbecher ansammeln, desto schmutziger werden sie.

Der Reis, der Frucht trägt, neigt sich; der Mensch, der reich wird, richtet sich auf.

Der Reis des anderen ist weißer.

Der Schatten verleiht Ansehen.

(Die scheinbare Macht, Stärke oder Können werden nur vorgetäuscht.)

Der Schatz, der sich nur widerstrebend gewinnen ließ, geht auch nur widerstrebend fort.

Der Scherz ist oft das Loch, aus dem die Wahrheit pfeift.

Der Schnee auf meinem Schirm wiegt leicht, denn er gehört mir.

Der Spiegel ist die Frauenseele.


Der Streit zwischen Eheleuten und der Westwind legen sich bei Einbruch der Nacht.


Der Sünder ist niemals schön.


Der Tag, an dem man einen Entschluss fast, ist ein Glückstag.


Der Teufel im Herzen quält den Leib.

Der Tiger hinterlässt sein Fell, der Mann seinen guten Ruf.

Der Tod ist sowohl größer als ein Berg wie auch kleiner als ein Haar.


Der Trinker kennt das Gift, der Abstinenzler die Heilkraft des Weines nicht.


Der Unterwürfige macht sich zum Hintern seines Herrn.


Der Vater hat mühevoll die Bäume gepflanzt, und der Sohn rekelt sich mit fettem Gesicht in ihrem Schatten.

Der wahrhaft Gelehrte schämt sich nicht, auch solche zu fragen, die unter ihm stehen.

Der Weg von der Sparsamkeit zur Verschwendung ist leicht, von der Verschwendung zur Sparsamkeit schwer.

Der Weidenzweig wird durch die Last des Schnees nicht gebrochen.


Der Weise schont seinen Mund, Tiger und Leoparden schonen ihre Klauen.

Der Wille einer Frau dringt auch durch Felsen.


Der Zorn ist dein Feind.

Der Zweifel ist der Schatten eines Menschen im Dunkel.

Des Advokaten Geschäft ist, den Streit zu vergrößern.

Die Abwesenden entfernen sich mit jedem Tage mehr.

Die Arbeit kann den Fleiß nicht einholen.


Die Armen haben viele Kinder.


Die Augen sind beredter als der Mund.


Die Augen sind der Spiegel der Seele.

Die Beleidigung wird über Nacht, die Dankesschuld schon am helllichten Tage vergessen.

Diebe ruhen nie, Wächter ab und zu.


Die Blinden fürchten sich nicht vor Schlangen.

Die Blume blüht auch ohne Wurzeln.

(Ein Gerücht kann auch ohne Wahrheitsgehalt entstehen, eben ohne Wurzeln. Der Grund ist dann bei demjenigen zu suchen, der es in die Welt gesetzt hat, um einem anderen zu schaden.)

Die Bösen durchschauen einander leicht.

Die Brauchbarkeit von Scheren und Dienstboten hängt von der Behandlung ab.

Die eigenen Fehler erkennt man am besten mit den Augen anderer.


Die einen werden in der Sänfte getragen, die anderen tragen sie.


Die Eltern ertrinken in der Liebe zu ihren Kindern.


Die Entfernung ist unwichtig, nur der erste Schritt ist wichtig.


Die Frau des Färbers ist am schlechtesten gekleidet.
(Sprichwort mit der gleichen Bedeutung in Deutschland: Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.)

Die Frau ist der Schatz des Hauses.


Die Freundschaft zu einer Katze ist eine Freundschaft, die nicht erschüttert werden kann.


Die Geduld nicht verlieren, auch wenn es unmöglich erscheint, das ist wahre Geduld.


Die Gesetze der Regierung dauern drei Tage.

Die Glocke tönt, wie man sie schlägt.


Die größte Kulturleistung eines Volkes sind die zufriedenen Alten.


Die Grübchen in den Wangen einer Frau können ein Schloss zum Einsturz bringen.


Die Güte des Vaters übersteigt die Höhe der Berge, die Güte der Mutter geht tiefer als das Meer.

Die Wohltaten des Vaters übersteigen die Berge, die Wohltaten der Mutter sind größer als das Meer.

Eines Vaters Güte ist höher als ein Berg; einer Mutter Güte tiefer als das Meer.


Die Herzen sind sich so ungleich wie die Gesichter.


Die Hoffnung des ganzen Jahres - der Frühling. Die Hoffnung des Tages - der Morgen.

Die Höhe allein macht den Berg nicht verehrungswürdig.


Die Kakifrucht*1 der Armen hat viele Kernen.

Die Katze ist eine Heilige, wenn keine Mäuse in der Nähe sind.

Die Kinder des Frosches sind Frösche.


Die Krähe, die einen Kormoran nachahmt, ertrinkt.

Die Lebensspanne ist dieselbe, ob man sie lachend oder weinend verbringt.

Die Liebe der Eltern ist hundertmal größer als die Liebe der Kinder.


Die Liebe erreicht sogar die Krähe auf dem Dach.


Die Liebe gleicht einem Ring, und der hat kein Ende.


Die Liebe macht Dichter, die Armut Diebe.


Die Liebe unterscheidet nicht zwischen hoch und niedrig.


Die Lüge ist manchmal die Beleuchtung der Wahrheit.


Die Menschen sind die Gefangenen ihrer Laster und die Kerkermeister ihrer Tugenden.


Die Pläne für das Jahr beginnen am Neujahrstag.

Die Räuber von Geld werden hingerichtet, die Räuber von Ländern zu Königen gemacht.

Die Robe allein macht den Priester noch nicht.

Die Saat, die man nicht säte, geht nicht auf.

Die Schande lässt sich mit Geld abwaschen.

Die Schildkröte hat es ihrem wertvollen Panzer zu verdanken, dass sie gefangen wird.

Die schöne Frau ist die Feindin der hässlichen.


Die Seele des Krieges (Kriegers) wohnt im Schwert, die Seele der Frau im Spiegel.


Die Seligkeit eines Augenblicks verlängert das Leben um tausend Jahre.

Die sich gleichen, werden ein Paar.


Die Sitten der Völker sind verschieden, aber gute Handlungen werden überall als solche anerkannt.


Die Söhne folgen dem Vater, die Töchter der Mutter.


Die stillen Würmer bohren Löcher in die Wand.


Die Triefaugen spotten über den Nasentropfen.

Die ungesagten Worte sind Blumen der Stille.

Die Wahrheit hat viele Masken, aber nur ein Gesicht.

Die Wände haben Ohren, die Türen haben Augen.

Die Wissenden reden nicht, die Redenden wissen nicht.

Die zehntausend Dinge sind ein Traum.


Die Zunge des Weisen liegt in seinem Herzen, das Herz des Narren liegt auf seiner Zunge.

Drei am Morgen und vier am Abend
(Wenn man nicht viel hat und von einer Sache morgens nur drei und abends vier hat, hört es sich schlechter an, als wenn man morgens sogar vier hat, auch wenn dann abends nur noch drei da sind. Weniges anders verteilt kann nach mehr aussehen, es bleibt im ganzen aber genauso wenig wie vorher. Man sollte also nicht so sehr auf die kleinsten Einzelheiten sorgen, sondern sich um das Große und Ganze kümmern.)

Drei Jahre Sitzen auf einem Stein.
(Drei Jahre Sitzen erwärmen auch einen Stein. Das bedeutet, selbst einfache Dinge muss man lange lernen. So braucht man 3 Jahre, um das richtige sitzen auf einem Stein zu lernen. Nur mit Ausdauer kann man etwas erreichen.)

Dumme Kinder werden mehr geliebt als kluge

Durch deine Taten lass die Menschen wissen, wer deine Vorfahren waren.

Durch geliebte Menschen wird man gefesselt.

Durch Sanftmut besiege man den Zornigen, durch Güte den Bösen, durch Spenden den Geizhals, durch Wahrheit den Lügner.
*1  Die Kakifrucht ist die süße, einer großen Tomate ähnelnde Frucht des Kakibaums (Diospyros kaki). Der Gattungsname Diospyros bedeutet „Götterfrucht“ oder „Götterspeise“. Die aus Asien stammende Gattung der Diospyros oder Ebenholzbäume, auch Dattelpflaumen genannt, gehört zur Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae). Sie wird seit über 2000 Jahren in China genutzt und ist damit eine der ältesten Kulturpflanzen.
Der Kakibaum wird bis zu zehn Metern hoch und ähnelt einem Apfelbaum. Seine Blätter sind mittel- bis dunkelgrün, lanzettförmig und gleich breit wie lang. Er blüht vom späten Frühjahr bis zum Frühsommer. Die männlichen und weiblichen Blüten sind räumlich getrennt. Es gibt sowohl einhäusige als auch zweihäusige Pflanzen.
Im Spätherbst werden die Kakifrüchte erst reif, wenn die Blätter zum größten Teil abgefallen sind. Die Kakifrucht kann bis zu 500 Gramm schwer werden und sind gelb bis rotes Orange. Das etwas hellere Fruchtfleisch kann bis zu acht Samen enthalten und wirkt beim Verzehr adstringierend. Mit zunehmendem Reifegrad wird sie, einer Kiwi vergleichbar, weicher. Der hohe Tanningehalt der unausgereiften Kaki sorgt beim an Birne und Aprikose bzw. Marille erinnernden Geschmack für eine herbe Komponente, die mit fortschreitender Reifung und Abbau des Tanningehalts schwächer wird. Der sehr hohe Anteil an Provitamin A macht sie ernährungsphysiologisch besonders wertvoll.
Die Kaki symbolisiert in Japan den Geschmack des Herbstes.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaki
 
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