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Sprichworte aus der Türkei

Flagge der Türkei
Die Nationalflagge der Republik Türkei hat auf rotem Grund einen weißen Halbmond mit Stern, auch als Mondstern oder Rote Flagge mit dem Mondstern bezeichnet. Die Verwendung und das Aussehen der Nationalflagge sind mit einem Gesetz vom 22.9.1983 geregelt.
Ursprünglich war die Flagge ein Halbmond auf blauem Hintergrund. 1793 wurde unter Sultan Selim III. der rote Hintergrund eingeführt und 1844 der fünfzackige Stern hinzugefügt. Die Flagge wurde am 5. Juni 1936 offiziell bestätigt. Die rote Farbe soll dabei an die Soldaten erinnern, die für das Land ihr Leben ließen.
Wappenentwurf von 1925
Emblem der Türkei
                  Wappenentwurf von 1925                                                  Emblem der Türkei

Seit Gründung der Republik führt die Türkei neben der Staatsflagge kein offizielles Wappen. Stattdessen wird ein Emblem oder Siegel mit Halbmond und Stern genutzt, wie es ähnlich schon im Osmanischen Reich verwendet wurde. Lediglich am oberen Rand wurde „Türkiye Cumhuriyeti“ (Republik Türkei) ergänzt. Das damalige Bildungsministerium führte 1925 ein Wettbewerb für ein Staatswappen durch. Sieger wurde der Entwurf von Namık İsmail mit den Staatssymbolen, darunter der graue Wolf, eines der Symbole der Turkvölker. Dieses Wappen wurde jedoch nie abgesegnet.

Die Republik Türkei ist ein Staat in Vorderasien und Südosteuropa. Der Einheitsstaat ist seit seiner Gründung im Jahr 1923 laizistisch und kemalistisch geprägt. Der Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk leitete eine Modernisierung der Türkei durch gesellschaftliche und rechtliche Reformen nach dem Vorbild verschiedener europäischer Nationalstaaten ein. Die Türkei wurde nach dem Ersten Weltkrieg der Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches gegründet und hat eine Fläche von 783.562 km² und 76.667.864 Einwohner (31.12.2013).

Seit der Altsteinzeit ist das Gebiet der Türkei besiedelt. Im dritten und zweiten Jahrtausend v. Chr. lebten in Anatolien die Hetiter. Ihr Großreich mit der Hauptstadt Hattuša bestand von 1600 v. Chr. bis um 1200 v. Chr. Die Westküste Anatoliens (unter anderem Milet) wurde bereits seit Mitte des zweiten vorchristlichen Jahrtausends von Griechen besiedelt, die von dort aus an die Südküste und die Schwarzmeerküste vordrangen. Ab 334 v. Chr. eroberte Alexander der Große ganz Kleinasien. Nach dessen Tod zerfiel sein Großreich wieder. Später übernahm das Römische Reich die Herrschaft in Kleinasien bis zur Reichsteilung in West- und Ostrom (Byzanz) im 4. Jahrhundert n. Chr.. Danach gehörte das Land bis zum Eindringen der Araber und später der Seldschuken und Osmanen zu Byzanz.

Die ursprüngliche Heimat der Türken, genannt Kök-Türken, lag in Zentralasien und Westchina vom 6. bis 8. Jahrhundert und wurde als Kök-Türken-Reich bezeichnet. Die endgültige türkische Besiedlung Anatoliens begann mit dem Eintreffen der Seldschuken im 11. Jahrhundert n. Chr. Die Seldschuken schlugen die byzantinische Armee in der Schlacht von Manzikert im Jahre 1071 vernichtend. 1077 wurde das Sultanat der Rum-Seldschuken gegründet und daraufhin eroberten die Türken große Gebiete Ost- und Mittelanatoliens. Nach dem Überfall der Mongolen bildeten sich mehrere türkische Fürstentümer. Aus einem dieser türkischen Fürstentümer entstand ab 1299 das Osmanische Reich, gegründet von Osman I., Gazi (1259–1326). Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 herrschten die Osmanen über große Teile des Nahen Ostens, Nordafrikas, der Krim, des Kaukasus und des Balkans. Vor Wien wurde das osmanische Heer 1683 am Kahlenberg geschlagen und danach aus seinen europäischen Gebieten bis auf den Zipfel westlich des Marmarameeres, zwischen Istanbul und Edirne, zurückgedrängt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte das Osmanische Reich an der Seite der Mittelmächte. Nach der Niederlage der Mittelmächte verlor das Osmanische Reich infolge des Friedensvertrages von Sèvres alle Gebiete außerhalb von Anatolien und Thrakien und das Gebiet der heutigen Türkei sollte weitgehend zerstückelt werden. Griechenland wurden die Stadt Smyrna (türkisch İzmir) und Teile von Westanatolien zugesprochen, die Region um Adana sollte an die Italiener gehen, und der französische Besitz sollte neben Syrien auch Kilikien umfassen. In den östlichen Landesteilen der heutigen Türkei mit den Städten Kars, Ardahan und Erzurum sollte ein armenischer Staat entstehen. Südlich davon und östlich des Euphrat wurde den Kurden eine autonome Region zugesprochen.

Mustafa Kemal Pascha organisierte ab dem 19. Mai 1919 den politischen und militärischen Widerstand gegen diese Pläne. Der nachfolgende Krieg endete am 9. September 1922 mit der Rückeroberung Izmirs. Nach Ende der der Kämpfe wurden Griechen und Türken aus dem jeweilig anderen Land vertrieben. Nach dem Sieg der Türkei wurden am 24. Juli 1923 mit dem Vertrag von Lausanne die bis heute gültigen Grenzen des neuen Staates völkerrechtlich anerkannt. Gleichzeitig wurde die wechselseitige Vertreibung der Minderheiten legalisiert. Nachdem alle ausländischen Militäreinheiten Anatolien verließen, rief Mustafa Kemal Pascha am 29. Oktober 1923 die türkische Republik aus. Danach führte Mustafa Kemal Pascha tief greifende Reformen im politischen und gesellschaftlichen System durch, welche die Türkei in einen modernen, säkularen und europäisch orientierten Staat verwandeln sollten. Von der Nationalversammlung erhielt Mustafa Kemal Pascha den Namen Atatürk (Vater der Türken). Unter seiner Führung wurde im Jahre 1922 wurde das Sultanat abgeschafft, am 3.3.1924 folgte die Abschaffung des Kalifats gefolgt von der Scharia. 1926 wurde die islamische Zeitrechnung durch den Gregorianischen Kalender ersetzt sowie das metrische System eingeführt und in den folgenden Jahren wurden ganze Rechtssysteme aus europäischen Ländern übernommen und den türkischen Verhältnissen angepasst. Am 26. Juni 1945 unterschrieb die Türkei die Charta der Vereinten Nationen und ist damit einer der 51 Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen und 1952 trat sie der NATO bei

   Quellen:  
http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkei
                 http://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_der_T%C3%BCrkei

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Achte nicht auf den, der spricht, achte auf das, was gesprochen wird.

Allah gibt ein Brot, einem anderen Appetit.

Alte Besen wirft man aufs Dach.

Altes Dampfbad, alte Schöpfschale.


Am Ende der Geduld wartet der Segen.


Anders ist der Honig, anders sein Preis.
(Ähnliche Bedeutung wie das deutsche Sprichwort: Wer den Honig kaufen muss, dem schmeckt er nicht so süß.)

Angst hilft nicht gegen den Tod.


Arbeite nicht mit dem Matten, tummle dich nicht mit dem Satten.

Armut ist ein Hemd von Feuer.


Auch wenn du tausend Dinge weißt, frag den der ein einziges weiß.

Auf einem Seil können nicht zwei Akrobaten tanzen.


Auf einen Baum mit Früchten wirft man Steine.

Auf einen Hieb fällt kein Baum.


Auf jeden Abend folgt ein Morgen.


Auf Verheißungen der Großen und auf Wasser baue nicht, der Abenddämmerung, dem Wort des Weibes und dem Mute des Pferdes vertraue nicht.


Aus alter Baumwolle wird kein Lappen, aus einem alten Feind kein Freund.


Aus dem Maul eines Hundes holt man keinen Knochen.


Aus des Fürsten Brunnen schöpfe nicht.
(Ähnliche Bedeutung wie in Deutschland die Sprichwörter: Mit Herrn ist bös (nicht gut) Kirschen essen. oder: Mit dem Teufel ist nicht gut Kirschen essen.)

Befreunde dich nicht mit dem Hungrigen; sagt er auch, ich esse nicht, er füllt sich dennoch den Bauch.


Beginne wie ein Türke und beende wie ein Deutscher.

(Das bedeutet, man sollte eine Aufgabe nicht nur mit großem Eifer beginnen (wie ein Türke), sondern auch gewissenhaft und diszipliniert zu Ende zu bringen (wie ein Deutscher).

Beobachte die Mutter und heirate die Tochter.


Berge kommen nicht zusammen, aber Menschen.


Besitz kann man irgendwo finden, Leben nicht.


Besser arm und schuldenfrei, als ein Fürst sein.


Besser ein Ei allein als eine Henne in Gemeinschaft.

(Siehe auch das türkische Sprichwort mit gleicher Bedeutung: Lieber ein Kalb für sich als einen Ochsen mit anderen.)

Besser ein offenbarer Feind als ein versteckter Freund.

(Deutsche Sprichworte mit ähnlicher Bedeutung: Besser ist ein offener Feind als ein schmeichlerischer Freund. und Öffentliche Feinde sind besser denn Heuchler.)

Bessere Rede gibt es nicht als: Mir ist nichts bekannt, ich habe nichts gesehen.


Besser heute ein Ei als morgen ein Huhn.

Besser heute ein Huhn als morgen eine Gans.

(Die Sprichwörter haben die gleiche Bedeutung wie in Deutschland das: Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.)

Besser schlaflos liegen als böse Träume haben.


Besser schweigen als zu viel reden.


Bewahre das Heu, die nutzbare Zeit wird kommen.


Billigkeit ist halbe Religion.

Bis der Kluge die Brücke gefunden hat, hat der Dumme das Wasser durchschritten.


Bis man über der Brücke ist, muss man zum Bären Onkel sagen.

Blut, das fließen soll, bleibt nicht in den Adern.


Böses am Morgen ist besser als Gutes am Abend.

(Gleiche Bedeutung wie das deutsche Sprichwort: Morgenstund hat Gold im Mund.)

Böse Worte bringen den Menschen um seinen Glauben, süße Worte bringen die Schlange aus ihrem Loch.


Das Antlitz des Schuldigen erbleicht.


Das Auge des Herrn ist der Striegel des Pferdes.


Das Auge des Herrn macht die Kuh fett.

(Ähnliches Sprichwort auch in Kroatien.)

Das Auge des Verliebten ist blind.


Das erste Glas macht dich zur verspielten Gazelle, das zweite zum feurigen Zebra, das dritte zum brüllenden Löwen und das vierte zum albernen Esel.


Das Geschäft kennt weder Vater noch Mutter.


Das Glück ist von Glas, blinkt es am hellsten, springt es am schnellsten.

(Deutsches Sprichwort mit gleicher Bedeutung: Glück und Glas, wie leicht bricht das.)

Das Herz lässt sich nicht befehlen.


Das hungrige Huhn träumt von Getreide.


Das Küchenmesser macht noch nicht den Koch.


Das Leben ist die Schule, der Schmerz ist der Lehrer.


Das Leichentuch hat keine Tasche.

Das Mädchen, das seiner älteren Schwester vertraut, bleibt ohne Mann.

Das Maul ist schnell gefüllt, aber langsam das Auge.


Das Meer kann nicht ohne Wellen sein und das Herz nicht ohne Liebe.


Das Pferd ist dessen, der es reitet, der Säbel dessen, der damit streitet.

Das rohe Wort trifft den Urheber.


Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.


Das Waisenkind schneidet sich selbst die Nabelschnur ab.

(Hier wird etwas Unmögliches verlangt. Sinngemäß bedeutet das Sprichwort, wenn man allein ist, muss man alles alleine machen und sich selbst helfen, da man von anderen nichts erwarten kann.)

Deines Esel Schwanz stutze nicht vor den Leuten; einer findet ihn zu lang, der andere zu kurz.


Dein Ruf ist`s, der dein Werk gelingen macht, nicht du selbst.


Dem Faulen ist jeder Tag ein Festtag.


Dem Gesunden ist jeder Tag ein Festtag.


Dem Hahn, der zu früh kräht, dreht man den Hals um.

Dem Ochsen ist sein Horn, dem Vogel sein Flügel keine Last.


Dem toten Löwen rauft man den Bart aus.


Dem Türken scheint die Stadt ein Gefängnis.


Dem Türken bleibe nichts schuldig, am Hochzeitstag oder am Bayramfest
*1 wird er seine Schuld eintreiben.

Den Allerglücklichsten nenne ich den, der noch träumend in der Wiege liegt.


Den Stein, den ein Verrückter in einen Brunnen wirft, können 40 Kluge nicht wieder heraufholen.

Den Wert des Goldes kennt der Wechsler.


Der ängstliche Händler macht zwar keinen Verlust, aber auch keinen Gewinn.


Der Apfel fällt nicht weit von seinem Baume.

(Ein Sprichwort, das in vielen Ländern so oder ähnlich bekannt ist.)

Der aufrecht stehende Bauer ist größer als der, der das Knie beugt.


Der Bär hat vierzig Lieder. Alle handeln von der Holzbirne.

Der Charakter steckt unter der Seele, solange man diese nicht aushaucht, gibt man jenen nicht auf.


Der Dieb mag lügen, der Diebstahl nicht.

Der echte Edelstein gibt sich selbst kund.

Der Eine sät, der Andere erntet.


Der Ertrinkende klammert sich an die Schlange.


Der Esel, dem etwas weh tut, läuft schneller als das Maultier.


Der Esel stirbt auf den Weiden, das Haus muss den Schaden leiden.


Der Fisch stinkt zuerst am Kopf.


Der Freund schaut auf den Kopf, der Feind auf den Fuß.

Der Fuchs wechselt sein Fell, aber nicht sein Wesen.

Der Gast ist dem Gast nicht willkommen, aber beide dem Wirt.

Der Gewerbefleiß der Väter soll der Kinder Erbe sein.

Der Hase war dem Berg böse, der Berg merkte es nicht.


Der hungrige Esel läuft schneller als das satte Rennpferd.

Der Hungrige springt sogar ins Feuer.

Der Hungrige zankt, mit wem es sei.


Der Kamin entzündet sich von innen.


Der Kluge bemüht sich, alles richtig zu machen. Der Weise bemüht sich, so wenig wie möglich falsch zu machen.


Der Kluge denkt, bevor er spricht, der Dummkopf spricht, bevor er denkt.

Der Kluge will wissen, der Dumme will reden.

Der Kopf wird nach der Zunge gemessen.

Der Kummer des Toren ist, immer froh sein zu wollen.

Der Kundige braucht keine Erklärung.


Der Leidende wird zum Schwätzer.

Der Lügner braucht ein gutes Gedächtnis.


Der Magen der Waise wird nicht satt.


Der Magen des Gierigen wird satt, sein Auge nicht.


Der Mensch erwirbt durch die Zunge und verdirbt durch die Zunge.


Der Mensch ist des Menschen Spiegel.


Der Mensch tötet keinen, den nicht Gott tötet.


Der Mund wird nicht süßer, indem er »Honig, Honig« sagt.


Der Nagel beschützt das Hufeisen, das Hufeisen das Pferd, das Pferd den mann, der Mann das Land.


Der Schlange, die schläft, tritt nicht auf den Schwanz.

(Ähnliche Bedeutung wie das deutsche: Schlafende Hunde soll man nicht wecken.)

Der Schönheit steht alles.


Der Schwur des Betrunkenen reicht nur bis zur nächsten Kneipe.


Der Sohn des Geizhalses wird ein Trotzkopf.


Der Spiegel des Menschen sind seine Taten, auf die Worte kommt es nicht an.


Der Tatar verkauft auch seinen Vater.


Der Teufel greift in Angelegenheiten ein, sobald diese schnell und unüberlegt erfolgen.


Der Teufel verführt alle Menschen, aber Faule verleiten den Teufel.

Der Tod ist ein schwarzes Kamel, das an jedermanns Tor kniet.

Der Tor gleicht einem Hahn, der zur Unzeit kräht.


Der ungefähre Stein schlägt dir den Schädel ein.


Der Vater schenkte dem Sohn den Weingarten, der Sohn gab dem Vater nicht einmal eine Traube.


Der wahre Mann weiß auch aus Stein sein Brot herauszuschlagen.


Der Wolf liebt trübes Wetter.


Der Wurm nagt am Baum, die Sorge am Menschen.

Der Zucker behält seinen rechten Geschmack, ob er weiß oder schwarz ist.

Des Hirten Geschenk ist Fichtenharz.


Des Teufels Freundschaft reicht bis zum Gefängniseingang.

Die Ausgabe ist die Tochter der Einnahme.

Die Ausnahme macht die Regel nicht ungültig.


Dieb und Dieb gesellt sich gern.

(Sprichwort in Deutschland: Gleich und Gleich gesellt sich gern.)

Die Faulheit und die Hilflosigkeit heirateten, das geborene Kind nannten sie Reue.


Die Freundschaft des Teufels endet am Galgen.


Die Gäste essen nicht, was sie erwarten, sondern was man ihnen vorsetzt.

Die Hölle hat kein Feuer, jeder bringt sein Feuer selber mit.


Die Hunde bellen (Der Hund bellt), aber die Karawane zieht weiter.
Die Hunde bellen (Der Hund bellt), die Karawane zieht weiter.
Die Hunde bellen (Der Hund bellt) und die Karawane zieht weiter (vorüber).
„bellen“ über jemanden gehässig reden (kritisieren, schlecht machen). Sich nicht um das Gerede von Kritikern und anderen kümmern, sondern unbeirrt vom Widerstand die eigenen Ziele weiter verfolgen.
International verbreitetes Sprichwort (armenisch, deutsch, spanisch, indisch, kurdisch), wahrscheinlich türkischen Ursprungs.

Die hungrige Henne findet von selbst das Korn in der Scheune.


Die Kerze des Lügners brennt bis zum Sonnenuntergang.


Die Kutte macht den Derwisch nicht.


Die Maus passte nicht ins Loch, und dazu hatte sie einen Kürbis an den Schwanz gebunden.


Die Nase fällt nicht aus dem Gesicht.


Die Ratschläge der Frauen taugen nur für Frauen.


Die Schlange, die mich nicht beißt, soll tausend Jahre leben.


Die Seele ist das Schiff, Vernunft das Steuer und die Wahrheit der Hafen.

Die Taugenichtse sind in der Schenke zu Hause.


Die Tiere suchen durch Belecken, die Menschen durch Befragen einander zu entdecken.


Die Trägheit schreitet langsam und findet das Elend unterwegs.


Die ungenagelte Dachschindel entführt der Wind.


Die Unverschämten sind niemals ohne Wunden.


Die Wasserflasche ist auf dem Wege zum Wasserholen zerbrochen.
(In vielen Ländern zerbrechen die Krüge einmal, der Kürbis geht wie in Ungarn unter oder man büßt wie in Italien die Pfoten ein. Eine Sache dauert nicht ewig, irgendwann geht alles zu Ende oder zu Bruch)

Die Wissenden reden nicht, die Redenden wissen nicht.


Die Wunde vom Säbel wird heil, die Wunde von der Zunge nicht.

Die Zunge in deinem Munde halte gefangen.

Die Zunge ist schärfer als das Schwert.

(Sprichwort auch in Vietnam)

Die zwei Hände dienen dem einen Kopf.


Dränge dich nicht zwischen Nagel und Fleisch.


Dreck bleibt Dreck, und wenn er auch den Euphrat überquert.

Durch eine Hand von Gold schneidet kein Messer.

Durch Irren wird man klug.
Eifersüchtig schwillt der Mond, sieht er unserem Kusse zu, kommt nach einem Monat erst wieder in die alte Ruh.

Ein alter Freund, ein altes Bad.

(Beide wechselt man nicht gern.)

Ein Bär, der hungrig ist, spielt nicht.


Ein Bauer, der aufrecht steht, ist höher als ein Edler, der kniend fleht.

Ein böser Nachbar stiftet Unheil bis ins siebente Stadtviertel.


Ein Dummer bekommt vom Feiern, ein Kind vom Spielen nie genug.


Eine Blume macht keinen Sommer.

(Gleiche Bedeutung wie in Deutschland das Sprichwort: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.)

Eine böse Erfahrung bringt mehr als tausend Ermahnungen.


Eine Hand wäscht die andere, beide waschen das Gesicht.

(Ursprünglich aus „Apocolocyntosis“ (Verkürbissung) von Seneca im Sinne von Veräppelung. Original lat.: „Manus manum lavat“ Die Fortsetzung lautet: . . gib etwas und du bekommst etwas. Wurde auch zum Sprichwort in Deutschland und etlichen anderen Ländern.)

Ein einziger Freund ist wenig, ein einziger Feind ist viel.


Eine Lanze passt nicht in den Sack.


Einem faulen Schaf wird selbst sein Fell zur Last.


Einem geschenkten Gaul sieht man nicht ins Maul.

(Sprichwort auch in Deutschland und anderen Ländern.)

Einem Pferd, das hinkt, schlägt man nicht aufs Bein.


Einen Geizhals zu bitten, heißt, einen Graben ins Meer schaufeln.


Einen Leichnam benütze nicht als Brücke.


Einen Satten gut zu bewirten ist schwer.


Eine schlechte Gewohnheit ist schlimmer als jedes aufbrausende Gefühl.


Eine Stunde Gerechtigkeit geübt, gilt mehr als 70 Jahre Gebet.


Eine Stunde Gerechtigkeit ist mehr als siebzig Jahre Gebet.

Eine Tasse Kaffee kann der Beginn einer lebenslangen Freundschaft sein.

Eine Waffe ist ein Feind, selbst für ihren Besitzer.

Ein Freund sagt auch bittere Wahrheiten.

Ein Haus ohne Streit ist wie eine Hochzeit ohne Musik.

Ein „heute“ ist besser als zwei „morgen“.


Ein hungriger Bär tanzt nicht.


Ein hungriger Hund wird nicht wütend.


Ein Kamel springt eher über einen Bach, als dass ein Dummer seinen Verstand benutzt.


Ein lachender Essigverkäufer macht bessere Geschäfte als ein Honigverkäufer mit saurer Miene.

Ein leerer Sack bleibt nicht stehen.

Ein Narr wirft einen Stein in den Brunnen, hundert Intelligente schaffen es nicht, ihn herauszuholen.


Ein offener Mund bleibt nicht hungrig.
(Das bedeutet, dass wer verlangt und fordert, oft auch etwas bekommt.)

Ein Pfeil trifft nie zwei Vögel.


Einsamkeit ist das Nest der Gedanken.

Ein schlechtes Gewissen verrät sich selbst.

Ein Sklave bin ich dessen, der mich schätzt; ein Meister dessen, der mich verletzt.

Ein törichter Freund ist eine größere Plage als ein weiser Feind.


Ein Vater erhält neun Kinder; neun Kinder können keinen Vater erhalten.

Ein Versprechen gilt als Schuldigkeit.


Ein Verstand ist dem anderen Verstand überlegen.

Entgangenes kehrt nicht wieder.


Erborgtes Geld geht mit Lachen, kommt mit Weinen.


Erst binde deinen Esel fest, dann empfehle Gott den Rest.


Erst denken, dann reden.


Esel bleibt Esel, auch mit einem goldenen Sattel.

Es gibt keinen Menschen ohne Kummer. Gibt es einen solchen, dann ist er kein Mensch.

Es gibt Menschen, es gibt auch Menschlein.

Es gibt Worte, die zum Erfolg führen, und es gibt Worte, die den Kopf kosten.


Es ist leicht tausend Herzen zu brechen, aber schwer eines zu gewinnen.

Etwas nicht zu wissen ist keine Schande, etwas nicht zu lernen ist eine.


Faule Bohnen finden einen blinden Käufer.


Feuchtigkeit zerstört die Mauer, Gram und Sorge den Menschen.


Frag nicht den Arzt, frag den Kranken.

Für den Dieb den Strick, für den Verbrecher das Gefängnis.

(Ähnliche Bedeutung wie das deutsche Sprichwort: Kleine Diebe hängt man, die großen lässt man laufen.)

Für den Ledigen ist die Ehescheidung einfach.


Für Talent gibt es keine Schule.


Für Verrückte ist jeder Tag ein Fest.

Geborgtes Geld geht lachend hin und kommt weinend zurück.

Geduld ist der Schlüssel zur Freude.

Geld dient klugen Menschen und beherrscht dumme Menschen.

Gespaltene Pfähle lassen sich nicht einschlagen.


Gewinne Freunde, Feinde kann dir sogar deine Mutter zur Welt bringen.


Gib dein Herz nicht einem Verheirateten, er wird nach Hause gehen und dich vergessen.

Gib ihm fünf Geldstücke, damit er redet und zehn Geldstücke, damit er schweigt.


Gib wenig, bitte um viel.

Gilt es zu hören, sei der Erste! Sei der Letzte, wenn es zu reden gilt!


Glaube nicht alles, was du hörst, sag nicht alles, was du siehst.

Gläubiger haben ein besseres Gedächtnis als ihre Schuldner.


Glaub nicht, dass jeder, der dich anlächelt, ein Freund ist.


Gleich, an welchem Punkt eines Irrweges man umkehrt: es ist immer ein Gewinn.

Gott bereitet dem blinden Vogel das Nest.

Gott gab den Toren Münder nicht, damit sie reden, sondern damit sie essen.

Gott schiebt auf, aber versäumt nicht.

Grausamkeit ist Dummheit.

Großer Besitz kann nicht ohne Unrecht, viele Worte können nicht ohne Lüge sein.

Großer Kopf, große Sorgen.


Guten Rat kann man erteilen, gute Sitten nicht.


Guter Wein und ein reizendes Weib sind zwei süße Gifte.


Habgier im Kleinen bringt Schaden im Großen.


Halt die Augen offen, sonst öffnen sie dir andere.

Hast du Geld, so bist du weise. Hast du keines, bist du ein Narr.


Hast du Traubensirup, kommen die Fliegen bis von Bagdad her.


Hätte der Kahle eine Salbe, würde er sie auf den eigenen Kopf streichen.


Heimat ist nicht da, wo man geboren ist, sondern da, wo man satt wird.


Heraus mit dem Auge, das mir unnütz!


Hoffen, dass ein Imam Almosen reiche, heißt Tränen aus den Augen einer Leiche erwarten.


Hör hundertmal, denk tausendmal, sprich einmal.


Hund und Katze sind überall, wo man sie nicht ruft.


Hüte dich vor dem, dem du einen Gefallen getan hast.


„Ich“ sagen ist ein Werk des Teufels.


Im Äußeren hat das Tier, der Mensch im Inneren seine Zier.


Im Haus, wo viele Hähne sind, wird es spät Morgen.

(Ähnliche Bedeutung wie das deutsche Sprichwort: Viele Köche verderben den Brei.)

In altem Stroh wühle nicht.


In dem Maße, wie die Wut steigt, nimmt die Vernunft ab.


In der Ebene dünkt sich das Hügelchen ein Berg.

In der Wahrheit liegt das Recht.


In hastige Arbeit mischt sich der Teufel ein.


In jedem Herzen schlummert ein Löwe.

Iss den Honig und frage nicht nach der Biene.


Iss und trink mit deinem Freund, aber mach keine Geschäfte mit ihm.


Ist dein Feind auch eine Ameise, betrachte ihn als Elefanten.

Jeder zeigt Mitleid, aber Brot gibt keiner.


Jedes Schaf wird am eigenen Bein aufgehängt.


Kaffee sollte schwarz sein wie die Hölle, stark wie der Tod und süß wie die Liebe.


Kein Augenblick ohne Irrtum.


Keine Kamelreise ist lang, wenn man in guter Gesellschaft reist.


Keine Schande, nicht zu wissen, eine Schande, nicht zu lernen.


Kein Esel, der nicht iat.


Kein Feind beurteilt richtig seinen Feind.


Kein Hund, der beißt, weist die Zähne.


Kein Messer schneidet in die eigene Scheide.


Kein Schuh ohne Schmutz.


Kein Segen ohne Sichbewegen.


Kein Seufzer verhallt ungehört.


Klar werden kann nur trübes Wasser.


Klopfst du an fremdem Orte, klopft man an deiner Pforte.


Klugheit ist nicht im Alter, sondern in der Vernunft begründet.


Lach nicht über den Nachbarn, das Gleiche kann auch dir passieren.


Lass den Burschen das Obst holen, du selbst aber gehe hinterdrein.


Lass Pferd und Futtersack nicht miteinander streiten.


Lieber ein Kalb für sich als einen Ochsen mit anderen.

(Ähnliche Sprichworte mit gleichem Sinn auch in vielen anderen Ländern. Es bedeutet, man sollte mit dem wenigen, das man hat und dem man auskommt zufrieden sein und sich nicht mehr und besseres wünschen, was aber unerreichbar ist. Sprichwort mit ähnlichem Sinn in Deutschland: Besser den Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach.)

Lieber heute das Ei als morgen die Henne.


Lügen anhören ist schwerer als Lügen.


Macht ist immer lieblos, aber Liebe ist nie machtlos.


Magere Hennen machen keine fetten Suppen.


Manche Frauen sind wie die Tücher eines Badehauses, jeden Tag um die Lenden eines anderen gebunden.


Man gab dem Bettler eine Gurke. Weil sie krumm war, hat sie ihm nicht gefallen.


Man hat den Verstand der Menschen auf den Markt gebracht, und jeder hat wieder seinen eigenen gekauft.


Man muss dem anderen immer ins Gesicht schauen können.


Man muss sich nach der Decke strecken.


Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.


Man täuscht seine Nebenmenschen nur einmal.


Menschen nimmt man beim Wort, Tiere beim Zügel.


Miete nicht ein Haus, miete gute Nachbarn.


„Mir fehlt die Kraft“, sagte der Träge.


Miss tausendmal und schneide einmal.

Mit der Nadel gräbt man keinen Brunnen.

Mit Eifer und Bestand durchnagt die Maus die Bretterwand.


Mit einem Flügel kann der Vogel nicht fliegen.

(Ähnliches Sprichwort in Deutschland: Auf einem Beine steht man nicht.)


Mit einem leeren Sack lockt man kein Pferd in den Stall.


Mit einem Tropfen Honig fängt man mehr Fliegen als mit einem Fass voll Essig.


Mit Geld kann man Köpfe kaufen, aber nicht Herzen.


Mit Schmeichelworten lockt man sogar die Schlange aus ihrem Loch.


Nachbars Huhn erscheint den Nachbarn als Gans.


Nach dem Tod eines Blinden spricht man von seinen Mandelaugen, nach dem Tod eines Glatzkopfs von seinem goldblonden Haar.


Neun Nüsse öffnet man nicht mit einem Schlage.


Nicht jeden Tag schleckt die Katze Rahm.


Nicht langes Leben macht klug, aber langes Reisen.


Nichts Unerhörtes gibt es auf der Welt.

(Das bedeutet, es ist alles schon einmal da gewesen.)

Niemand besitzt zwei Vollkommenheiten.


Not bringt Rat.


Nur auf Stufen steigt man zur Höhe der Treppe empor.

Nur über die Stufen steigt einer zur Höhe der Treppe.


Nur der Narr fällt zweimal in dieselbe Grube.

Nur der Wissende weiß den Wissenden zu beurteilen. Was soll auch der Unwissende wissen von den Wissenden?

Nur wenn es schreit, stillt man das Kind.


Paradies und Hölle - beides gibt es auf Erden.


Passt sich dir die Zeit nicht an, pass du dich der Zeit an.
Rache mit Geduld wird Wein.

Reisen ist ein Vorgeschmack der Hölle.

Reue nach der Tat kommt zu spät.

Ruhe ist nur durch Arbeit zu gewinnen.

Sage deiner Frau nichts Schlechtes, sie könnte Dir Gift ins Essen tun.


Sage mir, wer dein Freund ist, und ich sage dir, wer du bist.
(Schon im Sprichwörter-Lexikon von Samuel Christoph Wagener, erschienen 1813 in Quedlinburg (2005 im Georg Olms Verlag nachgedruckt) ist dieses ähnlich als deutsches Sprichwort auf Seite 154 aufgeführt. So oder ähnlich wird es auch als Sprichwort in vielen anderen Ländern verbreitet (in Armenien, Brasilien, Italien, Spanien, Ungarn, Vietnam und andere) oder als Zitat von Goethe (1749 - 1832), Brillat-Savarin (1755 - 1826) oder Lenin (1870 - 1924) gebraucht. Wo es als erstes auftrat oder zitiert wurde oder von wem abgeschrieben wurde, ist nicht bekannt.)

Sagt man jemandem vierzig Tage lang, er sei verrückt, dann wird er verrückt.

Salz braucht man nicht nur im Hause, sondern überall.

Scharfer Essig schadet dem Tonkrug.


Schickt man dem Imam Konfekt, was geht es dich an?

Schnee an sonnenlosem Ort und Geld in der Hand eines Geizigen bleiben lange.


Schönes zu betrachten ist ein gutes Werk.

Schuld ist eine Peitsche des Mannes.

Seele und Seele sind Weggenossen.

Sei ein Freund auf der Erde und nicht eine Beschwerde.


Seinen Kopf darf man hingeben, sein Geheimnis nie.


Sei Räuber, sei Dieb, nur die Billigkeit lasse nie beiseite.

Sieh nicht, wer spricht, sondern was man spricht.


Sind sie auch Brüder, ihre Taschen sind keine Schwestern.


Singen wir, hören es alle, seufzen wir, hört es keiner.

Sitte lernt man von der Unsitte.

Sitze schief, doch sprich gerade.


Solange der Baum jung ist, lässt er sich biegen.


Solange nicht die Seele rausgeht, geht die Natur nicht raus.


Sorge nicht, ob das Geld ausgehe, sondern das, was du erstrebst, geschehe.

Spielst du mit dem Feuer, verbrennst du dir die Hand, spielst du mit einer Frau, zündest du dein Haus an.


Sprich einmal, überlege zwei Mal.

Statt dem Feind eine Grube zu graben, bau dem Freund ein Haus.


Stiehl einen Hammel, und sie hängen dich. Stiehl eine ganze Herde, und sie verhandeln mit dir.

Stirb nicht, mein Esel. Der Sommer wird kommen und mit ihm der Klee.

Stufe für Stufe erklimmt man die Stiege.


Suche nicht den Tod, er wird dich finden.


Süßes verspricht dem Jüngling Abenteuer und mäßigt das Temperament junger Frauen.

Tausend Dinge höre, von einem sprich.


Tausendfacher Gram tilgt keine Schuld.


Tausendfacher Kummer zahlt nicht eine Schuld.

Tausend Freunde, das ist wenig, ein Feind, das ist viel.


Tausend Geharnischte ziehen einen Nackten nicht aus.

Tausendmal zuhören, einmal sprechen.


Trägt ein Reicher ein neues Gewand, sagt man, „es ist schön“. Beim Armen fragt man, „wo hast du es her?“

Trost wird man nicht finden, wenn nicht das Problem erzählt wird.

Tut das Herz nicht weh, wird das Auge nicht nass.

Übergroße Liebe führt zur Trennung.

Um dem Rauche zu entgehen, springe nicht ins Feuer.

Um etwas über eine Frau zu wissen, musst du nur bei anderen Frauen anfragen.


Und wenn ein Kamel auch 40 Mal nach Mekka geht, es wird kein Hadschi.

Unter dem Sattel bildet sich das Pferd.

Unwissen einzugestehen ist besser, als in falschem Wissen zu harren.


Vergib dem Geschöpf dem Schöpfer zuliebe.

Versprich nichts, doch was du versprochen hast, halte.

Vertraue nicht auf Besitz, sonst gerätst du in Not.

Verzeih, aber vergiss nicht.

Viele Ameisen können ein Kamel töten.
Viele Ameisen töten einen Löwen.

(Sprichwort mit der gleichen Bedeutung in Deutschland: Viele Hunde sind des Hasen Tod.)

Viele Schafe, viele Lämmer.


Viele Worte, schlechtes Gewissen.


Vom guten Menschen kommt nichts Schlechtes, es sei denn, er würde arm.


Von dem, der den großen Weihrauch streut, kommt nichts Gutes.


Von gerechtem Vermögen nimmt der Teufel die Hälfte; von ungerechtem das Ganze und den Eigentümer dazu.


Von Honig sprechen macht noch keinen süßen Mund.


Von zehn Männern sind neun Weiber.


Von zwei Krügen, die aneinander stoßen, bricht einer.


Vor dem Manne des Geldes fürchten sich die Berge.


Vor dem morgigen Unheil fürchte dich nicht.


Während man den Fluss überquert, wechselt man nicht das Pferd.


Wahrheit ist bitterer als Gift.

Wahrheit kann man auch freundlich sagen!


Was dem Auge fern ist, ist auch dem Herzen fern.

Was die Vögel anhebt, sind seine Flügel, was den Menschen anhebt, ist seine Klugheit.


Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Was in Unterwürfigkeit gegeben ist, wird ein Mittel des Widerstands.

Was nieder fliegt, nistet hoch, was hoch fliegt, nistet tief.


Wegen eines einzigen Kunden macht der Krämer seinen Laden nicht auf.


Weine nicht der Toten wegen, weine der Toren wegen.


Weiß oder schwarz, Hund ist Hund.


Weite Entfernungen miss nicht nach dem Stricke.


Wem alles schiefgeht, dem bricht der Zahn auch beim Puddingessen ab.


Wen das Herz lieb hat, der ist der/die Schönste.

Wenig Geld, wenig Streit.

Wenn das Gebet des Hundes erhört wird, regnete der Himmel Knochen.

Wenn das Haus fertig ist, kommt der Tod.

Wenn der eine isst und der andere zuschaut, geht die Welt zugrunde.

Wenn der Türke zu Pferde steigt, dünkt er sich ein großer Herr.

Wenn die Nachbarn was kochen, bekommen wir vielleicht auch was ab.


Wenn dir ein Wort auf der Zunge brennt, lass es brennen.


Wenn du geschont werden willst, schone andere.

Wenn du gewinnen willst, dann gewinne Freunde, der Feind wird auch von deiner Mutter geboren.


Wenn du nicht weißt, frage einen Wissenden.

Wenn einer mit Steinen wirft, gib ihm Brot.


Wenn er nach Gold greift, wird es in der Hand zu Kupfer.

Wenn zwei Herzen eins sind, wird die Scheune zum Palast.

Wer am Bayram*1 seine Schulden zahlen soll, dem erscheint der Ramadan*2 kurz.

Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

(Sprichwort auch in Deutschland.)

Wer auf den Baum steigt, dem bleiben die Schuhe nicht unten.

Wer aus Hoffnung lebt, stirbt an Hunger.


Wer das Feuer fürchtet, hütet sich vor dem Rauch.


Wer das Schiff rettet, der ist der Kapitän.


Wer dem Kloster dient, lebt vom Kloster.


Wer den Esel vor sich hertreibt, muss seinen Furz ertragen.


Wer den Wert des Geldes nicht kennt, der leiht anderen.

Wer die Fehler anderer rügt, rügt auch die deinen.


Wer die Rose liebt, der erträgt auch ihren Dorn.


Wer die Wahrheit sagt, muss einen Fuß im Steigbügel haben.

Wer die Wahrheit sagt, wird aus neun Dörfern verjagt.

Wer die Worte der Toten nicht achtet, bleibt selbst ein Toter.

Wer dir anderer Fehler sagt, sagt auch deine Fehler anderen.

Wer einen Freund ohne Fehler sucht, bleibt ohne Freund.

Wer ein Minarett klauen will, sucht sich vorher ein Behältnis dafür.

Wer Freunde ohne Fehler sucht, bleibt ohne Freund.

Wer früh aufsteht, kommt voran.

Wer früh aufsteht wird reich.

Wer gleichzeitig in der Richtung von zwei Altären betet, der hat keinen Glauben.


Wer Gott anruft, ist nicht verlassen.


Wer hängen soll, ersäuft nicht.


Wer in die Fußstapfen der Großen tritt, fängt bald an zu hinken.


Wer ins Dampfbad geht, schwitzt.

Wer ins Spiel eintritt, muss spielen.

Wer in Zorn aufsteht, setzt sich mit Schaden nieder.

Wer Käse isst, weiß auch Wasser zu finden.


Wer keinen Fehler macht, macht gar nichts.


Wer mit Zorn aufsteht, setzt sich mit Schaden nieder.

Wer nicht gehorchen lernt, weiß auch nicht zu befehlen.


Wer nicht sagt, was ihm fehlt, dem ist nicht zu helfen.


Wer nicht tanzen kann, sagt: Der Raum ist zu eng.


Wer schnell geht, ermüdet schnell.


Wer sein Brot allein isst, trägt auch seine Last allein.


Wer seinen Kopf dem unerfahrenen Barbier anvertraut, vergesse nicht, Watte einzustecken.


Wer seinen Kopf immer zu Hause hält, der verliert seine Mütze, kommt er unter die Menge.


Wer seine Speise, seine Erwerbsweise und seine Umgangskreise zu wählen versteht, der verarmt nicht.


Wer sich immer beeilt, geht schneller in den Tod.


Wer sich mit der Hoffnung zufrieden gibt, stirbt an Hunger.

Wer sich vor einem Menschen verneigt, kehrt dabei einem anderen den Rücken zu.


Wer um alle Welt weint, wird am Ende blind.

Wer viel weiß, der irrt sich oft (fehlt viel).


Wer vom Pferd oder Esel fällt, den labe; wer aber von einem Kamel herabfällt, den begrabe.

Wer wird als Meister geboren?

(Vergleichbare deutsche Sprichwörter: Es ist kein Meister geboren, er muss gemacht werden. und Es ist (noch) kein Meister vom Himmel gefallen.)

Wer zu betrügen glaubt, wird betrogen.


Wer zuletzt lacht, lacht am besten.


Wer zu schwach ist, dir als Freund zu nützen, ist stark genug, dir als Feind zu schaden.

Wer zu viel umfasst, heimst wenig ein.


Wer zwischen zwei Moscheen stehen bleibt, kommt nach Hause, ohne gebetet zu haben.


Wie du lebst, so stirbst du.


Wie groß auch die Versammlung sei, der Prediger predigt nur, was er weiß.

Wie man die Arbeit ansieht, so sieht sie einen wieder an.


Willst du ein fernes Ziel erreichen, reite langsam.

Willst du müßig gehen, so verliebe dich.


Wo das Geld blank, dort frage nicht, ob das Gesicht schwarz.


Wo es dir weh tut, da ist dein Herz.


Wolle darf mit Feuer nicht spielen.


Worte gibt es, die einen Menschen auf den Weg bringen. Worte gibt es, die einen Menschen vom Weg abbringen.


Wo viel ist, da ist auch viel Mist.

Wünsche fliegen, Pläne gehen, Taten hinken.

Zuerst die Rechnung, dann der Fleischer.

Zuerst sehen, dann verstehen.


Zum Dorf, das man sieht, braucht man keinen Führer.


Zum Fischen bedarf es auch trüben Wassers.

Zum Herzen führen nicht große Straßen, nur stille Wege.


Zum Lernen ist keiner zu alt.

Zu viel Gerste macht das Pferd bersten.

Zu viel Sprödigkeit ermüdet den Liebenden.

Zu viel Ziererei macht den Liebhaber überdrüssig.


Zu Zweien geselle dich nicht als Dritter.


Zwei Gaukler tanzen nicht auf demselben Seil.


Zwei Hunde, die am selben Bein nagen, raufen.


Zwei hungrige erzeugen einen Bettler.


Zwei Kapitäne bringen ein Schiff zum Sinken.

Zwei Steuermänner machen das Schiff untergehen.


Zwei Katzen genügen für einen Löwen.

(Das bedeutet, zwei schwächere können es mit einem stärkeren Gegner aufnehmen.)

Zwei Wassermelonen finden nicht Raum unter einer Achsel.

Zwei Wassermelonen kann man nicht unter einem Arm halten.

*1  Bayram - ist die türkische Bezeichnung für Feiertage. Es bezeichnet sowohl die religiösen Feiertage als auch die staatlichen Feiertage. Die beiden kanonischen Hauptfeste des Islam tragen in der Türkei beide den Namen Bayram. Wegen des islamischen Mondkalenders wandern sie durch alle Jahreszeiten. Der Ramadan Bayramı beendet als Fest des Fastenbrechens den Ramadan. Das Fest dauert drei Tage. Für die muslimische Bevölkerung ist es eines der bedeutendsten und volkstümlichste Fest. An diesem Tag küssen Jüngere als Zeichen des Respekts den Älteren die Hände und werden ihrerseits mit Bonbons, Geld oder anderen Geschenken belohnt.                                Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bayram

*2 Ramadan (der heiße Monat) ist der Fastenmonat der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders. In ihm wurde nach islamischer Auffassung der Koran herabgesandt.