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Sprichworte aus Tibet
Flagge der tibetischen Exilregierung
Wappen der tibetischen Exilregierung
Flagge Flagge der tibetischen Exilregierung
Sie ist in der Volksrepublik China verboten
Wappen der tibetischen Exilregierung
und Tibets vor der chinesischen Okkupation


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tibet

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Alle Vielredner sind nur farblose Gelehrte, alle Großmächtigen sind nur farblose Helden.

Auch kluge Menschen geben bisweilen unkluge Erklärungen.


Auch kurze böse Worte betrüben das Herz, auch kleine Nadeln haben eine scharfe Spitze.

Auch wenn der Schnee achtzehn Tage und Nächte fällt, verändert sich die Stimme der Lerche nicht zu der des Falken.

Auch wenn einer heimlich Böses treibt, wird irgendwann der Betrug aufgedeckt.

Auf die Nadel folgt sehr wahrscheinlich der Faden.

Aus einem bösen Wort soll man keine Beleidigung machen und ein geworfener Stock muss den Hund nicht treffen.

Begegnest du der Einsamkeit - hab keine Angst! Sie ist eine kostbare Hilfe, mit sich selbst Freundschaft zu schließen.

Bei einem alten Menschen achte auf seine Ratschläge, beim Tee achte auf seinen Wohlgeschmack.

Bei einem bösen Menschen gibt es viele Beschwerden, in einem trüben Fluss gibt es viel Schlamm.

Bei schwierigen Prüfungen wende dich deinem eigenen Herzen zu, suche Zuflucht in dir selbst, und steige mit erneuerten Kräften wieder aus dir empor.


Bei üblem Aussehen hassen einen die Menschen, mit übel verschlissener Kleidung hassen einen die Hunde.

Besser als eine Kuh zu töten ist, sie zu melken.

Besser ist einmal sehen als hundertmal hören.

Betrachte Deinen Geist als einen goldenen Tempel, der das ganze Universum enthält.

Bleibt der Mund still, gibt es keinen Streit.

Bleibt die Tochter still da sitzen, wird sie Dummerchen genannt, redet sie mit, wird sie als Schnatterliesel bezeichnet.

Das Herz muss Hände haben, die Hände ein Herz.

Das sauberste Wasser nährt nicht die Fische.

Das Schwein ist nicht schuld, dass sein Hals kürzer ist als der der Giraffe.

Das Wasser hat eine Quelle und der Baum hat eine Wurzel.

Der Dieb hat Talent zum Täuschen, aber der Eigentümer hat das Auge des überlegenen Wissens.

Der Dieb weiß nicht, wo Buddha sich befindet.


Der Mensch benötigt Macht, die Macht aber benötigt Grenzen.

Der Mensch ist nicht für die Bequemlichkeit gemacht.

Der Mund erzählt es dem Kragen, der Kragen dem Mantelsaum und der Mantelsaum verbreitet es über den Erdengrund.

Der Rede müssen Taten folgen, das Nähkästchen muss mit Garn gefüllt sein.

Der Sommer kommt milde wie eine Mutter, der Winter wild wie ein Feind.

Die Fliege findet in den Flammen den Tod, der Gierige kommt durch sein Verlangen ins Verderben.

Die Frau frisst nicht ihre Dienerin, sondern der Bedienstetenlohn frisst die Frau.

Die Kindlichkeit ist jener verlorene Teil der Ewigkeit, nach dem wir uns verzehren.

Die Lügen erzählt der Herr, die Strafen erträgt der Diener.

Die Rede sollte frei dahinschweben wie ein Vogel am Himmel und reizend bekleidet sein wie eine Göttin.

Die Speisen von Weideflächen essen, aber den Schafsdung in den Wald werfen.

Du hast Essen im Mund, aber die Zunge schiebt es wieder heraus.

Durch Beredsamkeit werden Schulden niemals getilgt, durch Besitzstreben wird Schlechtigkeit niemals rein.

Durch grobe Worte verursacht man Feindschaft.

Durch verlogene Worte wird kein Nutzen erreicht.

Ein Dieb in Verlegenheit tötet einen Menschen, ein Hund in Verlegenheit trinkt Wasser.


Einem Pfeiler ausgewichen, einen Holzbalken voll getroffen.

(Das Sprichwort bedeutet das Gleiche wie das Thailändische: Wer vor dem Tiger flieht, begegnet dem Krokodil, das Afrikanische: Er entfloh dem Krokodil im Wasser und traf auf dem Lande den Leoparden oder dem Marokkanischen:Er floh vor dem Loche und fiel in den Brunnen. Auf Deutsch: Vom Regen in die Traufe kommen.)

Einen Dieb für Tapferkeit auszeichnen und einen Wolf begnadigen.


Einen herbeigerufenen Hund schlägt man nicht.


Einen reinen Mund haben die Bewohnerinnen, reine Hände die Bewohner von Tsang*1.

Eine Wunde im Mund muss im Mund heilen, ein Streit im Haus sich im Haus klären.

Ein geschwätziges Mundwerk übersteht die menschliche Lebenszeit nicht.


Ein Grasblatt auf einer Holzstange bringt keine Abhilfe.
(Das Sprichwort bedeutet, dass versucht wird, mit unzureichenden oder nicht geeigneten Mitteln ein Problem zu lösen.)

Ein gütiger Mensch spricht keine groben Worte, bei gutem Verhalten entsteht kein böser Geist.


Einige denken an den Lama, einige denken an die Opfergaben.

Ein kleiner Mund, aber ein Quell von großer Tiefe.


Ein Mensch ohne Geld ist ein Bettler, ein Pfeil ohne Federn ist ein Stöckchen.

Ein Mund, zwei Zungen, ein Spruch, zwei Bedeutungen.

Ein nötiges Sprichwort verletzt das Ohr, aber das Ohr verletzende Sprichwörter bedeuten große Zuneigung.

Ein schamloser Dieb nimmt einem Menschen das Leben.

Ein strahlend lächelnder Mund kann nicht beschützen, Buttermilch trinken löscht keinen Durst.

Eintracht mit allen ist die Grundlage menschlicher Umgangsformen.

Ein verdorbener Dieb ist kein Teil der menschlichen Gesellschaft.

Erst die schwierige Arbeit bewältigen, dann das Glück genießen.

Erst werden wie ein Feuer Versprechungen gemacht um sie dann wie einen Bogen zu brechen.

Er will keine Aprikose essen, sondern nur einen Zweig abbrechen.

Es bleibt kein Rest mehr im Topf und die Schöpfkelle ist ganz sauber.

Es gibt keinen Hund, der nicht Blut mag und keinen Menschen, der nicht Reichtum mag.

Es ist besser, auf einem guten Acker zu säen als ein schönes Haus darauf zu bauen.

Es ist gut, wenn enge Freunde weit weg sind und es ist gut, wenn zwischen Nachbarn hohe Mauern sind.

Es mündlich auszusprechen, ist eine Arznei, es im Inneren zu behalten, ist Gift.

Etwas Duft bleibt immer an den Händen haften, die Blumen schenken.

Frühes Aufstehen erleichtert das Reisen, offene Rede erleichtert das Verständnis.

Für den Schmied ist die Butterherstellung schwierig, für den Butterhersteller das Eisenschmieden.

Für lang andauerndes Glück sind Mittel, für kurz andauerndes Leid Verstand nötig.

Für Väter sind Söhne das Größte, für Pfeile sind Federn das Wichtigste.

Gestohlen wird durch Bekannte, betrogen wird durch Unbekannte.

Gott trifft selbst durch das Dach des eigenen Hauses.

Hat man einen Zopf geflochten, muss man das Ende mit einem Knoten versehen.

In der Erfahrung der Liebe beginnt die Welt aufs Neue in jedem Augenblick. Die Liebe nimmt nicht, sie gibt.


In der Wirklichkeit ist kein Gedanke vollkommen isoliert. Der wahre Weltraum befindet sich im Inneren. Das, was in unserem Geist geschieht, hallt durch das gesamte Universum wider.


Indien wird durch falsche Bedenken zerstört werden, Tibet durch falsche Hoffnungen.


In Glückszeiten nicht übermütig sein, in der Leidenszeit im Herzen nicht verzagen.

In Notzeiten unterscheiden sich gute Freunde von schlechten, im Morast zeigt sich der Pferde Leistung.

Jeder Sieg, den man über sich erringt, ist wie ein Sonnenaufgang. Die Furcht und alle Sorgen hinter sich zu lassen, öffnet einen grenzenlosen Horizont.

Keiner kann seinen eigenen Kopf rasieren.


Lächeln ist das Verziehen von Haut, als Zeichnung verfehlt es nicht seinen Zweck.

Leichtgläubigkeit ist besser als Ungläubigkeit.

Lieber ein Jahr wie ein Tiger leben als 1.000 Jahre wie ein Schaf.

Man kann nicht mit einer Nadel nähen, die an zwei Enden spitz ist.

Man muss für das Boot bezahlen und dann noch für die Flussüberquerung.

Man selbst hat schwere Arbeit bewältigt, dem Genuss geben sich andere hin.

Man verleumdet einen Mächtigen und schmeichelt einem Dummen.

Mit dem Mund tötet er einen Tiger, mit der Hand schafft er keinen Floh.

Nur ein ruhendes Gewässer wird wieder klarer.

Obwohl die Reichen die Zierde des Landes sind, werden sie zuerst durch das Messer des Hungers sterben, wenn die Hungersnot kommt.

Ohne Zeltstangen kein Zelt, ohne Volk kein Erfolg.

Reden ist eine Wasserblase, Handeln ist ein Goldklumpen.


Richte deine fünf Finger zuerst auf dich selbst, dann erst auf die anderen.

Schlag einen Chinesen lange genug, und er wird tibetanisch sprechen.

Seine Herkunft zieht ihn nach oben, sein Verhalten zieht ihn nach unten.

Sein Mund ist von Adel, aber sein Benehmen ist nicht von feiner Art.


Selbst der knabbernde Hase kann sich zu Tode fressen.

Selbst Reden wie Buddha kann körperliche Verfehlungen nicht bereinigen.

Selbst wenn der Esel eine Last trägt, hat die Straße keine Kreuzschmerzen.

Stöcke und Steine können die Knochen brechen, aber Worte können das Herz zerreißen.

Tagsüber sind unterhalb aller Berge Augen, Nachts sind hinter allen Mauerecken Ohren.

Um Diebe und Räuber zu ergreifen, muss man den Anführer fassen, um Unkraut zu entfernen, muss man die Wurzel ausreißen.

Um ein Streitgespräch zu führen, braucht man innere Weite, um eine Stute zu führen, ein langes Halfter.

Unkraut vergeht nie, böse Menschen sterben nicht aus.

Viel Gerede bringt Unfrieden im Dorf, viele Pflichten geben Anlass für Gerede.

Voraussetzung für das Glück ist das Annehmen anderer, die Schlichtheit des Herzens und die Fähigkeit des Geistes, zu staunen.

Wenn das Herz standhaft ist, kann eine Maus einen Elefanten heben.


Wenn das Wasser sich nicht bewegt, wird es klar.

Wenn der Dieb schon entkommen ist, ist es zwecklos, das Messer zu zücken.

Wenn der Mund vor Zorn Feuer speit, hat die Hand keine Geduld.


Wenn du in einem Loch sitzt, musst du zuerst mit dem Graben aufhören.

Wenn du schlau sein willst, liegst du sehr schnell total daneben.

Wenn einer keine Aprikosen essen will, beklagt er deren Sauerkeit.

Wenn ein Gewässer schaukelt, schaukeln auch die Fische mit.

Wenn ein Mensch von hoher Herkunft redet wie Rohrgras, dann taugt er trotz seiner hohen Herkunft zu nichts, außer hinter der Tür als Besen.

Wenn ein Problem gelöst werden kann, braucht man sich darüber keine Sorgen zu machen, wenn es nicht gelöst werden kann, ändern Sorgen auch nichts.

Wenn ein Vielredner spricht, nicken die Berggipfel, wenn ein Schmähredner spricht, erscheinen sogar die Berggipfel sehr bedrohlich.

Wenn es bei einem Streit um Geld geht, ist Wahrheitsliebe nicht gefragt.

Wenn es keinen gibt, der Zorn hervorruft, wem gegenüber soll man Geduld ausüben?


Wenn keine Zähne mehr im Mund sind, hat die Zunge mehr Platz.

Wenn man Meinungsverschiedenheiten nicht ausräumt, ist es schwierig, ein Herz und eine Seele zusammenzubringen.

Wenn man nicht einordnen kann, ist Wissen nutzlos, wenn man nicht säen kann, bleibt der Ackerboden leer.

Wenn man sich selbst kein Glück bereitet hat, Leid fügen einem die Leute zu.

Wenn man sich selbst zu etwas verpflichtet hat, so gibt es kein Mittel, dem auszuweichen, selbst wenn man der Obrigkeit angehört.

Wer andere Menschen kritisieren will, muss sich erst einmal an die eigene Nase fassen.

Wer auf Gewinn und Vorteil zugunsten anderer verzichtet, muss Mangel und Niederlage auf sich nehmen.

Wer das Alphabet nicht kennt, dem entgeht das halbe Leben.

Wer das Stehlen im Sinn hat, wird dauernd etwas erlangen.

Wer den schwierigen Fels nicht ersteigt, kann auch die prächtige Wiese nicht erreichen.


Wer über sich selbst hinausgehen will, muss in sich selbst hinabsteigen.

Wer verspricht, was er nicht halten kann, findet an keinem Ort mehr seinen Frieden.

Wie das Kind ist auch der Weise jemand, der über alles staunen kann.

Wie kann die Hand Fische fangen, ohne dass die Füße nass werden?

Wie sich einer fühlt, merkt man am Gesang, aus welchem Tal einer stammt, merkt man an seiner Sprache.


Wir können nicht die ganze Welt mit Leder bedecken. Aber wir können Schuhe anziehen.

Wonach suchst du? Nach Glück, Liebe, Seelenfrieden? Suche nicht am anderen Ende der Welt danach, sonst wirst du enttäuscht, verbittert und verzweifelt zurückkehren. Suche am anderen Ende deiner selbst danach, in der Tiefe des Herzens.

Worte mit Gehalt sollte man anhören, Kühe mit Euter sollte man melken.

Wo sich das Glück ankündigt, dort bringen Sprüche der bösen Vorahnung nur Übel.

Wünscht einer Essen für seinen Mund, muss er mit den Händen ans Werk gehen.

Wurde eine Krähe getötet, jammert der Rabe.

Zum Reden geht die Sonne auf, zum Handeln wird es finster.
*1 Tsang= Eine zentrale Provinz im Hochland des alten Tibets.