Logo Sprichworte der Welt
____________

Wetterkarte

Diese Internetseite wird mehrmals wöchentlich aktualisiert und ergänzt. Diese Internetseite erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und alle Angaben sind ohne Gewähr.
Alle enthaltenen Informationen sind bestmöglich und so genau wie möglich wiedergegeben. Falls trotzdem Angaben ungenau sind oder nicht den Tatsachen entsprechen, bitte ich um eine Benachrichtigung.

____________



Sprichworte aus dem Jemen

Flagge Jemem
Wappen Jemen
Jemenitische Flagge
Jemenitisches Wappen
Der Jemen ist ein Staat in Vorderasien, im Süden der Arabischen Halbinsel am Golf von Aden, dem Arabische Meer und dem Rote Meer. Er hat eine 2400 Kilometer lange Küste und ist mit einer Fläche von 528.076 km² ca. anderthalbmal so groß wie Deutschland, hat aber nur 25,408 Mio. (2013) Einwohner.

Der Nordjemen wurde am 30. Oktober 1918 vom Osmanisches Reich und der Südjemen am 30. November 1967 von Großbritannien unabhängig. Am 22. Januar 1990 wurde die Grenze zwischen beiden Staate geöffnet und am 22. Mai 1990 schlossen sich die Arabische Republik Jemen (Nordjemen) und die Volksdemokratische Republik Jemen (Südjemen) zur Republik Jemen zusammen. Der erste gesamtjemenitische Präsident wurde Ali Abdullah Salih, der seit 1978 die Arabische Republik Jemen regierte.

Rund 97 Prozent der Einwohner sind Araber. Der Rest ist äthiopisch-afrikanischen Ursprungs, pakistanische oder indisch-muslimische Gastarbeiter und ethnische Somali, von denen viele schon länger im Lande leben.

   Quelle: 
  http://de.wikipedia.org/wiki/Jemen

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Allah helfe dir den Berg hinauf, herunter rollt man von selbst.

Alle Genussmittel sagen zum Brot: Du bist unser Herr.


Alles Kleine ist Schönheit, selbst die jungen Hunde.


Arbeite wie eine Ameise und du wirst Zucker essen.


Aus den Augen, aus dem Sinn.


Bemitleide den Fremden, auch wenn er reich ist.


Besser ein hässlicher Flecken als ein offen sichtbarer Riss.


Besser Menschenkot auf dem Kopf tragen als anderer bedürfen.

(In vielen Wüstengebieten wird der Kot von Tier und Mensch in der Sonne getrocknet und später als Brennstoff genutzt. Getrocknet wird er oft in Kisten auf dem Kopf transportiert. Das sind einfache und oft schmutzige Arbeiten, die von ärmeren Bevölkerungsschichten ausgeführt werden. Es ist immer noch besser, von solcher Arbeit leben zu können, als auf andere angewiesen zu sein.)

Bist du reich, so magst du bürgen, hast du viel Zeit, so magst du Zeuge sein, und bist du zuverlässig, so übernimm die Verwahrung einer Sache.


Das Leben ist lernen, wenn du selber nicht ein Wolf wirst, so fressen die Wölfe dich.


Das Schweigen (des Angeklagten) macht den Richter machtlos.


Das Tor, das sich nicht zum Almosengeben öffnet, öffnet sich den Ärzten.


Das Unglück der Menschen kommt von den Menschen.


Das Wesen der Ochsen zeigt sich, wenn sie unter dem Joche (bei der Arbeit) sind.


Dem Schamhaften geht es schlecht, und dem Schamlosen ist wohl.


Den Edlen schmerzt die Rede, den Elenden nicht.


Der Bauch kennt keine Verpflichtung.


Der Besitzer des Hauses weiß, wer darin ist.


Der Blinde isst und wird nicht satt.


Der Brief ist wie das Antlitz des Abwesenden.


Der Dieb und der Bestohlene kommen beide in die Hölle.
(Der Dieb, weil er gestohlen hat, der Bestohlene, weil er durch seine Nachlässigkeit den Diebstahl erst möglich gemacht hat.)


Der Erbe hackt Holz auf dem Dach.
(Der Erbe beschädigt so das Dach. Da er das Erbe nicht selbst erarbeitet hat, weiß er es nicht angemessen zu schätzen und beschädigt das Erbe.)


Der Faden der Lüge ist kurz.


Der Frohe lauscht unbekümmert der Klage, aber die Klagende findet Trost.


Der Genosse der Nacht sticht den Genossen des Tages aus.


Der Geschickte kommt leer vom Markte zurück.

Der Herr der Menschen ist ihr Diener.


Der Hungrige kann ausgehen, der Unbekleidete aber nicht.


Der Laden wünscht, dass sein Besitzer hinke.
(Wenn der Ladenbesitzer hinkt und schlecht zu Fuß ist, wird er nicht oft weggehen. Die Anwesenheit des Besitzers im Laden lässt die Geschäfte besser gehen.)


Der Schweigende erhält das Doppelte.


Der Sinn der Mutter geht auf das Kind, und der Sinn des Kindes auf dumme Streiche.


Der Stein ist vom Boden, aber das Blut ist von deinem Kopf.


Der Taugenichts bringt Feindschaft selbst zwischen dem Ochsen und seinem Futter.


Der Tod ist wie der Tau, der jedes Dach befeuchtet.
(Der Tod kommt in jedes Haus, genau wie der Tau auf jedem Dach liegt.)

Der Überrest von etwas Edlem ist besser als etwas Neues.


Der Unterdrücker stirbt nicht, ehe hundert von ihm Unterdrückte umgekommen sind.


Der verdient zu frieren, der seine Decke verloren hat.


Der Verheiratete freut sich nicht, und dem Junggesellen geht es nicht gut.


Die Frau hat zwei Taschen, eine aus Leder, eine aus Sieb.

(Da die Frau allgemein für undankbar gehalten wird, tut sie alles Gute von ihrem Mann in die Tasche mit dem Sieb.)


Die Nebenfrau wischt mit der Katze ab.


Die See ist das Leben und der Tod.


Die Tür des Zimmermanns ist gebrochen.


Die Verheiratete Frau ist eine Königin und die, die ins Vaterhaus zurückkehrt, eine Verrückte (Teufelin).


Die Zuneigung des Richters ist wichtiger als die Menge der Zeugen.


Du spielst mit einer Schlange und nennst sie einen Wurm.


Ein Ausländer sollte wohlerzogen sein (sich gut benehmen).


Eine Arbeiterin liebt nie eine andere Arbeiterin.


Eine Frau hat immer eine Entschuldigung unter ihrer Zunge.


Eine Frau ist eine Frau, auch wenn sie die Flöte spielt.

(Das bedeutet, eine Frau verhält sich laut, auffällig und unweiblich.)


Eine klare Zunge zu haben ist besser, als Waren haben, mit denen du nicht gut umgehen kannst.


Einer kann zerstören, was Tausende von Töpfer herstellen.


Ein Freund in der Not ist ein wahrer Freund.


Ein hungriger Hund frisst seine eigenen Exkremente.

Ein kluger Mann braucht nur eine Geste.


Ein kranker Mensch ist ein Gefangener.


Ein Maultiertreiber weiß nichts vom Gestank seiner Tiere.

Ein mürrischer Mann ist besser als Witwenschaft.


Einschüchterung ist die Hälfte des Kampfes.


Ein Vogel in der Hand ist mehr wert zehn in einem Baum.

(Ähnliche Sprichworte mit dem gleichen Sinn auch in Arabien, Bosnien, Irland, Deutschland, Griechenland und den Juden)

Ein weißer Piaster für einen schwarzen Tag.

Es ist besser geflickte Kleider zu tragen, als ohne Kleider oder entblößt zu sein.


Es ist wichtiger, dass der Markt gut ist als die Ware.


Graues Haar wegen des hohen Alters zu haben ist keine Schande.


Hundert Nadeln geben noch keine Sichel.


Hundert verdient nur, wer neunzig ausgibt.


In den Augen der Mutter ist ein Affe wie eine Gazelle.

In eine Geschichte zwischen zwei Menschen sollte kein Dritter hineinkommen.


In seinem eigenen Haus der Fuchs ist ein Löwe.


Jede Krankheit beginnt im Magen.


Jeder ist ein König in seinem eigenen Haus.


Kämpfe gegen keine Frau und schieben keinen Esel Weg.

(In beiden Fällen wird man wahrscheinlich den kürzeren ziehen.)


Keinen Seufzer wird dein Feind hören und sich freuen.


Kindererziehen ist Eisenkauen.


Küsse lieber den Schuh deiner Frau im Haus als den Bart deines Schwiegervaters auf dem Markt.
(Eheprobleme sollte man zu Hause lösen)

Lass niemand in dein Haus, der es mit allen deinen Neuigkeiten verlässt.


Lege Feigen zu Feigen.

(Wie du mir, so ich dir, wenn du nichts über mich erzählst, erzähle ich nichts von dir.)


Lügen erfordern Wachsamkeit, Ehrlichkeit lässt dich entspannen.


Meine Faust ist in seinem Mund, seine Faust ist in meinem Auge.

(Das Sprichwort bedeutet, der eine hat 6 und der andere ein halbes Dutzend, das Gleich mit anderer Bezeichnung.)


Mein Esel ist mir lieber als das Pferd der Regierung.


Meine Tochter, solange wie du ruhig bist, wird viel Geld für deine Ehe gezahlt.


Meister dein Schicksal mit Ehrlichkeit.


Mit deiner Ehrlichkeit bezwingst du dein Schicksal.


Nimm den Schuldner bei der Hand und den Bürgen beim Bart.


Nur das Kamel kann eine Last auf zwei Seiten vertragen.


Renne nie dem Geld hinterher, wende ihm den Rücken zu, dann wird es dir hinterherrennen.

Sattsein macht aufspringen, Hunger lässt niederhocken.

Schlage den Sattel und der Esel wird verstehen.

(Das bedeutet, etwas durch die Blume zu sagen, etwas nur indirekt andeuten aber nicht direkt aussprechen.)


Sieh zu deinem nahen Nachbar anstatt zu deinem fernen Bruder.


Stellen der Bedingungen, bevor du einen Vertrag machst, ist besser als Argumente in der Mitte der Arbeit.


Streite nicht mit einer Frau und drücke keinen Esel weg.


Tritt an die Gefahr heran, dann bist du vor ihr sicher.

Verkaufe deine Ware, solange sie dir noch lieb ist.

Von einem Pfund des Gespräches, eine Unze des Verstehens.


Wähle deine Nachbarn, bevor du dein Haus auswählst.


Wahrheit ist wohltätig.


Wann bist du am glücklichsten? Wenn dein Wort Anerkennung findet.


Was aus der Küche herabgeht, kommt aus dem Stall wieder herauf.

Was du säst, das wirst du ernten
.

Wen du liebst, dem setz dich gegenüber, wen du hassest, dem setz dich zur Seite.


Wenn der Mann alt wird, biete ihm ein junges Mädchen an, wenn die Frau alt wird, werfen sie in den Abfall (auf den Schutt).

(Eine alte Frau kann keine Kinder mehr bekommen, ein alter Mann wird bei einem jungen Mädchen aber wieder aktiv.)


Wenn der Mund nicht flucht, flucht das Herz.

Wenn die Stammesangehörigen deine Tür kennen, änder deinen Türklopfer.

Wenn die Ursache erscheint, verschwindet das Erstaunen.


Wenn die Zeit vergangen ist, gibt es keinen Punkt zum Vorbereiten.


Wenn du deinem Mann während der Hochzeitswoche Vertrauen schenkst, wird er dir sein Vertrauen für immer schenken.


Wenn du den Menschen Nüsse gibst, werden sie die Schalen auf dich werfen.


Wenn du etwas verlierst, wirst du irgendwann etwas bekommen.


Wenn du Honig hast, leck den Topf nicht sauber.


Wenn reden Silber ist, ist Schweigen Gold.

(ähnlich Sprichwort in vielen Ländern.)

Wen Vater und Mutter nicht erzogen haben, den werden Tage und Nächte erziehen.


Wer allein ist, der schlage sich den Schädel ein.

Wer dir über andere zuträgt, der trägt auch zu über dich.


Wer ein gutes Herz hat, lebt zufriedener.


Wer gut isst, ist fähig, einer Armee ins Gesicht zu sehen (gegenüberstehen).


Wer heute stirbt, ist sicher vor der morgigen Sünde.


Wer keine Arbeit hat, sollte nach einem Kamel suchen.


Wer mit dem Streit beginnt, ist näher an der Reue.


Wer oben steht, kann Steine werfen.

Wer sich in die Ecke setzt, sucht Zank.


Wer sich ins Böse begibt, wird von ihm erschlagen.


Wer sich seine Leiden immer vor Augen hält, stirbt daran.


Wer sich selbst nicht hilft, kann anderen nicht helfen.


Wer Waffen trägt, wird von ihnen getötet.


Wer während des Mittagessens lügt, wird nicht zu Abend essen.


Wer zwei Stufen auf einmal nimmt, fällt hin.


Wessen Geld zunimmt, ist unzufrieden mit seiner Frau.


Wo viele Hähne sind, ist die Nacht vorbei.


Zum Schluss erbt der gehasste Sohn alles.