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Italienische Sprichworte
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Flagge der Italienische Republik
Wappen der Italienische Republik
Flagge der Italienische Republik
Wappen der Italienische Republik
Italien (amtlich Italienische Republik) ist eine parlamentarische Republik in Südeuropa zum größten Teil auf der Apenninhalbinsel. Die Hauptstadt ist Rom, wo sich auch schon vor über 2000 Jahren das Zentrum des Römischen Reiches befand. Außerdem gehören die großen Inseln Sizilien und Sardinien und etliche andere Inseln und Inselgruppen zu Italien. Die Republik San Marino und der der Vatikan liegen innerhalb Italiens, gehören aber nicht zum Staatsgebiet Italiens.

Die ersten Hominiden bewohnten das Gebiet des heutigen Italiens schon vor mindestens 1,3 Millionen Jahren. Der Vorgänger des heutigen Menschen erschien vor 43.000 bis 45.000 Jahren in Italien und lebte mehrere Jahrtausende neben dem Neandertaler. Neben italischen Völkern kamen Etrusker ins Land, deren Herkunft ungeklärt ist. Im 8. Jahrhundert v. Chr. begann die griechische Kolonisation des süditalienischen Festlandes und Siziliens, an der Westküste der Insel siedelten Phönizier, später Karthager. Später wurde Italien die Kernregion des Römischen Reiches. Nach dem Einfall der Goten und der Langobarden (410 bzw. 568) zersplitterte das Land in eine Reihe von Herrschaftsgebieten und etlichen Stadtstaaten. Fünf Mächte, das süditalienische Königreich, der Kirchenstaat, Florenz, Mailand und Venedig teilten sich in wechselnden Koalitionen die politische Macht und die Ressourcen. Vom 16. bis ins 19. Jahrhundert stand der Großteil Italiens unter Fremdherrschaft durch Spanien, Frankreich oder des österreichischen Kaiserreiches.

Unter Führung der Dynastie der Savoyer, Könige von Sardinien-Piemont und Freiwilligenverbände unter Giuseppe Garibaldi, gelang in drei Unabhängigkeitskriegen die Vereinigung Italiens. Am 17. März 1861 wurde Viktor Emanuel II. in Turin zum König Italiens ausgerufen. 1865 wechselte die Hauptstadt nach Florenz. 1866 kamen mit dem dritten Unabhängigkeitskrieg auch das österreichische Venetien sowie das Friaul zum Königreich Italien. Rom wurde 1870 erobert und ein Jahr später zur Hauptstadt des Landes. Nach angeboten von territorialen Zugewinn trat Italien im 1. Weltkrieg der Entente bei und konnte auf Seiten der Siegermächte Julisch Venetien, das Trentino sowie das deutschsprachige Südtirol annektieren. Nach dem 2. Weltkrieg verlor Italien wieder einen Großteil von Julisch Venetien an Jugoslawien (heute Slowenien und Kroatien), der italienische Dodekanes an Griechenland und die Gemeinden Tende und La Brigue an Frankreich.

Trotz der Einheit Italiens und der staatlichen italienischen Amtssprache gibt es noch die regionalen Amtssprachen Deutsch und Ladinisch in Trentino-Südtirol, Französisch im Aostatal sowie Slowenisch in Friaul-Julisch Venetien. Außerdem regelt ein Gesetz den Schutz von weiteren Minderheitensprachen. Dazu gehören Albanisch im gesamten Mezzogiorno, Franko-Provenzalisch, die eigentliche Volkssprache des Aostatals, Furlan in Friaul, Griechisch in Apulien und Kalabrien, Okzitanisch in einigen Alpentälern des Piemont, Sardisch auf Sardinien und Katalanisch in Alghero auf Sardinien. Zusätzlich existieren noch zahlreiche italienische Dialekte, der norditalienische Dialekte (das Lombardisch und das Venetische), toskanische Dialekte und mittel- und süditalienische Dialekte (der römische und das Sizilianische). Ebenso gibt es etliche regional verbreitete Sprichworte, die sich in den Regionalsprachen und Dialekten gebildet haben. Auf diesen Seiten gibt es neben über 1000 Italienischen Sprichwörtern auch rund 500 aus verschiedenen Regionen Italiens.

  Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Italien

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Abendworte trägt der Wind fort.

Alle Geschmäcker sind Geschmäcker.

Alle Katzen möchten eine Schelle haben.

Alle Knoten bleiben im Kamm hängen.

(Auf die Dauer kann man nichts verheimlichen, irgendwann kommt alles heraus.)


Allen Dichtern fehlt ein Vers.


Aller Anfang ist schwer.


Aller Laster König ist der Geiz.

Alle Schiffe haben ein Leck.


Alles gibt Brühe.


Alles ist gut zu seiner Zeit.

Alles kommt von Gott - außer Frauen.

Alle Straßen führen nach Rom.


Allzu viel ist ungesund.

Alte Liebe rostet nicht.


Alter Hund gewöhnt sich schwer ans Halsband.

Alte Sünden haben lange Schatten.

Am Anfang der Liebe sprechen die Liebenden von der Zukunft; bei ihrem Ende von der Vergangenheit.


Am Ende verlieren alle Blumen ihren Duft.


Am Kopf fängt der Fisch zu stinken an.


Andauerndes Fieber bringt den Löwen um.


An den Sünden der Frau ist der Mann nicht unschuldig.


Andere Länder besuchen, andere Sitten finden.


Anderer Leute Briefe, Beutel und Tisch soll man nicht ansehen.


An der Frucht erkennt man den Baum.


An der Kralle erkennt man den Löwen.

An der Rede erkennt man den Menschen.

An die niedrige Mauer lehnen sich alle.


Angst macht Mut.


Arbeit adelt den Menschen.


Ärgere dich nicht über die Zeit und die Regierung.


Ärger verstärkt die Liebe.


Armut hat keine Verwandtschaft.


Armut ist der schlechteste Wächter über Keuschheit.


Armut ist ein Segen, der von allen Menschen gehasst wird.

Auch das Auge will seinen Teil.
(Ähnliche Bedeutung wie das deutsche: Das Auge isst mit.)

Auch der Wurm hat seinen Zorn.

Auch die Fische des Königs haben Gräten.

(Sprichwort auch in Thailand)

Auch die Sonne hat ihre Flecken.

Auch krummes Holz gibt gerades Feuer.
(Ähnliche Bedeutung wie das deutsche, österreichische und finnische Sprichwort: Der Zweck heiligt die Mittel.)

Auf den Fischmarkt früh, in die Fleischbank spät.


Auf die Feige Wasser, auf die Birne Wein.


Auf eine Mogelei anderthalbe.


Auf einen dicken Nagel gehört ein großer Hammer.


Auf einen Helfer kommen fünf Dutzend Gaffer.

Auf Regen folgt Sonnenschein.

Auf Süßes folgt Bitteres.


Auf vier Dinge kann man nicht bauen: auf Wolken im Sommer, einen klaren Winterhimmel, auf runde Kiesel und den Sinn der Frauen.


Aus dem Dorn wächst die Rose, aus der Rose wächst der Dorn.


Aus der Pfanne bin ich in die Kohlenglut gefallen.

Aus der Rübe kann man kein Blut pressen.


Aus einem Adler wird keine Taube.


Aus einem Übel erwächst oft etwas Gutes.

Aus einer Rübe kann man kein Blut pressen.

Aus Hunger ist's erlaubt, das Gesetz zu umgehen.

Aus nichts kann man nichts herausholen.


Aus nichts schafft man nichts.

Aus Schaden wird man klug.

Aus schlechten Sitten entstehen gute Gesetze.

Beginnen die Wangen dir einzusinken, so lass die Weiber und halt dich ans Trinken.

Beharrlichkeit führt zum Ziel.


Bei Abendrot hofft man auf schönes Wetter.

Bei der Frau sind die ersten Gedanken die besten, beim Manne die zweiten.


Bei Hochzeiten und Begräbnissen erkennt man Freunde und Verwandte.

(Sprichwort auch in Frankreich.)

Beim Beginn der Liebe sprechen die Liebenden von der Zukunft, bei ihrem Ende sprechen sie von der Vergangenheit.


Beim Esel soll man keine Wolle suchen.


Beim Fuchs muss man schlau wie ein Fuchs sein.


Bei mir zu Haus bin ich der Herr.

Beim Pferdehandel misstraue sogar deinem Vater.

Beim Tanzen tut der Fuß nicht weh.


Bei Mühlen und Frauen fehlt immer irgend etwas.

Bei Tisch wird man nicht alt.

Bekämpfe das Feuer nicht mit Eisen.


Besprochene Sache ist unterwegs.


Besser Kopf der Katze als Schwanz des Löwen sein.

Besser eine Hilfe als fünfzig Ratschläge.

Besser eine Schleie auf dem Tisch, als gar keinen Fisch.
(Das ist ein Armeleute Essen, da der Fisch fast überall vorkommt.)

Besser ein Heer von Hirschen unter dem Kommando eines Löwen, als Heere von Löwen unter dem Kommando eines Hirschen.

(ähnlich aus Arabien und Ghana mit Schafen und Löwen)

Besser ein lebender Esel als ein toter Gelehrter.


Besser ein magerer Vergleich als ein fetter Prozess.

Besser essen, soviel man hat, als reden, soviel man weiß.

Besser Hechtkopf als Stierschwanz.


Bete und arbeite.


Beurteile das Schiff nicht, wenn du am Lande stehst.


Bevor du dir eine Frau suchst, suche dir ein Haus.


Bevor du verurteilst, musst du verstehen.


Binde den Sack zu, auch wenn er nicht voll ist.


Bis zum Sarg hört man nicht auf zu lernen.


Blicke nicht auf deine Vorderseite, sondern auf deine Rückseite.


Blinder Eifer schadet nur.


Brot und Käse, aber mit dir, der du meinen Kummer kennst.

Das Auge des Herrn lässt das Pferd gedeihen.

Das Bessere ist der Feind des Guten.

Das Bett ist Medizin.

Das Blut des Soldaten macht den General groß.


Das Brot außer dem Hause ist zu sehr gebacken oder zu sehr gesalzen.


Das Brot des Hauses ist das Beste.


Das Ei von heute ist mir lieber als das Huhn von morgen.


Das erstaunlichste Gedächtnis ist das einer verliebten Frau.


Das Fass gibt den Wein, den es hat.


Das Feuer, die Liebe und den Husten erkennt man rasch.


Das feurige Pferd zehrt den Reiter auf.


Das Geld ist gut für den Weisen, schlimm für den Verschwender, am schlimmsten für den Geizigen.


Das Geld ist, wenn du es zu brauchen weißt, Knecht, wo nicht, ist es Herr.

Das Gewissen ist wie das Kitzeln, manche fürchten es und andere nicht.

Das Gewissen verdaut üble Taten, wenn man sie mit guten Vorsätzen würzt.


Das Gift steckt im Schwanz.

Das Glöcklein, das in der Kammer klingt, am schrecklichsten zu den Ohren dringt.


Das Glück ist blind.


Das Glück ist dem Kühnen hold.


Das Glücksspiel, das Bett, die Frau und das Feuer geben sich nie mit wenig zufrieden.


Das Gute erkennt man, wenn es fortgeht, das Schlechte, wenn es kommt.


Das Haus ist klein, aber das Herz ist groß.


Das Hemd sitzt näher als der Rock.


Das ist genauso ein Kaufmann, wer verliert, als wer Gewinn macht.


Das Krankenhaus und das Gefängnis liegen nahe beim Wirtshaus.


Das Lächeln einer hübschen Frau sind die Tränen der Geldtasche.

Das Lachen ist eine Angel, an der sich schon viele gefangen haben.

Das Lamm hat nicht mehr Gewissheit zu leben als das Schaf.

Das Letzte, was wir verlieren, ist die Hoffnung.

Das Licht ist Gottes Schatten.

Das Meer hat keine Balken.

Das Meer ist die Quelle des Salzes, und Frauen sind die Quelle des Übels.


Das Missgeschick beginnt immer nach Mitternacht.

Das Mitleid füllt den Magen nicht aus.


Das räudige Schaf steckt die Herde an.


Das Schlechte ist wie der Dreck; je mehr man darin rührt, desto mehr stinkt es.

Dasselbe Feuer reinigt das Gold und verschlingt das Stroh.

Das Tröpfchen höhlt den Stein.

Das Übermaß zerbricht den Deckel.


Das Unglück steht überall bereit wie der Tisch in der Kneipe.


Das „Warum“ des Kindes ist der Anfang der Philosophie.

Das Wasser fließt zum Meer.


Das Wasser und das Volk kann man nicht zurückhalten.


Das Wenn und das Aber regieren die Welt seit Adams Tagen.

Das Wenn und das Aber sind das Erbteil der Dummen.


Das Werk lobt den Meister.

Das wunderbarste Gedächtnis ist das einer verliebten Frau.


Das Zuviel ist für die einen, was das Zuwenig für die anderen.

Da, wo man geboren ist, macht einem jeder Grashalm Freude.

Dein Feind ist der von deiner Kunst.


Dein Heim kann dir die Welt ersetzen, doch nie die Welt dein Heim.

Dem allzu hohen und plötzlichen Flug pflegt der Sturz nahe zu sein.

Dem durchlöcherten Kleide wird wenig Glauben geschenkt.

Dem fliehenden Feind baue goldene Brücken.


Dem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.


Dem Herrn gib das Obere vom Braten und vom gesottenen Fleisch das nahe am Knochen.


Dem Kenner reichen (genügen) wenige Worte.


Dem mageren Pferd sendet Gott Fliegen.


Dem Sohn einen Rat geben heißt in den Wind säen.


Dem wackeren Mann ist die ganze Welt Vaterland.


Dem Waisenkind gibt niemand Geld, es bekommt nichts als Ratschläge.


Den alten Heiligen gibt man keinen Weihrauch mehr.


Den hab ich das Laufen gelehrt, hat der Jäger gesagt, als er den Hasen verfehlte.

Denk nach, bevor du sprichst.

Den Römer überwindet nur das Grab.
Der Adler fängt keine Fliegen.

Der Adler fängt keinen Krieg mit den Fröschen an.


Der Affe bleibt immer Affe, auch in Seide gekleidet.


Der Amboss lebt länger als der Hammer.


Der Appetit kommt beim Essen.
Wenn jemand zuerst lustlos an eine Sache (Mahlzeit) herangeht und erst dabei auf den Geschmack kommt und Appetit auf mehr entwickelt. Öfter wird mit Appetit im übertragenen Sinn auch Habgier gemeint.

Sprichwort in vielen Ländern. Laut verschiedenen Quellen soll das Sprichwort seinen Ursprung in Frankreich haben.
Bei Wander (Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Bd. 1, S. 112) steht, dass der früherer Lehrer Amiot des französischen Königs Heinrich III von Frankreich (* 1551 bis † 1589) von diesem eine reiche Abtei erhielt. Später wollte Amiot auch das Bistum von Auxerre erhalten. Als Begründung soll er zum König „der Appetit kommt, indem man isst.“ gesagt haben, woraus das Sprichwort entstand.
www.zeno.org/Wander-1867/A/Appetit?hl=appetit
Andere Quellen nennen den Abenteuerroman „Gargantua und Pantagruel“ (1535) von François Rabelais' (1494-1553) als Ursprung. Darin kommt der Satz: „Der Appetit kommt beim Essen, sagt Angeston, aber der Durst verliert sich durchs Trinken.“, vor.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/D#Der_Appetit_kommt_beim_Essen

Der Ärger von denen, die sich lieben, ist wie ein Spinngewebe.


Der Aufrichtige wird niemals in Eile reich.


Der Baum fällt nicht beim ersten Hieb.


Der Baum muss gerade gebogen werden, solange er jung ist.

Der beschmutzte Schuh bringt mehr Gewinn als der gewichste.


Der Deutsche hat seinen Verstand in den Fingern.


Der Dreck in Bologna würde sogar teuer werden, wenn ich ihn kaufen wollte.


Der Dummkopf spannt den Karren vor die Ochsen.


Der Durst löscht sich am besten mit eigenem Wein.


Der eine scheucht den Hasen auf, der andere fängt ihn.


Der eine will dies, der andere das.


Der eine will es gekocht und der andere gebraten.

Der erste Nächste ist man sich selbst.


Der erste Regen ist es, der nass macht.


Der erste Schlag ist so gut wie zwei.


Der falsche Freund ist wie ein Schatten, der uns folgt, solange die Sonne scheint.


Der Fisch will dreimal schwimmen: im Wasser, im Öl und im Wein.

Der Gast ist heilig.


Der Gauner kann die Elster rupfen, ohne dass sie schreit.


Der Gebrauch ist der Schiedsrichter der Sprache.


Der Geizhals besitzt nicht das Gold, sondern wird vom Gold besessen.


Der Geizhals ist wie der Esel, der Wein trägt und Wasser trinkt.


Der gerade Weg ist der beste.


Der Gerechte sündigt sieben Mal am Tag.


Der gestochene Esel muss wohl traben.
(Der Esel wird durch Stechen mit Spitzen an einem Stock angetrieben.)

Der große Fisch frisst den kleinen Fisch.

Der gute Ruf ist wie eine Zypresse, die, einmal abgehauen, nie wieder ausschlägt.

Der gute Wille allein genügt nicht.

Der heilige Franziskus barbierte zuerst sich selbst und dann seine Mönche.


Der Herr auf dem Lande ist ein tüchtiges Fieber für den Meier und eine Wohlfahrt für die Meierei.


Der Herr ist das Auge des Hauses.


Der Hund läuft einen Bogen, der Hase einen anderen.


Der Hunger zeigt die Stunde, nicht die Stunde den Hunger an.


Der hungrige Hund fürchtet den Stock nicht.

(Hungriger Hund achtet den Stock nicht.)


Der ist ein großer Arzt, der sein eigenes Leiden kennt.


Der ist wahrhaft blind, der die Sonne nicht sehen kann.


Der Juni gibt die Sichel in die Hand.


Der Kluge horcht nach der Vergangenheit, wandelt nach der Gegenwart und denkt an die Zukunft.


Der Klügere gibt nach.


Der Koch denkt eins, der Vielfraß etwas anderes.


Der Kranke darf alles sagen.


Der Lärm tut nicht gut, das Gute macht keinen Lärm.

Der Lügner verspricht Meere und Berge.

Der Mann ist so alt, wie er sich fühlt, die Frau ist so alt, wie sie aussieht.


Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.


Der Mensch schlägt vor, und Gott entscheidet.


Der Mensch schwatzt, aber Gold redet.


Der Morgen ist die Mutter der Geschäfte und der Abend die Mutter der Gedanken.


Der Mörser riecht immer nach Knoblauch.


Der Prahlhans steckt sich gern die Federn des Pfaus an.


Der Rat, den man einem Menschen gibt, ist so viel wert wie die Seife für den Mohren.


Der Ruf deckt den Diebstahl.

(Wenn man einen guten Ruf hat, kann man unehrlich sein und Lügen verbreiten, ohne das ein Verdacht aufkommt, weil die anderen es ihm nicht zutrauen. So mancher hat sich schon die Hand verbrannt, weil er auf den guten Ruf eines anderen vertraute.)

Der Schein trügt.


Der Scherz soll beißen wie das Schaf, nicht wie der Hund.


Der Schuldige glaubt, dass alle schlecht von ihm sprechen.


Der Schwache hat immer seinen Tyrannen.


Der Sommer ist die Mutter der Armen.


Der Stein fällt auf den, der ihn bewegt hat.


Der Stein schärft die Messer, aber er ist selber stumpf.


Der Stein wird auf den fallen, der ihn bewegt hat.

Der Teufel ist nicht so hässlich, wie man ihn sich ausmalt.


Der Teufel lehrt uns, es zu tun, aber nicht, es zu verbergen.

Der Teufel zeigt, wie man`s macht, aber nicht, wie man`s verbirgt.


Der Teufel macht die Töpfe, aber nicht die Deckel.


Der Tod kommt niemals wie vorgesehen.


Der Tod schaut niemandem ins Gesicht.


Der Trab des Esels währt nicht lange.

Der Trinker spricht immer vom Wein.

Der Tritt über die Schwelle ist der schlimmste.

Der Übersetzer ist ein Täuscher.


Der Vater redet in den Wind.


Der Verdacht ist das Gift der Freundschaft.

(Ähnliches Sprichwort in Deutschland.: Argwohn tötet die Freundschaft.)

Der Vogel im Käfig singt aus Liebe oder aus Zorn.


Der Vulkan bricht aus, wann er will; der Krieg, wann es die Menschen wollen.


Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

Der Wein ist die Milch der Alten.

Der Wein löst die Zunge und öffnet die Herzen.


Der Weise ist ein Narr in dem Haus von anderen, der Narr weise in seinem eigenen.

Der Wolf verliert das Haar, aber nicht das Laster.


Der Zahn ist mir näher als irgendein Verwandter.


Der Zweck rechtfertigt die Mittel.


Des Gärtners Fuß verdirbt den Garten nicht.

Des Liebenden Geldbeutel ist mit einer Spinnwebe zugebunden.

Des Menschen großer Feind ist seine eigene Meinung.


Des Teufels Mehl wird zu Kleie.

Dichter und Schweine kommen erst nach ihrem Tod zu Ehren.

Die Amsel ist über den Po geflogen.

(Das Sprichwort bedeutet, dass eine Frau alt geworden ist und nicht mehr so schön wie in jungen Jahren ist.)

Die Armen büßen für der Reichen Sünden.


Die aufgehende Sonne beten alle an.

(Das Sprichwort bedeutet, dass etwas Neuem, scheinbar Besserem oder in Mode Gekommenem, mehr zugetraut oder Bedeutung beigemessen wird, als dem alten, das sich schon bewährt hat und gut ist.)

Die Augen sind der Spiegel der Seele.


Die beste Lehrerin ist die Erfahrung; aber sie kommt, wenn es bereits zu spät ist.

Die böse Gelegenheit ist die Ursache eines jeden Übels.

Die Druckpresse ist die Mutter der Irrtümer.


Die Dukaten haben, sind gepriesene Herren.


Die Ehen sind nicht, wie sie geschlossen werden, sondern wie sie ausfallen.

Die Ehe ist das Grab der Liebe.

Die eifersüchtige Frau hat den Teufel im Leib.

Die eigene Zuverlässigkeit lernt man erst schätzen, wenn man sich auf andere verlassen muss.

Die eilige Katze warf blinde Kätzchen.

Die eine Tochter hilft der anderen, sich zu verheiraten.


Die eingestandene Sünde ist halb vergeben.


Die Engländer schreiben tiefgründig, die Franzosen elegant, die Italiener göttlich und die Deutschen viel.

Die Ersparnis ist der erste Verdienst.

Die erste Frau ist Ehe, die zweite Gesellschaft, die dritte Ketzerei.


Die erste Liebe vergisst man nicht mehr.


Die Esel reiben sich im Verein.


Die Fakten (Taten) sind männlich, die Worte weiblich.

Die falschen Freunde sind wie der Schatten auf der Sonnenuhr, der bei Sonnenlicht erscheint und verschwindet, wenn es trübe wird.

Die Feige braucht zwei Dinge: den Hals eines Gehängten und das Hemd eines Bettlers.

Die Frauen legen Rouge auf, um nicht zu erröten.


Die Frauen sind gedankenlos wie ein Huhn.


Die Frauen und die Liebe geben und nehmen den Männern das Leben.


Die Frau ist wie die Waage, welche sich nach der Seite hinneigt, wo man am meisten hineintut.


Die Fresslust bringt mehr Leute um als das Schwert.


Die Frucht fällt nicht weit vom Baum.


Die ganze Welt ist ein Dorf.


Die Gegenwart belohnt die Fleißigen, die Zukunft belohnt die Geduldigen.

Die Gerechtigkeit ist wie die Nase, die dahin geht, wohin man sie zieht.


Die Gesundheit ist wie das Salz, man merkt nur, wenn es fehlt.


Die Gewalt auf das Recht.
(Das deutsche Sprichwort ist: Gewalt geht vor Recht.)

Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.

Die Glücksgöttin muss man bei der Stirnlocke fassen.


Die göttliche Vorsehung bedient sich seltsamer Werkzeuge.


Die Gräber sind voll von verspäteten Einfällen.

(Von zu spät gekommenen Ideen sind die Gräber voll.)


Die großen Schmerzen sind stumm.


Die größten Stürme gehen am schnellsten vorüber.


Die Habgier zerreißt den Sack.


Die Henne, die gackert, hat ein Ei gelegt.


Die Katze geht immer dorthin, wo sie ihr Haus hat.


Die Katze geht so lange an Speck, bis sie ihre Pfote einbüßt.

(dts.: Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. In vielen Ländern zerbrechen die Krüge einmal, der Kürbis geht wie in Ungarn unter oder man büßt wie in Italien die Pfoten ein. Eine Sache dauert nicht ewig, irgendwann geht alles zu Ende oder zu Bruch)

Die Katze möchte Fische fressen, aber nicht fischen.


Die Kutte macht noch keinen Mönch.

(In etlichen Ländern, wie z.B. Deutschland, Frankreich, Spanien oder anderen tragen auch Leute eine Kutte, ohne damit Mönche zu sein. Oft wird etwas nur vorgetäuscht und der äußere Anschein trügt.)

Die Liebe bewegt die Sonne und die anderen Sterne.


Die Liebe hat zwei Töchter: die Güte und die Geduld.

Die Liebe ist blind, aber sie sieht von weitem.

Die Liebe ist gefährlicher als das ganze Leben.

Die Liebe sieht mehr, als tausend Augen sehen könnten.

Die Liebe und das Glück wechseln wie der Mond.


Die Liebe vergeht, es bleibt der Schmerz.


Die Lust ist der älteste von allen Löwen.


Die Mücke, die eine Schildkröte sticht, bricht sich den Schnabel.


Die Mutter hat eine Salbe für jede Wunde.


Die Nacht bringt Rat.


Die Not ist die Mutter aller Künste.


Die Praxis ist mehr wert als die Grammatik.


Die Rache sollte den Frauen überlassen werden.


Die Reichen und die Unwissenden sind Schafe mit goldener Wolle.


Die Rose verblüht, doch ihre Dornen bleiben.

Die Rosen fallen und die Dornen bleiben.

(Vergleichbar dazu in Deutschland: Die Rosen verblühen, aber die Dornen bleiben.)


Die stillen Wasser zerbrechen die Brücken.


Die Straße zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.


Die Toten kehren nicht zurück.


Die Treppe der Mühsal steigt zum Erfolg empor.


Die Tugend hat keinen schlimmeren Feind als den Reichtum.


Die Wahrheit altert nicht.


Die Wahrheit kommt immer ans Licht.

Die Wahrheit mag dahinsiechen, aber kann niemals sterben.


Die Welt gehört dem, der sie sich nimmt.


Die Welt gehört dem geduldigen Manne.


Die Welt ist aus Stufen gemacht, der eine steigt sie hinab, der andere hinauf.

Die Welt ist wie eine Treppe, der eine steigt runter, der andere steigt rauf.


Die Welt ist ein schönes Buch, nutzt aber dem wenig, der nicht lesen kann.


Die Zähne sind wie Familienmitglieder, pflegt man sie nicht richtig, so fallen sie aus.


Die Zeiten sind hart, aber modern.

Die Zeit heilt alle Wunden.

Die Zeit ist eine geräuschlose Feile.


Die Zeit ist ein Ehrenmann.

Die Zeit ist ein großer Meister.


Die Zeit lässt sich nicht in eine Flasche stecken.

Die Zeit lindert den Schmerz.


Die Zeit löscht alles aus.


Die Zeit öffnet die Augen.

Die Zeit vergeht und kehrt nicht zurück.


Die Zeit verzehrt selbst die Steine.


Die Zeit wartet auf niemanden.


Die Zukunft liegt in Gottes Hand.


Die Zunge hat keine Knochen, aber sie kann ein Rückrad brechen.


Die Zunge drückt, wo der Zahn weh tut.

Die Zunge tastet dorthin, wo der Zahn weh tut.

(Ähnliches Sprichwort auch in Spanien.)


Donnerstags und dienstags heiratet man nicht und reist nicht ab.

Drei Brüder, drei Burgen

Drei Fäden machen eine Schnur.


Drei können kein Geheimnis bewahren.


Du bist Erde und wirst zu Erde werde.


Durch Fehler wird man klug.


Du sollst den Tag nicht vor dem Abend loben.


Italienische Sprichworte
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