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Japanische Sprichworte
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Flagge von Japan
Japan, Kaiserliches Siegel
Flagge von Japan
Kaiserliches Siegel in Japan
Japan ist ein ostasiatischer Staat und mit 377.835 km² der flächenmäßig viertgrößte Inselstaat der Welt. Mit über 126 Millionen Einwohnern ist Japan das zehnt-bevölkerungsreichste Land der Erde.

Der Landesname setzt sich aus den Schriftzeichen „ni“ („Tag“ oder „Sonne“) und „hon“ („Ursprung“, „Wurzel“ oder „Beginn“) zusammen. Japan ist deshalb auch als das „Land der aufgehenden Sonne“ bekannt, die man auf der Flagge wiederfindet. Der Begriff kann „Nippon“ oder auch „Nihon“ ausgesprochen werden. Die Nomenklatur des Landesnamens stammt von der offiziellen Korrespondenz der japanischen Herrscher mit der chinesischen Sui-Dynastie (6.–7. Jahrhundert) und bezieht sich auf die von China aus gesehen östliche Lage des Landes. Das frühere malaiische Wort für Japan, „Jepang“ (heute „Jepun“), wurde einer chinesischen Sprache entlehnt. Portugiesische Händler brachten ihn im 16. Jahrhundert mit nach Europa.

Das Nationale und Kaiserliche Siegel Japans wird auf Japanisch „Kiku no Gomon“ (Chrysanthemenwappen) genannt. Das Siegel zeigt eine stilisierte Chrysantheme mit 16 Blütenblättern. Das Kaiserliche Siegel wird nur von Mitgliedern der kaiserlichen Familie verwendet. Die Meiji-Verfassung sah die alleinige Verwendung des Siegels durch den Tennō vor, aus diesem Grund benutzte jedes Mitglied der kaiserlichen Familie eine leicht veränderte Version des Siegels. Es gibt kein Gesetz, welches das Kaiserliche Siegel zum Staatswappen erklärt. Es wird trotzdem weitestgehend als solches genutzt.

Die mythologisch Gründung Japans fand am 11. Februar 660 v. Chr. statt. Erste bestätigte Kontakte mit China gab es zwischen 300 v. Chr. bis ca 300 n. Chr.. Von ca. 300 bis 710 n. Chr. gab einen enge politische Kontakte mit dem Nachbarland Korea und Einwanderung von Korea. Ab dem 5. Jahrhundert fand die Übernahme der Chinesischen Schrift statt. Im 8. Jahrhundert wurde der Buddhismus stark gefördert und die Staatsform nahm sich China als Vorbild. Zwischen 794 und 1185 nahm die höfische Kultur in Heian-kyō (Kyōto) einen Aufschwung, die Macht des Kaisers wurde aber allmählich geschwächt und Kriegerfamilien etablierten sich. Zum Ende begründete die Minamoto-Familie das erste Shōgunat.

Zwei Invasionsversuche Kublai Khans 1274 und 1281 in Japan scheiterten wegen Taifune, später als „Kamikaze“ (Götterwind), interpretierte. Zwischen 1333–1573 verlor das Shōgunat die Kontrolle durch mächtige unabhängige Daimyō, die ihre eigenen Armeen unterhielten und die „Zeit der streitenden Reiche“ (sengoku jidai) begann. Nach einem über 100-jährigen Bürgerkrieg wurde Japan wieder geeint. In der Edo-Zeit von 1603 bis 1867 waren Aus- und Einreise für Japaner und Ausländer verboten. Mit Ausnahme von beschränktem Austausch mit China und den Niederlanden, denen 1639 als einzigen Europäern der Aufenthalt in Japan auf der künstlichen Insel Dejima vor Nagasaki gestattet wurde, bestand kaum Kontakt zu anderen Staaten. 1854 segelte US-Admiral Matthew Perry mit seiner Flotte von vier Kriegsschiffen unbehelligt in den Hafen des heutigen Tokio, um einen Brief des US-Präsidenten Millard Fillmore zu übergeben. Die Leichtigkeit, mit der er in den Hafen einlaufen konnte, offenbarte die Schwäche des Regimes. Dies führte zu einem Aufstand regionaler Herrscher und brachten eine Wiedereinsetzung des Kaisers mit nur geringer politischer Macht. Japan erhielt eine moderne Verfassung und ein Parlament, Japan wurde zur konstitutionellen Monarchie. Korea wurde 1910 von Japan kolonialisiert, was eine andauernde Belastung der Beziehungen bewirkte. Im Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) stand Japan auf Seite der Entente und übernahm nach Kriegsende deutsche Territorien. Nach demokratischen Experimenten mit einem parlamentarischen System scheiterte die Demokratie durch Instabilität und das Militär übernahm die faktische Kontrolle.

Zwischen 1926 und 1945 besetzte Japan weite südostasiatische Territorien. Japan vertrieb mit Unterstützung Siams und diverser Einheimischer die europäischen Kolonialmächte aus den Ländern, um sein eigenes Kolonialreich auszubauen. Erst nach dem Abwurf von 2 Atombomben am 6. und 9. August 1945 kapitulierte Japan am 15. August 1945 bedingungslos. Um 12.00 Uhr mittags verlas der Kaiser den „kaiserlichen Erlass zur Beendigung des Krieges“.

Nach dem 2. Weltkrieg blieb der Kaiser im Amt. Am 3. Mai 1947 trat die Nachkriegsverfassung in kraft und am 28. April 1952 endete die Besatzungszeit und Japan erlangte wieder die volle Souveränität. Japan ist seit 1947 eine parlamentarische Monarchie, ohne dass die Verfassung jedoch einen Monarchen als Staatsoberhaupt festschreibt.

   Quelle: 
 http://de.wikipedia.org/wiki/Japan
              http://de.wikipedia.org/wiki/Nationales_und_Kaiserliches_Siegel_Japans

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Ehegatten haben Freud und Leid gemeinsam.

Ehen schließt der Zufall.

Eifersucht ist die Seele (das Herz) der Liebe.

Ein Affe fängt den Mond.
(Das Sprichwort bedeutet, man soll nicht Wunschträumen hinterherjagen, sondern realistisch bleiben. Ein Affe wollte einmal den Mond, der sich im Wasser spiegelte, fangen. Dabei stürzte er ins Wasser und ertrank. Wenn man unmögliche Ziele verfolgt, wird man möglicherweise auch das verlieren, was man hat.)

Ein Affe lacht über den Himmel des anderen.

Ein Affe lacht über die roten Gesäßschwielen des anderen.

Ein Backfisch findet sogar das Umkippen eines Essstäbchens zum Lachen.

Ein Blinder fürchtet die Schlange nicht.

Ein böses Weib ist wie eine Missernte für sechzig Jahre.
Eine schlechte Ehefrau ist sechzig Jahre Missernte.

Hast du eine böse Frau erwählt, so sind deine Ernten für hundert Jahre verdorben.


Ein Ding wird gehört, zehn werden verstanden.


Ein Dummkopf wird erst durch seinen Tod geheilt.

Eine Dirne, die die Wahrheit spricht, ist ein Wunder, so groß wie ein viereckiges Ei.

Eine einzige Kerze einer armen Frau wiegt schwerer als zehntausend eines Reichen.

Eine Frau, die nicht eifersüchtig wird, ist wie ein Ball, der nicht springt.

Eine Frauenzunge ist nur drei Zoll lang, aber sie kann einen sechs Fuß hohen Mann umbringen.

Eine Frau ist der Schatz des Hauses.

Eine Frau sagt nein und nickt ja.

Eine Freude kann 100 Sorgen vertreiben.
Eine Freude vertreibt hundert Sorgen.

Eine gezähmte Zunge verbürgt ein sorgenfreies Herz.


Eine gute Lehre bedarf des Wunders nicht.


Eine hübsche Frau hat kein Glück.


Ein einzelnes Haar vom Kopf einer schönen Frau reicht aus, um einen Elefanten anzubinden.

Einem Affen fehlen nur drei Haare, und er wäre ein Mensch.

Einem gewissenlosen Feind gegenüber greift selbst der Edle zur List.

Einen Diener anstellen heißt, selbst zum Diener werden.


Einen Fehler begehen und sich nicht bessern, bedeutet wirklich fehlen.


Einen wedelnden Hund schlägt niemand.


Eine Predigt und den Regen auf dem strohgedeckten Vordach hört man nur, wenn man aus dem Haus geht.


Eine Schlange, einen Fürsten, einen Tiger, einen Greis, ein Kind und einen fremden Hund; diese Sechs sollte man nicht aufwecken, wenn sie schlafen.


Eine schöne Frau schminkt sich nicht.


Eine Schwägerin ist so arg wie tausend Schwiegermütter.

Eine Stunde Wohlleben dauert tausend Jahre.

Eine unklare Rede ist ein blinder Spiegel.

Eine weise Frau überquert selten die Schwelle ihres Mannes.


Ein Falke mag hungern, Ähren rührt er nicht an.

Ein fleißiges Mühlrad friert nicht ein.

Ein Frauenhaar hat stärkere Zugkraft als ein Rindergespann.

Ein Haar der Frau zieht stärker als ein Ochs den Karren.
(Das Sprichwort meint nicht die physische (körperliche) Kraft, sondern den Einfluss, den Frauen mit ihren Haaren auf die Männer ausüben können und oft genug auch tun. Eine Eigenschaft der Frauen, die sie auch in anderen Ländern beherrschen. Zum Beispiel zieht in Deutschland ein Frauenhaar stärker als ein Glockenseil, in Israel sogar mehr als zehn Ochsen und in China verwickeln sich selbst große Elefanten in nur einem Frauenhaar.)

Ein freundliches Wort (Lächeln) kann drei Wintermonate aufwiegen.


Ein Furz taugt ebenso viel wie tausend Arzneien.


Ein geschickter Falke verbirgt seine Klauen.


Ein gesprochenes Wort holen vier Pferde im Galopp nicht ein.


Ein großer Kessel kocht langsam.

Ein guter Redner ist ein guter Lügner.

Ein heißes Bad erfrischt den Körper, ein heißer Tee den Geist.


Ein Herz ohne Liebe ist wie ein Garten ohne Blumen.

Ein Hund, den man drei Tage lang gefüttert hat, vergisst es nicht in drei Jahren.

Ein Hund, der mit dem Schwanz wedelt, bezieht keine Prügel.

Ein Hund wird sich an drei Tage Freundlichkeit drei Jahre lang erinnern, eine Katze wird drei Jahre Freundlichkeit nach drei Tagen vergessen.

Ein kluger Falke verbirgt seine Krallen.

Ein Krieger reinigt seine Zähne mit dem Zahnstocher, auch wenn er nichts gegessen hat.
(Das bedeutet, man muss den Schein waren. Wenn man wie ein Samurai in der Gesellschaft angesehen ist, tut man so, als ob es einem gut geht und dem Ansehen würdig ist. Auch wenn man wie ein Krieger im Frieden arm ist und nicht einmal genug zu essen hat, tut man so, als ob man satt wäre.)

Ein Lächeln ist hundert Worte wert.

Ein Leben bleibt ein Leben, ob man es nun lachend oder weinend verbringt.

Einmal abschreiben ist besser, als zehnmal lesen.


Einmal selbst sehen ist besser als hundert Neuigkeiten hören.
(Ähnliche Sprichwörter gibt es in Deutschland: Einmal sehen ist besser als zehnmal hören, ebenso in China, der Mongolei und auch anderswo. Manchmal ist einmal zu sehen besser, als 10 Mal, 100 Mal oder 1000 Mal hören. Egal wie oft man etwas hört, man sollte selbst danach sehen und sich selbst ein Bild machen, bevor man sich auf Hörensagen von anderen verlässt.)

Ein Mann ohne Geld gleicht einem Schiff ohne Segel.


Ein Menschenherz ist nicht aus Stein und nicht aus Holz.

Ein Mensch lernt wenig von seinem Siege, aber viel von seiner Niederlage.

Ein Pfeil bricht, zehn Pfeile brechen nicht.
(Ein Samurai hatte drei Söhne, die je einen Pfeil zerbrechen sollten, was ihnen ohne Schwierigkeit gelang. Danach sollten sie drei Pfeile in einem Bündel zerbrechen, was keiner von ihnen schaffte. Diese drei Pfeile zusammen wurden ein Symbol dafür, dass man gemeinsam mehr erreichen kann als jeder für sich allein. Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung: Einigkeit macht stark.)

Ein Pferd findet seinen Weg allein.

Ein richtiger Sperling tanzt auch noch mit hundert Jahren.

Ein Schiff mit vielen Kapitänen wird auf einem Riff enden.

Ein Schwätzer leistet selten viel.

Ein Stein - zwei Vögel.

(Sprichwort in Deutschland mit der gleichen Bedeutung: Das sind zwei Fliegen mit einem Schlage. oder: Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.)

Ein Tag Leben ist wertvoller als ein Berg Gold.


Ein Tor zum Glück oder Unglück gibt es nicht; beide kommen, wenn du sie einlädst.

Ein weiser Falke versteckt seine Fänge.

Ein Wort, das in ein Amt hineingeraten ist, bringen keine zehn Ochsen mehr heraus.


Eis entsteht aus Wasser, ist aber kälter als Wasser.


Elternliebe übertrifft Kindesliebe um das Hundertfache.


Erst betrachte dich selber im Spiegel, dann rede.


Erst kommt die gesellschaftliche Stellung, dann das Geld und zuletzt die Schönheit.

Erst trinkt der Mensch Sake*1, dann trinkt die Sake Sake, und schließlich trinkt die Sake den Menschen.

Erst wenn man eigene Kinder hat, erkennt man der eigenen Eltern Güte.
Erst wenn man eigene Kinder hat, weiß man, wie groß die Liebe der Eltern war.


Er untersucht die Ecken eines Lackschalensatzes mit dem Zahnstocher.
(Das bedeutet, man sucht krampfhaft nach dem aller kleinsten möglichen Fehler. Man findet immer ein Haar in der Suppe, auch da, wo keins ist, man betreibt Haarspalterei.)

Erwarte das Glück schlafend.
(Gleichbedeutendes Sprichwort in Deutschland: Das Glück kommt über Nacht.)

Er zeichnet eine Schlange und fügt Füße hinzu.

(Das bedeutet, er tut etwas Unnützes und Überflüssiges. Da Schlangen keine Füße haben, zeichnet man sie ohne Füße. Wenn man ihnen trotzdem Füße zeichnet, ist es falsch und es dauert länger als eigentlich notwendig. Wenn man bei der Arbeit etwas Unnötiges oder Überflüssiges tut, dauert sie auch länger, es kann das Ergebnis sogar verfälschen und wertlos machen.)

Erziehe deine Frau vom allerersten Tag an.


Es gibt ein Bleiben im Gehen, ein Gewinnen im Verlieren, im Ende einen Neuanfang.


Es gibt Götter, die die Menschen verlassen; das sind die Götter, die die Menschen kennen.

Es gibt Greise von drei und Kinder von hundert Jahren.

Es gibt keinen Königsweg zur Gelehrsamkeit.

Es ist besser, daran zu denken, wie man nicht verliert, als daran, wie man siegt.

Es ist ein Leben, ob man weint oder lacht.

Es ist leicht, geboren zu werden, aber schwer, ein Mensch zu werden.

Es ist leicht zu sterben, aber schwer zu leben.


Es ist mehr Freude in der Hoffnung als im Genuss.


Es ist nicht nötig, die Kreuzschmerzen anderer als eigenes Kopfweh mitzufühlen.


Es ist schädlich, nur Siege und keine Niederlagen zu kennen.


Es ist schwerer, das Auge zufrieden zustellen als den Magen.


Es ist schwer, stark zu sein, aber nicht unbesonnen.


Essen wollen, was man nicht hat, ist menschlich.


Es sind die stillen Würmer, die die Löcher in die Wände bohren.

Etwas Gutes ist auch an einem Dummkopf.

Fällst du siebenmal um, so steh achtmal auf.

Fluche einem Nachbarn, und du gräbst zwei Gräber.

Fragst du, brauchst du dich nur einen Augenblick lang zu schämen, fragst du nicht, schämst du dich bis an dein Lebensende.
(Ein ähnliches Sprichwort gibt es auch in China.)

Frauen denken nicht weiter als ihre Nasenspitze.


Frauen ohne Eifersucht sind Bälle, die nicht springen.


Frauen und Zimmermatten sind am besten, wenn sie neu sind.

Frauen und Zimmermatten sind neu am besten.

Freude ist die große Wäsche des Herzens.

Freundlichen Worten wohnt eine gewaltige Macht inne, durch die man selbst Feinde besiegen kann, wie viel mehr kann man mit ihnen Edle gewinnen!

Frühaufstehen ist die Grundlage des Reichtums.
(Deutsches Sprichwort mit ähnlicher Bedeutung: Der frühe Vogel fängt den Wurm.)

Fünfzig Schritte lachen über hundert Schritte.

(In einem Kampf zweier Armeen flohen die der unterlegenen Partei. Als einige Soldaten fünfzig Schritte geflohen waren und sahen, dass sie nicht mehr weiter verfolgt wurden, hielten sie inne und beschimpften diejenigen als Feiglinge, die schon hundert Schritte geflohen waren. Oft tadeln diejenigen, deren Verfehlungen noch nicht so groß oder noch unentdeckt sind die anderen, deren Fehler schon bekannt wurden. Sie vergessen, dass sie ebenso schuldig sind, wie die von ihnen kritisierten.)

Fürchte den Feigen.


Fürchte dich nicht vor langsamen Veränderungen; fürchte dich nur vor dem Stillstand.

Fürchte vor allem anderen ein Erdbeben, den Donner, das Feuer und den Vater.

(Der Vater wird wie ein schlimmes Naturereignis gefürchtet und muss unter allen Umständen respektiert werden.)

Für das Nach oben Schauen gibt es keine Grenze.


Für den Reichen ist das Jahr wichtig, den Armen interessiert das, was er vor Augen hat.

Für die Liebe eignet sich am besten eine reife Frau.

Für eine Ameise sind schon wenige Regentropfen eine Flut.

Für Geld darfst du bürgen, aber nie für einen Menschen.

Für verliebte Blicke ist die Pockennarbe ein Lachgrübchen.

Gäste und Reiher bieten den schönsten Anblick, wenn sie sich erheben.

Geduld, auch wenn sie unmöglich erscheint, das ist wahre Geduld.

Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden.

Gegen Diebe stelle einen Dieb als Wache auf.

Gegen die Eltern vermag man nichts; auch wenn man einen Stein, den Tausende nicht von der Stelle bringen, bewegen kann.

Geh durch die Welt und es gibt keine Teufel.

Geld - ein Segel in der Tasche.

Geld erwerben ist wie mit einer Nadel graben, es auszugeben ist wie Wasser, das im Sande versickert.


Geld hat keine Beine, aber es läuft.


Geld ist der Schlüssel zu allem.

Geliebt werden, heißt bedrängt werden.
Geliebt zu werden heißt, behindert zu sein.


Geliebt werden ist ein Verhängnis.


Generäle siegen, Soldaten fallen.


Gerade die Unbeständigkeit in der Welt ist es, die sie lebenswert macht.

Gewohnheit wird Natur.

Gib acht auf das Herz deiner Frau, auch wenn sie dir sieben Kinder geboren hat!


Glaube nur die Hälfte von allem, was man erzählt.


Glück, das ist in beiden Händen Blumen halten.


Glück fühlt sich an wie Reis, der einem in den Mund fliegt.

Glück tritt gern in ein Haus ein, wo gute Laune herrscht.

Gott hat die Zeit geschaffen und der Mensch die Hast.


Grabe einen Brunnen, wenn du Durst hast.


Gräbst du schon einen Brunnen, so grabe auch so lange, bis du Wasser gefunden hast.

Wenn du schon einen Brunnen gräbst, dann grabe solange, bis du Wasser findest.


Große Dinge zerfallen in kleine. Kleine zerbröseln in Staub.


Große Fische leben nicht in kleinen Teichen.


Große Männer führen andere irre.


Große Männer können nicht nebeneinander bestehen.


Große Männer sind sinnlichen Genüssen zugetan.


Große Talente reifen spät.


Gute Erinnerungen tragen das Leben.


Gute Erziehung ist mehr wert als vornehme Herkunft.

Gutes Benehmen ist wie ein vollendeter Faltenwurf.


Gutes ist am besten gleich getan.

Gute und Schlechte, die zusammen sterben, deckt ein Rasen.


Hab keine Angst vor dem Fortschritt. Fürchte den Stillstand.


Halte jeden erst einmal für einen Dieb.


Hast du dich in der Krankheit endlich wohnlich eingerichtet, kommt die Heilung.


Hast du eine Grenze überschritten, so frage, was innerhalb ihrer verboten ist.

Hast du Gift gegessen, so iss auch gleich den Teller mit.


Hat es die Kehle passiert, ist das Heiße vergessen.

Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen.
(Sprichwort auch in China.)


Hoher Reis bringt keine gute Ernte.


Hören ist das Paradies, sehen die Hölle.


Hunde, Katzen, Kinder und alte Weiber sind in Gesellschaft unwillkommen.


Hundert Mal ins Schwarze getroffen.

Hundert Schuss - hundert Treffer.

(Wenn man bei jedem Schuss immer das Ziel trifft, muss man vorher lange geübt haben. Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung: Übung macht den Meister.)

Hüte dich vor dem zurückkommenden Pfeil.

Hüte dich vor schönen Frauen wie vor rotem Pfeffer.

Im Augenblick des Zusammenkommens beginnt die Trennung.

Im eigenen Dorf darf man sich unter gar keinen Umständen etwas zuschulden kommen lassen.


Im Frieden ist der Mensch am besten. Wenn sie alles daransetzen, frisst die Maus die Katze.


Im Glanz des Geldes scheint selbst ein Dummkopf klug.


Im Gram verharren zeugt von niederem Sinn.

Im Herzen ist die Hölle, ist das Paradies.

Im Meer des Lebens, im Meer des Sterbens, in beiden müde geworden, sucht meine Seele den Berg, an dem alle Flut verebbt.

Im Reis der anderen sind Gräten.


Im Streit gewinnt der Lauteste.

In allen von uns steckt ein Insekt.

In den Augen der Liebenden werden Pockennarben zu Grübchen.


In den Wänden sind Ohren, in den Fenstern Augen.

In der Liebe gibt es weder hoch noch niedrig.

In der Liebe sind reife Frauen die besten.

In ein Haus, in dem gelacht wird, kommt das Glück.

In jedem Menschen steckt ein Wespennest.


In jeder Freude sind sieben Bitternisse und in jeder Bitternis sind sieben Freuden.

Inmitten des Flusses kann man anhalten, nicht aber inmitten der Menschen.

In zu klarem Wasser leben keine Fische; mit einem zu reinen Mann verkehren wenige.

Iss im Dunkel und du wirst reich.


Ist der Mann krank, geht das Haus zugrunde, ist die Frau krank, die Liebe.


Je älter der Arzt und der Bonze, desto besser werden sie.

Jede Mode kommt aus der Mode.


Jeder Mensch hat irgendwo einen Mitesser.

Jeder nimmt die Farbe seiner Umwelt an.


Je höher der Baum, desto neidischer der Wind.

Je kleiner der Türspalt, desto schneidender ist der Zugwind.

Je mehr Blüten, desto weniger Früchte.

Je prunkvoller die Blüte, desto schaler die Frucht.

Je schlechter der Redner, desto länger seine Rede.

Je seichter der Fluss, je wilder die Wellen.

Kämpft der Sperling einmal, dann fürchtet er auch den Menschen nicht.


Keine Feindschaft vermag die Ehegatten in der Nacht zu trennen.

Keiner ist so blind wie der, der nicht sehen will.

Keine Straße ist lang mit einem Freund an der Seite.

Kein Gewinn ohne Verlust.

Kein Zweig ist besser als die Wurzel.

Kinder, die schreien, werden groß.


Kinder sind das Band zwischen den Ehegatten.

Kindeskinder sind noch hübscher als eigene Kinder.


Kluger Prediger, kurze Predigt.


Komm, lass uns schlafen. Das neue Jahr ist eine Sache von morgen.


Köstliches iss noch am selben Abend. Ärger sprich erst am nächsten Morgen aus.

Kummer ist wie ein Juckreiz, der durch Kratzen schlimmer wird.

Lachen kann nicht zurückbringen, was Ärger vertrieben hat.


Leben, was ist es? Schwindender Tau im Taglicht!


Lege keine Leiter an Wolken an.

Lehren ist lernen.

Leihe Geld einem, der es nicht zurückzahlt, und er wird es dir noch übel nehmen.

Lerne und es werden dir Zweifel kommen. Mache dir Gedanken und du wirst Erkenntnis erlangen.

Lerne Weisheit durch die Torheit der andern.

Liebe erblickt selbst an den kahlsten Bäumen schon des kommenden Frühlings Blütenträume.

Liebe liegt außerhalb der Überlegung.

Lieber einen Hund halten als die Enkel verhätscheln.


Lieber gewaschene als geborgte Kleider.


Lieber kaufen als geschenkt bekommen.


Lieber sparen, als etwas daneben verdienen.

Liebesneid und Futterneid sind furchtbar.

Liebe und Überlegung sind zwei ganz verschiedene Dinge.

Liebst du dein Kind, dann schicke es auf Reisen.

Löse das Problem, nicht die Schuldfrage.

Mag einer noch so geschickt sein, das Wasser läuft ihm doch durch die Hände.

Man braucht bloß vor die Tür zu treten, so hat man sieben Feinde.


Man braucht seinen Verstand nie so sehr, als wenn man mit einem Dummkopf zu tun hat.

Manche Freunde taugen nur zum Teetrinken.

Manche schlagen mit dem Geldbeutel des anderen an die Glocke.

Manche Taten werden schon in diesem Leben vergolten, andere erst im nächsten, wieder andere auch nicht in fernster Zukunft.

Manche Zuneigungen leuchten ein, andere erscheinen sonderbar.

Man darf eine Frau nicht einmal mit einer Blume schlagen.


Man hasst nicht den Sohn, der stiehlt, sondern dessen Häscher.

Man kann auch zum Kopf einer Sardine beten, wenn man fest daran glaubt.

Man kann auf dem richtigen Weg sein, aber nicht der richtige Mensch für diesen Weg.

Man kann unbeweglich im Fluss der Wellen verharren, aber nicht im Fluss des Lebens.

Man mag noch so großtun, mehr als in den Kräften steht, kann man nicht tun.

Mann und Frau verbinden sich für zwei Welten.

Man soll die Pfeile nicht erst Schäften, wenn der Krieg in nächster Nähe rückt.

Man soll sich auch an den Anblick des Teufels gewöhnen.
© Paul Blow, http://blog.viking.de/   Meine Wangen fallen ab.
Meine Wangen fallen ab.
(Das bedeutet, das Essen ist hervorragend und unvergleichbar gut. Damit kann man dem Gastgeber ein Kompliment für seine Kochkunst machen.)

Menschen sind das Geschirr der Krankheiten.

Mit dem Ort wechseln die Dinge.

Mit der Ehrlichkeit fängt die Dummheit an.

Mit einem Gedanken kann man bis an den
Himmel dringen.


Mit einem plärrenden Kind und dem Hausbesitzer wird man nicht fertig.


Mit einem Reichen soll man nicht über Armut reden.

Mitgefühl gereicht nicht nur dem einen zum Vorteil.

Mit Krankheiten zahlt man die Zinsen fürs Vergnügen.

Mit vierzig erreicht der Mann das Alter der höchsten Vernunft.

Morgen bläst ein anderer Wind.

(Ähnliche Bedeutung wie die deutschen Sprichwörter: Heute sind wir's, morgen ist's ein andrer. Heute ist heute, morgen ist ein unsicherer Tag. Morgen ist auch wieder ein Tag.)
*1  Sake ist ein japanischer Reiswein. Es ist ein klares oder weißlich-trübes alkoholisches Getränk mit. 15–20 Volumenprozent Alkohol. Sake wird nicht wie Wein, sondern mehr wie Bier hergestellt, da der Zucker vor dem Brauen erst erschlossen werden muss. Auch Lachs wird in Japan „Sake“ ausgesprochen, hat aber ein anderes Schriftzeichen. Nur die Betonung ist beim Reiswein auf der zweiten Silbe, beim Lachs auf der ersten, was bei ungeübter Aussprache zu Verwechslungen führen kann.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sake
 
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