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Sprichworte aus Serbien

Flagge Serbien
Wappen Serbien
Flagge von Serbien
Wappen von Serbien
Serbien ist ein Binnenstaat in Südosteuropa im Zentrum der Balkanhalbinsel. Serbien hat eine Fläche von 77.4742 (115.) km² (ohne Kosovo) mit 7.120.666 Einwohnern (2011, ohne Kosovo). 82,86 Prozent der Einwohner sind Serben, der Rest sind Minderheiten wie Ungarn (3,91 %), Bosniaken (1,82 %), Roma (1,44 %) und andere.

  Quelle:   http://de.wikipedia.org/wiki/Serbien

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Alles kommt nach Haus zurück.

Alles, was der Krieg verbrach, hat der Friede bezahlt.

Alles was der Ochse aufwühlt, wirft er sich selbst auf den Nacken.
(Das gilt auch für alle Menschen, die mit Beschimpfungen oder übler nachrede und Verleumdungen anderen schaden wollen und andere mit Dreck bewerfen. Es trifft am Ende immer den Verursacher.)

Als deine Teufel geboren wurden, tanzten meine schon im Kolo*1.
(Das bedeutet, du betrügst mich nicht, das verstehe ich besser als du.)

Am meisten Platz ist zu Hause.

An einer verborgenen Kohle verbrennt man sich am ärgsten.

Arbeit ist die Hälfte der Gesundheit.

Auch der Teufel weiß, was recht ist, er will es nur nicht tun.

Auch in der Erdhütte kann ein großer Mann geboren werden.


Auf der Zunge Honig und im Herzen Gift.

Auf geraubtem Gut lastet Fluch.

Aus einem Balken wird kein Haus und aus einer Blume kein Strauß.

Bei einem reichen Bauer ist auch das Rind klug.
(Das bedeutet, einem Reichen schmeichelt man, um möglicherweise etwas abzubekommen.)

Bei einem reichen Bauer ist der Weizen teuer.

Bei großer Mitgift ist der Mann der Frau untertan.

Bei ihm wünscht ein Fuß dem andern nichts Gutes.
Bei ihm wünscht ein Auge dem andern nichts Gutes.
(Das sagt man von einem listigen und schlechten Menschen.)

Besser eine etwas Blinde, als eine viel zu Schöne.

Besser eines alten Mannes Liebling als eines jungen Mannes Liebchen.


Besser ein Haltfest, als tausend Hol dir's.


Besser einmal erröten, als hundertmal blass werden.


Besser ein Türke vertreibt dich mit seinem Schwert als ein Deutscher mit seiner Feder.

Besser ist es, den leeren Sack unter dem Arm zu tragen als den Teufel in demselben.

Besser ist selbst ein schwarzes Brot als eine leere Tasche.

Besser ist von fern sich lieben, als in der Nähe sich hassen.

Besser ist Sparsamkeit als selbst gute Arbeit.

Besser mit dem Weisen weinen, als mit dem Toren singen.

Besser von Haus zu Haus betteln als von Sohn zu Sohn.

Billige Ware leert den Beutel.
(Ich habe auch nicht genügen Geld, um mir zu billiges und deswegen schlechte Waren zu kaufen. Eine Mindesthaltbarkeit sollte nicht nur bei technischen Geräten, sondern auch bei Textilien und anderen Dingen garantiert werden, auch für alles, was man heute im Internet bestellen kann und gleich im Müll landet.)

Binde, aber verknüpfe nicht.

Bis die Weide Trauben trägt und der trockene Ahorn Äpfel.
(Früher eine Zusage für etwas, was man auf keinen Fall halten wollte. Heutzutage sollte man vorsichtig mit solchen Versprechen sein, man weiß nie, was die neue Gentechnik alles noch bewirkt.)

Bis eine Schlange nicht eine Schlange verschluckt hat, kann sie kein Drachen werden.

Bis sich die junge Frau anzieht, ist die Hochzeit vorüber.

Das Antlitz bringt das Mädchen an den Mann.

Das blanke Geld bewahre für die trüben Tage.

Das Geld klingt fein, wird aber weit gehört.

Das größte Glück ist ein guter Ehemann und das nächste ein guter Diener.

Das Haus ruht nicht auf dem Boden, sondern auf der Frau.


Das ist ein großer Mann, dessen Fehler man zählen kann.


Das schlechteste Weib ist fünfzig Piaster wert, und ein gutes nicht mit Geld zu bezahlen.


Das Wasser und die Bosheit sind unerschöpflich.


Das, was zwischen gleich und gleich eine Beleidigung heißt, wird, vom Größeren zum Kleineren, als Gewalt bezeichnet.

Dem Geschenk sieht man nicht ins Auge.

Dem Glücklichen sterben die Frauen, dem Unglücklichen verenden die Stuten.


Dem hungrigen Menschen sind auch Holzbirnen süß. Alles, wenn's nur in den Mund hineingeht.


Dem Traum soll man so wenig glauben wie einem Hunde.


Den Alten zu dienen ist Pflicht, seinen Altersgenossen zu dienen ist Freundlichkeit und den Jungen zu dienen eine Erniedrigung.


Den Furchtlosen beißen die Hunde als Ersten.

Den guten Tag kennt man am Morgen.

Den Hasen findet man nach der Spur.

Den man bitten muss, soll man nicht erzürnen.

Den schönen Apfel frisst ein Schwein.

Den Sommer liebt man besonders im Winter, und den Winter im Sommer.

Der Arbeitende hat alles, allein der Sparende hat doch noch mehr.

Der Bauch versteht keinen Spaß.

Der Baum stützt sich an den Baum, der Mensch an den Menschen.
(Das bedeutet, in Notzeiten braucht man Hilfe. Wenn der Baum nach einem Sturm entwurzelt ist, wird er umfallen, wenn er nicht durch einen anderen gestützt wird, wenn ein Mensch ein Unglück hat, ist er auf die Hilfe der anderen angewiesen.)

Der Betrunkene ist weder ein Mensch noch ein Held.

Der Branntwein weiß nicht, was ein Kadi ist.
(Ein Kadi ist der Richter, der diejenigen verurteilt und bestrafen lässt, die betrunken Straftaten begangen haben.)

Der Eingesperrte zahlt die Schulden nicht.

Das Feiste gilt für schön, und der Reiche für weise.

Der Gerechte lacht – der Schuldige verbirgt sich.

Der Gesunde Mensch zählt seine Jahre nicht.

Der gute Ruf geht weit, aber der schlechte geht noch viel weiter.

Der Hase ist noch im Walde, und man schnitzt schon den Spieß.

Der Hass der nächsten Verwandten ist der größte.

Der Hass ist so niedrig, dass man sich selber bücken muss, um ihn zu bekämpfen.

Der Hund, der über die Donau geschwommen ist, wird wieder schwimmen.

Der ist reich, der andere um nichts bittet.


Der Krieg ist niemandes Bruder.


Der Magen ist die beste Uhr.

Der Mann ist ein Balken, der im Laufe der Ehe zurechtgehobelt wird.


Der Regen fällt tropfenweise und bildet dennoch Pfützen.

Der Reichtum verdeckt die Gemeinheit.

Der Schaden öffnet auch dem Dummen die Augen.
(Ähnliches Sprichwort in Deutschland: Durch Schaden wird man klug.)


Der Soldat im Frieden ist für uns wie der Ofen im Sommer.


Der Stern unterscheidet sich vom Stern und der Mensch vom Menschen.


Der Teufel ackert weder, noch gräbt er, weshalb er auch immer an Schlimmes denkt.


Der Teufel und eine alte Frau sind immer zusammen.


Der Weinberg braucht keine Gebete, sondern eine Hacke.

Der Weingarten bedarf nicht des Gebetes, sondern der Haue.

Der Wein betört selbst den Weisen.

Der Wein schweigt nicht, sondern lärmt.

Des Königs Bart ist so viel wert wie drei Sommerregen.

Des Türken Ehre liegt auf seinem Knie. Wenn er aufsteht, fällt sie herunter.


Die Alte gab einen Para*2, dass man sie in den Kolo*1 aufnehme, und später zwei, dass man sie wieder herauslasse.

Die Augen des Herrn mästen das Pferd.

Die Augen sehen alles, nur sich selbst nicht.

Die Augen sind davon erfüllt, aber das Herz ist leer.

Die erlaubten Dinge sind es, an denen wir zugrunde gehen.

Die erste Frau fürchtet den Mann, die zweite Frau fürchtet der Mann.


Die Gedanken reichen noch übers Meer, wenn der Tod schon im Nacken sitzt.


Die Gewalt bittet Gott nicht, aber Gott bittet auch die Gewalt nicht.


Die größte Sünde ist, Sünde nicht zu kennen.


Die Haselnusssalbe ist wunderkräftig.
(Das bedeutet, das Züchtigen und Schlagen mit der Haselnussrute. Im Deutschen gibt es vergleichbare Sprichwörter: Der Kinder Wille steckt in der Rute. und Die Rute macht fromme Kinder. und andere.)

Die Hasen werden kommen, aber ich weiß nicht wann.

Die Jungen zu küssen und die Reichen zu kurz zu bemessen ist keine Sünde.


Die Kinder sind den Armen ein lebendiger Schatz.


Die Liebe der Frau ist eines Teufels Netz.


Die Lüge hat einen seichten Boden.

Die Mutter beweint nicht den, der die Fasten gebrochen hat, sondern den, der ihr gestorben ist.

Die Mutter eines Helden weint zuerst.

Die Nadel durchsticht eine junge Haut eher, als eine alte.
(Das bedeutet, junge Leute haben meist wenig Erfahrung und versuchen oft etwas, was über ihre Kräfte und Fähigkeiten geht und scheitern an vorhersehbaren Schwierigkeiten, welche die älteren Menschen dank ihrer langen Erfahrung vorhersehen und klug aus dem Wege gehen. Erfahrungen helfen Kräfte sparen und erreichen mit weniger Ressource mehr.)

Die Schafe hütet man leichter als das Geld.

Die Schönen führen den Kolo*1 an, indes die Hässlichen das Haus besorgen.

Die Schuld ist ein schlechter Gefährte.

Die Sünde geht aus dem Munde, und nicht in den Mund.

Die Türken fangen den Hasen zu Wagen.
(Das bedeutet, sie handeln mit List und durch Umtriebe.)

Die Uhr kann stehen bleiben, die Zeit geht weiter.

Die Ungeduld ist ein schnelles Pferd, aber ein schlechter Reiter.

Die Verachteten lieben am meisten.

Die zu Hause gemachte Rechnung taugt auf der Reise nicht.

Die Zunge einer Frau ist schärfer als ein türkischer Säbel.

Die Zunge spricht am besten, wenn angefeuchtet.

Dort, wo es Liebe gibt, besteht keine Sünde.


Durch das Geld verliert man die Seele.

Eile ist des Teufels Bote.

Ein Anfänger ist schlimmer als ein Sünder.

Ein arbeitsames Mädchen, eine baldige Hochzeit.

Ein armer Mensch, ein gemachter Lügner.

Ein armer Mensch, ein gemachter Teufel.

Ein dummer Fuchs wird an einem Bein gefangen, ein weiser an allen vieren.

Eine alte Schuld, eine immer neue Forderung.
(Das bedeutet, auch wenn die Zeit vergeht, die Schulden müssen auch nach Jahren bezahlt werden.)

Eine Frau wird hundert Religionen wechseln, um ihre Herzenswünsche zu erfüllen.

Eine Hand, die verwunden kann, soll man küssen.

Eine Henne, welche viel gackert, legt wenig Eier.

Ein Eheweib ist Regen, Hagel und Sonnenschein, alles in einem.

Eine leere Hand ist einer toten gleich.

Ein leeres Ränzel drückt mehr, als ein volles.

Einem Gesunden ist leicht einem Kranken zu raten.

Einem Hunde kannst du das Aas nicht zum Ekel machen.

Einem müden Fuchse ist auch der Schweif lästig.

Ein Furchtsamer kehrt heim.
(Der Furchtsame oder Vorsichtige überlebt, die Helden und Mutigen sterben als Erste und kehren nicht wieder heim.)

Ein goldenes Ziel vergoldet selbst einen nicht goldenen Anfang.

Ein guter Priester lernt bis an den Tod.

Ein gutes Schaf blökt wenig, gibt aber viel Wolle.

Ein Hornloser kann sich mit einem Gehörnten nicht stoßen.

Ein Hund, der viel bellt, beißt nicht.

Ein kleiner Esel wird von jedem bestiegen.

Ein Kranker isst wenig, aber gibt viel aus.

Ein Mann möchte besser als jeder andere sein, aber schlechter als sein Sohn.

Ein müßiger Priester tauft auch die Böcklein.
Ein unbeschäftigter Priester wird sogar Ziegen taufen.

Ein scharfer Essig verdirbt sein eigenes Fass.

Ein schlechtes Jahr fordert Frucht und die Not einen Freund.

Ein schlimmer Grundherr treibt dir eine Kuh weg, und ein guter zwei.
(Das bedeutet, den Schlimmen fürchtet man und nimmt sich in acht vor ihm, vom Guten wird man durch Schmeicheleien übervorteilt, da man von ihm nichts Schlechtes erwartet.)

Ein stiller Fluss schwemmt die Ufer weg.
(Vergleichbares deutsches Sprichwort: Stille Wasser sind tief.)

Ein weiser Kopf, schade, dass ihn nur zwei Beine tragen.

Ein weiser Mann ist der, der sowohl närrisch wie auch vernünftig sein kann.

Ein Windspiel*3, das man mit Gewalt auf die Jagd führt, fängt keinen Hasen.

Ein zerrissener Sack lässt sich nie anfüllen.

Ein zweizackiger Pfahl kann nicht in die Erde dringen.
(Das bedeutet, uneinige Menschen richten nichts aus.)

Er betrog mich zwei Mal, möge Gott ihn töten, betrügt er mich ein drittes Mal, dann möge Gott mich töten.

Er könnte die Augen im Kopfe entzweien.
(Das sagt man von einem Ränkeschmiede.)

Er lügt selbst, wenn er betet.

Er saugt das Blut mit Baumwolle auf.
(Das bedeutet, jemand beschönigt mit Worten sein übles und schlechtes Tun. Dies gilt besonders in Bezug auf Oberhäupter und Regierende, die für alle ja nur das beste beabsichtigen. Zum Beispiel Steuern erhöhen, um das Geld dann sinnlos für Prunkbauten oder angebliche Steuergeschenke zu verschleudern. So stehen auch in Deutschland etliche so finanzierte Schwimmbäder, Flugplätze oder anderes herum, die geschlossen sind, weil die Folgekosten keiner bezahlen kann.)

Erwerben ist leichter als erhalten.

Es gibt keine stärkere Festung als einen armen Mann.

Es ist besser, dass das Dorf zugrunde gehe, als im Dorf die Sitten und Gebräuche.

Es ist besser, einmal erröten, als hundertmal erblassen.

Es ist besser, man erlaubt den satten Mücken zu bleiben, als die hungrigen hereinzulassen.

Es ist eine geringere Sünde, eine Kirche niederzubrennen, als schlecht von einem Mädchen zu reden.

Es ist leicht, dem Fußgänger zu fluchen, wenn man auf dem Pferde sitzt.

Es ist leichter, zu glauben als zu fragen.

Es ist leicht, mit vollem Magen das Fasten zu preisen.

Es ist nicht gut, mit großen Herren aus einer Schüssel Kirschen essen.

Es ist nicht schlecht, gelegentlich dem Teufel eine Kerze anzuzünden.

Es ist offenbares Elend, eine junge Frau bei einem alten Manne.

Es ist schlimm genug mit dem Übel, aber schlimmer ohne es.

Es ist schwierig, einen guten Menschen zu finden, aber einfach, ihn zu erkennen.

Es wird St. Veitstag kommen.
(Das bedeutet, im entscheidenden Moment wird man sehen, wer treu oder treulos ist. Die Bedeutung des Sprichworts geht auf den 15. Juni 1389 zurück., dem Tag der 1. Schlacht auf dem Amselfeld zwischen Serben und Osmanen. Die 1. Schlacht auf dem Amselfeld markiert den Beginn der jahrhundertelangen Herrschaft der Osmanen über den Balkan. Nach dem julianischen Kalender ist der 15. Juni der Gedenktag des Heiligen Veit, er entspricht heute im gregorianischen Kalender dem 28. Juni. Informationen dazu im Internet: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_auf_dem_Amselfeld_(1389) und https://de.wikipedia.org/wiki/Veit_(Heiliger) und https://de.wikipedia.org/wiki/Veitstag

Fälle weder den ganzen Wald, noch komm ohne Holz nach Hause.

Flicken und Dulden erhält die halbe Welt.


Flickerei ist die Mutter der Armen.

Frage nicht den Blinden, wo der rechte Weg zu finden.

Für den Armen ist selbst ein Verwandter ein Feind, für den Reichen ist selbst ein Feind ein Verwandter.

Gäbe es keine Armut, so schiene die Sonne nicht.

Gedenkst du mich zu beweinen, wenn ich tot bin, dann bedaure mich lieber, solange ich am Leben bin.

Gehe langsam, so wirst du weit kommen.

Geiziger Vater, diebische Kinder.


Geld hat hundert Beine, wenn es fortgeht und nur zwei, wenn es kommt.

Geld ist ein Seelenverderber.

Gib dem Priester, was des Priesters, dem Herrn, was des Herrn ist - dann aber flieh!

Gib du mir einen Gefährten, der mit mir weint; einen der mit mir lacht, will ich leicht finden.

Gibt Gott Kinder, so gibt er auch für die Kinder.

Glaube an Freunde nicht bei Tisch, sondern an der Gefängnistür.

Gott bewahre mich vor jedem, der zu sauber ist.

Gott gab das Steuer, aber der Teufel die Segel.

Gott ist der alte Geber.

Gott ist der alte Wundertäter.

Gott posaunt es nicht aus, warum er den Menschen verdirbt.

Gott schließt eine Tür und öffnet hundert.

Gott verteilt das Glück und der Küchenmeister die Suppe.

Gott zahlt nicht jeden Samstag aus.

Gute Mädchen, artige Töchter, wo kommen denn die bösen Weiber her?

Habe mich, und du kennst mich nicht; verliere mich, und du kennst mich.

Hässlichkeit bewegt sich langsam, aber die Schönheit ist in großer Eile.

Hat er Brot, tut Salz ihm not, und hat er Salz, so fehlt's an Brot.

Hebe das weiße Geld für den schwarzen Tag auf.

Heute dem einen, morgen dem anderen.

Hungriges Auge schläft nicht.

Hungrige Windspiele*3 jagen besser.

Hüte dich vor den Kohlen unter der Asche.

Ich habe nicht und ich kann nicht, sind dasselbe.

Im Elende lernt man den Menschen kennen.

Im Essen liegt nicht Sünde, wohl aber im bösen Tun.

Im Wald lehnt sich Baum an Baum, also warum nicht Mensch an Mensch?

In die Festung kannst du gehen, wenn es dir beliebt, doch aus der Festung erst, wenn man dich lässt.

In fremdem Hause wachsen Kinder rasch heran.

In jedem Brot gibt es Kleie.

In jedem Hause gibt es Rauch.

In Nesseln schlägt der Blitz nicht ein.

In welchen Kolo*1 du trittst, den tanze auch.

Jahre und Armut lassen sich selten verbergen.

Jeder leitet das Wasser auf seine Mühle.

Jedes Gesicht stimmt mit seiner eigenen Nase überein.

Jedes Haus hat einen schwarzen Schornstein.

Jedes Werk fürchtet seinen Meister.

Je größer das Glück, um so weniger traue ihm.


Je größer das Haupt, desto größer der Kopfschmerz.

Judas schläft niemals.

Kannst du den Säbel gürten um den Leib, so nimm ein Weib.

Kein ärgeres Handwerk, als die Streitsucht.

Kein Wunder dauert länger als drei Tage.

Kinder sind ein Segen des Herrn, aber sie reißen die Knöpfe von den Kleidern.

Klein ist zwar die Perle, doch wird sie an vornehmem Halse getragen.

Klugen Menschen einen Rat geben ist einfach.

Kurz Holz, rasche Kohlen; späte Kinder, rasche Waisen.

Lass die Ziege in den Wald oder den Priester ins Dorf, und keiner von beiden wird hungrig bleiben.

Lieber in Schulden, als in Schande sein.

Liebe und Reichtum wünschen keine Gesellschaft.

Man kann alles erfassen außer der Stille.

Man weiß, in welchem Wasser der Käse sein kann.

Mit dem Schlechten geselle dich nicht, denn es wird dir ekeln.

Mit dem Teufel gekommen, mit dem Teufel auch weggegangen.

Mit der Trommel jagt man keine Hasen.

Mit Gewalt bringt man nichts zu Wege.

Mit was für einem Menschen du bis Mittag umgehst, ein solcher bist du Nachmittag.

Mit wem du dich an Kraft nicht messen kannst, mit dem befreunde dich nicht.

Möge Gott den Schuldigen treffen, der Unschuldige ist ohnehin schon längst umgekommen.

Mondlicht betont das Schweigen des Friedhofs, Sonnenlicht den Lärm des Marktplatzes.

Nach einem Gerichtsprozess ist die eine Partei nackt, und die andere steht im Hemde.

Näh das Alte und verschwende deinen Zwirn, küss das Alte und verschwende deine Tage.

Nicht jeder ist ein Mann, der Hosen trägt.

Niemand kann jemanden beschimpfen, bis dieser sich selbst beschimpft.

Nun gackern die Eier und die Hennen schweigen.

Nur große Herren und Hunde lassen die Türen hinter sich offen.

Oft weint am Abend, wer am Morgen lacht.


Ohne Wind gibt's keine Kälte und ohne Türken keine bösen Gäste.

Oh wäre ich so weise gewesen, als ich zu Gericht ging, wie ich es war, als ich wieder fortging.

Pflugschar und Haue ernähren die Welt.

Rascher ist sein eigener Esel als des anderen Araber.

Rasch sei zum Hören und sachte zum Sprechen.

Schatz ist nicht Silber noch Gold, Schatz ist, was einem lieb ist.


Schlechtes tun und dann Gutes erwarten, ist unmöglich.

Schlimm ist der Tod durch Hunger.

Sei bescheiden, denn Du bist aus dem gleichen Stoff wie die Erde. Sei erhaben, denn Du bist aus dem gleichen Stoff wie die Sterne.

Sei geduldig wie ein Ochse, tapfer wie ein Löwe, fleißig wie eine Biene und fröhlich wie ein Vogel.

Sei weder Honig, dass man dich auflecke, noch Gift, dass man dich ausspucke.

Selbst das Grab des Heilands wird nicht umsonst gehütet.

Selbst die Ameise ist sechs Fuß hoch - an ihrem eigenen Fuße gemessen.

Selbst die Finger an der Hand sind nicht alle gleich.

Serbisches Ungestüm und griechische Ruhelosigkeit bringen nichts Gutes.

Solange der Mensch sich nicht selbst Schande macht, kann ihn niemand zuschanden machen.

Solange einer den andern nicht übervorteilt, kann er nicht reich werden.

Solange es für den einen nicht dunkel wird, kann es für den anderen nicht hell werden.

Sorge für dein Pferd wie für einen Bruder, aber reite es wie einen Feind.

Spät kommt Janko zum Amselfeld.
(Mit Janko ist der ungarische Heeresführer Johann Hunyadi gemeint, der 1448 die 2. Schlacht auf dem Amselfeld gegen die Serben führte und verlor. Zu spät kam er aus sicht der Serben, da die 1. Schlacht auf dem Amselfeld schon 1389 stattfand.
Informationen dazu im Internet: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_auf_dem_Amselfeld_(1448))

Tadle einen, wenn er dich hören kann, und lobe ihn, wenn er es nicht kann.

Tue Gutes und bereue es nicht, tue Übles, erwarte das Gleiche.

Über dem Popen gibt es noch einen Popen.

Über Geheimes urteilt Gott allein.

Ungerecht erworbenes Gut kommt nicht aufs dritte Glied.

Unglück und Zwietracht reiten zur See.

Vermeide den Narren und vermeide den Heiligen!

Verunglückt wie Janko auf dem Amselfeld.
(Mit Janko ist der ungarische Heeresführer Johann Hunyadi gemeint, der 1448 die 2. Schlacht auf dem Amselfeld gegen die Serben führte und verlor. Verunglückt ist Janko, da er in der Schlacht schweren Verluste der ungarischen Ritter hinnehmen musste.  Informationen dazu im Internet: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_auf_dem_Amselfeld_(1448))

Viele Körner bilden einen Haufen.

Viel tut die Liebe, mehr noch das Gold.

Vom Vater das Vermögen, von Gott die Frau als Segen.

Von einem billigen Fleische muss man die Suppe weggießen.
(Das Sprichwort gibt eine inzwischen weitestgehend vergessene Erfahrung wieder. Wenn man das viel zu billige Fleisch aus der Massentierhaltung überall in den Läden sieht, mag man sich nicht vorstellen, was viele Menschen hierzulande freiwillig essen. Ordentlich gewürzt und gut durchgebraten landet so manches auf dem Grill, was im Originalzustand keiner kaufen würde und nicht verzehrsfähig ist. Ein unangemeldeter Besuch in der Massentierhaltung wäre allen zu empfehlen und würde massive Änderungen im Essverhalten bewirken.)

Von einem König geliebt zu werden, heißt nicht, geliebt zu werden.

Von schönen Worten kommt keine Butter auf den Kohl.

Während die Weisen grübeln, erobern die Dummen die Festung.

Während einer denkt, spricht der andere und der Dritte handelt.

Was der Herbst hereinträgt, trägt der Winter hinaus.

Was der Hund in den Himmel bellt, hört Gott nicht.

Was der Mensch am wenigsten fürchtet, vor dem soll er sich am meisten hüten.

Was der Nüchterne denkt, plaudert der Betrunkene.

Was die Wiege eingelullt, das hat auch die Schaufel begraben.
(Das bedeutet, was der Mensch mit zur Welt bringt, begleitet ihn bis ans Lebensende.)

Was du mir sagst, begegne mir; was du mir wünschest, möge dir begegnen.

Was Einer schnitzt, das fällt ihm auch vor die Füße.

Was mit Gewalt genommen ist, ist verflucht.

Was nicht schön zu schauen, ist nicht schön zum Küssen.

Was nützt dir die weite Welt, wenn deine Schuhe eng sind?

Weh der hornlosen Ziege, wenn sie mit dem Wolfe Krieg führt.

Wehe dem Herrn des Hauses, den der Diener belehrt.

Weh dem Kranken in einem leeren Hause!

Wehe dem Wolf, hinter dem die Hunde nicht herbellen.

Weiße Hände lieben fremde Arbeit.

Wen auch sonst kein Feind anbellt, dem bringt die Mutter einen zur Welt.

Wenn das Glück dich nicht erwartet, so kannst du es nicht zu Pferde holen.

Wenn der Fidler von Gerechtigkeit aufspielt, schlägt ihm der Bogen auf die Nase.

Wenn der Frosch sieht, wie das Pferd beschlagen wird, bringt er seine eigenen Füße zum Schmied.

Wenn der Fuchs über das Eis geht, kannst du eine Kanone hinüberfahren.

Wenn der Hund hungrig ist, so liegen ihm im Schlaf alle Bissen vor Augen.

Wenn der Teufel die Wiege nicht zertrümmerte, wird er das Grab zertrümmern.
(Das bedeutet, wer Unglück haben soll, wird es bekommen. Wenn kein Unglück in der Jugend kommt, wird es eben im Alter zur Stelle sein.)

Wem die Katze schmeichelt, den kratzt sie auch.

Wenn die Pfennige klingeln, sind die Philosophen still.

Wenn die Wölfe satt sind, können die Schafe nicht vollzählig sein.

Wenn du lügst, dann lüge so, dass du selbst glaubst, es sei die Wahrheit.

Wenn er nicht soll singen, braucht man ihm nur ein Weib zu geben.

Wenn es regnen wird, fängt es mit ein paar Tropfen an.

Wenn Gott einen Mann strafen will, so gibt er ihm eine einzige Tochter zur Frau.

Wenn Gott Glück austeilt, fragt er nicht, wessen Sohn du bist.

Wenn ich auf Reisen bin, gib mir Gott das, was meine Frau, nicht was meine Mutter im Sinn hat.

Wenn Kummer nicht reden könnte, würde er sterben.

Wenn's am stärksten donnert, fällt der schwächste Regen.

Wer allen folgt, tut Unrecht, wer keinem folgt noch mehr.

Wer auf Kredit trinkt, wird doppelt betrunken.

Wer dankt, denkt nicht an Rückzahlung.

Wer das Alte nicht flickt, trägt auch das Neue nicht.

Wer den Bruder nicht als Bruder behandelt, wird einen Fremden als Herrn betrachten müssen.

Wer den Wein trinkt, wird sich betrinken. Wer das Pferd reitet, wird herunterfallen.

Wer die Küste besitzt, besitzt das Meer, und wer die Ebene hat, dem gehört die Festung.

Wer die Scham vor den Menschen verliert, wird auch die Scham vor Gott verlieren.

Wer drei Hasen nachjagt, wird keinen fangen.
Wer viele Hasen jagt, fängt keinen.

Wer eine krumme Straße gerade ziehen möchte, muss viele Häuser niederreißen.

Wer ein Weib fürchtet, ist schlechter als ein Weib.

Wer in den Kolo*1 eintritt, verlässt sich auf die Füße.

Wer in die Mühle geht, macht sich mehlig.

Wer Krieg wünscht, der möge ihn zu Hause haben.


Wer lange genug durchs Dorf geht, erhält entweder einen Hundebiss oder eine Mahlzeit.

Wer lesen kann, hat vier Augen.

Wer mich einmal betrügt, ist ein Nichtswürdiger, aber wer mich öfters betrügt, ist ein tüchtiger Mensch.

Wer mit dem Kaiser Krieg führt, trägt Übles heim.

Wer mit dem Teufel Kürbisse säet, an dessen Kopf werden sie zerschlagen.

Wer nach fremder Wolle ausgeht, kommt oft selbst geschoren nach Hause.

Wer nicht das Alte flickt, wird nie das Neue tragen.

Wer Schlechtes tut, muss auch Schlechtes erleben.

Wer sich allzu oft bückt, fängt an, krumm zu gehen und zu denken.

Wer sich an das Recht klammert, wird niemals dahin kommen, eine Kuh zu kaufen.

Wer sich gen Westen und Osten beugt, hat gar keinen Glauben.

Wer sich verheiraten will, suche eine Frau, die ihm gleich ist.

Wer sich vor den Menschen verbirgt, sollte lieber gar nicht da sein.

Wer sich zu dem Schlechten gesellt, beklagt sich immer.

Wer trinkt und nicht bezahlt, kehre nie mehr in die Schenke zurück.

Wer von der Schlange gebissen wurde, fürchtet sich auch vor der Eidechse.

Wer vor jedem Unbedeutenden den Hut zieht, wird kahl.

Wer Wasser ins Feuer schüttet, soll über Kälte nicht klagen.

Wer zu viel trinkt, schlägt sich auf den Kopf.

Wessen der Hinterhalt, dessen ist auch der Sieg.

Wie die Brüder, so die Braut.

Wie du einem zutrinkst, so wird er dir auch zutrinken.

Will Gott sich nicht beteiligen, vermögen nichts die Heiligen.

Wirres Haar braucht einen großen Kamm.

Wo alle riechen, wird man nicht gerochen.

Wo Ärzte und Apotheker fehlen, da sterben die Leute an Altersschwäche.

Wo das Recht nicht hilft, wird das Unrecht noch weniger helfen.


Wo der Hase geworfen wird, da kommt er auch um.

Wo die Sau ihr Fett erwirbt, da lässt sie es auch.

Wo Eintracht wohnt, da ist auch Gottes Segen.

Wo es keinen Guten gibt, dort gibt es auch nichts Gutes.

Wohlgeordnete Armut ist großer Reichtum.

Wo immer Kummer ist, da ist eine Frau.


Wolfshunger lässt Wolfszähne wachsen.


Womit man sich plagt, mit dem lernt man.

Wo Silbermünzen klingen, da schweigen die Weisen.

Wo zwei sich unterhalten, ist ein dritter der Knochen im Halse.

Zerstreue mit einer Hand, sammle mit zweien.

Zu einem Heiligen, der nicht hilft, soll man auch nicht beten.

Zu einem leeren Glase hat man kein Gebet.

Zum Gericht hin sind die Türen breit, vom Gericht weg aber schmal.

Zwei Haselnüsse sind für die Nuss ein Heer.
*1 Kolo = serbisch für Rad, Kreis - ist ein Reigentanz der Südslawen, traditioneller Kreistanz des Balkan und Nationaltanz der Serben. Er wird meist bei sozialen, kulturellen oder religiösen Festen in der jeweiligen Volkstracht getanzt. Oft hat jede Region eine eigene Form des Kolo. Der Kolo wird in Gruppen von drei bis mehreren Dutzend Personen getanzt, die sich gegenseitig an den Händen, an der Taille oder an den Schultern halten, wobei die Füße sich in Tanzschritten bewegen. Die gleichnamige Kolo-Musik wird mit meist mit einem Akkordeon, aber mit einer Frula (Version der Blockflöte) oder einer Mundharmonika in schnellem 2/4-Takt gespielt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kolo_(Tanz)
   
*2 Para = kleinste Münzrechnungseinheit in Serbien, im früheren Jugoslawien und vom 17. Jh. bis 1924 im Osmanischen Reich / Türkei. Para stammt aus dem Türkischen und bedeutet Geld, Münze. Die ehemalige osmanische/türkische Währungseinheit wurde nach den Osmanen in Jugoslawien verwendet und ist bis heute die Untereinheit des Serbischen Dinars. Als letzter Nachfolgestaat Jugoslawiens wurde der Jugoslawische Dinar 2003 in Serbien durch den Serbischen Dinar ersetzt., der in 100 Para unterteilt ist. Es wurden keine neuen Para-Münzen mehr geprägt. Seit das jugoslawische 50-Para-Stück am 1.1.2008 außer Kurs gesetzt wurde, existieren keine Para-Umlaufmünzen mehr. 1 Serbischer Dinar entsprach im Juni 2020 ca. 0,0085 Euro
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Para_(W%C3%A4hrungseinheit)

*3 Windspiel = früher die allgemeine Bezeichnung für Windhunde, nicht zu verwechseln mit den in vielen Gartenmärkten verkauften Mobiles, die im Freien aufgehängt und die durch den Wind bewegt werden. Windspiele (Windhunde) sind hochläufigen, schlanken Hetzhunde, die ihre Beute auf Sicht jagen. Ihre ursprüngliche Aufgabe bestand darin, gesundes Wild (Hasen, Füchse, Rehe) einzuholen. Sie zählen nach den Geparden zu den schnellsten Landtieren der Erde. Schon im alten Ägypten aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. sind Bilder dieser Hunderasse, damals als Tesem bezeichnet, erhalten. Friedrich der Große (1712 - 1786), König von Preußen war Liebhaber dieser Hunderasse. Er wollte nach seinem Tod in einer Gruft auf der Terrasse des Schlosses Sanssoucis neben seinen Hunden beerdigt werden, was erst 1991 geschah.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Windhund
          https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Preu%C3%9Fen)