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Ungarische Sprichworte
Wappen von Ungarn

Flagge von Ungarn

Flagge von Ungarn              Wappen von Ungarn
(oben)                                     (rechts)


Ungarn ist ein Binnenstaat mit einer Fläche von 93.036 km² und 9.908.798 Einwohnern (2013) in Mitteleuropa, der zum Großteil im Pannonischen Becken liegt. Seit 1999 ist Ungarn Mitglied der NATO und seit 2004 Mitglied der Europäischen Union. Bis zur Auflösung des Warschauer Paktes war Ungarn ein Teil des Ostblocks.


Die Ungarn selbst nennen ihr Land seit dem 9. Jahrhundert magyar, früher magyeri. Es ist wahrscheinlich ein Kompositum aus magy „Mensch, Mann, Geschlecht“ und er(i), ebenfalls „Mensch, Mann, Geschlecht“. Der Name bezeichnete anfangs nur einen von sieben halbnomadischen Stämmen, die im 9. und 10. Jahrhundert räuberische Überfälle in Europa verübten. Diese Stämme hießen Megyer (Magyar), Tarján, Jenő, Kér, Keszi, Kürt-Gyarmat und Nyék. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts ist es dem Stamm der Magyaren – das heißt den Nachkommen Árpáds – gelungen, die übrigen Stämme unter seiner Oberherrschaft zu vereinigen.

Das Königreich Ungarn (Magyar Királyság) bestand in wechselnden Grenzen von 1001 bis 1946. Nach langer Zeit der Zugehörigkeit zu anderen Herrschaftsgebieten wurde Ungarn am 31. Oktober 1918 wieder ein eigenständiger Staat. Das heutige Ungarn heißt Magyarország (dt.: Ungarland). Neben der größten Volksgruppe der Magyaren (2001 92,3 %) gibt es ethnischen Minderheiten der Roma (2 %), Ungarndeutsche (u. a. Donauschwaben 0,6 %), Slowaken (0,2 %) und Kroaten (0,15 %) und andere in Ungarn. Wegen verschiedener Grenzen nach etlichen Kriegen leben ca. 2,4 Millionen Magyaren außerhalb Ungarns.

Im Zweiten Weltkriegs wurde Ungarn durch die Rote Armee besetzt und nach 1945 ein Teil des Ostblocks. Der Volksaufstand 1956 gegen die Kommunisten wurde durch die sowjetische Armee blutig niedergeschlagen. Viele Ungarn verließen daraufhin das Land und emigrierten nach Westeuropa oder Nordamerika. Durch die wachsende oppositionelle Stimmung wurde die Grenzöffnung nach Österreich und damit die Zerschneidung des Eisernen Vorhangs möglich.. Am 27. Juni 1989 durchtrennte Gyula Horn, der ungarische Außenminister, zusammen mit seinem österreichischen Amtskollegen Alois Mock in einer symbolischen Aktion den Stacheldraht an der Grenze zwischen Österreich (Klingenbach) und Ungarn (Sopron).

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ungarn

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Adam hat den Apfel gegessen, und uns tun die Zähne davon weh.

Als Gott den Hasen machte, machte er auch die Büsche.

Alles hat seine Zeit.


Alles ist gut, solange es ein gutes Ende hat.

Alles ist gut, wenn das Ende gut ist.

(Sprichwort mit der gleichen Bedeutung in Deutschland: Ende gut, alles gut, in Russland: Alles ist gut, was gut endet.)

Am besten fängt man unten an und endet oben.


Auch alte Ziegen lecken gern am Salz.


Auch aus Spaß kann man die Wahrheit sagen.


Auch das Leichte ist dem Nichtwollenden schwer.


Auch der gute Baum kann schlechte Früchte haben.

Auch die Eule ist ein Richter in ihrer Höhle.


Auch die Katze frisst gerne Fisch, aber sie scheut das Wasser.


Auch im Lamm ist Zorn.


Aus einem alten Klepper kann ein schönes Reitpferd werden.


Aus einem dummen Loch weht dummer Wind.

Aus einem Hund wird kein Speck.


Aus einem ungarischen Mund klingt auch ein deutsches Wort ungarisch.

Baue goldene Brücken für den (weg)laufenden Feind.


Bei vielen Herren wird der Diener verrückt.

Besser Angst haben als erschrecken.

Besser ein Freund mit sieben Sünden als ein Fremder mit einer.


Besser heute ein Spatz als morgen eine Trappe
*4.

Betrogene Betrüger zetern am lautesten.


Billiges Fleisch hat dünne Brühe.


Das Auge des Bauern mästet das Vieh.

(Das Bedeutet, es geht am Besten, wenn man selbst auf alles achtet.)


Das gemeinsame Pferd hat Quark auf dem Rücken.


Das Gesetz bewegt sich auf goldenen Rädern.


Das Gesetz ist wie ein Spinnennetz, die großen Fliegen durchbrechen es, während die kleinen Fliegen hängen bleiben.


Das Glück beginnt, wo der Ehrgeiz endet.

Das Glück ist auf der Seite der Mutigen.

Das hungrige Schwein träumt von Eicheln.

Das Kind, der Betrunkene und der Narr sagen die Wahrheit.


Das kluge Schwein reißt tiefe Wurzeln aus.


Das Pferd stirbt, aber der Sattel bleibt.

Das Schlachtfest ist kein Zwang.


Das verbotene Obst ist süßer.


Dem geschenkten Pferd schaue nicht auf die Zähne.

(Sprichworte mit der gleichen Bedeutung in vielen Ländern. In Deutschland: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.)

Dem leeren Magen reicht kein schönes Wort.


Dem Wachen steht die Welt offen.


Den Zorn von heute sollst du auf morgen verschieben.


Der Apfel fällt nicht weit von seinem Baum.
(ähnlich aus vielen Ländern)

Der Arme kocht mit Wasser.

Der beste Arzt ist die Zeit.


Der durstige Ochse trinkt auch das trübe Wasser.

Der gute Pfarrer lernt bis zum Tode.


Derjenige spricht, dessen Haus in Flammen steht.

Der kluge Bauer wendet auch den Schaden zum Nutzen.


Der Könige König ist Vergänglichkeit.


Der Kürbis schwimmt so lange auf dem Wasser, bis er untersinkt.
(Sprichwort in Deutschland: Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. In vielen Ländern zerbrechen die Krüge einmal, der Kürbis geht wie in Ungarn unter oder man büßt wie in Italien die Pfoten ein. Eine Sache dauert nicht ewig, irgendwann geht alles zu Ende oder zu Bruch)


Der Mensch ist des Menschen Wolf.


Der Mund ist eine Rose, und die Zunge ist ein Dorn.

Der Narr macht den Doktor zu seinem Erben.


Der Platz eines ungeladenen Gastes ist hinter der Tür.


Der Sack hat seinen Fleck gefunden.


Der schlimmste Mensch ist mitunter der glücklichste.


Der Schmeichler seift ein, ohne zu rasieren.


Der Stein, der oft bewegt wird, bemoost sich nicht.


Der Teufel führt jeden in Versuchung außer den Müßigen, und der führt den Teufel in Versuchung.

Der Ungar lernt aus dem eigenen Schaden.


Der Ungar vergisst die Rache nur schwer.


Der Ungar wurde für das Pferd erschaffen.


Die beste Mahlzeit ist die Muttermilch.


Die beste Mahlzeit wird nie aufgetischt.


Die Bücher sind stille Meister.

(Man kann viel aus ihnen lernen ohne das sie sprechen müssen.)


Die Burg von Buda
*1 ist nicht an einem Tag erbaut.

Die Disputation nimmt manchmal ein süßes Ende.

Die Ehre ist nicht mehr Mode, aber immer noch sehr beliebt.

Die Menschen werden von Pferden getragen, vom Vieh ernährt, von Schafen gekleidet, von Hunden verteidigt, von Affen nachgeahmt und von Würmern gefressen.


Die überlaufendsten Berufe: Ärzte, Narren und Ratgeber.

Die ungarische Wahrheit ist drei.

(dts.: Aller guten Dinge sind drei.)

Die verbotene Früchte schmecken am besten.

Die Wahrheit geht manchmal unter, aber sie ertrinkt nicht.


Die Weißdienerin (andere Bezeichnung für eine Frau) benötigt nur so viel Verstand, dass sie nicht beide Beine in einen Stiefel steckt.

Die Wiese des Nachbarn ist immer grüner.


Die Zeit vergeht und wartet auf niemanden.


Drei Frauen sind schon ein ganzer Jahrmarkt.

Ehrliche Menschen werden weiß, schlaue werden kahl.


Ein dreitägiges Fest bringt Reue bis zum Tod mit.

(Das Sprichwort meint eine Hochzeit, bei der man aus bestimmten Gründen heiraten muss und nicht weil man es wollte.)


Eine alte Jungfer ist nicht mehr wert als ein nicht angekommener Brief.


Eine fleißige Frau hat eine faule Tochter, eine faule Frau hat eine fleißige Tochter.


Eine Frau ist keine Gitarre. Sie lässt sich nicht an die Wand hängen, nachdem man auf ihr gespielt hat.

(Ähnliches Sprichwort auch in Russland.)


Eine gute Frau ist die Krone des Hauses.


Eine kleine Sünde zu Hause ist eine große in der Fremde.


Eine Krähe laust den Büffel nicht, um ihn zu säubern, sondern um satt zu werden.


Eine lange Hoffnung ist süßer als eine kurze Überraschung.


Eine leere Speisekammer hat eine verrückte Hausfrau.


Eine schlechte Gewohnheit ist erst ein Pilger, dann ein Gast und schließlich der Wirt.


Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

(Gleiche Sprichworte gibt es auch in Deutschland und vielen anderen Ländern. Es geht auf die Fabel „Der verschwenderische Jüngling und die Schwalbe“ des griechischen Fabeldichters Äsop zurück. Es Bedeutet, man soll nicht von einem einzigen Indiz auf eine Veränderung schließen, wegen eines Ereignisses keine voreiligen Schlüsse ziehen. Wegen eines einzelnen Vorfalls soll man nichts verallgemeinern, sonder erst abwarten, ob es noch weitere Hinweise gibt.)

Eine Sünde bleibt eine Sünde, auch wenn sie von vielen begangen wird.


Ein Funken kann eine Stadt verzehren.


Ein goldener Schlüssel passt in jedes Schlüsselloch.

Ein guter Anfang ist halber Erfolg.


Ein guter Nachbar ist besser als viele böse Verwandte.

Ein gutes Wort versöhnt sogar den Feind.


Ein jeder soll vor seinem eigenen Haus kehren.


Ein jeder Stock hat den Kopf am Ende.


Ein Kerl ist nicht derjenige, der schlägt, sondern der, der den Schlag wegsteckt.


Ein Kuss ohne Bart ist wie ein Ei ohne Salz.

Ein Lügner wird früher als ein lahmer Hund gefangen.

Ein Rabe hackt dem anderen die Augen nicht aus.

(dts.: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.)

Ein schlechtes Beispiel zerstört mehr als zwanzig gute aufgebaut haben.

Ein Schmied ist neidisch auf den anderen.


Ein Steckenpferd zu unterhalten, kostet oft mehr als ein Reitpferd.

Ein Tag ist nicht die Welt.


Er predigt Wasser und trinkt Wein.

Er sucht sein Pferd und sitzt drauf.


Es gibt auf dieser Welt keinen Platz, von dem aus nicht ein Pfad zur Hölle führt.


Es gibt kein so schlechtes Werkzeug, das nicht benutzt werden könnte.

Es gibt mehr Tage als Kolbász
*3.

Es gibt nicht nur einen bunten Hund auf der Welt.


Es gibt nichts Neues unter der Sonne.


Es ist besser, auf halbem Weg kehrtzumachen, als am falschen Ort anzukommen.


Es ist besser, stets zu eilen, als einmal zu spät zu kommen.


Es ist besser, zu geben als zu bekommen.


Es ist einfach Kati zu nehmen, um zu tanzen, wenn sie will.


Es ist ein schönes Ding, fürs Vaterland zu sterben, aber ein noch schöneres, für es zu leben.


Es ist leicht, einen Wagen zu schieben, der von zwölf Ochsen gezogen wird.


Es ist leichter, auf einen Sack Flöhe Acht zu geben, als auf eine Frau.

Es ist leichter, die Frau in den Tanz zu nehmen, als sie zu zähmen.

Es ist leichter zu erben, als zu lernen.


Es ist leicht, neben der Feime
*2 Ähren zu lesen.

Es ist schwierig, den abgeschossenen Pfeil zurückzuholen.

Es ist überall gut, aber am besten ist es zu Hause.


Es kommt kein Unglück allein.


Es sind nicht alle Schäfer, die Stöcke tragen.


Fehlt die Brücke, wird die schmalste Planke kostbar.


Feiges Volk hat keine Heimat.

Frag nicht nach der Herkunft von Menschen und gutem Wein.

Frauen, das Böse und Gurken, je kleiner, desto besser.

Freiheit ist wertvoller als Gold.

Für einen jungen Mann ist die Frau eine Stütze und der Spazierstock ein Luxus, für einen alten ist seine Frau ein Luxus und der Stock seine Stütze.

Für Frauen, das Böse und für Gurken gilt: je kleiner, desto besser.


Geduld bringt Rosen.

Gegen tausend Krähen reicht ein Stein.

Geh langsam und du kommst weiter.


Glück bringt Freunde, Not stellt sie auf die Probe.

Gold bleibt sogar im Schlamm Gold.


Gute Nachbarn sind ein echter Schatz.


Guter Wein braucht kein Aushängeschild.


Gutes Werkzeug - halbe Arbeit.


Gut sind lange Kolbász*3 und kurze Predigt.

Handle wie ein Feind, zahle wie ein Freund.

Handle wie ein Zigeuner, zahle wie ein Herr.


Häufige Küsse enden mit einem Kindlein.


Heute mir, morgen dir.


Hoffnung ist eine Flamme, die ständig flackert, aber nie erlischt.

Hör und sieh viel, sprich aber wenig.

Hund bleibt Hund, und wenn er auch die Donau durchschwimmt.


Hundert Neider sind besser als ein Bemitleider.

Ich sage es meiner Tochter, aber mein Schwiegersohn soll es verstehen.

Im Traum und in der Liebe ist nichts unmöglich (erscheint alles möglich).


In der Schlacht gibt es keinen Bruder Peter.

Ist das Kind tot, ist die Gevatterschaft hin.

Jeder Hahn ist Herr auf seinem eigenen Misthaufen.


Jeder treibt die Flamme unter seinem eigenen Topf.


Jedes Wunder dauert nur noch drei Tage lang.
Kein Mensch ist so reich, dass er nicht seinen Nachbarn braucht.

Kleine Kinder - kleine Sorgen, große Kinder - große Sorgen.
(ähnlich auch aus anderen Ländern.)


Klug ist der Ungar nach der Schlacht.


König Matthias ist gestorben, die Gerechtigkeit ist hin.


Lange Würstchen und kurze Predigten sind gut.

Langsames Wasser wäscht das Ufer weg.

Lass dich durch nichts auf Erden traurig machen, solang du noch lieben kannst.

Lauf nicht einer Kutsche nach, die dich nicht mitnimmt.


Lege Wert auf gute Gesellschaft, auch wenn du allein bist.


Liebe macht blind.

(Auch Sprichwort in Deutschland und anderen Ländern.)

Liebe und Narrheit sind nur dem Namen nach verschieden.


Lobe den Tag mit dem Sonnenuntergang.


Man erkennt den Vogel an seinem Gefieder, den Menschen an seinem Freund.

Man weiß nicht, was der Morgen bringt.

Mehr mit Vernunft als mit Kraft.

Menschen stehen und warten, das Leben bringt und geht, der Tod kommt und nimmt.

Nach dem dritten Tag ist der Platz des Gastes hinter der Tür.


Nach einer Weile kommt sogar der Hund zu einem Vergleich mit der Katze.


Nicht jeder, der dich anlächelt, ist dein Freund.


Nicht wer hat, gibt, sondern wer geben möchte.

Niemand ist so reich, dass er keine Nachbarn brauchte.


Niemand kann sich in seinem eigenen Schatten ausruhen.

Noch nicht einmal eine Mutter kann ein stummes Kind verstehen.

Nur der Dumme stolpert zweimal über denselben Stein.


Nur derjenige begeht keine Fehler, der nicht arbeitet.

Oft schreibt das Schwert, nicht die Feder das Gesetz.

Ordnung ist die Seele aller Dinge.

Pfefferkörner sind klein, aber scharf.

Pferde, Waffen und Frauen sollte man niemandem anvertrauen.

Regelmäßiges Küssen endet oft mit einem Baby.


Sag die Wahrheit, und dein Kopf wird zerbrochen.

Sag mir, wer dein Freund ist, ich sag dir, wer du bist.

(Schon im Sprichwörter-Lexikon von Samuel Christoph Wagener, erschienen 1813 in Quedlinburg (2005 im Georg Olms Verlag nachgedruckt) ist dieses ähnlich als deutsches Sprichwort auf Seite 154 aufgeführt. So oder ähnlich wird es auch als Sprichwort in vielen anderen Ländern verbreitet (in Armenien, Brasilien, Italien, Spanien, Türkei, Vietnam und andere) oder als Zitat von Goethe (1749 - 1832), Brillat-Savarin (1755 - 1826) oder Lenin (1870 - 1924) gebraucht. Wo es als erstes auftrat oder zitiert wurde oder von wem abgeschrieben wurde, ist nicht bekannt.)

Sei lieber ein Herr, der als Diener arbeitet, denn ein Diener, der sich als Herr versucht.

Selbst von einer kleinen Schmiede fliegen die Funken.

Sicher ist nur der Tod.

Sich über den Mächtigeren ärgern ist Unsinn.

Sieh dir die Mutter genau an und heirate die Tochter.

Sogar auf der Sonne sind Flecken.


Sogar eine weiße Lilie wirft einen schwarzen Schatten.

Sogar Gott, Christus, wich dem Betrunkenen aus.


Sogar unter den Aposteln gab es einen Judas.


So viele Menschen - so viele Meinungen.


Stille Wasser gründen tief, dass der Teufel keinen Boden sieht.


Trägheit ist die Mutter aller schlimmen Gedanken.


Übung macht den Meister.


Ungestraft töten kann dich nur ein Arzt.

Unter einem leeren Sack wird oft ärger gekeucht als unter einem vollen.

Unter sich streitenden Hirten hat es der Wolf gut.

Unter vielen Hebammen geht das Kind verloren.

Vergeude keinen Ingwer auf das Schwein.


Verlasse dich nicht auf den Zufall, doch baue ihm goldene Brücken.


Verlorene Ehre ist schwerer zurückzuerobern als verlorener Reichtum.

Verschwende deinen Ingwer nicht an Schweine.

Viele Gänse besiegen das Schwein.

Viele Hände machen schnell ein Ende.

Viele Hände sind mit der Arbeit schnell fertig.


Viele Häuser brennen von innen, was von außen nicht zu sehen ist.


Viele Häuser, viele Gewohnheiten.


Viele Köche versalzen (verderben) die Suppe.

(Sprichwort mit gleicher Bedeutung in Deutschland: Viele Köche verderben den Brei.)

Viel Gerede hat viel Kaffeesatz.


Viel Kleines läuft auf Viel hinaus.


Von hundert Verdächten sind neunundneunzig falsch.

Von wem ich nicht lebe, vor dem habe ich keine Angst.

Während des Essens kommt der Appetit.

Was du mit guter Laune tust, fällt dir nicht schwer.


Was ist, das muss man lieben.

Was Jupiter darf, darf der Ochse nicht.

Weglaufen ist schändlich, aber nützlich.

Weinend feiert der Ungar.


Wein rein, Vernunft raus.


Wem der Galgen bestimmt ist, der stirbt nicht in der Donau.

(Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung: Was an Galgen gehört, das ersäuft im Wasser nicht.)


Wenn alle Leute sich guter Gesundheit erfreuen, ist es um die Ärzte schlecht bestellt.


Wenn dein Schwert kurz ist, verlängere es um einen Schritt.
(Das Sprichwort bedeutet, das man seine Reserven mobilisieren soll, wenn in bei Schwierigkeiten oder harten Zeiten die normalen Mittel nicht ausreichen.)


Wenn dir etwas gegeben wird, nimm es, wenn du geschlagen wirst, lauf weg.


Wenn du friedlich leben willst, darfst du niemandem widersprechen.


Wenn du ungarisches Brot isst, schätze den Ungarn.

Wenn ein Mann nur ein wenig hübscher als der Teufel ist, sieht er gut genug aus.


Wenn Gras im Hofe ist, ist Armut im Haus.

Wenn ihr kommt, werdet ihr hier sein, wenn ihr etwas mitbringt, werdet ihr etwas essen.


Wenn man den Hund mit dem Stock zum Hasen treibt, wird er ihn nicht fangen.


Wenn schon eine Gans, dann soll sie dick sein.


Wer anderen vertraut, ist glücklich; wer anderen misstraut, ist weise.


Wer arbeitet, der hat keine Zeit, Geld zu verdienen.

(Ähnliches Sprichwort auch in Polen.)


Wer aus der Fremde kommt, sagt, was er will.

(Das bedeutet, wenn man etwas erzählt, von dem der Andere keine Ahnung hat oder nichts versteht, kann man Lügen, soviel man will, da der Andere nichts nachprüfen kann.)

Wer Butter im Kopf hat, sollte die Sonne meiden.


Wer eine Krähe schießen will, wird nicht seinen Bogen schlagen.


Wer einen mit dem Stock begrüßt, dem wird mit dem Knüppel geantwortet.

Wer Früh aufsteht, findet Gold.

(Deutsches Sprichwort mit ähnlicher Bedeutung: Wer früh aufsteht, dem hilft Gott.)


Wer glaubt, ist glücklich, wer nicht glaubt, ist weise.


Wer im Sommer nicht sammelt, wird im Winter wenig heizen.


Wer kann, soll zugreifen.

Wer kein Meister einer Sache ist, der ist deren Henker.

Wer langsam zornig wird, bleibt lange zornig.

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.

Wer nichts im Kopf hat, soll etwas in den Beinen haben.


Wer nur zurückschaut, sieht nicht, was auf ihn zukommt.

Wer spät kommt, dessen Mittagessen sind Knochen.

Wer vieles anfängt, beendet wenig.


Wer viel fragt, gibt ungern.

Wer viel spricht, weiß viel oder lügt viel.


Wer viel verspricht, gibt wenig.


Wer vom Blitz getroffen wird, hört den Donner nicht.


Wer vor Wasser Angst hat, isst keinen Fisch.


Wer Zeit gewinnt, gewinnt Leben.

Wessen Freund Christ ist, der wird leicht selig.


Wie die Mutter, so die Tochter.

Wir leben nicht, um zu essen, sondern wir essen, um zu leben.


Wo das Mittagessen, dort das Abendessen.


Wo der Ehrgeiz endet, fängt das Glück an.


Wörter fliegen weg, Geschriebenes bleibt.


Zorn ist ein schlechter Ratgeber!


Zu einem Geschäft gehören zwei.


Zuerst soll dein Verstand gehen, erst dann deine Zunge.


Zur Tonschüssel der Holzlöffel.


Zu viel ist auch schädlich.


Zwei scharfe Schwerter passen nicht in eine Scheide.
*1 Buda     - ist der auf dem rechten Ufer der Donau gelegene Stadtteil von Budapest.
*2 Feime    - ist ein Getreidehaufen, der gegen äußere Einflüsse gesichert ist.
*3 Kolbász  - ist eine ungarische Wurstspezialität ähnlich einer Salami.
*4 Trappen- sind eine Familie bodenlebender Vögel in Europa und Afrika. Sie haben einen kräftigen Körper mit langem Hals und Beinen und kurzem Schwanz und Schnabel. Der Körper ist kräftig, Hals und Beine sind lang, der Schwanz und der Schnabel recht kurz. Die größten Arten sind bis 1 m hoch und können 10 kg schwer werden. Die Riesentrappe in Afrika ist mit bis zu 19 kg und 130 cm Höhe der schwerste flugfähige Vogel der Welt.