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Armenische Sprichworte
Flagge Armenien
Wappen Armenien
                         Flagge von Armenien                                      Wappen von Armenien

Armenien ist ein Binnenstaatin Vorderasien. Es ist im Kaukasus zwischen Georgien, Aserbaidschan, dem Iran und der Türkei.

Der Name Armenien wird 521 v. Chr. auf einer dreisprachigen Inschrift erstmals erwähnt, auf persisch „Arminia“. Bis 331 v. Chr. wurde das Land von den Persern beherrscht, bis Alexander der Große die Perser besiegte. Danach kam Armenien unter den Einfluss der Seleukiden, Römer, Hellenen und der Sassaniden. Zeitweise war es auch ein selbstständiges Königreich.

Trdat III. erklärte 301 n. Chr. das Christentum zur Staatsreligion und machte Armenien damit zum ersten christlichen Staat der Welt. Nach etlichen Kriegen kam Armenien unter wechselnde fremde Einflussbereiche und schließlich unter die Herrschaft der Osmanen. Als Folge des Russisch-Persischen Kriegs von 1826–1828 kam Armenien unter die Oberhoheit des Russischen Reiches.

Von 1918 bis 1920 existierte die unabhängige Demokratische Republik Armenien. 1920 teilten die Türkei und Sowjetrussland Armenien unter sich auf und fixierten dies im Vertrag von Kars vom 23. Oktober 1921. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 erhielt der sowjetische Teil Armeniens seine Unabhängigkeit. Der größere westliche Teil des historischen Siedlungsgebietes der Armenier blieb unter türkischer Herrschaft.


   Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Armenien

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Alle Reichtümer kommen aus der Erde.

Als der Fuchs die Trauben nicht erreichen konnte, sagte er: Die sind noch nicht reif.

Als die Gehirne verteilt wurden, war er in der Scheune.

Als ich Appetit hatte, hatte ich keinen Pilaw
*4, jetzt da ich Pilaw habe, habe ich keinen Appetit.

Als ich jung war, fürchtete ich die Alten; als ich älter wurde, fürchtete ich die Jungen.


Als man dem Wolf das heilige Buch vorgelesen hat, sagte er: Beeilt euch, die Herde geht weg.

(dts.: Die Worte sind gut, sprach der Wolf, aber ich komm ins Dorf nicht.)


An den Sünden des Schuldigen leidet der Unschuldige.


An der Schwelle des Todes bittet ein Mann um das Fieber.


Arbeit ist wie ein Esel: Steigst du auf, geht er, steigst du ab, steht er.

Ärgert er sich, schlägt mich mein Meister, ärgere ich mich, schlägt mich mein Meister.

Auch der Hund des Nachbarn muss gut sein.

Auch der wohlerzogene Wolf wird kein Lamm.

Auch ohne dass der Hahn kräht, wird der Tag dämmern.

Auch wenn tausend Weiber herumstehen, die Wehen hat die Gebärende.


Auf den Streit folgt Frieden.


Aus dem See komm ich heraus und ertrinke in einem Löffel Wasser.


Aus derselben Blume zieht die Schlange Gift und die Biene Honig.

Bei allzu großer Freude gehe auf den Friedhof; und ist dein Herz übervoll an Leid und Kummer, so gehe auch dorthin.

Beobachte die Mutter und nimm die Tochter.


Beratung ist ein kostenloses Geschenk, das teuer werden kann für den, der es bekommt.


Berge sind keine gegenseitige Stütze, Menschen schon.

Berg und Berg kommen nicht zusammen, aber Mensch und Mensch.
(dts.: Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber Menschen.)

Besser ein König fällt vom Thron als ein Kind aus der Wiege.


Bestechungen erleuchten dunkle Pfade.

Bevor den Menschen der Schmerz nicht brennt, fällt aus seinem. Auge keine Träne.

Bevor der Frühling nicht kommt, wird der Baum nicht blühen.

Bevor du dem Hunde nicht einen Knochen hinwirfst, schweigt er nicht.

Bevor du den Kummer nicht siehst, wirst du keine Freude sehen.

Birnen haben Stiele, Menschen haben Fehler.

Bis das Salz kam, war der Matagh
*3 aufgegessen.

Bis der Dicke dünn wird, ist der Dünne schon tot.

Bleibe da, wo's Brot gibt.

Blind kommen wir zur Welt, blind gehen wir hinaus.


Das Auge kann noch einmal so groß werden, aber es wird doch nicht über die Brauen hinaus wachsen.

Das Ende jedes Streites ist die Reue.


Das Feuer verbrennt den Ort, wo es einschlägt.

Das Flüstern zerstört Häuser.


Das Gesetz ist für die Reichen, die Strafe für die Armen.

Das Glück besucht dich nur einmal.

(dts.: Es kommt manchem das Glück vor die Tür, wenn er nur auftäte, eh es weiterläuft.)

Das Gold ist klein, sein Wert groß.


Das Haus, welches die Frau erbaut, wird Gott nicht zerstören, aber die Frau ist imstande, das Haus zu zerstören, welches Gott erbaut hat.


Das helle Gold ist für den dunkeln Tag.

Das Huhn verpfändet man nicht für eine Gans.

Das Kind wird weinend groß.


Das Kleinkind wächst, indem es weint.

Das Küchlein zeigt sich im Ei, das Kind in der Wiege.

Das Schwert Gottes schneidet spät, aber tief.


Das Schwert tötet einen, die Zunge eine Armee.

Das Wasser, in dem ich ertrinke, ist für mich ein See (nenne ich Ozean).

Das Wasser wird schon seinen Weg finden.


Dem Feigen ist nachts die Katze ein Biest.


Dem Jüngeren das Wasser, dem Älteren das Wort.

Den guten Ochsen erkennt man im Joche, die gute Frau an der Wiege des Kindes.

Den Krüppel macht das Grab gerade.


Den Kummer des Armen versteht nur der Arme.


Den Menschen erkennst du erst, nachdem du mit ihm ein Fass Salz gegessen hast.

Den Stummen versteht Gott.

Der Alte ist die Säule im Haus.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
(auch in Deutschland und Slowenien, Kinder beobachten ihre Eltern und folgen ihrem Verhalten.)

Der Armenier hat den Verstand im Kopfe, der Georgier im Auge.

Der Bär zürnt dem Walde, aber der Wald weiß nichts davon.


Der Baum sagt zu der Axt: „Du könntest mich nicht fällen, hätte ich dir nicht den Stiel gegeben
(wenn der Stiel nicht von mir wäre).“

Der Blinde hat keinen höheren Wunsch, als zwei Augen zu haben.


Der Dieb wünscht nichts mehr als eine dunkle Nacht.


Der entschlüpfte Fisch scheint immer groß zu sein.

Der Esel kann auf siebenerlei Arten schwimmen, aber wenn er Wasser sieht, vergisst er sie alle.

Der Faulpelz ist beim Essen gesund, doch bei der Arbeit krank.


Der Fluch findet zum Fluchenden zurück.


Der Freund, der mir nicht hilft, und der Feind, der mich nicht verletzt, sind ein Paar Ohrringe.

Der Frühling kommt nicht (nur) mit einer Schwalbe.


Der Fuchs hat die Welt zerstört und der Wolf deshalb seinen Ruf verloren.

Der Fußgänger lacht über den Reiter.

Der Fußtritt des Esels kann nicht kränken.

Der Gast ist der Esel des Gastgebers.

Der Gast kommt von Gott.

Der Gebieter der Frau ist der Mann, der Gebieter des Mannes sind seine Schulden.


Der Geizige ist einäugig, der Ehrgeizige ist blind.


Der gelehrte Fuchs fällt mit beiden Füssen in die Falle.


Der Glaube muss von innen kommen; was von außen kommt, ist kein Glaube.


Der Großvater hat unreife Weintrauben gegessen, da bekommt der Enkel stumpfe Zähne.


Der Hahn sagte: Ich krähe, doch ob es Tag wird oder nicht, geht mich nichts an.


Der Jugend Augen sind verhangen.

Der Jugend Sinn ist wie eine Mühle ohne Wasser drin.

Der Jugend Wasser fließt aufwärts.

Der Jugend Wind wirbelt hoch oben.

Der Junggeselle hat einen Schleier vor seinen Augen.

Der Kinderlose hat eine Sorge (einen Kummer), der mit Kindern tausend Sorgen (hat tausend).


Der Lügner muss seine Zunge im Zaum halten.

Der Mensch schläft, seine Sünden sind wach.


Der Nachtigall Gesang ist dem Esel ein Gebrüll.

Der Narr ist nie unglücklich; der Weise ist nicht immer glücklich.

Der Reichtum der Welt bleibt in der Welt.


Der Reichtum des Vaters ist eine Motte für den Sohn.


Der Samen, den die Krähe erblickt hat, sprießt nie.


Der Scherz wird zum Schmerz.


Der Schuster geht ohne Schuhe.


Der Täter bleibt nie ungestraft.


Der Täter kommt davon, der Schwätzer nicht.


Der Tor hat sich in den Brunnen gestürzt und vierzig Kluge konnten ihn nicht herausziehen.

Der Tritt eines ruhigen Pferdes ist am stärksten.

Der Türke sagt: „Erst essen, dann reden“, der Armenier: „Iss und sprich zur gleichen Zeit.“

Der Wein geht rein, das Geheimnis kommt raus.


Der Wein sagte: „Wie viel Gutes ich stiftete, weiß ich nicht, aber das Unheil, das ich angerichtet habe, ist grenzenlos.“

Der wohlerzogene Wolf wird kein Lamm (Schaf).


Der Wolf hat ein Schaf geraubt, wehe dem Bauer, wenn er nur eins hatte.

Der Wolf wechselt wohl seine Wolle, doch nicht sein Wesen.

Der Zahn ist uns wert, aber wenn er uns das Leben verleidet, ziehen wir ihn heraus und werfen ihn fort.

Der Ziegenbock zieht einer ganzen Herde Schafe einen Ziegenbock vor.

Der Zornige wird bald alt.

Des Esels Grab ist des Wolfes Wanst.

Des Esels Sturheit befällt ihn auf der Brücke.


Des Fuchses letztes Loch ist des Pelzhändlers Laden.

Des Lügners Haus fing Feuer, niemand wollte es ihm glauben.


Des Lügners Verdienst ist, dass man ihm nicht glaubt, auch wenn er die Wahrheit spricht.


Des Prahlers Schein ist Trug, und was er spricht, ist Lug.


Des Sünders Dornen sind auf seiner Matratze.


Die Ameise ist winzig, aber sie schleicht dem Löwen ins Ohr.

Die Augen der Reichen sind trübe.

Die Augen würden sich auch nicht miteinander vertragen, wenn die Nase nicht dazwischen wäre.


Die Blume, die mit Gewalt aufgebrochen wird, verliert ihren Duft.


Die Blume fällt unter den Strauch.


Die Blumen, die auf den Gipfeln der Berge blühen, würden ihren Platz niemals mit der Gartenrose tauschen.


Die Gurgel ist deswegen geringelt, damit das Wort nicht zu schnell herauskomme.


Die Hoffnung hat die Welt aufgezehrt.

Die Hunde bellen*1 (Der Hund bellt), aber die Karawane zieht weiter.

Die Hunde bellen (Der Hund bellt), die Karawane zieht weiter.
Die Hunde bellen (Der Hund bellt) und die Karawane zieht weiter.
(Sich nicht um das Gerede von Kritikern und anderen kümmern, sondern unbeirrt von Widerstand die eigenen Ziele weiter verfolgen.)
International verbreitetes Sprichwort (deutsch, spanisch, indisch, kurdisch, türkisch), wahrscheinlich türkischen Ursprungs.

Die Hunde bellen*1 (Der Hund bellt), der Wind weht.

Die Hunde zanken miteinander, aber gegen den Wolf sind sie einig.

Die Jugend genießt, das Alter büßt.

Die Katze, die viel miaut, fängt keine Mäuse.

Die Köpfe von zwei Brüdern gehören nicht ins selbe Grab.

Die Lüge hat keinen Weg.

Die Lüge ist der Armen Kapital.


Die Lüge kann Beine bekommen, sie kann aber nicht weiterkommen.


Die Lüge zerstört des Lügners Haus.


Die Mitgift, die eine Frau ins Haus bringt, ist eine Glocke: Sooft du daran vorbeigehst, schlägt dir der Klöppel ins Gesicht.

Die müßige Hand liegt auf leerem Bauch.

Die Mutter des ängstlichen Kindes ist unbesorgt.

Die Mutter, die eine Tochter hat, bringt die Hand nicht aus dem Geldbeutel.

Die Nachricht hörst du von Kindern, Narren und Frauen.

Die rote Kuh wird ihr Fell (ihre Farbe) nicht ändern (wechseln).

(Manche Menschen ändern sich nicht (nie).)

Die Schlange krümmt sich überall, aber geht ausgestreckt in ihr Loch.

Die Schlange wechselt wohl die Haut, doch nicht die Art.


Die Schöne hat den Schein, die Hässliche ist dein.

Die Schuld wird zum Floh und kommt ins Haus, dann zum Kamel und geht nicht mehr hinaus.

Die Sonne wird nicht hinter der Wolke bleiben.

(dts.: Lügen haben kurze Beine., aus Afrika: Der Weg des Lügners ist kurz.)

Die Strafe für einen schlechten Vater ist der schlechte Sohn.


Die Tür der Schulden ist immer offen.


Die Wahrheit muss im Scherz gesagt werden, denn im Ernst kommt sie zu teuer.


Die Welt ist eine Treppe, auf der der eine aufwärts, der andere abwärts steigt.


Die Welt ist ein Fettschwanz und der Mensch ein Messer.


Die Welt ist ein Topf, der Mensch ein Löffel darin.


Die Welt ist ein Wetzstein und der Mensch ein Messer.


Die Wunde, die ein Dolch sticht, heilt; aber was die Zunge verwundet, heilt nie.


Die Wunde gibt nur dem Verwundeten Schmerz.


Die Zeit ist Silber.


Die Zwiebel lässt sich schälen, solange man sie schält.


Drinnen ein Verwandter, draußen ein Feind.


Durch Flöheschinden kommt man nicht voran.


Durch Nachfragen kommt man nach Jerusalem.


Durch Worte allein kommt es nicht zur Freundschaft.

Eh der Frühling kommt, blüht kein Baum.

Ehe der Dicke mager geworden, ist der Magere schon tot.


Ehe der Kluge seine Sache überlegt, hat der Dumme die Seine schon ausgeführt.


Ehe die Quelle versiegt, schätzt man das Wasser nicht.


Eher als du das begreifst, wird der Schweif des Kamels bis an die Erde reichen.


Eifert man mit dem Nachbar, bringt man Unheil über sich.

Eifer und Handwerk sind Brüder.


Ein alter Nachbar gehört mit zum Verwandtenkreis.


Ein bellender Hund lockt Wölfe zur Herde.


Ein Bruder isst des anderen Bruders Fleisch, doch wirft er die Knochen nicht weg.

Ein Bruder wünscht dem anderen das Schlimmste, nur nicht den Tod.

Ein Dieb bestahl den anderen, und Gott wunderte sich darüber im Himmel.

Ein Dieb hat vom anderen Dieb gestohlen, Gott hat`s gesehen und war erstaunt.


Eine aufrechte Wand stürzt nicht ein.


Eine Blume macht keinen Frühling.

(in Deutschland: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Ähnlich auch in vielen anderen Ländern.)


Eine Frau ist wie der Mond, in manchen Nächten ist sie silbern, in anderen golden.


Eine gewaltsam aufgebrochene Rose hat keinen Duft.


Eine Hand klatscht nicht.


Eine Hand wäscht die andere und beide das Gesicht.

(Ursprünglich aus „Apocolocyntosis“ (Verkürbissung) von Seneca im Sinne von Veräppelung. Original lat.: „Manus manum lavat“ Die Fortsetzung lautet: . . gib etwas und du bekommst etwas. Wurde zum Sprichwort auch in Deutschland, Kuba und anderen Ländern.)

Eine kleine Maus kann große Gefäße verschmutzen.


Einem Kinde, das noch nicht geboren ist, soll man keine Kleider machen.


Ein erfahrener Teufel ist besser als ein unerfahrener Engel.


Einer kann den Namen von Tausenden besudeln.


Einer kann den Ruf von Tausenden verderben.


Ein Ertrinkender wird nach jedem Strohhalmen greifen.


Eine schlechte Tat erzeugt eine andere.


Eine Tochter ist ein Schatz, der einem anderen gehört.


Ein feiger Hund taugt nicht zur Jagd.


Ein Freund, der mir nicht hilft, ein Feind, der mir nicht schadet, sind ein Paar Ohrringe.


Ein Großmaul ist ein Tunichtgut.


Ein guter Schwimmer findet sein Ende im Wasser.


Ein gutes Lamm ist für den Matagh*3 bestimmt.

Ein gutes Mädchen ist mehr wert als sieben Jungen.

Ein Hund wird wegen einer Wunde nicht sterben.


Einigkeit macht stark.

(dts.: Keine festere Mauer denn Einigkeit.)


Ein Kalb wird nicht unter einem Ochsen gefunden.


Ein Kleid, welches man nicht trägt, trägt sich von selbst ab.


Ein kluger Feind ist besser, als ein dummer Freund.


Ein König muss der Krone würdig sein.


Ein Krug mit Löchern hält kein Wasser.


Ein leerer Karren macht viel Lärm.

Ein leeres Fass macht viel Lärm.


Ein Löwe fängt keine Fliegen.


Ein Mädchen aus einer goldenen Wiege bleibt nicht lange im Haus ihres Vaters.


Ein Maultier kann auf sieben verschiedene Arten schwimmen, aber in dem Moment, wo er das Wasser sieht, vergisst er sie alle.


Ein mit Gold beladener Maulesel ist bei jedem Schloss willkommen.


Ein Nachbar ist des anderen Nachbar Spiegel.


Ein naher Nachbar ist besser als ein weiter Verwandter.


Ein Narr wirft einen Stein in den Brunnen, wo vierzig Kluge ihn nicht wieder herausholen können.


Ein raffinierter Fuchs fängt sich mit beiden Füßen in der Falle.


Ein schlechter Hund frisst weder selbst, noch gibt er es anderen.


Ein schlechter Tag bessert sich, ein schlechter Mensch nicht.


Ein Schmerz im Fuß ist bald vergessen, ein Schmerz im Kopf ist es nicht.


Ein schwarzer Hund wird nie weiß.


Ein Verstand ist gut, zwei sind besser.


Ein zahmes Kalb saugt sieben Kühe.


Ein zürnendes Herz und ein strömender Fluss sind sich gleich.


Er gab ihm das Gold und wurde ihm hold.


Er selbst ist klein, sein Maul ist groß.


Erst denken, dann reden.


Er steigt vom Pferde ab und setzt sich auf den Esel.


Er stiehlt dem Landarbeiter die Sense aus der Hand.


Erst wer lesen kann, ist ein Mensch.


Er sucht den Esel,während er auf ihm sitzt.


Erwähne den Namen des Hundes und nimm schon mal den Stock in die Hand.

(Deutsches Sprichwort mit ähnlicher Bedeutung: Wenn man vom Teufel spricht, erscheint er.)

Erwärmst du die kalte Schlange, beißt sie dich zuallererst.


Es beißt kein Bracke
*2 eine Bräckin.
(dts.: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.)

Es gibt nur ein Schwert, das niemals rostet: die Zunge einer Frau.


Es ist besser, der Kopf einer Ameise zu sein, als der Schwanz eines Löwen.

(ähnlich aus Italien)


Es ist besser etwas gehabt und verloren zu haben, als es nie besessen zu haben.


Es ist besser, mit einem vernünftigen Steine zu tragen, als mit einem Verrückten Pilaw
*4 zu essen.

Es ist besser, Steine mit einem klugen Mann zu tragen, als die Mahlzeit von einem Irren zu akzeptieren.


Es ist die Säule, die das Haus trägt.

Es ist unnütz, vor dem Blinden eine Kerze anzuzünden.

Fange mit dem Kleinen an, damit du das Große erreichst.


Feiert dein Nachbar Hochzeit, öffne deine Türen weit.


Feuer und Watte verweilen nicht am selben Ort.

Fliegt der Vogel weg, fängst du ihn nie wieder.

Frauen sind Katzen: Wer sie umschmeichelt, an den kletten sie sich.


Früh aufstehen ist noch nicht alles, wohl aber Gottes Hilfe.


Fünf Minuten Hilfe sind besser als zehn Minuten Mitleid.


Fürchte das Wasser, welches weder rauscht noch schäumt.


Für das, was die Sonne über Tag sieht, schämt sie sich beim Untergehen mit einem Erröten.


Für den Blinden ist Dunkelheit eine Ausrede.


Für die Katze ist es ein Spiel, für die Maus der Tod.


Für die siechen Augen ist Rauch eine Ausrede.


Für jeden Menschen ist der eigene Kummer so groß wie ein Kamel.


Gehe nach Hause, sagen sie, wenn der Tisch gedeckt, und in die Kirche, wenn sie bald aus ist.


Gehst du irgendwo hinein, so bedenke erst, wie du hinaus kommst.


Geld ist Schmutz an den Händen, es wäscht sich ab.


Gelegenheiten kann man nicht kaufen.

Gib das Almosen so, dass es auch dein Hemd nicht erfährt.

Gib dem, der die Wahrheit spricht, ein Pferd, damit er schnell entkommen kann.


Gib, fürchte dich nicht, nimm, schäme dich nicht.


Glaube nicht dem hinkenden Hund.


Gott beschenkt jeden nach seinem Herzen.


Gott hat Mann und Weib geschaffen, wer hat denn die Priester geschaffen?


Gott steht auf der Seite der Reichen.

Greise und Kinder sind sich gleich.

Halte dich von Zwergen fern, denn Gott hat sie aufs Haupt geschlagen.

Hast du die Hälfte verloren und hörst dann auf, so ist es schon ein Gewinn.


Hast du einen Nachbarn, zieh um.


Hat der Wolf das Schaf gesehen, ist es um das Schaf geschehen.


Hätte die alte Jungfer Glück, fände sie beim Fegen einen Stachel.


Hunde, die sich gegenseitig bekämpfen, tun sich gegen einen Wolf zusammen.


Hundegebell kann die Kirche nicht entweihen.

Ich bin der vom Kloster, aber er predigt mir.

Ich kenne viele Lieder, aber ich kann nicht singen.


Ich pflanze den Baum, damit er mir Schatten gebe.


Im Haus ohne einen Alten stellt man einen Stein hin.

Im Traume sieht der Hungrige Brot, der Durstige Wasser.

Im Wasser hat der Fisch keinen Wert.


In den Augen eines Dummen sind auch die Klugen dumm.


In der Stille gibt es auch einen Sinn.


In einer herrenlosen Kirche wird der Teufel Herr.


In guten Tagen hat man viele Freunde.


Ins Paradies, in das ich nicht gehe, lass die Esel gehen.


Iss mit deinem Freund, aber mach keine Geschäft mit ihm.


Isst ein Reicher eine Schlange, so heißt's, es ist Arznei; tut's der Arme, so heißt's, er hat Hunger.


Ist dein Nachbar friedlich, ist auch dein Haus friedlich.


Ist der Dorfschulze wohlgesinnt, heiratet jeder, ob lahm oder blind.


Ist es um mich gut bestellt, was kümmert`s mich, wer bellt.


Jeder Berg hat einen Niedergang und einen Aufgang.


Jeder kennt den eigenen Schmerz.


Jeder leitet das Wasser zur eigenen Mühle.


Jeder Mann hat in seinem Herzen einen schlafenden Löwen.


Jedermann ist bemüht, seinen eigenen Baum zu wässern.


Jedermann ist darauf aus, sein eigenes Leinen zu färben.


Jedermann ist hinter seinem eigenen Gewinn her.


Jedermann kratzt, wo es ihm juckt.


Jedermann schürt das Feuer unter seinem eigenen Kessel.


Jedermanns Kummer gilt ihm allein.


Jedermanns Kummer scheint ihm ein Kamel.


Jedermann trauert um den eigenen Toten.


Jedermann treibt den eigenen Esel voran.


Je mehr der Baum Früchte hat, desto mehr neigt er seinen Wipfel zur Erde.


Je mehr du nach dem Hunde Steine wirfst, desto mehr bellt*1 er.


Je mehr Obst der Baum trägt, je (desto) tiefer hängt der Kopf.


Je mehr Steine man auf den Hund wirft, desto mehr wird er bellen*1.


Kann man fasten mit einem Kuchen in der Hand?


Kannst du nicht reich werden, so werde der Nachbar eines reichen Mannes.


Kaum noch ein Hahn, kräht er schon.


Kehrt der Esel auch ohne Sattel zurück, ist es doch ein großes Glück.


Keine Hochzeit ohne Weinen, kein Begräbnis ohne Lachen.


Kein Fisch ohne Gräten.


Kleine Leute haben große Träume.


Klugheit steckt nicht in den Jahren, sondern im Kopf.


Koche erst das Wort im Munde, ehe du es heraus lässt.


Kriegt die Frau einen Jungen, lachen selbst die Wände im Haus.


Lamm in Frühling, Schnee in Winter.


Läuft das Kalb der Kuh voran, kommt der Wolf und greift es an.

Lege zuerst das Ei, dann kannst du gackern.
Manche haben ein scharfes Auge, andere eine scharfe Sichel.
Lieber das Auge verloren, als den Ruf.

Lobe dich nicht, lass andere dich loben.


Lügen haben kurze Beine.

(auch auf deutsch: Lügen haben kurze Beine, bedeutet, die Wahrheit kommt immer heraus. Ähnlich auch in vielen anderen Ländern)

Lüge so, dass neben deiner Lüge die Wahrheit noch kauern kann.


Mach die Arbeit fertig, dann kannst du prahlen.


Machte stehlen reich, wäre die Maus am reichsten.


Man braucht Freunde zum Schwatzen und zum Streiten.

Manche haben ein scharfes Auge, andere eine scharfe Sichel.

Man fragte den Fuchs, wer sein Zeuge sei. Er antwortete: Mein Schwanz.


Man hat dem Schamlosen angespuckt, er sagte - es regnet.


Man lädt demjenigen die Last auf, der seinen Rücken hinhält.


Männer haben drei Ohren: Eins auf der linken Seite des Kopfs, eins auf dem Recht des Kopfs und eins im Herzen.


Man spuckt dich an, aber du denkst es regnet.


Mein Bauch ist mir näher als der meiner Schwester.


Meine Frau gebe ich dir umsonst, aber meinen Maulesel kannst du mir um keinen Preis abkaufen.


Mein Herz ist keine Tischdecke, die man überall ausbreiten kann.


Messen musst du siebenmal, schneiden einmal.


Mit dem vergangenen Tage kann sich kein anderer vergleichen.


Mit einem sanften Wort kann man sogar eine Schlange aus ihrem Nest ziehen.


Mit einem Schlag kommt der Frühling nicht.


Mit einer Hand kann man nicht klatschen.


Mit einer Hand kann man nicht zwei Melonen halten.


Mit großen Worten kann man kein Pilaf kochen, man braucht dazu Butter und Reis.

Mit Reden bringt man den Pilaw
*4 nicht fertig, man braucht dazu Butter und Reis.

Mit Worten kocht man keinen Reis.


Möge die Schlange, die mich nicht beißt, tausend Jahre leben.


Nach meinem Tode mögen Quellen und Flüsse versiegen.


Nicht alles, was rund ist, ist ein Apfel.


Niemand gibt einem Armen Brot, aber jeder gibt ihm Ratschläge.


Niemand weiß, ob sein Licht bis zum Morgen brennt.


Niemand wirft Steine nach einem früchtelosen Baum.


Nimm den Stock und der diebische Hund versteht es.


Nur der kennt den Schmerz, der ihn verspürt hat.


Nur die Erde kann das Auge des Geizigen sättigen.


Nur ein Bärtiger darf ein Milchgesicht auslachen.


Ohne Kummer zu verspüren, wirst du keine Freude fühlen.


Ohne sich zu schaden, kann man anderen nicht nützen.


Prüfe nie die Zähne eines geschenkten Pferdes.


Rat geben ist nicht schwer, Rat annehmen dagegen sehr.


Reiche Nachbarn zu haben ist nützlich.


Reichtum gibt dem Hässlichen Schönheit, dem Krüppel Füße, dem Blinden Augen und den Tränen Anteilnahme.


Rosenduft verlangt man von Rosen und Menschlichkeit von Menschen.


Sag die Wahrheit immer in Form von einem Witz.


Sage mir wer dein Freund ist, so sage ich dir wer, du bist.

(Schon im Sprichwörter-Lexikon von Samuel Christoph Wagener, erschienen 1813 in Quedlinburg (2005 im Georg Olms Verlag nachgedruckt) ist dieses ähnlich als deutsches Sprichwort auf Seite 154 aufgeführt. So oder ähnlich wird es auch als Sprichwort in vielen anderen Ländern verbreitet (in Brasilien, Italien, Spanien, Türkei, Ungarn, Vietnam und andere) oder als Zitat von Goethe (1749 - 1832), Brillat-Savarin (1755 - 1826) oder Lenin (1870 - 1924) gebraucht. Wo es als erstes auftrat oder zitiert wurde oder von wem abgeschrieben wurde, ist nicht bekannt.)


Sagt der Wein: wie viel Gutes ich gestiftet, weiß ich nicht, aber das Unheil, das ich angerichtet, ist grenzenlos.


Sagt er zwölf, meint er zehn, will er haben acht; wird wert sein sechs, möcht' ich geben vier, werd' ich sagen zwei.


Schulden sind ein brennendes Hemd.


Schulden sind wie ein Kamelfohlen; je länger man es behält, desto mehr wächst es.


Schwarz und Weiß kann man erst im Bade unterscheiden.


Sei besser ein Hund vor der Tür als ein Alter im Haus.

Sei ein Lamm für ein Jahr und ein Wolf für sieben Jahre, man nennt dich immer noch ein Lamm.

Sei schlicht wie das Wasser und scharf wie ein Schwert.

Selbst die Feldblume ohne Duft tauscht den Platz nicht mit der Rose.


Selbst wenn die Nachtigall in einem goldenen Käfig ist, träumt sie immer noch davon, zum Wald zurückzukehren.


Selig ist, wer gibt, nicht wer nimmt.


Sieben Priester tauften ein Mädchen und nannten es Kirakos
(ein Männername).

So sehr wie sich der Mensch selbst schaden kann, kann ihm kein Feind schaden.

Sprich nicht so toll, der Esel schreit ja im Stall.


Spring zuerst über den Bach, dann lob ich dich.


Starker Essig zersprengt sein Gefäss.


Statt deine Frau zu schlagen, nimm dir deine Pelzmütze, klopfe sie gründlich durch und setze sie wieder auf.


Stehlen wird nicht vergeben.


Stich dich zuerst mit der Nadel, dann stich andere.


Stirbt ein Reicher, gerät die ganze Welt in Bewegung, und stirbt ein Armer, so merkt es niemand.


Strebe nach deines Nachbarn Fleiß und nicht nach seinem Besitz.


Streit endet mit Reue.

Streitest du mit dem Mann, wie das endet, denk daran.

Tausend Feinde vereint, schaden dir weniger als du dir selbst.

Tausend Lügen sind nicht eine Wahrheit wert.


Teures Gut bringt dein Geld zurück.


Tu Gutes und wirf`s ins Wasser. Fische sehen es nicht, wohl aber Gott.


Tu niemandem ein Unrecht an, der Herr im Himmel zahlt es dir heim.


Tust du Gutes, tust du`s für dich; tust du Übles, tust du`s für dich.


Um eine Nadel zu kaufen, fragt er, wie viel eine Tonne Stahl kostet.


Um einen Graben zu füllen, muss ein Hügel abgetragen werden.


Unbesuchte Freunde werden Fremde, besuchte Fremde werden Freunde.


Unrechter Fluch erfüllt sich nicht.


Unrechtes Gut bläst der Sturm fort.


Unrechtes Gut vertreibt auch das rechte Gut.


Unwürdige Menschen schaden.

Verstand ist erblich und nicht erwerblich.

Vierzigmal ist der Esel schon in Jerusalem gewesen, und doch blieb er ein Esel.


Vierzig Tage lang nannte man einen Mann einen Narren, und er wurde einer.


Vögel werden mit Saatgut, Männer mit Geld gefangen.


Vom Pferd zum Esel.


Von dem Ausschlagen des Esels sollst du dich nicht getroffen fühlen.


Von der versiegten Quelle verlangt man kein Wasser.


Von einem unverschämten Menschen wendet auch Gott sein Antlitz ab.


Von Mund zu Munde, es macht die Runde.


Wähle deine Lebensgefährtin mit den Augen eines alten Mannes, und dein Pferd mit denen eines jungen.

Wähle die Jungfer mit älteren Augen und das Pferd mit jugendlichen Augen.

Wähle einen Freund mit den Augen eines alten Mannes, und ein Pferd mit den Augen eines jungen.

Während es von Mund zu Mund geht, wird aus der kleinen Nähnadel ein riesiger Balken.


Wäre ein Bruder wirklich etwas Gutes, so hätte der liebe Gott auch einen.


Was der Große sagt, das hört der Kleine.


Was der Mensch tut, findet zu ihm zurück.


Was der Vater gewonnen, ist in seinem Magen, was die Mutter gesponnen, hat er aufgetragen.


Was der Wind bringt, das wird er auch wieder wegtragen (
weht der Wind weg).

Was die Stiefmutter gekocht, schmeckt nicht.

Was du heimlich angestellt, weiß nach vierzig Tagen alle Welt.


Was du säst, das wirst du ernten.

Was du vor deinen Feinden verbirgst, solltest du auch deinen Freunden nicht unbedingt sagen.


Was hilft mir die Weite des Weltalls, wenn meine Schuhe zu eng sind?


Was immer man tut, tut man sich selbst an.


Was in der Jugend gespart, ist im Alter ein Stab.

Was ist ein Floh, dass man seinen Fußtritt fürchtet.

Was kümmert's den Blinden, dass das Licht teurer wird.


Was man als Kind erwirbt, das dient im Alter als Stütze.


Was man durch die Augen sieht, das Herz wird es niemals vergessen.


Was man mit der Muttermilch eingesogen hat, haucht man erst mit der Seele aus.


Was nicht im Menschen ist, kommt auch nicht von außen in ihn hinein.


Was sich ein Mensch manchmal selber antut, das fügt man selbst dem Feinde niemals zu.


Was weiß der Gesunde, was Lahmsein ist?


Weil die Braut nicht tanzen konnte, sagte sie: „Der Boden ist schief.“


Weil die Katze nicht zum Fleische gelangen konnte, sagte sie: „Heute ist Freitag“.

Weit vom Auge, weit vom Herzen.

Welchen von den fünf Fingern kannst du abschneiden, ohne dass es dir weh tut?


Wem sein Vermögen anwächst, dem erscheint die Säule des (seines) Hauses krumm.


Wenn alles billig ist, ist der Käufer gewissenlos.


Wenn auch die Katze die Mäuse für sich fängt, so glaubt der Herr doch, dass er ein ihm treu ergebenes Tier in ihr hat.


Wenn der Dorfhund in die Stadt kommt, fängt er an hochpersisch zu bellen.


Wenn der Esel alt wird, reiten ihn die Ameisen.

Wenn der Fuchs die Trauben nicht erreichen konnte, sagte er: „Die sind noch nicht reif.“

Wenn der Kranke sterben muss, hilft ihm kein Matagh*3.

Wenn der Regen zu rauschen anfängt, so ist das ein Zeichen, dass er bald aufhört.

Wenn der Wolf alt wird, verlachen ihn die Hunde.

Wenn die Hälfte nicht wahr ist, ist's kein Spaß mehr.

Wenn die Henne fett wird, legt sie keine Eier mehr.


Wenn du auch sehr viel weißt, lass dich dennoch von deinem Hut beraten.


Wenn du deinen Mund öffnest, öffne auch deine Augen.


Wenn du einen Ziegenbock betrunken machst, läuft er geradewegs in den Wald, um den Wolf einmal seine Meinung zu sagen.


Wenn du in alle Quellen spuckst, woher willst du dann Wasser trinken?


Wenn du mit dem Hund verkehrst, stinkst du wie ein Hund.


Wenn du siehst, dass das Wasser dir nicht folgt, so folge du ihm.


Wenn ein Baum umstürzt (fällt), finden sich viele Holzhauer.


Wenn für eine Krankheit mehrere Heilmethoden existieren, dann ist diese Krankheit unheilbar.


Wenn Gefahr droht, ist es klug, auf halbem Weg umzukehren.


Wenn Gott dir etwas schenkt, fragt er nicht erst, wessen Sohn du bist.


Wenn Gott gibt, so gibt er mit beiden Händen.


Wenn ich Honig habe, kommt die Fliege selbst aus Bagdad.


Wenn jeder Herr wird, wer lässt unsere Mühle laufen?


Wenn meine Großmutter einen Bart gehabt hätte, wäre sie mein Großvater.


Wer anderen an die Tür pocht, dem wird an die Tür gepocht.


Wer anderen Böses wünscht, dem gibt Gott Böses.


Wer anderen das Haus zerstört, dem zerstört Gott das seine.


Wer andere verspottet, bringt Spott auf sein Haupt.


Wer arbeitet, hungert nicht.


Wer auf dem Pferde reitet, vergisst Gott; wenn er absteigt, vergisst er das Pferd.


Wer bittet, ist unverschämt, aber der ihm nicht borgt, ist noch einmal so unverschämt.


Wer bittet, schämt sich einmal, wer verweigert zweimal.


Wer Blut vergießt, kommt im Blut um.


Wer das sagt, was er will, hört, was er nicht will.

Wer den Dolch schwingt, wird selbst erdolcht.

Wer den Kopf hängen lässt, kann die Sterne nicht sehen.


Wer die Wahrheit spricht, ist ohne Beschützer.


Wer ein Ei stiehlt, stiehlt auch ein Huhn.


Wer ein Ei stiehlt, wird auch ein Pferd stehlen.


Wer einen Esel besteigt, schämt sich einmal; wer vom Esel fällt, zweimal.


Wer einen Freund ohne Fehler sucht, wird nie einen finden.


Wer ein Kamel besteigt, bekommt keinen Buckel.


Wer gefreit, hat`s bereut; wer nicht gefreit, hat`s bereut.


Wer Geld hat, hat keinen Verstand, wer Verstand hat, hat kein Geld.


Wer ins Wasser fällt, braucht sich nicht vor dem Regen zu fürchten.


Wer ins Wasser fällt, langt nach einem Splitter.


Wer Schulden hat, dessen Auge ist trübe und dessen Zunge ist dick.


Wer seine Hoffnung auf andere setzt, bleibt arm.


Wer seine Jugend verlängert, verkürzt sein Alter.


Wer sich aufputzt an Wochentagen hat am Sonntag nichts zum Tragen.


Wer sich auf viel versteht, missversteht viel.


Wer sich lobt, fällt in den Müll.


Wer sich mit seinem Magen gut verträgt, kann sich mit seinem Nachbarn nicht vertragen.


Wer sich zum Raben gesellt, kommt aus dem Müll nicht heraus.


Wer stiehlt, tut einem unrecht, wer bestohlen wird, Tausenden.


Wer tugendhaft ist, hat ein Loch im Kopf.


Wer unrechtes Brot isst, lebt nicht lange.


Wer viel redet, erfährt wenig.


Wer viel weiß, irrt viel.


Wer Ziegen im Haus hat, der hat den Bock auf der Hecke.


Wer zuerst spricht, weiß nicht, was der andere ihm antwortet.


Wer zu hoch fliegt, fällt bald tief.

Wer zum Tanz aufsteht, muss mit dem Hintern wackeln.


Wer zu viele Sorgen hat, spricht viel.


Wichtig sind Werke, nicht Worte.


Wie du redest, so wirst du auch zu hören bekommen.


Wie keine Pflanze ohne Regen wächst, so gedeiht auch kein Kind ohne Tränen.


Wie Mühlen zwei Steine benötigen, erfordert eine Freundschaft zwei Köpfe.


Wie viel der Hund auch rennt, er kommt zum Dorf mit seinem Herrn.


Will eine Frau ihren Mann betrügen, macht sie auch aus der Nadel ein Schild.


Will Gott das Herz des (den) Armen erfreuen, lässt er ihn seinen Esel verlieren und dann wiederfinden.


Willst du ein Geheimnis wissen, so frage ein Kind, einen Wahnsinnigen, einen Betrunkenen oder eine Ehefrau.


Wird das Mädchen nur von der Mutter gelobt, so lass es in ruh' und laufe weg; wird es jedoch vom Nachbarn gelobt, so eil herbei und greife zu.


Wird jemand reich, so kommen ihm gleich seine Wände schief vor.


Wo das Brot ist, bleib auch da.


Wo der Schmerz sitzt, da sitzt die Seele.


Wo du es garnicht erhofft, dort wächst das Gras oft.


Wolken und Donner bringen nicht immer Regnen.


Worte ziehen die Nägel aus dem Herzen.


Wünsche deinem Nachbar eine Kuh, damit Gott dir zwei giebt.


Würden Bärte für Weisheit stehen, wären alle Ziegen Propheten.


Zeit hat Flügel.


Zerbrochenes Geschirr ist immer kostbar.


Zügle deine Zung
e.

Zu Hause ein Löwe, im Feld eine Katze.

Zu heiraten, weil man liebt, ist genau so eine Dummheit wie sich scheiden zu lassen, weil man nicht mehr liebt.
*1 „bellen“ = über jemanden gehässig reden (kritisieren, schlecht machen).

*2 Ein Bracke ist ein bestimmter Typ der Jagdhunde

*3  Der Mataghist ein Brauch mit heidnischem Ursprung, bei dem Gott oder einem Heiligen zum Dank oder als Fürbitte ein Tier (Lamm, Huhn oder anderes) geopfert wird. Das Opfermahl wird öffentlich oder Privat für die Gemeinde, Freunde oder Familie gegeben

*4  Der Pilaw ist ein europäisches und orientalisches Gericht. Die Zutaten sind Langkornreis, Zwiebeln, Brühe, eventuell Fleisch und Gemüse. Der Pilaw wird in einem Schmortopf zubereitet und der Reis wird zusammen mit allen Zutaten aufgekocht. Er ist in Armenien, Bosnien, Iran, Kasachstan, Rumänien, Serbien, Usbekistan und Türkei verbreitet.