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Sprichworte aus dem Languedoc
Flagge Languedoc und Midi-Pyrenees
Wappen Midi-Pyrenees
Flagge des Languedoc und Midi-Pyrenees
Wappen Midi Pyrenees
Die Flagge des Languedoc und der neuen Region Midi-Pyrénées (entstanden 1960 aus verschiedenen Teilen historischer Territorien) enthalten beide das Tolosanerkreuz (nach Tolosa, dem okzitanischen Namen der Stadt Toulouse, der Hauptstadt des ehemaligen Languedoc), ebenso das Wappen der neuen Region Midi-Pyrénées. Midi-Pyrénées ist eine Neuschöpfung, die sich aus Midi (franz. Mittag) und Pyrenäen (franz. Pyrénées) zusammensetzt. Das okzitanische Kreuz ist besonders in Südfrankreich um Toulouse in Wappen verbreitet.

Das Languedoc ist eine historische französische Provinz. Sie umfasste den mittleren Teil Südfrankreichs zwischen der Rhône als Grenze zur Provence und der Garonne. Ihr Territorium ist heute unter den Regionen Languedoc-Roussillon, Midi-Pyrénées und zum kleinsten Teil Rhône-Alpes aufgeteilt. Der Name Languedoc leitet sich vom Okzitanischen ab (von frz. langue Sprache und oc für okzitanisch); diese regionale romanische Sprache war vor der französischen Zeit die Landessprache.

Die Mittelmeerküste des Languedoc wurde bereits in der Antike durch die
Griechen, Phönizier und Römer besiedelt und durch die Alamannen, Vandalen, Westgoten und Sarazenen erobert. Im späten Mittelalter war das Languedoc das Zentrum der religiösen Bewegung der Katharer, welche die römisch-katholische Kirche als Häretiker ausrotten ließ. Die Burg Montségur galt als Hauptstadt der katharischen Kirche und wurde 1243 und 1244 von Kreuzrittern belagert. Die Bewohner der Burg wurden vor die Wahl gestellt, entweder ihrem Glauben abzuschwören oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden. 225 Katharer, darunter ihr Bischof, wurden verbrannt. Im Zuge dieses Kreuzzugs wurde das Gebiet im frühen 13. Jahrhundert von den französischen Königen unterworfen und dem Königreich eingegliedert. Damit begann auch die Zurückdrängung der heimischen Sprache und Kultur zugunsten derjenigen von Paris.

Das Weinbaugebiet Languedoc ist mit fast 290.000 Hektar (Stand 2005) Frankreichs größtes Weinanbaugebiet und damit nahezu dreimal so groß wie die Summe aller deutschen Anbaugebiete.

Quellen:  http://de.wikipedia.org/wiki/Languedoc
              http://de.wikipedia.org/wiki/Languedoc_%28Weinbaugebiet%29

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Auf einen Geizhals, der anhäuft, folgt einer, der verschwendet.

Bei Kaufleuten wie auch bei Schweinen kann man erst wissen, ob sie fett waren, wenn sie tot sind.

Das Benehmen, welches das Maultier annimmt, wird es immer behalten.

Der gesunde Menschenverstand kommt niemals vor dem Alter.

Derjenige, der befiehlt, geht nicht selbst.


Derjenige, der unter seinem Dach bleibt, gewinnt nichts und verliert nichts.

Des armen Mannes Geld vergeht wie der Tau in der Sonne.

Die Katzen machen keine Hunde.


Die Schönheit bringt kein Brot ins Haus.


Die sicherste Mauer einer Stadt ist der Friede.


Drei Fastenzeiten und drei Weinlesen pro Jahr töteten die Esel und die Pfarrer.

Eines Gastwirts Tochter und ein Feigenbaum in der Ecke reifen vorzeitig.

Er ist aufgeweckt wie ein voller Korb Vögel.


Er ist dumm wie ein Eselindieb.

Er ist nicht tapferer als ein Faulenzer, wenn er wütend wird.


Er ist wie der Henker beschäftigt, wenn er sein Ostern macht.

Er ist wie ein Esel der Weinlese beschäftigt.

Er sieht besser als ein bemehlter Fisch.

Es gibt eine Zeit, die nass macht, und eine andere, die trocknet.

Es ist, als ob man einem Esel gesegnetes Brot gäbe.

Es ist besser, in Gesellschaft zu furzen, als allein zu sterben.


Es ist immer das am wenigsten genutzte, das als Erstes geht.

Friede macht Geld und Geld macht Krieg.

Gezwungener Soldat hat niemals wirklich seine Tasche getragen.

Heirate deinen Nachbarn, wenn du wirklich sein Geheimnis wissen willst.

Jeder kleine Vogel seinen kleinen Mut.


Jeder Vogel findet sein Nest schön.

Kinder im Haus, Ratten im Keller, Tauben auf dem Dachboden haben schnell ein Haus zerstört.


Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen.


Man entgeht nicht seiner Rasse.


Meckern die Ziegen, werden wir schnell geschoren haben.

Schlechte Angelegenheit, wenn die Pfarrer pflügen.


Sie watschelt wie eine Gans.


Spiegel auf der Straße, Mist im Haus.

Unkraut wächst schnell.

Verwöhne den Samen des Weizens nicht.


Wenn das Huhn in Richtung des Hahnes geht, ist es nicht unbedingt der Liebe wegen.

Wenn der Hund bellt, gibt es etwas.

Wenn die Sonne scheint, hat der Mond nichts zu tun.

Wenn er von Rasse ist, jagt der Hund.


Wenn Gott sichtbarlich auf Erden wohnen wollte, so würde er seine Residenz nirgends anders als zu Beziers nehmen.

Wenn man durch schwere Arbeit reich würde, so hätte der Esel einen Packsattel von Gold.


Wer an der Mühle ist, geht hinein und bedient sich als Ersten.


Wer bei der Geburt verrückt ist, fühlt es das ganze Leben.


Wer sich verdingt, um eine Arbeit von Eseln zu verrichten, soll sie auch wie ein Esel machen.


Wer sich zum Schaf macht, den frisst der Wolf.


Wo Papier spricht, schweigen die Bärte.

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Sprichworte aus der Auvergne
Flagge der Auvergne
Wappen der Auvergne
Flagge der Auvergne
Wappen der Auvergne
Die Auvergne ist eine der historischen Provinzen Frankreichs und war von 1960 bis 2015 eine Verwaltungsregion in Zentralfrankreich. Der Name wurde vom Gallier-Stamm der Arverner abgeleitet, die zur Römerzeit hier siedelten. Später wurde das Gebiet von den Westgoten und im 6. Jahrhundert von den Franken erobert. In der Folge wurde die Region immer wieder in verschiedene Herrschaftsgebiete von Grafen, Bischöfen und königlichen geteilt. 1790 wurde die historische Provinz in die jetzigen Départements aufgeteilt. 1960 entstand die Auvergne als Region neu, bis sie zum 1. Januar 2016 mit der benachbarten Region Rhône-Alpes zu einer unter dem Namen Auvergne-Rhône-Alpes fusionierte.

Die historische Flagge der Auvergne vom 9. bis zum 15. Jahrhundert wurde von 1960 bis 2016 als inoffizielle Flagge verwendet. Das historische Wappen ist das des Hauses Auvergne, das in dieser Zeit über Teile der Grafschaft herrschte.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Auvergne

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Alte Liebe und alte Kohlen leuchten zu jeder Jahreszeit.

Besser im eigenen Dorf zu pflügen als aus einem anderen Dorf Geld zu zählen.

Brot des Alters wird während der Jugend geknetet.

Das Land heiratet Mist.

Der beste Dünger für die Erde ist der Fuß des Besitzers.

Die Schuld des Arztes, die Erde bedeckt sie.

Ein Arzt heilt, zwei lähmen, drei töten.

Ein fehlender Zahn der Harke verhindert nicht das Harken.

Ein schlecht verheirateter Mann, es wäre besser, er wäre ertrunken.

Es ist besser, einer weiß, als hundert, die suchen.

Fallender Schnee düngt die Erde.

Gute Worte sind mehr wert, als was sie kosten.

Lange Zunge, kurze Hände.

Lieber auf den eigenen Esel zählen als auf die Stute des Nachbarn.

Niemand verlässt sein Bett, um auf dem Boden schlafen.

Rat ist gut, Hilfe ist besser.

Sellerie gibt alten Ehemännern Kraft.

Steck kein Geld in eine Tasche, ohne nachzusehen, ob sie kein Loch hat.

Versprechen ruinieren nicht.

Was wir behalten, verfault, was wir geben, blüht auf.

Wer keinen Sou* spart, wird niemals zwei haben.
( *Der Sou, anfangs auch Sol, ist eine ehemalige französische Münze und Währungseinheit vom 12. bis 19. Jahrhundert, vergleichbar zum deutschen Schilling. Ein Sou hatte den Wert eines Zwanzigstels eines Livre.)

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Sprichworte aus der Gascogne

Das Glück kommt zu uns im Schlaf.

Es ist besser, sein Wort zurückzunehmen, als einen schlechten Handel abzuschließen.

Kein Weibchen, außer der Frau, sucht nach dem Mann, außer im Frühling.

Wenn zwei einem Spiel zuschauen, wird einer ein Spieler werden.

Wer da kratzt, wo es ihn juckt, tut niemandem ein Unrecht.

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Sprichworte aus der Normandie
St.-Olavs-Flagge der Normandie
Wappen der Normandie
Die St.-Olavs-Flagge der Normandie
Wappen der Normandie
Die Normandie ist eine historische Provinz im Norden Frankreichs. Das Gebiet gliedert sich heute in zwei Regionen, Haute-Normandie nördlich von Paris und Basse-Normandie mit der Halbinsel Cotentin und die Kanalinseln.

Zwischen 58 und 51 v. Chr. eroberte Cäsar die Region und nannte das Gebiet Lugdunensis secunda. 486/87 siegten die Franken unter dem Merowinger Chlodwig über den letzten gallo-römischen Heerführer Syagrius und gewannen die gallischen Gebiete nördlich der Loire. Chlodwig gründete in Rouen einen Bischofssitz. 841 wurde Rouen von den Normannen gebrandschatzt. Im Jahre 911 betraute Karl der Einfältige den Normannen Rollo mit dem Herzogtum. Er wurde so in den westfränkischen „Staat“ eingebunden, sollte die Normandie gegen weitere Überfälle von außen kommender Wikinger verteidigen. Rollos Nachfahr Wilhelm, Herzog der Normandie, gelang 1066 die Eroberung Englands, was ihm den Beinamen „der Eroberer“ einbrachte.

Zu ihrem heutigen Namen kam die Normandie im Mittelalter als Heimstatt der Normannen, die sich als Volksstamm aus einheimischen „französischen“ Bewohnern und hinzugekommenen Wikingern gebildet hatten. Nach Ausweis der Sprach- und Ortsnamenforschung stammte die Mehrzahl der ansässig gewordenen Wikinger aus Dänemark, ein kleinerer Teil aus Norwegen.

Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Normandie

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In der Normandie gibt es mehrmals täglich gutes Wetter.
(durch den Wind vom Meer werden die Wolken schnell weitergeweht.)


Wir haben täglich schönes Wetter, wenigstens für ein paar Minuten.


Wenn Du einmal Erfolg hast, kann es Zufall sein. Wenn Du zweimal Erfolg hast, kann es Glück sein. Wenn Du dreimal Erfolg hast, so ist es Fleiß und Tüchtigkeit.


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Sprichworte aus der Picardie

Am Magdalenentage sind die Haselnüsse voll.

Am Sanct-Lukas säe stark oder gar nicht mehr.


An Sanct Lorenz blickt man hinein und An Sanct Rochus knackt man sie auf.

(die Nüsse bei der Nuss- und Mandelernte)

An Sanct Lucia wachsen die Tage um den Sprung eines Flohs, an Sanct Thomas um den Schritt eines Pferdes.


Jedes Getreide sein Stroh.


Kühler Mai und warmer Juni geben gutes Brot und guten Wein.


Liebe ohne Eifersucht ist wie ein Pole ohne Läuse.

(jeder Schmutzfink wird Polake genannt.)


Man soll die Halfter nicht zurechtmachen, ehe man das Kalb hat.


März trocken mit Wind, verheiratet die Tochter des Bauern.


Nur wenn man die Katze schlafen lässt, ist man vor ihren Krallen sicher.


Wenn die Frösche Schwänze oder die Hühner Zähne haben


Wenn es im März gewittert, können wir nur „Ah“ sagen.


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Sprichworte aus dem Elsass
Dass dich der St. Veitstanz ankomme.
(Verwünschung, man soll eine dem Teufel zugeschriebene Krankheit bekommen, ähnlich der Epilepsie)


Das Wasser läuft nicht die Berge hinauf.


Der Müller und der Bäcker handeln miteinander.


Der Range schlage dich um.

(von dem Rangenwein aus dem Elsass zu sehr berauscht werden)


Die Engel machen`s Bett.

(es schneit)


Dreckig wie eine Sau.


Druff, es ist ein Welscher.

(bei Tätlichkeiten, im Elsass waren alle Franzosen Welsche)


Du hast einen roten Rock verdient.

(zu einem Verräter)


Dümmer als ein Huhn vor dem Tag.


Dürr wie eine Rehgeiß.


Ein Trunk auf den Salat schad dem Dokter ein Dukat; ein Trunk auf einem Ei schad dem Dokter zwei.


Er lauert wie die Katz auf die Maus.


Es ist kein Jud im ganzen Elsass, der ein Batzen darauf leiht.


Kraut und Kraut ist zweierlei.


Mit Narren ist schlimm spaßen.


Trockener März, nasser April und kühler Mai füllt Scheuer und Keller und gibt viel Heu.


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