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Sprichworte aus Russland
A - Den  /  Der - Dz  /  E - F  /  G - M  /  N - V  /  W - Z
Flagge Russland
Wappen Russland
                         Flagge von Russland                                         Wappen von Russland

Russland ist ein föderativer Staat im nordöstlichen Eurasien. Russlands ist mit 17,075 Millionen Quadratkilometern das flächengrößte Land der Erde (11% der Weltlandfläche, wie etwa Australien und Europa zusammen). Auf Asien entfallen 75 Prozent der Landfläche, auf Europa 25 Prozent. In Russland befindet sich auch der älteste und tiefste Binnensee der Welt (Baikalsee) und es verfügt über das größte Süßwasservorkommen der Welt (Baikal- und Ladogasee. Bis auf die Tropen sind alle Klimazonen vertreten. Mit ca. 144,5 Millionen Einwohnern (2019, ohne Krim) zählt Russland zu den weltweit am dünnsten besiedelten Flächenstaaten.

Der Anfang Russlands geht auf einen Normannen-Fürsten namens Rurik zurück, der 862 von slawischen und finnischen Stämmen zur Herrschaft eingeladen wurde. Für dessen minderjährigen Sohn eroberte der Regent Oleg 882 von Nowgorod aus die Stadt Kiew. Damit wurde das Großreich der Kiewer Rus begründet. 1263 errang das Großfürstentum Moskau die Vormachtstellung, welches durch stetigen politischen und geografischen Machtzuwachs zur Keimzelle des russischen Reiches wurde.

Nachfolgestaat wurde das von Iwan IV., dem Schrecklichen, im Jahr 1547 proklamierte Russische Zarenreich, welches bis 1917 bestand hatte. Nach dem Ende der Sowjetunion am 31.12.1991 ist die Russische Föderation der „Fortsetzerstaat“

Die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik (RSFSR) war die älteste, größte und bevölkerungsreichste Unionsrepublik der Sowjetunion. Sie wurde am 7. November 1917 gegründet und gehörte 1922 zu den Gründungsmitgliedern der Sowjetunion. Kurz vor deren Auflösung wurde sie als Russische Föderation unter Wahrnehmung aller Rechte und Pflichten der UdSSR unabhängig. Am 12. Juni 1990 nahm der erste Kongress der Volksdeputierten der RSFSR die Deklaration der staatlichen Unabhängigkeit Russlands an. Seit 1994 ist der 12. Juni als „Tag Russlands“ Nationalfeiertag.

Seit Jahrhunderten sind in dem großen Land vielfältige Sprichworte überliefert worden. In der Universität St. Petersburg befindet sich heute eine Sammlung mit über 500.000 russischen Sprichwörtern. Über 2500 russische Sprichwörter befinden sich auf diesen Internetseiten. Mit den Sprichwörtern der verschiedenen Ethnien in Russland sind es über 5000 Sprichwörter. Selbst im Deutschen Sprichwörter Lexikon von Wander befinden sich über 4000 russische Sprichwörter, die Julius Altmann in Russland gesammelt und 1852 bis 1855 in Deutschland veröffentlicht hat. Leider hat Wander sie oft verändert oder alleine mit eigener Nr. aufgeführt, das man sie vielfach für deutsche Sprichwörter halten kann.

   Quelle:  
http://de.wikipedia.org/wiki/Russland

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Russische Sprichwörter  von  A bis Den
Russische Sprichwörter  von Der bis Dz
Russische Sprichwörter  von       E bis F
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Russische Sprichwörter  von      N bis V
Russische Sprichwörter  von      W bis Z
Sprichwörter anderer Völker in Russland


Achte nicht auf den Namen des Vogels, sondern auf seinen Gesang.

Alan muss dem Pfahl nicht auf das spitze Ende schlagen.


Alle Dinge kannst du nicht machen.


Alle Hunde bellen, aber nicht jeder beißt.

Allein wie das rechte Auge.


Allein wie ein Sandkorn im Auge.


Alle lieben den Besitz, aber nicht alle werden von ihm geliebt.


Allen machst (kannst) du es nicht recht (machen).


Alle Mädchen sind gut, schön und hübsch. Wo kommen bloß die vielen bösen Weiber her?

Alle schlechten Menschen wohnen hinterm Ural.
(Sprichwort aus Sibirien)

Alles gibt es. Auch das gibt es, dass es nichts gibt.

Alle sind Leute, doch nicht alle sind Menschen.

Alles ist gut, was gut endet.
(Sprichwort aus Deutschland.: Ende gut, alles gut, aus Ungarn: Alles ist gut, wenn das Ende gut ist.)

Alles Neue findet Widerspruch.

Alle ungeschickten Arbeiter schimpfen auf ihr Werkzeug.


Allzuheiß hat die Kühlung in sich.

Als der Hecht den Stint verschluckt hatte, fraß ihn der Hai.

Als der Marder das Huhn stahl, schalt ihn der Fuchs Räuber.

Als der Sarg fertig war, starb der Schreiner.

Als die Nachtigall gesungen hatte, verstummte die Lerche, doch der Rabe schrie: Krah, krah!

Als die Sonne auf die Distel schien, hielt sie sich für eine Sonnenblume.

Als er lebte, war er ein Oberst, als er starb, wurde er ein Toter.


Als Gott die Schätze der Welt verteilte, froren ihm über Sibirien die Hände und er ließ sehr viel fallen.


Als ich durch die Wüste zog, fehlte mir das Kamel; nun ich ans Meer komme, fehlt mir der Kahn.

Alte Bäume haben steife Äste.

Alte Leute, alte Leiden.


Alte Wunden schmerzen mehr als frische.


Am Bier erkennt man den Krüger.

Am Don, da ist es schön, aber daheim ist es besser.

Am Goldbach wachsen die Freunde wie Erlen am Ufer.

Am Himmel hat sich noch niemand den Kopf zerstoßen.


Am Meere wohnen auch noch andere Leute als Schiffer.


Am schnellsten kommt man auf dem Steckenpferd seines Vorgesetzten voran.


Am Wege, der zur Hölle führt, stehen viele Klöster.

An armer Leute Kinnlade lernt der junge Zahnarzt Zähne ausbrechen.

An den eigenen Körnern lerne erkennen, wann anderer Roggen zeitig ist.

An den hohen Bäumen merkt man zumeist, woher der Wind weht.

An den Spieß der Versuchung steckt der Teufel die meisten Braten.


An der Angel der Wahrheit beißen nur kleine Karpfen; mit dem Netz der Lüge fischt man große Lachse.


Anderer Lob hat Rosenduft für uns, Selbstlob hat Kotgeruch für andere.

Andere Zeiten, andere Städte.
(Das Sprichwort geht auf den lateinischen Vers „tempora labuntur tacitisque senescimus annis“ („Die Zeiten gleiten dahin und in stillen Jahren altern wir.“) aus dem Werk Fasti von Ovid (Publius Ovidius Naso) zurück. Wie das russische Sprichwort geht das gleichbedeutende deutsche Sprichwort „Andere Zeiten, andere Sitten.“auf dieselbe Quelle zurück.)

Anderm die Netze flicken und seine eigenen zerrissen lassen.

Andern vertreibt er die Ratten und ihn vertreiben die eigenen Mäuse.

An der Quelle ist auch die Wolga nicht tief.


An der Stirn ist auf der Stirn.

(Das bedeutet, egal wie, es geht nicht.)

An eine reine Quelle soll man mit reinem Eimer gehen.

An einer goldenen Krücke geht der Lahme schneller als der Arme auf zwei gesunden Beinen.


An ein stumpfes Messer braucht man keine goldene Klinge zu setzen. Soll am Messer eins von Blei sein, dann lieber der Griff als die Schneide.

Anführen heißt nicht führen an der Hand.

Angst hat große Augen.

An kurzen Haaren ist nicht viel zu kämmen.


An Lügen gewöhnt man sich wie an Regierungen.


An Salz kann man sich nicht satt essen und mit Gedanken sich nicht von seinen Sorgen befreien.


An Unordnung geht das stärkste Heer zugrunde.

Appetit lehrt den Lahmen gehen und Hunger lässt ihn springen.

Arbeiten wollen, fördert nicht das Werk.


Arbeite, und du kannst schlafen.


Argwohn hält die Triller der Nachtigall für Froschgequake.


Argwohn wittert in jedem Räuchlein eine Brandstiftung.

Armer Leute Hoffart ist wie eine Blase auf dem Sumpfe, die bald genug zerplatzen wird; reicher Leute Hoffart gleicht dem Sumpfe selbst, der erst allmählich austrocknet.

Armut ist der Armut Erbe.

Armut ist eine Sünde, die der Reiche nie vergibt.

Armut ist keine Sünde, es ist etwas Schlimmeres.

Armut lockt den Teufel aus der Hölle.

Armut macht die Erfindungen, Reichtum benutzt sie.

Auch an des Zaren Fuß klebt der Schatten.

Auch an einer goldenen Galgenstange erhängt werden ist keine Ehre.

Auch auf unserer Straße wird einmal Festtag sein.

Auch ausgetrocknet ist das Meer noch lange kein Bruder der Pfütze.

Auch das Gold ist nur ein Erz.

Auch das Gras bäumt sich, wenn der Wind darübergeht.


Auch das Gras hat seinen Feind an den Schafen.


Auch das große Los verdient es nicht, dass man bis an seinen Tod darauf hofft.

Auch dem Teufel muss man sein Recht lassen.

Auch der Adler fliegt nicht höher als die Sonne.

Auch der beste Jäger kann nur Rehe schießen, wenn es welche gibt.

Auch der beste Wind kann nicht allen Schiffen gerecht sein.

Auch der Esel sieht nur in den Abgrund, er springt aber nicht hinein.

Auch der Geizhals wünscht, dass an seiner goldenen Braut etwas von Fleisch sei.

Auch der gute Apfel verdirbt, wenn er neben dem verfaulten liegt.

Auch der hässliche Mensch ist ein Mensch Gottes.


Auch der Heilige wendet das Haupt um, wenn die schmucke Dirne nackt bei ihm vorübergeht.

Auch der höchste Baum wächst nicht über seinen Gipfel hinaus.

Auch der Hund des Zaren bellt, wenn er einen Knochen sieht.

Auch der längste Mai reicht nicht in den Juni hinein.


Auch der liebe Gott schläft zuweilen.

Auch der Met rechnet sich unter die Weine.

Auch der Ruhm des schnellen Stromes reicht nur bis zum Ozean.

Auch der schöne Schmetterling war einst eine hässliche Raupe.

Auch der Stutzer greift nach der Dreckstange, ehe er ertrinkt.

Auch der süße Met hat einen säuerlichen Beigeschmack für den, der ihn trinken soll.

Auch der süsßste Wein ist bitter, wenn man zu viel davon trinkt.

Auch der Talg zählt sich gern zum Wachs.

Auch der Teufel hat seine verwundbare Stelle.

Auch der wachsamsten Katze entrinnt wohl ein Mäuslein.

Auch der Weise ist's nicht durch sich selbst.

Auch der Zar hat keinen Keller, aus dem er für alle Weine holen kann.

Auch der Zar steht in Gottes Schatten.

Auch der Zar wird kotig, wenn er in eine Pfütze tritt.

Auch des Gutsherrn Pferd wird von Bremsen gestochen.

Auch des Zaren Krone schützt nicht vor Kopfweh.

Auch des Zaren Ochs hat nicht mehr Homer als zwei.

Auch die Ameise hat ihren Zorn.

Auch die beste Mühle macht aus Gerstenkörnern kein Weizenmehl.

Auch die Bibel endet mit der letzten Seite.

Auch die Glocke des Iwan Welikij (der Große) läutet nicht von selber.

Auch die goldene Glocke gilt für missraten, an der ein hölzerner Klöppel hängt.

Auch die kräftigste Tanne wächst sich einmal aus.

Auch die Kuh hält sich für eine Musikantin, wenn sie eine Schelle trägt.

Auch die Nessel hat recht, wenn sie sagt, dass sie zu den Pflanzen gehöre.

Auch die Nessel spricht gern von ihren Blüten.

Auch die reden vom Paradies, die für die Hölle bestimmt sind.

Auch die Wahrheit ertrinkt, wenn das Gold aufschwimmt.


Auch ein aussätziger Zar gilt für rein.

Auch ein einzelner Tropfen lässt das Meer wachsen.

Auch einem scheuen Liebenden wächst der Mut in der Brautnacht.

Auch eine Nessel verwelkt zuletzt.

Auch eine winzige Wahrheit kann eine große Lüge zunichte machen.

Auch ein kleiner Berg kann einem großen Flusse den Ursprung geben.


Auch ein kleiner Besen kehrt die Tenne rein.

Auch ein Papagei erfreut sich an seiner Stimme.


Auch Eisen kann erweicht werden, aber es bedarf großer Hitze.


Auch im Schlaf haut auf den Amboss der Schmied.

Auch Moskau wurde nicht auf einmal (plötzlich) erbaut.
(In Deutschland.: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und ähnlich in anderen Ländern.)

Auch schlafend zählt Gelder der Geizhals.

Auch vom toten Zaren Böses zu reden, ist gefährlich.
Auch von einem toten Zaren Übles zu reden, ist gefährlich.

Auch wenn die Weiber aus Glas wären, sie würden (doch) undurchsichtig sein.


Auch wer stiehlt mit List, gar bald gefangen ist.

Auch zwei Schwache können einen Starken besiegen.

Auf das Versprochene muss man drei Jahre warten.

Auf dem Gesicht des Menschen steht seine Geschichte.

Auf dem Kopf die Haare dicht, doch darin ist`s reichlich licht.

Auf dem Meere schwört man es, und auf dem Lande hält man es nicht.

Auf dem Ofen sitzend wird man nicht General.


Auf der Knute*2 wirst du nicht weit reisen.

Auf der Welt fehlt es nicht an guten Menschen.

Auf der Welt ist nichts elender, als eine reiche Frau zu haben.

Auf der Wiese der Hoffnung weiden viele Narren.


Auf des Bäckers Tisch kommt selten Weißbrot.

Auf des Fischers Tisch kommen die schlechtesten Karpfen.

Auf des Zaren Tafel kommt nicht aller Wein.

Auf ein böses Leben folgt ein böses Ende.
(Das bedeutet, wer ein böses Leben lebte, wird nicht gut oder ehrlich sterben.)

Auf eine goldene Nadel, wenn sie auch dünn ist, vermag der Reiche zehn dicke Narren aufzuspießen.


Auf eine goldene Sünde folgt leicht eine bleierne Strafe.

Auf einen goldenen Schoß will sich jeder setzen.


Auf einen räudigen Gaul gehört ein schäbiger Sattel.

Auf einer goldenen Schaukel kann man bis in den Himmel fliegen.

Auf einer öden Insel ist es selbst einem Mönche leicht, enthaltsam zu sein.

Auf eine Trompete hören viele Soldaten.

Auf Gottes Waage wiegt die Tugend schwerer als Gold.

Auf gute Anrede folgt guter Bescheid.

Auf jeden Weisen kommt genug Einfalt.

Auf kleinen Pferden kann man auch reiten.


Auf schlechtem Weg kommst du nicht weit voran.


Auf Versprochenes wartet man drei Jahre.


Auf welchen Finger du auch beißt, es schmerzt dich jeder.


Aus alten Eichen lässt sich viel Holz schlagen.

Aus dem Ei des Mitleids ist oft schon die Henne der Liebe gekrochen.

Aus dem Feuer in die Flamme.

(Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung.: Vom Regen in die Traufe kommen.)

Aus dem Gericht und aus Teichen kannst du nicht trocken entweichen.

Aus dem Hause vertreibt dich die Stiefmutter und aus dem Walde der Bär.


Aus dem Munde eines Kindes spricht die Wahrheit.


Aus den bittern Lindenblüten bereiten die Bienen den süßen Honig.

Aus der Hölle und aus Sibirien kommt keiner zurück.

Aus der Quelle schöpft man das reinste Wasser.


Aus der Schule der Weisheit gehen viele unbefriedigt nach Hause; aus der Schule der Narrheit tritt jeder mit voller Zufriedenheit.

Aus einem hinkenden Kalbe wird ein lahmer Ochs.

Aus einem Lindenkorn wächst keine Tanne.

Aus einem Wasserfass kann man kein Bier zapfen.

Aus einer Henne kann ein Hahn werden.

Aus eines andern Säckel zieht man Rubel, wie aus dem eigenen Kopeken.

Aus Fehlern lernt man.
(Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung: Durch Schaden/Fehler wird man klug.)

Aus Gerstenkleien lassen sich keine weißen Kringel backen.

Aus Gras wird Heu, aus einem schönen Mädchen ein altes Weib.

Aus grobem Flachs gewinnt man kein feines Linnen.

Aus Liebe zu den Forellen küsste des Fischers Sohn das Gras, welches am Ufer wächst.

Aus Liebe zu seines Herren Met küsste der Diener die Flasche.

Aus Liebe zur Sahne leckt die Katze den Topf.
(Ein russisches Sprichwort, das durch Wander 1873 im 3. Band seines Deutschen Sprichwörter Lexikons unter Liebe Nr. 26 verändert wurde und so verfälscht in deutscher Sprache als „Aus Liebe zur Sache leckt die Katze den Topf.“ bekannt ist. Wander gibt sogar die richtige Quelle bei Altmann in den Jahrbüchern für slavische Literatur, Kunst und Wissenschaft aus dem Jahr 1855, Seite 392, an, wo man den korrekten Wortlaut lesen kann.)

Aus Nachbars Mehl ist gut Kuchen backen.

Aus Schutt kann man keine Schlösser bauen.
Balsam heilt langsam, Gift tötet schnell.

Baue erst den Stall, bevor du die Gäule kaufst.


Baust du ein Schloss an die Grenze, dann befestige es mit doppeltem Wall.

Bedenke es am Abend und tu es am Morgen, dann hast du keine Sorgen.

Behaglich lebt, wer Großmütterchen für sich sorgen lässt.


Behalte nicht hundert Rubel, behalte lieber hundert Freunde.


Bei den Lahmen ist das Hinken Sitte.


Bei der Ausfahrt ist der Landwind besser als der Seewind.

Bei der Sonne ist es warm, bei der Mutter dem Sohne wohl.

Bei der Wahrheit helfen Engel, zur Lüge treibt der Teufel.


Bei der Wahrheit verrechnest du dich nie.


Bei einer Hure ist man vor eigenen Kindern sicher, aber nicht vor fremden.


Bei einer Verbeugung wird der Kopf nicht abfallen.

Bei euch hackt man Holz und zu uns fliegen die Späne.

Bei kurzer Rede ist gut zuhören, bei langer gut nachdenken.

Beim fleißigen Menschen schaut die Armut nur zum Fenster herein. Sie wagt nicht einzutreten.

Beim Geschmack und bei den Farben gibt es keinen Freund.


Beim Gold ehrt man auch die Abfälle.


Beim Schmied kaufe Hufeisen aber nicht Pferde.

Beim Spiel und auf Reisen lernt man Leute kennen.

Bei sieben Ammen bleibt das Kind ohne Aufsicht.


Bei sieben Hirten keine Herde.

Bei uns ist es neun Monate im Jahr kalt und drei Monate saukalt.
(Sprichwort aus Sibirien)

Belehre deine Frau nicht in Gegenwart deiner Kinder und deine Kinder nicht vor Fremden.

Beschuldige nicht den Spiegel, wenn dein Gesicht schief ist.

Besitz bringt Sorge, Armut hat sie schon.

Besser betteln als stehlen, aber besser arbeiten als betteln.


Besser bittere Wahrheit als eine schöne Lüge.

Besser Brot und Wasser als Kuchen und Sorgen.

Besser der Strumpf fehlt, als das Bein.


Besser die Pfeifer fehlen als die Tänzer.

Besser eine kluge Antwort langsam als eine dumme schnell.

Besser eine lange Scheide und ein kurzes Schwert als eine kurze Scheide und ein langes Schwert.


Besser ein Fuchs unter Gänsen, als eine Gans unter Füchsen sein.

Besser ein halbes frisches Ei als ein ganzes faules.

Besser einmal im Jahr gebären, als täglich den Bart zu scheren.


Besser ein Sperling heute als ein Haselhuhn morgen.

Besser, etwas nicht auszusprechen, als es zu widerrufen.


Besser nackt als in gestohlener Seide.


Besser viel Ähren als viel Quecken.

Besser weniger und dafür besseres.

Bestelle den Sarg nicht, ehe der Tote auf dem Tische liegt.


Betrug ist oft die Mutter des Profits, aber Profit nicht immer der Sohn des Betruges.


Betteln ist besser denn stehlen, arbeiten aber ist besser als betteln.


Bevor du in den Krieg ziehst, bete einmal, gehst du zur See, bete zweimal - und dreimal bete, bevor du in den Ehestand trittst.

(auch aus Polen)

Bevor es donnert, wird der Bauer sich nicht bekreuzigen.

Bevor nicht Blut aus dem Euter fließt, hört der Geizige nicht zu melken auf.

Bewachte die Katze das Haus, würde der Hund Mäuse fangen.


Bewunderung ist die Tochter der Unwissenheit.


Bezähme die Zunge und halte das Herz in der Faust.

Bissige Hunde bringen ein zerrissenes Fell nach Haus.

Bitte um den langen Kaftan, damit dir das kurze Hemd zu Teil werde.

Blase nicht eher, bis du das Horn hast.


Blinder klage dein Leid dem Blinden, aber nicht dem Sehenden, denn was weiß der Tagwandler davon, wie einem Nachtwandler zu Mute ist.

Böse Gedanken sind der bösen Taten Vorläufer.

Böser als böse ist ein böses Weib.


Brot stellt dich auf deine Füße, Wein wirft dich herunter.


Bruder bleibt Bruder und Schwiegervater bleibt Schwiegervater, bloß das liebe Geld weiß von keiner Verwandtschaft.

Brüderliche Liebe hält fester als steinerne Mauern.
Dampf tut den Knochen nicht weh.

Danach der Seiler, danach die Reeperbahn.

Danach die Felsen, danach der Widerhall.

Danach man in die Pfeife bläst, danach gellt es.

Danke Gott für das Stroh, wenn das Korn missraten ist.

Danke Gott für die Quelle und sorge für einen Schöpfbecher.


Das Alter ist zwar keine Freude, aber sterben will man trotzdem nicht.


Das blaue Band ist nur ein Streifen Seide für die, welche keine Orden besitzen.

Das Blöken verlernen die Kälber nicht.

Das Brot ist teuer, wenn kein Geld da ist.


Das Brummen kündigt des Bären Nähe an.


Das Dunkel der Nacht ist gewisser als das Licht des Tages.


Das Eichhörnchen schützt seine Behändigkeit, den Bären seine Stärke.


Das eigene Fell ist des Fuchses Feind.


Das eine Öl kommt in die Lampe, das andere in den Weihkessel.

Das Einseifen tut`s nicht allein, der Bart will auch geschoren sein.


Das Eisen liegt über dem Gold.


Das Ende krönt die Tat.


Das erste Kindbett zerstört den Busen, das zweite das schöne Gesicht, das dritte raubt auch das Haar.

Das erste und das letzte Stoof gehört dem Brauer.
(Stoof = altes Maß für Flüssigkeiten, regional unterschiedlich zwischen etwas mehr als 1 Liter bis etwas über 3 Liter. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Stoof_(Einheit))

Das Essen richtet mehr zugrunde als das Fasten.

Das Feld der Wollust ist zwar mit Rosen überwuchert, sie tragen aber Dornen, den Disteln gleich.


Das Futter ist teurer als das Pferd.


Das Geld des anderen hat scharfe Zähne.

(Sprichwort auch in Norwegen)


Das Geschwür des Kriegs lässt sich nur durch die Lanzette des Kriegs kurieren.


Das Gesetz gleicht der Deichsel eines Wagens: Du kannst sie drehen, wohin du willst.


Das Gesetz ist eine Wetterfahne, Geld ist der Wind, der sie dreht.

Das Gesetz sitzt im Wagen, der Betrug ist das Zugpferd.

Das Gestern holst du nicht ein, dem Morgen entkommst du nicht.

Das gestrige Gewitter tut heut keinen Schaden mehr.


Das gestrige Leid kümmert den nicht, der das heutige empfindet.


Das Gewissen hat keine Zähne und kann doch nagen.


Das Glück begünstigt die Schlauen.


Das Glück fliegt herum wie ein Schmetterling, der erst Eier legt, wenn er die stinkende Blume findet.


Das Glück folgt dem Geschickten.


Das Glück fühlt sich nicht wohl unter den Armen.


Das Glück geht auf Krücken, das Unglück hat Flügel.


Das Glück hängt nicht in der Luft, es wird mit den Händen geschaffen.


Das Glück hat einen kürzeren Arm als das Unglück.

Das Glück ist ein Aal im Teich der Dummen.


Das Glück ist ein Buckel, der schwer zu tragen ist.

Das Glück ist ein Quell, nicht jeder hat einen Schöpflöffel dazu.


Das Glück ist ein Vogel, der zwar des Narren Wald durchfliegt, aber nicht darin nistet.


Das Glück ist kein Hühnchen, du kannst es nicht anlocken.


Das Glück naht unversehens auf Flügeln, das Unglück humpelt auf Krücken.


Das Glück sitzt im Sattel, Unglück liegt unter den Hufen.

Das Glück suche man nicht, man schmiede es.


Das Glück vergisst man schon am Tage, das Unglück nicht einmal über Nacht.


Das Gold hat erst Wert, wenn es aus der Erde gehoben ist.


Das Grab macht den Buckeligen gerade und der Stock den Steifen biegsam.


Das Gute in der Ferne sticht das Böse in der Nähe aus.

Das Haar ist lang, die Zunge länger.

Das Hemd deckt mehr Schande als der Kaftan, die Haut aber noch mehr als das Hemd.

Das Herz birgt den Reichtum, die Börse nur die Rubel.

Das Herz des Edelmütigen ist schon mit geringer Liebe zu fangen, das Herz des Gottlosen nur mit vieler Schmeichelei.


Das Herz des Narren hat seinen Thron auf der Zunge.


Das Herz eines Mädchens gleicht einem dunklen Wald.

Das Huhn ist kein Vogel, und das Weib ist kein Mensch.

Das Huhn wird nicht von den Eiern belehrt.

Das ist ein arger Schlecker, der den Honig noch süßer will.

Das ist ein glücklicher Mensch, der an der Rübe empfindet, wie der Spargel schmeckt.

Das ist ein schlechter Brunnen, in den man erst Wasser hineintun muss.

Das ist ein schlechtes Lachen, das mit den Tränen des andern gepaart ist.


Das ist ein Stock mit zwei Enden.

(Vergleichbares Sprichwort in Deutschland: Es hat alles zwei Seiten.)

Das Lächeln ist ein Fenster, durch das man sieht, ob das Herz zu Hause ist.


Das Leben des Mannes ist gleich dem Tautropfen auf einem Blatt.


Das Leben ist eine Reise mit Hindernissen.


Das Leben ist kein Stein, es liegt nicht an einem Ort, sondern bewegt sich fort.


Das Liebesfeuer hat schon manch Vorurteil verbrannt.


Das Mädchen weiß nichts, aber versteht alles.


Das Meer grämt sich nicht um die Fische.


Das Meer verschlingt Weise wie Narren.

Das Meer winkt dem Deich, aber der Deich nicht dem Meere.

Das Meer wird auch von einem Tropfen größer.


Das Mieder der Zarin deckt auch nur zwei Brüste.

Das Misstrauen ist die Axt am Baum der Liebe.

Das Mitleid der Reichen ist wie der Tau, der vom ersten Strahl der Sonne aufgesogen wird.

Das neidische Auge sieht um die ganze Erde herum.


Das Netz ist nicht die Hauptsache, sondern die Fische.


Das oft gesehene Mädchen ist Kupfer, das ungesehene Gold.


Das Pferd hat seine Kräfte mit dem Wolf gemessen, Schwanz und Mähne sind übrig geblieben.


Das Pferd hat vier Füße und stolpert doch.


Das Pferd liebt den Hafer mehr als den Sattel.


Das Recht ist ein Stück Gold, das sich in dünnen Plättchen zerhämmern lässt.


Das reine Hemd allein macht keine ehrbare Dirne.


Das Ross ist oft klüger als der Reiter.

Das Schaf gibt die Wolle, die es hat.

Das Schaumschlagen gehört zur Kunst der Barbiere.

Das Schicksal ist kein Vielleichtchen.


Das schlechteste Stück ist immer das letzte auf dem Tisch.


Das Schlimmste in einer Stadt ist, wenn die Häuser fehlen.


Das Schönste am Schenken ist das Leuchten in den Augen des Beschenkten.


Das schwarze Pfännlein schilt die Asche ob ihrer grauen Farbe.

Dass eine Kopeke sich in einen Rubel verwandelt, ist ein Werk der Zeit.

Das Sensenschärfen gehört auch zum Mähen.


Das Sprichwort unterliegt nicht dem Urteil der Gerichtshöfe.


Das Sprichwort widersteht dem Wandel der Zeit.


Das Störlein in der Oka verachtet die Störe in der Wolga.

Das Suchen steht bei dir, das Finden bei Gott.

Das Tor in den Kerker ist weit, heraus wird`s eng.


Das Unglück sitzt nicht hinter den Bergen, es hockt dir auf dem Rücken.


Das Unglück tötet nicht, es weist einen Weg.


Das Wachsen in die Höhe hört auf, wenn die Nönnlein ins Kloster kommen.

Das Wort Schnellläufer fehlt im Wörterbuch der Lahmen.

Deinem Weib und Deinem Pferde lass nicht den Zügel schießen.

Dem Alter kann entgehen, wer will, zum Alter wird aber nur gelangen, wer soll.

Dem Dieb brennt die Mütze.

(Der Dieb oder Schuldige verrät sich durch sein Verhalten selbst.)

Dem Durstigen schmeckt auch das Seewasser.


Dem einen ein Amt, dem anderen Kuchen, dem Dritten eins drauf.

Dem Feuer und dem Wasser hat Gott den freien Willen gegeben.


Dem Frosch brauchst du zum Quaken nicht vorzuspielen.


Dem Glücke traue nicht und vor dem Unglücklichen verschlisse die Tür nicht.


Dem Glück geht Neid zur Linken, Kummer zur Rechten.


Dem Glücklichen ist alles möglich, er kann aus Pilzsamen Palmen ziehen.

Dem Jäger ist die Flinte keine Nebensache.

Dem Jungen ist das Lügen schädlich, der Alte ist es nicht mehr nötig.

Dem Junggesellen helfe Gott, dem Verheirateten hilft seine Frau.

Dem Kranken nützt auch ein Bett aus Gold nichts.


Dem Löwen entgeht man leichter als den Wölfen.


Dem Polen muss man von vorne etwas Zucker, von hinten Hiebe geben.


Dem Reichen kriecht das Glück in die Rocktasche.


Dem Reichen prägen die Teufel das Geld.


Dem sterbenden Töpfer gelten die Töpfe nur als Scherben.

Dem Teufel einen Eid brechen, ist erlaubt.

Dem Teufel werden mehr Feste gefeiert, als unserm Herrgott.


Dem Tod wie der Sonne darf man nicht mit offenen Augen entgegensehen.


Demut vollbringt, was dem Mut nicht gelingt.


Dem Verräter zuerst die Knute*2.


Dem Vogel ist ein einfacher Zweig lieber als ein goldener Käfig.


Den Bären fängt, wer kann, nicht wer will.

Den Dieb behandelt man mit dem Knüppel, den Amtsschreiber mit einem halben Rubel.


Den Dieb, der drei Kopeken gestohlen hat, hängt man, und den, der fünfzig gestohlen hat, ehrt man.


Den Großen kann man einen Keulenschlag geben, sie sagen doch nur, sie hätten sich gestoßen.

Den Himmel braucht niemand zu stützen.

Den Honig, den du zu Meth machst, kannst du nicht aufs Weißbrot streichen.

Den Hut mag man verlieren, wenn man nur den Kopf nicht verliert.

Denke zuerst an die Weide, dann an das Vieh.


Den Knoten, den der Narr knüpft, löst der Weise.


Den Kopeken soll man achten, der einen Rubel erspart.

Den Kopf, der seine Schuld bekennt, hackt kein Schwert ab.

Den lahmen Hund und den Lügner ist es leicht einzuholen.

Den Lohn der Tugend kannst du erschleichen, die Tugend nicht.


Den Mutigen findest du im Gefängnis, und den Dummen beim Popen.


Den Nackten friert dann am meisten, wenn er die Nachbarn in Pelzen sieht.


Den Spiegel darfst du nicht schelten, wenn er dir eine schiefe Fratze zeigt.



*1 Ataman- war der höchste Rang bei den russischen Kosaken. Bei den ukrainischen Kosaken war dies für die polnisch organisierten Kosaken der Hetman. Bei den Kosaken in Polen-Litauen war es die Bezeichnung für einen militärischen Rang und deren frei gewähltes Oberhaupt. Nach den Teilungen Polens wurde dieser Titel von Katharina II. von Russland abgeschafft. Herkunft wahrscheinlich vom turkotatarischen Nomen Ata „Vater“ und dem Suffix -man „-schaft“.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ataman

*2 Knute - (eigtl. Knotenpeitsche) ist eine Peitsche mit kurzem Griff aus aufeinandergenähten und angehängten Lederriemen. Für die Herrschenden war es ein Instrument und Symbol für Herrschaft, Macht, Zucht und Gewalt. Es ist weiter ein Symbol und Synonyme für Unterdrückung.
Knutenmeister- Kerkermeister, der die Strafen mit der Knute vollzieht.

*3 Kwas -(veraltet auch Quas) ist ein ostslawisches Getränk, welches durch Gärung aus Brot hergestellt wird. Kwas ist überwiegend in Russland, Weißrussland, Polen und der Ukraine verbreitet. Da es meist aus Brot oder Zwieback hergestellt wird, ist es auch unter dem Begriff Brotgetränk oder Brottrunk bekannt. 989 wurde das Wort Kwas wurde erstmals urkundlich erwähnt und bedeutet so viel wie „saurer Trank“ oder „Gegorenes“, da Kwas einen leicht säuerlichen Geschmack hat. Kwas enthält um 0,05-1,44 % Alkohol und einen Milchsäuregehalt von 0,18-0,48 % und hat eine verdauungsfördernde Wirkung. Das russische Verb „kvasit'“ (квасить) bedeutet „säuern“, „einsäuern“.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kwas

*4 Pud - war ein altes russisches Gewichtsmaß. Es entsprach ca. einem Gewicht von 16,36 Kilogramm und wurde in 40 Funt unterteilt (russisches Pfund ≈ 409,5 g). Die alten russischen Maßeinheiten wurden am 11. Oktober 1835 vom metrischen Maßsystem abgelöst wurde.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pud_(Einheit)

Sprichworte aus Russland
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