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Sprichworte aus Russland
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Flagge Russland
Wappen Russland
                         Flagge von Russland                                         Wappen von Russland

Russland ist ein föderativer Staat im nordöstlichen Eurasien. Russlands ist mit 17,075 Millionen Quadratkilometern das flächengrößte Land der Erde (11% der Weltlandfläche, wie etwa Australien und Europa zusammen). Auf Asien entfallen 75 Prozent der Landfläche, auf Europa 25 Prozent. In Russland befindet sich auch der älteste und tiefste Binnensee der Welt (Baikalsee) und es verfügt über das größte Süßwasservorkommen der Welt (Baikal- und Ladogasee. Bis auf die Tropen sind alle Klimazonen vertreten. Mit ca. 143 Millionen Einwohnern zählt Russland zu den weltweit am dünnsten besiedelten Flächenstaaten.

Der Anfang Russlands geht auf einen Normannen-Fürsten namens Rurik zurück, der 862 von slawischen und die finnischen Stämmen zur Herrschaft eingeladen wurde. Für dessen minderjährigen Sohn eroberte der Regent Oleg 882 von Nowgorod aus die Stadt Kiew. Damit wurde das Großreich der Kiewer Rus begründet. 1263 errang das Großfürstentum Moskau die Vormachtstellung, welches durch stetigen politischen und geografischen Machtzuwachs zur Keimzelle des russischen Reiches wurde.

Nachfolgestaat wurde das von Iwan IV., dem Schrecklichen, im Jahr 1547 proklamierte Russische Zarenreich, welches bis 1917 bestand hatte. Nach dem Ende der Sowjetunion am 31.12.1991 ist die Russische Föderation der „Fortsetzerstaat“

Die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik (RSFSR) war die älteste, größte und bevölkerungsreichste Unionsrepublik der Sowjetunion. Sie wurde am 7. November 1917 gegründet und gehörte 1922 zu den Gründungsmitgliedern der Sowjetunion. Kurz vor deren Auflösung wurde sie als Russische Föderation unter Wahrnehmung aller Rechte und Pflichten der UdSSR unabhängig. Am 12. Juni 1990 nahm der erste Kongress der Volksdeputierten der RSFSR die Deklaration der staatlichen Unabhängigkeit Russlands an. Seit 1994 ist der 12. Juni als „Tag Russlands“ Nationalfeiertag.

Seit Jahrhunderten sind in dem großen Land vielfältige Sprichworte überliefert worden. In der Universität St. Petersburg befindet sich heute eine Sammlung mit über 500.000 russischen Sprichwörtern. Über 1000 dieser Sprichwörter befinden sich auf diesen Internetseiten.

   Quelle:  
http://de.wikipedia.org/wiki/Russland

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Russische Sprichwörter  von A bis Der
Russische Sprichwörter  von Des bis F
Russische Sprichwörter  von    G bis R
Russische Sprichwörter  von    S bis Z


Achte nicht auf den Namen des Vogels, sondern auf seinen Gesang.

Alan muss dem Pfahl nicht auf das spitze Ende schlagen.


Alle Dinge kannst du nicht machen.


Alle Hunde bellen, aber nicht jeder beißt.

Allein wie das rechte Auge.


Allein wie ein Sandkorn im Auge.


Alle lieben den Besitz, aber nicht alle werden von ihm geliebt.


Allen machst (kannst) du es nicht recht (machen).


Alle Mädchen sind gut, schön und hübsch. Wo kommen bloß die vielen bösen Weiber her?

Alle schlechten Menschen wohnen hinterm Ural.
(Sprichwort aus Sibirien)

Alles gibt es. Auch das gibt es, dass es nichts gibt.

Alles ist gut, was gut endet.

(Sprichwort aus Deutschland.: Ende gut, alles gut, aus Ungarn: Alles ist gut, wenn das Ende gut ist.)

Alles Neue findet Widerspruch.

Alle ungeschickten Arbeiter schimpfen auf ihr Werkzeug.


Als der Hecht den Stint verschluckt hatte, fraß ihn der Hai.

Als der Sarg fertig war, starb der Schreiner.


Als die Sonne auf die Distel schien, hielt sie sich für eine Sonnenblume.


Als er lebte, war er ein Oberst, als er starb, wurde er ein Toter.


Als Gott die Schätze der Welt verteilte, froren ihm über Sibirien die Hände und er ließ sehr viel fallen.


Alte Bäume haben steife Äste.

Alte Leute, alte Leiden.


Alte Wunden schmerzen mehr als frische.


Am Don, da ist es schön, aber daheim ist es besser.


Am Goldbach wachsen die Freunde wie Erlen am Ufer.

Am Himmel hat sich noch niemand den Kopf zerstoßen.


Am Meere wohnen auch noch andere Leute als Schiffer.


Am schnellsten kommt man auf dem Steckenpferd seines Vorgesetzten voran.


An den hohen Bäumen merkt man zumeist, woher der Wind weht.


An den Spieß der Versuchung steckt der Teufel die meisten Braten.


An der Angel der Wahrheit beißen nur kleine Karpfen; mit dem Netz der Lüge fischt man große Lachse.


Anderer Lob hat Rosenduft für uns, Selbstlob hat Kotgeruch für andere.

Andern vertreibt er die Ratten und ihn vertreiben die eigenen Mäuse.


An der Quelle ist auch die Wolga nicht tief.


An der Stirn ist auf der Stirn.

(Das bedeutet, egal wie, es geht nicht.)

An eine reine Quelle soll man mit reinem Eimer gehen.

An einer goldenen Krücke geht der Lahme schneller als der Arme auf zwei gesunden Beinen.


Anführen heißt nicht führen an der Hand.


Angst hat große Augen.

An kurzen Haaren ist nicht viel zu kämmen.


An Lügen gewöhnt man sich wie an Regierungen.


An Salz kann man sich nicht satt essen und mit Gedanken sich nicht von seinen Sorgen befreien.


Appetit lehrt den Lahmen gehen und Hunger lässt ihn springen.

Arbeiten wollen, fördert nicht das Werk.


Arbeite, und du kannst schlafen.


Argwohn hält die Triller der Nachtigall für Froschgequake.


Armut ist keine Sünde, es ist etwas Schlimmeres.


Auch an des Zaren Fuß klebt der Schatten.


Auch ausgetrocknet ist das Meer noch lange kein Bruder der Pfütze.


Auch das Gold ist nur ein Erz.

Auch das Gras bäumt sich, wenn der Wind darübergeht.


Auch das Gras hat seinen Feind an den Schafen.


Auch der Adler fliegt nicht höher als die Sonne.


Auch der beste Jäger kann nur Rehe schießen, wenn es welche gibt.

Auch der Esel sieht nur in den Abgrund, er springt aber nicht hinein.


Auch der gute Apfel verdirbt, wenn er neben dem verfaulten liegt.


Auch der hässliche Mensch ist ein Mensch Gottes.


Auch der höchste Berg, den du erklommen, macht dich nicht größer.

Sprichwort der Adygen

Auch der Hund des Zaren bellt, wenn er einen Knochen sieht.

Auch der längste Mai reicht nicht in den Juni hinein.


Auch der Met rechnet sich unter die Weine.


Auch der schöne Schmetterling war einst eine hässliche Raupe.


Auch der Talg zählt sich gern zum Wachs.

Auch der Zar steht in Gottes Schatten.


Auch die Ameise hat ihren Zorn.


Auch die Bibel endet mit der letzten Seite.


Auch die Kuh hält sich für eine Musikantin, wenn sie eine Schelle trägt.


Auch die reden vom Paradies, die für die Hölle bestimmt sind.


Auch die Wahrheit ertrinkt, wenn das Gold aufschwimmt.


Auch ein einzelner Tropfen lässt das Meer wachsen.

Auch eine winzige Wahrheit kann eine große Lüge zunichte machen.

Auch ein kleiner Berg kann einem großen Flusse den Ursprung geben.


Auch ein kleiner Besen kehrt die Tenne rein.

Auch ein Papagei erfreut sich an seiner Stimme.


Auch Eisen kann erweicht werden, aber es bedarf großer Hitze.


Auch Moskau wurde nicht auf einmal (plötzlich) erbaut.

(In Deutschland.: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und ähnlich in anderen Ländern.)

Auch von einem toten Zaren Übles zu reden, ist gefährlich.

Auch wenn die Weiber aus Glas wären, sie würden (doch) undurchsichtig sein.


Auch wer stiehlt mit List, gar bald gefangen ist.

Auch zwei Schwache können einen Starken besiegen.

Auf dem Kopf die Haare dicht, doch darin ist`s reichlich licht.


Auf dem Meere schwört man es, und auf dem Lande hält man es nicht.

Auf dem Ofen sitzend wird man nicht General.


Auf der Welt fehlt es nicht an guten Menschen.


Auf der Welt ist nichts elender, als eine reiche Frau zu haben.

Auf der Wiese der Hoffnung weiden viele Narren.


Auf des Fischers Tisch kommen die schlechtesten Karpfen.

Auf ein böses Leben folgt ein böses Ende.

(Das bedeutet, wer ein böses Leben lebte, wird nicht gut oder ehrlich sterben.)

Auf eine goldene Nadel, wenn sie auch dünn ist, vermag der Reiche zehn dicke Narren aufzuspießen.


Auf einer goldenen Schaukel kann man bis in den Himmel fliegen.


Auf eine goldene Sünde folgt leicht eine bleierne Strafe.

Auf einen goldenen Schoß will sich jeder setzen.


Auf Gottes Waage wiegt die Tugend schwerer als Gold.


Auf jeden Weisen kommt genug Einfalt.


Auf kleinen Pferden kann man auch reiten.


Auf schlechtem Weg kommst du nicht weit voran.


Auf Versprochenes wartet man drei Jahre.


Auf welchen Finger du auch beißt, es schmerzt dich jeder.


Aus dem Ei des Mitleids ist oft schon die Henne der Liebe gekrochen.


Aus dem Feuer in die Flamme.

(Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung.: Vom Regen in die Traufe kommen.)

Aus dem Gericht und aus Teichen kannst du nicht trocken entweichen.

Aus dem Hause vertreibt dich die Stiefmutter und aus dem Walde der Bär.


Aus dem Munde eines Kindes spricht die Wahrheit.


Aus der Hölle und aus Sibirien kommt keiner zurück.

Aus der Quelle schöpft man das reinste Wasser.


Aus einem Lindenkorn wächst keine Tanne.


Aus einer Henne kann ein Hahn werden.


Aus Fehlern lernt man.
(Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung: Durch Schaden/Fehler wird man klug.)

Aus grobem Flachs gewinnt man kein feines Linnen.


Aus Nachbars Mehl ist gut Kuchen backen.

Balsam heilt langsam, Gift tötet schnell.

Baue erst den Stall, bevor du die Gäule kaufst.


Bedenke es am Abend und tu es am Morgen, dann hast du keine Sorgen.


Behaglich lebt, wer Großmütterchen für sich sorgen lässt.


Behalte nicht hundert Rubel, behalte lieber hundert Freunde.


Bei den Lahmen ist das Hinken Sitte.


Bei der Sonne ist es warm, bei der Mutter dem Sohne wohl.


Bei der Wahrheit helfen Engel, zur Lüge treibt der Teufel.


Bei der Wahrheit verrechnest du dich nie.


Bei einer Hure ist man vor eigenen Kindern sicher, aber nicht vor fremden.


Bei euch hackt man Holz und zu uns fliegen die Späne.


Beim fleißigen Menschen schaut die Armut nur zum Fenster herein. Sie wagt nicht einzutreten.


Beim Geschmack und bei den Farben gibt es keinen Freund.


Beim Gold ehrt man auch die Abfälle.


Beim Spiel und auf Reisen lernt man Leute kennen.


Bei sieben Ammen bleibt das Kind ohne Aufsicht.


Bei uns ist es neun Monate im Jahr kalt und drei Monate saukalt.

(Sprichwort aus Sibirien)

Belehre deine Frau nicht in Gegenwart deiner Kinder und deine Kinder nicht vor Fremden.

Beschuldige nicht den Spiegel, wenn dein Gesicht schief ist.

Besitz bringt Sorge, Armut hat sie schon.

Besser betteln als stehlen, aber besser arbeiten als betteln.


Besser bittere Wahrheit als eine schöne Lüge.

Besser Brot und Wasser als Kuchen und Sorgen.

Besser der Strumpf fehlt, als das Bein.


Besser eine kluge Antwort langsam als eine dumme schnell.


Besser eine lange Scheide und ein kurzes Schwert als eine kurze Scheide und ein langes Schwert.


Besser ein halbes frisches Ei als ein ganzes faules.


Besser einmal im Jahr gebären, als täglich den Bart zu scheren.


Besser ein Sperling heute als ein Haselhuhn morgen.

Besser, etwas nicht auszusprechen, als es zu widerrufen.


Besser nackt als in gestohlener Seide.


Besser weniger und dafür besseres.


Bestelle den Sarg nicht, ehe der Tote auf dem Tische liegt.


Betrug ist oft die Mutter des Profits, aber Profit nicht immer der Sohn des Betruges.


Betteln ist besser denn stehlen, arbeiten aber ist besser als betteln.


Bevor du in den Krieg ziehst, bete einmal, gehst du zur See, bete zweimal - und dreimal bete, bevor du in den Ehestand trittst.

(auch aus Polen)

Bevor es donnert, wird der Bauer sich nicht bekreuzigen.

Bevor nicht Blut aus dem Euter fließt, hört der Geizige nicht zu melken auf.

Bewachte die Katze das Haus, würde der Hund Mäuse fangen.


Bewunderung ist die Tochter der Unwissenheit.


Bezähme die Zunge und halte das Herz in der Faust.

Bitte um den langen Kaftan, damit dir das kurze Hemd zu Teil werde.


Blase nicht eher, bis du das Horn hast.


Böse Gedanken sind der bösen Taten Vorläufer.


Böser als böse ist ein böses Weib.


Brot stellt dich auf deine Füße, Wein wirft dich herunter.


Brüderliche Liebe hält fester als steinerne Mauern.
Danke Gott für das Stroh, wenn das Korn missraten ist.

Danke Gott für die Quelle und sorge für einen Schöpfbecher.


Das Alter ist zwar keine Freude, aber sterben will man trotzdem nicht.


Das Blöken verlernen die Kälber nicht.


Das Brot ist teuer, wenn kein Geld da ist.


Das Brummen kündigt des Bären Nähe an.


Das Dunkel der Nacht ist gewisser als das Licht des Tages.


Das Eichhörnchen schützt seine Behändigkeit, den Bären seine Stärke.


Das eigene Fell ist des Fuchses Feind.


Das eine Öl kommt in die Lampe, das andere in den Weihkessel.

Das Einseifen tut`s nicht allein, der Bart will auch geschoren sein.


Das Eisen liegt über dem Gold.


Das Ende krönt die Tat.


Das Essen richtet mehr zugrunde als das Fasten.


Das Feld der Wollust ist zwar mit Rosen überwuchert, sie tragen aber Dornen, den Disteln gleich.


Das Futter ist teurer als das Pferd.


Das Geld des anderen hat scharfe Zähne.

(Sprichwort auch in Norwegen)


Das Geschwür des Kriegs lässt sich nur durch die Lanzette des Kriegs kurieren.


Das Gesetz gleicht der Deichsel eines Wagens: Du kannst sie drehen, wohin du willst.


Das Gesetz ist eine Wetterfahne, Geld ist der Wind, der sie dreht.

Das Gesetz sitzt im Wagen, der Betrug ist das Zugpferd.

Das Gestern holst du nicht ein, dem Morgen entkommst du nicht.

Das gestrige Gewitter tut heut keinen Schaden mehr.


Das gestrige Leid kümmert den nicht, der das heutige empfindet.


Das Gewissen hat keine Zähne und kann doch nagen.


Das Glück begünstigt die Schlauen.


Das Glück fliegt herum wie ein Schmetterling, der erst Eier legt, wenn er die stinkende Blume findet.


Das Glück folgt dem Geschickten.


Das Glück fühlt sich nicht wohl unter den Armen.


Das Glück geht auf Krücken, das Unglück hat Flügel.


Das Glück hängt nicht in der Luft, es wird mit den Händen geschaffen.


Das Glück hat einen kürzeren Arm als das Unglück.

Das Glück ist ein Aal im Teich der Dummen.


Das Glück ist ein Buckel, der schwer zu tragen ist.

Das Glück ist ein Quell, nicht jeder hat einen Schöpflöffel dazu.


Das Glück ist ein Vogel, der zwar des Narren Wald durchfliegt, aber nicht darin nistet.


Das Glück ist kein Hühnchen, du kannst es nicht anlocken.


Das Glück naht unversehens auf Flügeln, das Unglück humpelt auf Krücken.


Das Glück sitzt im Sattel, Unglück liegt unter den Hufen.

Das Glück suche man nicht, man schmiede es.


Das Glück vergisst man schon am Tage, das Unglück nicht einmal über Nacht.


Das Gold hat erst Wert, wenn es aus der Erde gehoben ist.


Das Grab macht den Buckeligen gerade und der Stock den Steifen biegsam.


Das Gute in der Ferne sticht das Böse in der Nähe aus.

Das Haar ist lang, die Zunge länger.

Das Herz birgt den Reichtum, die Börse nur die Rubel.


Das Herz des Edelmütigen ist schon mit geringer Liebe zu fangen, das Herz des Gottlosen nur mit vieler Schmeichelei.


Das Herz des Narren hat seinen Thron auf der Zunge.


Das Huhn ist kein Vogel, und das Weib ist kein Mensch.


Das Huhn wird nicht von den Eiern belehrt.

Das ist ein arger Schlecker, der den Honig noch süßer will.

Das ist ein schlechter Brunnen, in den man erst Wasser hineintun muss.


Das ist ein schlechtes Lachen, das mit den Tränen des andern gepaart ist.


Das ist ein Stock mit zwei Enden.

(Vergleichbares Sprichwort in Deutschland: Es hat alles zwei Seiten.)

Das Lächeln ist ein Fenster, durch das man sieht, ob das Herz zu Hause ist.


Das Leben des Mannes ist gleich dem Tautropfen auf einem Blatt.


Das Leben ist eine Reise mit Hindernissen.


Das Leben ist kein Stein, es liegt nicht an einem Ort, sondern bewegt sich fort.


Das Liebesfeuer hat schon manch Vorurteil verbrannt.


Das Mädchen weiß nichts, aber versteht alles.


Das Meer grämt sich nicht um die Fische.


Das Meer winkt dem Deich, aber der Deich nicht dem Meere.


Das Meer wird auch von einem Tropfen größer.


Das Mitleid der Reichen ist wie der Tau, der vom ersten Strahl der Sonne aufgesogen wird.


Das neidische Auge sieht um die ganze Erde herum.


Das Netz ist nicht die Hauptsache, sondern die Fische.


Das oft gesehene Mädchen ist Kupfer, das ungesehene Gold.


Das Pferd hat seine Kräfte mit dem Wolf gemessen, Schwanz und Mähne sind übrig geblieben.


Das Pferd hat vier Füße und stolpert doch.


Das Pferd liebt den Hafer mehr als den Sattel.


Das Recht ist ein Stück Gold, das sich in dünnen Plättchen zerhämmern lässt.


Das reine Hemd allein macht keine ehrbare Dirne.


Das Schaumschlagen gehört zur Kunst der Barbiere.


Das Schicksal ist kein Vielleichtchen.


Das schlechteste Stück ist immer das letzte auf dem Tisch.


Das Schlimmste in einer Stadt ist, wenn die Häuser fehlen.


Das Schönste am Schenken ist das Leuchten in den Augen des Beschenkten.


Dass eine Kopeke sich in einen Rubel verwandelt, ist ein Werk der Zeit.


Das Sensenschärfen gehört auch zum Mähen.


Das Sprichwort unterliegt nicht dem Urteil der Gerichtshöfe.


Das Sprichwort widersteht dem Wandel der Zeit.


Das Suchen steht bei dir, das Finden bei Gott.


Das Tor in den Kerker ist weit, heraus wird`s eng.


Das Unglück sitzt nicht hinter den Bergen, es hockt dir auf dem Rücken.


Das Unglück tötet nicht, es weist einen Weg.


Dem Alter kann entgehen, wer will, zum Alter wird aber nur gelangen, wer soll.


Dem Dieb brennt die Mütze.

(Der Dieb oder Schuldige verrät sich durch sein Verhalten selbst.)

Dem Durstigen schmeckt auch das Seewasser.


Dem einen ein Amt, dem anderen Kuchen, dem Dritten eins drauf.

Dem Feuer und dem Wasser hat Gott den freien Willen gegeben.


Dem Frosch brauchst du zum Quaken nicht vorzuspielen.


Dem Glücke traue nicht und vor dem Unglücklichen verschlisse die Tür nicht.


Dem Glück geht Neid zur Linken, Kummer zur Rechten.


Dem Glücklichen ist alles möglich, er kann aus Pilzsamen Palmen ziehen.

Dem Jungen ist das Lügen schädlich, der Alte ist es nicht mehr nötig.


Dem Junggesellen helfe Gott, dem Verheirateten hilft seine Frau.

Dem Kranken nützt auch ein Bett aus Gold nichts.


Dem Löwen entgeht man leichter als den Wölfen.


Dem Polen muss man von vorne etwas Zucker, von hinten Hiebe geben.


Dem Reichen kriecht das Glück in die Rocktasche.


Dem Reichen prägen die Teufel das Geld.


Dem Teufel einen Eid brechen, ist erlaubt.


Dem Teufel werden mehr Feste gefeiert, als unserm Herrgott.


Dem Tod wie der Sonne darf man nicht mit offenen Augen entgegensehen.


Demut vollbringt, was dem Mut nicht gelingt.


Dem Verräter zuerst die Knute.


Dem Vogel ist ein einfacher Zweig lieber als ein goldener Käfig.


Den Bären fängt, wer kann, nicht wer will.

Den Dieb behandelt man mit dem Knüppel, den Amtsschreiber mit einem halben Rubel.


Den Dieb, der drei Kopeken gestohlen hat, hängt man, und den, der fünfzig gestohlen hat, ehrt man.


Den Himmel braucht niemand zu stützen.

Den Hut mag man verlieren, wenn man nur den Kopf nicht verliert.


Denke zuerst an die Weide, dann an das Vieh.


Den Knoten, den der Narr knüpft, löst der Weise.


Den lahmen Hund und den Lügner ist es leicht einzuholen.


Den Lohn der Tugend kannst du erschleichen, die Tugend nicht.


Den Mutigen findest du im Gefängnis, und den Dummen beim Popen.


Den Nackten friert dann am meisten, wenn er die Nachbarn in Pelzen sieht.


Den Spiegel darfst du nicht schelten, wenn er dir eine schiefe Fratze zeigt.


Der Alte altert, aber der Junge verjüngt sich nicht.

Der alte Bock hat stärkere Hörner.

Der Arm ist schneller gebrochen als geheilt.


Der Arzt tut Wunder, wenn Gott sie ausführt.


Der Bauch eines Kranken ist klüger als der Kopf des Arztes.


Der Bauch ist wie ein Richter, der schweigt, aber fordert.

Der Bauch tut weh, gebiert aber Kinder.


Der Baum, der edle Früchte trägt, wächst langsam.


Der das Pferd sattelt, ist nicht immer der, der es reitet.


Der die Glocke goss, dachte nicht, dass sie ihm zu Grabe läuten würde.


Der Dirnen Keuschheit gilt nur im Dunkeln, aber nicht bei Lichte.


Der Dumme gibt das Geld her, der Dümmere nimmt es nicht an.


Der Dumme liebt nicht den Klugen, und der Besoffene nicht den Nüchternen.

Der Dumme und seine Habe sind schnell getrennt; der Weise und seine Armut bleiben auf ewig vereint.

Der Ehemann will seine Frau gesund und der Bruder seine Schwester reich.


Der eine ist ein Narr und der andere kann's werden.


Der eine kriegt Kuchen und Krapfen, der andere Fäuste und Zapfen.


Der Einsame ist überall zu Hause.


Der Empfang des Dankes bindet den Geber an den Nehmer.


Der Esel freit unter den Eselinnen, nicht unter den Stuten.


Der Esel tadelt am Pferde die Kürze der Ohren.


Der Fisch sucht, wo es tiefer ist, der Mensch, wo`s besser.


Der Fluch der Frösche bleibt im Sumpfe stecken.


Der Fluss beginnt mit einem kleinen Rinnsal, und die Trunksucht mit einem kleinen Gläschen.


Der Frauen Weinen ist ein heimliches Lachen.


Der Fremde ist ein dunkler Wald.


Der Freund ist das Teuerste.


Der Frieden frisst mehr Soldaten als der Krieg.


Der Frosch bellt zwar, doch die Kuh erschrickt nicht.


Der Frosch lernt das Quaken von selber.


Der Frühling bringt alles an den Tag.


Der Fuchs in der Ebene ist listiger als der Fuchs in den Bergen.


Der Fuchs zählt auch im Schlaf noch die Hühner.


Der Fuhrmann schnalzt noch im Traum mit der Zunge.


Der Galgen erbarmt sich keines Diebes.

Der Geizhals wollte seinen Rauch nicht aus dem Zimmer lassen und erstickte.


Der Geiz wächst auf den Rubeln.


Der Geldbeutel weint, eh er die Tasche verlässt.


Der Gewalt Tochter ist die Unvernunft, und ihre Schwester ist die Grausamkeit.


Der Gewinn hat oft den Betrug zur Mutter, aber der Betrug nicht immer den Gewinn zum Sohn.


Der Glückliche findet Verlorenes auch im Meer.


Der Glückliche sitzt zu Pferde, der Unglückliche schleppt sich zu Fuß.


Der gute Mühlstein mahlt alles, der schlechte mahlt sich selbst.


Der gute Ruf sitzt hinter dem Ofen, der schlechte läuft in der Welt herum.


Der Hafersack, den der Hofbauer trägt, drückt nicht auf die Schultern des Gutsherrn.


Der Hagel schlägt mehr frische Rosen ab als welke.


Der Hass der Feinde zeigt uns, wie viel wir wert sind, die Liebe der Freunde verrät uns, wie viel wir ihnen wert sind.


Der Himmel hat viele Ritzen, durch die Gott sehen kann.

Der Himmel ist der Faulen Zuversicht, die Erde der Fleißigen Erbe.


Der Himmel ist hoch und der Zar ist weit.

Der Himmel schmückt sich mit Sternen, ein Mann mit seinem Bart und eine Frau mit ihrem Haar.

Der Honig, den der Bär verkauft, ist bitter.


Der Hund bellt den tapferen Mann an, beim Feigling aber heult er.


Der Hund läuft hinter dem Hasen her, der Hase hinter der Freiheit.


Der Hund wächst sich nie zum Löwen aus, wenn er sich auch noch so sehr streckt.

Der Hunger führt eine eindringliche Sprache.


Der Hunger ist der Vater der Kunst.


Der Hunger tötet einen, die Völlerei hundert.


Der ist ein Held, der für die Wahrheit steht wie ein Fels.


Der Jungfern Unschuld ist meist so klein, dass man sie nicht sehen kann.


Der Kahlköpfige mag ein Weiser sein, der Laus gilt er aber als Verbrecher.


Der kann gut leben, dem die Großmutter wahrsagt.


Der Kessel fürchtet sich nicht vor dem Feuer und scheut auch nicht den Rauch.


Der kleine Fluss kommt schneller zum Meer als der große.


Der kleine Holzklotz bringt den großen Wagen zum Stürzen.


Der kluge Mann zählt nur goldene Tage.

Der Kluge schweigt, wenn der Dumme schwätzt.


Der Kohl gilt für versalzen, der nicht auf den eigenen Tisch kommt.


Der Kopf soll nicht allein weise sein, sondern auch die Füße.


Der Kranke hofft auf Genesung bis zum Tode.


Der Krieg heilt keine Wunden, er schlägt nur neue.


Der Krieg ist ein Rubelfresser.


Der Kuchenbäcker isst Brot am liebsten.


Der Kwas gehört dem, der ihn trinkt.


Der längste Grashalm wird als Erstes gestutzt.


Der Läuse wegen soll man einem Kinde nicht den Kopf abhauen.


Der Lebende hat ein Recht vor den Toten.


Der Löwe beachtet die Mäuse nicht, aber die Mäuse hassen den Löwen.


Der Mann schießt mit dem Pfeil, die Frau mit der Zunge.


Der Mann wird immer betrogen, der die Wahrheit spricht.


Der Mensch baut Schlösser und die Zeit Ruinen.

Der Mensch schießt den Pfeil, das Schicksal lenkt ihn.


Der Mensch trägt seine Überlegenheit innen, die Tiere ihre außen.


Der Met lobt den Honig.

Der Morgen ist weiser als der Abend.


Der Mund lässt sich öfter vom Bauch verführen, als der Bauch vom Munde.


Der Nackte lacht den Zerlumpten aus.


Der Narr prüft schon am Laich, wie groß die Karpfen werden.


Der Narr sucht die Gerechten am jenseitigen Ufer des Flusses, der Weise findet sie am diesseitigen.


Der Narr wird durch das Unglück erniedrigt, der Weise erhöht.


Der Neid brütet Schwäne aus faulen Enteneiern.


Der Neidische sieht auch mit den Ohren.

Der Neid ist ein Blutegel, der sich oft an Schwämme festsaugt.


Der Neid ist eine grausame Hyäne, welche selber die Leichen aus den Gräbern scharrt.


Der Neid legt seine Sense nicht an ein mageres Feld.


Der Ofen allein tut es nicht, man muss Glut hineinbringen.


Der Pfau ist schön durch seine Federn, die Frau durch ihren Mann.


Der Quell kann kein anderes Wasser geben als der Berg.


Der Reiche hat die Kälber und der Arme die Kinder.


Der Reiche hat schon recht, ehe er sich verteidigt.


Der Reiche macht Geschenke, der Arme einen tiefen Diener.


Der Reichtum, der im Herzen sitzt, kann nicht gestohlen werden.


Der Reichtum gleicht das Laster mit der Tugend aus.


Der Reichtum ist ein Bruder des Eigensinns und ein Vetter der Begierden.


Der Samowar nutzt nichts, wenn die Teeblätter fehlen.

Der Satte weiß nicht, wie dem Hungrigen zumute ist.


Der Schlüssel ist stärker als das Schloss.

Der Schönheit ist man bald überdrüssig, nicht aber der Kohlsuppe.


Der schönste Augenblick einer Schuld ist der, wenn man sie bezahlt.


Der Sinn des Lebens ist das Glück.


Der Sommer arbeitet für den Winter.


Der Strand begrenzt nicht das Meer, sondern das Meer den Strand.


Der Sturm bricht mehr Äste als Halme.


Der Sturm kündigt sich durch einen Wind an.


Der Tag verblasst mit der Nacht, der Mensch mit der Traurigkeit.


Der tanzt gut, dem das Glück aufspielt.


Der Teufel ist arm, denn er hat keinen Gott.


Der Teufel ist nicht so furchterregend, wie man ihn malt.

Der Teufel kann wohl Einen überlisten, ein Weib aber Zehn.

Der Teufel spricht mit den Gelehrten Latein und mit den Bauern Russisch.

Der Teufel trägt sich immer nach der neuesten Mode.


Der Tod ist ein Riese, vor dem auch der Zar die Waffen strecken muss.


Der Tod liebt keine lange Vorrede.

Der Tod macht es kurz, wie ein gutes Sprichwort.


Der Tod nimmt nicht die Alten, sondern die Reifen.


Der Topf daheim kocht lustiger als jeder andere.

Der Vater weiß wohl wann, aber die Mutter weiß woher.

Der Verstand nimmt im Glück zu, aber im Unglück schwindet auch noch sein letzter Rest dahin.


Der Verstand reicht oft nur für eine Stunde, die Dummheit aber für das ganze Leben.

Der Verstand wird durch Wahrheit erleuchtet, das Herz wird durch Liebe erwärmt.


Der Versuch ist keine Schande und eine Frage noch kein Unglück.

Der Wagen der Zufriedenheit hält vor der Burg des Glückes.


Der Wein betrügt die Jugend und tröstet das Alter.


Der Wind bewegt das Meer, ein Gerücht die Menschen.

Der Witwer findet leicht wieder ein Weib, aber die Waisen schwer eine Mutter.

Der Wolf ist immer bereit, sich ohne Lohn als Schäfer zu verdingen.


Der Wolf ist kein Hirte, kein Gärtner das Schein.

Der Wolf nährt sich von seinen Füßen.


Der Zar hat den Krieg in der Hand, Gott den Frieden.



Sprichworte aus Russland
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