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Sprichworte von Volksgruppen
in Nigeria

Sprichworte der Efik

Die Efik (oder Efik-Ibibio) sind ein Volk im Mündungsgebiet der Flüsse Calabar und Cross-River im Südosten Nigerias und einen Landstrich im angrenzenden Kamerun. Ihr kulturelles Zentrum ist die um 1600 gegründete Stadt Calabar. Zum Efik Volk gehören ca. 500.000 Menschen. Der Name des Volkes kommt vom Ibibio-Verb fik (dt. unterdrücken). Trotz des negativen Inhalts übernahmen sie den Namen, wahrscheinlich wegen ihre kriegerischen Vergangenheit. Die Efik sind wie die Ibibio in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in ihr heutiges Siedlungsgebiet eingewandert. Landwirtschaft, Fischfang und Handel waren die wichtigsten Lebensgrundlagen. Wegen der guten Naturhäfen an der Küste kamen die Efik schon früh mit europäischen Händlern in Kontakt.


Schon vor dem Kontakt mit den Europäern war die Sklaverei bei den Efik etabliert. Die Sklaven wurden zur Bewirtschaftung von Plantagen als Ruderer der großen Kanus eingesetzt. Seit Ende des 17. Jahrhunderts kam der überseeische Sklavenhandel mit englischen Schiffe für die amerikanischen Kolonien dazu. Ihre Stadt Old-Calabar war mit mehr als 1 Million (1/3 aller Sklaven) der wichtigste Sklavenhandelsplatz in ganz Afrika. Die Efikhändler standen in stetem Briefwechsel mit ihren englischen Geschäftspartnern. Sie erhielten Metallwaren, Waffen, europäische Kleidung und kauften damit von den Völkern im Inland Sklaven ab. Nur selten unternahmen die Efik im 18. Jahrhundert selbst Raubzüge, um Sklaven einzufangen. Nach dem Verbot des Sklavenhandels zu Beginn des 19. Jahrhunderts änderten die Efik und stiegen auf die Plantagenwirtschaft um. Im 19. Jahrhunderts wurden sie zum weltweit wichtigsten Exporteur von Palmöl. Die Handelselite und die Stadtoberhäupter behielten aber ihren Einfluss. Bis heute gibt es in Calabar einen König der Efik.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Efik_(Volk)

Das Unternehmen übersteigt die Fähigkeit von einem, nicht von einer Menge.

Du beklagst nicht die Toten, aber beklagst die Mühe ein Grab zu machen; der Weg des Geists ist länger als das Grab.

Ein Mensch sieht nur auf die Außenseite der Dinge; Gott schaut genau ins Herz.

Schlechtigkeit vergeht, wenn die Rute die letzte Person geschlagen hat.

Seine Meinungen sind wie Wasser in den Boden eines Kanus, sie gehen von einer Seite zur anderen Seite.

Süß und sauer gehen Hand in Hand.

Wer seine Arbeit immer abbricht, beendet nie irgendetwas.

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Sprichworte der Igbo oder Ibo

Die Ibo oder Igbo sind eine afrikanische Ethnie von über 30 Millionen Menschen in Nigeria, die vor allem im von Savanne unterbrochenen Regenwald östlich des Niger-Unterlaufs lebt, ein Gebiet, das von 1967–1970 als Biafra unabhängig war. Es ist die Bezeichnung der Ethnie ebenso wie für die Sprache.

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ibo_%28Volk%29
          http://de.wikipedia.org/wiki/Igbo_%28Sprache%29

Bis Löwen ihre eigenen Historiker haben, werden Berichte der Jagd immer den Jäger feiern.


Die Schildkröte sagt: Arbeit, die schon begonnen wurde, ist schon so gut wie fertig.


Eine eigensinnige Frau ist wie der Webervogel. Sie nutzt ihre Sitzstange auf einem Baum um anderen Bäumen zu erkunden.

Eine Person, die auf den Markt getragen wird, erkennt nicht, wie lang der Weg ist.

Ein gereistes Kind weiß es besser als der alte Mann, der zu Hause sitzt.


Ein junger Sklave wird verantwortlich gemacht, egal was er tut: Wenn er die Hände nicht wäscht, wird ihm vorgeworfen er sei schmutzig. Wenn er seine Hände wäscht, wird ihm Wasserverschwendung vorgeworfen.


Ein Mann, der sich in die Schlacht stürzt, erkennt nicht, dass der Kampf den Tod bringt.


Ein Mann hat den gleichen Nachnamen wie sein Bruder.


Ein Mann mit Bart sollte nicht ins Feuer blasen.


Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.
(Sprichwort auch der Yoruba,
und in verschiedenen Formen in vielen Teilen Afrikas bekannt. Kindererziehung ist in größeren Familien ein Gemeinschaftswerk, alle beteiligen sich, teilweise auch Nachbarn, Freunde oder auch das ganze Dorf.)

Es ist besser (das) zu überschlafen, was du zu tun beabsichtigst, als dich von dem wach halten zu lassen, was du getan hast.


Hektik und Sorgen sind kein Zeichen von Stärke

Immer eilig sein, verhindert den Tod nicht, langsam gehen verhindert kein Leben.


Liebt ein Mann (
Mensch ) den Frieden, wird er nicht zum Feigling.

Niemand erhält einen Bissen Nahrung, indem er es zwischen den Zähnen eines anderen Menschen pflückt.

Reden ist nicht tun.

Wenn Brüder bis zum Tod kämpfen, erbt ein Fremder den Besitz ihres Vaters.


Wenn du mit dem Teufel isst, musst du einen langen Löffel benutzen.


Wenn sich einmal ein schönes Stück Stoff in Lumpen verwandelt hat, erinnert sich niemand, dass es durch Meisterweber gewebt wurde.


Wird Zeit weggelassen, wird sie gefunden.

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Sprichworte der Kanuri
Flagge der Kanuri
Die Kanuri sind ein Volk in Norden Nigerias und am Tschadsee von ca 4 Millionen Menschen. Die meisten Sprecher leben in Borno, dem nordöstlichste Bundesstaat Nigerias, und in den östlichen Gebieten von Niger. In Nigeria hat Kanuri den offiziellen Status als regionale Unterrichtssprache und wird auch als Medium in Rundfunk und Fernsehen verwendet.Die Flagge der Kanuri ist eine horizontale Trikolore mit blau, gelb und grün. Das Blau symbolisiert den Himmel, Gelb das Land und Grün das Wasser des Tschadsees.

          Flagge der Kanuri            
Die Kanuri sehen sich als das Staatsvolk des alten Bornu Reiches an. Die vorherrschende Religion der Kanuri ist seit dem 11. Jahrhundert der sunnitische Islam. Der Legende nach führen die Kanuri den Ursprung ihres Bornu Reiches um das Jahr 800 n. Chr. zurück, das um den Tschadsee entstand und seinen Höhepunkt im 12. bis 13. Jahrhundert hatte. Ihr Gebiet um den Tschadsee umfasst Teile von Nigeria, Tschad, Niger, Kamerun und reichte bis nach Libyen. Es bestand bis ins 19. Jahrhundert, als das Gebiet von Nachbarvölkern aus dem heutigen Nigeria und den europäischen Kolonialstaaten unterworfen wurde.

Angelo Soliman (* um 1721 in Nordostnigeria bis † 21.11.1796 in Wien) im Wien des 18. Jahrhunderts eine Berühmtheit, Prinzenerzieher von Erbprinz Alois I. von Liechtenstein, Kammerdiener und Freimaurer war Angehöriger der Kanuri. Heute sollen viele der der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram im Norden Nigerias vom Volk der Kanuri sein.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kanuri_(Volk)
          http://en.wikipedia.org/wiki/Kanuri_people

Allah selbst wird den Hintern eines Hundes waschen.

Am Boden der Geduld findet man den Himmel.

Am Grunde der Geduld ist der Himmel.

(Verschiedene Übersetzungen)


Ärger als ein Teufel ist der, der wie ein Teufel handelt.


Der eingestürzte Brunnen ist kein Platz, um einen blinden Mann zu spielen.

Der Tod macht keinen Termin.


Die Gier ist es, die den Hund ins Verderben bringt.


Du kannst Feuer nicht mit deinen Händen anfassen (halten).

Ein Baum nicht größer als eine Ameise kann dich nicht beschatten.


Hoffnung ist das Ruhekissen der Welt.

Hoffnung ist die Säule, auf der die Welt ruht. 
Hoffnung ist die Säule der Welt.
(Verschiedene Übersetzungen)


Man liebt einen anderen nicht aufrichtig, wenn man nichts von ihm akzeptiert (annimmt).


Schlau wie ein Wiesel.

Stolpern ist die Beschleunigung des Ganges.

Was einem Frosche erlaubt ist, ist einer Kröte nicht gestattet.

Wenn einer in der Nacht aufbricht, der hüte sich vor der Sonne.

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Sprichworte der Yoruba

Die Yoruba sind ein westafrikanisches Volk, das vorwiegend im Südwesten Nigerias und auch in den Nachbarstaaten Benin, Ghana und Togo lebt. Das Siedlungsgebiet ist noch heute das dicht besiedelte Kerngebiet Nigerias. Die Ursprünge der Yoruba liegen mit großer Wahrscheinlichkeit im alten Ägypten, von wo ihre Vorfahren vor ca. 5000 Jahren nach Südwesten zogen und sich schließlich im heutigen Benin und Teilen von Nigeria niederließen. Das Siedlungsgebiet der Yoruba war nie ein einheitlicher Staat, sondern zerfiel in viele Stadtstaaten mit Königen. Alle Königreiche führten sich auf die mythische Gründungsstadt Ile-Ife (Ile-Ifé; Ifé) zurück, wo nach einer Überlieferung die Menschheit entstanden sein soll.

Das Gebiet der Yoruba in Nigeria war bis zum 19. Jahrhundert ein Zentrum des Sklavenhandels. Die Küste trug den Namen Sklavenküste. Die mächtigen Yoruba-Staaten waren aktiv am Handel mit Sklaven aus dem Landesinneren beteiligt, bis sie selber dessen Opfer wurden. Heute (2013) gibt es ca. 40 Millionen Yoruba, von denen ca. 36 Millionen in Nigeria, 1,2 Millionen in Benin, 0,4 Mio. in Ghana und jeweils 0,1 Mio. in Togo und der Elfenbeinküste. Neben Hausa, Igbo und Englisch ist Yoruba eine der vier Hauptsprachen Nigerias.              Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Yoruba_%28Ethnie%29

Bevor du einen Mann um die Kleidung bittest, Blick auf die Kleidung, die er trägt.

Das Kind, das wir gestern hatten, sagt, es wird nicht mit uns spielen; bevor wir ihn hatten, mit wem haben wir gespielt?

Das Schwert kennt keinen Unterschied zwischen dem Kopf des Schmiedes und anderen Köpfen.

Der Mann, der Brot zu essen hat, hat kein Verständnis für die Schwere eines Hungers.


Der Regen ist nicht jemandes Freund - er fällt auf jeden, dem er draußen begegnet.


Der Topfdeckel ist immer schlecht dran: der Topf bekommt alles süße, der Deckel nichts als Wasserdampf.


Die Glocke läutet am lautesten in deinem eigenen Heim (Haus).

Du musst bereit sein zu sterben, um zu leben.

Durch die Weisheit anderer erlernen wir Weisheit. Das Wissen des Einzelnen ist nichts.

Ein Huhn frisst Mais, trinkt Wasser und schluckt kleine Kiesel, aber beschwert sich noch, dass es keine Zähne hat. Wenn es Zähne hätte, würde es Stahl fressen?

Ein weiser Mann, der Sprichwörter kennt, versöhnt Schwierigkeiten.

Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.
(Sprichwort auch der Igbo,
und in verschiedenen Formen in vielen Teilen Afrikas bekannt. Kindererziehung ist in größeren Familien ein Gemeinschaftswerk, alle beteiligen sich, teilweise auch Nachbarn, Freunde oder auch das ganze Dorf.)

Kein Mensch kann ohne die Annahme seines eigenen Kopfes gesegnet werden.

Lass keinen Mann sagen: „Wer ermordete meinen Vater?“ ohne eine Hand auf seinem Schwert.

Liebst du eine Frau zu schnell, liebst du sie schnell nicht mehr.


Nachdem wir das Fett braten, sehen wir, was übrig ist.


Niemand kann den Baum entwurzeln, den Gott gepflanzt hat.

Niemand kennt die Geheimnisse, die am Boden des Ozeans liegen.

Ohr, höre die andere Seite der Frage, ehe du entscheidest.


Solange es Läuse in den Nähten des Kleides gibt, muss es Blutflecken auf den Fingernägeln geben.


Strecke deine Hände so weit wie sie reichen, greife alles, was du greifen kannst.

Was du gibst, bekommst du zehnmal wieder.

Weil Freundschaft angenehm ist, nehmen wir an der Unterhaltung unseres Freundes teil; nicht, weil wir nicht genug zu essen in unserem eigenen Haus haben.

Wenn das Pferd deines Nachbarn in eine Grube fällt, solltest du dich nicht daran erfreuen, denn dein eigenes Kind fällt vielleicht auch hinein.

Wenn die Tür geschlossen ist, musst du lernen, über den Spalt der Schwelle zu gleiten.

Wenn du einen berühmten Mann mit einem hervorstehenden Bauch siehst, musst du wissen, dass er voller Pläne ist.
(Die Yoruba glauben, dass Verstand und Intelligenz im Magen beheimatet sind.)

Wenn du mit dem Segen deiner Mutter und Gott stehst, ist es ohne Belang (Bedeutung), wer gegen dich steht.


Wenn du nicht deinen Kopf verkaufst, wird niemand ihn kaufen.

Wenn wir hoch stehen, ist es, weil wir auf dem Rücken derer stehen, die vor uns kamen.

Wie weit der Strom fließt, er vergisst nie seine Quelle.

Wer gut isst, spricht gut oder es ist eine Frage des Wahnsinns.

Wer Schönheit sieht und sieht es ihr nicht an, wird bald arm sein.
(Sprichwort auch in Benin.)

Wo du sitzen wirst, wenn du alt bist, zeigt, wo du in Jugend standest.


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