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Sprichworte der Zulu
Die Zulu sind eine afrikanische Volksgruppe der Bantu mit heute ca. elf Millionen Menschen und die größte ethnische Gruppe Südafrikas. Sie leben hauptsächlich in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal und in Swasiland.
Im späten 17. Jahrhundert wanderten bantustämmige Nguni-Völker, die ursprünglich aus dem Gebiet des heutigen Kongo stammen, nach Natal ein und verdrängten die indigenen San. Besonders erfolgreich waren hierbei zwei Verbände: Die Ndwandwe nördlich des Umfolozi-Flusses und die Mthethwa südlich davon. Die Zulu waren zunächst ein Unterstamm der Mthethwa. Ihren Namen hatten sie ca. 100 Jahre zuvor von ihrem damaligen Häuptling Zulu ka Ntombhela erhalten. Um 1781 umfassten die Zulu ca. 1.500 Mitglieder.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zulu_%28Volk%29

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Alle Wege führen nach Haus.

Befolge die Gesetzte (Gewohnheiten) oder fliehe aus dem Land.

Das Auge sieht über den überfluteten Fluss hinüber.
(Das bedeutet, man wünscht sich etwas Unerreichbares.)


Das frühe Pferd bekommt gutes Trinkwasser.

(Wenn morgens die Tiere zu den Wasserlöchern kommen, gehen die ersten Tiere ins Wasser und wühlen den Schlamm am Grund auf. Das Wasser wird trübe und nachkommende können nur noch verschmutztes trübes Wasser trinken. Wer zuerst kommt, bekommt sauberes Trinkwasser, übertragen die besseren Dinge. Wer später kommt, bekommt nur Reste, was übrig bleibt, ist schlechtes trübes Wasser. Englisches und deutsches Sprichwort: Der frühe Vogel fängt den Wurm.)

Das Haus des Dachdeckers leckt.
(Vergleichbares deutsches Sprichwort: Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.)

Das Haus des Geschwätzigen lässt den Regen hinein.
Das Haus des lauten Redners hat ein Leck (leckt).


Das Krokodil frisst dasselbe, was es vorher gefressen hat.


Der Löwe ist ein schönes Tier, wenn man ihn in der Ferne sieht.

Der Magen eines Fremden ist klein.

Der Mutter Liebe ist die beste von allen.

Der Stier gehört zu den Kälbern.

Der Tau konkurrierte nicht mit der Sonne.

Der Tod hat keine Bescheidenheit.

Der Tollkühne lernt, wenn das Blut strömt.

Die Geier haben dich nicht gesehen, die Ameise sah dich.

(Die kleinen sehen mehr als die Großen, die viele vermeintlich kleine und unwichtige Dinge übersehen.)


Die Knochen müssen an drei verschiedenen Stellen geworfen werden, bevor die Nachricht akzeptiert werden muss.

Die Kuh leckt einen, der sie leckt.

Die Leistengegend schmerzt aus Sympathie mit der Wunde.
(Weil eine Wunde Schmerzen verursacht, schmerzt die Leiste aus Sympathie gleich mit. Das Sprichwort beschreibt die Freundschaft und Sympathie. Wenn jemand in Not ist oder anderweitig körperliche oder seelische Unterstützung bedarf, sind Mitglieder der Gemeinschaft zur Hilfe bereit. Es bedeutet tatkräftige Nächstenliebe.)

Die Liebe wählt nicht den Grashalm aus, auf den sie fällt.

Die listigen Männer machen keine Geschäfte miteinander.

Die meisten schönen Feigen können einen Wurm enthalten.
Die schönste Feige kann einen Wurm enthalten (enthält vielleicht einen Wurm).

Die Reichen beschweren sich immer.
Die Reichen werden sich immer beschweren.

Die Schönheit eines Mannes wird nach der Anzahl seiner Kühe beurteilt.

Diese Welt ist ein harter Platz, diese Welt.


Die sich vorher begegnet sind, werden sich in Zukunft wieder begegnen.

Du bist auf der einen Seite scharf wie ein Messer.

Du bist zweifarbig wie eine Hyäne.

Du kannst das Gute nicht in dir selbst erkennen, wenn du es nicht in anderen sehen kannst.

Du kannst eine böse Krankheit nicht mit süßer Medizin bekämpfen.

Du kannst keinen Fluss überqueren, ohne nass zu werden.
(Jede Handlung hat seine Konsequenzen. Man sollte das Risiko und die Folgen seiner Handlungen vorher kennen und sich überlegen, ob man die Folgen, möglicherweise auch Nachteile (wie das Nasswerden), auch tragen will.)

Du kannst nicht etwas fast essen.

Fast wird nichts gegessen.

Du kannst Weisheit zu Füßen deines Großvaters lernen, oder am Ende eines Stockes.
(Früher gab es keine Schulen, man lernte durch Erzählungen und Beobachtung der älteren. Das bedeutet, man kann sich zu Füßen der Alten beziehungsweise seines Großvaters setzen und ihm zuhören, während er sein Wissen und seine Erfahrungen, mitteilt. Wer das nicht wollte, blieb dumm und musste durch Prügel lernen, wenn er wieder etwas falsch gemacht hatte.)

Du kommst als großer Mann und gehst als ein Niemand.

Dunkelheit verbirgt das Nilpferd.

Ein alter Mensch hat den Kalender im Bauch.

Ein (Der) Baum wird an seiner Frucht erkannt.
(Das Sprichwort bedeutet, das man einen Menschen an seinen Taten erkennt und danach beurteilen soll. Reden kann man viel, aber wenn die Taten fehlen, ist das Gerede unglaubwürdig und nichts wert. Erfolgreich ist man aufgrund von Handlungen, nicht nur durch Worte.)
Ein halbes Brot ist besser als gar kein Brot.
Ein eingestandener Fehler ist halb beseitigt.

Einem Toten grollt man nicht.

Ein halbes Brot ist besser als gar kein Brot.

(Ähnliches Sprichwort auch in Namibia. Wahrscheinlich liegt der Ursprung beim englischen Sprichwort „Half a loaf is better than no bread.“ (Ein halber Laib ist besser als kein Brot.), dass John Ray schon 1670 in seinem Buch „A Hand-book of Proverbs“ aufgeführt hat und heute noch in etlichen Veröffentlichungen englischsprachiger Autoren Verwendung findet.)

Ein Leopard frisst mittels seiner Flecken.
(Der Leopard frisst natürlich nicht mit seinen Flecken, er kann sich mit ihnen aber tarnen, dass er nicht gesehen wird. So kann er mithilfe der Tarnung seiner Flecken Beute machen und fressen, und frisst so mithilfe seiner Flecken. Die Eigenschaften oder das Wissen versetzen die Menschen genauso in die Lage, sich ihren Lebensunterhalt zu erwerben und zu essen.)

Einmal geschlagen doppelt scheu.
(Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung: Gebranntes Kind scheut das Feuer.)

Ein Mann wird kein Versagen seiner eigenen Idee zugeben.

Ein Pferd hat vier Beine, trotzdem fällt es oft.
(Nichts ist Perfekt.)

Ein Splitter hat den Elefanten getötet.


Ein Verbrechen wird stets abgeleugnet.


Er sieht gern wie eine langhaarige Ziege aus.

Es gibt keinen Frosch, der nicht aus seinem Teich herauslugt.

Es gibt keinen Hügel ohne Grab.

Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt.

Fast füllt keine Schüssel.

Gehen wir vorwärts, so sterben wir, gehen wir rückwärts, so sterben wir, es ist besser, vorwärts zu gehen und zu sterben.

Gesegnet sind jene, die mit sich selbst zufrieden sind.

Glücklicher Maulwurf, der du unter der Erde lebst und das Elend dieser Welt nicht sehen musst.

Hoffen bringt nicht um.

Hohes Alter kündigt sich nicht an.

Jeder Fluss (Strom, Wasserlauf) hat seine Quelle.

Kein Büffel ist je von seinem Kalb geprügelt worden.


Kein Pfahl ist jemals mit der Rinde alt geworden.


Kein Tau konkurriert jemals mit der Sonne.

Kopiere immer alle anderen, dann schneidet der Affe eines Tages deine Kehle durch.
(Wenn man immer tut, was alle ohne Rücksicht auf die Folgen tun, wird man eines Tages in Schwierigkeiten geraten.)


Krankheit wird durch Schmerzen geheilt.


Lass im Haus deines Gastgebers keinen Schlamm in seinen Brunnen werfen.

Man stirbt nicht vor Alter, man wird vom Tode zerbrochen.

Ohne Leben gibt es nichts.

Reichtum sitzt still, der Hunger ist ein Wanderer.


Respekt sind zwei Wege.

Rufe keinen Hund mit einer Peitsche in Ihrer Hand.

Selbst die schönste Blume verdorrt mit der Zeit.

Selbst eine Ameise kann einen Elefanten verletzen (weh tun) .

Selbst Unsterbliche sind nicht immun gegen das Schicksal.

Selig sind diejenigen, die sich selbst erfreuen können.

Sprich nicht über ein Nashorn, wenn es keinen Baum in der Nähe gibt.

Überfluss verbreitet sich nicht, aber Hunger tut es.

Vermutung vermehrt Verdacht.

Verschlagene Leute teilen nicht dasselbe Schlafzimmer.

Viele sitzen still, Hunger ist ein Wanderer.

Von einer schönen Platte wird nicht lange gegessen.

Warne jemanden, der viel seine Arbeitsplätze wechselt.

Was Hörner hat, darf nicht in einem Sack versteckt werden.

Wenn der Mann weg ist, frisst der Affe seinen Mais und geht in seine Hütte.

Wenn du wahllos beißt, wirst du am Ende deinen eigenen Schwanz essen.

Wenn wir vorwärts gehen, sterben wir; wenn wir rückwärts gehen, sterben wir; besser vorwärts gehen und sterben.

Wer Dinge für andere in Ordnung bringt, bringt sich selbst ins Unglück.

Wer hasst, hasst sich selbst.


Wer immer andere kopiert, dem schneidet eines Tages der Affe seine Kehle durch.

Wer sein eigenes Vieh schlachtet, kann daran nicht gehindert werden.
Wirke, solange es Zeit ist.

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Sprichworte aus Südafrika
und von Volksgruppen in Südafrika:
Tsonga  / Venda / XhosaZulu